7,99 €
Die Organsisation, Das Auge, ist für das Gleichgewicht des Universums zuständig. Sie kümmern sich um den Frieden und um due Liebe. Matilda, die Chefin, hat alle Planeten im Blick. Jedoch einer schlägt im Moment Alarm. Es ist der Planet Mynak. Der König, Clark Hype, verbreitet Krieg und ist gegen jegliche Beziehung. Er hat bisher seinen Seelenverwandten nicht gefunden und weiß auch nicht, ob es diesen überhaupt gibt. Der Planet droht gerade zerstört zu werden, denn keiner kennt mehr Liebe. Es werden keine Nachkommen gezeugt. Bald existiert der ganze Planet nicht mehr. Matilda muss jemanden finden, der den König dazu bringt, dieses Verbot aufzuheben und den Planeten zu retten. Wird es ihr gelingen, diese Person zu finden oder existiert Mynak bald nicht mehr?
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Kapitel 1
Mein Name ist Eva Blank und ich bin 25 Jahre alt.
Ich habe gerade eine schmerzliche Trennung hinter mir.
Meine letzte Beziehung ging 5 Jahre lang und ich dachte, ich hätte den Mann fürs Leben gefunden. Aber anscheinend war es nicht so.
Er hat mich betrogen und ich habe sie beide dabei erwischt.
Sie war eine Arbeitskollegin von ihm und ich will gar nicht erst wissen, wie lange das schon so ging.
Deswegen habe ich meine Sachen gepackt und bin jetzt bei meiner Freundin in Alabama untergekommen.
Sabrina, ist meine beste Freundin und sie hat mich schon immer vor meinem Ex, Paul, gewarnt.
Anscheinend hatte sie Recht, aber ich war zu verliebt, um dies zu erkennen.
Für Paul habe ich alles getan. Mein Studium zur Webdesignerin habe ich abgebrochen und bin zu ihm gezogen. Mit Kellnerjobs habe ich mich über Wasser gehalten, damit ich etwas dazu verdienen konnte.
Paul sagte immer, dass ich seine große Liebe bin und ihm egal wäre, als was ich arbeite. Er hatte einen guten Job in einer großen Firma und war dort der Personalchef.
Wir kannten uns aus der High School haben uns irgendwann verliebt.
Meine Eltern haben mich auch immer gewarnt, dass ich etwas vernünftiges lernen sollte, damit ich irgendwann mein eigenes Geld verdienen kann, damit ich für mich selbst sorgen könnte.
Natürlich habe ich nur auf Paul gehört.
Ich habe mir immer vorgestellt, wie es sein würde, wenn wir heiraten und Kinder kriegen würden.
Aber dieser Traum ist jetzt geplatzt.
Nachdem ich Paul zur Rede gestellt hatte, fing er nur an zu lachen und entschuldigte sich damit, dass er auch nur ein Mann sei und dieser Kollegin nicht widerstehen konnte.
Das ist lächerlich.
Paul war kein hässlicher Kerl. Er war gut gebaut, schlank und hatte Muskeln an den richtigen Stellen.
In der Schule war er schon beliebt und deswegen war ich so froh, als er sich in mich verliebte.
Ich bin nicht gerade groß, nur 1,65m groß und habe braune Haare. Die meisten Jungs stehen auf blond und vollbusig. Aber ich bin genau das Gegenteil.
Jetzt sitze ich im Wohnzimmer meiner besten Freundin und grübele über die Vergangenheit.
Ich muss mit dem grübeln aufhören und nach vorne schauen.
Die Trennung ist jetzt fünf Monate her und ich trauere diesem Mistkerl immer noch hinterher.
Meinen Job habe ich natürlich nicht aufgegeben. Die ersten zwei Wochen habe ich mich krank gemeldet, weil ich erst einmal zur Ruhe kommen musste. Aber danach bin ich wieder hin gegangen.
"Du musst endlich was aus deinem Leben machen", sagte Sabrina.
Wir sitzen im Wohnzimmer und schauen eine Sendung.
Wie immer war ich Gedanken versunken und schenkte dem Fernseher keine Aufmerksamkeit.
"Du kannst gerne hier wohnen bleiben, das macht mir nichts aus. Aber willst du bis zur Rente diesen Kellnerjob machen?", fuhr Sabrina fort.
Seit Wochen liegt sie mir damit in den Ohren.
Sabrina ist der Meinung, dass ich mein Studium wieder aufnehmen soll oder mit etwas anderem beginnen soll. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, was ich machen will.
Ich habe sogar schon überlegt, ob ich in ein anderes Land oder auf einen anderen Kontinent ziehen soll.
Ein anderer Planet wäre auch nicht schlecht.
Mit dem Job in der Bar kann ich mich so grade über Wasser halten. Das Geld reicht für die Miete aus und ich kann Lebensmittel kaufen, aber das war es dann auch.
"Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich fühle mich so leer. Zurück in mein altes Studium möchte ich auch nicht.", gab ich ehrlich zu.
Denn bei Sabrina brauchte ich gar nicht erst mit irgendwelchen Ausreden anzufangen, denn dafür kannte sie mich zu gut.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich besser kennt, als ich mich selber.
"Was hältst du davon, wenn wir uns morgen hinsetzen und die Zeitung mal durchsehen. Vielleicht finden wir ja etwas, was dir zusagt.", schlug Sabrina vor.
Ich nickte nur, weil ich gerade nicht weiter darüber nachdenken wollte.
Ein neuer Job bedeutete, dass ich auch neue Leute kennen lernen müsste und darauf hatte ich nicht wirklich Lust drauf.
"Es ist schon spät, ich gehe jetzt in mein Zimmer", sagte ich und stand auf.
Sabrina besaß eine drei Zimmerwohnung. Zum Glück. Somit hatte jeder von uns sein eigenes Zimmer und ich musste nicht auf der Couch schlafen.
Ich musste nur an vier Abenden in der Woche arbeiten und die restlichen drei Tage hatte ich frei. Eigentlich war ich ein Nachtmensch, aber in den letzten Wochen, ging ich immer früh schlafen.
Am nächsten Morgen schleppte ich mich schläfrig in die Küche und machte mir als erstes einen Kaffee. Denn ohne Kaffee war ich nicht in der Lage überhaupt meinen Tag zu beginnen.
Ich wusste, wenn Sabrina aufstand, dann fing sie sofort mit der Jobsuche an. Sobald sie sich irgendetwas in den Kopf gesetzt hatte, dann würde sie solange etwas dafür tun, bis sie es geschafft hatte.
Die ganze Nacht habe ich mich nur hin und her gewälzt. Meine Gedanken kreisten immer nur darum, was ich jetzt machen möchte.
Jedoch zu einem festen Entschluss bin ich nicht gekommen. Aber was ich definitiv wusste, war, dass ich einen Job haben möchte, in dem ich reisen kann.
