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Humorvoll beschreibt der Autor sein tägliches Leben. Das Leben des Björn.
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Seitenzahl: 66
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Vorwort
Die Atom-Test-Insel
Blondinen bevorzugt
Urlaub von der Ehe
Aktiv im Urlaub
Fliegende Fische
Heimweh
Immer diese Autofahrer
Urlaub Teil 1
Urlaub Teil 2
Späte Vaterfreuden
Jahrestag einer Ehe
Weihnachtsgeld
Meine persönlich wichtigste Meldung des Tages
Solidarität hat Grenzen
Das Hörertelefon
Fremdenfeindlichkeit
Kindheitserinnerung
Impressionen eines sonnigen Tages
Der Mutantenpuffer im Superwahljahr
Auf den Hund gekommen
Über den Autor
Liebe, Lieber, Liebes Leser,
ich wünsche euch gute Unterhaltung mit diesem Buch.
Ich habe dieses Buch herausgegeben, da ich Björns Betrachtungen auf einer beliebten Plattform in den sozialen Medien gefunden und kopiert habe.
Er weiß es noch nicht.
Jetzt erwarte ich einen jahrelangen Rechtsstreit um die Urheberrechte.
Das wird teuer.
Daher bitte ich euch, dieses Büchlein zu erwerben und weiter zu empfehlen, damit ich die Anwälte bezahlen kann.
Das sind schließlich auch nur Menschen.
Ein Freund
Ich habe mir heute auf dem Weg zu meiner Baustelle in Leipzig bei einer Rast, wie immer, einen Kaffee gegönnt. Während der Wartezeit warf ich einen Blick auf die ausgelegte BILD.
Schlagzeile oben links:
"Hungrige Eisbären jagen Menschen auf Atom-Test-Insel".
Da dachte ich mir, boah, mit denen wolltest du jetzt aber nicht tauschen, also nicht mit den Menschen, weil die leben ja auf einer Atom-Test-Insel und werden von Eisbären gejagt, mit den Eisbären aber auch nicht, die leben ja auch auf einer Atom-Test-Insel und haben Hunger. Diese Schlagzeile hat mir wirklich gut über den Tag geholfen, weil ich immer wieder grinsen musste, wenn ich daran gedacht habe. Wieder zu Hause angekommen, erzählte ich meiner Frau von der Schlagzeile und dass das mein persönliches Highlight des Tages ist.
Dachte ich. Im Hintergrund liefen Nachrichten. Ein weiterer Bericht über die Workshops der CDU und Frau AKK. Sofort dachte ich daran, dass Sie hierbei auch ihre Pateikollegen Sozialdemokraten genannt hat.
Auch ein Highlight für mich, von dem ich glaubte, dass es schwer zu toppen sei. Weit gefehlt. Im Bezug auf die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015 sprach Sie davon, dass sich so etwas nicht wiederholen darf. Frau M. ist dafür sicher sehr dankbar. Ihr Lösungsvorschlag: Ein Frühwarnsystem für Flüchtlingswellen. Ich habe mich sofort bei meiner Frau versichert, ob ich das jetzt wirklich gehört habe. Also noch einmal für alle: "FRÜHWARNSYSTEM FÜR FLÜCHTLINGSWELLEN". Ich habe im Zusammenhang mit Naturkatastrophen schon von Frühwarnsystemen für Tsunamis gehört, aber so etwas konnte man bis jetzt nicht zuverlässig entwickeln. Ein Frühwarnsystem für Flüchtlingswellen wäre natürlich innovativ. Jetzt sitze ich hier und denke darüber nach, ob ich einen Brief an AKK schreibe. Bevor ich am Ende auch noch auf einer Atom-Test-Insel lande und von hungrigen Eisbären gejagt werde, schlage ich Ihr vor, eventuell keine Leopard 2 Panzer und anderes modernes Kriegsgerät in Krisengebiete zu verkaufen, um dort Frieden zu schaffen. Das ist zwar nicht so innovativ wie ein "Frühwarnsystem für Flüchtlingswellen", könnte aber die Ursachen lindern.
Ich hoffe das ich mit diesem Post keinen persönlich verletzen werde.
Schon gar nicht die Eisbären auf der Atom-Test-Insel.
Mein letztes Lebenszeichen hatte ja durchaus positive Resonanz. Auch wenn mich manche sogenannte Freunde, nennen wir sie Patrick und Thomas, privat verunglimpft haben. Hier noch ein Nachtrag zu meinem Post. Ja, wir sind auch All-inklusive Assis. Aber wir sind nett und rücksichtsvoll. So habe ich beispielsweise bei unserem Bulgarien Urlaub freiwillig, den morgens um 6 Uhr mit unseren Liegen zusammen reservierten Sonnenschirm, an eine Frau mit Säugling übergeben. Am selben Tag habe ich zwei zirka 20-jährigen Blondinen im Playboy-Bikini bereitwillig die freie Liege neben mir überlassen. Ich habe sogar noch darauf hingewiesen, dass mir gegenüber eine weitere Liege frei ist. Weiter habe ich angeboten, dass sie diese hierherziehen können und somit zusammen neben mir liegen können. Das Angebot wurde von den Beiden dankend angenommen. Da soll noch einer sagen ich wäre ein negativer oder gar unsozialer Mensch.
