Der Chat-Room - Matty Linder - E-Book

Der Chat-Room E-Book

Matty Linder

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Beschreibung

Der ganz besondere Klick Im Internet offenbart Karrierefrau Sandra anonym ihre erotischen Sehnsüchte. Schon bald beginnt sie eine stürmische Online-Affäre mit einem Unbekannten. Immer öfter riskiert Sandra auch im Büro eine virtuelle Nummer zwischendurch. Die prickelnde Begegnung mit einem Kollegen macht das Ganze noch aufregender. Ein Spiel mit dem Feuer …

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EPUB

Seitenzahl: 262

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Matty Linder

Der Chat-Room

Erotischer Roman

Ihr Verlagsname

Über dieses Buch

Der ganz besondere Klick

 

Im Internet offenbart Karrierefrau Sandra anonym ihre erotischen Sehnsüchte. Schon bald beginnt sie eine stürmische Online-Affäre mit einem Unbekannten. Immer öfter riskiert Sandra auch im Büro eine virtuelle Nummer zwischendurch. Die prickelnde Begegnung mit einem Kollegen macht das Ganze noch aufregender. Ein Spiel mit dem Feuer …

Über Matty Linder

Matty Linder veröffentlichte diesen erotischen Roman erstmals 2008.

Inhaltsübersicht

Das erotische Selbstverständnis ...Regungen (zur Lektüre) ...Kapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7Kapitel 8Kapitel 9Kapitel 10Kapitel 11Kapitel 12Kapitel 13

Das erotische Selbstverständnis der meisten Männer wird von Frauen geprägt;

so auch meines.

Ebenso wird das erotische Selbstverständnis vieler Frauen von Frauen geprägt,

was ich gut verstehen kann.

Nach Jahrhunderten der männlichen Dominanz (auch) in diesem Bereich wird inzwischen ein Großteil der erotischen Literatur von Frauen geschrieben.

Was mir gut gefällt.

Ich fand es deshalb nicht nur klug, sondern auch schön, dass dieses Buch von den Anfängen seines Entstehens bis zu seinem Erscheinen durch die Hände einiger Frauen gegangen ist.

Widmen möchte ich es deshalb, quasi stellvertretend, Katharina Dornhöfer, die die erotische Reihe bei Rowohlt betreut, Sünje Redies, die dies tat, als Sandra und Peter ihren folgenreichen Chat begannen, und meiner persönlichen Lektorin Meike Wolff.

Regungen (zur Lektüre) und Anregungen

(für die Fortsetzung)

erreichen den Autor nicht unter «[email protected]» ;-)

sondern unter: [email protected]

Kapitel 1

Sandra betrat den Fahrstuhl in der Parketage. Leer. Es war wie immer kurz vor acht, aber ansonsten war alles anders. So zumindest erlebte sie es. Noch nie zuvor hatte sie sich für den alltäglichen Gang in die Behörde derart gestylt. In all den Jahren hatte sie noch nicht ein einziges Mal ihre schwarzen High Heels der Nacht angezogen. Sie betrachtete sich im Spiegel des Aufzugs wie eine fremde Frau, der man im Supermarkt begegnet. Verdammt gewagt, dachte sie. Sandra ließ ihren Blick langsam über ihre schöngeformten, langen Beine nach oben wandern, drehte sich so in den Hüften, dass sie die Rundungen ihres Hinterns durch das knappsitzende Satinkleid sehen konnte, und schließlich ruhten ihre Augen auf ihrer üppigen Oberweite. Hier am Arbeitsplatz hatte sie ihre wirklich vorzeigbaren Brüste bislang noch immer versteckt. Man kannte sie hier nur sportlich in Hosen, weitem Pulli und Turnschuhen oder im klassischen Kostüm mit korrektgeschnittener Bluse. Dazu flache, ihre schönen Beine eben nicht betonende Schuhe und Distanz signalisierende, hochgesteckte Haare. Dezent geschminkt und mit gepflegten, klarlackierten Fingernägeln, galt Sandra bei Vorgesetzten und Kollegen als durchaus attraktive Frau, aber noch nie in den zwölf Jahren hatte man hier ihre ganze herausgeputzte und zur Schau gestellte Weiblichkeit erleben können.

Der Fahrstuhl hielt ruckartig an. Die Tür schob sich zu den Seiten, und einige Mitarbeiter stiegen zu, zwei Frauen und drei Männer, einer davon ein Auszubildender.

Dies war der Moment, für den sich Sandra am Telefon und in E-Mails mit Peter konditioniert hatte. «Wenn du den Blicken der anderen nicht gleich beim ersten Mal standhältst, dann hast du verloren», hatte er ihr energisch gesagt. «Jeder wird deine Wandlung augenblicklich wahrnehmen. Einige ganz offen, manche versteckt. Aber jeder wird dich von diesem Tag an mit anderen Augen sehen. Egal, ob Mann oder Frau, egal, wie häufig du zukünftig als Erotik-Lady am Arbeitsplatz erscheinen wirst.»

