Denunziation - Bandi - E-Book

Denunziation E-Book

Bandi

0,0
10,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Bandi ist das Pseudonym des ersten literarischen Dissidenten aus Nordkorea. Sein Buch ist die Sammlung von sieben Geschichten, die in den Neunziger Jahren geschrieben wurden und erst jetzt unter riskanten Umständen aus dem Land gelangt sind. In schlichter Poesie und mit feinem Sinn für Humor erzählt der Autor von einem Leben, das vom totalitären Regime durchdrungen ist. Da ist der junge Bauer, dem die nötige Reisegenehmigung fehlt, um seine sterbende Mutter in einer nahen Provinz zu besuchen. Und die Ehe eines jungen Ingenieurs zerbricht an den vererblichen Hierarchien. Der Autor der Geschichten klagt an, macht keinen Hehl aus seiner Wut auf das Regime. »Denunziation« ist ein einzigartiger Blick in ein abgeschottetes Land und ein so mutiges wie beeindruckendes Stück Literatur.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Mehr über unsere Autoren und Bücher:

www.piper.de/literatur

Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel »고발« bei Chogapje.com, Seoul.

Aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee

ISBN 978-3-492-96591-0Mai 2017Copyright © 2014 by Bandi© der deutschsprachigen Ausgabe:Piper Verlag GmbH, München 2017Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, MünchenCovergestaltung: Kornelia RumbergCovermotiv: Eric Lafforgue / Getty Images

Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.

VORWORT

THOMAS REICHARTLeiter des ZDF-Studios Ostasienin Peking

Nordkorea ist ein rätselhaftes Land, das sich vom Rest der Welt abschottet wie kaum ein anderes. Nachrichten und Bilder aus Nordkorea sind rar. Und das, was wir zu sehen bekommen, gibt nur noch mehr Rätsel auf: Ein junger Diktator, der durch rosafarbene Waisenheime stakst, gefolgt von einer Entourage von Hintersassen, die jedes seiner Worte notiert. Ein Diktator, der von einem Balkon am Kim-Il-Sung-Platz in Pjöngjang paradierenden Raketen zuwinkt und in seinen Reden die Welt mit Atomwaffen bedroht. Und im Fernsehen immer wieder dieselbe Nachrichtensprecherin in koreanischer Tracht, die Regimepropaganda verkündet im Duktus von Gewehrsalven.

Über den Alltag der Menschen in Nordkorea aber wissen wir nur wenig. Mich als Fernsehkorrespondenten lässt Pjöngjangs Führung nur ausnahmsweise ins Land. An meiner Seite habe ich dann stets zwei nordkoreanische Begleiter, die jeden meiner Schritte überwachen und mir nur das zeigen, was sie mir zeigen sollen. Rosafarbene Waisenheime zum Beispiel. Es ist eine Inszenierung für ein westliches Publikum, die selbst natürlich schon viel über Nordkorea erzählt. Denn gleichzeitig berichten die Vereinten Nationen, dass jedes dritte Kind unter fünf Jahren in Nordkorea chronisch mangelernährt und in seiner Entwicklung zurückgeblieben sei.

Bandis Kurzgeschichtensammlung »Denunziation« hat seit der ersten Veröffentlichung in Südkorea vielleicht genau deshalb so viel Interesse hervorgerufen, weil sie einen so raren und ungewohnten Einblick gibt in die Alltagswelt der Nordkoreaner. Das Buch wird im Westen von einem guten Dutzend renommierter Verlage herausgegeben und hat ein großes Presseecho ausgelöst. Dabei sind Text und Autor selbst zunächst einmal ein Rätsel. Bandi ist ein Pseudonym, das so viel heißt wie »Glühwürmchen«. Es beschreibt vielleicht ganz gut das Selbstverständnis Bandis, dessen Geschichten von einem düsteren Land erzählen, in dem jede menschliche Regung abseits der Parteilinie in einer Tragödie enden kann. Bandi beschreibt das Elend, das Aufbegehren und das Scheitern seiner Protagonisten wie jemand, der tief ins Dunkel blickt, um den Hoffnungsschimmer zu entdecken.

Wir wissen nicht, wer Bandi ist. Den Weg zur Veröffentlichung hat das Manuskript von einer Hilfsorganisation für nordkoreanische Flüchtlinge über eine international tätige Literaturagentin in den Westen gefunden. Nach Angaben dieser Hilfsorganisation sei Bandi ein Autor, der immer noch in Nordkorea lebe. Das Manuskript habe er über Jahre bei sich versteckt, es sei erst kürzlich über eine Verwandte und Do Hee-Yoon, den Vorsitzenden der Hilfsorganisation, aus Nordkorea herausgeschmuggelt worden. Ob diese Version stimmt, können wir nicht nachprüfen. Denn Doo Hee-Yoon hat erklärt, um die Identität des Autors geheim zu halten und zu schützen, habe er den größten Teil der biografischen Angaben verändert. Außerdem habe er im Text die Namen von Städten oder Regionen geändert, die Nordkoreas Behörden Hinweise geben könnten. Das alles sei zum Schutz des Autors und seiner Familie geschehen.

