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In einem Gedicht liegt oft sehr viel Wahrheit. Gedichte begeistern mich schon seit meiner Kindheit und das ist der Auslöser für dieses Buch. Wenn Sie sich über meine Verse freuen können, dann denke ich an den Spruch: “Seine Freude in der Freude des Anderen finden können, ist das Geheimnis des Glücks”. - Robert Limmer
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Seitenzahl: 54
Veröffentlichungsjahr: 2022
Das Leben ist im Fluss - Gedichte für den Alltag
1. Auflage, erschienen 11-2021
Umschlaggestaltung: Romeon Verlag
Text: Robert Limmer
Fotos: Günter Wachsmuth
Layout: Romeon Verlag
ISBN (E-Book): 978-3-96229-734-3
www.romeonverlag.de
Copyright © Romeon Verlag, Jüchen
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Robert Limmer
Das Leben ist im FlussGedichte für den Alltag
Sonntagsmorgen
Impressionen 10. März
Winterzauber
Nebelmeer
Advent, Advent, der Christbaum brennt
Hallo, ihr Schuldenväter
Du böser Baum
Schöpfungsbricht
Die Sonne ist müde geworden
Gedanken für das Leben
Bewegung ist ...
Gedanken für das Leben Nr. Zwei
Osterlicht
Das Alter
Das Bier
Herbstzeitlose
Freude schenken
Frieden
Winterzeit
Frühlingsboten
Das durstige Trio
Krieg und Frieden
Große Not
Sommertraum
Flug der Wildgänse
Weihnachten
Melancholie
Im Schambachtal
BIO HELL aus Sandersdorf
Frühlingserwachen
50 Jahre Heimatgesangverein
Maiandacht
Auf der Pirsch
Politikverdrossenheit
Der Mai
Frühlingserwachen
Depression
Liebe ist ...
Lebe deine Träume
Mückenplage
Sommertage
Hoffnung
Klima
Wetterkapriolen
Ich wünsche dir ...
Advent
Aussortiert
Protestlied
Glück
Begegnung
Friedenswünsche
Danke
Viehcherei
Die Verwandtschaft
Regenbogen
Die Wiese
Menschenwürde
Manchmal
Freiheit
Herbstimpressionen
Herbsttag
Duo policy
Irgendwann
Weihnachten 2020
Trauter Himmel – Stille Nacht
Abflug - Donald Trump
Hallelujah
Bettler und König
Medizin des Frühlings
Sommersglut
Morgenstille Sonntagsfluren
liegen ruhend um den Ort
in der Weite setzen Wälder
diesen Sonntagsfrieden fort.
Von des Berges lichter Höhe
schaut man in das weite Rund
welche Andacht, welch ein Frieden
tut sich überall nun kund.
Alle halten heute inne
von der Arbeit Müh und Plag
alle werden still, man spürt es
heut ist ein besondrer Tag.
Nur die Vögel hört man zwitschern
in der frühlingsgrünen Flur
und die Bienen summen leise
in der herrlichen Natur.
Und hinein in diesen Frieden
kommt ein wundersamer Klang
aus der Ferne Kirchenglocken
läuten ihren schönsten Sang.
0, wie wohl wird da dem Herzen
wenn in Ruhe es vernimmt
wenn es selbst zur Ruhe werdend
sich auf Tiefres nur besinnt.
Mögen alle, die da eilen
durch des Lebens großes Rund
zwischendurch auch still verweilen
und der Ruhe werden kund.
Möge dieser Sonntagsfrieden
jedem Mensch beschieden sein,
in die Herzen kehre Stille,
Andacht und Erbauung ein.
Die langen Wintermonate, in denen Kälte, Schnee
und Eis ein frostiges Regiment geführt haben,
liegen gerade in den letzten Zügen. Wie sparsam
.sind doch die Wintertage mit dem Licht umgegangen,
gerade als ob sie es für den Frühling aufsparen
müßten. An nördlichen Schattenplätzen sind noch
weinende Schneereste anzutreffen. Aber auch ihre
Tage sind schon gezählt. Der Weiher trennt sich
schweren Herzens von seinem Eis, das ihn über viele
Wochen auf Spannung gehalten hat. In den laublosen
Buchenwald fallen die ersten Frühlingsstrahlen ein.