 

Nun war also dieser Moment gekommen. Eine Art Outing. Als was? Sandra warf kokett ihre langen, dunklen Haare nach hinten und blickte dem Sachbearbeiter Roland, der sich gerade neben sie gestellt hatte, direkt ins Gesicht. «Guten Morgen!»Ihr Gegenüber erwiderte ihren Gruß, und an seiner Mimik erkannte sie, dass er sich an ihrem Aussehen erfreute. Ihre rotlackierten Fingernägel kontrastierten wunderbar mit dem weißen Klemmordner, den sie so vor ihre Hüften hielt, als würde sie ihre Scham bedecken. Wie würde Roland wohl reagieren, wenn er wüsste, dass sie heute kein Höschen trug und das schwarze Satinkleid direkt über ihren rasierten Venushügel streichelte?

Irritiert und erregt nahm Sandra jeden auf sie gerichteten Blick, jedes hörbare Atmen wahr. Der Mann in der hinteren Ecke, ein Besucher offenbar, hielt seinen Aktenkoffer an sich gedrückt, und sie ergötzte sich für einen kurzen Augenblick an dem Gedanken, dass er eine Beule in seiner Hose zu verstecken hatte. Nur der Auszubildende Michael Berghofer, der heute in ihre Abteilung kommen würde, blickte nach einem scheuen Augenkontakt scheinbar reaktionslos auf den Linoleumfußboden des Fahrstuhls. «Eigentlich ein wirklich hübscher Bengel», dachte sie und versuchte zu erkennen, ob auch seine engen Jeans Anzeichen einer Erregung erkennen ließen.

«Hallo Monika, wie geht’s?», fragte Sandra dann ihre zugestiegene Kollegin und wartete für Sekundenbruchteile gespannt auf deren Reaktion. «Noch müde», entgegnete die attraktive, aber ungeschminkt noch etwas farblos wirkende Mittzwanzigerin. «Ich hab gleich ’ne Besprechung mit Bernhard. Und das am frühen Morgen!» Sie stöhnte ein wenig theatralisch auf, um ihre Überraschung über diese ganz neue Sandra zu überspielen. Eigentlich kam Monika meistens ungeschminkt zur Arbeit und machte sich dann immer bei ihrem ersten Gang zur Toilette fertig. Ein Ritual. Doch heute ärgerte sie sich angesichts der puren Sex ausstrahlenden Erscheinung von Sandra über ihr eigenes, alltägliches Versäumnis.

«Hast du was Besonderes vor …?», fragte Monika etwas gedehnt und spitz und betrachtete dabei Sandras rotgeschminkte Lippen – nicht ganz ohne Neid, aber irgendwie auch ein bisschen angewidert. Die musste es ja wohl nötig haben, sich plötzlich derart aufzudonnern. Und den Männern hing natürlich gleich allen die Zunge raus.

«Ein kleiner Empfang nach Dienstschluss», antwortete Sandra, aber innerlich ärgerte sie sich über sich selbst. Eigentlich hätte sie bei einer Anspielung auf ihr Aussehen belanglos und eben ohne Begründung reagieren wollen. «Niemanden geht es etwas an, warum du aussiehst, wie du aussiehst», hatte Peter sie ermahnt. «Stell dich auf keinen Fall unter Rechtfertigungszwang.»

Egal, nun war es ihr so rausgerutscht, und sie nahm sich vor, beim nächsten Mal noch souveräner zu reagieren. Der Fahrstuhl hielt im fünften Stock. Jeder wusste, dass Sandra hier aussteigen würde, und alle Mitfahrenden traten, anders als sonst und eben nicht morgenmuffelig, einen Schritt zurück oder bewegten sich zumindest so, dass die attraktive Dunkelhaarige einen freien Durchgang fand, ohne drängeln zu müssen. Als sich die Tür öffnete, genoss sie sowohl die neidischen als auch die elektrisierten Blicke der Kollegen, drehte noch einmal den Kopf, wünschte allen «Einen schönen Tag!» und entschwand dann mit hochhackig eleganten Schritten und wehendem Haar.

Den Anblick ihres wippenden Pos fand Roland so bemerkenswert, dass er, als sich die Fahrstuhltür zuschob, zur Freude zumindest der zwei anwesenden Männer, noch einmal den Öffnungsknopf drückte, um Sandra weiter hinterhersehen zu können. «Alle Achtung! Eine wirklich erfreuliche Erscheinung!», kommentierte er sichtlich beeindruckt. Der Azubi Michael hob den Kopf und nickte unmerklich. «Ein bisschen zu dicke», kommentierte Monika grimmig. «Die kommt morgen auch wieder anders.» – «Na wenn schon», entgegnete Roland. «Heute ist heute.» Monika ärgerte sich.

 

Sandra hatte sich an ihren Schreibtisch gesetzt und atmete durch. «Gut gelaufen», dachte sie und freute sich noch einmal über die erstaunten Gesichter ihrer Kollegen im Fahrstuhl. Während ihr Computer langsam hochfuhr, blickte sie sich in ihrem Raum um. In den vergangenen Jahren hatte sie ihm eine unverbindlich persönliche Note gegeben. Auf dem Fensterbrett immergrüne Pflanzen, an der Wand Kunstdrucke von Renoir und Toulouse-Lautrec, wobei sie sich jetzt fragte, warum sie eigentlich ausgerechnet sein Bild «Der Kuss» aufgehängt hatte, und ein Bilderrahmen mit Urlaubserinnerungen. Vor allem Fotos aus Südfrankreich, Spanien und Griechenland. Die meisten Reisen hatte sie allein unternommen, nur auf Kurztrips hatte sie immer mal eine Freundin begleitet. An der Wand gegenüber eine Pinnwand mit Postkarten und einem Jahresplaner. Der heutige Mittwoch war mit einem roten Markerstift dick umrandet. Schon seit zwei Wochen hatte sie sich gemeinsam mit Peter auf diesen Tag vorbereitet.