Angesichts der Ruchlosigkeit, mit der die Kim-Diktatur mit Kritikern umgeht, ist das verständlich. Letztlich sind Autor und Text aber damit auch für uns nicht identifizierbar. Es ist für mich trotz eigener Recherchen in Südkorea deshalb ungeklärt, wer Bandi tatsächlich ist, ob er wirklich in Nordkorea lebt oder lebte, woher das Manuskript stammt und wie es letztlich nach Südkorea kam. Vieles ist vorstellbar, sogar dass Bandi ein Konstrukt ist. Dieser Vorwurf jedenfalls wurde von Kritikern der Veröffentlichung in Südkorea erhoben. Bandis Geschichten sind dort unmittelbar politisch aufgeladen, werden einsortiert in die alles überragende Frage, wie sich der Süden gegenüber dem Norden verhalten solle, wie eine Vereinigung zu erreichen sei. Es gibt in Südkorea bei diesem Thema zwei große Lager: Die sogenannte »Sonnenschein-Politik« versuchte Ende der 90er-Jahre eine Annäherung durch wirtschaftliche Hilfe und Aussöhnung. Dem gegenüber steht ein Lager, das davon ausgeht, Nordkorea müsse weiter isoliert werden, weil nur so der Kollaps des Regimes und damit die Vereinigung möglich sei. In der öffentlichen Debatte in Südkorea werden kritische Berichte aus Nordkorea immer wieder als Rechtfertigung einer solchen Hardliner-Politik gelesen. Bandi und seine Texte wurden so Teil einer Debatte, von der sie möglicherweise gar keine Vorstellung hatten.

Wichtiger als die Fragen um Autor und Herkunft des Manuskripts aber sind die Texte selbst. Sie zeichnet eine große literarische Authentizität aus, ein durchdringender, auch moralischer Blick auf das Leben in Nordkorea. In manchen der Erzählungen erkenne ich Dinge wieder, die ich selbst bei Besuchen erlebt habe.

In »Stadt der Gespenster« gehen ausgerechnet am Morgen des Nationalfeiertages Wolkenbrüche über der Stadt nieder. Drei Monate lang hatten die Einwohner Pjöngjangs die Feierlichkeiten geprobt, alles war genau geplant, nur das Wetter nicht, nicht die schwarzen Wolken am Himmel. Als ich mit meinem Team zu den Feierlichkeiten für den 70. Jahrestag von Nordkoreas Arbeiterpartei im Oktober 2015 nach Pjöngjang durfte, war das ähnlich: Wolkenbrüche am Morgen, an dem Diktator Kim Jong-Un doch eigentlich sich mit wochenlang einstudierten Militärparaden und Massendemonstrationen huldigen lassen wollte. Stunde um Stunde wurde die Abfahrt aus dem Hotel zum Kim-Il-Sung-Platz verschoben. Erst gegen Mittag hörte der Regen auf, und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Abfahrt, Ankunft, Aufmarsch – alles innerhalb einer Stunde. Massen befehligen und mobilisieren – das kann dieses Regime zweifellos.

Auch in der Geschichte »Stadt der Gespenster« ist der Himmel plötzlich strahlend blau, und eine Million Menschen stehen von jetzt auf gleich auf dem Platz. »Was war das für eine Macht«, fragt sich die Protagonistin, »die in der Lage war, eine so unglaubliche Leistung zu vollbringen?« Sie wird es kurz darauf erfahren, als nachts die Staatsgewalt kommt, um sie mit Mann und Kind zu deportieren. Was der Familie zum Verhängnis wurde, war ein großes Porträt von Karl Marx, das der kleine Sohn von seinem Bett aus sah und das ihn so verängstigte, dass die Mutter das Fenster verhängte. In den Augen des Regimes ein staatsfeindlicher Akt.

Was ist das für eine Macht, das fragten sich bei der Militärparade auch wir Journalisten. Es schien, als würde ein ganzes Land im Stechschritt und mit martialischem Brüllen an uns vorbeimarschieren. Nordkorea erschien in diesem Augenblick wie eine durchmilitarisierte Gesellschaft, in der der Einzelne keinen Millimeter abweichen darf von der Linie.

