Dein Leben als Original - Alexandra Schiefen - E-Book

Dein Leben als Original E-Book

Alexandra Schiefen

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Beschreibung

Jeder Mensch ist einzigartig und sollte entsprechend seiner Originalität leben, um wirklich glücklich zu sein. Dieses Buch hilft dir dabei, die Etappen deines Lebens immer klarer als Vorbereitung auf dein Leben als dein Original zu erkennen und in jeder Situation einen Zugewinn auf dem Weg zu deiner persönlichen Bestimmung zu sehen. Viele praktische Übungen und Techniken ermöglichen dir, schmerzhafte Erfahrungen umzudeuten und der Natur deines wahren Seins auf die Spur zu kommen. So kannst du dein Leben als Original bewusst gestalten und es rundum geniessen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 155

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Ganz gleich wie das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

Buddhistische Weisheit

Dieses Buch ist allen Selbstentwicklern/innen gewidmet, die immer mehr als ihr Original leben wollen.

© 2020 Alexandra Schiefen

Umschlag, Illustration: Rodjie Ulanday

Porträt Foto: Beatrice Matt

Lektorat, Korrektorat: Nele Al-Osman

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

Paperback

978-3-347-09564-9

e-Book

978-3-347-09566-3

Alexandra Schiefen

Dein Leben als Original

Ein praktischer Ratgeber zum Leben der Einzigartigkeit

INHALT

Einleitung

Kapitel 1 Was bedeutet es eigentlich, das eigene Original zu sein?

Kapitel 2 Woran erkenne ich, ob ich mein Original bin, lebe, kenne?

Kapitel 3 Der Wendepunkt

Kapitel 4 Schreibe deine Geschichte neu

Kapitel 5 Die eigene Zukunft erschaffen

Kapitel 6 Das wahre Selbst erkennen

Kapital 7 Die eigene Realität bewusst gestalten

Kapitel 8 Die gewünschte Frequenz halten

Kapitel 9 Das einzigartige Original leben

Danksagung

Über die Autorin

Literaturtipps

EINLEITUNG

An einem Nachmittag im November wurde die Idee geboren, ein Buch mit dem Titel „Dein Leben als Original“ zu schreiben. Es war ein plötzlicher und doch klarer Gedanke, der wie ein Impuls, eine von innen entstandene Inspiration war. Dieser Moment hat mich tief berührt und so sehr bewegt, dass ich mich bald zur Umsetzung entschloss. Nun sitze ich hier, 2 Wochen später, und beginne dieses Buch für DICH zu schreiben. Es soll Unterstützung, Ratgeber und Inspiration auf deinem persönlichen Entwicklungspfad sein. Dieses Buch möchte dir Hilfestellung bei der Beantwortung deiner Fragen über dein Leben, dessen Sinn und seine Richtung geben. Es kann dir eine praktische Umsetzungshilfe sein und immer wieder Klärung anbieten.

Mich haben die Fragen nach dem Sinn des Lebens und meiner Rolle auf dieser Welt immer wieder begleitet. Lange habe ich geglaubt, ich sei die Einzige, die auf der Suche nach dem sogenannten Sinn des Lebens ist. Meine Mitmenschen erschienen mir so viel besser in ihrem Leben eingerichtet, verwurzelt und weniger verunsichert, als ich mich oft fühlte. Doch hat meine Lebensreise mir gezeigt, dass sehr viele Menschen den eigenen Weg ganz ähnlich wie ich und doch einzigartig erleben.

Als ich 13 Jahre alt war, drückte mir mein Vater eines Tages das Buch „Die geistigen Gesetze des Denkens und Glaubens“ von Dr. Joseph Murphy in die Hand und damit begann für mich die Reise zu den Antworten auf die Frage nach dem wahren Sinn meines Lebens. Diesem Buch folgten viele weitere von zahlreichen Autoren aus unterschiedlichen Richtungen, die mir Anregung und Anstoß zur Klärung meiner Sinnfragen boten. Immer wieder habe ich versucht, diesen neuen Ideen und Impulsen zu folgen und sie umzusetzen.