Sandra öffnete ihren E-Mail-Ordner und suchte nach einer Nachricht von Amigo3000. Da war sie, abgeschickt gestern Nacht um drei Uhr. Also zwei Stunden nachdem sie mit ihrem Cyberfreund Bilder per Webcam ausgetauscht hatte. Zunächst hatte Peter sie, wie meistens, animiert, ihre Bluse auszuziehen und ihm ihre Brüste bildfüllend auf seinen Bildschirm zu übermitteln. Das machte ihn total an und vertrieb, wie er ihr geschrieben hatte, in null Komma nichts sämtlichen Alltagsärger aus seinem Kopf und erzeugte in ihm ein Gefühl, das irgendwo zwischen entspannter Geborgenheit und totaler Geilheit liegen musste. Sogar ihre liebevoll ironische Bemerkung über Männer und Mutterbrust-Komplexe konterte er locker und souverän: «Kommt doch immer drauf an, wie man damit umgeht, oder?» Da konnte sie ihm nur recht geben. Nichts an ihm und nichts an dem, was sie zusammen erlebten, schien irgendwie zwanghaft oder weckte in ihr Schamgefühle. Eine echte Offenbarung.

Während sie mit einer Hand ihre prallen Titten massierte und so lange an ihren aufrechten Brustwarzen spielte, bis die Nippel langsam hart wurden, befingerte sie mit der anderen ihre warme Möse und ließ genüsslich einen Finger in ihr feuchtes Loch gleiten.

Jetzt, während sie Peters E-Mail öffnete, erinnerte sich Sandra mit wohligem Schaudern an den langen und tiefen Orgasmus, den sie hatte, als ihr Webfreund schließlich Bilder von seinem Prachtstück auf ihren Computer schickte und die Bewegungen ihrer Finger immer mehr mit den Sinneseindrücken verschmolzen, die sie über ihren Bildschirm aufnahm. Rein objektiv war die Pose, wie er zunächst vor der Kamera stand, nicht besonders reizvoll. Aber als er seinen Schwanz in seine Hände nahm und ihn ihr, noch nicht ganz steif, zur Begutachtung entgegenhielt wie eine Flasche guten Bordeaux, konnte sie sich keine geilere Situation vorstellen. Ganz langsam rieb er mit zwei Fingern so an seinem Glied auf und ab, als würde er die Kondenstropfen auf dem Etikett der Weinflasche wegwischen. Allein diese zarte Bewegung reichte, sein bestes Stück langsam zu beeindruckender Größe anschwellen und wachsen zu lassen. Dabei schob sich die Eichel mit neugierig rotem Kopf immer weiter heraus, und Sandra erkannte sogar auf dem Bildschirm einen ersten feuchten Tropfen als Vorboten des spritzigen Ereignisses, dessen begeisterte Zeugin sie Minuten später wurde. Bildfüllend auf dem Schirm vor ihr, hatte sie seinen Saft ins Nichts über der Kamera schießen sehen, bevor die letzten Tropfen über seinen Handrücken rannen und er auf seinem Laptop den Anblick ihrer zuckenden, orgasmusprallen Möse genoss. Dabei war sie in ihrem Lustempfinden glücklicher und freier als mit den meisten Männern, mit denen sie es Haut auf Haut getrieben hatte, und fühlte sich Peter trotz der Entfernung näher als jemals einem Mann zuvor. Da war eine Art magische Verbindung zwischen ihnen, die sie beide von Anfang an gespürt hatten. Immer wieder musste sie, die Rationale, sich eingestehen, dass gerade diese Beziehung, die von vielen kopfschüttelnd als seelenloser Cyber-Kick abgetan würde, zu einer der romantischsten Erfahrungen ihres Lebens werden könnte. Und sie gleichzeitig einer Art Wendepunkt zuzutreiben schien. Sie fühlte sich energiegeladen, rundum wohl und irgendwie allumfassend verliebt.

Die heutige E-Mail von Peter war nicht weniger lustvoll als das gestrige gemeinsame Wichsen am PC. Sandra las aufgeregt:

«Heute ist der Tag, der dein Leben verändern wird. Fast habe ich das Gefühl, ich kann sagen, dass er unser Leben verändern wird. Wenn du diese Zeilen liest, hat die Sexqueen der Nacht den Schritt in das Tagesgeschehen der Behörde gewagt. Herzlichen Glückwunsch! Dies wird der Beginn eines neuen, geileren Lebens in der Realität sein. Ich freue mich darauf in lustvoller Erwartung.»

