Das Tagebuch des Dummikus Maximus im alten Pompeji – Ein Trottel geht seinen Weg - Tim Collins - E-Book

Das Tagebuch des Dummikus Maximus im alten Pompeji – Ein Trottel geht seinen Weg E-Book

Tim Collins

0,0
5,99 €

Beschreibung

Er kam, sah und versagte: Klassischer Dummkopf in Hochform

Dummikus findet es ziemlich nervig, dass er den Sommer mit seiner Familie in Pompeji verbringen soll. Rom ist einfach viel cooler als das langweilige Kaff am Vesuv! Einziger Lichtblick ist das Mädchen Decima. Die ist jedoch überzeugt, dass der Vesuv von einem Dämon heimgesucht wird, und deshalb machen sich die beiden auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dummikus findet schnell heraus, dass das unheimliche Gerumpel nicht von einem Dämon stammt, sondern aus dem Inneren des Berges kommt. Doch die Pompejaner ignorieren Dummikus‘ Warnungen. Typisch!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 73

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Kinder- und Jugendbuchverlagin der Verlagsgruppe Random House

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.1.Auflage

Erstmals als cbj Taschenbuch Mai2015

© der deutschsprachigen Ausgabe cbj Kinder- und Jugendbuchverlag

in der Verlagsgruppe Random House, Neumarkter Str. 28, 81673 München.2015

Alle deutschsprachigen Rechtevorbehalten

© Buster Books2014

Zuerst erschienen 2014 unter dem Titel

“Diary of Dorkius Maximus in Pompeji” bei Buster Books,

Imprint von Michael O’Mara Books Limited,

9 Lion Yard Tremadoc Road, London SW47NQ

Übersetzung: CarolinMüller

Umschlag- und Innenillustration: AndrewPinder

Umschlaggestaltung: init Kommunikationsdesign, BadOeynhausen

CK · Herstellung:ReD

Satz: Lorenz & Zeller, Inning amAmmersee

ISBN978-3-641-17886-4V002

www.cbj-verlag.de

I. Juni

Katastrophe! Wir verlassen Rom über den Sommer und fahren in irgendeine öde Kleinstadt, die meilenweit weg ist. Wer ist schon so bescheuert und tauscht Rom, die TOLLSTE Stadt der Welt, gegen Pompeji, ein Kaff, von dem noch niemand je was gehört hat? Tja, mein Vater ist so bescheuert.

Mama will eigentlich auch nicht unbedingt fahren. Normalerweise nehm ich ihren durchgeknallten Aberglauben ja nicht ernst, aber ausnahmsweise hat Servius, ihr Wahrsager, mal eine brauchbare Vorhersage gemacht.

Aber hört Papa vielleicht auf mich oder den Wahrsager? NEIN.

II. Juni

Mama ist wegen der Reise nach Pompeji noch immer beunruhigt, aber Papa lässt sich nicht umstimmen. Julius Cäsar hat ihn beauftragt, die dortige Obrigkeit dazu zu bringen, mehr Steuern zu zahlen. Und mit Cäsar legt man sich nicht an, wenn man seinen Kopf behalten will.

Mama hört nicht auf zu jammern, also hat Papa unseren Sklaven Odius zum Zuhördienst verdonnert. Alles, was er zu tun hatte, war dazusitzen und Mama zuzuhören, wenn sie davon schwafelte, wie schlimm es doch wäre, wenn wir nach Pompeji ziehen würden. Aber nach einer halben Stunde knickte er ein und schob vor, dass er noch das Atrium schrubben müsse.

Normalerweise LIEBT Odius es, rumzusitzen und nichts zu tun. Wenigstens wissen wir jetzt, wie wir ihn zum Arbeiten bringen.

III. Juni

SEHR verdächtig. Mama kam heute von Servius zurück und verkündete, dass sie nun doch nach Pompeji will. Scheinbar hat Servius noch mal in neuen Schweine­innereien gelesen und seine Vorhersage geändert.

Ich fragte Papa, ob er den geldgierigen alten Wahrsager bestochen hätte, aber er stritt es ab. Doch heute Nachmittag beobachtete ich Servius auf dem Markt dabei, wie er eine Bronzestatue kaufte. Schon ein ziemlicher Zufall, dass er sich ausgerechnet jetzt so ein schickes Teil leisten kann, wo er gerade seine Prophezeiung geändert hat.

Wie ich’s mir gedacht habe, diese ganze Prophezeiungssache ist einfach TOTAL und VOLLKOMMEN unsinnig.

IV. Juni

Es kommt noch dicker. Ich habe meinen besten Freund Linus gefragt, ob er mit mir nach Pompeji kommen will, aber er meinte, er sei zu beschäftigt mit seiner Pipi-Wäscherei. Er hat sich in ein echtes Arbeitstier verwandelt, seit er diesen Laden aufgemacht hat. Er macht nicht mal mehr eine ordentliche Pinkelpause, weil er einfach die Waschzuber, in denen er steht, als Klo benutzen kann.

V. Juni

Ich hatte vorgehabt, meine komplette Sammlung Gladiatorenfiguren mit nach Pompeji zu nehmen, aber Papa meinte, dafür wäre im Pferdewagen kein Platz.

Aber rate mal, was ich dann beim Einsteigen entdeckt habe? Mamas heilige Hühner! Für DIE haben wir also schon Platz, oder was?

Mama ist ganz besessen von diesem Federvieh. Entscheidungen trifft sie erst, wenn sie die Hühner vorher um Rat gefragt hat. Das tut sie, indem sie ihnen Körner gibt. Wahrscheinlich hat sie sie gefragt, ob sie mitkommen wollen, und sie haben Ja gesagt, also MUSSTE sie sie mitnehmen.

