Das tägliche Dal - Dal - Horst Hamann - E-Book

Das tägliche Dal - Dal E-Book

Horst Hamann

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Beschreibung

Wer Lust hat, jeden Tag eine neue kleine Rätselgeschichte zu lösen und dabei seine grauen Zellen trainieren will, der findet hier alles, was er sich wünscht! Manche der Schilderungen sind lustig, manche mit Tiefgang und ein paar für Leser über 18. Ob Sie richtig geraten haben, erfahren Sie am Ende ds Buchs.

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Seitenzahl: 249

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Das tägliche Dal- Dal

Viel Spass beim Lesen und Raten!

Ferien auf dem Bauernhof

Eine helfende Hand

"Urlaub auf dem Bauernhof, das wäre auch etwas für euch",

sagte mein Freund Hans-Peter.

Ich besprach mich mit meiner Familie.

Die Kinder waren sofort begeistert.

Im Internet fand ich eine Adresse, die mir gefiel:

Ein großes Anwesen mit Kühen, Pferden, Ziegen, Hühnern, Kaninchen, Hund und Katze sowie weiten Feldern und Wiesen.

Ob ich denn bei den täglich anfallenden Arbeiten einmal

mitmachen wollte, fragte mich der Bauer, Herr Maier, nachdem wir eingecheckt hatten.

Ich überlegte nicht lange und sagte zu.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr ging es los. Zuerst der Kuhstall:

Kühe melken, Gott sei Dank maschinell, und anschließend, in Gummistiefeln, den Stall ausmisten.

Danach ging es in den Pferdestall, in dem sich zwei Stuten mit

ihnen gerade einmal eine Woche alten Jungtieren befanden.

Auf meine Frage, was hier zu tun sei, antwortete Herr Maier, als erstes müssten wir die Futterkrippen für die Dal-Dal Dal-Dal.

Katz und Maus

Am Abend setzte ich mich auf die Holzbank vor dem Haus und ließ mich von der untergehenden Sonne wärmen.

Meine Frau half der Bäuerin beim Vorbereiten des Abendessens. Die Kinder tollten irgendwo außer Hörweite auf dem riesigen Anwesen herum und hatten versprochen, einen Strauß Glockenblumen, die hier in Hülle und Fülle wuchsen, mitzubringen.

Ich war gerade ein wenig eingenickt, als sie plötzlich auf mich

zu rannten und, noch ganz außer Atem riefen:

"Wir haben gerade gesehen, wie die Katze eine Maus gefangen hat".

Noch nicht ganz wach fragte ich:

"Und wo?", worauf sie auf die Dal-Dal Dal-Dal.

Einmal in Nordrhein-Westfalen

Das Abendessen schmeckte lecker.

Es gab Leberknödelsuppe, dann Schweinebraten und als Nachtisch Creme Bavaroise.

Sie koche jeden Tag, sagte die Bäuerin, mit der Ausnahme, was allerdings selten vorkäme, wenn sie mit ihrem Mann Urlaub machen würde. Letztes Jahr, erzählte sie, hatten sie Verwandte in

Nordrhein-Westfalen besucht.

Da waren sie einmal in Dal-Dal Dal-Dal.

Allergisch?

Nach dem Essen stopfte sich Herr Maier seine Tabakspfeife und rauchte genussvoll. Seine Frau stellte das Geschirr in die

Spülmaschine und kam mit einer Flasche selbst Gebranntem zurück.

"Obstler“, erklärte sie, "aus Äpfeln und Birnen, natürlich nur für die Erwachsenen."

"Nach dem Essen, zur Verdauung", sagte der Bauer.

"Sonst trinken wir meist Wasser aus unserer eigenen Quelle und gelegentlich auch mal ein Bierchen, aber sonst keine alkoholischen Getränke."

Waldemar, ich war mit Herrn Maier inzwischen per du, beugte sich ein wenig in meine Richtung und raunte mir zu:

"Die Johanna verträgt nämlich nix, bei Schnäpsen muss sie immer niesen und bei Dal-Dal Dal-Dal."

Insektenstiche

Den kommenden Tag verbrachten die Kinder am Bach beim Angeln.

Wir sahen sie nur kurz beim Mittagessen.

Als sie am späten Nachmittag ins Haus kamen, hatten sie zwar

keinen Fisch gefangen, waren aber von oben bis unten, besonders

im Gesicht, sowie an den Unterarmen und an den Beinen, von Insektenstichen übersät.

Waldemar war es ein wenig peinlich.

Er ging wortlos in die Küche und kehrte mit der Flasche Obstler in der Hand zurück, ließ etwas von dem Schnaps auf ein sauberes Taschentuch tropfen und betupfte damit die Einstiche.

"Das wir den Juckreiz lindern", versprach er, "und außerdem morgen die Dal-Dal Dal-Dal."

Mit dem Bus

Am Mittwoch fuhr Waldemar mit dem Bus in die Stadt, um ein paar Einkäufe zu machen.

"Das Auto nehme ich nur, wenn es unbedingt sein muss“, vertraute er mir an, "zu viel los auf den Straßen."