Wie mild und wohlig kann man ihre angenehme Wärme
aufnehmen. Über den Wipfeln ist das leise Summen
des Windes zu hören. Der Waldboden saugt sich gierig
mit solarer Energie voll, denn viele Wochen mußte
er auf diesen Genuß verzichten. Die ersten Schmetterlinge
tanzen schon ganz aufgeregt über dem Moos. Es
scheint, als könnten sie gar nicht genug bekommen, von
der Leichtigkeit ihres Schwebens. Ab und zu schüttelt
der Wind noch ein verblichenes Blatt von einem Baum
und läßt es auf seine letzte Reise gehen. Dazwischen
glänzt eine junge Tanne in dem neuen Licht so schillernd,
als käme sie aus dem Märchen. Zu all diesen Eindrücken
gesellt sich eine Ruhe, die man am liebsten festhalten
möchte. Wie stark wird es da, das Gefühl des eins sein
mit der großartigen Schöpfung, die auf jedem Quadratmeter
ein neues Geheimnis parad hat. Vergessen, berauscht
und fasziniert, möchte man aller Welt seine Gefühle
vermitteln und ist doch so glücklich, in der Einsamkeit
und Stille.
Welcher Zauber hat die Erde
über Nacht ganz neu gemacht,
alle Farben sind verschwunden,
alles glänzt in weißer Pracht.
Was von Kindern lang erseht schon,
kam des nachts ganz leise an,
Schnee und Eis und auch die Kälte,
fesseln uns in ihrem Bann.
0, geheimnisvolles Glitzern,
wie ein Meer von Diamant,
jede Flocke ein Geheimnis,
aus des Schöpfers Meisterhand.
Schwer beladen stehn die Bäume,
Gräser Rauhreif übersät,
nur das Wasser in dem Bächlein
plätschert noch von früh bis spät.
Rehe, Hasen, Fuchs und Marder,
tragen jetzt ihr Winterkleid,
kälter wird es, immer kälter,
schneebedeckte Einsamkeit .
Was im Sommer noch voll grünte,
und im Herbst viel Früchte trug,
ist nun ganz tief eingebettet,
in des Winters Märchenspuk.
Voller Knospen, steht schon die Weide
wartet stille in die Zeit,
wenn der Winter geht zu Ende,
dann ist es für sie soweit.
Drunt im Tal bedeckt der Nebel,
Baum und Haus und Wald und Feld,
Herbstzeit ist nun angekommen,
und verändert unsre Welt.
Auch die Sonne muß sich beugen,
schnell vergeht ihr letztes Licht,
fließend werden die Konturen,
wenn die Dämmerung anbricht.
Eine Krähe wills nicht glauben,
schreiend zieht sie ihre Bahn,
sie muß nun auch ruhig werden,
denn die Nacht, sie kommt heran.
Auch der Mond hat seine Mühe,
trübe zieht er seine Bahn,
durch des Nebels dichten Schleier,
kommt sein Licht nur sparsam an.
Eingetaucht in heilge Stille,
bricht die Nacht dann schnell herein
Ferne hört man noch Motoren,
große Ruhe stellt sich ein.
Advent, Advent, der Christbaum brennt,
der Vater schleppt das Wasser her,
die Mutter ruft, so ein Malheur.
Bei Finsternis, in tiefster Nacht,
der Vater auf den Weg sich macht,
mit Säge und Axt, hinaus in den Wald,
denn die Bescherung, ist nun bald.
Der Mond ein bißchen Licht ihm macht,
das hat der Vater sich gedacht,
doch er sah nicht die Hand, vor seinem Gesicht,
und auch der Nebel, war entsetzlich dicht.
Blind wie ein Maulwurf, stolpert er zwischen Bäume,
tastet sich vorwärts, durch stockfinstre Räume,
der könnte passen, denkt er beim Betasten,
und der hat auch Platz, gleich neben dem Kasten.
Schon schwingt er die Axt, und setzt an seine Säge,
beim Klauen des Christbaums, da sei nur nicht träge,
nun sind sie getrennt, die Wurzel, der Baum,