Ich bin bereit mir die Welt anzusehen, denn hier hält mich nichts mehr, außer Sabrina.
Nachdem ich meinen Kaffee getrunken hatte, ging ich ins Badezimmer und machte mich für den Tag bereit.
Ich duschte und schminkte mich, denn ich hatte wirklich beschlossen, dass ich mein Leben jetzt anders gestalten will.
Sabrina wartete schon in der Küche auf mich.
"Guten Morgen", ich lächelte sie an.
Sabrina sah mich an, als ob mir ein zweiter Kopf gewachsen wäre und das brachte mich zum kichern.
"Was?", fragte ich sie, aber ich wusste genau, was sie mir mit dem Gesichtsausdruck sagen wollte.
Normalerweise kam ich mürrisch aus meinem Zimmer und ein lächeln gab es in den letzten Monaten auch nicht von mir.
"Was ist mit dir passiert?", fragte sie und legte ihre Stirn in Falten.
"Ich habe beschlossen, deinen Rat zu befolgen und etwas aus meinem Leben zu machen. Aber ich weiß immer noch nicht was.", erklärte ich.
"Das wurde aber auch Zeit", Sabrina lächelte jetzt.
Wir saßen am Küchentisch und hatten die Zeitung ausgebreitet.
"Ich hätte nichts dagegen, wenn mein neuer Job das Reisen mit sich bringen würde"
"Dann lass uns doch damit anfangen, etwas zu suchen, wo du auch reisen kannst"
Wir studierten die Zeitung, fanden aber nichts.
Sabrina holte ihren Laptop und schaute im Internet.
Ich blätterte weiter in der Zeitung, in der Hoffnung etwas zu finden, damit ich hier raus kam.
Dann stieß ich auf eine Werbung.
"Schau mal, das hört sich doch nicht schlecht an", sagte ich.
Sabrina schaute mich an und forderte mich auf, ihr die Anzeige vorzulesen.
"Wir suchen junge Frauen und Männer, die ungebunden sind und Lust auf ein Abenteuer haben.
Wenn du bereit bist, für die nächsten Monate zu reisen, dann melde dich noch heute bei uns"
Diese Anzeige versprach eigentlich das, was ich mir vorgestellt habe.
Sabrina sah mich an und ich konnte sehen, dass sie der Anzeige gegenüber skeptisch ist.
"Was ist das für eine Firma?", fragte sie.
"Mmmmhh, sie nennt sich 'Das Auge' "
"Warte mal, ich Googel das schnell"
Sabrina tippte auf ihrem Laptop.
Ich rutschte ein Stück näher, weil ich sehen wollte, was sie dort fand.
Aber die Suchmaschine gab nichts Preis.
"Diese Firma gibt es nicht", sagte Sabrina und schaute mich skeptisch an.
"Ja, vielleicht haben die nur keine Internetseite", argumentierte ich.
Die Anzeige hörte sich so verlockend für mich an und ich wollte das unbedingt ausprobieren.
Alle Voraussetzungen erfülle ich.
"Hier steht eine Adresse", sagte ich und zeigte auf die Anzeige.
"Ja, die Adresse kenne ich. Das Gebäude befindet sich 15 Minuten von hier weg. Dort sind mehrere Agenturen.", erklärte Sabrina.
"Was hab ich schon zu verlieren. Ich kann es ja versuchen"
Sabrina zuckte nur mit den Schultern und nickte.
Ich ging in mein Zimmer und schaute in den Kleiderschrank.
Mein Kleiderschrank war voll, aber wie immer habe ich nichts passendes gefunden.
Doch dann fiel mein Blick auf einen Anzug.
Den hatte ich mir mal gekauft, als Paul zu einer Firmenfeier eingeladen war.
Ich hatte ihn nur einmal an und seitdem hing er in meinem Schrank.
Naja, was solls.
Vielleicht bringt er mir sogar Glück.
Der Anzug war dunkelblau und ich kombinierte ihn mit einer weißen Bluse.
Meine braunen glatten Haare frisierte ich zu einem hohen Zopf und frischte mein Make-Up auf.
Ich ging zurück in die Küche und speicherte mir die Adresse in mein Handy ein.
"Drück mir die Daumen", sagte ich.
"Viel Glück", rief Sabrina mir hinterher, als ich die Wohnung verließ.
Ich schaltete das Navi auf meinem Handy an und ging los.
Der Weg war nicht so schwer und ich erreichte das Gebäude nach fünfzehn Minuten.
Jetzt stand ich vor einem riesigen Gebäude und wusste nicht, wo ich hin sollte.
Das Gebäude hatte ungefähr zehn Stockwerke.
Mittlerweile war ich mir unsicher, ob ich wirklich rein gehen sollte.
Vielleicht war das alles auch nur ein Scherz und jemand wollte einen Streich spielen.
"Kann ich ihnen helfen, Miss?", riss mich ein dunkle Männerstimme aus meinen Gedanken.
Erschrocken hob ich den Kopf und sah einen breit gebauten Mann in einem schicken schwarzen Anzug vor mir stehen.
In seinem rechten Ohr trug er einen Ohrknopf.
Er hatte kurze schwarze Haare und einen Bart, was ihn gefährlich aussehen ließ.
Also Nachts wollte ich ihm nicht begegnen.
"Ähm, ich bin hier wegen dieser Anzeige", stotterte ich.
Normalerweise war ich nicht so ängstlich, aber ich stand hier alleine mit diesem Mann und es war keiner zu sehen.
Er drückte auf den Knopf und sprach "Ich habe hier jemanden, der kommt wegen der Anzeige"
Dann wurde er still.
Anscheinend hörte er jemanden zu.
Ich trat von einem Bein auf das andere, weil ich Angst hatte, er würde gleich los lachen und mir sagen, dass es diese Anzeige überhaupt nicht gegeben hat.
"Kommen sie, ich bringe sie hoch", sagte er und lächelte dabei.
Ich zögerte einen Moment, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich das richtige tat.
Aber bevor ich überhaupt reagieren konnte, bewegten sich meine Füße und folgten dem Mann ins innere des Gebäude.
Ich trat durch die Tür und kam in eine große Halle.
Der Boden war aus weißen Fliesen und man konnte sich darin spiegeln.
Im inneren standen mehrere Sessel mit Tischen, alles war in weiß gehalten.
Alles sah so makellos aus, dass man Angst hatte, irgendetwas zu berühren.
Es war sehr still.
Nur die Schritte von dem Mann und mir waren zu hören.
Wir gingen auf einen Aufzug zu.
Die Türen öffneten sich und der Mann deutete auf den Anzug. Ich ging hinein und er folgte mir.
Die Stille war beunruhigend und ich fing an, am ganzen Körper zu zittern.
"Warum findet man im Internet nichts über diese Firma?", ich habe die Stille nicht mehr ausgehalten.
Meine Angst, dass es ein Fehler war, hierher zu kommen, wurde immer stärker.