Ich gebe ja zu, die Hühner sahen nicht so aus, als wollten sie unbedingt mitkommen, aber gackern die jetzt wirklich die ganze Reise?

Mama schert sich mehr um diese Hühner als um mich. Es überrascht mich, dass sie sie nicht von Papa und mir in einer Sänfte tragen lässt.

IX. Juni

Als wir Pompeji erreichten, wurde es schon dunkel. Um in die Stadt zu gelangen, mussten wir um einen riesigen Berg namens Vesuv herumreiten und über eine Straße, die von Gräbern gesäumt war.

Wir betraten die Stadt durch das Salztor und hielten vor einem glatzköpfigen Mann an, der auf dem Boden lümmelte und auf einem Stück Brot herumkaute. Papa fragte ihn, wo sich das Haus mit dem Mosaik eines Wachhunds befand, doch er zuckte bloß mit den Schultern.

Cäsar hat verfügt, dass wir in diesem Haus wohnen, und er hat uns versichert, dass jeder wüsste, wo es sei. Offenbar jeder außer diesem Mann.

Wir zogen auf der Suche nach dem Mosaik durch die Straßen, bloß um am Ende wieder dort zu landen, wo wir die Suche begonnen hatten. Diesmal stand der Glatzkopf auf, und es stellte sich heraus, dass er die ganze Zeit auf dem Mosaik eines Wachhunds gesessen hatte.

Als Papa ihn fragte, warum er uns in die Irre geführt hätte, behauptete er, er könne unseren Akzent nicht verstehen. Akzent? Wir sind hier diejenigen, die normal reden. Die Leute von hier reden wie Spinner.

Ich habe ein kleines Zimmer neben dem Atrium bekommen und jetzt liege ich auf dem Bett und frage mich, ob es noch schlimmer kommen kann.

X. Juni

Erinnere mich dran, mich nie zu fragen, ob etwas noch schlimmer kommen kann. Kurz nachdem ich den letzten Tagebucheintrag geschrieben hatte, scheuchte Mama die heiligen Hühner in mein Zimmer. Als ich sie fragte, was das solle, meinte sie nur, sie hätte Körner vor jede Tür gestreut, um rauszufinden, wo sie bleiben wollten.

Und rate mal. Sie haben sich natürlich mein Zimmer ausgesucht. KLAR.

Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass ich eine schreckliche Nacht hatte. Jedes Mal, wenn ich gerade eingeschlafen war, gackerten die Hühner und weckten mich wieder auf.

Also stand ich schon bei Tagesanbruch auf und ging raus, um mir die Stadt anzusehen. Ich hatte angenommen, dass die Ecken, durch die wir gestern geritten waren, die miesen Stadtteile waren, aber es stellte sich heraus, dass es überall so aussah.

Als ich so herumspazierte, hatte ich die ganze Zeit einen schrecklich fischigen Geruch in der Nase. Nach einer Weile fand ich heraus, woher er kam: Es ist diese echt stinkige Fischsoße, die sie hier machen. Jeder Stand verkauft sie. Und jeder ersäuft sein Essen darin. IGITT.

Ich dachte schon, es würde endlich besser, als Papa mir sagte, dass wir Siebenschläfer zum Abendessen hätten.

Doch als unser neuer Koch aus der Küche gestampft kam und ich sah, dass es dieser alte Glatzkopf war, der gestern vor dem Haus herumgelümmelt war, schwand meine Hoffnung wieder.

Wer errät, in welcher ranzigen Soße er die Siebenschläfer serviert hat, bekommt ... KEINEN Preis. Was für eine Verschwendung.

XI. Juni

Papa ist genauso genervt von diesem Ort hier wie ich. Heute Morgen ist er los, um sich mit den örtlichen Regierungsbeamten zu treffen. Er fragte ein paar Gammler im Forum, ob sie wüssten, wo er die Beamten finden könnte, und es stellte sich heraus, dass SIE es waren.

Er bat sie um eine Besprechung mit ihnen und sie sagten, er hätte doch schon eine. Doch am Ende war sie nicht besonders lang. Als Papa sie fragte, ob sie mehr Steuern bezahlen würden, lehnten sie ab.

Es lag alles an zwei Magistraten namens Pontius und Pullo. Papa meinte, sie seien stur und dumm und wollten einfach keine seiner Versprechen oder Drohungen hören. Ich hoffe, sie ändern bald ihre Meinung. Ich will hier nicht bleiben.

XII. Juni

Papa scheint davon auszugehen, dass wir eine Weile hierbleiben werden, weil er mich heute in die örtliche Schule geschickt hat, damit ich mich »besser einlebe«. Ich will mich aber nicht einleben, ich will nach Hause.

Er brachte mich zu einem winzigen Gebäude in der Nähe des Forums, zog einen Vorhang zur Seite und wir gelangten in einen kleinen Raum mit roten Wänden, in dem sich zwei Reihen Schüler und ein Lehrer befanden.

»Hi, ich bin Dummikus Maximus aus Rom«, sagte ich und nahm auf einer der Bänke Platz.

»Ich bin Marcus«, sagte der Lehrer. »Wir nehmen heute das Alphabet durch. Sag mir, wenn du Schwierigkeiten hast mitzukommen.«

Ich fragte mich, wie das wohl ablaufen würde. Doch nachdem ich mich hingesetzt hatte, fingen meine Klassenkameraden an, sich einzustimmen, indem sie jeden einzelnen Buchstaben wieder und wieder aufsagten.