Das lyrische Eilenburg - Wolfgang Beuche - E-Book

Das lyrische Eilenburg E-Book

Wolfgang Beuche

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Beschreibung

Dieses Buch widerspiegelt die lyrischen Seiten der Stadt Eilenburg mit ihren Ortsteilen. Aus allen sprachlichen Kunstwerken spricht die Liebe zur Heimat mit ihren speziellen Schönheiten und ihren Menschen. Aber auch die Sorgen und Nöte, welche die Stadt in ihrer 1000-jährigen Geschichte erleben musste, finden sich in so manchem geschriebenen Wort wieder. So sind die vielen kleinen Kunstwerke gleichzeitig ein Geschichtsabriss, der den Leser zum Nachdenken anregen soll.

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Seitenzahl: 228

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhalt

Vorwort

Kapitel: Gedicht und Lieder aus unserer Heimat

Mein Eilenburg lob ich mir

Hungerlied

Ein Hilferuf von Martin Rinckart um 1646

Hochzeitsballade

Die große Eilenburger Kantorei

Hoch! Auf die Sänger

Zur Fahnenweihe bei der Waldfahrt in den Lübbisch

Wein, Weiber und Gesang

Zum Kantoreiball am 19. November 1847

Kellerabschiedsrede

Heil der Mulde

Eilenburg’s Merkwürdigkeiten

Zum Schützenfest

Der Heimat Festgruß

Eilenburg am Muldestrand

Mein Eilenburg im Jahr 1913

Hainichen (Das Blütendorf)

Vom Eilenburger Schlosse (Zweiseitige Ballade)

Stimmung auf der „Schönen Aussicht“ Fuchsberg

Die Heimat und die Krähen (Nikolaikirche)

Zum Schützenfeste (Eilenburgisches)

Das „Eilenburgisch“ Schützenlied

So war’s einmal!

Ein Stück Vergangenheit

Sarkasmen

Warme, weeche!

Im Stadtpark

Leb’ wohl

Zschepplin

Der alte Sorbenturm

Heimatgrüße

„Am Leipziger Tor“

Sprich nicht, mein Lieb!

Eilenburg in güldener Muldenau’

„Die Pioniere von Eilenburg“

Erinnerung an eine alte Stadt

Ein Spaziergang durch die Vaterstadt Eilenburg

Ein Spaziergang durch die Vaterstadt Eilenburg

Quer durch unsere Stadt

E Schwiebchen vom Schittch

Eilenburger Schützenfest

Erinnerung an die Heimat

Erschte Liewe

Der Burgturm

Winter

Warme Weeche

Unsere scheene Schbrache

Dor korze Weech

Lied der Eilenburger Dreie

Dor Ärlgeenich

An der Mulde

Uns’re Schbrache…

’s Friedhofsgeschbensd

Eilenburger Schidzenfesd oder de digg Berda

De Gliehwärmchen

Eilenburg’sch

E Schälchen Heeßen oder e Debbchen Gaffeeh

Eilenburg’sch

Onkel Garl’s Memoiren

Der Schlosskeller von Eilenburg

Der Sorbenturm

Der Lübbisch

MEIN EILENBURG

Oh du mein Eilenburg (Scherzlied)

Oh du mein Eilenburg

Eile mit Weile

Sr. Majestät, HERRN STADTRAT RUPP

Reminizenz

An der Mulde mild’ Gestade

Frühlingsbotschaft

Kapitel: Märchen und Sagen aus unserer Heimat

Die Salzlöcher auf dem Schafanger zu Eilenburg

Die wunderbare Rettung des Chorknaben

Sage vom Eilenburger Schloß

Des kleinen Volkes Hochzeitsfest.

„Der Graf von Eilenburg und die Zwerge“

„Die Fingerlingsbraut“

„Des kleinen Volkes Hochzeitsfest“

„Heini und des kleinen Volkes Weihnachtsfest“

Die Nymphe von Eilenburg

Der „Teufel vom Teufelswinkel“

Das „Funkenhäuschen“

Die Sage vom verschwundene Dorf Witrow

Kapitel: Geschichten

„Die letzte Wache des Korporals Türkis“

Eilenburger Bier

Der Bär von Wedelwitz

Das Eilenburger Bier

Fenstersturz in der Brautnacht

Die Wiese der zwölf Jungfrauen bei Eilenburg

Es brennt im Tal!

Eilenburg als Mittelpunkt Sächsischen Salzhandels

Eilenburg in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts.