Mal funktionierte die Umsetzung, dann wieder nicht. Die Konsistenz schien zu fehlen, immer wieder wurde ich mit alten Mustern und Wunden konfrontiert. Manchmal entstand der Eindruck, dass sich das Bild meines Lebenssinns mehr und mehr komplettierte. Dann zogen die Wolken erneut am Himmel auf, trübten meine Sicht und lösten Verunsicherung sowie Verwirrung in mir aus. Diese Wolken am Himmel ließen mich immer wieder vieles infrage stellen und die zuvor gewonnene Klarheit war wie weggeblasen.

Den zahlreichen Büchern folgten diverse Ausbildungen und Exkurse in unterschiedliche Bereiche des Heilens, die mir immer mehr die Richtung zur Gestaltung des eigenen Lebens wiesen. Aus der Frage nach dem Warum wurde immer mehr die Frage danach, wer ich wirklich bin und wie ich mein Leben bewusst gestalten kann. Aus der Suche nach den Ursachen wurde der Wunsch nach dem bewussten Gestalten meines Lebens. Den erhellenden Momenten der Klarheit folgten aber immer wieder Momente der Verwirrung, Frustration und manchmal auch der Resignation und Traurigkeit. Doch die Täler erschienen mit der Zeit immer weniger tief und bedrohlich, der Aufschwung stellte sich leichter ein und das Licht wurde schneller sichtbar. Und doch wünschte ich mir, nicht nur einen ungetrübten Blick auf den blauen Himmel, die Klarheit über meinen Lebenssinn und meine Aufgaben zu haben, sondern auch mehr Freude und Leichtigkeit auf meinem Weg leben zu können. Ich wollte die Selbstzweifel zunehmend hinter mir lassen, meine Einzigartigkeit nicht nur anerkennen, sondern auch zeigen und somit als mein ORIGINAL leben.

Und jetzt schreibe ich dieses Buch für DICH, damit auch du immer mehr als dein Original leben kannst.

Viel Freude auf dieser Reise wünscht dir

Alexandra

KAPITEL 1

WAS BEDEUTET ES EIGENTLICH, DAS EIGENE ORIGINAL ZU SEIN?

Ein Original ist etwas Unverfälschtes, etwas, das es nur einmal geben kann und das von ganz besonderer Wertigkeit ist. Ein Original ist nicht nachgemacht, sondern echt und authentisch. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ursprung.

Ein Original ist einzigartig und entstammt dem Ursprung.

Um die gestellte Eingangsfrage für dich beantworten zu können, möchte ich vorab erst einmal klären, wer bzw. was du eigentlich bist – wo und was ist dein Ursprung?

Es gibt zahlreiche Ideen über die Entstehung der Menschheit, manche sind religiöser Natur, andere eher wissenschaftlicher. Die religiösen Theorien beruhen mehrheitlich auf der Idee, dass eine Gottheit oder auch mehrere Götter bzw. eine übergeordnete Kraft den Menschen und das Leben auf dieser Erde erschaffen hat. Die wissenschaftlichen Theorien basieren grundsätzlich auf der Annahme, dass das Leben auf dieser Erde durch einen Urknall, durch glückliche Zufälle, wie den Abstand zur Sonne, die besondere Atmosphäre und natürliche Auslese entstanden ist. Sowohl die religiösen Ansätze als auch die wissenschaftlichen Erklärungen haben sich im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt und werden wohl auch in Zukunft einem Wandel unterliegen. Ob diese Theorien wahr sind oder nicht, bleibt offen und ihre Bewertung unterliegt der Betrachtungsweise jedes Einzelnen. Du entscheidest letztendlich, was du glauben willst, und wirst im Laufe dieses Buches wohlmöglich erkennen, dass dein bisheriger Glaube sowohl auf deinen bewussten als auch mehrheitlich unbewussten Erfahrungen beruht. Deine Beobachtungen, Gedanken, Gefühle und Erlebnisse auf deinem Lebensweg haben deinen Glauben entstehen lassen und geprägt.

