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Das Werk "Dein persönliches Potenzial" ist eine Anleitung zur Magie des Glücklichseins. Auf der Grundlage gezielter Bewusstseinsausrichtung als Selbst- und Weltsteuerung wird der Zugang dafür erläutert, sein Leben authentisch zu programmieren und glücklich zu leben. Zentraler Ansatzpunkt ist die Anleitung zum persönlichen Selbstentwurf des menschlichen Bewusstseins mit vielen Beispielen für die alltägliche Lebensausrichtung. Der Selbstentwurf des Menschen bestimmt die Wahrnehmung der Welt. Selbst und Welt gehen ineinander über. Ein Werk, welches trotz philosophischer Begriffe allgemein verständliche Schilderungen und Anleitungen zum Glücklichsein präsentiert. Es ist ein Werk, welches den Zusammenhang von Weltgeschehen und individueller Bewusstseinsarbeit auf neuer, wirksamer Verständnisgrundlage deutlich macht.
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Seitenzahl: 313
Veröffentlichungsjahr: 2021
Dieses Werk widme ich den Teilnehmern und Teilnehmerinnen meiner Seminare und Veranstaltungen. Sie haben mir durch ihr Feedback dazu verholfen und mich herausgefordert,mein Potenzial immer wieder zu erweitern.Danke!
Dr. Bernhard Lohmöller
Dein persönliches Potenzial
Anwendung der Philosophie des Glücks und derMagie des Glücklichseins
Die persönliche Urkraft als Hebel für eineneue Welt
Mit einem Vorwort
von Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Klaus Leitner
© 2021 Bernhard Lohmöller
Zeichnungen: Bernhard Lohmöller
Umschlaggestaltung, Illustration: Alice Lohmöller
Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-347-20318-1
Hardcover:
978-3-347-20319-8
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Die Kunst persönlicher Programmierung und reizvoller Lebensgestaltung
Das Potenzial des Ich’s im Glück bringt den Leser zu seiner persönlichen Erfolgsquelle; ist eine Programmierungsanleitung für ein glückliches Leben; erzeugt einen Motivationsschub für individuelle Lebensgestaltung.
Inhalt
Vorwort (von Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Klaus Leitner)
Einführung
I. Die Funktionsweise des menschlichen Geistes
II. Existenzstrategien
1. Selbstentwurf des menschlichen Bewusstseins
2. Philosophische kulturgeschichtliche Zusammenhänge
3. Der persönliche Identitätsentwurf
III. Unsere ursprüngliche Originalität
IV. Gezielte Ausrichtung unserer Bewusstseinsstruktur
V. Die Universalität des Menschen
VI. Unsere Ausgangssituation
VII. Der Sinn des Lebens
VIII. Dein Konzept
IX. Multidimensionale Raumgestaltung
X. Funktionsbereich der Wissenschaft
XI. Umgang mit der Welt als Umgang mit sich
XII. Dein Modell
Anhang
Vorwort
Als Kursteilnehmer lernte ich Dr. Bernhard Lohmöller vor über fünfundzwanzig Jahren kennen und schätzen. Seine Seminare faszinierten mich so, dass ich bei ihm die gesamte NLP-Ausbildung (Neurolinguistisches Programmieren) bis zum NLP-Lehrtrainer absolvierte. Danach erhielt ich das Angebot, einzelne Module seiner Ausbildungen zu übernehmen, was bis heute Bestand hat. Eine seiner großen Stärken ist es, Denkprozesse in jedem Einzelnen anzustoßen, um anschließend Lösungen und Lösungswege zu erarbeiten. Dies begegnet den Lesern auch in diesem Buch.
Eine der ersten Fragen, die mich am Beginn meiner Ausbildung beschäftigt hat, war: „Wie bekommt man den gerade vorhandenen Zustand hin?“ Das ist zugleich auch die zentrale Frage, der in diesem Buch nachgegangen wird. Wie bekommen wir das „Glücklichsein“ hin. Wie finden wir den Weg zum eigenen, ganz persönlichen Glück?
Der zentrale Ansatzpunkt dafür ist, dass wir mit unserem Denken den Weg für unser zukünftiges Leben aufbereiten und unsere Zukunft damit bestimmen. Gedanklich gehen wir unserem Lebensweg selbst voraus. Mit dieser Erkenntnis stehen wir vor der Wahl, eigene Modelle zu entwickeln oder Gedankenmodelle anderer zu übernehmen. Diese Gedankenmodelle werden im NLP auch als Landkarten bezeichnet. Dabei geht es um die Frage, ob wir Kapitän des eigenen Lebens sein wollen oder nur Passagier. Wie sich das eigene Leben entwickelt, liegt in der eigenen Hand und daher bei uns selbst.
Das große Anliegen von Dr. Lohmöller ist es, die Entschlossenheit aufzubringen und bewusst das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, um es selbst zu entwerfen und zu gestalten. Es wird Mut gemacht, der zu sein, der wir sind. Jeder hat die Freiheit dazu, da jeder für sich selbst zuständig ist. Dies können wir erreichen, indem wir die Perspektive wechseln, Lösungen als gegeben annehmen und diese ins „Jetzt“ transferieren. Dabei handelt es sich um eine bewährte Praxis, wie sie auch von einer Vielzahl von Sportlern eingesetzt wird, um den eigenen Zustand und die eigene Leistung zu verbessern. So visualisiert sich beispielsweise ein Leichtathlet vor dem Start den Zieleinlauf oder eine Langläuferin stellt sich bei einem steilen Anstieg einen leichtfüßigen Schrittwechsel vor. Mit den „Als-ob“-Gedanken, als ob man etwas schon erreicht hätte, wird ein gewünschtes Ergebnis gedanklich vorweggenommen. Dadurch verändert sich der eigene Zustand und alles, was darauf folgt.
Gehen Sie mit diesem Buch auf eine spannende Reise zu Ihrem ganz persönlichen Glück, zum Glücklichsein, zum Wohlbefinden oder anderen für Sie erstrebenswerten Lebenszuständen. Dieses Buch führt Sie zum eigenen „Ich“ und darüber hinaus. Gestalten Sie bewusst ihr eigenes Leben und nehmen Sie Einfluss auf die Geschehnisse, formen Sie Ihr Leben selbst.