"Das werden sie noch früh genug erfahren", der Mann lächelte.
Es war kein beängstigendes Lächeln, sondern, es hatte etwas beruhigendes an sich.
Die Zahlen im Aufzug zeigten, dass wir schon im fünfzigsten Stock waren.
Die Zahlen wurden immer schneller.
Mir rauschten die Ohren, als ob wir im Flugzeug säßen und gerade abheben würden.
Dann gab der Aufzug ein Ping von sich und zeigte die Zahl 300.
Stirnrunzelnd sah ich den Mann an, denn er hatte mich die ganze Zeit beobachtet.
"Es wird sich alles klären. Bleiben sie ganz ruhig.", beruhigte er mich.
Wir stiegen aus dem Aufzug aus und kamen in einen großen Wartebereich.
"Setzen sie sich, es wird gleich jemand zu ihnen kommen", sagte er und zeigte auf den Wartebereich.
Dort standen mehrere Sessel, alle waren pink.
Nickend setzte ich mich hin und wartete.
Meine Hände schwitzten und ich rieb sie an meiner Hose ab.
Die Nervosität stieg von Sekunde zu Sekunde an.
War das die richtige Entscheidung hierher zu kommen?
Dann wie aus dem Nichts, stand eine Frau mittleren Alters vor mir.
"Guten Tag", begrüßte sie mich.
"Ich bin Matilda, die Chefin von 'Das Auge' ", stellte sie sich vor und hielt mir ihre Hand hin.
Zitternd schüttelte ich ihre Hand und sagte "Mein Name ist Eva Blank. Ich bin wegen ihrer Anzeige hier"
"Folgen Sie mir, wir haben viel zu besprechen", sagte sie und ich folgte ihr in einen großen Raum, der aussah wie ein Konferenzraum.
Kapitel 2
Der Raum war groß.
An einem großen Tisch saßen drei Personen.
Matilda deutete mir auf einem Stuhl Platz zu nehmen.
"Möchtest du ein Glas Wasser? Du siehst blass aus.", meldete sich ein junger Mann.
Der Mann war groß und dunkelhaarig.
Ich nickte.
Er stand auf und ging auf einen kleinen Wagen zu, auf dem sich Getränke befanden.
Der Mann kam auf mich zu und reichte mir eine kleine Flasche Wasser und ein Glas.
Dankend nahm ich es an und trank einen Schluck.
"Ich stelle dir erst einmal alle vor", sagte Matilda.
"Ich bin Matilda, die Chefin der Firma. Zu den Informationen der Firma komme ich später.
Das ist Matteo, er ist unser Designer.", sie zeigte auf den Mann, der mir das Wasser gebracht hatte.
"Das ist Lucy, unsere Stylistin", sie zeigte auf eine junge blonde Frau, die mich direkt anlächelte.
Ich nickte ihr freundlich zu.
"Und das ist Anna, deine Beraterin", sie zeigte auf eine dunkelhaarige Frau, deren Alter ich nicht einschätzen konnte.
"Was ich dir jetzt erzähle, ist streng vertraulich und du darfst es niemandem weiter sagen", sagte Matilda steng.
Jetzt war ich hellhörig und bekam Angst.
Das hörte sich so an, als ob ich mit jemandem von der Regierung arbeiten würde.
"Wir sind eine geheime Organisation der Regierung", erklärte Matilda.
Moment, was?
Kann diese Frau Gedanken lesen?
Schockiert schaute ich sie an.
"Ja, so reagieren die meisten Bewerber", kicherte sie.
"Wir überwachen die ganze Galaxy, damit alle Planeten, die sich darin befinden in einem Gleichgewicht leben.
Sollte ein Planet aus dem Ruder laufen, so hat das Folgen für alle anderen.
Wenn ein Planet sich vernichten würde, dann wäre das schlecht für alle anderen. Alle profitieren voneinander.
Deswegen gibt es uns, wir beobachten alle Planeten und sobald sich einer in der kritischen Phase befindet, greifen wir ein.
Und da, kommt ihr Bewerber ins Spiel."
Ich schluckte, weil ich glaube, was ich jetzt höre, wird mir nicht gefallen.
"Wir suchen Bewerber aus, die wir dann auf eine Mission schicken. Diese Mission muss gewonnen werden, denn die ganze Galaxy hängt davon ab.
Natürlich bekommt ihr während der Mission Unterstützung."
Mir steckte ein Kloß im Hals und ich trank die Flasche Wasser auf einmal aus.
"Was sind das für Missionen?", fragte ich zögerlich.
"Das kommt ganz auf den Planeten und das Problem an. Es kann sich um einen Krieg handeln, der gewonnen werden muss. Aber es kann sich auch um einzelne Personen handeln, die man vor sich selbst retten muss. Das ist ganz unterschiedlich.
Natürlich suchen wir auch je nach Mission die Bewerber aus.
Wärst du überhaupt bereit, dich auf eine Mission einzulassen?", fragte Matilda.
Das war eine gute Frage. Ich bin mir nicht sicher, ob das das richtige für mich ist.
Kann ich anderen helfen, wenn ich mir selbst nicht helfen kann.
Bevor ich lange überlegen konnte, übernahm mein Verstand das reden und bejahte Matildas Frage.
Um das hier zu überstehen, bräuchte ich mal einen klaren Kopf.
"Wie ist momentan deine private Situation?", wollte Matilda wissen.
"Zur Zeit arbeite ich als Kellnerin und bin Single. Ich lebe mit meiner besten Freundin zusammen", erklärte ich kurz.
Ich wollte nicht näher auf Details eingehen.
"Das hört sich gut an."
"Dann wollen wir dich mal über diese Mission aufklären. Anna, erzähl Eva bitte, worum es geht und was ihre Aufgaben sind"
Anna stand auf und drückte auf eine Fernbedienung.
An der anderen Wand kam eine Leinwand herunter und es wurde ein Bild, von einem sehr attraktiven Mann gezeigt.
Mir lief das Wasser im Mund zusammen, als ich dieses Bild sah.
Der Mann auf dem Bild hatte blonde schulterlange Haare und eisblaue Augen, die leuchteten. Sein Gesicht war kantig, aber sexy. Dieser Mann sieht nicht älter als 30 Jahre aus.
Er war breit gebaut und trug eine Art Uniform.
"Das ist Clark Hype. Er ist der König vom Planeten Mynak.
Er ist unsere Zielperson.", erklärte Anna.
Ich starrte das Bild an. Diesen Mann würde ich mit Sicherheit nicht von der Bettkante stoßen, aber ich hatte vorerst kein Interesse an Männer.
Dies hatte Paul mir verdorben.
„Und was muss ich machen?“
Ich hatte schon so eine Ahnung, aber ich hoffte, dass ich daneben lag.
„Das erkläre ich dir jetzt.
