Das Leben dass wir leben mussten - Toby Daniels - E-Book

Das Leben dass wir leben mussten E-Book

Toby Daniels

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Beschreibung

Es ist das Jahr 2029, unsere Welt erholt sich von einem schwerem Krieg und versinkt erneut in Chaos. Die Welt wurde in fünf Sektionen aufgeteilt, welche uns das Leben schwer machen. Menschenrechte oder andere Rechte gibt es in unserer Welt nicht mehr. Die Sektionen jagen und foltern jeden, der sich Ihnen entgegenstellt oder nur zur flachsen Zeit am falschen Ort ist.

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Seitenzahl: 187

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Das Leben dass wir leben mussten

Titel SeiteVorwortUnsere neue WeltMein neues LebenDas FestUnd wieder LeidenDas GerichtDer erste Tag in GenfDas Schwarze FeldDie SektionsführerinDas EssenAuf zu neuen KontinentenDie FragestundeNew York oder doch nicht?New YorkDer Zug des Sektionsführers SatōDas Unglück von TokioAustralienDer WiderstandMeine neuen AufgabenDer erste EinsatzFeinde und FreundeNeue GefahrenKyotoDie EntscheidungZurück nach Europa

Titel Seite

Das Leben

dass wir

leben mussten

Die Leiden der Emily

vonToby Daniels

Vorwort

- Bitte vor vorher lesen, danach können Sie gerne das Buch in vollen Zügen genießen –

Das Buch habe ich geschrieben, da sich die Welt, ob wir es wünschen oder nicht sich immer mehr den Abgrund nähert und wir alle eigentlich nur jeden Tag Beeten sollten, dass der Tropfen nicht kommen wird, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ich bitte Sie das Buch nur zu lesen, wenn Sie sich in guter geistiger Verfassung befinden, einige Szenen in diesem Buch sind lebhaft beschrieben, teilweise auch gewalttätig und für manche verstörend.

Ich möchte mich nicht Gewalt identifizieren, ganz im Gegenteil ich verabscheue Gewalt und deren Ausübung durch meine Hobbys habe ich gelernt, was Menschenrechte sind, diese zu wahren und zu Beschützen.

Dieses Buch soll eine fiktive, wenn auch nicht zu ferne Art zeigen, wie eine Welt ohne Menschenrechte aussehen kann.

Genau wie das Buch Fiktion ist sind die Namen frei erfunden und nicht mit reellen Personen verknüpft.

Unsere neue Welt

Die Sirenen ertönen…, eine Bombe fällt, alles ist komplett schwarz …, durch den Regen legt sich der Rauch und Staub sehr schnell ..., der Geruch des Senfgases brennt in der Nase, der Ammoniak brennt sich die Atemwegen und ich muss Husten …, es kommen die Jäger mit Ihren schwarzen Kampfanzügen …, es fallen die ersten Schüsse, das Wasser auf den Straßen wird rosa und immer dunkler von dem Blut …

… es ist wie jeden Nachmittag in der Freiwildzeit, welche von den fünf Sektionen eingerichtet wurde, in dieser Zeit werden alle, welche sich zwischen vier und sechs am Nachmittag nicht in Ihren Häusern aufhalten, zusammengetrieben und gefoltert, wenn wir Glück haben, erschießen sie uns bei dem Zusammentreiben und wir müssen nicht leiden, aber lieber Foltern Sie uns, bevor Sie einen am Ende erschießen.

Die Jäger sind die grausamen Menschen, welche nach der Pfeife der Anführer tanzen und sie verstecken sich hinter Ihren Gasmasken, damit Sie selbst immer Atmen können und alle zusammentreiben können, zudem haben sie schwarze Kampfanzüge, welche komplett gepolstert und zusätzlich mit Kohlefasern verstärkt sind.

Man kann Sie nie reden hören, denn auf der einen Seite haben Sie Angst, dass man Sie erkennt zudem, dass Sie was Falsches sagen, da man Sie in der Dienstzeit überwacht.

Mit Ihren Sicherheitsschuhen treten sie nicht nur den Armen Leute herum, welche keinen Unterschlupf finden konnten, sondern haben auch auf verschiedensten Untergründen sicheren Tritt.

Das Vieh die Menschen, welche sich nicht in Häuser retten, konnten werden mit den liebevoll Seniak genannten Kapseln zusammengetrieben, dies ist eine Mischung aus Senfgas und Ammoniak.