Gegen Mittag wollte er wieder zurück sein, traf hier aber, nicht gerade in bester Laune, erst gegen 14 Uhr wieder ein.

"Überall Baustellen und Umleitungen", brummte er, "sogar der Fahrer hat sich nicht mehr ausgekannt und deshalb ist der Bus ganz

Dal-Dal Dal-Dal".

Etwas vergessen?

Es dauerte nicht lange, da hatte Waldemar sich wieder beruhigt und breitete die Einkäufe auf dem Küchentisch aus.

Es handelte sich hauptsächlich um Lebensmittel, die auf dem Hof

nicht selbst produziert werden konnten.

Zum Schluss packte er noch eine Schachtel Pralinen aus.

"Die sind für dich", strahlte er seine Frau an.

Johanna nahm das Geschenk dankend entgegen, schaute aber stirnrunzelnd auf den Tisch.

"Hast du nicht etwas vergessen", wollte sie wissen.

"Ich hatte dir doch alles aufgeschrieben!"

Umständlich kramte Waldemar in seiner Hosentasche, bis er den Einkaufzettel in seiner Hand hielt.

Er überflog ihn kurz, dann hielt er plötzlich inne.

Tatsächlich hatte er übersehen, was sie da unter anderem notiert hatte, dass sie nämlich für einen Pullover weiße und rote

Dal-Dal Dal-Dal.

Ärgernis

Am späteren Abend hatte sich die Lage merklich entspannt und nach dem zweiten Obstler und dem Genuss einer Pfeife schien Waldemar wieder ganz der Alte zu sein. Allerdings fiel mir auf, dass er so gut wie gar nichts redete.

Als er so schweigend auf seinem Stuhl saß, frage ich ihn höflich, ob denn alles in Ordnung sei. Da kratzte er sich am Kopf und schüttelte langsam den Kopf.

"Weißt du", meinte er, "das mit dem Bus heute hat mich granatenmäßig geärgert. Die nächste Fahrt in die Stadt werde ich wohl wieder mit dem eigenen Dal-Dal Dal-Dal."

Das Auto

Offensichtlich hatte Waldemar ein gespaltenes Verhältnis zu seinem fahrbaren Untersatz.

Um so mehr wunderte es mich, wie gut er sich mit den verschiedenen Fabrikaten auskannte, als wir uns über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Antriebsarten, über die zunehmende Technisierung und Digitalisierung und natürlich über die steigenden

Preise unterhielten.

"Mein Auto ist jetzt 12 Jahre alt", erklärte er mir,

"für ein vergleichbares Modell verlangen sie heute fast ein Drittel mehr.

Gleichzeitig sind auch die Reparaturkosten in die Höhe geschossen und in der Werkstatt arbeiten sie auch nicht mehr so schnell wie früher. Erst neulich habe ich meinen Wagen durchsehen lassen, da

musste ich zwei Stunden für das Dal-Dal Dal-Dal."

Stallarbeiten

Den Hof hatte er von seinem Vater geerbt, Josef Maier hieß dieser. Weil er im Besitz eines kleinen Wäldchens war, nannte man ihn den Waldbauern. Und deshalb hätten seine Eltern ihm, dem Erstgeborenen, den Vornamen Waldemar gegeben.

Schon als Kind habe er kräftig mit zupacken müssen.

Viele der maschinellen Hilfen, die heute die Arbeit auf den Feldern und in den Ställen erleichtern, hätte es damals noch nicht gegeben.

"Gemolken wurde natürlich noch mit den Händen", erklärte er.

"Für die Belange im Kuhstall war zeitweise ein Knecht aus dem Kanton Uri zuständig.

Ich glaube, wir waren in weitem Umkreis die Einzigen mit einem Dal-Dal Dal-Dal."

Nach dem Schlaganfall

Kurz nachdem sein Vater ihm den Hof übergeben hatte, waren seine Eltern ins Nachbardorf umgezogen.

"Jung und Alt, das geht auf die Dauer nicht gut", hatten sie gemeint.

"Natürlich besuchen wir uns regelmäßig gegenseitig, an Namens- und Geburtstagen und an Weihnachten und Ostern sowieso, und außerdem treffen wir uns jeden Sonntag in der Kirche", erklärte Waldemar.

Seinem Vater gehe es allerdings gar nicht gut, fuhr er fort. Vor fünf Wochen habe er die Nachricht erhalten, dass er mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Er sei weiterhin kaum ansprechbar und die rechte Körperhälfte sei gelähmt. Kleine Fortschritte habe er aber inzwischen gemacht. Wenn man ihm ein Glas Bier vor die Augen halte, lange er mit der linken Hand Dal-Dal-Dal Dal-Dal Dal.

Überfall mit Folgen

"Mein jüngerer Bruder, der Berni, kümmert sich mit seiner Frau um unseren Vater. Er ist Bäcker in der Stadt und hat seine

Backstube und den Laden in der Nähe vom Krankenhaus",

erzählte der Bauer weiter.

"Vor ungefähr einem Jahr hat ihn ein Maskierter mit gezogener Pistole überfallen. Er hatte es auf die Tageskasse abgesehen.