Klagenfurt, September 2020
Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Klaus Leitner
Einführung
Wenn ich an die Ergebnisse dieser meiner Schrift für mich denke, an meine Erfahrungen und Erlebnisse, dann empfehle ich dir, dich als Leser schon mal vorweg auf diese und ähnliche Fragen einzustellen:
Wie komme ich in meinem Leben so zu mir selbst, dass ich weiß und spüre: „Genau das ist es, was ich innerlich sein und erleben möchte. Da bin ich ganz ich selbst! Das ist mein Zuhause. Hier wartet mein Potenzial!“
Wie schaffe ich es immer wieder, in einem guten Zustand meine Zuständigkeit zu aktivieren und zu behalten? Und wo beginnt meine Zuständigkeit?
Welchen Weg kann ich einschlagen, um „jenseitige Bereiche“ zu erforschen und zu erleben? Wie kann ich Zeitreisen, Lesen im Bewusstseinsfeld usw. lernen, wovon viele nur träumen? Wie und wo finde ich die Ebene, von der aus letztendliche Wirksamkeit aktiviert und gestaltet wird?
Wie kann ich mit einem guten Gewissen glücklich sein in einer Welt voller Gewalt und Leid? Wie kann ich umgehen mit Energien, die mich und die Welt belasten?
Wie komme ich an meine Philosophie heran, auch wenn ich wenige Kenntnisse habe von der Geschichte der Philosophie, von Philosophen und anderen Gelehrten? Wie kann ich meine Philosophie so erstellen, ausbauen und leben, dass sie mein Potenzial freilegt und immer mehr erweitert, auch für eine bessere Welt? Gibt es einen Weg oder gibt es Wege, die eigene Intuition auszubauen?
Welchen Zugang habe ich zur „Philosophie des Glücks“ und zur „Magie des Glücklichseins“, und wie kann ich einen solchen Zugang aktivieren?
Wie sieht das aus mit „Heilung“ und „Glück“: Kann ich mir und anderen so etwas vermitteln? Oder ist jeder in seinem Erleben „nur“ von sich selbst abhängig?
Meine Antwort, die ich dir anbiete und empfehle, formuliere ich so: Indem wir vom ursprünglichen Sein ausgehen, also von der Urenergie, von unserem inneren intuitiven Wissen, können wir jede Problemsituation, jede neue herausfordernde Situation, also immer alles, was uns betrifft und uns begegnet, so verändern, dass sich daraus neue, bessere Lösungen ergeben werden. Du wirst sehen, Glück ist Entscheidungssache. Und von deiner Philosophie hängt enorm viel ab! Lass dich von dir selbst überraschen. Dein Selbst wartet auf seinen eigenen Magier und Manager!
Angebote und Empfehlungen bieten den großen Vorteil, dass sie in aller Freiheit und Selbstverantwortlichkeit abgelehnt werden können. Und deine mögliche Ablehnung der obigen Antwort wäre trotzdem gleichzeitig eine ebenbürtige Umschreibung dieser meiner Antwort. Sie lautet: Deine Selbstverantwortlichkeit in aller Freiheit leben! Darum gehts!
Was ich dir also mit dieser Schrift präsentieren möchte, bietet für viele Lebensbereiche einen Lösungsansatz für authentisches Vorgehen:
sowohl für dich persönlich in deinem privaten Leben mit deinen Wünschen und Sehnsüchten, mit deinen Fragen und Problemen,
als auch für Situationen und Kontexte, in denen du mit anderen Personen „arbeitest“, trainierst, moderierst oder einfach lebst und wirkst,
als auch sogar für kulturelle, familiäre, zeitgeschichtliche Problemsituationen,
ja, sogar und zumal für das Schicksal unserer Welt!
Es wird darum gehen, Ursache zu sein für die Art und Filter deiner Wahrnehmung, deiner gefühlsmäßigen Reaktionen, für die Art deiner Sicht der Welt! Ja, Ursache sein für eine Veränderung der Welt, für eine Weiterentwicklung der Wirklichkeit, auch und zumal deiner eigenen.
Dein Potenzial besteht darin, Ursache zu sein!
Nimm vorweg diesen Hinweis: Es wird darum gehen, dir deine persönliche Philosophie bewusst zu erstellen, selbstbewusst auszurichten und dementsprechend zu erleben. Du erzeugst deine Realität, indem du deine Wirklichkeit bestimmst und dementsprechend erlebst. Wirklichkeit und Erleben gehen ineinander über. Und indem wir die Wirklichkeit durch sich selbst wahrnehmen, können wir schöpferisch sein.
Gerne spreche ich auch alle diejenigen an, die NLP kennengelernt haben. Mir geht es dabei nicht darum, das klassische NLP zu vertreten, wohl aber aus diesem Hintergrund heraus meinen Ansatz zu präsentieren. Schließlich hat dieser Kontext NLP mich die letzte Zeit begleitet und mir dazu verholfen, mein Konzept zu entwickeln und mehr und mehr zu leben. Genau sowie ich dir vorschlage, aus dem präsentierten Zusammenhang und deiner Reaktion darauf, dein eigenes Produkt zu entwerfen. Dafür brauchst du kein NLP studieren! Nutze deinen alten oder erschaff dir einen neuen Kontext! Eine neue Welt kann in ihrer Ausgestaltung so vielfältig sein, wie es Menschen gibt, die sich darauf einstellen.
Mir geht es darum, alle Menschen anzusprechen. Ich will es mal so präzisieren: Ich schreibe gerne für alle diejenigen, denen daran liegt, ihr persönliches Leben authentisch auszurichten, also selbstverantwortlich zu gestalten. Es geht um Authentizität und Selbstverantwortlichkeit in freier Kreativität und zuständiger Entscheidungsfreiheit. Eine solche individuelle Weiterentwicklung wird sich auswirken. Welt- und persönliche Lebensgestaltung gehen ineinander über. Ich möchte dir schon mal diese Erkenntnis und dieses Wissen formulieren: „Wir sind beteiligt an der Entwicklung unserer Welt.“
I. Die Funktionsweise des menschlichen Geistes
Ein Lösungsansatz für authentisches und selbstverantwortliches Umgehen mit uns und der Welt besteht darin, dass du dir als Kriterium, als Richtlinie für dein Wirken die Funktionsweise des menschlichen Geistes bewusst machst und gezielt anwendest.