Wanderung des Kantoreivereins

Der Röhrenkastenmann in Eilenburg

„Nun danket alle Gott“

„Frank“

„Nimmerda“

„Der Koffer“

Epilog

Vorwort

Mit der Herausgabe dieses Buches habe ich versucht, die lyrischen Seiten unserer Heimatstadt Eilenburg mit ihren Ortsteilen dem werten Leser näher zubringen. Aus allen sprachlichen Kunstwerken spricht die Liebe zur Heimat mit ihren speziellen Schönheiten und ihren Menschen. Aber auch die Sorgen und Nöte, die unsere Heimatstadt in ihrem über 1000-jährigen Alter erleben musste, spiegeln sich in so manchem geschriebenen Wort wieder. So sind viele kleine Kunstwerke gleichzeitig ein Geschichtsabriss, der die Leser zum Denken anregen soll.

Die humorvollen Seiten, quer durch die Jahrhunderte, kommen nicht zu kurz. So manches Original vergangener Zeiten zieht an uns vorüber und lässt uns ein Schmunzeln entlocken. Auch die Autoren des Schriftgutes, so weit bekannt, werden näher dargestellt.

Mit Bildern hat der Herausgeber versucht, seine Leser in die Zeit der Veröffentlichung zu versetzen, da der größte Teil mit so manchem geschriebenen Wort zu den Örtlichkeiten keine Verbindung finden kann. Unsere Zeitepoche ist so schnelllebig, dass das geschriebene Wort auf einen bestimmten Personenkreis oder auf bestimmte Objekte eine Menschengeneration nicht überdauert.

In unserer engeren Heimat haben die Kriegsjahre einen sehr großen Teil des niedergeschriebenen Zeitabschnittes für immer verschwinden lassen. Der Fortschritt auf allen Gebieten hat so manchen Brauch in unserem Gedankengut ausgelöscht. Dabei denke ich nur an die Wanderungen unserer Urgroßeltern Richtung Thallwitz, Kollau, Groitzsch und zurück nach Eilenburg. Heute reisen wir mit dem Auto, dem Flugzeug in alle Herren Länder. Aber kennen wir den Lauch, den Lübbisch, den Fuchsberg und so manch anderes Kleinod unserer Heimat.

Das Buch gliedert sich in Gedichte und Lieder, wobei eine genaue Differenzierung nicht immer gegeben ist. In einigen Gedichten erscheinen geschichtliche Ereignisse bzw. Personen, die aus heutiger Sicht nicht nachweisbar sind, bzw. den Tatsachen nicht entsprechen. Im zweiten Abschnitt verzaubern uns Märchen und Sagen unserer Heimat. Diese mündlich überlieferten Erzählungen haben vielfach einen historischen Hintergrund, wenn ich nur an den Teufelswinkel im Bürgergarten denke. Der dritte Teil beschäftigt sich mit Geschichten, die uns teilweise skurril vorkommen, aber in Zeiten entstanden sind, die uns heute als moderne Menschen schwer vorstellbar erscheinen. In der Rubrik Geschichten kommt auch eine kleine Auswahl Eilenburger Schriftsteller mit einem kurzen Auszug aus jeweils einem ihrer Bücher zu Wort.

Ich habe versucht, in diesem Heimatbuch Veröffentlichungen aus verschiedenen Jahrhunderten zu erfassen, ohne dabei auf Vollständigkeit zu beharren. Die Vielzahl der mir vorliegenden Beiträge ist so umfangreich, das die Seitenzahlen und damit der Preis ins uferlose steigen würden. Tauchen sie ab in die lyrische Vergangenheit und lassen sie sich ein wenig verzaubern vom Gedankengut unserer Vorfahren.

Für die Bildgestaltung möchte ich mich bei meinem Sohn Karsten Beuche und den Bildbeiträgen von Frau Anke Jahn auf diesem Wege bedanken.

Wolfgang Beuche

Eilenburg um 1900

I. Gedichte und Lieder aus unserer Heimat

Mein Eilenburg lob ich mir

Um 1545 schrieb ein uns unbekannter Verfasser diese Zeilen. Der geschichtlich bewanderte Leser wird sofort erkennen, dass hier in einigen Passagen die Unkenntnis Pate stand. Weder die Römer haben den Burgward aufgebaut, noch war Conrad der Große aus dem Hause Wettin der erste Markgraf von Meißen. So sind verschiedene Zeilen, mit dem heutigen Wissensstand, nicht den Tatsachen entsprechend eingeordnet. Heinrich der I. von Ilburg (Eilenburg), aus dem Hause Wettin, wurde am 1. Februar 1089 in der Reichsstadt Regensburg mit der Markgrafschaft Meißen belehnt. Bis auf wenige Ausnahmen blieb sie im Mannesstamm bis zur Revolution 1918 in der Hand der Wettiner.

Mitten in der Muld ein Städtlein leit,

Wie ein klein Insul ausgebreit,

Welches mittel Zweck und Landstraß weist,

Wenn man von Torg auff Leipzig reist,

An einem alt und hohen Schloß,

Das Julius, der Kaiser groß,

Durch seiner römischen Hauptleut ein’n,

Mag Drusus oder Ilba sein,

Ein siebzehn Jahr vor Christi Geburt.

