Der Energiekörper des Menschen - Cyndi Dale - E-Book

Der Energiekörper des Menschen E-Book

Cyndi Dale

4,5
29,99 €

  • Herausgeber: Lotos
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Die Welt der feinstofflichen Energien entdecken

Die unsichtbaren Energieströme im Körper sind Grundlage und Ansatzpunkt für alle Methoden ganzheitlichen Heilens. Dieses Werk macht die energetische Anatomie des Menschen erstmals umfassend und lückenlos sichtbar. Es verbindet auf einzigartige Weise die Erfahrungen uralten Heilwissens mit den Erkenntnissen moderner Medizin.

• Die feinstoffliche Anatomie auf einen Blick: alles über Aura, Chakras, Meridiane, Reflexzonen, Akupunkturpunkte, Magnetfelder etc.

• Energetische Heilmethoden – Konzepte und Anwendungsmöglichkeiten: Akupunktur, Geistheilung, Reiki, Quantenheilung, Shiatsu, Ayurveda u. v. m.

• Mit 158 farbigen Illustrationen, zahlreichen Übersichten und Tabellen, Register und umfassender Bibliografie

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Seitenzahl: 775

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CYNDI DALE

DERENERGIEKÖRPERDES MENSCHEN

..................

Handbuch der feinstofflichen Anatomie

Aus dem Englischen übersetzt von Juliane Molitor

Die englische Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel »THE SUBTLE BODY: An Encyclopedia of Your Energetic Anatomy« im Verlag Sounds True, Inc., Boulder CO 80306.
Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.
Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.
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Lotos VerlagLotos ist ein Verlag der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH.
ISBN 978-3-641-07199-8V003
Copyright © 2009 by Cyndi DaleCopyright © 2012 der deutschsprachigen Ausgabe by Lotos Verlag,München, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbHNeumarkter Str. 28, 81673 MünchenAlle Rechte sind vorbehalten.Covergestaltung: Reinert & Partner Werbedesign, München unterVerwendung des Originalcovers von Karen PolaskiIllustrationen: Richard WehrmanGesetzt aus der Electra bei Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling
www.penguinrandomhouse.de

Dieses Buch ist den Pionieren der Energiemedizin gewidmet,jenen Männern und Frauen, welche die Fähigkeit,das Sichtbare aus dem Unsichtbaren zu erschaffen, bewahrt(und hartnäckig weiterentwickelt) haben.Und auch denen, die weiterhin im Mysteriumder unsichtbaren Welt leben.

INHALTSVERZEICHNIS

CopyrightÜbersicht der ZeichnungenEinleitung
TEIL 1: ENERGIE UND ENERGIEHEILUNG
1. Energie ist überall2. Ein Energieheiler sein
TEIL 2: DIE ANATOMIE DES MENSCHEN
3. Die Zellen4. DNA5. Das Skelett6. Die Muskeln7. Das Nervensystem8. Die Haut9. Das Herz-Kreislauf-System10. Das Atmungssystem11. Das endokrine System12. Das Verdauungssystem13. Das Ausscheidungssystem14. Das Fortpflanzungssystem15. Metabolismus16. Das Immunsystem17. Die Sinne
TEIL 3: ENERGIEFELDER
18. Eine Einführung in die Energiefelder19. Zwei Theorien zum vereinigten Feld20. Die natürlichen Felder21. Der strahlende Schein der Moleküle: verlorene und wiederentdeckte Forschungen22. L-Felder und T-Felder: realitätsbildende Partner?23. Feld-Belastung: Geopathischer Stress24. Die Macht des Magnetismus25. Handauflegen und Fernheilung: der Beweis für feinstoffliche Felder und eine nicht lokale Realität26. Heilige Geometrie: Felder des Lebens27. Menschliche Energiefelder
TEIL 4: KANÄLE DER ENERGIE – KANÄLE DES LICHTS
28. Die Geschichte der Meridian-Therapien29. Ein Überblick über das Meridian-System30. Theorien zur Existenz, zum Zweck und zur Funktion der Meridiane31. Die Geschichte der Meridian-Wissenschaft32. Die Hauptmeridiane33. Die wichtigsten Akupunkturpunkte34. Die fünf Phasen und entsprechende Theorien zur Diagnostik35. Die sieben Emotionen und die entsprechenden Organe
TEIL 5: ENERGIEKÖRPER – CHAKRAS UND ANDERE »LICHTSCHALTER«
36. Energiekörper37. Kundalini, die vereinende Kraft38. Wissenschaft und Chakra-Theorie39. Chakra-Systeme aus der ganzen Welt40. Die Kabbala und das mystische Energiesystem des Judentums
TEIL 6: ENERGIEHEILUNG IN DER PRAXIS
SchlusswortDanksagungAnmerkungenBibliographieBildnachweiseRegisterDie AutorinDer Illustrator

ILLUSTRATIONEN UND TAFELN

TEIL 1: ENERGIE UND ENERGIEHEILUNG

1.1 Übersinnliche Kräfte der Chakras – die Verlagerung vom Übersinnlichen zum Intuitiven (Tabelle)

TEIL 2: DIE ANATOMIE DES MENSCHEN

2.1 Eine menschliche Zelle2.2 Der DNA-Nebel2.3 F aszikelzellen2.4 Hirnanhangsdrüse2.5 Das elektromagnetische Feld des Herzens2.6 »Killerzellen « greifen einen Virus an

TEIL 3: ENERGIEFELDER

3.1 Veritable Felder3.2 F einstoffliche Energiefelder3.3 Die Schumann-Resonanz3.4 Ley-Linien weltweit3.5 Das Magnetfeld des Körpers3.6 Formen des Magnetismus Tabelle)3.7 Sinuskurve3.8 Kugel/Sphäre3.9 Fibonacci-Reihe3.10 Torus3.11 Der goldene Schnitt3.12 Merkaba3.13 Metatrons Würfel3.14 Blume des Lebens3.15 Pentachoron3.16 Die den Chakras zugrunde liegende Geometrie3.17 Die platonischen Körper3.18 Kymaglyphe der menschlichen Stimme3.19 Kymaglyphe der Uranus-Ringe3.20 Schichten des Aura-Feldes3.21 Der Sammlungspunkt

TEIL 4: KANÄLE DER ENERGIE – KANÄLE DES LICHTS

4.1 Yin- und Yang-Meridiane Tabelle)4.2 Die Hauptmeridiane (Körpervorderseite)4.3 Die Hauptmeridiane (Körperrückseite)4.4 Lungen-Meridian (Taiying)4.5 Dickdarm-Meridian (Yangming)4.6 Magen-Meridian (Yangming)4.7 Milz-Pankreas-Meridian (Taiying)4.8 Herz-Meridian (Shaoyin)4.9 Dünndarm-Meridian (Taiyang)4.10 Blasen-Meridian (Taiyang)4.11 Nieren-Meridian (Shaoyin)4.12 Perikard-(Herzbeutel-)Meridian (Jueyin)4.13 Dreifach-Erwärmer-Meridian (Shaoyang)4.14 Gallenblasen-Meridian (Shaoyang)4.15 Leber-Meridian (Jueyin)4.16 Konzeptionsgefäß4.17 Lenkergefäß4.18 Meridianverläufe am Kopf4.19 Das Fünf-Phasen-Diagramm4.20 Die fünf chinesischen Elemente (Tabelle)4.21 Die sieben Emotionen und die Organe (Tabelle)4.22 Nahrungsmittel und Emotionen (Tabelle)4.23 Die Zyklen des Qi – die Körperuhr

TEIL 5: ENERGIEKÖRPER – CHAKRAS UND ANDERE »LICHTSCHALTER«

5.1 Anatomie der Chakras5.2 Chakras als Wellen 5.3 Chakras im elektromagnetischen Spektrum5.4 Die Chakras und das endokrine System5.5 Das erste Chakra: Muladhara5.6 Das zweite Chakra: Svadhisthana5.7 Drittes Chakra: Manipura5.8 Das indische Chakra-System5.9 Das vierte Chakra: Anahata5.10 Das fünfte Chakra: Vishuddha5.11 Das sechste Chakra: Ajna5.12 Das siebte Chakra: Sahasrara5.13 Aspekte des Bewusstseins (Tabelle)5.14 Sushumna-Nadi5.15 Die wichtigsten Nadis und ihre Energien (Tabelle)5.16 Der Kundalini-Caduceus5.17 Die drei Hauptnadis5.18 Die Koshas5.19 Siddhi-Kräfte (Tabelle)5.20 Das tibetische Sechs-Chakra-System5.21 Das Tsalagi-(Cherokee-)System5.22 Ojos de Luz – das Energiesystem der Inka5.23 Die Pukios der Inka (Tabelle)5.24 Die Bänder der Kraft5.25 Die ägyptischen und afrikanischen Chakras und der Baum des Lebens (Tabelle)5.26 Die spirituellen Punkte und die Wirbelsäule (Tabelle)5.27 Das Zwölf-Chakra-System und das Energieei5.28 Infrastruktur der Chakras (Tabelle)5.29 Die Kundalini und das Zwölf-Chakra-System5.30 Chakras und Süchte (Tabelle)5.31 Der Baum des Lebens – die zehn Sephiroth5.32 Die Zusammenhänge zwischen Sephiroth und Chakras (Tabelle)

TEIL 6: ENERGIEHEILUNG IN DER PRAXIS

6.1 Akupunktur6.2 Moxibustion6.3 Schröpfen6.4 Die Kubota-Akupunkturzonen (Tabelle)6.5 Das Calligaris-System – Hand und Organe6.6 Chakras und Edelsteine (Tabelle)6.7 Farbenergien (Tabelle)6.8 Schädliche Farbigkeit (Tabelle)6.9 Farbtherapie – Zusammenhänge zwischen den Chakras und den Körperregionen6.10 Hilfreiche und schädliche geometrische Symbole (Tabelle)6.11 Basis-Shiatsu-Punkte6.12 Keiketsu-Shiatsu-Punkte6.13 Meridian-Zahnheilkunde6.14 Das Thai-Energiesystem6.15 Buddhistische Mudras6.16 Die fünf Buddhafamilien (Tabelle)6.17 Die fünf Finger und die tibetischen Elemente6.18 Hilfreiche und schädliche numerologische Symbole (Tabelle)6.19 Längs- und Querzonen6.20 Die drei wichtigsten Reiki-Symbole6.21 Fußreflexzonen – Ober- und Unterseite des Fußes6.22 Fußreflexzonen – Innen- und Außenseite des Fußes6.23 Handreflexzonen6.24 Reflexzonen am Kopf6.25 Ohrreflexzonen6.26 Die ganzen Noten und ihre Funktion (Tabelle)6.27 Kerntöne und die Chakras (Tabelle)6.28 Klang und Farbe (Tabelle)6.29 Die fünf Grundkonstitutionstypen (Tabelle)6.30 Stellen, an denen der Puls gefühlt wird6.31 Die Regionen der Zunge

