Das Steh Auf Weibchen - Lyane Bornkessel - E-Book

Das Steh Auf Weibchen E-Book

Lyane Bornkessel

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Beschreibung

Wahre Lebensgeschichten Geschichten mit Gänsehaut-Faktor: Mal gibt es nach der Geschichte eine wohlige Gänsehaut, manchmal möchte man in die Geschichte hineinspringen und die Erzählerin kräftig wachrütteln, ihr helfen, sie aus einer schwierigen Lage zu befreien oder sie einfach nur in den Arm nehmen und trösten. An der einen oder anderen Stelle bleibt ein Schmunzeln nicht aus. Die Ich-Erzählerin ist eine unerfahrene junge Frau, die von ihren ersten Männern ausgenutzt wird und fasst daran zerbricht. Erst mit Ende 30 und jeder Menge Erfahrungen findet sie in der dritten Ehe ihre Erfüllung. Alle Geschichten beruhen auf wahren Ereignissen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

Das Feuermahl

Die Ich-Erzählerin trifft im Alter von 17 Jahren auf ihren ersten Mann, der ihre Unerfahrenheit übel ausnutzt.

Die Marionette

Sie lernt ihren nichts sagenden zweiten Ehemann, ein echtes Arbeitstier, kennen, der sie durch sein Verhalten in die Arme des charmanten Marionettenspielers Constantin treibt.

Im Schatten der Nacht

Trotz erfolgreicher Fortbildung bleibt die ersehnte Veränderung in der bisherigen Firma aus. Sie braucht Geld für ihre Tochter und nimmt einen Nebenjob an, der sie in unvorhergesehene Gefahr bringt.

Angefangene 40 sucht …

Corinna, ihre Tochter, überredet ihre Mutter sich auf eine Kontaktanzeige zu melden. Mit viel Widerwillen tut sie das ...

Der entführte Ehemann

Ihr dritter Ehemann gibt ihr den nötigen Halt und Liebe, auf die sie schon jahrelang gewartet hat. Durch widrige Lebensumstände setzt sie diese Liebe aufs Spiel.

Eine folgenschwere Entscheidung

Der Tod ihres Vaters, der ihr stets Halt, Zuspruch und bedingungslose Unterstützung gab, wirft sie aus der Bahn. Unglaublich, durch welches Ereignis sie wieder zurück in die Spur findet.

Pöppel

Mit ihrem Enkelkind Julchen, genannt „Poeppel“, erlebt sie, wie sich ein Kind scheinbar grundlos von jetzt auf gleich von einem lieben Enkelkind in einen zickigen kleinen Teufel verwandelt.

Das Feuermahl

Unsere Familie hatte in diesem Jahr den Urlaub am Gardasee in Italien verbracht. Mit meinen siebzehn Jahren hatte ich die ersten Flirterfahrungen gesammelt und sogar meinen ersten Kuss erhalten. Es war ein wunderschöner Urlaub, den ich nie vergessen werde. Völlig euphorisch begann ich nach diesem Sommerurlaub meine Lehre. Aber irgendwie hatte sich bei mir auch einiges verändert. Die Männer drehten sich nach mir um und ich genoss es sogar, dass der ein oder andere mir Komplimente machte. Ich machte mir meine Gedanken: fing so das Erwachsen werden an. Eine Woche nach meinem achtzehnten Geburtstag fuhren meine Eltern, mein Bruder und ich an die Ostsee, um noch die letzen Sommertage zu genießen.

An diesem Wochenende lernte ich meinen ersten Mann Paul kennen. Ich erfuhr, dass er zehn Jahre älter und Berufssoldat war. Mit seinen stattlichen 195 Zentimetern Körpergröße, seiner sportlichen Figur, seinem charmanten Auftreten und dem schönsten Lächeln, dass ich zu dieser Zeit kannte, hatte er mich ganz schnell eingewickelt.

Wir verabredeten uns und bald wurde mehr daraus. Ich war überglücklich. Wir hatten uns ineinander verliebt.