Wie gesagt, ist unsere Zielperson der König. Jedoch hat er bisher seine Königin noch nicht gefunden. Mittlerweile lebt er schon seit 120 Jahren. Aber bevor du jetzt in Ohnmacht fällst, auf dem Planeten vergeht die Zeit viel schneller, als bei uns auf der Erde.
Wenn wir die 120 Jahre von Clark Hype in Jahre umrechnen, wie sie auf der Erde wären, dann wäre er jetzt 25 Jahre."
Anna hatte Recht, ich wäre fast in Ohnmacht gefallen.
Ich wusste gar nicht, dass es auf anderen Planeten ein anderes Zeitfenster gibt, wie bei uns. Um genau zu sein, ich wusste überhaupt nicht, dass es noch andere Planeten außerhalb des Sonnensystem gibt.
Das verwirrt mich alles sehr.
Worauf wollen die hinaus? Soll ich jetzt seine Königin werden, um die Mission zu gewinnen? Das können die sofort vergessen. Das werde ich auf keinen Fall machen.
Die Männerwelt ist für mich vorerst gestorben.
Ich trenne mich doch nicht von dem einen, um mich in die nächste Beziehung zu stürzen, nur damit ich dann wieder verletzt werde. Auf gar keinen Fall!
"Clark Hype hat dem ganzen Planeten Liebesbeziehungen verboten. Wer sich nicht daran hält, wird zum Tode verurteilt. Clark glaubt nicht mehr an die echte Liebe.
Das führt zu dem Problem, dass es keinen Nachwuchs mehr auf diesem Planeten gibt. Und deswegen müssen wir einschreiten. Dieser Planet ist sehr wichtig für die Erde, denn er ist einer unsere Monde.
Viele glauben, dass es auf dem Mond kein Leben gibt, aber so ist das nicht. Wenn Mynak nicht mehr existiert, dann hat die Erde auch keinen Mond mehr.
Und da kommst du ins Spiel.
Du musst dich nicht zwingend in Clark verlieben. Diese Entscheidung bleibt dir überlassen.
Deine Aufgabe wird es sein, Clark davon zu überzeugen, dass er dieses Verbot aufhebt.
Denn alle sind deswegen sehr frustriert. Keiner darf mehr Sex haben.
Dieser Planet ist sehr konservativ. Dort haben die Leute nur Sex miteinander, wenn sie in einer Liebesbeziehung sind.
Also, nicht so wie auf der Erde.
So, zurück zu deiner Aufgabe. Du musst ihn davon überzeugen, dass er das Verbot aufhebt, damit die Leute wieder zusammen kommen können und der Planet nicht auseinander fällt.
Wie du das machst, ist egal. Wichtig ist nur, dass dieses Verbot aufgehoben wird, denn dann ist diese Mission gewonnen.
Danach kannst du wieder zurück kommen, wenn du das möchtest."
Alle starrten mich an.
Sie warteten wahrscheinlich auf eine Antwort von mir.
Hatte ich denn überhaupt eine Antwort.
Ich ließ mir die Fakten noch einmal durch den Kopf gehen.
Also, da war dieser König Clark Hype, der ziemlich attraktiv aussah. Er verbot allen eine Beziehung zuführen, dass die Folge hatte, dass der Planet bald nicht mehr existieren würde.
Meine Aufgabe wäre es, den König davon zu überzeugen, dieses Verbot aufzuheben, aber ich bräuchte keine Beziehung mit ihm einzugehen.
Aber was hatte ich von alldem, außer, dass ich damit auch unseren Planeten retten würde?
Mein Kopf pochte.
Ich rieb mir mit den Händen über das Gesicht, weil ich nicht wusste, was ich jetzt sagen soll.
Matilda räusperte sich "Und Eva, was sagst du? Wäre dies ein Abenteuer für dich, was du dir vorstellen kannst?"
Mist, die wollen, dass ich mich jetzt entscheide.
Mein Herz klopfte immer schneller.
Bisher hatte ich immer jemanden an meiner Seite, der mir half, Entscheidungen zu treffen. Aber hier sitze ich nun und muss das erste Mal in meinem Leben, eine Entscheidung alleine treffen.
Vielleicht ist das jetzt die Wende in meinem Leben.
Die Minuten in denen ich nur schweigend da saß und über meine Entscheidung nachdachte, fühlten sich wie Stunden an.
Alle im Raum starrten mich weiterhin an.
Ich schluckte.
"Was habe ich davon, wenn ich diese Mission annehme, außer, dass ich die Erde retten würde?", fragte ich.
Endlich kamen Worte aus meinem Mund.
Matilda kicherte.
"Wenn du dich entscheiden solltest, dich zu verlieben und dort zu bleiben, würdest du ein neues Leben geschenkt bekommen.
Aber, wenn du zurück kommen würdest, dann würde die Regierung dir eine Wohnung nach Wunsch schenken und dich mit 100.000 Dollar beschenken.", erklärte Matilda.
Naja, das hört sich ja mal gar nicht so schlecht an.
Eine eigene Wohnung könnte ich gut gebrauchen und das Geld, könnte ich ebenfalls gut gebrauchen, damit könnte ich mir vielleicht ein Studium finanzieren.
Somit hätte ich erstmal ausgesorgt.
Ein lächeln breitete sich bei diesem Gedanken auf meinem Gesicht aus.
"OK, ich mache das", sagte ich mit einem echten lächeln.
Ich freue mich jetzt schon auf das Geld auf meinem Konto.
"Gut, dann werden wir jetzt noch den Papierkram erledigen und dann kommst du morgen früh, um 9:00 Uhr wieder hierher, um dich auf die Reise zu begeben", Matilda wurde sehr ernst.
Daraufhin nickte ich nur.
Ich muss heute noch meinen Job kündigen, hoffentlich geht das gut, wenn ich so kurzfristig kündige.
Matteo, Lucy und Anna verließen den Raum und ich war jetzt mit Matilda alleine.
"Deinen Job werden wir für dich kündigen, damit du reibungslos aus deinem Vertrag kommst.
Hier ist eine Verschwiegenheitserklärung, die du unterschreiben musst. Du verpflichtest dich vor und nach deiner Mission, mit keinem über diesen Job zu sprechen und geheime Informationen über die Organisation weiter zu geben"
Matilda schob mir die Erklärung zu und ich unterschrieb diese sofort.
Ich hatte sowieso nicht vor, irgendwem davon zu erzählen, denn keiner würde mir das glauben und ich will nicht als verrückte dann da stehen.
Ich kann es selbst kaum glauben, wenn ich das alles nicht selber hier gesehen hätte.
"Schreib mir bitte die Kontaktinformationen von deines Arbeitgeber auf, damit ich mich gleich darum kümmern kann.", forderte Matilda mich auf.
Nachdem ich ihr alles aufgeschrieben hatte, legte sie mir meinen Vertrag vor.
Wir gingen diesen durch und sie erklärte mir alles.
