Der einsame König - E.G. Bauer - E-Book

Der einsame König E-Book

E.G. Bauer

0,0
0,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Eine junge Küchenhilfe verliebt sich in den König. Man erzählt sich der König, hätte sein Lächeln verloren. Durch eine Abmachung zwischen ihr und dem König, findet sie sich bald in einem Gefühlschaos wieder, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 27

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Der einsame König

TitelseiteKapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7Kapitel 8Kapitel 9Kapitel 10Kapitel 11Impressum

Der einsame König

Kapitel 1

Das Königreich Ketana erblühte in seinen schönsten Farben. Der Frühling hielt Einzug. Das Volk genoss die Blütenpracht.

Einzig im Schloss herrschte Trübsal. Die Bediensteten gingen wie gewohnt ihrer Arbeit nach. Eine junge brünette Frau wirbelte durch die Küche. Ein älterer Herr kam auf die junge Frau zu. „Anabel“, sagte er. „Kommt zu mir.“ Die Bedienstete leistete der Bitte Folge. „Habt ihr eine Aufgabe für mich?“, fragte sie. Der ältere Herr nickte. Er sagte, dass sie dem König sein Essen bringen solle. Gerade als Anabel gehen wollte, gab er ihr noch ein paar Anweisungen.

Auf dem Weg zum Gemach nahm die junge Frau die bedrückende Stimmung des Schlosses wahr. Als sie das Zimmer des Königs betrat, war das Gefühl fast überwältigend. Mit zitternden Händen befolgte sie die Ratschläge des Küchenherrn. Der Teller wurde genau in die Mitte des Tisches gestellt. Das Besteck platzierte sie auf der linken und das Glas auf der rechten Seite. Danach sollte die Bedienstete wieder gehen. Doch die Neugier übermannte sie. Hinter einem Vorhang fand sich ein geeignetes Versteck. Der König betrat das Zimmer. Er nahm Platz. Anabel versuchte ruhig zu atmen. Ein Kribbeln in ihrer Nase ließ sich jedoch nicht mehr unterdrücken. Hatschi! Das Geräusch hallte durch den ganzen Raum. Anabel erstarrte. Jedes Geräusch oder auch nur die kleinste Bewegung würde sie verraten. Flucht, war alles, was ihr in den Sinn kam. Aber wie?

„Kommt raus und setzt euch zu mir“, sagte der König. Anabel folgte der Bitte. Ihr Puls raste, das Herz schlug ihr bis zum Hals. Der Schweiß strömte aus allen Poren. Die junge Frau setzte sich, aber hielt den Blick gesenkt. „Seht mich an“, bat König Ben. Sie hob den Kopf. Als sie in seine Augen sah, war es um sie geschehen. Das tiefe Blau raubte ihr den Atem. Die Geschichten, die man sich im Dorf erzählte, entsprachen scheinbar der Wahrheit.

„Verzeiht mir meine Neugier, mein König“, sagte Anabel. „Aber ich wollte mich über- zeugen, ob all die Geschichten über euch stimmen.“ Die junge Frau setzte ihr schönstes Lächeln auf. Doch im Gesicht des Mannes war kein Funken Freude zu erkennen. Nicht einmal der Anflug eines Lächelns. „Und habt ihr eure Wahrheit entdeckt oder nur Lügen gefunden?“ Anabel musste heftig schlucken.

Seit dem Tod der Königin, so die Gerüchte, hatte sich der König verändert. Seine geliebte Diana zu verlieren, raubte ihm den Verstand. Es war der Tag, an dem er aufhörte zu lächeln.

„Man sagt, ihr hättet euer Lächeln verloren.“ Die Worte kamen sehr zaghaft über ihre Lippen. Abrupt legte der König die Gabel nieder. Mit einem angst einflößenden Blick fixierte er Anabel.

„Warum sollte ich euch nicht wegen Verrat in den Kerker stecken?“ Der jungen Frau gingen unzählige Gedanken durch den Kopf. „Weil ich...ich... ich euch einen Vorschlag unterbreiten möchte.“ Ben lauschte gespannt den Worten. „Ihr werdet mir jeden Tag eine Frage beantworten und ich gebe euch euer Lächeln zurück.“ Ben zeigte keinerlei Reaktion. „Ihr seid ein Mädchen aus dem Dorf und arbeitet in der Küche. Warum sollte ich darauf eingehen?“ Anabel hatte keine Ahnung, was sie sagen sollte. Eine Antwort musste klug gewählt sein. Sie versuchte das Vertrauen des Königs zu gewinnen.