Zu einem Burckwart in Eyl auffgefuhrt,

Als er die Teutschen überwandt,

Daher es Eilenburg genannt.

Denn Müldenau, wies erst geheißen,

Nunmehr fast männiglich vergeßen.

Diß Städtlein von Widkindo her,

Über 800 Jahre nunmehr,

Fast stets beym Hauße zu Sachsen blieben,

Durch Gottes Gnad und Wohlbelieben.

Vom ersten Keysr außem Sachsen Stamm,

Dem Vogler, es Stadtrecht bekam.

Am Pfarrlehn erweist Ihm groß Gnad

Der erste Markgraff zu Meißen, Conrad.

Otto, dem Gott reichthumb vertraut,

Außm Bergwerk die ersten Mauern baut.

Sein Sohn, Dietrich von Eilenburg

Groß Pfarrgut wand auffm Petersberg.

Markgraf Wilhelm, Cocles, genannt,

erkauft es aus der Böhmer Hand.

Friedrich der freudig mit’m Anbiß,

Ihm väterlich Gnad erwieß.

Da sichs durch Wassernoth, Vihsterben

und Krieg bald gar neigt zum Verderben.

Churfürst Friedrich, des Kindes entführt,

Halff, daß die Kirch ward aufgeführt,

Die gehabt fünffachen harten Stand:

Dreimal im Wasser, zweimahl im Brand,

Da seine Gemahlin aus Österreich

Ihr Leibgeding da hatte gleich.

Vor allem aber hatte Preiß.

Dißfalls Churfürst Friedrich der Weiß,

Unter dem der Kirchthurm auffgeführt,

Unter dem die Stadtmauer reparirt,

Unter dem neugebaut Schuhl und Rathauß,

Das über vierzehn Jahr brand wieder auß,

Unter dem Luther reformiert,

Dem Eilenburg eiland parirt,

Die Antonius Schwein Mores lehrt,

Ihr Schalckbild und Diebeslöcher zerstört.

Ja, unter dem und mit dessen Abgang

Und des Bauernkrieges Untergang

Man auch zu recht glückseligen Stunden

Die frischen Keller im Berg erfunden.

Die manchen Wanderer mühd und laß

Erquicken an der freyen Straß.

Wie denn göttliche Majestät

Von dannen an Kirch, Schuhl und Stadt,

Zu gleich mit seinem lieben Wort

Merklich gesegnet fort und fort.

Den Brandschaden, den gestanden auß

In solcher Zeit Kirch und Rathauß,

Mit gnädigster Steuer zu statten kam

Der löblichste Churfürst mit der Schramm,

Und Luther, der teutsch Prophet,

Mit seiner Predigt, die er dort thät.

Gott halt und walt mit Gnaden allzeit

Ueber dieß unser christliche Obrigkeit

In dero Schutz und Schirm wir stehen.

Mit Leib und Seelen wohlergehen,

Laß unverwelklich blühn und wachsen

Die löbliche Raut im Hauß der Sachsen

Und unser gantzes Vaterland

Und die kleine Inßul obgenannt.

Gedichte aus dem 30 jährigen Krieg von Martin Rinckart

Martin Rinckart wurde am 24. April 1586 in Eilenburg geboren und starb in seiner Geburtsstadt am 8. Dezember 1649. Er war ein deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Kirchenmusiker der Barockzeit. Er war der Retter der Stadt Eilenburg in den Wirren des 30-jährigen Krieges, neben Superintendent Dr. theol. Friedrich Leyser.

Martin Rinckart

Hungerlied

Wir leiden doppelt schwere Noth

am lieben Leibs und Seelenbrot.

Die Aecker liegen brach und dürr,

der Ackermann geht in die Irr!

Die Kinder kommen leer nach Haus

wenn man sie schickt nach Wasser aus.

Die nicht verschmachten in der Noth

die wünschen ihnen selbst den Tod.

Mein Auge thränet Tag und Nacht,

wenn ich recht herzenstief betracht

wie man dich quält an Leib und Seel,

O Jungfrauh, Tochter Israel.

Es lechzen Menschen, Vieh und Gras,

und was zuvor in Freuden saß.

Der Bauersmann sieht kläglich aus

hat weder Kalb noch Kuh zu Haus.

Wenn ich zu Felde geh’ hinaus,

so find ich Schwert, komm ich nach Haus,

so liegen haufenweise mir

Krank’ und Verschmachte vor der Tür.

Martin Rinckart bei Oberstleutnant Derfflinger

Ein Hilferuf von Martin Rinckart um 1646

Vater unser der Elenden,

Willst du nicht mehr Vater sein?