Sehr oft frage ich mich, was aus unserer Welt geworden ist, noch vor wenigen Jahren konnten wir ein fast unbeschwertes Leben führen, wir hatten alles, was wir uns wünschen konnten.

Wir hatten eine gute Gesundheitsversorgung, nur einige wenige Konflikte, welche mit der Zeit nach und nach langsam immer mehr zunahmen.

Die Eskalation begann in der Zeit um Ostern herum, als ein Spion vergiftet wurde, welcher sich leidenschaftlich für eine Verbesserung der Ost-, Westbeziehungen und Menschenrechte eingesetzt und da keiner wirklich rausfinden konnte oder wollte, wie es genau passiert und wer Schuld hat.

Aus kleinen lokalen Konflikten, im Mittleren Osten, der Halbinsel Korea, Kosovo, Syrien und Serbien ist es nach und nach schlimmer geworden und alle Staaten haben sich verkracht, bis es wegen einer sinnlosen Schuldzuweisung von einzelnen Ländern zu einem Kurzem dritten Weltkrieg gekommen ist.

Nach dieser schrecklichen Zeit haben sich alle Staaten aufgelöst und die mächtigsten Regierungschefs haben sich in fünf Sektionen analog den Kontinenten aufgeteilt.

Dies war 2025 und ist jetzt mittlerweile schon vier Jahre her.

Die Sektionsführer leiten Ihre Sektion und beherrschen diese gnadenlos, in der Sektion I (der Amerikanischen) hat sich Michael Millers, Sektion II (Afrika) Paka Haram, Sektion III (Europa) Cordula Petry, Sektion IV (Asien) Akuma Satō, Sektion V (Ozeanien) Francine Almada durchgesetzt.

Alle Sektionen haben sich in einem Weltsektionsplan dazu verpflichtet Ihre Bevölkerung zu erziehen, damit es nie wieder zu so einem Krieg kommen kann, aber es wurde mit der Freiwildzeit noch tausendmal schlimmer als ein normaler Krieg.

Alle friedenssichernden Verträge, wie die Genfer Konventionen, Menschenrechtsabkommen oder Handelsverträge haben die Sektionsführer aufkündigen lassen, bevor sie, die Gerichte und Polizei zu einem großen Teil auflösten und durch den Weltsektionsplan ersetzt haben.

In dem Plan ist für jeden Tag eine Freiwildzeit von zwei Stunden festgelegt, wo Menschen, welche nicht in Ihren Häusern sind, oder die Häuser nicht abgeschlossen haben, verfolgt, gefoltert und auch getötet werden dürfen.

Alle getöteten werden als Punkte gezählt, wenn sich jemand außerhalb der Zeit umbringt, gibt Minuspunkte, auch sonstige Sterbefälle zähen sie nicht.

Wer am Ende des Monats die meisten Punkte hat, bekommt je zwei Dutzend Jäger von jeder anderen Sektion für den Monat ausgeliehen.

Allerdings gab es kleine Hoffnungsschimmer zum einen die Sektion V, welche sich um die Versorgung dem Verletzen in einem riesigen Lazarett in Australien kümmert und zum anderen den noch in den Kinderschuhen steckenden Untergrund.

Nach der Freiwildzeit müssen ausgewählte Säuberer die Opfer entweder auf den schwarzen Platz bringen, wenn keine Chance besteht Sie zu heilen, dort werden sie verbrannt, damit die Oberen den Überblick haben und Vergleichen können, wie viele sie vernichtet haben, wird jeden sein Identitäts Tattoo "wir nennen sie nur IDT, es ist ein Tattoo, welches uns von der Sektion gemacht wird, wenn wir dreiundzwanzig werden, es enthält alle persönlichen Informationen und hat alle Funktionen eines altertümlichen Smartphones, wir können Nachrichten empfangen, bekommen Informationen über den uns gegenüber angezeigt, können mit Ihnen Navigieren und über ein Hologramm mit anderen Telefonieren, zudem kann uns die Sektion natürlich damit überwachen" gescannt und er wird aus dem System ausgetragen.

Wenn wir nur leichte Verletzungen haben und noch eine Chance haben weiter zu leben bringen sie uns auf den weißen Platz, wo wir notdürftig behandelt werden, nachdem der Platz von den Jägern verschlossen wurde und kontrolliert wurde, dass sich auch ja kein unverletzter oder Freiwilliger auf den Platz befindet, behandeln uns die Sanitäter der Sektion V und wenn es gar nicht anders geht nach Sektion V gebracht und dort behandelt.