In der Schule lernte ich im Religionsunterricht, dass Gott die Welt in 7 Tagen erschaffen hat. Vorstellen konnte ich mir das nicht wirklich, habe es aber einfach hingenommen wie so viele Informationen in meiner Schulzeit. Einige Jahre später wurde mir im Biologieunterricht erklärt, dass die Welt durch einen Urknall entstanden sei. In Milliarden von Jahren der Evolution soll das Leben sich auf diesem Planeten so entwickelt haben, wie es heute in Erscheinung tritt. Beide Lehrer haben versucht, die unterschiedlichen Theorien als glaubhaft darzustellen. Und so habe ich beide Erklärungsansätze gelernt und nicht wirklich infrage gestellt, um letztendlich die erwarteten Inhalte für eine gute Note repetieren zu können. Beides erschien mir jedoch unglaubwürdig. Die theologische Annahme wirkte auf mich zu abstrakt, das dargestellte Bild Gottes war mir nicht wirklich sympathisch, weil er so strenge Regeln aufgestellt haben soll, denen kaum ein Mensch zu folgen vermochte. Auch konnte ich mir nicht vorstellen, dass dieser Gott so starke Vorurteile haben sollte, Menschen bestraft, ganze Völkergruppen ablehnt oder gar ausrotten wollte. Zudem kam mir die Auslegung der Texte in der Bibel oft allzu wörtlich interpretiert vor, nicht wirklich tiefgründig und vor allem nicht sonderlich wohlwollend.

Die Theorien aus dem Biologieunterricht, wie beispielsweise von Darwin1, waren weit entfernt von der religiösen Entstehungsgeschichte. Auch dort hatte ich Mühe, mir vorzustellen, wie Wissenschaftler über Milliarden von Jahren währende Entwicklungen glaubhaft nachvollziehen konnten. Wie können oder konnten Forscher diese Schlüsse aus irgendwelchen Höhlenmalereien oder Gesteinsproben ziehen? Waren und sind das nicht gleichfalls Vermutungen?

Letztendlich habe ich weder das eine noch das andere wirklich glauben können, hatte keine klare Vorstellung davon, wie die Welt wirklich entstanden ist und woher ich tatsächlich komme. Mir erschien die wissenschaftliche Variante zu komplex, aber auch sehr nüchtern und rational, die religiöse Sichtweise zu naiv und oft antiquiert. Auf der einen Seite habe ich die Welt rational und vernünftig erklärt und erlebt, auf der anderen Seite schien es auch etwas zu geben, das ich nicht fassen konnte. Eine höhere Macht oder besser noch ein allumfassendes Bewusstsein, welches ich manchmal in bestimmten Situationen angesprochen und um Hilfe gebeten habe. Denn auch das religiöse Gebet war Teil meiner Kindheit.

Im Laufe deines Lebens hast du bestimmt auch schon viele Ideen über die Entstehung des Lebens gehabt und hast unterschiedliche Theorien gehört oder gelesen. Vielleicht hast du dir immer mal wieder Gedanken darüber gemacht, wer du eigentlich bist und woher du wirklich kommst. Du hast sicherlich Vorstellungen über dein Aussehen, deine Persönlichkeit, deine Talente und vor allem deine Defizite entwickelt. Diese Gedanken haben sich wahrscheinlich im Laufe der Jahre immer wieder verändert und du hast dich vielleicht auch gefragt, wie andere dich sehen, ob du so richtig bist. Möglicherweise hast du dich damit auseinandergesetzt, wie du dein Bild von dir oder gar dich selbst verändern kannst. Vielleicht hast du dich auch gefragt, ob es einen Sinn, ein Ziel, eine Bestimmung in deinem Leben gibt. Wie alles zusammen-hängt, wenn es überhaupt zusammenhängt. Wie du auf dich und das Leben einwirken kannst. Oder ob ein bewusstes Einwirken überhaupt möglich ist. Mir ging es ähnlich. Doch dann sind mir die Theorien der Quantenphysik begegnet. Sie haben mich einerseits verwirrt, konnten mir aber zugleich Antworten auf viele meiner Fragen geben. Auch wenn diese Theorien noch viele Fragen offenlassen, so haben sie für mich doch immer eine Verbindung zwischen den wissenschaftlichen und spirituellen Erklärungsversuchen dargestellt.

Die Welt der allerkleinsten Teilchen wirkte seltsam und schien fast konträr zu dem von mir vorher Erlebten und Gelernten zu sein. Da können Teilchen an zwei Orten gleichzeitig sein und über riesige Distanzen augenblicklich aufeinander einwirken. Das entsprach zunächst nicht meiner bisher erfahrenen Logik und ich konnte nur schwer verstehen, dass diese Teilchen anders als viele Gegenstände des Alltags auf etwas reagieren.