Und weiter: «Nach unruhigen Träumen bin ich aufgewacht und habe mir vorgestellt, wie du morgen, also heute, auf deinem Bürostuhl sitzt und die langen Beine in zartgrauen Strümpfen und Pumps elegant zur Seite gelegt hast, während du mit einem Kollegen die Tagesvorgänge besprichst. Und er dir dabei gegenübersitzt. Er ist nervös und unkonzentriert, und seine Blicke wandern immer wieder weg von den Akten über deine Rundungen und hinunter zu deinen Beinen. Als dir eine Mappe aus den Händen fällt, musst du, um sie aufzuheben, deine Beine leicht verwinkeln und öffnen. Für einen kurzen Moment gewährst du deinem Gegenüber scheinbar unfreiwillig einen direkten Blick auf dein Zentrum der Lust. Denn dein Höschen hast du ja, wie besprochen, zu Hause gelassen. Er will sich nichts anmerken lassen, hilft dir hektisch beim Aufheben der Unterlagen, seine Hand berührt wie versehentlich dein Bein, und du fühlst, wie er leicht zittert. Halb kniend, halb sitzend, sind eure Gesichter nur zwei Handbreit voneinander entfernt. Du kommst ihm fast unmerklich entgegen, und er nimmt das Signal wahr. Auch er beugt seinen Oberkörper vor, und eure Münder sind sich plötzlich sehr nah. Nur noch wenige Zentimeter, und seine Lippen berühren deine. Du hast Lust auf Sinnlichkeit, und deine Zunge öffnet seinen Mund zu einem langen, genussvollen Kuss …»

Sandra schluckte. Klang toll, was er da schrieb. Aber wenn sie sich vorzustellen versuchte, wer dieser Kollege sein könnte, drängte sich ihr kein Bild auf. Schnell las sie weiter: «Geliebte Sandra, was dann weiter geschah, wünsche ich mir später von dir zu erfahren.» Dabei war das ‹dir› fett und unterstrichen. «Vielleicht hast du ja zwischendurch mal Zeit, mir zu schreiben.»

Nun lächelte Sandra. Mal sehen, was der Tag bringen würde.

Nachdem sie im zwölften Stock, der Ebene mit den Konferenzräumen, ausgestiegen war, hatte sich Monika ohne Umwege zu den Toiletten begeben. Einerseits, um die drei Tassen starken Kaffee loszuwerden, die sie heute Morgen auf nüchternen Magen getrunken hatte, damit sie wenigstens annähernd wach wurde, andererseits natürlich, um sich wie jeden Morgen zu schminken, was ihr allerdings heute in Anbetracht der überraschenden Aufmachung ihrer Kollegin Sandra besonders wichtig war.

Zunächst jedoch öffnete sie die separate Tür zur Toilette und setzte sich, nachdem sie ihre Hose und den Slip heruntergezogen hatte, auf die Brille. Der starke Druck in ihrer Blase erregte sie irgendwie, und sie ließ ihren Urin zunächst nur sehr langsam fließen, um das Gefühl des nachlassenden leichten Schmerzes zu genießen. Dann schoss der volle Strahl sekundenlang zwischen ihren Schamlippen hervor, und Monika dachte daran, wie gern ihr Mann ihr hin und wieder in der freien Natur zusah, wenn sie ihr Kleid hob, sich hinhockte und ihrem Champagner freien Lauf ließ. Anfangs hatte sie seinen speziellen Voyeurismus als befremdlich, ja, fast als widerlich empfunden, aber mittlerweile, nachdem er ihr im Internet sehr ästhetische Bilder von pissenden Frauen gezeigt hatte, fand auch sie ab und zu einen gewissen exhibitionistischen Gefallen daran, beim Wasserlassen beobachtet zu werden.

Wenig später stand sie vorm Spiegel und kramte in ihrer unordentlichen und überfüllten Schminktasche herum, in der sie aber alles Notwendige fand, um sich aufzurüschen. Kompakt-Make-up, Lidstrich, Mascara, Lippenstift, Rouge und zu guter Letzt ein Hauch «Roma», den Monika sich auf den Hals sprühte. Die Blondine kämmte noch mal ihren leicht naturgewellten Blondschopf durch, blickte kritisch auf ihre dunkelrotlackierten Fingernägel, die sie aber für noch gut genug befand, und stellte dann zufrieden fest, dass sie jetzt wieder mit Sandra konkurrieren konnte. Aus diesem neugewonnenen Selbstwertgefühl heraus war sie nun auch für sich bereit, anzuerkennen, dass ihre Kollegin heute Morgen verdammt sexy ausgesehen hatte.

 

Als sie eilig die Toilettenräume verließ, um noch ein paar Unterlagen in ihrem Büro für die gleich stattfindende Orga-Sitzung zusammenzusuchen, lief ihr Bernhard fast direkt in die Arme.

«Hoppla, so stürmisch?!», lachte er überrascht und ergötzte sich augenblicklich an Monikas strahlendem Aussehen. «Gut vorbereitet?», fragte er.

«Alles im Griff», entgegnete sie, «ich muss nur noch schnell mal runter und ein paar Akten ziehen.»

Ihr Vorgesetzter Bernhard war Ende vierzig, schlank und hatte kurze braune Haare mit einem jungenhaften Wirbel am Hinterkopf. Seine dunkelgrünen Augen ruhten – selbst wenn er Fachthemen referierte – meist ganz entspannt auf seinen Gesprächspartnern, und seine Mundwinkel signalisierten jederzeit aufgeschlossene Freundlichkeit. Monika mochte das und fand ihn sehr männlich und sexy. Die beiden lagen fachlich und persönlich auf einer Wellenlänge, waren sich auch schon vorsichtig – über das gute kollegiale Verhältnis hinaus – etwas nähergekommen. Kürzlich hatten sie sich, wie aus einer Laune heraus, am Abend mit einem Küsschen auf die Wange verabschiedet, und irgendwie wussten sie, jeder für sich, dass da irgendwann mal mehr passieren würde, auch wenn sie beide verheiratet waren.