Ein Reisen zwischen den Sektionen ist nicht möglich außer als Verletzter, die Grenzen sind durch Jäger und einer fünfzig Meter hohen Mauer, welche zusätzlich mit Mienen, Stacheldraht und mit selbstschließenden Maschinengewehren ausgestattet sind, diese sind zusätzlich mit Bewegungssensoren versehen, somit ist die Grenze optimal gesichert, selbst die Seegrenzen sind so geschützt.

Wir können uns nicht mal selbst Umbringen, dies bestrafen sie mit dem Tod von zwanzig weiteren Menschen, zuerst aus Deiner Familie, wenn sie nicht groß genug ist, müssen beliebige andere sterben, diese zählen nicht als Beute und werden abgezogen und für den Sektionsführern, mit zwanzig Minuspunkten sanktioniert.

So ist unsere Welt zum leid fast Aller und Freud weniger geworden.

Mein neues Leben

Es ist gegen fünf, als ich Schweiß überströmt, durch den Sturmkeller in unser Haus in der Adam Street, nahe der Themse gestürmt komme, meine Mom klatscht mir eine und nimmt mich in den Arm, Ihre Tränen laufen meine Schulter hinunter.

„Was hast Du Dir dabei gedacht, in der Freiwildzeit draußen zu sein, weißt, Du was Du Deinen Dad und mir für einen Schrecken eingejagt hast?“

„Du hast recht Mom, ab morgen muss ich vorsichtiger sein, dann kann ich keinen mehr helfen, wenn ich den Vertrag unterschrieben habe, aber zurzeit finde es als meine Pflicht, denen zu helfen, welche sich selbst nicht helfen können, aber ich weiß, was für Sorgen Ihr Euch macht und es tut mir auch jedes Mal weh im Herzen, wenn ich es Euch antun muss, aber alleine diese Woche konnten wir über fünfzig unschuldigen helfen, dass Sie nicht auf dem schwarzen Feld landen.“

Für mich beginnt morgen ein neuer Zeitabschnitt in meinem Leben.

Da ich im letzten Jahr dreiundzwanzig geworden bin, meine Ausbildung als Sanitäterin abgeschlossen habe und mich nun Neunen Aufgaben widmen muss.

Der nächste Schritt in meinem Leben erscheint mir sinnlos und ist genau wie alles in unserem Leben eine Grausamkeit des Weltsektionsplanes.

In dem Jahr, wo wir dreiundzwanzig werden, müssen wir in einer Zuweisungsphase in den verschiedenen Abteilungen uns unter Beweis stellen, nach dieser Zeit wird festgelegt, in welche Abteilung wir versetzt werden und wo wir bis zu unserer Rente arbeiten müssen.

Die erste Woche Verbringen wir Londoner Rekruten bei den Jägern, welche in der Freiwildzeit die Menschen zusammentreiben foltern und zum Ende töten.

Die Woche darauf verbringen wir bei den Versorgern, deren Hauptaufgabe ist es jeden mit Essen, Trinken und allem was man für den alltäglichen Gebrauch benötigt herzustellen uns damit zu versorgen und es immer ausreichend zur Verfügung zu stellen.

Im Anschluss dürfen wir uns eine Woche bei den Lehrern unter Beweis stellen und ein Konzept für eine Ausbildung erstellen und diese auch mit Schülern durchgehen.

Nach diesen drei Stationen müssen wir als Säuberer die Schandtaten der Jäger beseitigen und eine Vorselektion vornehmen, welches Opfer, auf welchen Platz gebracht werden muss, die in Not sind helfen und Ihnen das Leben einfacher zu Gestalten.

Die letzte Woche dürfen wir endlich bei den Heilern verbringen, welche die Verletzten versorgen und für die komplette medizinische Versorgung zuständig sind.

Alle Erfahrungen müssen wir in einem Bericht über jede Woche festhalten.

Nach jeder Woche prüfen die Instruktoren unsere Berichte, erweitert diese und geben sie an die Sektionsführer weiter, welche die Berichte mit Punkten bewerten und dann gemeinsam mit den anderen Sektionsführen entscheiden, wo wir bis zu unserer Rente dienen müssen.