Bandis Charaktere aber tun genau das. Sie weichen ab. Viele von ihnen haben an die Versprechungen des Kim-Kommunismus geglaubt. Bandi beschreibt sie als hart arbeitende, aufrichtige Bürger, die einmal auf den Fortschritt und die Zukunft ihres Landes gehofft haben. Umso bitterer ist nun die Erkenntnis, die sie alle auf die eine oder andere Weise haben. In diesem System geht es nicht um sie, nicht um ihr Wohl oder das ihrer Kinder und Enkel, sondern allein um den Fortbestand der Kim-Dynastie. Für den alten Pferdefuhrwerker in »Irya Madya, Schatzpferd!« führt diese Einsicht sogar dazu, dass er seinen Lebensbaum, eine alte Ulme, mit der Axt kurz und klein haut und stirbt.

Die Geschichten entstanden offenbar Ende der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre, in den letzten Jahren also der Herrschaft von Kim Il-Sung. Der Kollaps der Sowjetunion hatte schwere wirtschaftliche Folgen für Nordkorea und sorgte dafür, dass sich das Regime nach innen und außen noch mehr abschottete. Man spürt diesen Geist in den Geschichten: den ins vollends Groteske übersteigerten Führerkult, die allgegenwärtige Angst, dass jeder von heute auf morgen zum Verräter werden kann. Diese Abschottung Nordkoreas aus Furcht vor dem Machtverlust hatte katastrophale Folgen. So ließ Pjöngjang zunächst keine Hilfe ins Land, als es in den 90er-Jahren zu einer dramatischen Hungersnot kam, bei der bis zu einer Million Menschen starben. Do Hee-Yoon schreibt, auch Bandi habe in dieser Zeit Familienmitglieder verloren. Der Glaube an die Kim-Diktatur aber ist ihm, den Texten nach zu schließen, schon lange vorher abhandengekommen.

Theoretisch strebt auch Nordkoreas Kommunismus, die sogenannte Juche-Staatsideologie, eine klassenlose Gesellschaft an. Tatsächlich aber ist Nordkoreas Gesellschaft eingeteilt in eine Art Kastensystem, das das Leben und die Zukunftschancen der Menschen entscheidend bestimmt. Das Songbun ordnet die Nordkoreaner entsprechend ihrer Systemtreue und ihres Familienhintergrundes in drei große Gruppen ein: einen verlässlichen Kern, eine schwankende und eine feindliche Klasse. In »Die Flucht« erfährt die Protagonistin, wie die Einordnung in die »feindliche Klasse« eine ganze Familie in Sippenhaft nimmt und das Regime sogar noch den kleinen Neffen für den angeblich unzuverlässigen Großvater abstraft. Sie zieht daraus ihren eigenen Schluss: Hinten im Kleiderschrank versteckt sie vor ihrem Mann ein Medikamentenpäckchen, Verhütungsmittel, um ihren Kindern dieses Schicksal zu ersparen.

Bandi beschreibt in den Kurzgeschichten Wesensmerkmale eines totalitären Systems, das sich nicht damit zufriedengibt, das öffentliche Leben zu kontrollieren, sondern das mit seinem Überwachungsapparat hineinkriecht in die privatesten Bereiche. Allgegenwärtig ist eine Atmosphäre des Misstrauens, der Bespitzelung, immer wieder grübeln die Protagonisten Gesprächen hinterher, die sie gerade geführt haben. Was hat das Gegenüber mit dieser Bemerkung oder jenem Hinweis eigentlich gemeint, welche Folgen könnte das haben? Bei Bandi sind es die Blockwartin, der Parteifunktionär, der Werkspolizist, die alles notieren und weiterreichen. Und den Charakteren bleibt nichts, als hilflos abzuwarten, ob das System beschließt zu strafen oder zu vergeben.

Bei meinen Besuchen in Nordkorea sind es immer gleich zwei Aufpasser, die mein Team und mich begleiten und überwachen. Zwei deshalb, damit sie sich auch gegenseitig kontrollieren und keiner vielleicht doch zu sehr fraternisiert. Das Misstrauen ist eine Konstante in diesem Staat, das jeden Bereich durchdringt und wo der Überwachungsapparat auch noch sich selbst überwacht.

Noch etwas fällt auf an diesen Kurzgeschichten, das mir als sehr charakteristisch für Nordkorea erscheint: Es sind abgeschottete Welten, in denen sich die Dramen abspielen. Die Provinzstadt, das Dorf, selbst Pjöngjang wirken in den Texten wie Inseln ohne Verbindung zu einer Welt draußen. So wie die Protagonisten einsam dem Machtapparat gegenüberstehen, so wirken die Orte vereinzelt und wie verloren. Bei jedem Machtwechsel in Nordkorea gab es immer wieder die Hoffnung auf eine Öffnung des Landes. Immer wieder haben Experten argumentiert, dass dem Land letztlich gar nichts anderes übrig bleibe. Nichts davon ist aber bis jetzt passiert. Nordkorea bleibt ein Land, das sich abschottet, das kein Außen durchlässt zu seinen Bürgern, weil es fürchten muss, dass schon allein dies das Herrschaftssystem gefährden könnte.