Willst du ganz dein Herz wenden

Von uns, deinen Kinderlein?

Jesu, Jesu, Gottes Sohn,

Der du bist im Himmelsthron,

Soll den nun dein Stuhl auf Erden

Ganz und gar gestürzet werden?

Willst du uns kein Brot mehr geben,

Ist zu kurz den deine Hand?

Wovon sollen wir den leben?

Freund und Feind verheert das Land

Alles lieget brach und öd’,

Alles ist voll Krieg und Fehd’,

Ach, soll Frieden denn auf Erden

Nimmermehr geheget werden?

Martin Rinckart kommt aus dem Quartier der Schweden, 1639

Hochzeitsballade von Johann Wolfgang von Goethe

geb. am 28.8.1749 in Frankfurt am Main , gest. am 22.3.1832 in Weimar

Johann Wolfgang von Goethe

Goethe gilt als Repräsentant der deutschen Dichtung. Er war aber nicht nur Dichter und Schriftsteller, auch als Kunstkritiker, Philosoph, Jurist, Staatsmann, und Naturwissenschaftler zählt er zu den deutschen Universalgenies. Die Ballade Hochzeitslied von Goethe, die 1832 von Carl Loewe vertont wurde, bezieht sich auf die Sage der Brüder Grimm, die in der Sammlung Deutscher Sagen 1816 veröffentlicht wurde.

An dieser Stelle möchte ich einen interessanten Beitrag eines bekannten Eilenburger Musiklehrers, Herrn Schubert, der leider nicht mehr unter den Lebenden weilt, den Lesern nicht vorenthalten. Seine Worte wurden zu einer Schlossbergführung 2010 im Zusammenhang mit den Zwergensagen in der deutschen Literatur gegeben. Herr Schubert, ein Goethe Kenner, hatte im Jahr 1949 zum 200 Geburtstag von Goethe an einem Symposium in Leipzig teilgenommen. Ein Professor hatte aus der Anwesenheitsliste den Ort Eilenburg gelesen und Herrn Schubert angesprochen. In seiner Leipziger Studienzeit von 1765 bis 1767 soll Goethe unter anderem die Tochter des Pfarrers der Marienkirche mehrmals in Eilenburg besucht haben. Das Eilenburger Schloss war zu dieser Zeit noch nicht abgebrochen und stand noch als Ruine, wie es im 30-jährigen Krieg zugerichtet wurde. Seine Besuche hatten den jungen Goethe mit dem zerstörten Schloss in Verbindung gebracht und der Professor meinte, dass Jahrzehnte später mit der Hochzeitsballade das zerstörte Eilenburger Schloss mit den Zwergen als Vorlage für seine Ballade diente. Zu diesem Gedankengang gibt es keine Niederschriften in den Archiven, nur mündliche Überlieferungen hatten den Professor auf diesen Aspekt gebracht.

Wir singen und sagen vom Grafen so gern,

Der hier in dem Schlosse gehauset,

Da, wo ihr den Enkel des seligen Herrn,

Den heute vermählten, beschmauset.

Nun hatte sich jener im heiligen Krieg

Zu Ehren gestritten durch manchen Sieg,

Und als er zu Hause vom Rösselein stieg?

Da fand er sein Schlösselein oben,

Durch Diener und Habe zerstoben.

Da bist nun, Gräflein, da bist du zu Haus,

Das Heimische findest Du schlimmer!

Zum Fenster, da ziehen die Winde hinaus,

Sie kommen durch alle die Zimmer,

Was wäre zu thun in der herbstlichen Nacht?

So hab’ ich doch manche noch schlimmer verbracht,

Der Morgen hat alles wohl besser gemacht

Drum rasch bei der mondlichen Helle

Ins Bett, in das Stroh, ins Gestelle!

Und als er im willigen Schlummer so, lag

Bewegt’ es sich unter dem Bette.

Die Ratte, die rasch’le, so lange sie mag,

Ja, wenn sie ein Bröselein hätte!

Doch siehe, da stehet ein winziger Wicht,

Ein Zwerglein, so zierlich, im Ampelenlicht,

Mit Rednergebärden und Sprechergewicht

zu Fuß des ermüdeten Grafen,

Der, schläft er nicht, möcht’ er doch schlafen.

Wir haben uns Feste hier oben erlaubt,

Seitdem Du die Zimmer verlassen,

Und weil wir Dich weit in der Ferne geglaubt,

So dachten wir eben zu prassen.

Und wenn Du vergönnst, und wenn Dir nicht graut,

So schmausen die Zwerge behaglich und laut

zu Ehren der reichen, der niedlichen Braut.“

Der Graf im Behagen des Traumes:

„Bedient euch immer des Raumes!“

Da kommen drei Reiter, sie reiten hervor,

Die unter dem Bette gehalten;

Dann folgt ein singendes, klingendes Chor

Possierlich, kleiner Gestalten,

Und Wagen auf Wagen mit allem Gerät,

Das einem so Hören und Sehen vergeht,

Wie’s nur in den Schlössern der Könige steht;

Zuletzt auf vergoldetem Wagen

Die Braut und die Gäste getragen.