04705/2025

Die Stimmen vor dem Haus werden leiser, alle gehen zu den Vorfeiern zu den Festlichkeiten zum Jahrestag der Unterzeichnung des Weltsektionsplanes.

Zu diesen werden alle neuen Rekruten, die älteren, welche ab morgen in Ruhezeit gehen und auch wichtige Vertreter der Sektion und anderer Sektionen eingeladen.

Ein Vorteil des Tages ist es, es gibt keine Freiwildzeit und keiner muss sterben.

Diese Nacht schlafe ich sehr gut, denn es regnet und alle Gase sind aus den Straßen wie weggefegt, endlich kann man gut Atmen.

Den nächsten Morgen schlafe ich sehr lange, die Sonne steht schon fast mittig im Fenster, ich werde durch die Rufe meiner Mom wach, „Emily! Kommst du wohl essen, die Versammlung beginnt in drei Stunden und du musst dich noch waschen und anziehen.“, stimmt, die Versammlung hatte ich fast vergessen so ein Mist, jetzt muss ich mich wirklich beeilen, wenn ich nur daran denke, diesen Stress wollte ich eigentlich vermeiden aber mein Wecker wollte nicht klingeln.

Ich ziehe mich langsam aus und gehe ins Bad um mir eine Wanne einzulassen.... Als sich das Waser um meinen Hals legt und ihn sehr gut wärmt, nimmt es meinen Stress etwas weg und ich kann in meinen Gedanken versinken.

Ich denke zum Glück weiß keiner, warum wir uns wirklich treffen, alle denken, es sei eine letzte kurze Organisationssitzung für die Weltsektionsplans Feier.

Aber das ist es bei weitem nicht, ich und einige meiner Freunde allesamt in aus meiner Klasse angerschieren uns schon seit mittlerweile fünf Jahren im Untergrund um die Welt zu einem besseren Ort zu machen und Sie von dem Unrecht der Fünf zu befreien.

Nachdem ich mich abgetrocknet habe gehe ich in die Küche und sehe meine Mom hat mein Lieblingsessen gemacht gebratene Paprika mit Ei und dazu etwas Toast, welches Sie heute auch kurz angebraten hat.

Ich schlinge mein Essen hastig runter und mache mir für den Nachmittag etwas Wasser in meine Trinkflasche und mache mich auf dem Weg zu unseren Geheimtreffen, welches wir in einem verlassenen U-Bahnhof abhalten.

Nachdem ich kurz vor der Haltestelle Liverpool bin, setzte ich meine Mütze auf, welche mein Gesicht verdeckt und ziehe die Kapuze über.

Vor dem Eingang hat sich mittlerweile ein fast undurchdringliches Gebüsch gebildet, welches uns gut dabei hilft unentdeckt in den Vorraum zu kommen.

In der Bahnhofshalle angekommen schlängeln wir uns an den damals belebten Geschäften vorbei und gehen durch einen Wartungstunnel in die unterirdischen Katakomben, welche noch aus Zeiten des kalten Krieges stammen und mit Notstromaggregaten betrieben werden, Liza bringt immer Benzin mit, damit wir die Generatoren starten können, denn Sie hat als einzige ein Auto und es fällt nicht auf, wenn Sie mit Kanistern unterwegs ist, wenn sie mit einem Kanister durch die Straßen läuft.

Es brennt schon Licht als ich ankomme, ich hoffe ich bin nicht die Letzte, es wäre denn das erste Mal seitdem wir uns treffen.

Wir besprechen unser Vorgehen, wie wir heute Abend ein Zeichen setzen wollen, gegen unsere Unterdrücker, damit wir auf uns aufmerksam machen können, denn die Feiern der Hauptstädte wird Sektionsweit live übertragen und auch nicht geschnitten in die anderen Sektionen gestreut.

Für unseren Plan haben wir uns zwei Teile ausgedacht, für den ersten Teil melde ich mich Freiwillig, obwohl ich weiß, es wird gefährlich und ich werde nicht ohne Strafe davonkommen.

Den zweiten Teil müssen mehrere in Angriff nehmen und wir müssen noch die Vorbereitungen abschließen.

Dazu gehen wir durch die Tunnel unter dem Buc Almadaham Palace und Platzieren in einen geheimen Tunnel, welcher damals von der Königsfamilie als Fluchttunnel benutzt wurde unsere kleinen Überraschungen für die Kamers.