Der Berni, der weder Tod noch Teufel fürchtet, hat dem Räuber eine verpasst und es kam zu einem Kampf auf Leben und Tod, hat Berni mir berichtet. Schließlich ist der Räuber ohne Beute geflüchtet, vorher hat er meinem Bruder aber noch zwei Zähne ausgeschlagen.

Da musste der Arme eine Woche lang mit dicken Dal-Dal Dal-Dal."

Eine eigene Werkstatt

"Im Gegensatz zu mir stammt Johanna nicht aus einem Bauernhof. Dass sie trotzdem Bäuerin geworden ist, muss ich ihr hoch anrechnen", erklärte Waldemar und warf seiner Frau einen anerkennenden Blick zu.

Diese seufzte und nahm einen kräftigen Schluck vom selbstgemachten Apfelsaft.

"Als wir uns kennenlernten, war ich in der Werkstatt meines Vaters beschäftigt", erzählte sie.

"Der hatte Automechaniker gelernt und die Meisterschule besucht. Bei BMW hätten sie ihn mit Kusshand genommen. Aber er wollte sich selbständig machen, was ihm ja auch gelungen ist. Und ich glaube, er hat es bis zu seinem leider viel zu frühen Tod nie bereut, dass er einen eigenen Dal-Dal Dal-Dal."

Verliebt

"Ich kann mich an den Tag, als ich Johanna zum ersten Mal in der Werkstatt ihres Vaters sah, erinnern, als ob es erst gestern

gewesen wäre", sagte Waldemar nachdenklich.

"Ich hatte mich sofort in sie verliebt."

Er zwinkerte ihr zu und trotz der gedämpften Beleuchtung konnte man sehen, wie sich ihr Gesicht ein wenig verfärbte.

"Was mir als erstes an ihr auffiel, waren ihre schönen Haare, die

von einer Farbe waren, als hätte Tizian sie gemalt."

Johanna fiel ihm lachend ins Wort:

"Und ich wusste natürlich", kicherte sie, "ich würde ihn mit

meinen roten Dal-Dal Dal-Dal!"

Werbung

"Und dann habt ihr sicher bald geheiratet", ließ meine Frau, neugierig wie sie nun einmal ist, von sich hören.

Waldemar sah sie ernst an.

"Mitnichten", erwiderte er. "Fast ein Jahr habe ich um sie geworben

und habe mir dabei fast ein Bein ausgerissen. Blumen, Pralinen, Einladungen zum Abendessen und das ganze Repertoire. Und trotzdem hat sich mich zappeln lassen.

Aber schließlich, ich hatte es schon fast aufgegeben, war sie für den goldenen Dal Dal."

Hochzeit

Johanna, die ihrem Mann aufmerksam zugehört hatte, begann erneut zu lachen, wischte sich eine Haarsträhne aus der Stirn und verdrehte die Augen zur Decke. Dann nahm sie einen weiteren Schluck von ihrem Apfelsaft, strahlte in die Runde und sagte fröhlich:

"Ja, das war eine schöne Zeit damals. Deine Bemühungen um mich habe ich sehr genossen und mit dem Heiraten hatte ich keine

Eile. Letztendlich war es mein Vater, der mich dazu ermutigte.

Und so wurden wir, ich hatte mich dann doch Dal-Dal, Dal-Dal."

FdH

"Natürlich waren es nicht nur die schönen roten Locken", erzählte Waldemar weiter, "auch wegen ihres hübschen Gesichts und der

molligen Figur habe ich mich in sie verliebt. Und auch heute kann

sich mein Schatz noch sehen lassen, nicht wahr?"

Wir stimmten ihm nickend zu und das geschah nicht nur aus reiner Höflichkeit.

"Du Schmeichler", drohte Johanna mit dem Finger,

"ich war halt immer ein wenig vollschlank. Leider habe ich im Laufe der Jahre noch ein paar Kilo zugelegt, aber ab nächster Woche beginne ich mit einer Diät, und dann werde ich, das müsst ihr mir Dal-Dal-Dal, Dal-Dal-Dal."

Kalorien

Jetzt war meine bessere Hälfte in ihrem Element, denn mit Diäten kannte sie sich aus. Mindestens zehn hatte sie schon ausprobiert. Mit Erfolg. Für einen gewissen Zeitraum jedenfalls.

Mein Einwand, man müsse doch einfach den kleinen Tierchen im Schrank, die die Kleider enger nähen, und die Kalorien

heißen, zu Leibe rücken, wurde mit den Worten abgetan:

"Ja, aber ...".

Während die Frauen die verschiedenen Möglichkeiten einer Reduktion des Körpergewichts erörterten, tätschelte Waldemar liebevoll die Hand seiner Angetrauten.

Dass sie sich, ein paar Kilo mehr oder weniger, nach wie vor gerne hatten, das sah ein Blinder Dal Dal Dal-Dal.

Politik

Da ich befürchtete, dass unser gutes Einvernehmen Schaden nehmen könnte, wenn wir über Politik reden würden, vermied ich zunächst dieses Thema, weil ich annahm, dass die konservativ bäuerliche Erziehung der Maiers sich von der meinen, die ich von meinen Eltern, bekennende Achtundsechziger, erhalten hatte, grundlegend unterscheiden würde.