So rennt nun alles in vollem Galopp

Und kürt sich im Saale sein Plätzchen;

Zum Drehen und Walzen im lustigen Hopp

Erkieset sich jeder ein Schätzchen.

Da pfeift es und geigt es und klinget und klirrt,

Da ringelt’s und schleift es und rauschet und wirrt,

Da pispert’s und knistert’s und flüstert’s und schwirrt

Das Gräflein, es blicket hinüber,

Es dünkt ihm, als läg es im Fieber.

Nun dappelt’s und rapplt’s und klappert’s im Saal

von Bänken und Stühlen und Tischen,

Da will nun ein jeder am festlichen Mahl,

Sich neben dem Liebchen erfrischen;

Sie tragen die Würste, die Schinken so klein,

Und Braten und Fleisch und Geflügel herein;

Es kreiset beständig der köstliche Wein;

Das toset und koset so lange,

Verschwindet zuletzt mit Gesange. –

Und sollen wir singen, was weiter gescheh’n

So schweige das Toben und Tosen.

Denn was er, so artig, im kleinen geseh’n,

Erfuhr er, genoß er im großen.

Trompeten und klingender, singender Schall

Und Wagen und Reiter und bräutlicher Schwall,

Sie kommen und zeigen und neigen sich all,

Unzählige selige Leute.

So ging es und geht es noch heute.

Die große Eilenburger Kantorei

Ein Sängerbund von Dr. Martin Luther im Jahr 1545 unter dem Namen „Das Liebes- und Friedenskränzlein“ gestiftet.

Die Aufzeichnungen des Eilenburger Gerichtsdirektor Julius Bachstein von 1838 bis 1865 über besonders lustige Begebenheiten der Eilenburger Kantorei versetzen uns ins 19. Jahrhundert. Die Lieblingsgaststätte der Kantorei war der Eilenburger Keller. Da wir ja eine reiche Stadt an Kellern sind, hatte ich ursprünglich die Bergkeller im Blickpunkt. Bei der weiteren Durchsicht der Unterlagen war vom heutigen Ratskeller die Rede, der sich aber an der Nordseite des Rathauses, zur Breitestraße befand. Aus dem reichen Wortschatz der Kantorei werden einige nachstehende Beiträge ein Schmunzeln hervorrufen. (Die Rechtschreibung der Texte wurde vom Original übernommen.)

Hoch! Auf die Sänger.

(13. November 1856)

Die Kantorei ist ein Sänger-Verein,

Wie ein ähnlicher nirgends zu finden wird sein.

Wo gesungen wird, dienen zur Richtschnur die Noten,

Bei uns scheinen diese verboten;

Denn zu keiner Zeit man gesehen hat

Ein Kantoreiglied mit einem Notenblatt.

Nach Vorschrift, wie die Musik sie gibt,

Ward nie noch ein Lied hier eingeübt.

Man singt seinen Stiefel, wie’s gehen will,

Oder pausirt, nach Belieben, und schweigt ganz still,

Ob Baß singt der Alt, ob Sopran der Tenor,

Darnach fragt weder Präfect noch Kantor.

Kein Sänger unterliegt der geringsten Controlle,

Und wechselt er zehnmal beim Singen die Rolle,

Schule und General-Baß – Alfanzerei –

Wer fragt darnach bei der Kantorei!

Und denoch, man sollt’s in der That kaum glauben,

Die junge Mannschaft und die alten Schrauben

Singen so exakt ihr Lied im Chore,

Als wären sie Virtuosen-Matadore;

Und käme ein Mozart, ein Hayden hierher,

Sie würden kaum trauen ihrem Gehör –

Wie das möglich ist – ist eine Charade – (Worträtsel)

Die keiner lös’t und wär’ er des Oedipus Pathe!

Ja, verspräche man uns einen Bilderladen,

Wir würden sie nun und nimmermehr rathen.

Sei dem wie ihm wolle, was wahr ist, bleibt wahr,

Ein exakter Chor ist uns’re Sängerschar;

Und damit ferner die Kantorei

Nicht erlahme in ihrere Singerei,

Und das alle Stimmen harmonisch verfließen,

So wollen wir sie mit Weine begießen.

Hoch lebe! mit ihrer Lungenkraft

Die schätzbare Kantorei-Sängerschaft.