Dieser Hinweis auf die Funktionsweise des menschlichen Geistes war für mich bei der Gründung der Europäischen Akademie für Angewandtes NLP (EAANLP) der hilfreiche Ansatz, eine Orientierung für „authentisches NLP“ zu thematisieren. Denn verschiedene NLP-Verbände beanspruchten in den 90er-Jahren für sich das „richtige NLP“, ohne jeweils Begründungen dafür zu liefern. Sie verwiesen lediglich auf die NLP-Begründer. Und diese, z. B. Bandler und Grinder, präsentierten beobachtete erfolgreiche Vorgehensweisen von Therapeuten. Der originäre Hintergrund der menschlichen geistigen Bewusstseinsausrichtung und das Anliegen ganzheitlicher Begründung als Grundlage effektiver Vorgehensweisen standen nicht zur Debatte. Die Europäische Akademie für Angewandtes NLP setzte sich das Ziel, „…die Funktionsweise des menschlichen Geistes im Zusammenspiel mit den geistigen Gesetzmäßigkeiten des Lebens für eine authentische menschliche Existenzverwirklichung bewusst handhabbar zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die geistigen Gesetzmäßigkeiten des Lebens erforscht, indem die Funktionsweise des menschlichen Geistes modellhaft aus den Beispielen menschlicher Wirkungsweisen herauskristallisiert wird. Damit ist ein Ansatzpunkt gefunden für eine gezielte Nutzung geistiger Energien im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Bildung und Weiterbildung, Kommunikation und Veränderung. Das ist die Grundlage für eine bewusste, friedvolle, ganzheitliche Entwicklung unserer Menschheit: Weltverwirklichung und Schaffung von Lebensqualität durch existenzielles Modellieren von solchem menschlichen Tun und von solchen Wirkungsbeispielen, die das Funktionieren des menschlichen Geistes widerspiegeln und ermöglichen. Das entspricht dem neuen Zeitgeist: Globalisierung durch radikal individualisierte Modellarbeit.“1
Die Funktionsweise des menschlichen Geistes dient mir jetzt also nicht nur als Kriterium für das Verständnis und die authentische Weiterentwicklung und Anwendung von NLP, sondern überhaupt als Ansatz und Kriterium für unsere Lebensausrichtung. Ich werde deutlich machen, was die Grundlage effektiver Methoden ist und was sie wirksam macht, wo unser ursprüngliches Potenzial liegt und wie wir es aktivieren können. Wenn du dir bewusst machst, wie wir in unserem geistigen Bewusstsein funktionieren, hast du das beste Kriterium für deine Persönlichkeitsentwicklung und Selbstentfaltung, auch für deinen Umgang in der Welt, ja sogar für deinen Umgang mit der Welt und für die Entwicklung der Welt. Wir werden sehen: Der Umgang mit der Welt und mit uns selbst hängen zusammen.
Nehmen wir als Richtlinie für unser Leben die Funktionsweise des menschlichen Geistes.
Keine Sorge, es wird nicht darum gehen, dass du „funktionierst“ im Sinn von brav und lieb sein! Es geht um die Grundlage deiner Freiheit und das Potenzial deiner Entwicklung. Denn dieser Ansatz versetzt dich nicht nur jenseits von allen Weltanschauungen, Wissenschaften und Institutionen, sondern ermöglicht dir gleichzeitig einen freien Umgang mit allen spirituellen oder geistigen Praktiken wie z. B. Yoga, Schamanismus, Christentum, Meditationen, Psychodrama, Aufstellungsarbeiten, Systempraktiken. Und dieser DEIN Umgang kann in seiner Kreativität und freien Verantwortlichkeit sogar eine Neuausrichtung aller dieser und anderer Geistesrichtungen sein. Und du hast sozusagen einen selbst erstellten Duden oder ein persönliches Lexikon an der Hand, um so verschiedene kluge Sprüche einordnen zu können wie z. B. „Alles ist möglich!“, „Sei ganz du selbst!“, „Wie oben, so unten!“, „Sei ganz im Jetzt!“, „Bleib auf dem Boden der Tatsachen!“, „Die Zeit heilt alle Wunden!“, „Angst ist der Grund für die Verstopfung im Bewusstsein!“, „Denk positiv!“. Kannst gerne alle Weisheitssprüche und klugen Sätze zu den obigen hinzufügen. Dieser dein Duden oder besser dein selbst erstelltes Lexikon wird allen Sprüchen eine bislang noch nicht aktivierte Bedeutung und Neuausrichtung verpassen und dir ein erweitertes Verständnis ermöglichen. Könntest deinen Duden auch so nennen: „Mein selbst erstelltes Lexikon!“. Oder „Meine eigene Landkarte!“. Oder „Mein persönliches Drivesystem“.
Es kann auch sinnvoll sein, dir schon mal vorweg solche Aussagen oder Themen bewusst zu machen und zu notieren, die für dich eine Frage darstellen. Wenn wir mit einer Frage an ein Thema herangehen, erzeugt dieser unser Blickwinkel einen schnelleren und praktischen Zugang. Durch die Formulierung einer Frage und die innere Ausrichtung auf sie aktivieren wir in unseren Gedanken eine Schwingungs- oder Energiestruktur, die in der Antwort wieder erscheint. Denken beginnt mit Antworten, könnte man sagen. Die Lösung präsentiert das Problem. Wir suchen Antworten, zu denen wir „Ja“ sagen können, weil der Schwingungszustand passt, also unseren Schwingungen und Gefühlen, unserer persönlichen Schwingungsnatur entspricht. Alle Weltanschauungen, alle Philosophien sind irgendwie Antworten. Indem wir die vorangehenden Fragen der betreffenden Autoren in den Blick nehmen und uns auf die entsprechenden Schwingungsstrukturen mit eigenen Fragen einstellen, erhalten wir einen klärenden Zugang zu den Ausführungen als Antwort auf unsere Fragen. Die Antworten sind Klärungen persönlicher Erlebniswelten und können helfen, unsere Probleme bewusst zu machen, um sie dann leichter zu lösen.
Wir suchen Antworten, zu denen wir „Ja“ sagen.
Also nimm dir doch die Zeit und formuliere für dich Fragen, auf die du Antworten suchst. So wirst du gezielter den Text lesen und dann sicherlich gleich konstruktiv umsetzen. Du erzeugst und findest deine Antworten! Du programmierst eine mentale Suchmaschine, dein geistiges Bewusstseinsfeld.