Waldemar jedoch zerstreute meine Bedenken, als er nämlich

sagte:

"Heute habe ich in der Zeitung gelesen, dass unsere Regierung den Spitzensteuersatz erhöhen will.

Wenn das der Allgemeinheit zugute kommt, bin ich dafür. Denn",

meinte er, "es wird auch weiter für die Dal-Dal Dal-Dal."

Ein idyllischer Fleck

Jeden Tag nach dem Melken dürfen die Kühe an die frische Luft auf die große Wiese rechter Hand von dem kleinen Bach, an dessen Ufer ein paar große Bäume mit weit ausladenden Ästen und langen Zweigen stehen, und die an den anderen drei Seiten von einem hüfthohen Zaun begrenzt wird.

Hier gibt es nicht nur frischen Klee und leckere Kräuter, sondern

es besteht auch die Möglichkeit für die Tiere, sich von der

ungeliebten Milchentnahme zu erholen.

Was für ein Bild des Friedens und der Ruhe!

Die grüne Wiese, der rauschende Bach, die hinter einer Schäfchenwolke hervorlugende Sonne und die glücklichen Kühe, die bei den mächtigen Dal-Dal Dal-Dal!

Apropos Kühe

Heute weiß es jedes Kind:

Das Liebesleben von Kühen ist auf ein Minimum reduziert.

Zwar kommt ab und zu der Besamer zu ihnen, der kann aber einen richtigen Bullen nicht ansatzweise ersetzen, wie das folgende Gespräch zwischen der jungen Rosalinde und ihrer Mutter beweist:

Rosalinde: "Mutter, siehst du den gut gebauten Kerl auf der anderen Seite des Zauns?"

Mutter: "Mach ihm bloß keine Hoffnung!"

Rosalinde: "Der würde mir aber gefallen!"

Mutter: "Denk an den Herrn von Lodenhoser, der den Zaun mit

einem kühnenSprung überwinden wollte und seinen Namen in

Hodenloser umbenennen mußte."

Rosalinde: "Aber … "

Mutter: "Nix aber, ich sage es dir jetzt zum letzten Mal:

Du sollst nicht nach den Dal-Dal Dal-Dal!"

Waldschädlinge

"Wenn ihr wollt, können wir heute Nachmittag einen Spaziergang durchs Dorf machen", schlug Waldemar vor.

"Gerne hätte ich euch auch meinen Wald gezeigt, aber leider musste ich ihn größtenteils abholzen. Die Baumstämme wurde nämlich von einem Parasiten befallen, der ihre Rinde vollständig zerstörte, was zum Absterben der Bäume führte. Dieser Parasit, der mit Containerschiffen von China über Italien zu uns nach Deutschland eingeschleppt wurde, springt von einem Baum zum anderen und vermehrt sich in Windeseile.

Als ich im Forstamt nachfragte, was ich unternehmen sollte, teilte man mir lapidar mit:

Nach dem Bundeswaldgesetz, Paragraph 213, muss man die Bäume in solchen Dal-Dal Dal-Dal."

Auf dem Friedhof

Am Sonntag gingen wir mit den Bauersleuten in die Kirche.Nach dem Gottesdienst stattete ich dem Friedhof einen Besuch ab, weil mich diese alten dörflichen Gottesacker mit ihren liebevoll geschmückten Gräbern und den schmiedeeisernen Kreuzen schon immer fasziniert haben.

Als ich so im Gedanken durch die Gräberreihen schlenderte, kam mir der Pfarrer entgegen.

Nach einem höflichen "Grüß Gott" kamen wir schnell ins Gespräch."Woran", fragte ich, "sind wohl all diese Leute hier gestorben?"

Da faltete er seine Hände, blickte zum bewölkten Himmel und sagte:

"Nun ja, die einen auf dem Feld bei der Arbeit, andere zu Hause im Bett, der junge Sepp da vorne bei einem Motorradunfall, die Frau ganz links bei der Geburt ihres Kindes … summa summarum muss man sagen, sie sind alle Dal-Dal-Dal Dal-Dal-Dal."

Die Kirche

"Sicher haben Sie bemerkt, dass unsere Kirche zwei Türme hat",

setzte der Gottesmann unser Gespräch fort.

"Sie sind zwar nicht ganz so hoch wie das Ulmer Münster, trotzdem

sind sie etwas Einmaliges.

Einer der Türme ist nämlich mit Ziegeln, der andere mit dem selben Material wie das Kirchenschiff eingedeckt.

Beide Türme sind nicht ganz gerade und eine Beobachtung bereitet mir Sorgen:

Von Jahr zu Jahr wird der Turm mit dem Dach aus Dal-Dal

Dal-Dal."

Sonntags im Wirtshaus

Wegen des Kirchenbesuchs hatte Johanna keine Zeit, das Mittagessen vorzubereiten. Deshalb suchten wir das nahegelegene Dorfwirtshaus auf, wo ich die Maiers zum Essen einlud.

