Das Wandelrädchen - Marc Richters - E-Book

Das Wandelrädchen E-Book

Marc Richters

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Beschreibung

Der 28 jährige Protagonist führt ein langweiliges Leben. Er geht zwar manchmal joggen, schläft aber lang, liegt oder sitzt meist auf der Couch und ist arbeitslos. Er findet jedoch eines Tages einen skurrilen Gegenstand, der sein Leben positiv verändern soll. Seine Mutter und seine beiden Freunde Misuki und Johann werden unabsichtlich in das Rätsel um den Gegenstand eingeweiht. Im Vordergrund steht die Frage "Realität oder Fiktion".

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 47

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Marc Richters

Das Wandelräd-chen

Eine runde Sache

© 2018 Marc Richters

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback:

978-3-7469-7981-6

Hardcover:

978-3-7469-8095-9

e-Book:

978-3-7469-7982-3

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

 

„Ludmilla!!, Ludmilla!!“ Unser Hund war auch wirklich blöd… man rief ihn und keiner wusste, ob er wirklich wusste, dass er gemeint war. Dieses Mal hatte ich Glück. Die alte Dame kam ganz langsam, aber stetig angetrottet.

„Fein Ludmilla, toll! Du bist ja ein ganz kluger Hund.“ Gerade kaum bei mir, ging sie auch wieder in die Küche und dachte wohl, dass ich sie für ein Leckerli gerufen hätte. Naja… dann tue ich ihr mal den Gefallen, dachte ich mir und gab ihr einen schönen Hundeknochen. 28 war ich mittlerweile und wohnte immer noch zuhause. Ich hatte schon einige Jobs ausprobiert und sogar mal studiert, aber nie fand ich die Motivation und Ausdauer, irgendwas dauerhaft zu machen. Ich wohnte zusammen mit meinen Eltern und Ludmilla in einem relativ großen Haus. Es hatte zwei Etagen und einen Dachboden. Eine kleine steile Treppe führte zu diesem. Man kann sich das so vorstellen, dass der Dachboden eine Art Abstellkammer für Dinge war, für welche man keine Verwendung fand. Wenn ich früher gewusst hätte, was für ein skurriles Objekt dieser Dachboden beherbergte, hätte ich mich öfters dort aufgehalten und ein wenig herumgestöbert.

15:00 Uhr war es mittlerweile und ich wusste mal wieder nicht, was ich mit dem Tag anfangen sollte. Also ging ich joggen. Das konnte ja nicht schaden. Schnell meine alten Sportsachen angezogen, machte ich mich auf den Weg. Ich hatte mir angewöhnt, mit einer Lauf-App zu laufen, welche sich auf meinem Smartphone befand. Diese zeigte das Tempo und die genaue Distanz an. Ich war kein sonderlich schneller Läufer, aber ich hatte eine recht gute Ausdauer. Ich lief also los und hoffte, dass ich nicht wieder nach wenigen Minuten abbrechen würde. Meine obligatorische Laufstrecke begann immer mit einem steilen Berg. Es ist schon mühsam, den steilen Berg hinaufzulaufen, aber es gibt kaum alternative Strecken, welche man relativ ungestört absolvieren konnte. Ich hatte vor kurzem Interesse an alten Dingen wie Antiquitäten entdeckt. Irgendwie ging mir unser Dachboden bei meinem heutigen Lauf nicht mehr aus dem Kopf. Ich war mir sicher, dass sich dort noch viele spannende Sachen befinden würden, aber ich fand bisher nicht die Motivation, dort wirklich ausgiebig zu suchen. Irgendwo, auf der Hälfte der Strecke, kam mir in den Sinn, dass ich dies ändern musste und den Dachboden mal ernsthaft inspizieren sollte. Von der Idee beflügelt, lief ich die letzten beiden Kilometer in etwa 5:20 min, was für mich ein ziemlich flottes Tempo war.

Puhh… endlich zuhause angekommen, sprang ich schnell unter die Dusche und konnte es kaum erwarten, meine Idee, den Dachboden zu inspizieren, in die Tat umzusetzen. Das Duschen tat mir gut, ich war erschöpft, aber fühlte mich viel frischer als vor dem Laufen. Den Dachboden umgab - in meinen Augen - schon immer eine gewisse Mystik. Man kann dies mit einem verlassenen Herrenhaus vergleichen, wo es spuken sollte. Ich selbst bin ein großer Fan von mystischen Dingen, obwohl einen die Erfahrung meist belehrt, dass sich alles erklären ließe. Die Mystik… für mich ein Wort, welches zahlreiche spannende Konnotationen mit sich zog, wie z.B. unerklärlich, Natur, aber auch Grusel oder leichtgläubig.

Aber nun genug ausgeschweift… ich fasste mir Mut und ging die knatschende steile Treppe hinauf. Na toll, dachte ich mir…eine knatschende Treppe… der Dachboden, oder vielmehr der Weg dorthin erfüllte schon einmal ein Klischee, welches mir wenig Mut machte, dort etwas Spannendes zu finden. Es war quasi so klischeehaft, dass man sich nicht mehr vorstellen konnte, dass es so sei. Am Ende der Treppe gab es einen Eingang, welcher mit einem Vorhang verdeckt war. Ich hatte irgendwie etwas Angst vor dem Dachboden, konnte mir aber kaum erklären, warum. Wahrscheinlich hatte ich in meiner Kindheit zu viele „Gänsehaut“-Taschenbücher gelesen, in denen der Dachboden meist gewisse Gefahren beherbergte. Ich machte das Licht an und war komplett fasziniert von der Wirkung, welche die teilweise bis zur Decke gestapelten Gegenstände hatten… ebenso klischeehaft, wie die knatschende Treppe, war dann auch der Dachboden selbst. Eine Glühbirne hing an der Decke und rief in mir eine gewisse Trostlosigkeit hervor. Naja… hier wohnt ja niemand, dachte ich und gut, dass es hier überhaupt Strom und Licht gab.

Hmm… wo sollte ich anfangen? Offensichtlich war, dass hier seit einer halben Ewigkeit niemand mehr aufgeräumt hatte. Meine Mutter war eigentlich sehr ordentlich, aber wenn sich erst einmal eine gewisse Unordnung eingestellt hatte fiel selbst ihr schwer, einen Anfang fürs Aufräumen zu finden. Ich fing damit an, mir einzelne Objekte, welche einen gewissen Reiz innehatten, genauer anzuschauen. Das erste Objekt, welches mir auffiel, war eine alte Konservendose. Ich suchte nach dem Haltbarkeitsdatum…. 14.04.2008! Na toll! Wenn ich Hunger hatte, sollte ich hier oben vielleicht besser nicht suchen, dachte ich mir. Ich fing an meine ganze Motivation zu hinterfragen. Mein Gefühl sagte mir, dass hier nur wertlose Gegenstände vorzufinden waren. Aber ich hatte die Hoffnung nicht aufgegeben und suchte akribisch weiter. Was wollte ich hier eigentlich finden? Eine alte Puppe, die spricht? Wertvolle Antiquitäten, welche ich zu Geld machen könnte? Ich musste innerlich etwas lachen, weil ich wirklich nicht an Gespenster oder Ähnliches glaubte. Eine wertvolle Rarität hier zu finden, schien mir fast noch unwahrscheinlicher, als eine geheimnisvolle, sprechende Puppe. Ein paar weitere abgelaufene Konservendosen, man glaubte es kaum, und viele maximal 20 Jahre alte Bücher später, fand ich ein Spielzeug. Das ist vielleicht ein paar