Wir ziehen uns alle wieder zurück und machen uns auf zu unseren Familien, wo gleich Vertreter der Versorger kommt um mir mein Kleid für heute Abend anzulegen, sowohl Frauen als auch Männer bekommen ganz spezielle Kleidung in den eigenen Farben der Sektion, denn es soll nichts schiefgehen, bei den Feierlichkeiten.

Mein Kleid ist in einem dunklem rot gehüllt, knie lang sehr eng geschnitten man kann jede Kontur sehen, sowohl bei der Brust als auch im Beckenbereich, der Rücken ist fast bis zu meinem Po ausgeschnitten.

Über den Brüsten ragt eine elegante fünfköpfige schwarze Hydra.

Die schwarzen High Heels sind mir mindestens zwei Nummern zu klein, so kann ich kaum laufen.

Da wir nicht viel Geld zum Leben haben, werde ich den ganzen Weg zum Palast laufen müssen, aber ich genieße es in der Abenddämmerung durch die Straßen zu gehen und die untergehende Sonne zu beobachten.

Meine braunen Haare flechten Sie zu einem Zopf, welcher zu meiner Freude immer noch fast bis zum Ende des Ausschnittes reicht, es ist zum Glück nicht viel zu sehen.

Ein letztes Mal vor dem Fest gehe durch unser Haus, verabschiede mich von meinen zwei jüngeren Geschwistern, meinem Dad, der als Versorger eingeteilt wurde, meiner Mom, welche als Lehrerin arbeiten muss und von meinem Hund, welcher zu einem Großteil nur auf mich hört und die anderen sich die Seele aus dem Hals schreien können, bis er macht, was sie sagen.

Da ich spät dran bin, kann ich nur bei der Familie von Brain meinen besten Freund mich durch die Tür verabschieden und wir machen uns los, sammeln auf den Weg alle Freunde der Untergrundbewegung auf und legen unsere eigens kreierte Kette an welche aus einer dünnen Edelstahlkette und einem Anhänger mit einer eingravierten Taube besteht.

Auch wenn uns jeder davon abgeraten hat, Symbole der Vorwelt anzulegen haben wir uns bewusst dafür entschieden und stehen zu unserer Überzeugung, auch wenn es uns große Schwierigkeiten einbringen könnte.

Wir haben nur noch knapp eine Meile bis zum Palast und biegen in eine Querstraße ein um Mary abzuholen, welche bei Ihrer Großmutter wohnt, da Ihre Eltern bei den Unruhen nach der Unterzeichnung gestorben waren.

Das Fest

Als wir auf The Mall Laufen und sich am Horizont die Victoria Statue aufbäumt stockt uns der Atem da wir sie zum ersten Mal ohne Kopf sehen, dieser wurde vor drei Wochen bei einem Aufstand mit dem Rohr eines Panzers abgetrennt, als die Jäger ein paar Aufständische verfolgten.

Jetzt erst wird uns Klar, die Straßen rund um den Palast sind übersäht mit Einschusslöchern und Kratern von Granaten, die Bäume links und rechts haben Sie bei den Aufständen abgebrannt und meist ist nicht mehr als ein kniehoher Stumpf übergeblieben.

Nach ein paar Metern sehen wir die Fenster größer werden und in jedem hängt eine der Flaggen unserer Sektion, eine schwarze fünfköpfige Hydra auf rotem Untergrund, wie bei unseren Emblemen.

Die anderen Sektionen haben Blau, Grün, Gelb und Weiß als Hintergrund, die schwarze Hydra ist überall gleich.

Der Himmel ist tiefschwarz gefärbt, es fängt an zu regnen und zu Gewittern, die Luft wird feuchter, man merkt die Spannung und der Himmel färbt sich in ein bedrohlichen dunklem Rot, passend zu unseren Kleidern, ein, hinter dem Palast erstreckt sich ein dunkelroter Blitz, welcher sich in drei Stränge verzweigt und über die drei hervorstehenden Gebäudeteile niedergeht.

Die Musik des Festes drängt sich unseren Ohren auf und wir merken, dass wir nur noch dreißig Minuten haben um durch die Kontrollen zu kommen.

Als wir durch den Haupteingang in den Palast eintreten, hat seine Pracht nicht an Ihrer Wirkung verloren, als wir uns zu der Gemäldegalerie kommen bleibt uns die Luft weg als wir auf einem sehr großen Bild sehen wie sie es wirklich gebannt hatten.