Die Auswahl der Speisen war überschaubar, was aber vor

allem den Kindern, die sich wieder einmal Schnitzel und Pommes bestellten, nichts ausmachte.

"Hier gibt es auch ein Nebenzimmer, wo sich die Mitglieder unseres Vereins einmal im Monat treffen", erklärte Johanna,

"die Frauen im Dirndl und die Männer in der Krachledernen".

Sie knabberte an ihrem Hühnerbein und fuhr, nachdem sie einen Schluck Selters getrunken hatte, fort:

"Leider passen uns die Sachen nicht mehr richtig, weil wir halt ein bisschen zugenommen haben und deshalb müssen wir nach neuen Dal-Dal Dal-Dal."

Ausgebüxt

Als wir an diesem Abend wieder zusammen saßen, tauschten wir Erinnerungen an Ereignisse aus unserem Leben aus.

"Wir hatten einmal einen Vogel", begann Johanna,

"einen blauen Wellensittich namens Florian.

Der war eines Tages aus dem Käfig ausgebüxt und hatte es sich auf der Gardinenstange bequem gemacht. Weder durch gutes Zureden noch durch Drohungen war er dazu zu bewegen, seinen Platz wieder zu verlassen.

Erst nach mehrfachen Versuchen gelang es mir, auf Zehnspitzen auf einem Küchenstuhl stehend, den Ausreißer mit der Hand zu erhaschen.

Da ich Angst hatte, mit dem Vogel in der halb geschlossenen Faust von dem wackeligen Stuhl zu steigen, rief ich meinem Mann, der sich gerade im Stall aufhielt, zu:

Schnell, hol´ den Dal-Dal, Dal-Dal!"

Fallschirmsprung

Nun war es an mir, einen Schwank zum Besten zu geben.

Zeitlebens wird mir nämlich mein erster Fallschirmsprung, den ich bei der Bundeswehr abzuleisten hatte, in Erinnerung bleiben.

Zunächst verlief alles problemlos.

Als ich mich aber dem Erdboden näherte, wurde ich plötzlich von einer Windböe erfasst und schnurstracks auf einen unweit gelegenen See zugetrieben.

"Heiliger Strohsack", schoss es mir durch den Kopf,

"was mache ich nur, wenn ich auf dem Wasser und nicht auf dem Dal-Dal Dal-Dal?"

Das Gartenfest I

"Erinnerst du dich noch an das Fest bei den Günters, letztes Jahr im Sommer?", fragte mich meine Gattin.

"Wir verdrückten eine Unmenge an Schweinehals und Würstchen und das Bier floss in Strömen. Die Frauen hatten Salate mitgebracht. Nur an den Nachtisch hatte niemand gedacht.

Da meinte der Hausherr:

"Kein Problem, wegen der nicht zu überhörende Stridulation glaube ich, dass es hier eine Menge von Tierchen gibt, aus denen sich ein

leckeres Dessert machen lässt.. Sobald ich sie eingefangen habe,

werde ich für euch die Dal-Dal Dal-D

Das Gartenfest II

"Aber ja mein Schatz", antwortete ich,

"und weißt du auch, was ich darauf erwiderte?".

Meine bessere Hälfte runzelte die Stirn und schüttelte nach einer Weile den Kopf.

"Ich hatte gesagt", rief ich ihr in Erinnerung, "dass auch ich einen wohl schmeckenden Nachtisch zubereiten könne und hatte die Dame des Hauses gebeten, mir ein Reibeisen zu besorgen.

Auf ihre Frage, wozu ich dieses benötigen würde, erklärte ich ihr:

Damit möchte ich ein paar Dal-Dal Dal-Dal."

Zuviel des Guten

Am letzten Abend unseres Aufenthalts saßen wir länger als sonst zusammen.

Die Zeit verging wie im Flug.

Bald musste eine zweite Flasche Obstler geöffnet werden, zumal Waldemar die erste, welche erst zur Hälfte geleert war, in schon etwas angeheitertem Zustand umgestoßen hatte. Dabei war der gute Schnaps auf den Boden geflossen und wurde eine sichere Beute für die Katze, die sich, selbst unter Androhung einer Strafe, nicht vertreiben ließ.

Es war schon Mitternacht, als wir zu Bett gingen.

Einige Stunden später wachte ich mit einem Brummschädel auf und hatte das Gefühl, mich übergeben zu müssen.

Mühsam schleppte ich mich ins Bad. Dabei wäre ich fast über das Katzenvieh gestolpert, das alle Viere von sich gestreckt, mitten auf dem Gang lag. Als ich mich ihr näherte, fuhr sie fauchend hoch, machte schwankend ein paar Schritte und kotzte auf den Boden.

Von uns Menschen weiß ich es ja, aber haben denn auch Dal-Dal Dal-Dal?

Tiere und Pflanzen

Fischzucht

Herr Rubanow schenkte sich einen doppelten Wodka ein und steckte sich voller Genugtuung eine kubanische Cohiba an.