Der Vertrag beinhaltete, mein Geld und die neue Wohnung, wenn ich die Mission erfolgreich abschließe. Außerdem war darin geregelt, dass Matteo, Lucy und Anna mich auf den Planeten begleiten würden und mir bei Schwierigkeiten zur Seite stehen würden.
Die benötigte Kleidung würde ich durch die Organisation erhalten, somit bräuchte ich nicht zu packen und keiner würde Verdacht schöpfen, dass ich mich nicht mehr auf der Erde aufhielt.
Ich musste es nach einem Urlaub aussehen lassen.
Matilda erklärte mir, dass sie durch die anderen, immer mit mir in Kontakt treten könnte, was mich ein wenig beruhigte.
Ich unterschrieb den Vertrag.
Alles hörte sich wunderbar an und ich konnte kaum das Ende dieser Mission abwarten.
Nachdem alles erledigt war, verabschiedete ich mich von Matilda und sie begleitete mich zum Aufzug.
Dort wartete schon der Mann von vorhin, der mich nach hier gebracht hatte.
Mit einem lächeln begrüßte er mich und wir fuhren nach unten.
Als ich das Gebäude verließ, schaute ich auf die Uhr und stellte fest, dass gerade mal zwei Stunden vergangen waren.
Ich hatte noch den ganzen Nachmittag Zeit, um etwas zu unternehmen.
Ich ging ein bisschen durch die Stadt und schaute mir die Läden an.
Nach diesen ganzen Informationen brauchte ich etwas Zeit, damit ich alles verarbeiten konnte, um mir klar zu werden, dass es kein Traum war.
Morgen würde das Abenteuer meines Lebens beginnen und ich freute mich langsam darauf.
Wie schwer soll es schon werden, diesen Mann davon zu überzeugen, dieses verbot aufzuheben?
Mein Handy holte mich aus meinen Gedanken heraus, weil es klingelte.
Ich schaute auf das Display und sah, dass Sabrina mich anrief.
"Wie ist es gelaufen?", fragte sie, nachdem ich das Gespräch entgegen nahm.
"Super. Ich habe den Job"
Ich musste das Telefon schnell von meinem Ohr entfernen, weil Sabrina laut schrie.
"Lass uns das heute Abend in dem Club um die Ecke feiern. Wann geht es denn los?"
"Morgen", sagte ich knapp.
Eigentlich wollte ich einen gemütlichen Abend verbringen, aber ich wusste, dass Sabrina nicht locker lassen würde.
Mal wieder ließ ich mich von ihr überreden, in den Club zu gehen.
Wir verabredeten uns für sechs, damit wir uns fertig machen konnten.
Der Club war voll, als wir dort ankamen.
Sabrina bestellte eine Flasche Sekt, um mit mir auf meinen neuen Job anzustoßen.
"Also, wo geht es hin?", fragte sie und musste mir in mein Ohr schreien, damit ich sie verstand.
"Ich fliege morgen auf einen anderen Kontinent, aber sie wollten mir noch nicht sagen auf welchen", log ich, als ich mich wieder an die Vereinbarung erinnerte.
"Dann lassen wir es heute Abend richtig krachen", jubelte Sabrina und bewegte ihre Hüften zum Takt.
Was solls, wenn ich schonmal hier bin, dann kann ich auch Spaß haben.
Wir tanzten die ganze Nacht durch.
Gegen zwei Uhr fiel ich erschöpft und müde in mein Bett und schlief sofort ein.
Kapitel 3
Mein Wecker klingelt um sieben Uhr.
Das war eine schlechte Idee, mit dem Feiern gestern Abend.
Meine Augen wollen sich einfach nicht öffnen und mein Körper will in meinem warmen Bett bleiben.
Ganz einfach, ich möchte einfach nicht aufstehen.
Aber ich habe einen Vertrag unterschrieben.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als aufzustehen, denn ich habe auch den Job als Kellner nicht mehr.
Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob dieser Job die richtige Idee war.
Trottend gehe ich unter die Dusche.
Ich lasse das warme Wasser über meinen Körper laufen und genieße die Stille.
Sabrina schläft noch.
Nachdem ich mit dem Duschen fertig bin, gehe ich zurück in mein Zimmer und durchwühle meinen Kleiderschrank.
Ich frage mich, ob ich etwas spezielles anziehen soll?
Schließlich entscheide ich mich für eine dunkelblaue Skinny Jeans, ein weißes Tanktop und einen schwarzen Blazer.
So bin ich nicht zu dezent angezogen, aber auch nicht zu aufgetakelt.
Ich lege ein dezentes Make-Up auf und gehe in die Küche.
Vor der Kaffeemaschine bleibe ich stehen und mache mir einen Latte Macchiato, damit ich richtig wach werde und meine Nerven etwas beruhigen kann.
Mit meinem Getränk setze ich mich an den Küchentisch und scrolle durch Facebook.
Die Zeit vergeht wie im Flug.
Ich schaue auf die Uhr und bemerke, dass es schon 8:30 Uhr ist.
Mist, ich muss mich auf den Weg machen, damit ich pünktlich ankomme.
Schnell stellte ich meine Tasse in die Spülmaschine und schrieb Sabrina noch einen Zettel, dass ich schon weg bin und mich sobald es geht bei ihr melden würde.
Mein Handy steckte ich in meine Hosentasche und ging los.
Zum Glück war der Weg nicht soweit, so, dass ich es rechtzeitig schaffte.
Der gleiche Mann von gestern stand vor dem Gebäude und brachte mich in den oberen Stock.
Ich trat aus dem Aufzug und stand in dem Empfangsbereich.
Meine Hände schwitzten und ich wischte sie an meiner Jeans ab.
Jetzt wurde ich sehr nervös.
Sollte ich mich umdrehen und gehen?
Ich suche mir einfach einen neuen Job und fange von vorne an.
"Eva", rief Matilda und riss mich aus meinen Überlegungen.
Naja, jetzt gibt es wohl kein zurück mehr.
Ich drehte mich zu Matilda um und schenkte ihr ein schüchternes lächeln.
Mehr brachte ich einfach nicht hervor.
Ich weiß nicht, was auf mich zu kommt und das macht mir eine Heidenangst.
Matilda führte mich in einen Raum, das so aussah wie ein Büro.
Sie zeigte auf einen Stuhl vor einem Schreibtisch und ich setzte mich.
Matilda nahm mir gegenüber Platz.
Meinen Blazer zog ich aus, denn mir wurde immer heißer, vor Nervosität.
"Schön, dass du da bist, Eva", sagte Matilda und lächelte.
Ich konnte nur nicken, denn ich konnte meine Stimme nicht finden.
Ich fühlte mich, wie in dem Büro eines Direktors.
"Ich möchte dir noch ein paar Hintergrundinformationen über den Planeten Mynak geben, damit du dich dort besser zurecht finden wirst und nicht in Schwierigkeiten gerätst.
Also, wie gestern schon erwähnt, wird die Zeit auf diesem Planeten anders gerechnet, als bei uns auf der Erde.