Nach Bernhards Empfinden musste dieser Zeitpunkt heute gekommen sein. Nicht nur, dass ihn Monika in ihrer überwältigenden Weiblichkeit total anmachte, hinzu kam, dass er seit heute Morgen, als er nach geilen Träumen mit steifem Glied aufgewacht war, unter mächtigem sexuellem Druck stand.

«Es ist erst halb neun», sagte Bernhard. «Wir hätten da noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Sitzung.» Dabei betonte er das «hätten da» in einer Art und Weise, die Monika augenblicklich die Gunst der Stunde signalisierte.

«Was also schlägst du vor?», fragte Monika elektrisiert nach.

«Da ist der kleine Besprechungsraum am Ende des Gangs …»

«Und den könnten wir jetzt für eine kleine Vorbesprechung nutzen …?!»

«Richtig!»

Die beiden standen allein auf dem Flur der Konferenzebene.

Obwohl kein Geräusch zu hören war, knisterte die Luft.

«Komm», sagte Bernhard leise, streckte ihr seine Hand entgegen, und sie folgte ihm in die übernächste Tür.

Sich jetzt noch mit Vorgeplänkel aufzuhalten, so empfanden es beide, wäre, vor allem im Hinblick auf die knappe Zeit, reine Lustverschwendung gewesen.

Kaum hatte Bernhard die Tür geschlossen und sogar noch das «Geschlossene Sitzung – bitte nicht stören»-Schild davor gehängt, kniete sich Monika vor ihn hin, öffnete den Gürtel seiner Anzughose, zog den Reißverschluss auf und griff, vorsichtig und beherzt zugleich, in die vielversprechende Wölbung seiner Boxershorts.

Bernhard legte seine Hände auf ihren Hinterkopf und sah, an sich herabblickend, wie sie seinen Schwanz befreite. Durch die Berührung ihrer Finger hatte er sofort prächtige Ausmaße angenommen. Monika wusste im Nu, dass sie beides wollte. Sie wollte dieses starke Stück Männlichkeit in ihrer Fotze spüren, aber sie wollte seinen Pimmel auch lecken und lutschen, bis sich sein Saft über sie ergoss. «Er ist wunderschön», sagte Monika bewundernd und ergänzte mit einem hintersinnigen Lächeln: «Hätte ich das geahnt, wärst du nicht so lange davongekommen.» So frischgeduscht und selbst im Neonlicht des Konferenzraums unwiderstehlich appetitlich aussehend, hätte sich Monika beim besten Willen kein verlockenderes Frühstück vorstellen können. Ihre Zungenspitze näherte sich verspielt seiner Eichel und leckte sie dann mit kreisenden Bewegungen zärtlich ab. «Ich will, dass du mich fickst.»

;-) ;-) ;-)

Mit einem verdammt schwierigen Kunden telefonierte Peter jetzt bereits über zwanzig Minuten. Es ging um eine Urlaubsreise mit zwei Erwachsenen und drei Kindern von Berlin über Venedig nach Rom und zurück über Frankfurt, weil noch ein Geschäftstermin dazugekommen war. Sicher, keine ganz einfache Buchung, aber der Mann stellte sich selten uneinsichtig und blöd an. Mal stimmten die Preise nicht, mal war die Airline nicht recht, und auch die reservierten Sitzplätze waren nicht in Ordnung.

Peter fuhr sich heftig durch seine dunkelblonden, kurzen Haare, die über der Stirn jungenhaft wild in alle Richtungen zeigten. Sein schmalgeschnittenes Gesicht passte zu seinem schlanken Körper, und er sah – egal, wie es ihm gerade gemütsmäßig ging – eigentlich immer eher freundlich, ja, fast ein wenig schelmisch aus. Das ganz Besondere an seinem Aussehen allerdings war, dass er ein hellbraunes und ein blaues Auge hatte, was allerdings erst so richtig beim genauen Hinsehen auffiel. Mit dieser Laune der Natur hatte er schon viele Kneipenwetten gewonnen, wenn er irgendwann seine Augen schloss und seinem Gegenüber anbot: «Ich wette um eine Runde Bier, dass du dich nicht an meine Augenfarbe erinnerst.» Meistens hatte er damit Glück. Und vor allem die Frauen gerieten, wenn sie ihm denn erst tief in die Augen geblickt hatten, angesichts der Farbenvielfalt ins Schwärmen.

Peter saß mit acht weiteren Kolleginnen und Kollegen in einem Großraumbüro des Online-Reiseanbieters Travidis. In der Regel liefen Flugbuchung inklusive Zahlung, Reservierungsbestätigung und Weiterleitung der Daten an die Fluggesellschaft oder an einen weiteren Reiseanbieter vollautomatisch ab, ohne dass ein persönliches Kundengespräch zustande kam bzw. nötig war. Aber Travidis musste eine Hotline für schwierige Buchungen, besser gesagt: komplizierte Kunden, zur Verfügung stellen. Sowohl als Live-Chat und per E-Mail als auch per Telefon. Peters Arbeitstag bestand daher hauptsächlich aus Chatten, Telefonieren und E-Mails-Beantworten. Und das häufig nebeneinanderher. Zwei Live-Chats plus parallel die Bearbeitung einer schriftlichen Anfrage oder ein Telefonat waren keine Ausnahme. Ein echter Stressjob.