"Meine Investition wird sich in Kürze auszahlen,“ dachte er. "Diese Albino-Fischzucht war die beste Idee meines Lebens. Zirka 15.000 Dollar werden auf dem Weltmarkt für ein Kilo der weißen Delikatesse gezahlt."

Während er seinen Gedanken nachhing, klopfte es an der Tür und, in der Hand das Ultraschallgerät, mit dem er den Reifegrad der Eier bestimmt hatte, betrat sein Verwalter den Raum und sagte mit einer Verbeugung:

"Verzeihung, Herr Rubanow, wenn ich sie wegen der

Dal-Dal Dal-Dal!"

Dolly und Polly

Mein Freund Hans- Peter ist Eigentümer eines kleinen Häuschens am östlichen Stadtrand und sein ganzer Stolz gilt dem Rasen seines gut 10 Ar großen Anwesens.

Seinen Familienstand bezeichnet er gewöhnlich als alleinstehend, was auch der Wahrheit entsprechen würde, wären da nicht Dolly und Polly, Nachfahren des armenischen Mufflons, bei uns unter dem Namen Hausschaf , ovis orientalis aries, bekannt.

Für sie hat Hans-Peter eine geräumige Unterkunft gleich links neben der Terrasse gebaut, wo sich die beiden allerdings nur bei extrem schlechtem Wetter und in kalten Nächten aufhalten.

Meist trifft man sie wiederkäuend in dem großen Garten.

"Schaut euch meinen tollen englischen Rasen an",

pflegt Hans-Peter seinen Besuchern zu zurufen,

"den habe ich ausschließlich meinen beiden Lieblingen zu verdanken, die ihn unter gelegentlichem Dal-Dal Dal-Dal."

Der Diebstahl

"Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den andren kalt,

die ganze Affenbande brüllt: wo ist die Kokosnuss,

wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut?"

Sicher kennen Sie dieses lustige Kinderlied!

Aber wissen Sie auch, dass der Diebstahl aufgeklärt und ein bereits vorbestrafter Silberrücken in einem Indizienprozess verurteilt wurde, denn, so argumentierte der Richter, eine derart riesige Kokosnuss könne nur jemand mit solch großen Dal-Dal Dal-Dal!

Lumbrici

Der Größte ist der Badische.

Er erreicht eine Länge von bis zu 60 Zentimetern.

Könnte er sehen, so würde er in die Röhre schauen.

Keinesfalls gehört er zu den Sonnenanbetern, er will lieber im Dunkeln munkeln.

Da er lange Reisen vermeidet, kann man ihn getrost als bodenständig bezeichnen.

Nur wenn es ihm zu feucht wird, verlässt er so schnell wie möglich seine Behausung im Souterrain.

Wahrscheinlich haben sie es schon einmal gesehen, wie er und seine Artgenossen sich bei Dal-Dal Dal-Dal!

Die eierlegende Wollmilchsau

"Was wir brauchen, ist ein Schwein, das Merinowolle trägt

und dazu noch Eier legt. Das soll ihre Züchtung sein!"

Dies können wir auf Seite 175 des Büchleins:

"Ludwig Renn zum 70. Geburtstag", das 1959 im Aufbau-Verlag

Berlin erschienen ist, lesen.

Die Rede ist hier von einem Hybrid aus Huhn, Schaf, Kuh und Schwein.

Von vielen als Fabelwesen abgetan, haben Wissenschaftler der

Ho-Chi-Minh-Universität in Peking nun erstmals konkrete Hinweise auf die Existenz einer Miniausgabe dieses Lebewesens gefunden, das wegen seiner Größe von mutmaßlich weniger als einem Mikrometer (0,001 mm) mit dem unbewaffneten Auge nicht sichtbar ist.

Sein Gelege scheint die Lieblingsspeise des Prozessionsspinners zu sein, der sich den Lebensraum mit dem Winzling teilt, denn die Forscher entdeckten unter Zuhilfenahme des Elektronenrastermikroskops im Vordarm des Schädlings sowie auf den Blättern von Da-Dal Dal-Dal.

Kannibalismus?

Die Schnepfenstrauße sind die kleinsten flugunfähigen Laufvögel.

Es handelt sich dabei um braun gefiederte nachtaktive Streuner, die sich tagsüber in ihren Höhlen aufhalten.

Zwar sind sie Allesfresser, haben aber eine gewisse Vorliebe für kleine wirbellose Tiere, vor allem Würmer und Tausendfüßler, die

sie mit ihren langen gebogenen Schnäbeln aus der Erde pulen.

Zum Nachtisch dürfen es gerne auch einmal Stachelbeeren von der Sorte sein, die 1904 aus China eingeführt wurden und die man heute hauptsächlich in Italien anbaut.

Wenn man sieht, mit welchen Appetit sie diese vernaschen, dann erübrigt sich die dem Anschein nach kannibalistische Frage:

Fressen Dal-Dal Dal-Dal?

Eile mit Weile !

Schnecken terrorisieren den Kanton Bern.

Der Hohe Rat der Stadt fordert die Hilfe des Militärs an.

Die Einwohner scheinen der Invasion machtlos gegenüber zu

stehen.

Nur in wenigen Fällen gelingt das Einsammeln der Ungeheuer.