Du bist im selben Alter wie der König, 120 Jahre.
Auf Mynak darf man erst mit 100 Jahren Sex haben, weil man dort erst dann, Volljährig ist. Auch Sex außerhalb einer Beziehung sind verboten. Das darfst du nicht vergessen.
Die Leute auf dem Planeten sind sehr freundlich im Umgang miteinander. Jeder kennt jeden und sie helfen sich gegenseitig.
Mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, weil alle unglücklich über das Verbot des Königs sind.
Die Technologie auf dem Planeten ist viel weiter, als bei uns. Handys gibt es dort nicht. Sie benutzen kleine Ohrstöpsel, um miteinander zu kommunizieren.
Auch normale Autos gibt es dort nicht. Ihre Autos schweben."
Diese Informationen musste ich erst einmal verarbeiten.
Lande ich auf einem Planeten der Zukunft?
Ich schaute Matilda mit großen Augen an, denn ich konnte kaum glauben, was ich da hörte.
"Wir werden dich als eine Prinzessin auf diesen Planeten schicken. Wir haben gestern dem König einen Brief zukommen lassen, indem wir erzählt haben, dass du von einem anderen Planeten kommst und dort Zuflucht suchst, weil auf deinem Krieg herrscht und du in Gefahr bist.
Du kannst deinen richtigen Namen verwenden. Den haben wir nicht geändert.
Matteo, Lucy und Anna werden dich als deine Bedientesten begleiten. Sie stehen dir immer nahe. Durch Anna kannst du mit uns kommunizieren und wir erwarten wöchentlich einen Bericht von dir"
Ich kam aus dem staunen nicht heraus.
Ich eine Prinzessin?
Bei diesem Gedanken musste ich fast lachen. Ich bin alles andere als eine Prinzessin.
Ich habe kein Benehmen wie eine und ich spreche auch nicht wie eine. Wie soll ich dann eine spielen?
Das ist die größte Herausforderung, die ich bisher meistern musste.
"Ich will nicht unhöflich sein, aber wie kann ich eine Prinzessin sein, wenn ich mich nicht so benehmen kann?", fragte ich. Endlich kamen wieder Wörter aus meinem Mund.
"Mach dir darüber keine Sorgen. Auf Mynak ist dies nur ein Status. Alle benehmen sich gleich und erwarten nicht, dass man sich an einer besonderen Etikette hält.
Clark kennt unseren Planeten nicht und deswegen, weiß er auch nicht, wie man sich hier verhält. Also, kannst du immer noch so sein, wie du auch bist. Du musst dich nicht verstellen."
Erleichtert atmete ich auf, denn ich war keine gute Schauspielerin. Lügen war nicht mein Ding und das konnte ich auch nicht.
Mein Herzschlag verlangsamte sich mittlerweile.
"Hast du noch irgendwelche Fragen zu dieser Mission oder ist dir noch irgendetwas unklar?", fragte Matilda.
Ich ging nochmal alles in meinem Kopf durch und vergewisserte mich, dass ich alles richtig verstanden hatte.
"Wie genau soll ich den König dazu bringen dieses Verbot aufzuheben?", fragte ich, denn ich hatte wirklich keine Ahnung, wie ich das machen sollte.
"Du musst versuchen mit ihm in Kontakt zu kommen. Versuche ihn zu überzeugen, dass die Liebe nichts schlechtes ist. Mach ihm klar, dass sein Volk dadurch irgendwann nicht mehr existieren kann, falls keine Nachkommen gezeugt werden können."
Bitte was?
Ich, gerade ich, soll ihn überzeugen, dass die Liebe etwas gutes ist?
Ich glaube doch selber nicht daran und wie soll ich dann jemanden davon überzeugen?
"Matilda, ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich habe mich gerade selber erst von meinem Partner getrennt, weil er mich betrogen hat. Wie soll ich dann diesen König davon überzeugen?"
Matilda sah mich nachdenklich an.
"Glaubst du an Schicksal, Eva?"
Ich schüttelte den Kopf.
"Vielleicht bist du deswegen die richtige für diesen Job. "
Wie kann ich denn die richtige sein, wenn ich selber nicht daran glaube?
Aber ich dachte einen Moment über Matildas Worte nach. Kann es wirklich sein, dass ich doch die richtige dafür bin?
Vielleicht kann ich durch diese Mission wieder selber an die Liebe glauben und mich dadurch selbst heilen.
Ist es möglich, dass diese Mission nicht für die Regierung ist, sondern für mich selbst?
Langsam kühlte mein Körper ab und ich zog meinen Blazer wieder an.
Während ich über den Sinn dieser Sache nachdachte, fiel ich tief in meine Gedanken.
Ich muss diese Mission für mich selber machen. Meine Seele muss geheilt werden.
"Was passiert, wenn ich mich auf diesen Planeten verliebe?", fragte ich. Auch wenn ich wusste, dass dies nicht mein Ziel war, aber mittlerweile habe ich gemerkt, dass alles möglich war.
Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal für die Regierung arbeiten würde, also war ja alles möglich.
"Wenn das passieren sollte und die Mission erfolgreich war, dann darfst du natürlich entscheiden, ob du zurück kommst oder, ob du auf dem Planeten bleibst. Diese Entscheidung liegt bei dir."
"Ok, gut. Ich werde mein bestes geben, damit ich die Mission gewinnen kann", sagte ich mit einem neu gefundenen Gefühl, Entschlossenheit.
Jetzt will ich mir selber etwas beweisen und zwar, dass ich nicht an einem einzigen Mann mein ganzes Leben festmachen kann.
Paul hat mich zwar verletzt, aber es heißt ja nicht, dass alle anderen das auch machen.
Diese Mission will ich dafür nutzen, um mich wieder selbst zu finden.
Meine eigene Mission wird sein, dass ich mich selbst wieder finden will.
Also warum nicht, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Ich lächelte.
"Wie ich an deinem Gesichtsausdruck erkennen kann, hast du dir ein neues Ziel gesetzt", lächelte Matilda.
"Ja, das habe ich. Ich will nicht nur die Mission gewinnen, sondern mich auch wieder selbst finden", sagte ich entschlossen und gewann an Selbstvertrauen.
"Das ist die richtige Einstellung", Matilda klatschte in die Hände und stand auf.
"Komm, wir werden dich für deine Reise fertig machen. Auf Mynak ist gerade Sommer.
Wir werden dich jetzt einkleiden und du kannst eine Spa Behandlung haben, wenn du das möchtest.", erklärte sie.
Ich war noch nie in einem Spa. Warum sollte ich mir das jetzt entgehen lassen, wenn ich schon so ein Angebot bekomme.
Ich folgte Matilda aus dem Büro und wir gingen mehrere Flure entlang, bis wir vor einer Tür stehen blieben.
"Geh rein und du kannst jede Behandlung haben, die du möchtest.", Matilda drehte sich um und ließ mich alleine.
