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Christian ist gerade in seinen frühen Dreißigern. Eine Verabredung mit einer Arbeitskollegin hatte er allerdings bis dahin noch nie... In ''Dates unter Arbeitskollegen geht das Date zwischen den Arbeitskollegen Tatjana und Christian schief. Aber nicht der Furz im Kinosaal zu Beginn des Abends war das schlimmste...
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2023
Leo Trau
Dates unter Arbeitskollegen
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Der Fleck
Kinofilme
Die Hosen runter
Schluss
Impressum neobooks
Dates unter Arbeitskollegen
von
Leon Trau
Eine Kurzgeschichte
Impressum:
Leon Trau @trauverlag, 71229 Leonberg
Rutesheimerstraße 50/7
Whg. Nr. 8
Deutschland
Copyright ©
Alle Rechte an diesem Werk einschließlich Inhalte sind geschützt
und ausschließlich dem Verfasser vorbehalten
Self publishing durch Amazon KDP
© 2023
Diese Novelle ist rein fiktiv. Die Geschichte sowie ihre Handlung und Protagonisten sind frei erfunden.
Autor -
Auf meinem rechten Ockerbraun gefertigtem Leder – Winterstiefel wirkte der Fleck aufgehellt wie Ruß auf dem Material. Wie Staub, der bis es letztendlich zu spät ist von niemandem weggeputzt wird.
Ich konnte nicht aufhören auf meine Schuhe und diesen Schandfleck zu starren. Wie denn auch? In diesem gigantischen Billardschuppen baumelten bestimmt zehn Kronleuchter von der Decke. Das sind ungefähr zweitausend Watt, da konnte man einfach alles sehen und der Laden war voll bis unters Dach. Genau der richtige Ort nach einem Kinobesuch. Dennoch fragte ich mich, wie kann jemand so pleite sein und im März noch Winterstiefel tragen?
Ich war ein durchaus hübscher und gepflegter junger Mann. Der vielleicht nicht immer die besten oder neuesten Klamotten trug und hin und wieder drei Tage zu spät den Bart trimmte, aber dafür in seinen frühen Dreißigern an den schwarzen Haaren noch kein graues entdecken konnte. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick.
>>Dort oben Christian. Dort oben ist der Raucherbereich.<<Aufgeschreckt durch wirre Gedanken hob ich den Kopf. Tatjana war ungefähr einen Meter fünfundsechzig klein. Das auffälligste an ihr war dieser blondgefärbte Bubikopf. Die kurzen in alle Richtungen gegelten, wilden Haare und ihre gebleichten Zähne. Sie zeigte auf eine Miniatur Holztreppe in einen kleinen, abgesperrten Bereich. Allerdings war dort alles voll. >>Hier können wir keine rauchen.<< Sagte ich und deutete zum Rückzug an. >>Lass uns mal schauen ob wir wenigstens im Nichtraucherbereich einen Tisch finden?<< Sie nickte. Wir sind dann ungelogen, einmal durch die komplette Halle und auf der anderen Seite wieder zurück – gelaufen. Kurzen Schrittes lief sie hinter mir her. Die Spieltische waren voll und an sämtlichen Stühlen und Hockern klebten die Jacken wie Reserviert Schilder dran.
Ich bin ja ganz bestimmt kein Frauenkenner. Oder einer dieser Sexsüchtigen – Aber, ich kann mir ein paar Dinge zusammenreimen. Und Sex? Davon hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch schon lange keinen mehr. Aber wenn eine Frau, die einen Tag vor ihrem ersten Date mit dem selben Mann noch locker über Unterwäsche am Handy schreibt und sich dann während des Dates herausstellt, dass diese Frau genau so einen String Tanga anhat – Dann will die Frau definitiv mehr als nur über die Arbeit reden.
Das war übrigens die erste und auch die letzte Verabredung, die ich mit einer Arbeitskollegin hatte. Tatjana war genau mein Beuteprofil. Zwei Jahre zuvor, als ich noch bei Tinder unterwegs war.
Ich habe Tatjana im Stationszimmer das erste mal gesehen. Ich habe damals schon gewusst, dass ich die flachlegen muss. Es ist dieser typische Jagdinstinkt. Der Jagdinstinkt, der einsetzt wenn der Männliche Single etwas will. Dann arbeitet sich der Penis bis zum Ziel. Und Gott sei ihm gnädig, sollte er nicht durch die Ziellinie rennen dürfen. Wieder am Eingang angekommen sahen wir uns an und beschlossen unsere Getränkemarken zurückzugeben und uns eine andere Location zu suchen. Der für seinen Kopf etwas zu groß- geratene Türsteher, der auf seinem Hocker an einer Art schmalem Hochtisch grinste, fragte ob wir gehen wollen weil es zu voll ist? Ich habe ihn nicht richtig verstanden und antwortete: >>Ja, wir gehen weil es uns zu voll ist!<< Ich sagte ihm noch das wir das nächste mal einfach früher kommen würden. Doch er grinste einfach weiter in seinen Hocker. Ich kam nicht umher beim nach draußen gehen wieder auf meine Stiefel zu starren. >>Bitte, welcher Vollhorst trägt im März noch Winterstiefel?<< >>Christian, wo bleibst du denn?<<
Vor der Sportbar dann lockerte sich aber auf einmal das Grinsen.
Das selbe Grinsen das man hat wenn der Ball, vor den Anderen im richtigen Loch landet. Gewissen-volles Grinsen, weil man weiß meine Mannschaft hat das Spiel schon vor Anpfiff gewonnen. Oder genau das Grinsen, welches man hat weil man weiß das heute Gehalt kommt.
Seit der Abend im Auto Richtung Kino begonnen hat, habe ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Im Kino durfte ich das erste mal ein bisschen fummeln. Ich weiß nicht wie oft ich ihren Arm streichelte, bis ich einmal aus versehen ihre Brust berührte? Aber ich spürte kein wegziehen oder bemerkte gar einen bösen Blick.
Der Film war eine Mischung aus Con Air und The Green Inferno. Nur das die Hauptdarsteller an Land mit scharfer Munition und Gewehren schossen und nicht mit Stöcken ihre Opfer verspeisten. Ich erinnere mich, dass es damals ein eher kleiner Kinosaal gewesen ist. Sieben Reihen und je fünfzehn Plätze pro Reihe. Ein schmaler Abgang. Tatjana und ich hatten die Reihe Sieben Platz Eins und Zwei. In Reihe Acht gab es eine kleine Loge. Gefühls-technisch eher im unteren Drittel, was die Filme für ein erstes Date angeht. Sagen wir es mal so, kein klassischer Weiberfilm