Bürgermeister Brunner von 1832 bis 1857

Mit diesem Gedicht sind wir in der Kantorei des 19. Jahrhunderts angekommen und schauen uns in dieser lustigen Gesellschaft noch ein wenig um. Persönlichkeiten, die uns heute noch in unserer Stadt begleiten waren Mitglieder der Kantorei. Ich denke da nur an Bankier Röber, Dr. med. Bernhardi, den Lehrer Gundermann, den Direktor des Lehrerseminars Geißler, Bürgermeister Brunner, Stadtmusikant Besing, Magistratsassessor Pohlink oder den Verleger Offenhauer. Dazu ein paar in Versen geschmückte Namen mit einem tiefen Sinn von 1864. Das Gedicht ist gekürzt.

Es sind bekannte Sachen,

Sein Glück will Jeder machen;

Sein Leben froh genießen,

Nach Möglichkeit versüßen.

Dumm Zeug – für alle Fälle

Assekurirt nur Nelle, (Bank am Markt)

Dort muß das Geld man sparen

Und hält das Glück bei’n Haaren.

Nichts da – in Werthspapieren

Muß man sein Heil probieren,

D’rum ist der Banquier Roeber

Der wahre Wohlstandsheber.

Sucht ihr Halt für die Dauer,

Dann hilft auch Offenhauer.

Schriftstellerei bringt Segen,

Auf die muß man sich legen.

Nein – Güter muß man kaufen,

Da kommt das Glück in Haufen

Beim Felderparzzelieren,

ist nur zu profitieren.

So rathet der, so Jener,

Allein, Recht hat wohl Kener.

Beleuchten wir in Kürze:

Wo sitzt des Glückes Würze!

s’ ist gut, bei Nell zu sparen,

Sein Geldchen dort zu wahren –

Allein, wer prompt als Zahler,

Dem bleibt kein Sparethaler.

Beim Feilschen mit Papieren,

Kann’s Leben man riskieren,

Vor Fall und Kriegsgestöber,

Salvirt uns nicht Herr Roeber.

Schriftstellerei ist kriklich.

Die Folge oft nicht erquicklich.

Sind zu frei die Artikel,

So kriegt man uns beim Wickel.

Ausschlächterei der Güter

Reißt alle Ordnung nieder;

Will das Projekt nicht glücken,

Geht man wohl selbst in Stücken.

Steh’n so prekär die Sachen,

Darin sein Glück zu machen,

Wie soll man’s denn angreifen

Zu schneiden sich die Pfeifen?

Zur Fahnenweihe bei der Waldfahrt in den Lübbisch

am 3.10.1846 hielt Dr. med. Bernhardi die nachstehende Rede, die hier nur Auszugsweise wiedergegeben ist.

„Ihr kennt ja, Freunde, den beliebten Jammer,

Den man jetzt jeden Orts, wo man zu denken wagt,

Zu G’nüg und Überfluß nun bald vernommen,

Die Klage, mein’ ich, über Geisteszwang,

Bevormundung, wo man sich mündig meint,

Wie über Preßbeschränkung und so weiter,

Wie sollt’ ich hier des Themas mich bemächt’gen!

Gar groß und breit und abgedroschen ist’s.

Doch kann ich mich, so oft man es berührt,

Des inneren Lächelns nimmer noch erwehren,

Wie doch der Mensch so theilweis blind erscheint,

Und, mein ich, für die eigenen lieben Fehler

Nur scharfen Auges für des Nächsten Mängel. …“.

Dr. med. Bernhardi (1813-1889)

Die Kantorei, den 27. November 1840 im Keller – Wein, Weiber und Gesang.

Der ganzen Kantorei

Ist jener Spruch nicht neu:

Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang,

Der ist und bleibt,

Der bleibt ein Narr sein Leben lang,

Wie Doktor Luther schreibt.

Heran, wer singen kann,

Die Sänger all heran.

Singt, dass Euch der Gesang erfreut,

Im Baß, Tenor,

Und daß Ihr keine Narren seid,

Verkündiget im Chor.

Heran wer trinken kann,

Ihr Trinker all’ heran.

Stoßt an und trinkt den edlen Wein,

Hier weiß, dort roth;

Wir wollen keine Narren sein,

Drum trink, wie er gebot.

Heran, wer Frauen ehrt,

Sie liebt, wie Luther lehrt.

Uns schlägt ein Herz noch in der Brust;

Hoch! Frauenlied.

Hoch! Frauen, unseres Lebens Lust,

Hoch! Jeder Herzensdieb.

Zum Kantoreiball am 19. November 1847

wurde ein Gedicht vorgetragen, was ich dem verehrten Leser nicht vorenthalten möchte, da gewisse parallele für unsere Zeit erkennbar sind.