Und es könnte jetzt schon jemand fragen: „Ist denn die Funktionsweise des menschlichen Geistes auch ein Verständnishinweis für geistige Führer wie z. B. für Jesus und Siddhartha Gautama, genannt Buddha, und für andere spirituelle Persönlichkeiten auf der ganzen Welt?“ Ja, ist es! „Auch für Christus?“ Nein, denn „Christos“ ist schon eine weltanschauliche, institutionelle Qualifizierung einer Person, die zu einer Position erhoben wird. Ist schon Antwort. Antwort auf eine Frage, die ausgerichtet ist auf „Besonderes“. Antworten sind Ausschnitte, Interpretationen und haben beeinflussende Auswirkungen. So wurde auch die Wahrnehmung von Jesus programmiert und positioniert. Der „Gesalbte“ als Sonderfunktion, mit dem wir nicht auf Augenhöhe kommunizieren könnten. Nein, auf der Funktionsebene des menschlichen Geistes sind wir alle auf der gleichen Ebene! „Und wie sieht das aus für Personen, die sagen, dass sie mit einem bestimmten Auftrag, in einer bestimmten Funktion hier auf die Erde gekommen sind?“ Tja, behalten wir zuerst einmal nur im Kopf, dass sie das „selbst sagen“, also eine Antwort geben auf eigene Fragen.
Und ich möchte schon mal vorweg, als eine Art Zusammenfassung diesen Spruch als mögliche Antwort auf unsere Fragen formulieren: „Indem wir die grenzenlose Natur unseres geistigen Seins als unerschöpfliche Energiequelle voraussetzen, akzeptieren und bewusst erleben, haben wir durch diesen Kontakt zum schöpferischen Urgrund den Hebel für unser Potenzial und unser Glück. Ja, sogar den Hebel für eine neue Welt und darüber hinaus sogar für eine Neuinszenierung der Evolution.“ Wir sind schöpferisch tätig, indem wir die Richtung unserer Entwicklung selbst erfinden und immer wieder neu so ausrichten, wie wir es möchten. Sowohl unsere persönliche Entwicklung als auch die Entwicklung der Welt! Die beiden gehen ineinander über. Auch wenn und indem wir vorangehen.
Diesen Zusammenhang werden wir uns anschauen. Dieses Gebiet reizt mich!
Also worum geht es in der Funktionsweise des menschlichen Geistes?
• Die Landkarte ist nicht das Gebiet.
Als hinführende Metapher können wir diesen Grundsatz betrachten: „Die Landkarte ist nicht das Gebiet!“ Und halten wir uns gleich schon mal diesen Anspruch vor Augen: „Machen wir uns das erahnte Gebiet zu unserer Landschaft! Ja, lasst uns das erahnte Gebiet zu unserer Landschaft machen, damit wir durch sie unsere Wirklichkeit erleben.“ Und für ein solches Erleben brauchen wir dann die passende Landkarte! So können wir unsere Felder bearbeiten.
Was ist damit gemeint?
Wir wollen zuerst einmal schauen, was Landkarte in diesem Zusammenhang bedeuten kann.
Sehen wir es so: Alle Weltanschauungen, Philosophien, Religionen, Modelle und Wissenschaften sind Landkarten. Sind Denkmodelle. Sie sind erstellt. Damit kann man arbeiten. Da gibt es kürzere und längere Wege, um zu seinem Erfolg zu gelangen. Da kann man diskutieren. Da gibt es aus der jeweiligen Perspektive richtig und falsch, gut und böse, Recht und Unrecht, Wahrheit und Täuschung. Dann gibts da die persönlichen Landkarten. Sie sind Modelle, Überlegungen und Diskussionen, Erinnerungen und Fantasien, Denkstrukturen und Meinungen, in denen wir uns bewegen, die für uns natürlicher Kontext sind und entsprechend dem Kontext uns oft sogar wie wirklich, wie vorgegebene Realität erscheinen und dementsprechend wirken. Und wir wissen, dass wir nicht nur in einem äußeren, situativen Kontext leben, wie z. B. in unserem privaten Leben und in unserem Job, sondern auch in dem unserer vielen Erfahrungen, unserer Programmierungen, unserer geistigen und genetischen Prägungen und weltanschaulichen Selbstverständlichkeiten. Viele dieser Kontexte sind über Jahrhunderte, ja über Jahrtausende geprägt. Manche Kontexte sind uns ziemlich auf die Haut geschrieben und eingebrannt. Der Prozess unserer Entwicklung und unserer Herkunft mit seinen wirksamen, also in dem Sinn erfolgreichen Strategien gehört zu uns, wie Zellen zum Körper gehören. In unserem Zellbewusstsein besitzen wir ein eingeprägtes, abgespeichertes Sammelbecken vieler Erfahrungen und Prägungen, die unseren persönlichen Werdegang begleiten und unser Erleben beeinflussen. Dieses körperlich beheimatete Bewusstsein regelt und automatisiert nicht nur die vielen Programmierungen unserer körperlichen Prozesse wie z. B. Atmung, Blutkreislauf, Herzschlag usw. Darüber hinaus werden unser Selbstbild und unser Selbstmodell geprägt und gestaltet von diesen übernommenen, angesammelten und von uns persönlich ausgerichteten Erfahrungen. Selbstbild und Weltbild haben wir uns angeeignet. Wir sind mit unseren Sinnen mehr oder weniger dabei. Oft wirkt der Kontext unseres Lebens – Kontext auch im Sinn unserer mehr-tausendjährigen Erfahrungen – so stark, dass wir wissen sollten, dass diese “persönlichen Gedanken”, dieses “sichere Wissen” tatsächlich von außen kommen, selbst wenn wir spontan davon ausgehen, dass unser Denken doch wohl unsere eigene Sache ist. Unser Zellbewusstsein spiegelt unsere Beziehung zum ganzen Kosmos. Und der Kosmos beinhaltet Strukturen, an denen wir beteiligt sind und zu denen wir Zugang haben, jeder von uns auf seine Art und Weise. Unsere Sinne “funktionieren” recht gerne im Sinn des “Bekannten”, “Gewussten” und “Selbstverständlichen”. Und dieses unser “Selbstverständnis” wird auf Zusammenhänge bezogen, die dem Selbst von außen vorgespiegelt werden. Solche Kontexte gesellschaftlicher oder weltanschaulicher Selbstverständlichkeiten können also langfristig geprägt sein oder auch aktuell entsprechend den gerade gemachten Erfahrungen. Und viele, sogar die meisten dieser Kontexte sind uns absolut nicht bewusst. Aber sie wirken trotzdem! Es sind Landschaften von übernommenen Landkarten, die uns mehr oder weniger automatisch den Weg vorgeben könnten, wenn wir es zulassen.