Allerdings bei einem hohen Bearbeitungsquotienten, wie Peter ihn hatte, auch höchst lukrativ. Er hatte es, nachdem er sein Jurastudium wegen Mangel an Geld und vielleicht auch echter Neigung endgültig aufgegeben hatte, innerhalb weniger Jahre zu einem erfreulichen Einkommen gebracht. Er sah sich hier nicht am Ende seiner beruflichen Laufbahn, aber zurzeit gefiel ihm noch, was er tat.

Wer und was bei ihm landete, war reiner Zufall. Lediglich einmal von ihm bearbeitete Fälle kamen, soweit erforderlich, zur Folgeabwicklung wieder an ihn. Häufig hatte er es mit Problemkunden zu tun, die online einfach nicht wussten, was sie wollten, und auch im persönlichen Gespräch keine größere Entscheidungsbereitschaft zeigten. Aber hin und wieder gab es auch ein nettes Gespräch oder eine angenehme Konversation per E-Mail oder Chat, wobei er schnell gelernt hatte, dass alles Privatere auch seine Grenzen haben musste. Immerhin wurden alle Kundendialoge, egal in welcher Form, gespeichert und den entsprechenden Buchungen zugeordnet.

Natürlich hatte sich auch immer mal wieder ein kleiner Flirt ergeben, aus dem sich dann später mehr entwickelt hatte. So zum Beispiel mit einer sexyklingenden Stimme, die eine Einzel-Flugreise nach Rhodos buchen wollte. Er konnte sich damals einfach nicht verkneifen, die jungklingende Frauenstimme zu fragen, warum sie denn alleine fliegen wollte, und er erhielt tatsächlich eine ehrliche Antwort. Sie fahre ohne ihren Freund, um ein paar Abenteuer zu erleben. Das fand Peter interessant und reizvoll, und mit viel Einfühlungsvermögen gelang es ihm, sich mit ihr für ein privates Telefonat am Abend zu verabreden. Das war nach den Arbeitsrichtlinien von Travidis selbstverständlich komplett tabu, aber der Telefonkick vorm Zubettgehen war ihm wichtiger.

 

Tatsächlich meldete sich die Rhodos-Kundin, sie hieß Britta, wie Peter aus der Buchung wusste, abends um zehn: «Sie hatten mir versprochen, mir ein paar Tipps bezüglich meiner Reise zu geben», sagte sie langsam und abwartend. Peter reagierte damals spontan und aufmunternd: «Ich freue mich, dass du anrufst, Britta. Ich darf doch Du sagen …?!»

«Und dein Name?»

«Oh, sorry, ich bin Peter. Sag mal, du willst also wirklich allein, der Abenteuer wegen, nach Rhodos fliegen?»

«Wie alt bist du, Peter?», fragte Britta, ohne auf seine direkte Frage einzugehen.

«Achtundzwanzig. Und du?»

«Vielleicht sollten wir das Gespräch beenden», entgegnete Britta. «Ich gehe auf die vierzig zu …»

«Also», sagte Peter, «erstens klingst du wie achtzehn, und zweitens finde ich Frauen, die die Mädchenjahre hinter sich gelassen haben, sehr viel interessanter. Wie alt bist du denn nun wirklich?»

«Achtunddreißig.»

Peter lachte fröhlich auf: «Also ein Küken. Da muss ich mich wohl doch nach einer anderen umsehen. Eine ältere Frau mit Erfahrung, die meine Abenteuerlust befriedigen kann.»

«Sieh an, sieh an. Du bist also auch für Abenteuer zu haben …?», fragte Britta gespielt neugierig.

«Na klar», entgegnete er, «aber eigentlich nur mit Frauen ab vierzig – mindestens.»

Beide lachten fröhlich.

Dann wollte Britta wissen, ob Peter schon einmal mit einer sehr viel älteren Frau Sex gehabt hätte, und er antwortete, ohne lange zu zögern: «Ja, hab ich. Mit zweiundzwanzig hatte ich an der Uni eine Affäre mit einer Professorin. Die war damals Anfang fünfzig.»

«Wow! Dreißig Jahre Altersunterschied!», bemerkte sie anerkennend. «Und? Wie war’s?»

«Ich werde diesen Abend nie vergessen», entgegnete Peter. Und nach einer kleinen Pause: «Aber unser Telefonat auch nicht.»

«Warum?», fragte Britta zögerlich.

«Weil ich jetzt endlich weiß, warum wir am Telefon sofort einen Draht zueinander hatten.»

«Ja …?»

«Weil du Rhodos buchen wolltest. Und mir ist gerade eingefallen, dass damals mit meiner Professorin auch alles in Rhodos angefangen hat.»

«Wirklich?» Britta schien baff.

«Ja wirklich!», bestätigte Peter. «Im griechischen Restaurant ‹Rhodos› im Univiertel.»