Krieg, überall Krieg, wohin wir gucken,

Krieg in Asien zwischen den Bergvölkern und den Kalmucken,

Zwischen Old-England und China’s Mandarinen,

Krieg in Afrika, zwischen Frankreich und den Beduinen,

Krieg in Amerika mit den Mexikanern,

Krieg in Europa mit den Neopolitanern,

Mit den Spaniern und dem Sonderbund

Was Wunder, wenn auf dem Erdenrund,

Ueberall Bajonnette und Säbel blitzen,

Sich auch in Eilenburg die Gemüther erhitzen,

Und sogar in unserem Liebes- und Friedenskränzlein,

Wo vom Krieg doch nie solt’ die Rede sein,

Bei der Frage: Wo wird diesmal gegessen?

Sich plötzlich zeigten getheilte Interessen.

Für’s Schießhaus entschied sich die eine Partei, (Schützenhaus)

Die And’re, daß im Adler das Essen sei – (Torgauerstr. Chinarest.)

Und wurde der Krieg nicht unterdrückt,

In’s Feld wären die Sänger gerückt.

Statt der Löffel schwängen wir heute die Säbel,

Wären in der Schlacht statt an der gedeckten Tafel,

Oder lägen im Kuhbusch im Hinterhalt, (heute Stadtpark)

Statt von Flaschen-Pfropfen von Büchsen umknallt.

Und wer hat die Friedensflagge aufgesteckt?

Niemand anders, als unser Präfect,

Das Friedenskränzlein uns zu erhalten,

Und weil Liebe nur im Vereine soll walten,

Und weil nur der Segen des Friedens ernährt,

Hat er den Krieg von uns abgewehrt.

D’rum in seines Wirkens Sonnenglanz,

Leb’ im Kränzlein des Friedens hoch unser Kranz.

Schützenhaus in der Bahnhofstraße

Auszüge aus der

Kellerabschiedsrede

am 30. Juni 1852 von Herrn Bachstein zu Ehren vom Kellerwirt Herrn Enghard

„Der Eilenburger versteht unter „Keller“ die im Rathaus, unterhalb der Gerichtszimmer, nach dem Markte heraus, mit eisernen Gittern vor den Fenstern, nach der Bretgasse (heute Breitestr.) ohne dieses Bollwerk, im Innern mit einer Wanduhr, einem Schrank und Zahltisch, Billard, einem runden und mehrern viereckigen Tischen, vielen Rohrstühlen versehene, von einem hundertjährigen Ofen gezierte, zu allen Tages- und Jahreszeiten mit Biertrinkern gefüllte Stätte, wo Vater Enghard, der gelehrte Bierdoctor, seit anno 1835 sein Wesen treibt. Diese seit länger als ein halbes tausend Jahre durch Weinschank und Salzverkauf geheiligte, durch unzählige Privilegien deutscher Kaiser und sächsischer Kurfürsten bevorzugte Kellerstätte, welche weder der dreißigjährige, noch der siebenjährige, noch auch der französische Krieg ihre Krone zu rauben vermochte, an welcher die März- und Septemberstürme des Jahres 1848 spurlos vorüber gegangen, die über alle Welt- und Stadthändel erhaben, jedem Mühseligen und Verladenen ihren besten Trunk kredenzte; die Stätte, wo harmloser Witz seit Jahren den runden Tisch umkreiste und heitere Feste, gleich Mahlhaufen, die einzelnen Zeitabschnitte begrenzten; dieser Tummelplatz der Verehrer des Bachus und Gambrinus, wo aus der Nähe und Ferne Geschäftsleute und Fremde; Boule-, Karolinen-, Karten-, Schach- und Harfenspieler, Kirchen-, Spazier-, und Fußgänger, Zeitungs-, Journal- und Linsenleser Bier und Wein trinkend, von jeher verkehrten.“

Rathaus 1545, zerstört 1945

Im Weiteren ist aus der Abschiedsrede zu entnehmen, dass der Keller geschlossen wurde und man in einen anderen Keller ziehen musste, welcher anscheind der heutige Ratskeller ist. Weiter heißt es dazu: „Und von all diesen Stätten einer frohen Vergangenheit sollen wir scheiden. Man hat uns eine andere bereitet unter der Erde. Werden wir dort wieder finden, was wir hier verlieren? Aber das wissen wir, dass wir in treuer Liebe zu unserem Enghard dahin mit ziehen, wohin er zieht.“