Die öffentliche Hinrichtung der Königsfamilie wie sie alle niederknien mussten und von hinten erschossen wurden, zum Glück ist es etwas abstrakt dargestellt und man kann keine Details erkennen.

Vor eben diesem Bild ist ein langer Tisch aufgebaut, wo wir unsere „Freiwilligen-“ Verträge unterschreiben müssen.

Wir reihen uns in die Schlange ein, als ich schließlich dran bin und die Jäger mir Blut abnehmen wollen um meinen Stift zu füllen, denn nur Blutverträge sind gute Verträge laut den Regeln des Weltsektionsplan, fange ich an mich heftig zu wehren, erst können sie mich mit vier Leuten halbwegs bändigen, dann fange ich an meine Gegner ran zu nehmen, ich schlage um mich trete nach Ihnen, als sich mir die Gelegenheit bietet beiße aus Versehen einen in den Arm.

Daraufhin kommen noch mal vier und schaffen es so mich in Schach zu halten, dass mir Blut abgenommen werden kann, mein Stift wird befüllt und dass ich den Vertrag unterschreibe bedrohen sie mich mit einer Waffe an meinem Kopf drückend, als ich mich immer noch weigere zeigen sie mir einen ein Livestream auf meinem IDT, wie meine Familie bedroht wird, indem sie ein Scharfschütze im Visier hat.

Als ich das sehe merke ich, ich komme nicht umhin den „Freiwilligen-“ Vertrag zu unterschreiben.

Mit zittrigen Händen unterschreibe ich den Vertrag und da steht es, ich kann es kaum fassen unter dem Vertrag steht Emily Scofield mit meinem Blut geschrieben.

Auf einmal spüre ich den kalten metallenen, kalten Griff des Gewehres eines Jägers in meinem Bauch, vor meinen Augen wird alles Schwarz und ich werde bewusstlos, in der Zeit, bevor ich zu mir komme sehe ich wie die Säcke meine Familie ins Visier genommen haben um Ihr angebliches Recht auf uns durchzusetzen. Sie wollten mich brechen, haben mich aber nur noch wütender gemacht....

Als ich wieder zu mir komme, erschrocken von einem großen Knall wie von einer Kanone, merke ich, dass ich mich nicht wirklich bewegen kann, anscheinend muss ich jetzt gleich meine Strafe antreten, da sie uns in der Zuweisungsphase nicht töten dürfen und auch nicht später, wegen Dingen, die wir in der Zeit gemacht haben, wird meine Strafe wohl anders ausfallen müssen.

Sie haben mein Kleid runtergezogen, dass mein Rücken komplett frei ist und mich in einen Käfig eingespannt, meine Hände sind an einem Balken festgebunden, und meine Beine hängen lose nach unten.

Ich höre in der Ferne eine Stimme, welche Fragt, ob ich wieder wach bin, als ich meine Augen aufmache sehe ich mich in einer Art Käfig aus Panzerglas, die Kommandantin der Jäger in der Sektion III Victoria Orban steht vor mir und weiß es wird schlimm werden, denn Sie ist über die Grenzen unserer Sektion hinaus bekannt, dass Sie keine Gnade walten lässt und einige Gerüchte meinen, Sie hat in Ihrer Kindheit Tiere gequält und teilweise behaupten noch andere sagen, dass Sie Ihre Geschwister in der Kindheit umgebracht habe. Sie hat eine Uniform der Jäger an, aber da Sie keine Masken leiden kann, hat Sie ein nur für die Kommandantin angefertigtes Pailituch, welches Ihren Mund und Nase verdeckt, es ist schwarz und eine Sektionshydra über Mund und Nase und damit Sie atmen kann, wird es mit frischer Luft über ein integriertes Filtersystem versorgt, welches dem der normalen Jäger in nichts nachsteht.