Die Quantenteilchen, die auch als Wellen und als Materie in Erscheinung treten, können nicht nur an mehreren Orten gleichzeitig sein, sondern auch mehrere Wege gleichzeitig nehmen. Wenn diese Teilchen beobachtet oder gemessen werden, dann entscheiden sie, wo sie sind, scheinbar völlig zufällig.

Das klingt alles kompliziert, unlogisch und entzieht sich deiner direkten Wahrnehmung, denn alles spielt sich in winzigen Dimensionen ab, die nicht sichtbar und erlebbar sind. Vielleicht kann man die Welt der Quantenteilchen nicht wirklich verstehen und muss sich daran einfach nur gewöhnen, so wie an die Elektrizität, die ich auch nicht gänzlich verstanden habe, doch akzeptiere und jeden Tag selbstverständlich nutze. Ohne die Erkenntnisse der Quantenphysik wären viele Errungenschaften wie Computer oder Lasertechnologie heute nicht möglich.

Die bahnbrechenden Erkenntnisse der Quantenphysik lassen sich eindrücklich mit dem 1802 durchgeführten Doppelspalt-Experiment von Thomas Young2 veranschaulichen. In diesem Experiment strahlt eine Lichtquelle auf ein Blech mit zwei Schlitzen. Nach den Annahmen der klassischen Physik von Isaac Newton3 müssten sich die Teilchen für einen Schlitz entscheiden und sich wie ein Strom aus Partikeln ihren Weg suchen. Erwartet wurden zwei Lichtstreifen auf einer dahinterliegenden Leinwand. Tatsächlich schien sich aber zu zeigen, dass Licht sich in Wellen bewegt und an Hindernissen gebeugt wird. Dort bilden sich dann neue kleinere, kreisförmige Wellenmuster. Es entstehen nicht nur zwei Streifen auf der angestrahlten Leinwand, sondern mehrere helle Streifen. Die gebogenen Lichtwellen haben sich vermutlich auf dem Weg zur Leinwand überschnitten und gebündelt. Dadurch entstehen weitere helle Streifen neben und zwischen den unmittelbaren Lichtstreifen. Um den Weg des Lichtes genauer nachvollziehen zu können, wurde anschließend der Versuch mit einem Elektronengewehr wiederholt. Statt eines Lichtstrahls wurden einzelne Elektronen durch die Schlitze abgefeuert, damit diese nicht an dem Hindernis gebrochen werden konnten. Aber auch hier bildeten sich nicht nur zwei Lichtstreifen an der Wand, sondern wieder zusätzliche helle Streifen. Ob die Elektronen ihre Richtung geändert haben, sich vereint und erneut Wellen gebildet haben, war nicht nachvollziehbar. Aus diesem Grund wurden an den Schlitzen Sensoren angebracht, um das Verhalten der Elektronen genauer untersuchen zu können und auf einmal entstanden die anfänglich erwarteten zwei Lichtstreifen auf der Leinwand. Die Elektronen haben also ihr Verhalten nach dem Einbau der Sensoren verändert. Das genaue Beobachten der Materie hat das Verhalten der Teilchen anscheinend beeinflusst.

Atome bestehen zu 99,9 Prozent aus leerem Raum. Materie besteht aus Atomen oder besser aus den noch kleineren subatomaren Teilchen und somit größtenteils aus leerem Raum. Wenn diese kleinsten Teilchen so gut wie keinen Inhalt haben, dann ist die Information über die Materie ausschlaggebend für ihre Form. Man könnte also zu dem Schluss kommen, dass alles, was du über die beobachtete Materie denkst oder glaubst zu wissen, die Materie auf bestimmte Art und Weise verändert. Das Wissen über die materielle Ausdrucksform ist somit wichtiger als die Materie selbst. Deine Gedanken und Erwartungen beeinflussen somit die Materie nicht nur, sondern lassen sie erst entstehen. Zunächst besteht für die subatomaren Teilchen eine Vielzahl an Wahrscheinlichkeiten und sie können zahlreiche Formen annehmen. Erst beim genauen Hinschauen und Ausrichten entsteht eine klare Ausdrucksform.