Und was ist dein Kontext gerade jetzt beim Lesen? Welche Landkarte hast du aktiviert? Welche wählst du oder welche spreche ich gerade bei dir an? Manchmal fühlen wir uns angesprochen, weil eine Landkarte reagiert. Ohne Landkarte wäre Lesen wie Lachen ohne Grund! Und du merkst, wenn du deine aktuelle Landkarte bewusst machen möchtest, müsstest du kurz aussteigen, innehalten und Selbstwahrnehmung betreiben. Sonst schaltet die Landkarte auf Automatik. Und dann ist es fraglich, ob sie dein Gebiet spiegelt. Genau deshalb ist es ja sinnvoll, mit solchen Fragen an ein Thema heranzugehen, die einen selbst interessieren. Also gezielt zu suchen, um seine eigenen Antworten zu finden. Selbstwahrnehmung aus dem Abstand heraus wird ein wichtiges Thema sein, um zu klären, um welche Wirklichkeit es geht und wie wir Wirklichkeit erzeugen.
Ja, wir behandeln und erleben unsere Landkarten und Kontexte meistens, als seien sie Wirklichkeit. Als seien sie unsere Wirklichkeit. Das gilt zumal für unsere vielen Denkprogramme, die wir oft gar nicht mehr bewusst aktivieren und deren wir uns gar nicht mehr bewusst sind. Und manchmal betrachten und erleben wir unsere Landkarten, als hätten sie das Sagen und seien die Gebrauchsanleitung fürs Leben. Und genau deshalb geht es darum, den Zusammenhang unserer Landkarten mit dem Gebiet zu klären! Es geht um unsere Zuständigkeit. Es geht um unsere persönliche Anleitung für authentisches Leben.
Also seien wir uns bewusst: Unsere Landkarten sind nicht das Gebiet. Aber sie haben damit zu tun! Natürlich brauchen wir sie. Es sei denn, wir sind zu Hause und wollen nicht mehr aus dem Haus gehen! Doch von hier aus, von zu Hause aus wird es reizvoll sein, bewusst unsere Landkarte zu erstellen, unsere Wirklichkeit zu konzipieren und zu initiieren. Ja, und dann wird es darum gehen, unser wahrgenommenes Zuhause zu unserer Landschaft zu machen, um sie als unsere selbst entworfene Wirklichkeit zu leben und zu erleben.
Durch die Art unserer Landkarten erzeugen und erleben wir unsere Welt entweder als glückliche Zustände und reizvolle Zusammenhänge oder auch als leidvolle Erlebnisse und Erfahrungen. Also unsere Landkarten sind unsere Werkzeuge, mit denen wir meistens arbeiten und welche wir auch immer wieder verfeinern oder verändern können entsprechend dem wissenschaftlichen oder weltanschaulichen Hintergrund, entsprechend dem persönlichen Entwicklungsstand und der aktuellen Bewusstseinsausrichtung. Und wir möchten uns doch immer weiterentwickeln, richtig? Also arbeiten wir erst einmal an unseren Landkarten. Sie vermitteln unsere Wirklichkeit, das Erleben unserer Welt. Wir richten also unser Denken erst einmal auf diese vielen vorgegebenen Antworten aus.
Bevor du dich schlafen legst, mach dir bewusst, ob du zu Hause bist!
Doch was machen wir, wenn uns viele unserer Landkarten gar nicht bewusst sind? Und wenn wir über Änderungen unserer bewussten Landkarten bisher keine Lösungen bzw. kein Glück erzeugt haben. Dann steht ein anderer Weg, eine andere Lösung an. Dann gehts darum, zum „Gebiet“ zu wechseln, um zum einen die Landkarten noch einmal überprüfen zu können, sie eventuell neu auszurichten und über neue Landschaftsbeschreibungen die Wege vielleicht wieder gangbar und reizvoll zu machen; oder eben neue Wege zu finden; und zum anderen vielleicht sogar den bislang gar nicht bewussten Landkarten „adieu“ zu sagen. Dafür sind wir zuständig. Da bewegen wir uns sogar oberhalb jenseits der Wissenschaften. Da sind wir selbst gefragt. Da beginnen wir mit unseren selbst gestellten Fragen und nicht mit den vorgegebenen wissenschaftlichen Antworten.
Ohne Landkarte werden wir nicht auskommen. Doch die Unterscheidung zum Gebiet ist angebracht und ausschlaggebend für die Art unseres Lebens! Lachen ohne Grund hat auch seinen Hintergrund und seinen Reiz. Vielleicht hats was mit Glück zu tun? Brauchen wir einen Grund fürs Glücklichsein? Wir werden sehen. Wenn du zu Hause bist, darfst du dich entspannen und kannst allen aufgesetzten Schmuck ablegen!
Unsere selbst erstellten Landkarten haben ihr wirksames Fundament im Gebiet. Was heißt das konkret für uns? Was ist unser „Gebiet“? Wohin müssen wir also wechseln, um unsere Zuständigkeit zu behalten oder wieder zu erlangen? Wie können wir unser Leben, z. B. ganz konkret sogar unser Zellbewusstsein, ausrichten entsprechend unseren eigenen Vorstellungen, z. B. in Richtung Gesundheit und Glück?
Wir müssen uns dorthin bewegen, wo wir wohnen, wo wir daheim sind. Genauer gesagt, wo wir bei uns sind, jenseits unserer Formulierungen, unserer Glaubenssätze, unserer genannten Werte, unserer Weltanschauungen und Überzeugungen. Sogar jenseits unserer geprägten Identitäten, unserer persönlichen Geschichte; ja sogar jenseits unserer kulturellen, geistigen und genetischen Geschichte. Jenseits all dessen, was wir kennen und vor Augen haben können. Jenseits all dessen, was wir als objektiv betrachten und uns subjektiv vor Augen halten. Jenseits von gut und böse, von richtig und falsch. Jenseits unseres Zellbewusstseins mit seinen eingespeicherten Prägungen und Schwingungsmustern. Jenseits unserer bekannten Bewertungen, kognitiven Selbstverständlichkeiten, emotionalen Erlebnisstrukturen und eingeprägten Verhaltensregeln, die wir „intus“ haben.
Also jenseits der vielen Landkarten, die man uns in den Bücherschrank unseres Gehirns gestellt hat und welche wir pflegen und studieren oder noch nicht verbrannt haben.
Wir müssen uns dorthin bewegen, wo wir zu Hause sind!
Wui! Das ist also ein ganz schön starker Anspruch, um den es geht. Soll mein Gebiet also auch jenseits meiner Persönlichkeit sein? Jenseits meiner Identität?