Bei einem meiner Besuche stand ich kurz vor der Abreise an der Hotelrezeption, um das Zimmer zu bezahlen, und einer unserer Aufpasser sah meine Kreditkarte. Er wollte sie unbedingt einmal in der Hand halten, und wie er das tat, wie er sie bewundernd hin und her drehte, sah man ihm an, wie viel an Bedeutung, an Wünschen für ihn in dieser Plastikkarte steckte. Es muss für ihn wie eine Eintrittskarte gewesen sein in eine ferne, aufregende Welt. Eine Welt, die ihm, gebildet und mehrsprachig, wie er war, weit offen stünde, wäre er nicht in Nordkorea geboren.

Das ist am Ende eine weitere Erkenntnis, die aus Bandis Texten hervortritt und die sich mir bei Besuchen in diesem abgeschotteten Land aufdrängt. Sosehr das Regime der Welt seine eigenen Bürger als uniforme, bedrohliche Masse präsentiert, sowenig sind diese Bürger in Wahrheit nur austauschbare Knoten in den Menschenbilder-Teppichen der großen Aufmärsche. Denn wenn die Masseninszenierungen vorbei sind, gehen über den Kim-Il-Sung-Platz ganz normale Menschen, die lachen, die neugierig sind. Sie haben sich untergehakt, sie machen Späße, und sie haben Träume. Auch darüber schreibt Bandi. Und so ist sein Buch bei allen Rätseln um seine Person und die Herkunft des Manuskripts vor allem dies: ein besonderer Einblick in das Ringen um Menschlichkeit in einer totalitären Diktatur.

Peking, im Februar 2017

DIE STADT DER GESPENSTER

Am Abend vor dem Nationalfeiertag herrschte in Pjöngjang hektische Betriebsamkeit. Das war nicht weiter verwunderlich, da nur noch wenige Stunden für den Abschluss der Vorbereitungen blieben, die schon vor drei Monaten begonnen hatten.

Als die U-Bahn an der Station Pungnyeon anhielt, war es Han Kyeong-Hui schließlich gelungen, sich einen Sitzplatz zu erkämpfen, indem sie sich unter Zuhilfenahme der Ellbogen zwischen zwei Mitreisende quetschte. Die U-Bahn war genauso bevölkert wie die Straßen. An jeder Station stieg eine Flut von Leuten ein und aus: Soldaten, Studenten, Teams aus jungen Arbeitern, die die Arme voll mit Dingen für die Parade hatten, Anwohner mit Blumensträußen, Schüler in Uniform, mit Schlagstöcken bewaffnete junge Pioniere. So wie sie alle angezogen und ausstaffiert waren, bestand kein Zweifel daran, dass sie vorhatten, an der Parade teilzunehmen, die aus mehr als einer Million Mitwirkender bestehen sollte.

Während Kyeong-Hui versuchte, durch leichtes Hin- und Herrutschen ihres Körpers gegen den Druck von beiden Seiten den sekündlich weniger werdenden Platz zu behaupten, ließ sie ihren Sohn nicht aus den Augen. Sie hielt den schmalen zweijährigen Jungen zusammen mit ihrer Aktentasche fest umklammert. Er schmiegte sich an ihre Brust, als wäre er festgewachsen. Eine Wange gegen die gut gepolsterte Brust seiner Mutter gepresst, blickte er unruhig, fast panikartig um sich. Als sich der Zug wieder in Bewegung setzte, mischte sich etwas frische Luft in die stickige Hitze im Abteil, und Kyeong-Hui konnte endlich etwas freier atmen. In ihrem Kopf hörte sie noch einmal die durchdringende Stimme der Kindergärtnerin. Die Leute waren der Meinung, sie beide könnten Schwestern sein: Sie sähen sich auffallend ähnlich und hätten die gleiche hitzköpfige Art. Als Kyeong-Hui vorhin ihren Sohn abgeholt hatte, da hatte die Betreuerin vor den anderen Eltern lautstark verkündet: »Genossin Geschäftsführerin, du hast nicht zufällig deinem Sohn die Geschichte von Eobi erzählt? Du weißt schon, diese schreckliche Bestie, die ungehorsame Kinder in eine Ledertasche steckt und dann in einen Brunnen wirft? Ich frage dich deswegen, weil dein Sohn heute wieder schweißgebadet aus dem Mittagsschlaf hochgeschreckt ist und ›Eobi, Eobi‹ geschrien hat. Dabei hat er am ganzen Körper gezuckt. Es ist schon erstaunlich, dass du mit deinem robusten Körper einen so zartbesaiteten Jungen hervorgebracht hast!«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!