EINLEITUNG

»Der Tag wird kommen, an dem wir, nachdem wir Herrn der Winde, der Wellen, der Gezeiten und der Schwerkraft geworden sind, uns in Gottes Auftrag die Kräfte der Liebe nutzbar machen. Dann haben wir zum zweiten Mal in der Geschichte dieser Welt das Feuer entdeckt.«

PIERRE TEILHARD DE CHARDIN

Wie wird ein engagierter Therapeut der bestmögliche Heiler? Wie kann er den Patienten am besten informieren – und daher die optimale Behandlungsform für ihn finden? Die Antwort auf diese Fragen findet man nicht nur, indem man die ausgetretenen Wege der medizinischen Aus- und Weiterbildung geht. Wir brauchen uns nur anzuschauen, in welchem Maße Krebs, Herzprobleme, psychische Erkrankungen und durch Stress verursachte Probleme zunehmen, um zu erkennen, dass die Grenzen des Heilens erweitert werden müssen. Auf dem viel begangenen Weg der westlich allopathischen Medizin, die sich auf den messbaren Nachweis der Krankheit und auf im Labor demonstrierbare Behandlungen verlässt – also auf Dinge, die einfach offensichtlich sind –, finden wir nicht alle Antworten, die wir brauchen. Wenn wir Vorzügliches erreichen wollen, müssen wir auch das beachten und mit dem arbeiten, was nicht auf der Hand liegt und nicht sichtbar ist. Wir müssen uns auf die Reise in die Welt der feinstofflichen Energien machen.

Dieses Buch ist für jene, die sich auf positive Weise im Gesundheitsbereich engagieren möchten. Und das sind wir alle, weil jeder von uns an irgendeinem Punkt seines Lebens in die Welt des Heilens eintritt, sei es aus persönlichen oder beruflichen Gründen. Dieses Buch möchte vor allem professionellen Therapeuten helfen, die den Sprung vom »guten« zum »großartigen« Heiler machen wollen. Genauso wichtig sind jedoch die Bedürfnisse der »Konsumenten«, also der Personen, die an einer Krankheit leiden – an einem Mangel an Leichtigkeit in Körper, Seele und Geist. In Wahrheit müssen wir alle die Informationen verstehen, die in diesem Buch gegeben werden, weil sie vom Selbst handeln und von der Wirklichkeit hinter der offensichtlichen, also hinter dem Stoff, aus dem die materielle Welt zusammengesetzt ist.

Dies ist ein Handbuch der feinstofflichen Energieanatomie, der Energiestrukturen, welche die physische Wirklichkeit und unsere physischen Körper stützen. Es ist auch ein Kompendium der feinstofflichen Energiewerkzeuge und Energietechniken – auf Energie basierende Methoden, die wirklich etwas bewirken. Ziel dieser Arbeit ist es, energetische Verlagerungen möglich zu machen – Verlagerungen, die eine Veränderung im Energiefluss bewirken –, um wahre Heilung herbeizuführen.

Im Grunde ist alle Medizin Energiemedizin, denn schließlich besteht die ganze Welt aus Energie. Man sollte auch nicht vergessen, dass alle bekannten und beobachtbaren medizinischen Phänomene einst in den feinstofflichen beziehungsweise nicht messbaren Bereichen angesiedelt waren. Röntgenstrahlen, Bakterien und selbst die biochemische Wirkung von Aspirin waren lange Zeit nicht beobachtbar. Viele der feinstofflichen Energien, denen Sie in diesem Buch begegnen, konnten kürzlich gemessen werden, und wir können davon ausgehen, dass viele, die bis jetzt noch nicht gemessen werden konnten, eines Tages auch dabei sind. In der Zwischenzeit dürfen wir nicht zulassen, dass der Mangel an wissenschaftlichen Beweisen uns davon abhält, mit feinstofflichen Systemen zu arbeiten. Der Mangel an »Beweisen« hat die Wirkung der feinstofflichen Energiepraktiken, die zu allen Zeiten eingesetzt wurden, nämlich nicht verhindert.

Um das Leben eines Patienten zu retten, die zu beruhigen, denen es nicht gut geht, oder ein Kind wieder zum Lachen zu bringen, brauchen heutige Heiler mehr als konventionelles Wissen. Sie müssen lernen, in, durch und hinter das Offensichtliche zu schauen und die wahren Gründe hinter einem gesundheitlichen Problem zu erkennen. Die Antworten auf Fragen über das Leben und den Tod liegen im Unsichtbaren. Daher sollten alle professionellen Heiler, unabhängig von ihrer beruflichen Ausrichtung, danach streben, auch feinstoffliche Energieheiler zu werden.

Was ist feinstoffliche Energie? Die der physischen Realität zugrunde liegenden feinstofflichen oder unsichtbaren Energien erschaffen und erhalten alle Materie. Die sogenannte reale Welt – die Welt, die Sie berühren, riechen, schmecken, hören und sehen können – besteht voll und ganz aus diesen Energien, die mit den fünf Sinnen nicht wahrnehmbar sind. In der Tat wird unsere gesamte Wirklichkeit von planvollen und veränderbaren Systemen aus feinstofflicher Energie erschaffen. Damit wir dazu beitragen können, dass jemand anderer wirklich geheilt wird – um Kranken zu helfen, Leiden zu lindern und Hoffnung dorthin zu bringen, wo Dunkelheit herrscht – müssen wir die feinstofflichen Energien, die Ungleichgewichte und Krankheit verursachen, anerkennen und mit ihnen arbeiten. Wir müssen die Ursachen behandeln, nicht die Symptome. Wenn wir das tun, erweitern wir das Feld der Medizin und betrachten das ganze Bild der Kräfte, die am Werk sind, wenn es um Gesundheit und Krankheit geht.

Bis vor ein paar Jahren gab es zwei Hauptkategorien der modernen Medizin, die westliche und die östliche. Die westliche Gesundheitspflege, auch allopathische Medizin genannt, ist mechanistisch. Westliche Therapeuten versuchen Symptome mit wissenschaftlich dokumentierten Methoden zu lindern. Wir sollten diese Herangehensweise achten und honorieren, denn wo wären wir ohne Antibiotika und Herzschrittmacher? Man muss aber auch sehen, dass uns die westliche Medizin erst seit relativ kurzer Zeit zur Verfügung steht. Tausende von Jahren dominierte das, was wir heute als östliche Medizin bezeichnen.

Die östliche Medizin ist ganzheitlich. Sie behandelt den ganzen Menschen – Körper, Seele und Geist – und nicht nur seine Symptome. Im Westen verwenden wir Begriffe wie Komplementär- oder Alternativmedizin, um diesen Ansatz zu bezeichnen. Anderswo auf der Welt heißt die östliche Medizin traditionelle Medizin, denn sie ist die Medizin der jeweiligen Kultur.

Westliche und östliche Methoden schienen lange diametral entgegengesetzt und die Spaltung zwischen ihnen schien unüberbrückbar, bis Therapeuten und Patienten merkten, dass sich die beiden Herangehensweisen gegenseitig verstärkten. Mit dieser Entdeckung war eine neue Art der Gesundheitspflege geboren, die integrative Medizin – die Hochzeit zwischen östlicher und westlicher Heilkunst.

Westliche, östliche und integrative Medizin sind allesamt wichtige Wege zur Heilung. Aber es gibt noch eine andere Komponente, die das Spektrum der Therapien komplettiert. Sie heißt Energiemedizin – genauer: feinstoffliche Energiemedizin. Mit Kenntnissen in Energiemedizin können Therapeuten eine neue Ebene der Heilkunst erreichen. Das liegt daran, dass alle Krankheiten energetisch sind oder etwas mit dem Energiefluss zu tun haben. Die optimale Methode zur Gesundheitspflege klammert Energieprobleme also nicht aus.

Alles ist aus Energie gemacht: Moleküle, Pathogene, verordnete Medikamente und sogar Emotionen. Jede Zelle gibt elektrische Impulse ab und der Körper selbst strahlt elektromagnetische Felder aus. Der menschliche Körper ist ein komplexes energetisches System, das aus Hunderten von energetischen Subsystemen besteht. Krankheit wird von energetischen Ungleichgewichten verursacht. Deshalb kann Gesundheit dadurch wiederhergestellt oder neu begründet werden, dass man die eigenen Energien ins Gleichgewicht bringt.

Wir können jedoch nicht alle Energien sehen, die den Körper gesund halten. Diejenigen, die wir sehen können, werden physikalische oder messbare Energien genannt. Diejenigen, die wir noch nicht wahrnehmen können, heißen feinstoffliche Energien. Feinstofflich heißt aber nicht schwach oder fragil. Die Wissenschaft nimmt allmählich sogar an, dass das Feinstoffliche – das bisher nicht Messbare – das Messbare steuert und so unseren physischen Rahmen bildet.

Die Vorstellung, dass es feinstoffliche Energien gibt, ist nicht neu, obwohl der Begriff selbst erst relativ spät geprägt wurde. Ihre Wurzeln reichen bis tief in die Geschichte der Menschheit. Vor Tausenden von Jahren entwickelten unsere Ahnen Systeme, um mit diesen Energien zu arbeiten. Mit der Zeit kodifizierten sie diese Systeme und entwickelten sie ebenso weiter wie die Heilmethoden, die darauf basierten, und zwar aus einem sehr wichtigen Grund: Diese Systeme funktionierten.

Das Wissen über feinstoffliche Energien wurde zwar zunächst intuitiv erworben, aber heute werden in Laboren, Kliniken, Instituten und Universitäten auf der ganzen Welt höchst spannende Untersuchungen dazu durchgeführt. Altes Wissen trifft auf wissenschaftliche Forschung, damit es bewiesen werden kann. In bahnbrechenden Untersuchungen, die mit hervorragender Ausrüstung und unter Anwendung physikalischer Prozesse durchgeführt wurden, hat sich eine neue Riege »feinstofflicher Energiemystiker« herauskristallisiert: Wissenschaftler, welche die Rätsel des Energiesystems entschlüsseln. Aus diesem Grund wird in jedem Teil dieses Buches auf wissenschaftliche Untersuchungen verwiesen, welche die Existenz feinstofflicher Energiestrukturen begründen.