Ja, soll es! Ist es!
Wie komme ich zu meinem Gebiet?
Schauen wir zuerst einmal, mit welchem Verhalten wir uns denn dieser Ebene, die unser Gebiet ausmacht, nähern können. Um welchen Anspruch es also geht.
Wenn es darum geht, äußere Gesetzmäßigkeiten aufzudecken, sind wir Handlanger, Handwerker, Angestellte, Arbeiter, die den Lebensraum aufbauen. Zum Beispiel auch Wissenschaftler, die alles verstehen und überprüfen möchten. Die die Funktionsweise unserer kosmischen Wirklichkeit aufklären und das Zellbewusstsein analysieren sollen.
Wenn wir innere Gesetzmäßigkeiten aufdecken, sind wir Teilnehmer, Eigentümer, Besitzer, Familienmitglieder, sind wir daheim.
Wenn wir uns dem Gebiet nähern wollen, müssen wir uns auf die inneren Gesetzmäßigkeiten einstellen. Unser Zuhause in den Blick nehmen. Besser gesagt, von zu Hause aus agieren. Klären, welche Zuständigkeit und Verantwortlichkeit uns eigen ist.
Die Fragen, auf die wir Antworten suchen, richten wir an uns selbst!
Denken wir also an die Ebene, auf der jemand daheim ist, letztlich zuständig ist – für die Wahl seiner Glaubenssätze, seiner Werte, seiner Philosophie und Überzeugungen; zuständig für die Prägung seiner Persönlichkeit; für die Prägung und Neuprägung seiner Geschichte. Zuständig für die Art seines Daseins. Und das nicht nur zu besonderen Gelegenheiten, sondern in jedem Augenblick. Wir können gut und gerne die Hinweise aus dem klassischen NLP für uns in diesem Sinn verstehen: „Du bist zuständig!“. „Du bist zuständig für deine Zustände!“ „Jeder ist für sich zuständig!“ Oder nehmen wir dieses ansprechende und wirksame Motto: „Wenn du nicht erreichst, was du willst, verändere das, was du gerade tust!“ Da ist also Beobachtung angesagt! Schau genau, wie du mit dir und deinem Kontext umgehst. „Also kläre deine Ziele und beobachte, ob du dich durch dein Verhalten dem Ziel näherst oder nicht. Wenn nicht, tu etwas anderes!“ Ja, solche Sprüche weisen in Richtung Gebiet. In ihnen haben wir den Hinweis, wie wir unsere Landkarten ausrichten und mit ihnen arbeiten können. Zielarbeit, Beobachtungstraining und persönliche Identitätsausrichtung sind Landkartenarbeit, die wir von zu Hause aus unternehmen. Genau dafür sind wir zuständig. Da geht es um innere Gesetzmäßigkeit. Die Zuständigkeit liegt beim Gebiet.
Unser Gebiet ist also gekoppelt und vielleicht sogar gleichzusetzen mit unserer Zuständigkeit. Richtig, unsere Zuständigkeit jenseits unserer Persönlichkeit und jenseits unserer Identität ist gefragt. Um sie geht es! Sie ist unsere ursprüngliche Quelle. Bei ihr sind wir zu Hause. Dort pocht unser Potenzial. Von da aus können wir unsere Strukturen bis hin zu unserem Zellbewusstsein und unseren Mentalfeldstrukturen neu prägen und unsere Wirklichkeit neu ausrichten.
Unsere Zuständigkeit ist unser Gebiet. Unser Gebiet ist unsere Zuständigkeit.
Wir kennen aus unserer Arbeit einige Vorgehensweisen, in denen diese Ebene sogar direkt aktiviert wird. Denk z. B. an diese klassischen NLP-Methoden: Die Veränderung und Neuprägung der persönlichen Lebensgeschichte; oder denk an die so genannte Kernarbeit und die vielen Varianten von Problemlösungsstrategien. Die Frage ist, worin genau haben sie ihre wirksame Ausgangsbasis? Wo und was ist ihr letztendlicher Wirkungsfaktor? Welches ist das Potenzial, wodurch Neuprägung ermöglicht wird? Auf welche Ebene, auf welches Gebiet müssen wir also gehen? Wenn ich sage: „Dorthin, wo du ganz du selbst bist!“, hört sich das sicherlich gut an. Doch was ist darunter zu verstehen? Welcher Ort, welches Geschehen ist gemeint? Wo und wie kann ich „ganz ich selbst sein“ jenseits meiner Persönlichkeit und Identität? Das hört sich ja an, als sollte ich mich aufgeben, um ganz ich selbst zu sein. Soll ich das etwa? Wie kann ich das verstehen? Was sagen uns z. B. die NLP’ler dazu?
• Der Klient bringt die Lösung.
Um diese Ebene in ihrem Ressourcenpotenzial aufzudecken oder zu aktivieren, vertreten die NLP – Begründer keine Philosophie, stellen sich auf keine weltanschauliche Position und setzen also kein rationales oder geisteswissenschaftliches System voraus. Ihr Ansatz ist vielmehr, sich ganz und gar auf den Klienten einzustellen.
Ein etwas allgemein formulierter und gleichzeitig sehr bedeutsamer und konkreter Hinweis. Den nutzen wir in unserem Sinn. Ich will das erläutern.
Der Klient bringt die Lösung. Er hat die Lösung in sich, wenn auch eben nicht bewusst. Er selbst ist irgendwie das Lösungspotenzial, der Raum, das Gebiet als Quelle für Lösung.
Nun geht es uns ja nicht nur darum, mit Klienten zu arbeiten, es sei denn, und das sollten wir gerne tun, wir nehmen uns selbst als unsere Klienten! Also verallgemeinern wir ruhig diesen Ansatz: Wir sind die Klienten. Also wir bringen die Lösung. Wir haben die Lösung. Wir sind irgendwie selbst letztendlicher Lösungsfaktor für unser Leben, für unsere Zuständigkeit.
So wie die klassischen Klienten haben wir die Lösung nicht als Wissen, nicht als Strategie, also auch nicht als Landkarte, sondern wir „haben“ sie irgendwie in unserer Persönlichkeit, in unserem Bewusstsein, in unserer Existenz. Dies ist der Hinweis auf das Gebiet. Also wie sind wir das Gebiet? Wir leben auf jeden Fall dieses unser Gebiet als pochendes Potenzial für die Gestaltung unserer Landschaft. Und wie gesagt, manchmal bedarf die Art und Weise dieser unserer Landschaftsgestaltung eine neue Perspektive, eine Gestaltung, mit der wir uns identifizieren können. Eine Neuausrichtung unserer Wirklichkeit. Oft eine Umprogrammierung des automatisierten Zellbewusstseins. Also müssen wir zum Gebiet wechseln, um von hier aus zu programmieren und neue Perspektiven zu entwerfen.