Sie spricht durch das Mikrofon „Es gibt wenige Dinge, welche wir nicht dulden“ ich schreie „genau! so ziemlich alles, außer Menschen umzubringen“ da bekomme ich einen Stromschlag über meine Fesseln, welche Sie mir angelegt hatten. Sie spricht weiter „wegen des klaren Verstoßes gegen unsere Traditionen der Unterzeichnung des „Freiwilligen-“ Vertrages, den Widerstand gegen unser Sicherheitspersonal, die absichtliche Verletzung eines unserer Mitarbeiter wird Emily Scofield zu vierzig Peitschenhieben verurteilt, wegen der Störung der Urteilsverkündung kommen noch mal zehn Schläge hinzu.“

Das Panzerglas füllt sich mit schwarzem Rauch, es ist sehr furchteinflößend alles wird komplett dunkel und nach wenigen Sekunden kommt die Kommandantin neben der Wand hervor und stellt sie sich vor mir hin.

Ihr Blut scheint zu kochen, die Adern pochen und stehen weit hervor, Sie scheint sich sehr zusammenreisen zu müssen, nicht vor Wut zu explodieren und zeigt mir die Peitsche, sie hat einen schwarzen Griff, welcher mit einer Art Mullbinde umwickelt ist, damit man nicht abrutscht, hat fünf aus Leder geformte Stränge, welche an den Spitzen mit kleinen Stahlkügelchen verschönert wurden.

Der Rauch ist auf einmal wieder komplett weg und alle können sehen, wie ich ausgepeitscht werde.

Nach den ersten zwanzig Schlägen merke ich wie mein Blut anfängt meinen Rücken und Beine hinunterzulaufen und in meinen Schuhen versickert, nach weiteren zwanzig Schlägen trübe ich leicht ein, was mir die letzten Erträglicher macht.

Frau Orban holt mich mit Riechsalz zurück, hebt meinen Kopf an ich sehe, wie die Wände mit meinem Blut bespritzt sind, sie fragt mich ob ich weiß, was sie mit Verrätern wie mich macht, als ich den Kopf schüttle, dreht sie ganz sachte meinen Kopf zur Seite und mein Blick fällt unweigerlich auf die Feuerstelle, in der ein kleines Feuer schön blau lodert.

Sie holt ein Eisen aus dem Feuer und drückt es mir auf meinen Handrücken, damit jeder sehen kann, dass ich eine Verräterin bin, ein Schmerz, welchen ich noch nie verspürt habe durchströmt mich ich will schreien, aber meine Stimmbänder versagen, in der Ferne sehe ich, dass Benjamin seine Aufgabe erfüllt hat und genau in dem Moment, als ich das Brandzeichen bekomme die fünfzig Tauben frei lässt, als Zeichen unseren Widerstandes, ich sacke zusammen…

… Meine Augen öffnen sich, ich bin immer noch von Schmerz durchströmt, jede kleine Bewegung erfüllt mich ungeahnten Schmerzen, als ich auf die Uhr schaue sind seit der Unterschrift drei Stunden vergangen.

Eine der Krankenschwestern kommt zu mir und sagt, dass ich sofort aufstehen soll, die Kommandanten sind gleich hier.

Ich raffe mich auf, ziehe mich an, jetzt wo ich mich anziehen will, erst jetzt merke ich, dass sie mich vorhin komplett ausgezogen hatten, bis zur Gürtellinie und ich werde ganz rot, als mir bewusst wird, dass mich alle so sehen konnten.

Als ich die Riemen des Kleides über meine Schulter gezogen habe, treten auch schon die Kommandanten ein.

Sie bäumen sich alle vor mir auf und fragen mich einer nach den anderen, ob ich gelernt habe, dass man sich nicht mit den Sektionen anlegt. Immer noch voller Scham, nicke ich sachte um meine Familie zu schützen.

Aber sie wollen sich damit nicht zufriedengeben Kommandant Steward hat einen kleinen silbernen Kofferbei sich, stellt Ihn vor mir auf einen Tisch er öffnet Ihn und in ihm befindet sich ein wunderschönes Handgesticktes Halsband aus Samt, es ist schwarz und sieht sehr anschmiegsam aus er legt es mir an, es fühlt sich an wie Samt, ist etwas kalt und es legt sich eng um meinen Hals aber nicht zu eng und verschmilzt mit meiner Haut, wie eine zweite Haut, dass man es nicht sehen kann und sie so mehr Informationen bekommen. Mit diesem Halsband können sie meine Schritte verfolgen und Überwachen alles was ich sage. Das einzige, was sie damit noch nicht machen können ist zu sehen, was ich mache.

Mit diesem Hintergrund will ich mir morgen als erstes ein Block und ein Stift holen, welchen ich immer bei mir habe um meine Verbündeten zu warnen, nicht zu viel zu sagen.