:-0 :-0 :-0

Monika hatte sich die Hose vom Körper gerissen und saß nun breitbeinig, die Arme nach hinten gestützt, obenrum eigentlich noch ziemlich korrekt bekleidet, so auf dem Konferenztisch, dass Bernhards beeindruckender Ständer direkt vor ihrem heißen Loch salutierte.

«Sag mal», fiel ihm plötzlich ein, «wie ist es mit Vorsichtsmaßnahmen?» Der Gedanke an ein Kondom machte ihn nicht glücklich, und er hätte auch keins dabeigehabt, aber einfach so loslegen wollte er doch nicht. «Schon okay», hörte er Monika atemlos antworten, «die Spirale sorgt für das eine, und da wir beide ja treue Eheleute und Staatsdiener sind … oder etwa nicht?» – «Keine Sorge.» Katrin, seine Frau, war Krankenschwester und schleppte ihn regelmäßig zum Blutspenden, dachte er beruhigt, aber gleichzeitig trieb ihm der Gedanke an die Mutter seiner Kinder auch Schweißperlen auf die Stirn. Obwohl er irgendwie gar nicht das Gefühl hatte, sie zu betrügen, wie die meisten das, was sich hier gerade abspielte, wohl bezeichnen würden. Egal. Mit einer Hand schob er das feuchte, seidene Höschen zur Seite, bis er den zarten, blonden Flaum auf Monikas Scham sehen konnte, und mit der anderen Hand drückte er seine pulsierende Eichel gegen ihre Schamlippen, die sich sofort bereitwillig öffneten, um seinen Schwanz nach nur zwei langsamen Stößen in die Tiefe ihrer Lust gleiten zu lassen.

Jetzt stützte er seine Hände auf den Tisch und bewegte seine Hüften in kräftigen, sich in der Geschwindigkeit steigernden Bewegungen vor und zurück. Bei jedem tiefen Eindringen stöhnte sie lauter, kam einem erlösenden Orgasmus unglaublich schnell näher. Monika legte ihren Oberkörper nun nach hinten und verschränkte ihre Beine um seinen Hals, während er seinen Schwanz weiter rhythmisch in diese wunderbare Fotze schob, deren Schamlippen ihn beim Weg hin und zurück jedes Mal schmatzend begleiteten. Er stand kurz vor einer unglaublichen Explosion. Und als er Monika atemlos flehen hörte: «Fick mich, oh ja, fick mich weiter, es kommt mir gleich ganz unglaublich …», hielt Bernhard sich nicht mehr zurück und stieß seinen Prügel mehrfach tief in sie hinein und ließ seine festen Eier förmlich gegen ihren Arsch knallen. Sein Schwanz wurde jetzt ganz sensationell animiert durch die zunehmenden Kontraktionen ihrer Lusthöhle, die einen kurz bevorstehenden Orgasmus ankündigten. Nur noch einmal schaffte er es, seinen Stab in sie hineinzudrücken, bevor sie beide anfingen zu zittern. Bernhard spürte mit geschlossenen Augen, wie es ihm kam und der seit Tagen aufgestaute Saft in dickem Strahl tief in ihr zuckendes Loch schoss. Und jetzt, von seinen Kontraktionen unaufhaltsam mitgerissen und überschwemmt, erlebte sie einen aus anderen Welten kommenden, langanhaltenden Höhepunkt, der im Ausklingen durchaus auch etwas von dem schönnachlassenden Schmerz beim Entleeren der Blase hatte.

Sein Schwanz war triefend nass, als er ihn aus ihrer milchig tropfenden Grotte zog, aber immer noch kerzengerade und nicht im Geringsten erschlafft. Mit einer geschickten Bewegung stieg sie vom Tisch, kniete sich erneut vor ihn, nahm seinen glänzenden Zauberstab vorsichtig in die Hände und begann ihn abzulecken. Sie hoffte, was er wusste. Bernhard hatte noch eine zweite Ladung in petto, die er ihr nur allzu gern kredenzen würde. Wohin auch immer.

Während Monika nun seinen Schwanz durch ihre roten Lippen in ihren Rachen gleiten ließ, drückte er kräftig seine Eier und verspürte dabei einen leichten, angenehmen Schmerz. Als sie seinen Riemen wieder aus ihrem Mund freigegeben hatte, nahm er ihn in die Hand und fing an, sich kraftvoll einen runterzuholen.

Monika hatte eine Hand zwischen ihre Beine gelegt und bewegte nun im gleichen Rhythmus ihre Finger über ihren Kitzler. Mit halboffenem Mund blickte sie von seinem dicken Pimmel hoch in sein Gesicht, das die Anstrengung seines Bemühens zeigte, sich ein zweites Mal zu entladen. Seine Selbstbefriedigung versetzte sie mehr und mehr in Ekstase. Die Vorstellung, dass ihr Vorgesetzter sich hier vor ihren Augen und bei unverschlossener Tür vor lauter Geilheit zu seinem zweiten Orgasmus brachte, versetzte ihr einen echten Kick. Ihre Finger schleuderten immer schneller über ihren geschwollenen Kitzler, und in dieser unglaublichen Erregung wartete sie sehnsüchtig auf seine volle Ladung, am liebsten direkt in ihren Mund. Sie wunderte sich fast über sich selbst, denn so scharf war sie sonst eigentlich nicht auf das stolze Produkt männlicher Drüsenhöchstleistung.