Wir leben unser Gebiet als pochendes Potenzial für die Gestaltung unserer Landschaft.
Und wir selbst als Eigentümer wollen und sollen die Designer und Architekten sein und gleichzeitig die Handlanger, um die neue Perspektive auch umzusetzen und zu gestalten.
Also lasst uns ab jetzt nicht mehr sagen, wir „haben“ die Lösung, sondern vielmehr wir „sind“ die Lösung in unserem geistigen Lebensdynamismus, in der Art, wie unser geistiges Bewusstsein, unser geistiges Selbst funktioniert. Wir sind die Lösung in der Art und Weise, wie wir unser Gebiet als reizvolle Landschaft gestalten können und uns selbst als Energie erleben. Wie wir unsere Persönlichkeit und Identität erschaffen! Wir sind das Lösungspotenzial in unserem geistigen Bewusstsein als unser geistiges Bewusstsein, indem wir es bewusst gestalten und leben. Das ist unsere Zuständigkeit. So sind wir unser so oder so funktionierendes Gebiet. Das ist unser Gebiet als Lösungspotenzial mit seiner inneren Gesetzmäßigkeit.
Wir sind das Lösungspotenzial in unserem geistigen Bewusstsein, als unser geistiges Bewusstsein in der Art und Weise, wie es funktioniert.
Dies ist also das Thema der Funktionsweise des menschlichen Geistes.
Interessant: Wir entdecken uns als „funktionierend“, als zuständige funktionierende Ebene. Wir werden also wohl unterscheiden müssen zwischen unserer Funktionsweise und dem Selbst, welches funktioniert und die Funktion handhabt. Erst der Einblick in das Wissen um die Funktionsweise unseres Selbst ermöglicht den freien, verantwortlichen Umgang mit ihm. Das ist wie bei einer Maschine: Wenn ich ihre Funktionsweise kenne, kann ich sie steuern und zielgerecht einsetzen. Und diese, diese unsere Maschine sind wir selbst! Oh ja, unsere freie Verantwortlichkeit ist eine Funktion, die wir selbst steuern können und sogar selbst sind. Da ist unsere Entscheidung auch angesprochen. Wir sind, was wir entscheiden zu sein. Wir können nicht nur unser Zellbewusstsein neu ausrichten und steuern. Unsere Bewusstseinsebenen sind uns nicht einfach vorgegeben. Wir sind, was wir entscheiden zu sein und gestalten dadurch auch in kreativer, schöpferischer und verantwortlicher Art und Weise unser Leben und das Weltgeschehen. Selbst und Welt gehen ineinander über!
Wir sind, was wir entscheiden zu sein.
Diese angesprochene Ebene gilt es also genauer in den Blick zu nehmen, um zu wissen, wo genau und was der Ansatz ist für unsere authentische Lebensausrichtung und Weltgestaltung. Inwiefern wir also in der Funktionsweise des menschlichen Geistes unser Kriterium besitzen für die Gestaltung unseres Lebens.
Selbst und Welt gehen ineinander über!
Also werden wir noch genauer hinschauen, wie denn dieses unser ursprüngliches Selbst, wie unser geistiges Bewusstsein funktioniert. Wie wir mit ihm Lösungen finden und erzeugen können.
Also noch einmal: Wie funktioniert denn unser geistiges Bewusstsein?
• Perspektivenwechsel.
Tja, wir möchten mit unserem Bewusstsein klären, wie Bewusstsein funktioniert! Geht das? Kann ein Dichter klären, wie er Gedichte macht? Ein Künstler, wie er sein Bild produziert? Ein Sportler, wie er seine Energie einsetzt? Wir können sie beobachten, und sie können sich selbst in ihrer Kreativität und Spontaneität beobachten. Das geht. Und da kann ihnen die Wissenschaft sicherlich helfen. Nur es ist eine Wahrnehmungsposition von außen. Ein Geschäftsmann kann erläutern, wie er seine Geschäfte macht, welche Strategien er anwendet. Er kann es von außen betrachten und erläutern, indem er aus der Distanz heraus die Vorgehensweisen beobachtet, beschreibt, konzipiert und plant. Er kann sich coachen lassen oder sich selbst coachen, um aus dem Abstand heraus aus Problemen neue Lösungen zu produzieren. Problemsituationen kann er dafür nutzen, sich weiter zu entwickeln und Fortschritte zu erzielen. Und so gibt es viele Wege und Strukturen, die er und jeder von uns aktivieren kann, um seine Ziele zu erreichen und seine Landschaft zu gestalten. Er kann sich z. B über die so genannten „Logischen Ebenen“ den Zusammenhang klar machen zwischen seiner Vision, seiner Identität, seinen Werten und Überzeugungen, um seine Ziele dann strategisch im Rahmen seiner Fähigkeiten und des entsprechenden Kontextes anzugehen. Eine solche strategische Klärung seiner Vorgehensweise kann dazu führen, dass er sogar seine Identität neu ausrichtet. Sich eine neue Landkarte erstellt.
Aus dem Abstand heraus können wir aus Problemen Lösungen produzieren.
Diesen Perspektivenwechsel, den er also einnehmen kann, um mehr Lebensqualität zu erzeugen, nehmen wir als Anregung auch erst einmal so vorzugehen: Wir können aussteigen, uns distanzieren, den Atem anhalten, unsere spontanen Gedanken und Reaktionen suspendieren oder in der Schwebe halten. Was heißt das? Um zu wissen, wie unser Bewusstsein funktioniert, werden wir also erst einmal aus unserem Tages- und Erfahrungsbewusstsein aussteigen und uns die Freiheit nehmen, dort anzusetzen, wo wir noch nicht in diesem unserem Alltagsbewusstsein geankert und oft blockiert sind. Wo wir noch keine fixierte Landkarte haben oder sie nicht das Sagen hat. Also noch unabhängig sind von allen persönlichen, mentalen, genetischen und kulturhistorischen Prägungen, Mustern und Selbstverständlichkeiten. Auch unabhängig von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Hinweisen und dementsprechenden kulturgeschichtlichen Lösungen. Ja, sogar noch jenseits unserer Persönlichkeit und Identität.