Da meine Eltern eine 7-Zimmer-Wohnung hatten schlief er an den Wochenenden, wenn er von der Kaserne zu Besuch kam, in unserem Gästezimmer. Meinem Vater war das alles nicht ganz geheuer. Nur mir zuliebe akzeptiert er Paul, da er sah, dass ich überglücklich war.

Hätte ich damals bloß mehr auf Papas „Bauchgefühl“ geachtet. An einem Samstagabend, als Paul aus der Kaserne wieder einmal bei uns zu Besuch war, machten wir es uns in seinem Zimmer auf der Couch bei einem Glas Wein, Kerzenlicht und einem schönen Film gemütlich.

Plötzlich wurde Paul mir gegenüber zärtlich. Ohne überhaupt auf mich einzugehen, fiel er plötzlich über mich her. Wir schliefen das erste Mal miteinander. Es war für mich der blanke Horror. Andere Mädchen hatten immer erzählt, es wäre schön und es würde Spaß machen. Sogar meine Mutter hatte mir nur Gutes erzählt.

Für mich tat es höllisch weh und ich fühlte mich beschmutzt. Völlig verstört schlich ich mich anschließend in mein Zimmer und weinte mich in den Schlaf. So rücksichtslos hatte ich Paul noch nie erlebt. Oder war ich vielleicht gar keine richtige Frau?

Empfand nur ich das als Horror? Quälende Gedanken schossen mir durch den Kopf.

Am nächsten Morgen merkte meine Mutter mir an, dass mit mirirgendetwas anders war. Ich sprach mit niemandem darüber und ich vermied es, in den nächsten Wochen und Monaten mit Paul alleine zu sein.

An meinem neunzehnten Geburtstag, Paul hatte seine Militärzeitbeendet und einen sehr gut bezahlten Job als Spezial-Schweißer bekommen, hielt Paul um meine Hand an. Meine Eltern willigten ein.

Ein paar Monaten später, im März, zogen wir in eine schöne 3-Zimmer-Wohnung und heirateten kurz darauf. Es war eine wunderschöne Hochzeit und eigentlich war ich sehr glücklich.

In unserer Hochzeitsnacht, als Paul mit mir schlief, hielt ich einfach nur still, bis es vorbei war. Ich empfand nichts Schönes daran. Paul nahm sich einfach nur das, was ihm seiner Meinung nach zustand. Zärtlichkeit gab es dabei nicht. Für mich war es erniedrigend.

Wie ein Feuermal legte es sich auf meine Seele. Jedes Mal, wenn mein Mann mit mir schlief, wurde es größer. Irgendwann wurde ich schwanger und ich musste schweren Herzens meine Lehre aufgeben. Mein Mann freute sich, weil er hoffte, dass es ein Junge würde. Zu meiner Freude ließ mich mein Mann in Ruhe. Es war Balsam für meine Seele. Ich freute mich auf das Kind.

Als meine kleine Corinna, es wurde also ein Mädchen, geboren wurde, war ich total aus dem Häuschen. Meinem Mann aber gefiel das überhaupt nicht. Mit den Worten, „das kannst Du also auch nicht. Noch nicht mal einen Jungen kannst Du zur Welt bringen“, holte er mich nach der Geburt aus dem Krankenhaus ab. Im Krankenhaus selber hatte er sich nicht blicken lassen, so enttäuscht war er gewesen.

Ganz selten beschäftigte er sich mit seiner Tochter. Immer öfter zog er mit seinen Kumpels um die Häuser und kam immer erst spät in der Nacht nach Hause. Ich tat immer so, als wenn ich schon schliefe.

Doch eines Nachts kam er wieder völlig angetrunken von seinen Streifzügen nach Hause, trat an mein Bett und schrie mich an: „Ich weiß genau, dass du nicht schläfst. Deine Schonzeit ist vorbei, ich will endlich einen Sohn! Meine Kumpels witzeln schon über mich!“ Mit diesen Worten stürzte er sich auf mich. Ich wollte mich wehren, doch nun bezog ich das erste Mal Prügel