Dieses Buch bietet Informationen über viele verschiedene Behandlungsmethoden, die auf den feinstofflichen Systemen basieren. Auf den ersten Blick scheinen manche dieser Methoden »nicht medizinisch« zu sein. Was haben Farbe und Klang mit Heilung zu tun? Was könnten Geschmacksrichtungen, Edelsteine und Zahlen für einen zeitgenössischen Heiler bedeuten? Die Antwort ist: viel. Die Behandlungen sind Tore, Modalitäten, die dem Heiler helfen, Zugang zu den feinstofflichen Energiebereichen zu bekommen und Heilung von dort mitzubringen. Und sie können zusätzlich zu Standardbehandlungen verabreicht werden.

Natürlich müssen alle professionellen Heiler, westliche, östliche und integrative, einen Moralkodex beachten, was sicherstellt, dass sie bei ihrer Arbeit von höchstem Nutzen sind. Verantwortungsvolle feinstoffliche Energieheiler müssen jedoch zusätzliche Dinge ansprechen, darunter den Umgang mit Grenzen, Ethik und Intuition. Dieses Thema wird in Teil 1 behandelt.

Teil 1 enthält auch ein Lexikon der Begriffe, die man kennen muss, um die feinstoffliche Anatomie ebenso zu verstehen wie Erklärungen sowohl der traditionellen als auch der neuesten Energiekonzepte. Obwohl feinstoffliche Energie und physikalische Energie auf etwas andere Weise und nach jeweils anderen Regeln funktionieren, sind sie miteinander verbunden, und wer mit feinstofflicher Energie heilen will, muss einen guten Zugriff auf beide haben.

In gleicher Weise hängt das Verständnis der feinstofflichen Anatomie von der Kenntnis der physischen Anatomie ab, dem Thema von Teil 2. Diese anatomischen Lektionen rufen vielleicht Erinnerungen an den Biologieunterricht wach, den Sie in der Schule hatten, aber wir werden hier die energetischen Aspekte der Körpersysteme betonen. Sie werden lernen, dass der physische Körper in Wirklichkeit eine Erweiterung des feinstofflichen Energiesystems ist. Der Rest des Buches ist eine Erkundung der feinstofflichen Energieanatomie, beginnend mit den drei Hauptstrukturen: Energiefelder, Energiekanäle und Energiekörper.

In Teil 3 untersuchen wir Energiefelder. Jede Zelle, jedes Organ und jeder Organismus – einschließlich unseres Planeten – strahlt Hunderte von Feldern aus. Hier wird auch das Konzept »geopathischer Stress« vorgestellt, ein neu entstehendes Forschungsgebiet, auf dem vorrangig die für unser Wohlergehen schädliche Wirkung bestimmter natürlicher und künstlicher Felder untersucht wird.

Thema von Teil 4 ist das System, in dem die feinstoffliche Energie durch den Körper fließt: die Kanäle. Sie finden eine in die Tiefe gehende Darstellung der Meridian-Wissenschaft sowie der vielen Experimente, in welchen die Existenz dieser feinstofflichen Strukturen kürzlich nachgewiesen und erklärt werden konnte.

In Teil 5 werden die feinstofflichen Energiekörper vorgestellt, etwa die Chakras, die Sephiroth der Kabbala und eine Vielzahl anderer Energieeinheiten. Wir werden die meiste Zeit für das bekannteste Chakra-System aufwenden, nämlich das indische, aber auch andere Energiekörper-Systeme untersuchen, angefangen mit dem aus Ägypten tradierten über die afrikanischen bis zu den südamerikanischen. Wir werden auch den »Fluss« oder die feinstofflichen Energiekanäle erkunden, welche die Chakras miteinander und mit dem ganzen Körper verbinden – die Nadis. (Zwar fallen die Nadis korrekterweise in die Kategorie Kanäle, aber sie sind auch derart untrennbar mit dem Chakra-System verbunden, dass wir sie mit diesem zusammen behandeln werden.)

Schließlich werden wir in Teil 6 einige der vielen integrativen Heilsysteme untersuchen, die heute in Gebrauch sind – nämlich die, bei denen mindestens zwei der drei feinstofflichen Strukturen (Felder, Kanäle und Körper) eingesetzt werden. Viele davon, etwa Ayurveda und Reiki, werden Ihnen bekannt sein, andere vielleicht nicht. Dieser Teil enthält auch eine repräsentative Liste weiterer feinstofflicher Energiepraktiken, die in diesem Buch nicht behandelt werden, zum Nachschlagen.

Wir müssen verstehen, dass das Wissen über diese feinstofflichen Energiesysteme seit Tausenden von Jahren zwischen Menschen und Kulturen ausgetauscht wird. Es gibt viele, viele Theorien über Meridiane, Chakras und Energiefelder – und sie unterscheiden sich sehr, je nachdem, welchen Experten man befragt. Dieses Buch möchte Ihnen das jeweils traditionellste Verständnis der Energiestrukturen bieten und zusätzlich einen Überblick über andere. Sie sind eingeladen, selbst weiterzuforschen und so zu Ihrer eigenen Auffassung von den feinstofflichen Energien und den entsprechenden Heiltraditionen zu gelangen.

Die Informationen, die Ihnen dieses Buch gibt, wurden aus viele Quellen zusammengetragen: esoterische Manuskripte, heilige Texte, anerkannte medizinische Autoritäten, Anwender, wissenschaftliche Handbücher, Forschungslabore, staatliche Stellen, Vereinigungen und Fachzeitschriften. Sie stammen aus Fachgebieten wie der Quantenphysik, der Bioenergetik, der heiligen Geometrie und aus Büchern über die spezifischen Bereiche der Heilkunde, die hier behandelt werden. Ich habe alle diese Quellen sorgfältig zitiert, um Ihnen bei Ihren eigenen Forschungen zu helfen. Sie werden freilich herausfinden, dass einige dieser Informationen noch nie zuvor in einem zeitgenössischen Buch erwähnt wurden. In der Tat wurden viele dieser Forschungsergebnisse im Laufe der Jahrhunderte von diversen Autoritäten regelrecht unterdrückt. Sie liefern nämlich so zwingende Beweise für die Energiesysteme, mit denen wir uns hier beschäftigen, dass sie als bedrohlich für die etablierte medizinische Praxis der damaligen Zeit empfunden wurden.

Und wie bin ich an diese »versteckten Informationen« gekommen? Dieses Buch zu schreiben war eine Odyssee der eigenen Art. Menschen tauchten praktisch aus dem Nichts auf, um mir Inhalte zur Verfügung zu stellen oder Hinweise zu geben. Den wichtigsten Beitrag hat ein einzelner Mensch geleistet: Steven Ross, PhD, von der World Research Foundation Library (WRF). Dr. Ross hat mehr als 30 000 Bände mit Forschungsergebnissen und philosophischen Hintergründen von Therapien gesammelt. Manche dieser Werke waren dem allgemeinen Publikum bis heute nicht zugänglich.

Wenn es nun darum geht, wie Sie dieses Buch nutzen können, sollten Sie Verständnis dafür haben, dass die Informationen, die hier zusammengetragen wurden, kein Ersatz für ein eingehendes Studium oder eine entsprechende Ausbildung sind. Sie bekommen beispielsweise eine Einführung in das Wissen um die Meridiane und in eine Vielfalt von auf diesem Wissen basierenden Therapien, aber eben nicht in der Vollständigkeit, die notwendig wäre, um Sie auf die Behandlung eines Patienten vorzubereiten. Vielmehr will Ihnen dieses Material einen Zugang zum Verständnis der Meridiane geben und die Möglichkeiten aufzeigen, die Sie hätten, wenn Sie sich intensiver damit beschäftigen würden.

Dieses Buch ist so aufgebaut, dass Sie es nicht von vorn bis hinten – und noch nicht einmal ganz – lesen müssen. Sie können sich auf ein Kapitel konzentrieren oder sogar auf ein abgeschlossenes Thema innerhalb eines Kapitels. Ich schlage außerdem vor, dass Sie sich das Register vornehmen, um einen Überblick über die Allgemeingültigkeit bestimmter Themen zu bekommen. Sie werden vermutlich sogar herausfinden, dass das Register unverzichtbar ist. Um eine Idee vollständig zu verstehen, ist es hilfreich, sie in unterschiedlichen Zusammenhängen wahrzunehmen, und viele Begriffe – von den Mitochondrien über die Geometrie zur Spin-Theorie – kommen in fast jedem Kapitel vor. Weil Sie sich vielleicht nur mit einem oder zwei bestimmten Themen beschäftigen wollen, werden gewisse allgemeingültige Vorstellungen in jedem Kapitel kurz beschrieben.

Dieses Buch will vor allem ein Nachschlagewerk sein – ein Handbuch, das in Worten und Bildern über die feinstofflichen Energiesysteme informiert. Obwohl eine solche Fülle an Informationen zwischen diesen beiden Buchdeckeln steckt, steht natürlich noch viel mehr Wissen über die feinstoffliche Energiewelt zur Verfügung und wartet auf seine Entdeckung. Dieses Buch kann Ihnen als Anregung für weitere Nachforschungen dienen und für das Lernen aus der besten Quelle: Sie selbst.

Am Ende müssen Sie Ihre eigene »beste Autorität« in Sachen feinstoffliche Energien werden. Sie werden ein Gefühl dafür bekommen, welche Informationen für Sie und das, was Sie anwenden, angemessen sind, und auch erkennen, welche Einzelheiten Sie nicht zu Ihrem Ziel führen. Sie werden allmählich auch sich selbst – Ihre eigenen feinstofflichen Energiesysteme – auf diesen Seiten wiederfinden. Das kommt daher, dass wir alle die gleichen Energiesysteme haben. Wir alle haben die Gaben und Fähigkeiten, die es uns erlauben, aus dem Feinstofflichen zu schöpfen – mit dem Unsichtbaren zu arbeiten –, um uns selbst und anderen zu helfen. Und wir teilen uns nicht nur einen Platz im Universum, sondern auch die Erfahrung, ein Mensch auf diesem Planeten zu sein. Jeder von uns ist bereit für das wachsende Wissen über die Heilung des feinstofflichen Körpers.

TEIL 1

ENERGIE UND ENERGIEHEILUNG

Was ist »Energie-Anatomie«? Schauen Sie unter die Oberfläche der Welt – jener Welt, die unter anderem aus Ihren Kleidern, Ihrem Toaster, Ihren Philosophien und Ihrer Haut besteht – und Sie werden ein Universum der wirbelnden feinstofflichen Energien entdecken. Wir wissen zwar nicht genau, was diese Energien tun oder wie sie es tun, wohl aber, dass sie »hier« sind und dass sie die Energien formen, die unserer materiellen Realität zugrunde liegen. Sie formen uns.

