Das kleine Mädchen - Jenna Rick - kostenlos E-Book

Das kleine Mädchen E-Book

Jenna Rick

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Beschreibung

Es ist Winter in der großen Stadt. Die Erwachsenen bemerken das kleine Mädchen nicht, das einsam durch die Straßen läuft. Sie ist hungrig, friert und ist ganz allein auf dieser Welt.
Nach einer Begegnung mit einem Hund zieht es ihr Herz jedoch an ein unbekanntes Ziel. Die Kleine begibt sich auf eine wundersame Reise. Wer sie wohl am Ende erwarten wird?

Diese Kurzgeschichte ist ein Dankeschön von mir an meine Leser, die mein Debüt "Ausweg Liebe" zu einem großen Erfolg gemacht haben.

Außerdem als eBook für nur 0,99 € erhältlich: "Ausweg Liebe" (Liebesroman)

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Jenna Rick

Das kleine Mädchen

Eine weihnachtliche Kurzgeschichte

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

In der Stadt

Es war einmal ein kleines Mädchen. Das schlenderte durch eine große Stadt. Die vielen Leute um sie herum hatten dicke Mäntel an, damit sie bei dem Schneegestöber nicht froren. Eilig liefen sie an ihr vorbei und traten immer auf ihre kaputten Schuhe. Aber keiner bemerkte, dass sie der Kleinen dabei weh taten. Für die großen Leute war das Mädchen einfach nur im Weg.

 

Erschöpft ging die Kleine in eine dunkle Gasse. Dort kletterte sie auf eine Kiste in einer Ecke, wo der kalte Wind nicht hinkam. Ihr taten die Füße weh und der Magen grummelte laut vor Hunger.

 

Da kam ein Hund um die Ecke getappt. Seine Nase reckte er schnüffelnd nach oben. Sofort entdeckte er den Besuch in seiner Lieblingsecke und fragte neugierig, „Wuff, wer bist du denn?“

 

Darüber dachte das Kind kurz nach. Sie seufzte: „ich bin das kleine Mädchen.”

Der Hund legte den Kopf schief. Das machte er immer, wenn ihm etwas wichtiges einfiel.

„Ich glaube, die alte schwarze Katze hat mir von dir erzählt. Er kuschelte sich an ihre Seite, denn er hatte gehört, dass sie sehr nett war. „Kannst du mich ein bisschen kraulen?“

„Na klar.“ versprach das Mädchen.

 

Der Hund sprang zu ihr auf die Kiste. Dann legte er einfach seinen Kopf auf ihren Schoß und das kleine Mädchen strich durch sein zottiges Fell. Ihre Hände wurden davon so schön warm.

Nach einer Weile zuckte der Hund mit den Ohren. Dieses Grummeln an seinem Kopf machte ihn ganz wuschig. Er sprang auf und lief eilig weg.

Das kleine Mädchen sah ihm verwundert nach. Sie wusste ja, dass Hunde alles hören konnten. Hatte ihn etwas erschreckt?

 

Doch schon nach kurzer Zeit kam er zurück und brachte eine große Wurst mit. Er legte sie neben dem Mädchen auf die Kiste. „Dein Magen hat so laut geknurrt. Du hast bestimmt schon lange nichts mehr gegessen.“

Sie nickte verlegen, packte die Wurst aus der Pelle und biss ein großes Stück ab. Es gab auch dem Hund etwas. Das wuschelige Tier sprang schwanzwedelnd von der Kiste, bevor es von seiner Wurst probierte. Was für ein unruhiges Bündel Fell, dachte das kleine Mädchen belustigt.

 

Er schnüffelte zwischen den Kisten, bis er mit einem Stiefel hervorkam. Dann krabbelte er noch einmal dazwischen und holte den passenden zweiten Schuh hervor. Die Stiefel passten dem Mädchen auf Anhieb und waren kuschelig warm.

Sie aßen die ganze Wurst auf. Dann nahm sie den Hund in den Arm und schlief, gewärmt von seinem dicken Fell, ein.