"Kaum habe ich mich gebückt, husch, husch, schon war der Schneck weg", hört man es aus allen Ecken und Enden.

Es sei eine böse Verallgemeinerung und außerdem schlicht ein Vorurteil, wenn man den Bernern Langsamkeit vorwirft, wies mich mein Redaktionskollege aus der Schweizer Metropole zurecht, während er erfolglos versuchte das Netz von seinem Schuh zu entfernen, das ihm eine Spinne, während er die Treppenstufen in den ersten Stock hinaufgestürmt war, um seinen Dal Dal.

Nachwuchs

"Ist er nicht süß?"

Frau Adler betrachtete liebevoll ihren Sohn, der erst vor wenigen Stunden aus dem Ei geschlüpft war.

"Schau nur, er sieht genau so aus wie du!"

Herr Adler bewegte zweifelnd seine mächtigen Flügel, denn er konnte keine all zu große Ähnlichkeit zwischen ihm und dem nackten Bündel feststellen.

"Jetzt wird es aber Zeit, dass wir uns auf einen Namen für ihn einigen", fuhr sie fort, "du weißt ja, mir würde, in Erinnerung an unsere Vorfahren aus den französischen Seealpen, Jean Pierre gut gefallen."

"Meine Liebe", widersprach ihr der Gatte, "wir leben jetzt schon seit der dritten Generation in Deutschland. Deshalb sollte mein Sohn auch einen deutschen Namen bekommen".

Er machte eine kurze Pause, um seine Worte entsprechend

wirken zu lassen.

"Also ich würde vorschlagen", fuhr er bestimmend fort und reckte sich gebieterisch in seinem Dal: "Dal".

Procyon lotor

Der Waschbär lag müde und hungrig in seiner Baumhöhle.

Müde, weil er wegen der Schmerzen in dem gebrochenen Bein kaum geschlafen hatte und hungrig, weil er den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Die Sonne war gerade untergegangen und seine nachtaktiven Kollegen hatten sich schon auf den Weg in die nahegelegene Stadt gemacht, um auf Nahrungssuche zu gehen. Seufzend erhob er sich und humpelte ihnen nach, bis er sie in einer Neubausiedlung eingeholt hatte.

Sie hatten die Mülltonnen umgestoßen und verputzten gerade deren Inhalt, nicht ohne ihn vorher mit den Vorderpfoten abzutasten, um unerwünschte Teile zu entfernen.

Seine Verletzung erlaubte es ihm nicht, sich an dem munteren Treiben zu beteiligen. Deshalb setzte er sich neben eine Tonne, in der Hoffnung, dass für ihn etwas von dem Dal-Dal-Dal Dal-Dal-Dal.

Mein Cäsar

Zugegeben, mit seinen krummen Beinen und dem struppigen Fell würde mein Cäsar bei einem Schönheitswettbewerb für Hunde keinen Blumentopf gewinnen.

Zudem ist er nicht wirklich gut erzogen, aber muss man uns deshalb so unverschämt beleidigen, wie es neulich passierte, als wir beide Gassi gingen?

Wir waren schon eine Weile im Park unterwegs, da kam uns eine Dame im fortgeschrittenen Alter mit einem hochnäsigen Pudel entgegen.

Als ich anhielt, um ein wenig Smalltalk mit ihr zu machen, trat mein Cäsar mit dem mutmaßlich weiblichen Vierbeiner in körperlichen Kontakt. Obwohl dieser offensichtlich gegen die Liebesbezeugung nichts einzuwenden hatte, traktierte seine Besitzerin meinen Liebling mit dem beschuhten Fuß und schrie:

"Hau ab, du hässliche Promenadenmischung!"

Dann sah sie mich hasserfüllt an und rief:

"Zieh bloß Leine, du Idiot, mit deinem Dal-Dal Dal-Dal!"

Das Schwein Rosi

"Unsere Absicht war es, mit diesem Video auf die krebserregenden ultravioletten Strahlen aufmerksam zu machen", erklärte der Professor von der Deutschen Krebshilfe.

"Deshalb wurde das Schwein Rosi im Forschungslabor über

mehrere Tage mit einer UV-Lampe bestrahlt.

Auf eine leichte Rötung der Haut folgte im Verlaufe des Experiments ein schwerer Sonnenbrand. Anschließend kam es zu Brandblasen und Entzündungen und am Ende ist Rosi regelrecht verbrannt.

Natürlich war alles nur gespielt und das Versuchstier ist nach Entfernung der Schminke wohlauf. Trotzdem hoffen wir, Sie mit diesen drastischen Bildern wachgerüttelt zu haben.

Jahr für Jahr sterben in Deutschland zirka 3000 Menschen am Schwarzen Hautkrebs, dem Malignen Melanom, für dessen Entstehung die UV-Bestrahlung der größte Risikofaktor darstellt.

Deshalb zusammenfassend meine Bitte: Bleiben Sie im Freien und vor allem im Solarium beim Dal-Dal-Dal Dal-Dal-Dal!"

Sardinen

Ines war das Beste was mir passieren konnte. Abgesehen davon, dass sie super aussah, sprach sie als waschechte Lisboeta fließend portugiesisch.