Dass eine Gaststätte mit der Bewirtschaftung steht oder fällt, wissen wir nicht erst seit unseren Tagen. So erfahren wir auch einiges über die Wirte vor Enghard: „Der Glanzpunkt des Kellers fällt nicht in die Zeiten, wo Seidel, nach ihm Krengel und zuletzt Schone als Kellerwirte amtierten. Seidel wusste seinen Gästen nichts als die Leidensgeschichte seiner, in Folge schwerer Entbindungen, fortwährend kränkelnden Ehefrau zu erzählen. Krengel kam nie in’s Klare über seine Stellung als Wirt. Er hielt sich Kellner und Laufburschen, sowie ein Reitpferd, spielte mit langer Studentenpfeife und bespornter Ferse Schafskopf und Billard, und presste seine Gäste förmlich zu diesen von ihm leidenschaftlich geliebten Spielen. Schone verfuhr schonender, aber dennoch schonungslos mit seinen Gästen. Das Bier kredenzte er ihnen in Gläsern, welche die sinnige Inschrift führten: „Gestohlen bei Schone“ und seine Ehefrau bündelte ihr jüngstes Töchterlein auf dem Billard aus und ein, zum Schrecken der daneben sitzenden Biergäste. Da, nachdem die Geduld der Kellerbesucher bis auf die höchste Saite gespannt war und schon zu reißen drohte, erfaßte zur glücklichen Stunde Vater Enghard die Zügel der verwilderten Wirtschaft. Eine Allen zusagende Sauberkeit verdrängte die unlustige Saloperie. Der Keller wurde tapeziert, er wurde gemalt und die alten Gitterfenster mit Blumen außerhalb und weisen Vorhängen im Innern verziert.“

Am 23. Juli des Jahres 1835 wurde am Badeplatz der Mulde, in der Nähe des Teufelswinkels, die nachstehend gekürzte Rede,

„Heil der Mulde“

gehalten.

„Neptun, du Herrscher über die salzige und süße Fluth, laß mir die Worte wie Wasser über die Lippen fließen und lenke mit deinem gewaltigen Dreizack die Fülle der Gedanken, die mir aus dem Herzquell sprudeln, damit sie nicht wie ein unbändiger Waldstrom, holprig und polternd, sondern wie ein reiner Wiesenquell in ruhigen harmonischen Wellenschlägen die Ohren der Hörer berühren. Und so wende ich mich zu dir, heilige Mulde, denn von dir kommt alles Heil.

Was wir haben, danken wir,

Theure Mulde, dir, nur dir.

Was wir um uns sehen, Alles dankt dir sein Dasein.

Berg und Thal, Stadt und Flur, die ganze herrliche Gegend;

die Gewerbsthätigkeit in Eilenburgs Mauern, die Geschäfts-Konkurenz nach Innen und Außen;

die Gesundheit unseres Leibes und unserer Seele.

Wo wären diese Berge, wo dieses lachend Thal, wo diese Stadt, wo diese grünenden Fluren, hättest du, segensreiches Gewässer, deinen Lauf nicht hierher genommen?

Eine wüste Sandsteppe wäre diese gesegnete Aue, durch welche die Battauner und Wöllnauer Kamele in Staub und Hitze die Erzeugnisse ihrer Forsten den Leipziger Märkten zutrügen.

Aber du, theure Mulde, wolltest nicht, dass hier ein zweites Arabien sich bilden sollte.

Aus dem Erzgebirge stiegst du herab, riefst Zwickau und Freiberg ins Leben und eiltest in zwei mächtigen Armen, die sich zum Segen des Landes bei Colditz verbanden, über Grimma und Wurzen hierher, das ungeordnete Chaos der Erdschichten zu regeln.

Bald hattest du dir dein Bett bereitet. Das lockere Steingerülle drängtest du zu einer Hügelkette zusammen und bespültest ihren Fuß solange, bis sich dieser herrlich grünende Teppich unter ihm ausbreitete.

Und es nahten fremde Männer vom Westen und als sie von dem Berge herab diese lachend Flur überschauten, sprachen sie untereinander: Laßet uns eilen hier eine Burg zu gründen, eh Andere es uns zuvor thun uns so erhob sich die Eilenburg, wie sie noch jetzt Berg und Thal ziert.

Nimmer würde jenes hohe Schloß, das leider durch den Sündenfall der Nemesis, die das Verbrechen straft, anheim gefallen ist, von der stolzen Steinwand hernieder schauen, wenn dein gewaltiger Arm das Gestein nicht gehärtet hätte.

Hier, wo das lachende Thal unsere Blicke verzaubert, hauste, eh die Göttin Mulde erschien, der Böse. Die ganze Gegend war ihm unterthan und dort unter jenen alten Eichen hatte er sich ein Lustschloß erbaut.

Das Wasser war ihm, der in der Hölle bratet, ein Dorn im Auge, deshalb hielt er es sich möglichst weit vom Leibe, und so verfolgte unsere Mulde Anfangs jenen Hügel entlang ihrer Wasserbahn, ohne den Unhold zu stören. Dieser konnte sich seiner Neigung, die Seelen zu kapern, die in seinem Haine sich blicken ließen, nicht entwöhnen und bald erfüllte Furcht und Schrecken die ganze Gegend. Da riß der treuen Landesmutter der Geduldsknoten, sie suchte den Seelenräuber