Funktioniert ein solches Aussteigen? Können wir uns selbst auf dieser Ebene beobachten? Schauen wir mal. Lasst uns erst einmal „so tun als ob“ das geht. Nein, nicht „so tun, als ob das ginge“, sondern „so tun, als ob das geht!“ Also gehen wir es erst einmal tatsächlich an! Wir aktivieren sogar wörtlich eine andere Sicht. Nehmen eine andere Perspektive ein und fragen uns, wie wir sie erleben, ob oder wie wir noch da sind, auch jenseits von Identität und Persönlichkeit. Auch jenseits unserer alltäglichen leiblich-seelischen Wahrnehmung.
So tun, als ob das geht.
Ja, wir merken sicherlich, dass andere Formulierungen uns schon anders ausrichten! Es mag etwas ungewohnt sein, unsere Grammatik zu überspringen und in dem Sinn ungewohnte Formulierungen zu gebrauchen. „So tun, als ob das geht!“ Doch wir können uns auch bewusst machen, dass Regeln der Grammatik nur unsere bekannte Struktur widerspiegeln oder übersetzen. Und wenn wir aussteigen und eine andere Perspektive einnehmen, dürfen wir uns nicht durch alt gewohnte Muster und Prägungen begrenzen. Die Strukturen, in denen wir leben, sind keine Wesensausrichtungen, sondern produzierte Formen, die immer wieder neu ausgerichtet werden können entsprechend unserem Entwicklungsstand, entsprechend unserer Bewusstheit und unserer persönlichen Verantwortlichkeit. Entsprechend unserer Wahrnehmung und Entscheidung. Sind unsere Landkarten. Sind nicht das Gebiet.
Die Strukturen, in denen wir leben, sind produzierte Formen.
Also stell dir vor, wir nehmen uns die Freiheit und die Zeit, aus dem Alltag auszusteigen, in Ruhe und Achtsamkeit alle Gedanken und inneren Kommentare auszuschalten, Erinnerungen und Fantasien wegzutun, um die Gegenwart und den Augenblick bewusst zu erleben. Einfach nur wahrnehmen. Achtsam sein. Und wir merken, schließlich sind wir hellwach und bleiben auch bitte hellwach, dass unser Bewusstsein immer noch da ist. Dass wir uns also mit „etwas“ Übung tatsächlich als Bewusstsein erleben, uns als Bewusstsein wahrnehmen.
Was ist mit dieser Perspektive? Gehört sie zu uns? Ist sie ungewohnt? Kennen wir sie aus unserem Leben? Erleben wir sie in unserer Meditation? Welche Erfahrungen haben wir mit ihr?
Interessant ist der Blick in die verschiedenen Kulturgeschichten, in denen diese Übung und diese Methode praktiziert und als spirituelle Lösung proklamiert werden. Und es kommt immer wieder der reizvolle Hinweis: „Vergiss erst einmal alles, was du weißt und man dir beigebracht hat! Die Lösung hast du eh selbst in dir drin! Bleib einfach nur bewusst!“
Wir können uns als Bewusstsein erleben.
Was heißt da also „üben“? Um welche Erfahrung geht es? Und was heißt da „Lösung“? Wie kann ich üben, mich bewusst als Lösung oder als Lösungspotenzial zu erleben?
Diese Frage gehen wir jetzt an.
Wie gehen wir vor, um solche Erfahrungen selbst zu machen, uns also selbst als Bewusstsein zu erleben und dadurch offen und bereit sind für Lösung? Worauf müssen wir uns dann einstellen? Welche Erfahrungen suchen wir und welche stehen uns dann zur Verfügung? Ist es eine Sache der Entscheidung oder des Trainings? Wie lange dauert diese Übung? Sekunden? Stunden? Tage? Monate? Jahre? Jahrzehnte? Jahrhunderte? Lebenslang? Auf jeden Fall gibt es viele Beispiele, Beschreibungen und Hinweise für diesen originären Bewusstseinsprozess als Anleitung für unser Lösungspotenzial.
Die Lösung hast du eh selbst in dir drin!
Also nimm bitte auch dich selbst mit deiner eigenen bewussten Wahrnehmung deiner selbst als Beispiel und Wissen: Du kannst aussteigen, sozusagen den Atem anhalten, Abstand zu dir nehmen, und bleibst trotzdem bewusst. Tu so, als wenn’s wirklich um dich geht. Ja genau, es geht um dich! Eine frei wählbare Perspektive, die du bist. Das ist ähnlich wie mit unserer bewusst eingenommenen Metaposition oder der Beobachterrolle in Aufstellungsarbeiten. Wir lassen unsere Identität und Persönlichkeit außen vor und nehmen einfach so, ohne sie wahr. Als wenn es sie nicht gäbe! Eine Art „Als-ob-Methode“. Dieser Abstand ermöglicht uns eine andere Perspektive, eine neue Sicht auf etwas, was uns vorher unsichtbar und wie selbstverständlich war. Ja, wir können uns sogar ein Bild von unserer Identität und Persönlichkeit machen, sie aus dem Abstand wahrnehmen und uns bewusst machen. Und wir können uns bewusst machen, nicht nur, wie wir unsere Identität und Persönlichkeit erzeugen, sondern sogar, dass wir jenseits von Identität und Persönlichkeit da sind und Bewusstsein erleben. Als Selbstbeobachter haben wir ganz schön was drauf!
Wir lassen Identität und Persönlichkeit außen vor und nehmen einfach so, ohne sie wahr.
Ja, die „Als – ob – Methode“ zusammen mit dem Perspektivenwechsel hat Fundament! Sie gehört irgendwie zu uns. Sie wird uns weiterhin beschäftigen.
Lasst uns die Art dieser Wahrnehmung etwas genauer betrachten. Es ist eine spezielle Art von Wahrnehmung, die uns so „auf den Leib geschrieben ist“, dass wir sie eher unbewusst erleben und „wissen“ oder „kennen“, statt sie bewusst zu aktivieren und zu erfahren. Und zumal kann es ungewohnt sein, das Potenzial zu nutzen, welches mit dieser Art Wahrnehmung gekoppelt ist. Also WIE wir diese Wahrnehmung aktivieren und uns programmieren. Welcher Entscheidungsfreiraum und welcher Wirkungsbereich damit gekoppelt sind. Wie unsere Verantwortlichkeit dort pulsiert.