In diesem Teil des Buches werden wir die feinstofflichen Energien untersuchen, die unsere Welt zu dem machen, was sie ist. Wir werden definieren, was »feinstofflich« im Gegensatz zu »grobstofflich« oder »materiell« ist, und die Grenzen zwischen den beiden ausloten, um das nicht Messbare vom Messbaren zu unterscheiden, das Sichtbare vom Unsichtbaren. Wir werden etwas über die Grundprinzipien von Energie erfahren – was sie ist und wie sie funktioniert – und das Konzept einer energetischen Anatomie beziehungsweise eines Systems aus feinstofflichen Energiefeldern, Energieleitbahnen und Energiekörpern vorstellen. Wir werden jede dieser anatomischen Strukturen einzeln behandeln.

Dann werden wir einen Blick auf die Heilarbeit selbst werfen – egal ob sie mit allopathischen, komplementärmedizinischen, integrativen oder anderen Heilphilosophien assoziiert wird. Es gibt Merkmale, die alle mit feinstofflicher Energie arbeitenden Heiler gemeinsam haben: Sie können die subtilen und weniger substanziellen Energien sehen, fühlen und/oder hören und damit arbeiten. Fragen zur Ethik, zu den Grenzen der Heilarbeit, zur Ausbildung und zum Gebrauch der Intuition sind ein Thema für sich.

Dieser Teil des Buches ist eine Einführung – sozusagen das Tor zur Welt der Energie. Es ist eine faszinierende Welt, in der wir Bekanntschaft mit dem Unbekannten machen und das entdecken können, worüber wir noch nichts wissen.

1

ENERGIE IST ÜBERALL

Schauen Sie sich Ihre Haut einmal genauer an. Wenn Sie sie wirklich so sehen könnten, wie die Alten es vermutlich konnten, würden Sie feine Linien und Muster wahrnehmen – noch feiner als Fältchen und Poren. Dr. Giuseppe Calligaris, dem wir später in diesem Buch noch begegnen werden, hat diese Muster sozusagen decodiert. Wenn Sie beispielsweise krank wären, würde er diese Muster interpretieren und aufgrund ihrer Formen Aussagen über Ihre Krankheit machen.

Sprechen Sie ein paar Worte. Wussten Sie, dass Ihre Worte geometrische Formen annehmen können? Der Prozess, in dem die Schwingungen der Worte auf eine besondere Klangplatte übertragen werden, nennt sich Kymatik, und die Klangschwingungen können als Mosaike oder Mandalas, Dreiecke oder Pentagramme sichtbar werden.

Dies sind nur zwei Beispiele für die Art von Beweisen und Prozessen, die bei der Erforschung des menschlichen Energiesystems eine Rolle spielen. Wir sind aus Energie gemacht. Die ganze Welt ist aus Energie gemacht, die – ganz einfach – als »schwingende Information« definiert werden kann. Diese Energie, diese Nahrung des Lebens kann sich als Muster, Klang, Haut, Gedanke oder sogar als die morgendliche Tasse Kaffee zum Ausdruck bringen, aber sie bleibt immer Energie. Wir können die feineren Muster unserer Haut oder die Form unserer Worte normalerweise nicht sehen, aber sie sind dennoch da. Genau so ist es mit gewissen Schichten des Körpers und der Welt. Sie existieren, obwohl sie mit den fünf Sinnen nicht wahrgenommen werden können.

Dieses Buch beschäftigt sich mit Einsichten, Forschungsergebnissen und Erklärungen zu jener komplexen Ansammlung aus feinstofflichen Feldern, Kanälen und Körpern, die ein menschliches Wesen ausmacht. Diese Strukturen bestehen aus feinstofflicher Energie beziehungsweise aus Energien, deren Frequenz zu hoch oder zu niedrig ist, als dass sie leicht gemessen werden könnte. Man weiß dennoch, dass sie existieren, weil sie eine Wirkung hervorbringen.

Wir können nicht über feinstoffliche Energien sprechen, ohne uns auch mit den materiellen oder grobstofflichen Energien zu beschäftigen. Das Feinstoffliche kann nämlich ebenso wenig vom Grobstofflichen getrennt werden, wie man den einmal aufgebrühten Kaffee vom Wasser trennen kann – immer vorausgesetzt, dass man den Kaffee weiterhin trinken möchte. Ein Teil des Beweises für die Existenz feinstofflicher Energien besteht in der Tat darin, dass man die materiellen Energien für gültig erklärt.

WAS IST FEINSTOFFLICHE ENERGIE?

Vor Tausenden von Jahren haben unsere Ahnen Energie auf eine Weise wahrgenommen, die man in unserer Zeit ablehnt. Sie haben für ihre Erkundungen keine besonderen Geräte wie Mikroskope oder Spektrometer benutzt, wie wir das heute tun, sondern stattdessen ihre inneren Sinne eingesetzt.

Feinstoffliche Energie ist einfach Energie, die nicht mit den wissenschaftlichen Methoden gemessen werden kann, die uns heute zur Verfügung stehen. Es ist nichts Übernatürliches, Paranormales oder Beängstigendes – es ist nur Energie. Sie unterliegt einigen – aber nicht allen – Gesetzen, denen auch die Materie, ihr Gegenpart, unterliegt. Wie die Informationen unter der Überschrift »Ein feinstoffliches Energiemodell« vermuten lassen, wirken feinstoffliche Energien auf einer anderen Ebene beziehungsweise in einem anderen Kontinuum als materielle Energien. Dennoch können sie im Vergleich mit materiellen Energien zumindest annähernd definiert werden, wie die folgende Definition deutlich macht. Sie basiert auf Ansätzen aus dem Buch The Science of Homeopathy.1

Materielle Energie manifestiert sich im Rahmen der positiven Raumzeit, ist ihrem Wesen nach elektrisch und hat positive Masse. Sie bewegt sich langsamer als Lichtgeschwindigkeit und ruft Gravitation hervor. Das bedeutet, dass man sie sehen kann. Feinstoffliche Energie hingegen nimmt die nächste Raumzeit (oder andere Raumzeiten) ein, manifestiert sich im Rahmen der negativen Raumzeit und hat negative Masse. Sie ist ihrem Wesen nach magnetisch und bewegt sich schneller als Lichtgeschwindigkeit. Sie ruft das hervor, was manche als Levitationskraft bezeichnen. Das bedeutet: Man kann sie zwar nicht sehen, wohl aber ihre scheinbar paranormalen Effekte beobachten.

Ein Grund, warum es so schwer ist, feinstoffliche Energien voll und ganz zu verstehen oder zu erklären, ist, dass die Wissenschaft Energie immer noch nicht wirklich versteht – noch nicht einmal im klassischen Sinne.

DER VERSUCH, ENERGIE ZU DEFINIEREN

In den Lehrbüchern wird Energie normalerweise als die Quelle der Kraft definiert, die eingesetzt werden kann, um eine Arbeit zu verrichten, ein Ziel zu erreichen oder eine Wirkung hervorzurufen. In diesem Buch gehen wir etwas mehr in die Tiefe und definieren Energie als in Schwingung befindliche Information. Wissenschaftliche Forschungen haben bewiesen, dass alles Energetische Information enthält: Daten, die einem Atom sagen, ob es Teil einer Niere oder des Weltraums werden soll.2 Physikalische oder materielle Energie unterliegt bestimmten Gesetzen und wird durch gewisse Steuerbefehle strukturiert, die beispielsweise dafür sorgen, dass der Kaffee in der Tasse bleibt, statt durch den Kosmos zu fliegen.

Energie ist nicht nur »informiert«, sie schwingt auch. Die Wissenschaft – und zwar die klassische Schulwissenschaft – hat nachgewiesen, dass das ganze Universum in Schwingung ist. Und mehr noch, alles schwingt in seiner eigenen unverwechselbaren Geschwindigkeit. Eine Gehirnzelle schwingt anders als eine Haarzelle. Gleichgesinnte Organismen schwingen ähnlich, aber jede individuelle Einheit unterscheidet sich leicht von den ihnen verwandten Gruppen.

Schwingung entsteht aus dem Verhältnis zwischen Amplitude (maximale Auslenkung einer Welle) und Frequenz (Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Welle): Oszillationen, die mehr Energie erzeugen. Diese Oszillationen tragen Informationen, die gespeichert oder angewendet werden können. Die jeweilige Information kann sich (genau wie die Oszillation) verändern, und zwar abhängig von der Art einer bestimmten Interaktion. Und so entsteht und besteht das ganze Leben aus Information und Schwingung.

Energetik ist die Lehre von den Komponenten, Prinzipien und Anwendungen von Energie. Die Einstellung der Wissenschaft zur Energetik ändert sich ständig, denn die Gesetze, die auf der makroskopischen Ebene gelten, funktionieren auf der mikroskopischen nicht immer.

Zum Beispiel kann sich Energie, die eine Masse (und daher Gewicht) hat, der klassischen Physik zufolge nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Doch wie wir in Teil 3 dieses Buches sehen werden, haben Forscher Licht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit pulsieren lassen. Vielleicht wurden die Gesetze der klassischen Physik damit nicht gebrochen, aber mit Sicherheit wurden sie erweitert.

In der klassischen Physik kann ein Partikel (ein Massepunkt) nur an einem Ort gleichzeitig existieren. In der Quantenphysik muss ein subatomares Partikel genau genommen an zwei Orten gleichzeitig sein.3 Manche dieser Orte könnten andere Welten sein. Solche Gesetze, wie erst die Quantenphysik sie enthüllt hat, sind dem, womit man feinstoffliche Energien erklären kann, schon näher. Sie implizieren, dass die Existenz feinstofflicher Energien und ihrer Strukturen beweisbar ist, auch wenn weder die Energien selbst noch ihre Strukturen sichtbar sind.

In Wahrheit wissen wir, dass feinstoffliche Energien existieren, weil wir ihre Wirkung wahrnehmen können, wie wir in diesem Buch immer wieder sehen werden. Im geschichtlichen Rückblick wird klar, dass auch den traditionellen Naturwissenschaften und der Medizin feinstoffliche Energien zugrunde lagen. Mikroorganismen waren bis zur Erfindung des Mikroskops unsichtbar. Das hinderte sie jedoch nicht daran, Menschen zu töten. Auf der anderen Seite hat das Studium der feinstofflichen Energien immer zu wichtigen und praktisch anwendbaren Entdeckungen geführt. Die Beschäftigung mit diesen Energien könnte aber noch einem anderen Zweck dienen: westliche und östliche Philosophien miteinander zu verbinden.

