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VORSICHT. Dies ist kein Biologiebuch, hier wird Dir schön was vorgeflunkert. Ist es Fantasie? Sind es Träumereien? Wenn Dich die eine oder andere Geschichte etwas zum Schmunzeln bringt oder zum Nachdenken veranlasst, vielleicht aber auch nur zum Kopfschütteln, dann hat das Buch doch etwas dazu beigetragen, den Alltag zu vergessen, die Gedanken schweifen zu lassen - oder auch nur, nicht alles tierisch ernst zu nehmen.
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2017
Liliane Wyss
mit Bildern von
Christine Gluch
Copyright: © 2017: Liliane Wyss
Umschlag & Satz: Erik Kinting – www.buchlektorat.net
Illustrationen: Christine Gluch
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
978-3-7439-0006-6 (Paperback)
978-3-7439-0007-3 (Hardcover)
978-3-7439-0008-0 (e-Book)
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar
Maël und Anouk von Herzen gewidmet
Die Autorin dieser Tiergeschichten – oder sind sie Märchen zu nennen? – blickt auf eine lange Krankheitsgeschichte zurück, die ihr Leben geprägt, aber sie nicht untergekriegt hat. Kurz vor dem Abschluss ihres Biochemiestudiums erlitt sie einen Hirnstammoder Ponsinfarkt, nach dem sie sich entschlossen wieder ins Leben zurückkämpfte und allmählich wieder Kontakt zur Umwelt aufnehmen konnte. Zwar kann sie auch heute – nach 16 Jahren – weder sprechen, noch schlucken oder essen und ist auch auf einen Rollstuhl und dauernde fachliche Pflege angewiesen, trotzdem hat sie ein erfolgreiches Buch über ihre Zeit der Rehabilitation geschrieben und ihren Lebensmut und ihre Fantasie zurückgewonnen. Die Fantasie ist besonders ausgeprägt, weil nicht gelähmt. Liliane ist wieder vielfältig sozial engagiert und nach Weiterbildungen (unter anderem in unterstützter Kommunikation) auch für Vorträge unterwegs. Sie liebt Theater- oder Konzertbesuche, Kino, Zirkus und Schifffahrten.
Wer ein Künstler ist und Pinsel und Farbe beherrscht, kann grüne Kühe zeichnen oder bunte Berge in allen Farben, Menschen in fliegenden Untertassen oder Besucher von anderen Planeten. Was es nicht gibt, kann trotzdem schön sein, verzaubern und begeistern, ebenso die fantastischen Tiergeschichten von Liliane, die mit Wörtern spielt und nicht mit Pinsel und Farbe. Im realen Leben passieren solche Abenteuer nicht, aber trotzdem sprechen sie an, bringen zum Schmunzeln, und irgendwie schimmert die Tierliebe von Liliane durch und das Einfühlen in die Möglichkeiten, die keine sind – aber können wir das immer so klar beurteilen?
Christine Gluch ist 1964 in Winterthur geboren und aufgewachsen. Sie ist freischaffende Künstlerin, diplomierte Maltherapeutin und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Als Jugendliche besuchte sie die Kunstgewerbeschule in Zürich. Da sie nicht nur gerne malt und zeichnet, sondern auch Geschichten erfindet, hat sie auch schon Lieder und Texte für Kindermusicals geschrieben. Am meisten inspirieren sie Menschen mit ihren Geschichten und Lebensumständen. Seit 2015 wohnt und lebt sie mit ihrem Lebenspartner in Süditalien, wo sie sich nun ganz ihrer künstlerischen Tätigkeit widmen kann.
Eines der Kinder, ein Weibchen, stach sofort hervor. Es war in der Mäusefamilie unter den drei Geschwistern das größte und ähnelte überhaupt nicht einer Maus. Es war viel größer, kunterbunt gefärbt, hatte ein Gefieder statt eines Fells, einen Schnabel statt einem Mund und Flügel. Ja genau, es war keine Maus, sondern ein Zwergpapagei. Er war als Jungtier aus dem Papageiennest gefallen und von einer hilfsbereiten Mäusefamilie aufgenommen worden. So hatte das Papageienmädchen sich daran gewöhnt, unter Mäusen zu leben. Ja, sie hielt sich mittlerweile sogar selbst für eine Maus, auch wenn sie anders war. Und so kam es, dass sie auch das Leibgericht der Mäuse, nämlich Käse, nicht verschmähte und gar nicht mal so übel fand.
Die Mäusefamilie machte sich manchmal nachts auf zum Käselager der Käserei, in der sie im Keller nebenan hauste. Sie hatten die Gänge in mühsamer Arbeit vergrößert, sodass alle drei Jungen überall durchschlüpfen konnten.