Es ist somit wichtig zu verstehen, dass die kleinsten Teilchen unserer Zellen aus primär sich in Bewegung befindlichen Atomen bestehen. Sie können jederzeit jegliche Formen annehmen, wirken aufeinander ein und befinden sich in stetiger Veränderung.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Quantenphysik lassen sich vereinfacht wie folgt zusammen-fassen:

- Die kleinsten messbaren Teilchen können zugleich Wellen und Materie sein.

- Sie können sich gleichzeitig an mehreren Orten aufhalten, sie bestehen als sogenannte Wahrscheinlichkeitswolken.

- Wenn sie beobachtet und gemessen werden, dann entscheiden sie sich erst für einen Ort und eine Form.

- Ein Teilchen kann mit einem anderen an einem weit entfernten Ort verankert sein und darauf einwirken.

- Wenn der Beobachter/die Beobachterin den Fokus auf diese Teilchen richtet, verändern sie sich, abhängig von den Gedanken, Erwartungen und Ausrichtung-en der Person

Auch wenn es schwerfällt, diese Theorien nachzuvollziehen, so sind sie doch wissenschaftlich hinreichend belegt und zeigen, dass du durch deinen Fokus die Energie, Bewegung und Ausrichtung von Teilchen und damit die daraus resultierende Materie verändern kannst.

Gott würfelt nicht. (Albert Einstein4)

Wenn Gott nicht würfelt, dann sollte alles so gewollt sein und nichts dem Zufall unterliegen? Die Quantenphysik erklärt heute, wie Materie entsteht. Der oder die subjektive Beobachter/in – du oder ich – lässt mit seinen/ihren Vorstellungen von der Welt die Welt erst entstehen. Alles, was du denkst, fühlst, erwartest und glaubst, beeinflusst die subatomaren Teilchen. Diese werden in Bewegung gesetzt und formatieren sich in bestimmter Art und Weise. Das Beobachten über einen gewissen Zeitraum lädt die kleinsten Teilchen energetisch auf und die subjektiv erlebte Materie entsteht. Zuvor handelt es sich lediglich um relative Wahrscheinlichkeiten, d. h., es gibt unzählig viele Möglichkeiten des materiellen Ausdrucks. Alle Zellen deines Körpers bestehen aus diesen kleinsten Teilchen, aber auch dein gesamtes Umfeld und natürlich auch alle Menschen und Situationen, die dich umgeben auf der gesamten Welt in diesem großartigen Universum.

Wenn alles den Gesetzen der Quantenphysik unterliegt, dann besteht folglich alles aus diesen kleinsten bisher messbaren Teilchen. Sie befinden sich permanent in Bewegung, können überall in jeglicher Form auftreten, aufeinander einwirken und vom Beobachter bzw. von der Beobachterin in ihrem endgültigen Ausdruck beeinflusst werden.

Du bestehst aus intelligenten Teilchen, die auch als Energie beschrieben werden können.

Wenn dein manifestierter Körper aus Energie besteht, dann ist alles ein Ergebnis energetischen Erschaffens – nicht nur dein Körper, sondern all deine Lebensumstände, Menschen, die dich umgeben, Gedanken, die du denkst, Gefühle, die du wahrnimmst, Träume, Vorstellungen … einfach alles! Wenn du auch noch den klassischen physikalischen Ansatz mit in Betracht ziehst, dann magst du dich vielleicht erinnern, dass Energie in unterschiedlichen Formen erscheinen kann und notwendig ist, um etwas in Bewegung zu setzen. Energie als physikalische Größe kann nicht verschwinden, sondern lediglich umgewandelt bzw. transformiert werden. Wärmeenergie kann beispielsweise Bewegungsenergie werden und umgekehrt.

Die Quantenphysik hat versucht, noch weiter ins Detail zu gehen und die Welt des Mikroorganismus in einzelnen Teilchen zu beschreiben. Diese Teilchen stellen sich nicht nur als unglaublich intelligent, sondern auch als Alleskönner dar.