Ich öffnete die Tür und eine Dame stand vor mir.
Sie hatte einen weißen Kittel an und lächelte.
"Du musst Eva sein", sagte sie.
Die Dame erklärte mir alle Behandlungen, die sie anboten und ich entschied mich für eine Massage, Waxing und ein Bad.
Als ich fertig war, fühlte ich mich wie eine Königin. Die Behandlung hatte meine ganzen Nerven beruhigt.
Die Massage war das beste.
In einem Bademantel gehüllt, wurde ich in den nächsten Raum geführt.
Dort wartete Lucy auf mich.
Lucy war die Stylistin und würde sich um meine Haare und mein Make- Up kümmern.
An diese Behandlung könnte ich mich echt gewöhnen.
Das ist hier der pure Luxus.
Lucy kämmte und lockte meine Haare und steckte sie dann hoch. Sie schminkte mich dezent.
Als ich mich im Spiegel betrachtete, erkannte ich mich kaum wieder. Sie hat mich dezent geschminkt, jedoch sah es wunderbar aus.
Es war nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Danach wurde ich zu Matteo, dem Designer gebracht.
Er zeigte mir eine Reihe von Kleider.
Erst rümpfte ich die Nase, weil Kleider eigentlich nicht mein Ding waren und ich sie nie gerne trug.
Aber irgendwie weckten diese Kleider eine neue Seite an mir.
Die Kleider waren nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz.
Ich probierte mehrere an und entschied mich dann für ein rosa Kleid, mit dünnen Träger, dass mir bis zu den Oberschenkel reichte.
Es saß nicht zu eng. Das Kleid war luftig, aber dennoch sexy.
Matteo wusste genau, was mir steht und hat dies auch gefunden.
Anschließend gingen wir zurück zu Matilda.
Matilda wartete im Eingangsbereich auf uns.
"Eva, du siehst bezaubernd aus.", sagte sie.
"Danke", ich lächelte.
Komischerweise fühlte ich mich in diesem Kleid sehr wohl.
Warum habe ich solche Kleider nicht schon vorher probiert?
"Eva, bist du bereit für deine Reise?", fragte Matilda und sah mich an.
"Ja, es kann losgehen"
Das war noch nicht mal gelogen, ich war wirklich bereit für die Reise.
Matilda führte uns in einen Gang, der wie eine riesengroße Garage aussah.
Dort stand eine Art Kapsel, ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen.
"Damit werdet ihr zum Planeten reisen. Ihr werdet direkt zum König gebracht und er erwartet euch bereits.
Viel Glück"
Matteo, Lucy, Anna und ich stiegen ein und schnallten uns an.
Die Kapsel schloss sich und ein Tor öffnete sich vor uns.
Alles war dunkel und ich konnte nichts sehen. Ich schloss meine Augen.
Dann wurden wir nach oben geschossen und als ich das nächste Mal meine Augen öffnete befanden wir uns im Weltall.
Die Reise verging schnell, denn wir bewegten uns mit einer Riesen Geschwindigkeit.
Wir näherten uns dem Planeten und landeten dann auf einem Feld.
Nachdem sich die Kapsel geöffnet hatte, stiegen wir aus und streckten uns.
Ich drehte mich um, um mir genau anzusehen, wo wir uns gerade befanden.
Dann sah ich ihn.
Der Mann von dem Bild. Er starrte mich direkt an.
Ich schluckte.
Seine eisblauen Augen waren direkt auf mich gerichtet.
Dieser Mann war noch attraktiver, als auf dem Bild.
Das kann schwerer werden, als ich dachte.
Kapitel 4
Clark kam auf uns zu, sein Blick verließ mich nicht.
Langsam geriet ich echt in Panik, weil ich nicht wusste, was sein Blick zu bedeuten hatte.
Ich konnte meinen Blick nicht abwenden, seine eisblauen Augen haben mich gefangen.
Vor mir blieb er stehen.
"Hallo, Prinzessin Eva. Willkommen auf Mynak", sagte Clark und hielt mir seine Hand hin.
Seine Stimme war wunderschön. Sie war tief und rau.
Ich legte zögernd meine Hand in seine und antwortete "Hallo König Clark, vielen Dank"
Er ließ meine Hand los und ich fühlte einen Stich in meinem Herzen. Was war das?
Ich fühlte mich, als ob ich in einer Art Trance gefangen war.
Wie konnte das sein? Noch nie habe ich mich einem Mann gegenüber so gefühlt, noch nicht einmal bei Paul.
Ich schüttelte meinen Kopf, damit ich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte.
Ich muss mich auf die Mission konzentrieren, weil ich die Wohnung und das Geld wollte.
"Hattet ihr eine angenehme Reise?", fragte Clark und sah mir wieder in die Augen.
"Ja, wir hatten keine Probleme hierher zu kommen", sagte ich schnell, denn ich wusste nicht, was ich sonst antworten sollte.
Er nickte.
"Kommt, ich bringe euch in mein Reich."
Wir folgten Clark zu einem Auto.
Es war schwarz und ähnelte einer Limousine.
Ein Mann öffnete uns die Tür und bat uns hinein.
Als ich in das innere trat, konnte ich kaum meinen Augen trauen.
Das innere war riesig. Es hatte mehrere Sitze in einer Art U-Form.
Die Sitze waren aus weißem Leder.
Matteo, Lucy und Anna setzten sich neben mich. Darüber war ich froh, denn ich traute mir nicht in der Nähe des Königs nicht.
Während der Fahrt war es still und keiner sagte ein Wort.
Nach ungefähr 30 Minuten blieb das Auto stehen und die Tür wurde geöffnet.
Clark war der erste, der ausstieg und half mir aus dem Auto.
Ich trat heraus und stand vor einem riesigen Haus. Das Haus war drei Stockwerke hoch. Es hatte ein flaches Dach und war eher in die Breite gebaut.
Unsere Koffer wurden herein getragen.
Lucy, Matteo und Anna folgten den Bediensteten von Clark.
"Kommt, ich zeige euch das Haus", sagte Clark.
Er sprach mit einer freundlichen Stimme, aber ein lächeln hatte ich bisher bei ihm noch nicht gesehen.
Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte. Er schien nicht der mürrische König zu sein, von dem mir erzählt worden war, aber seine Mimik verriet auch nicht, was er dachte.
Das ganze könnte doch schwieriger sein, als ich dachte.
Ich folgte ihm in das Haus und er erzählte mir, alles darüber.
Das Haus wurde vor 300 Jahren von seinen Vorfahren gebaut. Bisher lag es in dem Besitz seiner Familie und wurde von Generation zu Generation weiter gegeben.
Nur der König und seine engste Familie lebte hier.
Er selber lebte mit seinen Eltern und seinen drei Geschwister in diesem Haus.
Jeder hatte seinen eigenen Bereich.
Im unteren Stockwerk waren die Gemeinschaftsräume. Der Speisesaal, die Küche, das Wohnzimmer und sein Büro.