Ich muss aber dazu noch anmerken, dass ich es Gott sei Dank nicht lange ertragen musste, neben diesen jungen, fremden Frauen zu liegen. Meine Frau hat sehr wohl erkannt, wie unangenehm mir die Situation war und hat mich bereits nach wenigen Minuten losgeschickt um Getränke zu holen. Sie opferte sich und begab sich auf meine Liege.
So konnte ich nach meiner Rückkehr zwischen meiner Frau und meiner Tochter liegen. Das ist es, was eine gute Beziehung ausmacht, man merkt, dass sich der Partner aufgrund seiner endlosen Menschlichkeit in eine äußerst unangenehme Situation manövriert und hilft ihm, da wieder heraus zu kommen.
An dieser Stelle noch mal danke Schatz, es war mir eine Lehre.
So, nun neigt sich der neunte Tag unseres Urlaubs langsam dem Ende zu. Ich muss sagen, dass ich während der gesamten Zeit kein Fernsehen geschaut habe. Auch die Musik meines MP3 Players habe ich noch nicht gehört. Gut Fernsehen wäre auch schwer. Gibt zwar 50 Programme hier, aber ich verstehe kein Wort. Und irgendwie gewöhnt man sich auch an die Rumba und Salza-Rhythmen im Hintergrund. Zu Hause würde ich wohl nach spätestens einer halben Stunde sagen, dass man doch den Scheiß jetzt bitte mal ausmachen möge, aber hier passt es einfach. Auch die uns prophezeite Ehekrise blieb bis jetzt aus. Man hat mir gesagt, dass wenn man nach so vielen Jahren mal wieder ganz alleine sei und jeden Tag aufeinanderhängt, dann merke man meist, wie wenig man nur noch gemeinsam habe. Ich habe der Person erwidert, dass es doch egal ist, wo man sich gegenseitig ankotzt, Laurenburg oder Punta Cana. Spaß bei Seite. Wir sind uns beide einig, dass wir uns lieber in Punta Cana gegenseitig ankotzen.
Aber wenn das hier die beste Art und Weise ist, seine Ehe auf die Probe zu stellen, dann sollten wir das auch so oft wie möglich tun. So, was heißt nun alleine. Im Alltag sehe ich meine Tochter beispielsweise wochentags erst abends. Unsere Dialoge ähneln sich dann meist erschreckend und das hört sich dann so an.
„Hallo Anna.“
„Hallo.“
„Wie war die Schule?“
„Cool.“
„Nichts besonders passiert?“
„Nö, bin mal oben.“
„Alles klar, bis dann.“
„Ja, bis dann.“
An Wochenenden haben wir dann meist mehr Kontakt. Da sie so ziemlich meinen Humor hat, ist dies oft auch sehr unterhaltsam für alle Anwesenden. Auch unsere Diskussionen, wer denn beispielsweise den anstehenden Kinobesuch zu welchen Anteilen finanziert, sind sehr unterhaltsam. Hier wiederum ist es für mich nicht immer einfach, da sie auch den Igel in der Tasche von mir geerbt hat. Gott sei Dank habe ich ihr gegenüber den Vorteil, ein negatives Ergebnis positiv darzustellen zu können und das auch glaubhaft zu verkaufen. Auch haben ihre Androhungen mir gegenüber, mit 18 Jahren auszuziehen, in letzter Zeit nachgelassen. Das liegt wohl auch an der sich wiederholenden Antwort meinerseits, dass ich dies bitte schriftlich wolle. Spaß bei Seite. Ich muss zugeben, dass mir seit neun Tagen, die kleinen Spitzen meiner Tochter ganz schön fehlen. Keiner reibt mir mein Alter unter die Nase, meine grauen Haare, meine altmodische Sicht auf die Dinge. Und ich denke, da werden wir es uns ab dem 01.04. wieder richtig auf die Fresse geben. So. Nun wieder zurück, zur bis jetzt ausgeblieben Ehekrise.
Selbstverständlich hat sich auch im Urlaub die grundsätzliche Problematik zwischen meiner Frau und mir nicht in Luft aufgelöst. Wir sind immer einer Meinung, nur nie zur selben Zeit. So gehe ich zum Beispiel jeden Morgen so ca. um 9.30 Uhr für eine Stunde ins Fitness Studio. Das stieß anfangs natürlich nicht auf viel Zustimmung. Wir haben schließlich Urlaub, wenigstens hier könne man doch mal einen Gang zurückschalten. Ich habe Ihr versucht zu erklären, dass die Nahrungsaufnahme im Urlaub, die hier im Übrigen alleine auf