Die Exkursion zur nur zwei Kilometer von Lagos entfernten Ponta da Piedade mit ihren rot-gelben Felsen und den Höhlen und Grotten, durch die seit Jahrtausenden das Wasser des Atlantik fließt, war ein unvergessliches Erlebnis gewesen.

Jetzt saßen wir in einem kleinen Lokal an der Praia do Camilo, um den Tag bei einem guten Essen und einem Glas Vinho Verde ausklingen zu lassen.

"Ich hätte jetzt gerne ein schönes Stück Fleisch", sagte ich zu Ines mit Blick auf die Speisekarte und setzte fragend hinzu: "Was sind denn Petingas Fritas?"

"Kleine Sardinen", antwortete Ines. "Die sind sehr lecker. Sie werden unter fließenden Wasser gewaschen, kräftig mit Meersalz bestreut und pro Seite für drei Minuten auf den Grill gelegt".

"Man isst sie also mitsamt den Innereien?", fragte ich erschrocken und, als sie nickte, entschied ich mich doch lieber für Ameijoas á Buhao Pato, das sind Venusmuscheln, denn ich erinnerte mich an etwas, was ich im Reiseführer gelesen hatte:

"Essen Sie in Portugal keine Sardinen! Von dieser Warnung sind allerdings Fische, hat man diese vor der Zubereitung

Dal-Dal-Dal-Dal, Dal-Dal-Dal-Dal".

Die Hühnerfarm

"Tut mir Leid, Tom", sagte der Veterinär, "obwohl es nur wenige deiner über tausend Hühner sind, die mit dem H5N1-Virus infiziert sind, musst du dich innerhalb der nächsten 24 Stunden vom gesamten Bestand trennen. Alleine wirst du das wohl nicht schaffen, hol dir deshalb ein paar kräftige Burschen aus Santa Fe!"

Tom überlegte nicht lange. Was sollte er auch machen? Vorschrift ist Vorschrift!

Mit dem Sheriff fuhr er im Polizeiwagen durch die Straßen der Stadt, um über die Lautsprecheranlage sein Anliegen kund zu tun.

Tatsächlich fanden sich am Nachmittag gut 50 hilfsbereite Personen auf der Farm ein. Das Hauptkontingent stellte die städtische Baseballmannschaft, die in voller Montur erschien.

Tom beschlich eine dunkle Vorahnung.

Auf die Baseballschläger deutend fragte er unsicher:

"Ihr wollt doch meine Hühner nicht mit diesen Dal-Dal Dal-Dal?"

Eine alpenländische Sitte

Vor über 400 Jahren pflanzte der Stift Stams einen gewaltigen Eichenwald als Schutz vor Muren. Da der Baumbestand inzwischen in die Jahre gekommen war, wurde von der Tiroler Landesregierung ein Verjüngungsprojekt auf den Weg gebracht.

"Auf geht’s Buam“, rief der Vorarbeiter und deutete auf eine der

betagten Eichen. Nachdem die Umgebung abgesichert und die

Fallrichtung des Baums bestimmt worden war, wurde der erste

Schnitt waagerecht am unteren Ende des Stamms durchgeführt,

bis die Fallkerbsohle ein Drittel der Stammtiefe einnahm.

Von schräg oben wurde nun ein Keil zur Bildung des Fallkerbs

herausgetrennt. Anschließend erfolgte von der gegenüberliegenden

Seite der Fällschnitt.

Nach einigen kräftigen Schlägen wankte der alte Riese und krachte zu Boden.

Jetzt musste nur noch, als Dank für das erfolgreiche Fällen, ein Kreuz in das stehengebliebene Stockholz eingesägt werden.

Aber bereits nach kurzer Zeit wurde dieses Vorhaben aufgegeben, denn die Säge war nach wenigen Schnitten in den Dal Dal.

Muttergottesgläschen

"Der Fuhrmann steckte mit seinem schweren Weinkarren fest.

Da erschien ihm Maria und bot ihm ihre Hilfe an, für ein Glas Wein, denn sie war müde und hungrig. Der Fuhrmann erfüllte ihr den Wunsch mit Freude.

In Ermangelung eines Glases bediente sich Maria einer kelchförmigen Blume, die man seitdem im Volksmund Muttergottesgläschen nennt".

So kann man es bei den Gebrüder Grimm lesen.

Obwohl die weitverbreitete Pflanze aus diesem Märchen hübsche und zarte vier- bis fünf Zentimeter große Trichterblüten besitzt, ist sie auf den Feldern, in den Weinbergen und in den Gärten nicht gerne gesehen.

Sie gehört nämlich zu den Vertreterinnen der Convolutaceae, die mit ihrem raschen Wachstum die Entwicklung von Kultur- und

Zierpflanzen behindern, um die sie sich, wie alle Dal-Dal Dal-Dal.

Baumbestattung

"Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch", bekundete Herr Lampert, "und möchte deshalb in der freien Natur beerdigt werden." Der Inhaber des Bestattungsinstituts nickte verständnisvoll und sagte: