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„Der eine Kaffee“ ist ein poetisches Mosaik aus Momenten, die nie laut waren – aber bleiben. Es erzählt von einer Liebe, die nicht zu Ende ging, weil sie nie richtig begann, und doch Spuren im Leben hinterließ. In fragmentarischen Texten, feinen Andeutungen und stillen Wahrheiten begleitet dieses Buch all jene, die lieben, erinnern, vermissen – oder einfach zwischen den Zeilen lesen möchten. Für Herzmenschen. Für Sehnsuchtsleser. Für dich.
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Seitenzahl: 57
Veröffentlichungsjahr: 2025
Über den Autor:
Thomas Seliger (geb. 1972) ist Autor, Coach und moderner Alchemist. In seiner Arbeit verbindet er psychologische Tiefe mit spiritueller Klarheit – stets auf der Suche nach dem Wesentlichen.
Seit vielen Jahren befasst er sich mit Resilienz und Hermetik und schafft Räume für Erkenntnis, Wandel und innere Stärke.
»Der eine Kaffee« ist sein persönlichstes Werk: poetische Texte über Liebe, Verlust und das, was bleibt, wenn das Leben andere Wege geht.
Thomas glaubt an Wandlung, Wahrheit – und an die Kraft stiller Geschichten, die oft mehr sagen als laute Worte.
ARS ANIMA
Zwei Hälften. Ein Ursprung. Eine Rückkehr.
Für das, was hätte sein können. Für das, was geblieben ist. Und für das, was sich noch zeigt – vielleicht dort, wo Worte zu Raum werden.
Die Tür stand nie offen, um zu gehen. Sondern um irgendwann zurückzufinden.
Wenn du willst,
gehört der nächste Schritt dir.
Ich sehe dich –
immer noch.
Der eine Kaffee
Texte über das, was hätte sein können – und über das, was bleibt
von Thomas Seliger
© 2025 Thomas Seliger, 1. Auflage
Website: www.thomasseliger.de
Das Buch ist wie folgt erschienen:
ISBN Softcover 978-3-384-62387-4
E-Book 978-3-384-62388-1
tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: Thomas Seliger, Hannoversche Str. 91, 30916 Isernhagen, Germany. Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected] Inhaltsverzeichnis
Prolog1
Kapitel 1:
Was war – Nähe, Liebe, Hoffnung 3
Der eine Kaffee5
Unsere ungeschriebene Melodie15
Ich bin anders21
Eros, Philia und Agape27
Abschied im Salon33
Ein Leben im Kopf41
Sei Wasser, mein Freund47
Kapitel 2:
Was blieb – Schmerz, Rückzug, Erkenntnis 53
Der Schmerz55
Ich war da, als es passierte63
Und alles klatscht Beifall69
Du hättest auch mal kämpfen können75
Das Fragment meines Herzens81
Ich kann Dich nicht schätzen87
Die verbotene Stadt91
Denn das ist alles, was ich noch geben kann97
Und ich würde gehen ...103
Kapitel 3:
Was trägt – Erinnerung, Seele, Würde 109
Ich bin der Letzte Zeuge111
Was bleibt?119
Akzeptanz125
Die Maske fällt129
Der eigene Wert137
Ein Brief aus der Ewigkeit143
Kapitel 4:
Was kommt – Tiefe, Wandlung, innere Reise 151
Der Baum des Lebens153
Der Weg der Erkenntnis159
Ich bin der Anfang und das Ende165
Doch ich arbeite daran173
Epilog179
Prolog
Dies ist kein Buch über das Ende.
Es ist ein Buch über das Danach.
»Der eine Kaffee« ist die fünfte Essenz aus drei Jahrzehnten Liebe. Die kondensierte Spur einer Reise, die oft im Verborgenen verlief und dennoch alles veränderte.
Diese Seiten sind kein Aufschrei. Sie sind ein Leuchtturm. Still, aber beständig. Für jene, die noch glauben, dass es sie gibt – diese eine Liebe. Nicht perfekt. Nicht glatt. Aber echt. Ewig auf eine seltsame Art.
Dieses Buch ist Zeugnis und Trost zugleich. Ein Glaube daran, dass etwas bleibt auch wenn alles Äußere geht. Dass Werte tragen, wenn Menschen es nicht mehr tun.
Und dass Schmerz nicht das Ende einer Geschichte ist, sondern Teil ihrer Wandlung.
Du hältst ein Stück Transformation in den Händen. Keine plötzliche Metamorphose, sondern eine seelische Häutung. Ohne Vergessen. Ohne Reue. Mit Blick nach innen, und einem stillen Nicken in Richtung der Vergangenheit.
Es ist auch eine Heldengeschichte – nur dass der Held diesmal nicht kämpft.
Er fühlt. Er zerfällt. Er erinnert. Und er steht wieder auf. Denn so war es immer, seit es Menschen und Liebe gibt: Geschichten wollen zu Ende erzählt werden. Nicht, um abgeschlossen zu sein, sondern um ganz zu werden.
Dies ist meine Geschichte. Vielleicht auch deine. Und wenn du irgendwo zwischen den Zeilen innehältst, und spürst, dass etwas in dir schwingt, dann hat dieses Buch seinen Zweck erfüllt.
Es gibt Momente,
die nur einen Augenblick dauern –
und trotzdem ein Leben lang nachhallen.
Der eine Kaffee
Geschrieben im Januar 2025 – zwischen Abschied und Rückkehr.
»Der eine Kaffee« zart, traurig und doch liebevoll. Nicht als Klage, sondern als ein ehrliches Eingeständnis: dass etwas Kostbares auch dann wertvoll war, wenn es nie vollständig wurde. Und dass ein einziger Moment manchmal das ganze Herz erfüllt.
Wir waren uns nah.
Nicht nur körperlich – tiefer.
Wir spürten einander, auch ohne Worte,
verstanden uns mit Blicken,
teilten Schweigen, bedeutsamer als tausend Sätze.
Doch dann trennten sich unsere Wege.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Ich kämpfte um ihren Platz in meinem Leben –
und noch mehr um meinen in ihrem.
Ich klopfte leise an ein fremdes Zuhause,
doch meine Stimme verhallte.
Nicht jeder Raum erkennt das Herz,
das davor wartet.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Die Vergangenheit trat erneut in mein Leben –
ein Moment, der nach Frieden klang.
Ich konnte es nicht.
Ich schickte sie fort –
aus Selbstschutz, aus Trotz, aus Schmerz.
Ein Fehler, der nie vergeht.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Sie verlobte sich –
nur nie mit mir.
In Gedanken fragte ich sie täglich,
doch unter den Sternen war ich allein.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Sie heiratete.
Nie sah ich ihr Weiß.
Ich war nicht der Mann, der dort stand,
am Ende des Gangs.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Später traf ich sie wieder –
kurz wurd es hell.
Ein Moment voll Glanz, voll Hoffnung.
Das Glück so nah,
und dann doch so fern.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Ich sah sie auf Fotos,
strahlend, tanzend, lachend –
auf Feiern, in Städten, in Leben –
nur ohne mich.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Sie baute sich Nester,
ordnete Räume mit Blick,
gab Dingen Bedeutung –
nur nicht mit mir.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Als der Sturm über sie kam,
war ich nur ein ferner Hafen.
Ich hätte meine Wege verlassen,
hätte mich aufgemacht –
doch ich wusste es nicht.
Dann flog sie über das Meer,
und ich blieb zurück
mit dem einen Kaffee.
Manchmal sind Menschen allein –
selbst wenn sie es nicht zeigen.
Hätt’ ich’s gewusst, wäre ich da:
wortlos, weich, verlässlich.
Nicht nur für einen Tag –
für alle.
Doch sie rührte sich nicht.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Sie fand neue Freunde –
enge, wichtige, vertraute Menschen.
Nur nicht mich.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Sie reiste.
Entdeckte Länder, Meere, sich selbst.
Immer weiter.
Doch nie mit mir.
Was mir blieb, war
der eine Kaffee.
Ich bot ihr meine Liebe.
Ganz.
Doch sie wollte sie nicht –
nur den flüchtigen Moment,
nur den einen Kaffee.
Wir trafen uns wieder, ich voller Liebe.
„Wir sehen uns bald wieder“ – so das Versprechen.
Doch daraus wurde nichts.
Nicht einmal das Essen.
Es blieben nur Stunden.
Nur der eine Kaffee.
Jetzt erobert sie die Welt,
schreibt ihre Geschichte.