Bernhards Wichsen wurde immer schneller, er stöhnte, seine sich ankündigende Ejakulation verkrampfte seinen ganzen Körper, und mit einem langgedehnten, halblauten Aufschrei «Oh, mein Gott» gab er Monika seinen Saft zum zweiten Mal. In drei feinen Schüben spritzte er sein Sperma direkt in ihr Gesicht, wobei die erste Ladung auf ihrem Hals landete und in ihren Ausschnitt zwischen ihre Brüste lief, weil Monika, durch einen weiteren Höhepunkt geschüttelt, sich nicht auf die Richtung konzentriert hatte. Doch den zweiten und dritten Schuss des begehrten Saftes fing sie mit ihrem Mund geschickt auf. Ein Tropfen war unterhalb ihrer Unterlippe gelandet, den sie voller Lust aufschleckte, um dann seinen überraschend angenehm fruchtig-herb schmeckenden Liebessaft gierig zu schlucken.

So müsste man jeden Arbeitstag beginnen, dachte Monika bei sich, während sie hastig wieder in ihre Klamotten stiegen, um gleich darauf mit unschuldigem Lächeln und nacheinander in den Nachbarraum zu wechseln, in dem sich schon acht weitere, herrlich nichtsahnende Kollegen versammelt hatten. Wohlig spürte sie der Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen nach. Ewig war es her, seit sie ihrem Mann so richtig und nach allen Regeln der Kunst einen geblasen hatte. Aber auch er sollte etwas von meinem Quickie mit Bernhard haben, sinnierte sie, während der strebsame Stuckenberg die Ergebnisse seiner statistischen Fleißarbeiten vortrug. Gleich im Flur wollte sie Tobias heute Abend mit einem oralen Frontalangriff überrumpeln und probieren, ob sein Saft es geschmacklich mit Bernhards aufnehmen konnte.

:-) :-) :-)

Peter beendete gerade den Chat mit einem Amerikareisenden, der sich noch nach Gepäckrichtlinien im Zusammenhang mit elektronischen Geräten erkundigt hatte, und öffnete parallel seine privaten E-Mails unter Peter_Sebastian. Diese Adresse nutzte er bereits seit der Studienzeit für alle – wie er es nannte – offiziell privaten Kontakte, also für die Kommunikation mit Freunden, Familie und Kollegen. Neben all dem üblichen E-Mail-Müll gab’s eine Nachricht von seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Melanie, die eine Ausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen hatte und jetzt übergangsweise als Model jobte. Mit durchaus beachtlichem Erfolg. Sie hatte ihm ein Bild von einem aktuellen Fotoshooting geschickt, auf dem sie, offenbar für eine neue Kaffeemarke, mit einem interessant aussehenden Farbigen posierte. «Wie gefällt dir das?», stand darunter. «Meid dich doch später mal, Bruderherz. Ich hab’s Handy an. Kuss Melanie».

Dann war da noch eine E-Mail von Britta, mit der ihn inzwischen mehr verband als nur die griechische Insel Rhodos. Zunächst hatten die beiden über viele Wochen eine sehr intensive und phantasievolle E-Mail-Kommunikation, bis sie sich unbedingt persönlich kennenlernen wollten. Er buchte sich einen Flieger von Hamburg nach Frankfurt, natürlich zum Travidis-Mitarbeitertarif, und besuchte Britta in Bergheim an der Weinstraße. Aus diesem ersten Treffen wurden viele weitere, und fast wäre er sogar ins Bergische gezogen, wenn da nicht diese Geschichte mit Sandra dazwischengekommen wäre. Statt sauer zu sein, dass er es sich anders überlegt hatte, schien Britta beinahe ein bisschen froh, ihre Verbindung weiter auf Abenteuerniveau zu halten. Obgleich sie in letzter Zeit wirklich wenig von Peter gehört hatte.

Schnell las er noch Brittas E-Mail, die sich für einen Hamburg-Besuch wegen eines Seminars ankündigte, und wechselte dann, während er schon wieder in einem Bildschirmfenster einen Kundenchat begonnen hatte, auf seine E-Mail-Identität Amigo3000, seine Adresse für erotische Webkontakte. Und da war sie, die erwartete und ersehnte Antwort von Sandra. Im Betreff: «Was weiter geschah».

Peter öffnete die E-Mail:

«Über alles Begehrter! Nur ungern enttäusche ich dich, doch muss dir offenbaren, dass ich heute Morgen leider – und ich bedaure dies, wie du dir vorstellen kannst, zutiefst – noch keine Chance hatte, meine von dir ausgelösten Phantasien auszuleben. Zu gerne hätte ich meinem Kollegen Trampenau, an den du ja sicher bei deinen geilen Schilderungen gedacht hast, einen kurzen Blick zwischen meine Beine und unter meinen Rock gewährt. Und nein, natürlich habe ich heute kein Höschen angezogen, wovon ich mich gerade – indem ich meine rechte Hand auf meine unbekleidete Möse lege – noch einmal überzeuge und feststelle, dass sie warm ist und gut rasiert, und mein Kitzler und mein Zeigefinger versuchen jetzt, zärtlichen Kontakt aufzunehmen …»