DIE VERBINDUNG ZWISCHEN WESTEN UND OSTEN

In vielen Büchern über Energie-Anatomie werden die Unterschiede zwischen westlicher und östlicher Medizin betont. Es gibt viele Fachbegriffe für jedes System. Die westliche Medizin wird auch als allopathische oder traditionelle Gesundheitsversorgung bezeichnet. Sie stützt sich sehr stark auf empirisch wissenschaftliche Konzepte, wertet Symptome im Hinblick auf zugrunde liegende Ursachen aus und lindert diese Symptome mit erprobten und verifizierbaren Methoden wie dem Verschreiben von Medikamenten, Operationen und Apparaten.

Der östlichen Medizin wird oft das Etikett »Alternativmedizin, Komplementärmedizin« oder »Naturheilkunde« aufgeklebt. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist und Seele einbezieht und eher die zugrunde liegenden Ursachen anspricht als nur die Symptome. Zu diesem Zweck kann sich die Heilung zwar auf das Körperliche konzentrieren, wird aber immer auch emotionale, mentale und spirituelle Belange berücksichtigen. Energiemedizin – auch eine Bezeichnung für die Arbeit mit dem feinstofflichen Energiesystem – fällt oft in diese Kategorie.

Integrative Medizin kombiniert westliche und östliche Methoden. Ein neu geschaffener Begriff für diesen vereinigenden Ansatz lautet »nicht lokale Medizin«. Sie geht davon aus, dass die Basis der materiellen Energie nicht innerhalb des materiellen Universums liegt, sondern vielmehr auf jenen feinstofflichen Ebenen und bei den Energien, die alles durchdringen. Diese Philosophie verallgemeinert die Medizin – und das sollte sie auch, da letztlich alle medizinischen Systeme energetischer Natur sind.

Es gibt gar keine echte Trennung zwischen westlichem und östlichem Denken und es hat sie auch nie gegeben. In den fernöstlichen und südasiatischen Kulturen (und in vielen anderen Kulturen auf der ganzen Welt) werden schon seit mindestens viertausend Jahren Gehirnoperationen durchgeführt.4 Eine sehr einfache Version der Gehirnchirurgie namens Trepanation wurde schon vor fast zehntausend Jahren in Gegenden durchgeführt, die man heute für Domänen der östlichen Medizin hält.5 Vor fast dreitausend Jahren benutzten die Ägypter, die Chinesen und die mittelamerikanischen Indianer Schimmel als einen Vorläufer der heutigen Antibiotika.6

Die westliche Medizin wurzelt genau genommen im Animismus des Schamanentums. Schamanen sind »Priester-Heiler«. Sie setzten Methoden ein, die wir heute mit westlicher Medizin in Verbindung bringen, wie den Gebrauch von Kräutern und anderen Pflanzen, hatten aber auch Kontakt zu Geistführern und hielten Rituale ab, in denen sie zum Zwecke der Heilung durch den Kosmos reisen konnten. Die integrativen Vorstellungen des Schamanentums stützen die moderne Medizin, die Psychologie, die Psychiatrie, die Erkundung des Bewusstseins und sogar einige quantenphysikalische Theorien.

Die Energiemedizin und die Genauigkeit der Energie-Anatomie »gehören« nicht dem Westen oder dem Osten. Das ist gar nicht möglich. Denn alles ist Energie und alle Medizinsysteme sind letztlich energetisch. Der einzige Grund dafür, dass Energiearbeit normalerweise in die »östliche« Schublade gesteckt wird, ist, dass wir die beiden Systeme einander nicht korrekt gegenübergestellt haben.

Beispielsweise verlässt sich die westliche Anatomie auf Schaubilder, die sagen: »Die Leber ist da.« Also schneiden Sie den Körper an der Stelle auf, und da ist die Leber. Die östliche Anatomie verfolgt die Spur der Leber mit Schaubildern, die ihre Energie unter anderem in einem Zeh lokalisieren. Beide haben recht: Die physische Leber, die Leber als Organ liegt unterhalb des Brustkorbs und ihre feinstofflichen Energien fließen bis in den Zeh.

Diese beiden Modalitäten sind in der Tat ein und dieselbe. Der Energieexperte und Autor James Oschman, PhD, schreibt: »Jede Intervention in ein lebendes System schließt Energie in der einen oder anderen Form mit ein.«7 So wie er sie definiert, schließt die Energiemedizin das Studium der Beziehungen zwischen dem menschlichen Körper und elektrischen magnetischen und elektromagnetischen Feldern sowie Licht, Klang und andere Energieformen und deren Einsatz ein.8 Der Körper produziert diese Energien nicht nur, er antwortet auch auf sie, und zwar sowohl in ihrer natürlichen als auch in ihrer künstlichen (vom Menschen hervorgebrachten) Beschaffenheit. Begriffe wie Energiemedizin, Energieheilung, Biofeldheilung, bioenergetische Heilung, Chakra-Heilung, Aura-Heilung, Energiearbeit, Meridian-Heilung, Energie-Anatomie, Schwingungsmedizin, feinstoffliche Energieheilung und viele ähnliche bezeichnen einfach Praktiken, die sich auf eine bestimmte Schwingungs- oder Frequenzebene beziehen.

Wie Oschman betont, ist auch die allopathische oder Schulmedizin entgegen der landläufigen Meinung eine Art Energiemedizin. Die meisten von uns kennen die Vorzüge von Röntgen-, Kernspintomografie-, Elektrokardiogrammgeräten und ähnlichen Diagnoseapparaten (oder kennen jemanden, der sie kennt). Alle diese Geräte arbeiten mit Energie und bewirken energetische Veränderungen im Körper.9 Ein chirurgischer Eingriff kann insofern als energetisches Manöver betrachtet werden, als das Durchschneiden von Gewebe das Schwingungsfeld des Körpers stört. Das Hinzufügen eines Geräts, etwa eines Herzschrittmachers, bringt neue Informationen, welche die Herzfunktion stärken und in diesem Fall sicherstellen, dass es korrekt schwingt, statt »stolpernd« zu schlagen. Sogar verschreibungspflichtige Medikamente wirken auf der Energieebene, indem sie Schwingungen durch chemische Informationen, die das Zellverhalten beeinflussen, verändern.

Die Welt ist vielleicht – noch – nicht bereit, alle Medizinsysteme vollständig unter dem Oberbegriff »Energie« zusammenzufassen. Aber in diesem Buch wollen wir einen Versuch in diese Richtung machen, indem wir uns auf das am wenigsten erforschte Gebiet der Energiemedizin konzentrieren – das der feinstofflichen Energien.

MESSBARE UND FEINSTOFFLICHE ENERGIEN – BEKANNTE UND NOCH ZU ERFORSCHENDE WELTEN

Wieder haben wir zwei grundlegende Arten von Energie: die materiell grobstoffliche und die feinstoffliche. Wissenschaftlich ausgedrückt: die veritable oder messbare und die mutmaßliche oder nicht messbare. Viele feinstoffliche Strukturen sind messbar oder zumindest beobachtbar, aber die Forschungsergebnisse, die das demonstrieren, sind noch nicht bis in die Massenmedien (oder medizinischen Fakultäten) vorgedrungen.

In diesem Buch werden Sie immer wieder Forschungsergebnisse finden, welche die Existenz der verschiedenen feinstofflichen Energiestrukturen dokumentieren. Einige davon waren »verloren gegangen« und werden jetzt »wiederentdeckt«, nachdem sie aus Versehen oder mangelndem öffentlichem Interesse in den Annalen der Zeit verschwunden waren. Viel häufiger jedoch kam es vor, dass Autoritäten Forschungsergebnisse unterdrückten, weil sie sich davon herausgefordert fühlten. Zu den wichtigsten Indizien für die allgemeine Existenz feinstofflicher Energien gehören die folgenden:

Verschiedene magnetische Vorrichtungen, etwa der hochempfindliche Magnetfeldsensor (superconducting quantum interference device, kurz: SQUID), werden zum Erkennen elektromagnetischer Energien jenseits der körperlichen Grenzen eingesetzt. (Diese Forschungsergebnisse werden in Teil 2 diskutiert.)Ein Prozess, in dem menschliche Absicht ein einfaches elektrisches Gerät steuert, macht deutlich, wie Gedanken Materie beeinflussen können.10Verschiedene Experimente mit anorganischen, organischen und lebenden Materialien bringen eine einzigartige Sekundärebene der materiellen Realität zum Vorschein, die von der menschlichen Absicht beeinflusst werden kann.11Messungen der Meridian- und Chakra-Systeme, der wichtigen feinstofflichen Kanäle und Energiezentren zeigen, dass diese auf einem höheren elektromagnetischen Niveau arbeiten als der Rest des Körpers.12Versuche machen deutlich, dass das menschliche Biofeld auf einer einzigartigen Ebene der materiellen Wirklichkeit operiert.13Die Ermittlung von elektromagnetischen Lebensfeldern und Gedankenfeldern, die feinstoffliche Energien steuern. (Diese Forschungen werden in Teil 3 vorgestellt.)Forschungen von Wissenschaftlern wie Dr. Björn Nordenström haben ergeben, dass da, wo ein Ionenfluss ist, auch elektromagnetische Felder sind, und zwar 90 Grad zum Fluss. Nordenström konnte eine Art elektrisches Kreislaufsystem im Körper nachweisen, welches die innerkörperliche Präsenz von Meridianen und anderen Energieleitbahnen ebenso erklärt wie die komplexe Natur des menschlichen Energiefelds. (Diese Forschungen werden in Teil 4 diskutiert.)

Warum können wir diese feinstofflichen Felder nicht sehen? Die menschlichen Sinne funktionieren in einem kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums, in jenem messbaren Bereich der Energie, der unterschiedliche Arten von Licht hervorbringt. Unsere Augen können nur Strahlung – das ist in dem Fall die Bezeichnung für die wahrnehmbare Energie, die von Substanzen emittiert wird – im Bereich zwischen 380 und 780 Nanometer erkennen. Das ist sichtbares Licht. Infrarotes Licht hat eine Wellenlänge von 1000 Nanometer, ultraviolettes Licht von 200 Nanometer. Beide können wir nicht sehen. Wir können nicht sehen, was wir mit unseren körperlichen Sinnen nicht zu sehen in der Lage sind – was wir nicht zu sehen gelernt haben. Wenn feinstoffliche Energien tatsächlich ein negatives Raum-Zeit-Kontinuum ausfüllen, sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen und keine Masse haben, können wir festhalten, dass wir gegenwärtig nicht über die nötigen Geräte verfügen, um sie zu messen. Das heißt nicht, dass das, was nicht sichtbar ist, auch nicht existiert.