Wenn dein Ursprung Energie (= lebendige Wirksamkeit, Kraft) ist, dann ist dies nicht nur in jeder deiner Zellen hinterlegt, sondern deine Zellen entspringen auch dieser Kraft. Die Zellen sind somit Teil dieser lebendigen Wirksamkeit, die in ihrer Ausdrucksform mannigfaltig variieren kann. Sie befinden sich im Feld der unbegrenzten Möglichkeiten oder sind gar dieses Feld. Dieses Feld kannst du im Sinne der Quantenphysik als Nullpunktfeld benennen oder es im religiösen Sinne als Gott, Shiva, Buddha, Prana, Chi oder Ähnliches bezeichnen. Der oder die Beobachter/in erschafft seine bzw. ihre subjektive Realität, das Beobachtete reagiert mit unendlich vielen Möglichkeiten, die sofort wieder veränderbar sind.

Wenn du das Entstehen deiner Realität mitbestimmst, dann ist es wichtig, darauf zu achten, was du beobachtest. Du hast immer die freie Wahl zu beobachten, was du möchtest, vorzugsweise etwas, was sich angenehm bzw. stimmig für dich anfühlt. Du hast nicht nur die Wahl zu beobachten, was du willst, sondern entscheidest auch mit deiner inneren Haltung – deinen Gedanken, Gefühlen und Vorstellungen – über die Ausdrucksform deines Lebens.

Wenn du also diesem Feld der unendlichen Möglichkeiten entspringst, in ihm bleibst und immer sein wirst, dann stellt sich nun die Frage, wie deine momentane energetische Signatur, dein momentanes Erleben entstanden ist. Wie bist du exakt diese Ausdrucksform des Lebens geworden, die du glaubst zu sein? Kannst du sie verändern? Und wenn ja, wie kannst du sie ändern?

Das eigene Original zu sein bedeutet, die eigene einzigartige Ausdrucksform im Feld der unbegrenzten Möglichkeiten anzunehmen.

Diese Ausdrucksform ist gekennzeichnet durch die absolute Stimmigkeit mit deinem Inneren und wird doch stetiger Veränderung unterliegen, denn Leben bedeutet Wachstum und somit in Bewegung zu bleiben.

1 Charles Darwin war ein britischer Naturforscher und Wissenschaftler (1809–1882).

2 Thomas Young war ein englischer Augenarzt und Physiker (1772–1829).

3 Isaac Newton war ein englischer Naturforscher (1643–1727).

4 Albert Einstein war ein deutscher Physiker (1879–1955).

KAPITEL 2

WORAN ERKENNE ICH, OB ICH MEIN ORIGINAL BIN, LEBE, KENNE?

Tatsächlich kommen du und ich als Original hier an, sind echt, haben das tiefe Wissen über unseren Ursprung in uns und sind vertraut mit den geistigen Gesetzen. Auf unserer irdischen Reise durch das Mensch-Sein wollen wir uns dann entwickeln bzw. ausdehnen. Doch irgendwie verlieren wir uns dabei im Laufe der Jahre. Wir vergessen, wer wir sind, woher wir kommen und warum wir existieren.

Kinder und besonders Babys haben ein großes Selbstverständnis. Sie scheinen sich frei und wohl in ihrem Körper zu fühlen. Sie schreien, wenn es ihnen gefällt, erwarten, dass ihre Wünsche sofort erfüllt werden, tun kund, wenn etwas nicht passend ist, und wollen es dann sofort passend machen bzw. gemacht haben. Sie können sich auch mühelos auf jeden Moment einstellen, leben bewusst oder auch unbewusst im Augenblick. Sie zeigen ihre Emotionen und wirken authentisch, weil sie in Verbindung mit ihrem Ursprung sind. Sie machen sich keine Sorgen, was andere über sie denken, wie sie aussehen, ob die Haare gut liegen, der Bauch zu dick ist oder ob sie etwas Unpassendes gesagt haben. Sie können sich gefühlte Ewigkeiten auf etwas fokussieren, immer wieder das Gleiche tun, Freude daran finden und ihre Emotionen ganz schnell, ohne Mühe und Verhaftet-Sein, jederzeit verändern. Sie halten nicht an kurzfristig unangenehm empfundenen Situationen fest, sondern streben immer wieder auf ihr Wohlbefinden zu. Das scheint ihr Hauptaugenmerk zu sein: Freude und Wohlergehen zu empfinden.