DIE STRUKTUR DER FEINSTOFFLICHEN ANATOMIE

Die feinstoffliche Energie-Anatomie ist mehr als eine Legende, mehr als ein Vermächtnis unserer Ahnen. Sie ist ein brauchbares System, das von seinen Anwendern, von denen es Millionen auf der ganzen Welt gibt, ständig definiert und wieder neu definiert wird.

Es gibt drei grundlegende Strukturen der Energie-Anatomie. Sie alle ziehen feinstoffliche Energie aus externen Quellen an und verteilen sie im ganzen Körper. Sie transformieren feinstoffliche Energien in materielle Energien und umgekehrt und senden feinstoffliche Energien zurück in die Welt. Diese feinstofflichen Strukturen sind auch für das Erschaffen, Unterstützen und Erhalten ihrer materiellen Gegenstücke verantwortlich. In beiden Welten der feinstofflichen und der materiellen, sind die drei Basisstrukturen Feder, Kanäle und Körper.

Barbara Ann Brennan, Expertin für das menschliche Energiefeld, sagt, dass die feinstoffliche Energiestruktur eine Matrix für das Zellwachstum anlegt. Es ist also schon da, bevor die Zelle zu wachsen beginnt.14 Dr. Kim Bonghan, Arzt und Forscher aus Nordkorea, hat herausgefunden, dass eine der feinstofflichen Energiestrukturen, das Meridiansystem, dazu dient, den Ätherkörper (eine der feinstofflichen Energieschichten) mit dem sich entwickelnden physischen Körper zu verbinden. (Seine Forschungsergebnissse werden in Teil 4 ausführlich behandelt.)15

Andere Forscher stimmen darin überein, dass die feinstofflichen Energiestrukturen eine Verbindung zwischen dem physischen Körper und den feinstofflichen Energien (und ihren Bereichen) herstellen. Allerdings unterscheiden sich feinstoffliche Strukturen in vieler Hinsicht von biologischen. Wie das Heilerehepaar Lawrence und Phoebe Bendit erklärt, kann man beispielsweise nicht sagen, dass eine feinstoffliche Energiestruktur, etwa ein Feld, an einem einzigen Ort, beispielsweise außerhalb des Körpers, ausgemacht werden kann. Während physische Körper begrenzt sind, durchdringt das feinstoffliche Energiefeld jedes Teilchen des Körpers und erstreckt sich noch darüber hinaus. Auf dieses Weise stellt sie eine Art Blaupause für den wachsenden physischen Körper zur Verfügung.16

Feinstoffliche Energien funktionieren nach anderen Regeln als messbare Energien. Die Energieregeln für die feinstofflichen Strukturen sind in Konzepten aus der Quantenphysik verschlüsselt, dem Studium energetischer Interaktionen auf der Mikroebene. Die betreffenden Theorien werden in diesem Buch immer wieder erläutert. Feinstoffliche Energien verhalten sich insofern regelwidrig, als sie Raum und Zeit ausdehnen und manchmal völlig ignorieren, ihre Form beliebig ändern und an vielen Orten gleichzeitig sein können.

Ein anderes einzigartiges Charakteristikum feinstofflicher Energien ist, dass ihre Strukturen nicht nur die materielle Welt nach ihrem Bild formen, sondern sich ihr auch anpassen. Das bemerkenswerteste Zeichen für diese Anpassung ist die Existenz des Polaritätsprinzips. Polaritäten sind voneinander abhängige Gegensätze. Die materielle Ebene ist dualistisch. Die feinstofflichen Energien kommen zwar »ganz« oder vereinigt auf die materielle Ebene, aber dort splitten sie sich in gegensätzliche Eigenschaften auf.

Zum Beispiel sind physikalische Felder elektrisch oder magnetisch. Gegensätzliche Ladungen lassen elektrischen Strom fließen und Magneten haben zwei Pole. Gegensätze erzeugen das Leben, wie wir es kennen. Feinstoffliche Strukturen wie die Meridiane sind nach einem chinesischen Konzept namens Yin-Yang-Theorie in polare Paare aufgeteilt, wobei Yin die eher weiblichen und Yang die eher männlichen Eigenschaften repräsentiert. Beide müssen ins Gleichgewicht gebracht werden, damit die für Gesundheit notwendige Homöostase entsteht. In den Meridianen fließt aber auch eine Form von Energie (Qi), die als »himmlisch« oder vereinigt bezeichnet wird.

Energiekörper funktionieren oft nach denselben dualistischen Prinzipien. Das indische Chakra-System (auch ein feinstofflicher Energiekörper) beinhaltet einen komplexen Prozess, der als Kundalini bekannt ist und in dem die weibliche Lebensenergie aufsteigt, um sich mit der zu ihr komplimentären männlichen Energie zu vereinigen. Durch die Vereinigung dieser Energien erlangt der Eingeweihte Gesundheit und Weisheit. Diese göttliche Energie ist jedoch schon vereinigt, bevor sie in den Körper und das materialle Universum eintritt.

DIE WICHTIGEN FEINSTOFFLICHEN STRUKTUREN

In diesem Buch werden wir die wichtigen feinstofflichen Strukturen untersuchen. Die feinstofflichen Energiefelder sind Energiebänder, die nicht unter der Haut enden. Diese feinstofflichen Energiefelder werden (wie physikalische Energiefelder) von allem abgestrahlt, was lebt. Dazu gehören menschliche Zellen, Organe und Körper ebenso wie Tiere und Pflanzen. Es gibt außerdem feinstoffliche Felder in der Erde sowie natürliche physikalische Felder in der Erde und im Kosmos, die unsere feinstofflichen Felder beeinflussen. Außerdem gibt es viele künstlich hervorgerufene Felder, die unsere feinstofflichen Felder beeinflussen, etwa die von Starkstromleitungen und Handys.

Zu den wichtigen feinstofflichen Feldern des Menschen gehören die Aura, die den physischen Körper umgibt und über die Chakras mit den Energiekörpern verbunden ist, die morphogenetischen Felder, die Organismen in einer Gruppe verbinden, die Vivaxis, die den menschlichen Körper mit der Erde verbindet, und allerlei andere Energiefelder, die uns mit verschiedenen Ebenen und Dimensionen wie den ätherischen und astralen Feldern verbinden. Es gibt auch Felder im und am Körper sowie Felder, die von Klängen, Magnetismus, elektromagnetischer Strahlung, Geometrie und anderen Mitteln hervorgerufen werden.

Zusätzlich zu diesen Feldern haben die Alten feinstoffliche Energiekanäle wahrgenommen – Flüsse aus Licht, in denen die Lebensenergie durch den Körper transportiert wird. Im System der traditionellen chinesischen Medizin werden diese Kanäle Meridiane genannt und die Lebensenergie, die darin pulsiert, Qi (oder Chi). Auch andere Kulturen haben Energiekanäle erkannt und analysiert und ihre eigenen Bezeichnungen und Systeme dafür entwickelt. Die moderne Wissenschaft benutzt thermische, elektromagnetische und radioaktive Materialien, um die Existenz dieser feinstofflichen Kanäle zu beweisen und ihre Funktion zu erklären. Wenn wir in das Körpergewebe schneiden, sehen wir diese Kanäle zwar nicht, aber dennoch sichern sie seine Gesundheit. In Teil 4 schauen wir uns das Meridiansystem und die Theorien dahinter an.

Unsere Vorfahren haben auch feinstoffliche Energiekörper beobachtet, Organe, die sich schnell bewegende Energie in sich langsam bewegende Energie umwandeln. Es gibt Dutzende solcher Energiekörper. Die am besten bekannten heißen Chakras. Sie stellen eine Verbindung zwischen den feinstofflichen Energiestrukturen und den physischen Organen her. Die Chakras, die durch ein Netzwerk von Energiekanälen namens Nadis verbunden sind, tauchen in zahlreichen Kulturen rund um den Globus auf. Die Systeme der Mayas, der Cherokee-Indianer und der Inkas passen zu dem der Inder, die in der Regel als Schöpfer des Energiekörpersystems gelten. Wir werden verschiedene Systeme untersuchen, die auf Chakras oder chakraähnlichen Strukturen basieren – traditionelle und zeitgenössische aus diversen Kulturen – und außerdem das alte jüdische Kabbalah-System, das eindeutige Energiekörper beschreibt. Wir werden uns mit der Wissenschaft der Chakrakunde beschäftigen und Praktiken untersuchen, die Bestandteil der verschiedenen feinstofflichen Körpersysteme sind, beispielsweise das Aufsteigen der Kundalini und eine Reihe verschiedener Heilsysteme, die auf energetischer Körperarbeit basieren.

WARUM ARBEITEN WIR MIT FEINSTOFFLICHEN STRUKTUREN?

Forschungsergebnisse, die in diesem Buch immer wieder erwähnt werden, zeigen, dass feinstoffliche Energien und Strukturen tatsächlich materielle Realität erschaffen. Indem man die Felder, Kanäle und Körper der feinstofflichen Anatomie untersucht, kann man potenzielle Probleme diagnostizieren, bevor sie sich materialisieren – oder man kann sie genau und ganzheitlich diagnostizieren, wenn sie sich bereits in Symptomen niedergeschlagen haben. Das Stellen einer energetischen Diagnose bedeutet nicht, dass ein Praktizierender oder eine Klinik ausschließlich im feinstofflichen Bereich arbeitet. Auch die moderne Schulmedizin diagnostiziert und heilt mithilfe energetischer Muster. Doch wenn man ein Problem auf der feinstofflichen Ebene erkannt hat, bietet sich ein ganzheitlicher Lösungsansatz geradezu an. Wenn es gelingt, ein Problem innerhalb der feinstofflichen Strukturen zu lösen, kann das feinstoffliche System dem ganzen Körper – feinstofflich und physisch – diese Lösung mitteilen. Menschen hatten dieses Wissen zu allen Zeiten; es ist höchste Zeit, es wieder zu nutzen.

EINE EINFÜHRUNG IN DIE WELT DER ENERGIE

In diesem Abschnitt werden einige grundlegende Energiekonzepte sowohl aus der klassischen Physik als auch aus der Quantenphysik erklärt. Diese Erklärungen bilden einen Rahmen für alles, was in diesem Buch diskutiert wird.

DIE GRUNDLAGEN: WELLEN UND TEILCHEN

Nach der Teilchentheorie besteht alle Materie aus vielen kleinen Teilchen, die ständig in Bewegung sind. Es gibt Teilchen in festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen, die alle kontinuierlich in unterschiedlicher Richtung, Geschwindigkeit und Intensität vibrieren.17 Teilchen können mit Materie nur interagieren, indem sie Energie übertragen.

Wellen sind die Gegenstücke zu den Teilchen. Sie können auf drei Arten betrachtet werden:

Als Unruhe in einem Medium, durch die Energie von einem Teilchen in diesem Medium auf ein anderes übertragen wird, ohne dass in dem Medium eine Veränderung stattfindet.Als Bild dieser Veränderung über einen längeren Zeitraum.Als einzelner Kreis, der diese Unruhe darstellt.

Wellen haben einen konstruktiven Einfluss auf Materie, wenn sie sich überlagern oder miteinander interagieren, indem sie andere Wellen erzeugen. Ihr Einfluss ist destruktiv, wenn reflektierte Wellen einander neutralisieren.

Wissenschaftler waren lange der Ansicht, dass Teilchen und Wellen zwei verschiedene Dinge sind, aber das stimmt nicht immer, wie wir sehen werden, wenn wir uns in diesem Teil des Buches mit der Definition des Welle-Teilchen-Dualismus beschäftigen. Wellen oder Teilchen, die im Wellenmodus operieren, oszillieren oder schwingen in rhythmischer Bewegung zwischen zwei Punkten. Durch diese Schwingungen entstehen Felder, die ihrerseits weitere Felder entstehen lassen können. Beispielsweise kann durch die Schwingung geladener Elektronen ein elektrisches Feld entstehen, das wiederum ein magnetisches Feld generiert, welches seinerseits ein elektrisches Feld erzeugt.

In Zusammenhang mit Wellen bedeutet Überlagerung, dass ein Feld andere Objekte beeinflussen, umgekehrt aber auch selbst beeinflusst werden kann. Angenommen, ein Feld stimuliert Schwingungen in einem Atom. Im Gegenzug erzeugt das Atom seine eigenen Wellen und Felder. Die neue Bewegung kann eine Veränderung der Welle erzwingen, mit der alles angefangen hat. Dieses Prinzip erlaubt uns, Wellen zu kombinieren. Das Ergebnis ist die Überlagerung. Wir können Wellen auch voneinander subtrahieren. Energieheilung schließt oft die bewusste oder unabsichtliche Addition beziehungsweise Subtraktion von Wellen ein. Abgesehen davon erklärt dieses Prinzip den Einfluss von Musik, wo oft zwei oder mehr Frequenzen kombiniert werden, um einen Akkord oder eine andere Harmonische zu bilden.

EIN FEINSTOFFLICHES ENERGIEMODELL

Dr. William Tiller, Professor an der Stanford-Universität, ist ein angesehener Forscher, Physiker und Experte für feinstoffliche Energie. Das feinstoffliche Energiemodell, das hier samt seiner Beziehung zu den materiellen Energien beschrieben wird, basiert auf einigen seiner Bücher und wissenschaftlichen Arbeiten.18

Tiller sagt, dass wir zwar nicht in der Lage sind, feinstoffliche Energien mit physikalischen Mitteln zu messen, wohl aber einige ihrer Signale aufspüren können. Das kommt daher, dass wenn sich eine Art von Energie in eine andere verwandelt, ein Energieumwandlungssignal am magnetischen Vektor ausgelöst wird. Feinstoffliche Energien erzeugen auch elektrische und magnetische Signale, die beobachtbare Auswirkungen haben.

Aufgrund seiner Forschungen sagt Tiller Folgendes über feinstoffliche Energien:

Sie werden von Menschen manifestiert. Experimente haben gezeigt, wie feinstoffliche Energien Größe und Anzahl von Elektronen erhöhen können.Ein Mensch kann den Fluss dieser Energie absichtlich steuern.Die Interaktion zwischen Geist und Elektronen ist selbst über große Entfernungen wirksam.

Feinstoffliche Energien folgen anderen Gesetzen als materielle Energien und haben, wenn sie ausgestrahlt werden, einzigartige Eigenschaften. Es gibt jedoch nicht nur eine Art von feinstofflicher Energie. Tiller postuliert etliche feinstoffliche Substanzen, von denen jede einen anderen raumzeitlichen Bereich (Domäne) ausfüllt. Bei diesen Bereichen handelt es sich um unterschiedliche Realitätsebenen. Feinstoffliche Energie fließt aus dem höchsten Bereich, den Tiller »das Göttliche« nennt, nach unten. Jede Ebene stellt eine Blaupause für die jeweils folgende zur Verfügung. Wenn die feinstoffliche Energie in die nächste Ebene eintritt, passt sie sich ihr an – instruiert sie aber auch. Auf jeder dieser Ebenen herrschen andere Gesetze, weil die Energie immer dichter wird.

Tillers Ebenen der feinstofflichen Realität – von der dichtesten zu der am wenigsten dichten – sind:

die physische Ebenedie ätherische Ebene (auch bioplasmatischer, präphysischer oder Energiekörper genannt)die astrale Ebenedie drei Ebenen des Geistes:
die instinktivedie intellektuelledie spirituelle
die Seeledas Göttliche

Die ätherische Ebene liegt unmittelbar über der physischen. Laut Tiller durchdringen die feinstofflichen Energien der ätherischen Ebene alle Ebenen der materiellen Existenz und formen nach dem Polaritätsprinzip Atome und Moleküle, welche die Materie bilden. Unser Geist interagiert mit der ätherischen Energie (und den Energien der darüber liegenden Ebenen), um Muster für die materielle Dimension zu erschaffen. Diese Muster wirken wie ein Kraftfeld, das uns mit der benachbarten Energieebene verbindet.

Tillers Gegenüberstellung der physischen und der ätherischen Ebene ähnelt dem, was die Experten in »Die Struktur der feinstofflichen Anatomie« vorgeschlagen haben. Er deutet an, dass die physische Ebene einen positiven Raum-Zeit-Rahmen ausfüllt, der hauptsächlich elektrisch ist und in dem Gegensätze einander anziehen. Hier nimmt das Potenzial mit der Zeit ab und die Entropie (die Unordnung) nimmt zu. Die ätherische Ebene hingegen ist eine Domäne der negativen Raum-Zeit, die höchst magnetisch ist: Gleiches zieht Gleiches an. Hier nimmt das Potenzial mit der Zeit zu und die Entropie nimmt ab. Deshalb kann hier mehr Ordnung entstehen.

Wir können sagen, dass Kommunikation auf der physischen Ebene über die fünf Sinne zustande kommt, doch um auf die ätherische Ebene (und darüber hinaus) zu gelangen, müssen wir unsere Intuition benutzen – den sechsten Sinn.

In Tillers Modell fungieren die Meridiane und Chakras als eine Art Antennen, die Signale erkennen und von der physischen auf die höheren Ebenen senden. Diese feinstofflichen Strukturen interagieren zwischen dem physischen Körper und der ätherischen sowie den anderen Ebenen. Sie erhellen die höheren Ordnungen, sodass wir sie von der physischen Ebene aus wahrnehmen können.

Harmonie ist ein für die Heilung sehr wichtiges Konzept, weil jeder Mensch eine einzigartige Schwingungsharmonie hat beziehungsweise mit einer einzigartigen Reihe harmonischer Frequenzen operiert. Eine Harmonische wird als die ganzzahlige Vervielfachung einer Grundfrequenz definiert. Das bedeutet, dass ein Grundton höherfrequente Töne generiert, sogenannte Obertöne. Diese kürzeren, schnelleren Wellen oszillieren zwischen den beiden Enden einer Saite oder einer Luftsäule. Wenn diese reflektierten Wellen interagieren, werden die Frequenzen der Wellenlängen, die nicht in gerade Proportionen geteilt werden können, unterdrückt. Die verbleibenden Schwingungen werden als Harmonische bezeichnet. Energieheilung ist oft eine Frage des Unterdrückens der »schlechten« und der Hervorhebens der »guten Töne«.

Aber alle Heilung beginnt mit Schwingung, denn sie ist die Basis der Frequenz. Frequenz ist die periodische Geschwindigkeit, mit der etwas schwingt. Sie wird in Hertz (Hz) oder Umdrehungen pro Sekunde gemessen.

Schwingung tritt auf, wenn sich etwas vor und zurück bewegt. Formaler wird sie als periodische Oszillation in Relation zu einem Fixpunkt – oder eine komplette Pendelbewegung – definiert.

Alles im Universum schwingt und alles, was schwingt, übermittelt Information oder wirkt auf sie ein (die Definition von Energie). Wenn wir unsere Diskussion über Wellen und Partikel um Gesundheit erweitern, können wir Gesundheit als den Zustand eines Organismus hinsichtlich seines Funktionierens zu jeder gegebenen Zeit definieren. Gute Gesundheit ist dann gegeben, wenn ein Organismus und seine Komponenten (wie Zellen und Organe) so schwingen, dass sie optimal funktionsfähig sind. Schlechte Gesundheit stellt sich ein, wenn die Komponenten ungünstig schwingen und die Funktionsfähigkeit des Körpers infrage gestellt ist. Auch externe Schwingung oder Energie beeinflusst alle Organismen, einschließlich Menschen. Wenn wir ungünstigen Schwingungen oder Energien ausgesetzt sind, werden die Schwingungen oder Energien in unserem Körper in Mitleidenschaft gezogen und unsere Gesundheit nimmt Schaden.

Schwingungsmedizin ist der bewusste Einsatz einer Frequenz, um eine andere Frequenz positiv zu beeinflussen oder einen Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es ist eine Komponente der Energieheilung, die auch Information sowie Schwingung und Information gemeinsam nutzt um eine Veränderung herbeizuführen. Energieheilung umfasst alle Formen der allopathischen Medizin – die sich nur mit den relativ niedrigen beziehungsweise messbaren Energiestrukturen beschäftigt – sowie Methoden, die mit den feinstofflichen Strukturen arbeiten.

Hinsichtlich der Schwingung ist Gesundheit von der Resonanz abhängig, die auftritt, wenn ein Objekt in derselben natürlichen Frequenz schwingt wie ein anderes und dieses zweite dadurch zum Schwingen bringt. Medizin ist immer darauf angewiesen, Resonanz zu erzielen oder wiederherzustellen. Der Schnitt eines Chirurgen stört die Körperresonanz, aber das anschließende Nähen hält das Gewebe an Ort und Stelle, sodass der Körper die Harmonie wiederherstellen kann. Bestimmte Zellen »gehen in Resonanz« oder spüren die Schwingungsdissonanz und können sie ausgleichen. Die weißen Blutkörperchen tun dies dadurch, dass sie Erreger erkennen, welche die Resonanz stören. Indem sie diese Erreger eliminieren, sorgen sie dafür, dass die Harmonie im Körper wiederhergestellt wird.

Wenn ein Organismus als Ganzes gesund ist, sind seine Systeme aufeinander abgestimmt (phasengekoppelt) oder haben denselben Rhythmus. Physiker definieren Phasenkopplung als das energetische Ineinandergreifen von zwei Rhythmen, die ähnliche Frequenzen haben. Man kann Phasenkopplung also nur dadurch erreichen, dass man eine Resonanz zwischen zwei ähnlich schwingenden Objekten (oder Gedanken) herstellt. Wenn die Phasenkopplung vorhanden ist, kann eine stärkere externe Schwingung nicht nur eine Antwort aktivieren, sondern bringt aus ihrer Resonanzfrequenz noch eine zweite Antwort hervor. Das bezeichnet man als erzwungene Resonanz. Kohärenz (Phasengleichheit) beschreibt eine positive Phasenkopplung, und Dissonanz tritt auf, wenn gestörte Schwingungen den Gesundheitszustand beeinträchtigen.19

ENERGIEFORMEN

Es gibt viele Formen von Energie. Beginnen wir mit der elektrischen und der magnetischen. Wir sind elektrische Wesen. Unser Körper erzeugt Elektrizität und braucht diese zum Überleben. Elektrizität ist der Fluss elektrischen Stroms oder elektrischer Ladung. Sie kann am besten erklärt werden, wenn man ein Atom öffnet. Alles besteht aus Atomen, und die Atome bestehen aus subatomaren Teilchen. Die sichtbaren Einheiten oder Teilchen in oder um den Atomkern sind Protonen, Neutronen und Elektronen. Die Elektronen sind die Kleinsten davon. Sie drehen sich um den Atomkern und bilden Schalen, die wie die Schichten einer Seifenblase aussehen. Deshalb sagt man, sie seien in der Umlaufbahn des Atomkerns.

Elektronen werden von einer elektrischen Kraft am Platz gehalten, können sich aber von einer Schale zur anderen bewegen. Wenn das geschieht, produzieren sie Strahlungsenergie. Das Wort Valenz beschreibt die Kraft eines Atoms oder einer Gruppe von Atomen, die der Bewegung der Elektronen folgen. Sie kann als eine Reihe von Kreisbahnen dargestellt werden, auf denen sich die Elektronen bewegen.

Protonen und Elektronen werden voneinander angezogen, also sind beide elektrisch geladen. Eine Ladung ist eine Kraft im Innern eines Teilchens. Protonen haben positive Ladungen, Elektronen negative.

Ladung ist der für die Energie entscheidende Begriff. Elektrische Ladung funktioniert nach dem Prinzip der Anziehung und ist vorhanden, wenn ein Teilchen von einem entgegengesetzt geladenen Teilchen angezogen wird. Neutrale Teilchen sind nicht geladen und ziehen daher keine anderen Teilchen an, jedenfalls nicht elektrisch. Ladung schafft zumindest zeitweilige Bindungen, zu denen sich verschiedene Arten von Teilchen zusammenschließen.

In der physischen Welt stoßen sich ähnliche Ladungen ab und entgegengesetzte Ladungen ziehen sich an. Warum bleiben ähnlich geladene Teilchen im Atomkern zusammen? Ein subatomares Teilchen namens Gluon (verhält sich wie Leim, engl. glue) erzwingt das Beisammensein. Im Kosmos hält die Schwerkraft die Dinge zusammen.

Die Vorstellung, dass sich Gegensätze anziehen, ähnelt der Yin-Yang-Theorie der traditionellen chinesischen Medizin und ist Teil des Polaritätsprinzips, das in diesem Kapitel bereits angesprochen wurde. Die meisten medizinischen und spirituellen Modelle basieren auf dieser Suche nach Vervollständigung.

Wenn ein Atom im Gleichgewicht ist, enthält es die gleiche Anzahl positiv und negativ geladener Teilchen. (Neutronen sind neutral.) Wenn das Verhältnis unausgewogen ist, wird das Atom instabil.

Elektronen bleiben in den Schalen meist mehr oder weniger an Ort und Stelle. Die Schale, die dem Atomkern am nächsten ist, enthält weniger Elektronen als die Schalen, die weiter entfernt sind. Die Elektronen der innersten Schale haben die stärkste Anziehungskraft auf Protonen. Und die weiter außen liegenden? Diese Elektronen können aus ihrer Umlaufbahn geschleudert werden und von einem Atom zum anderen reisen. Manche von ihnen findet man sozusagen ein Fußballfeld weiter wieder.

Elektrizität wird zwar normalerweise von Elektronen produziert, kann aber auch von Positronen erzeugt werden, den Antiteilchen oder Gegenstücken der Elektronen (definiert im Abschnitt »Die Quantenwelt«) und Ionen. Ionen sind Atome oder Atomgruppen, die ihre elektrische Ladung dadurch verändert haben, dass sie ein Elektron verloren oder dazugewonnen haben. Der physische Körper braucht Ionen, um Botschaften durch die verschiedenen Systeme, etwa das Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System zu leiten. Die meist aus chemischen Elementen wie Kalium und Kalzium bestehenden Ionen übermitteln die Informationen, die in ihrer elektrischen Ladung enthalten sind.

Ionisierung schließt die Bewegung von Elektronen von einer um den Atomkern gelegenden Schale zur anderen ein. Wie schon gesagt haben die Elektronen die Tendenz, in ihrem Ausgangszustand zu bleiben, und besetzen normalerweise die Schalen rund um den Atomkern. Wenn es gestört wird, kann ein Elektron nach außen und aus dem ganzen Molekül hinaus geschleudert werden. Das ursprünglich neutrale Molekül wird dann ein positives Ion. Wenn sich ein freies Elektron mit einem neutralen Molekül verbindet, verwandelt es dieses in ein negatives Ion. Wenn es sich stattdessen an ein positives Ion anlagert, bleibt es meist in einer der freien Energieschalen und emittiert ein Photon, eine Lichteinheit, die im Abschnitt »Energie bei der Arbeit« besprochen wird. Ionisierung spielt eine entscheidende Rolle für die Informationsübertragung innerhalb des Körpers.

Wieder ist Energie das Produkt geladener Teilchen. Ihre Wirkung sehen wir allerdings erst, wenn sich potenzielle Energie in kinetische Energie verwandelt. Potenzielle Energie ist gespeicherte Energie. Sie steht zwar gebrauchsfertig zur Verfügung, »schläft« aber gegenwärtig noch. Kinetische Energie ist Energie in Bewegung. Um Elektrizität oder kinetische und damit nutzbare Energie zu erzeugen, müssen Elektronen fließen. Elektronen können sich auf vielerlei Arten und in unterschiedlichen Medien bewegen. Sie laufen durch Schaltkreise in Computern, oszillieren in Antennen um Nachrichten zu übermitteln oder pulsieren durch Kabel um Motoren zum Laufen zu bringen. Und sie erzeugen Licht und Wärme, wenn sie auf einen Widerstand treffen.

Elektronen bewegen sich, weil sie von einem elektrischen Feld in die Aktion getrieben oder gezwungen werden. Ein Feld ist eine Kraft, die sich durch ein Medium bewegt, das Energie übermitteln kann. Diese Kraft übt an jedem Punkt den gleichen Einfluss aus. Ein elektrisches Feld entsteht durch einen Unterschied in der elektrischen Ladung. Die geladenen Teilchen werden regelrecht von der Kraft angeschoben und springen von Atom zu Atom, manchmal über große Entfernungen.

ENERGIE BEI DER ARBEIT

Im Alltag nutzen wir viele Arten von Energie. Dies ist eine Aufstellung einiger Energiearten, die von der Wissenschaft allgemein anerkannt werden. Beschrieben werden allerdings nur die, die nicht schon an anderer Stelle in diesem Buch erläutert wurden oder noch erläutert werden.

Elektrische Energie

Magnetische Energie

Elektromagnetische Energie

Mechanische Energie: Wird auch Arbeitsenergie genannt, und zwar deshalb, weil hier Bewegung durch eine Kraft entsteht, die auf eine Masse einwirkt, etwa ein sich ausbreitendes Gas, das eine Kanonenkugel abfeuert. Schall ist eine Form von mechanischer Energie.

Chemische Energie: Nutzt die in Molekülbindungen gespeicherte Energie, also die Kräfte, welche die Moleküle zusammenhalten. Ein Beispiel dafür ist die Photosynthese.

Thermische Energie: Der Teil eines Systems, der mit der Temperatur zunimmt. In der Thermodynamik ist thermische Energie systemintern und kann auch als Wärme bezeichnet werden. Wärme wird definiert als Energiefluss von einem Objekt zum anderen, der durch einen Temperaturunterschied zwischen diesen beiden Objekten hervorgerufen wird.

Die vier Grundkräfteim Universum sind: elektromagnetische Kraft, starke Kernkraft (hält Atomkerne zusammen), schwache Kernkraft (bewirkt bestimmte Arten von radioaktivem Zerfall) und Gravitation (die Anziehung zwischen zwei Objekten). Die wichtigsten Unterschiede zwischen den ersten drei Kräften sind: Die elektromagnetische Kraft ist zwischen geladenen Teilchen wirksam. Eine starke Wechselwirkung (Kernkraft) besteht zwischen subatomaren Quarks und Gluonen und verbindet sie zu Protonen, Neutronen und mehr. Eine schwache Wechselwirkung (Kernkraft) wirkt auf subatomare Quarks und Leptonen und wandelt Quarks um, was wiederum bewirkt, dass aus einem Neutron ein Proton plus Elektron und Neutrino wird. Noch eine andere Wechselwirkung, die als Higgs-Mechanismus bezeichnet wird, schließt ein Hintergrundfeld, das sogenannte Higgs-Feld, ein, das den Raum wie eine Flüssigkeit erfüllt. In diesem Prozess wird Masse für Quarks und Leptonen zur Verfügung gestellt.20 (Die Seiten, auf denen diese Teilchen behandelt werden, finden Sie im Register unter den entsprechenden Stichworten.)

Licht ist Schwingung beziehungsweise eine elektromagnetische Welle im elektromagnetischen Feld. Diese Welle erschafft das elektromagnetische Spektrum, ein Kontinuum aus verschiedenen Arten von Licht, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten schwingen und in Teil 3 beschrieben werden.