In den anderen beiden Stockwerken befanden sich die Schlaf- und Gästezimmer.
Sein Zimmer war im oberen Stockwerk.
"Dein Zimmer befindet sich in meinem Stockwerk, damit ich auf dich aufpassen kann", sagte Clark kühl.
Schockiert sah ich zu ihm hoch. Er überragte mich und ich musste meinen Kopf in den Nacken legen, damit ich zu ihm aufsehen konnte.
"Naja, dein Volk ist doch schließlich hinter dir her, oder nicht?", Clark zog eine Augenbraue hoch und sah mich an.
Dann fiel es mir wieder ein, was Matilda mir über den Brief erzählt hatte.
"Ja, das stimmt", ich versuchte selbstbewusst zu klingen, damit er nicht merkt, dass dies gelogen war.
Er schien mir zu glauben.
Clark zeigte mir mein Zimmer und erklärte mir auch, wo seines war.
Ich ging in das Zimmer. Es war ein riesiges Zimmer. Das Zimmer hatte einen begehbaren Kleiderschrank, ein angrenzendes Badezimmer, ein riesiges Bett und eine kleine Wohnecke.
Mehrere Minuten stand ich da und schaute mich in dem Zimmer um. Soviel Luxus war ich nicht gewohnt.
In dieses Zimmer passte mein eigenes bestimmt dreimal hinein.
Ich atmete durch und machte mich auf die Suche nach meinen Koffern.
Als ich den begehbaren Kleiderschrank betrat, stellte ich fest, dass alles schon eingeräumt war. Ich fragte mich, wer dies getan hat.
Dann klopfte es an meiner Tür und ich öffnete sie.
Vor mir standen Lucy, Anna und Matteo.
Als ich einen Schritt zur Seite machte, traten sie ein.
"Wer hat meine Sachen eingeräumt?", ich musste das unbedingt wissen.
"Das war ich", sagte Matteo mit einem grinsen.
"Gefallen sie dir?"
Ich hatte nur einen kurzen Blick auf die Sachen geworfen, aber was ich gesehen hatte, war schön.
Ich nickte auf seine Frage hin.
"So wir werden jetzt alles weitere besprechen", sagte Anna.
Bisher hatte Anna nicht viel mit mir gesprochen, aber ich wusste, dass sie meine Beraterin war.
Nervös setzte ich mich auf die Couch und schaute Anna an. Die drei setzten sich ebenfalls hin.
Meine Hände legte ich in meinen Schoß und spielte nervös mit meinen Fingern.
"Nach unseren Informationen zu urteilen, hat der König seit Jahren kein Interesse mehr an Frauen gezeigt. Aber, was wir hier gesehen haben, ist genau das Gegenteil", Anna begann zu sprechen und ich schaute sie verwirrt an.
Was meint sie denn jetzt damit? Will Anna mir jetzt ernsthaft weiß machen, dass der König nach unserer Ankunft Interesse an einer Frau gezeigt hat und wenn ja, an welcher?
"Nach deinem Gesichtsausdruck zu urteilen, weißt du nichts was ich meine. Naja, dann lass es mich erklären. Nachdem du aus der Kapsel gestiegen bist, sind dem König fast die Augen herausgefallen und er hat seinen Blick nicht mehr von dir abwenden können.
Dann hast du ein Zimmer auf seiner Etage bekommen, was laut den Aussagen der Bediensteten sehr ungewöhnlich sei.
Geschweige denn, dass er dich selber durch das Haus geführt hat. Normalerweise machen das seine Angestellten und nicht er selber.
Ich habe mich ein wenig umgehört und herausgefunden, dass der König sich bisher vom weiblichen Geschlecht ferngehalten hat und noch nicht einmal mit einer Frau gesprochen hat.
Deswegen sind seine Angestellten, bis auf die Reinigungskräfte, alles nur Männer. Auf dem Planeten wird vermutete, dass er eine Abneigung gegenüber Frauen hat.", Anna erklärte uns, was sie herausgefunden hat.
"Er hat mir gesagt, dass ich auf seiner Etage bin, damit er auf mich aufpassen kann, weil ich ja angeblich von meinem eigenen Volk auf unserem Planeten gejagt werde", erklärte ich.
Alle schauten mich mit einem amüsierenden Gesicht an.
Glaubt mir etwa keiner?
Was haben sie gesehen, was ich nicht habe?
"Eva, Schätzchen", sprach Matteo.
"Wir glauben, dass der König Interesse an dir hat. Vielleicht bist du die Lösung, um diesen Planeten zu retten."
Ich drehte meinen Kopf zu Matteo und riss meine Augen auf.
"Was?", mehr brachte ich nicht heraus.
Die drei kicherten.
"Aber ich will keinen Mann. Ich will nur diese Mission gewinnen und zurück auf die Erde gehen, um mein Preisgeld abzuholen. Danach will ich mein Leben weiter leben.
Nach meiner letzten Beziehung will ich keinen Mann mehr!", ich erhob langsam meine Stimme, weil ich Angst bekam, dass ich etwas machen müsste, was ich mir geschworen hatte nicht zu tun.
Lucy, die neben mir saß, legte eine Hand auf meine Schulter.
Ich drehte mich zu ihr um und sah sie an.
"Soweit wir wissen, ist das hier auf dem Planeten mit den Beziehungen ganz anders.
Hier hat es noch nie eine Trennung oder eine Scheidung gegeben. Wenn man sich für jemanden entscheidet, dann ist es für immer. Deswegen kannst du dir sicher sein, falls du dich hier auf jemanden einlassen würdest, dann wird er dir auch nicht das Herz brechen.
Die Frauen hier haben einen höheren Stellenwert, als die Männer. Sie werden wortwörtlich auf Händen getragen und gut behandelt.
Also, sollte Clark Hype sich für dich interessieren, dass ist es nicht, weil er dich ins Bett bekommen will und danach fallen lässt, sondern etwas mehr.", erklärte Lucy in einem ruhigen Ton.
Ich konnte nicht glauben, was sie da gerade gesagt hat.
Alles was ich mir jemals von einem Mann gewünscht habe, würde ich hier bekommen. Aber will ich das wirklich?
Kann ich mich wieder auf jemanden einlassen.
Langsam fing mein Kopf an zu pochen und ich bekam Kopfschmerzen. Das waren einfach zu viele Informationen auf einmal.
"Lasst mich mit Eva alleine", sagte Anna.
Matteo und Lucy standen auf und schenkten mir ein mitfühlendes lächeln, bevor sie mein Zimmer verließen und die Tür hinter sich schlossen.
Anna setzte sich neben mich.
"Pass auf. Ich kann dich verstehen. Nachdem was du durchgemacht hast, kann ich nachvollziehen, dass du so denkst.
Du brauchst nicht jetzt eine Entscheidung zu treffen. Lern den König kennen und danach kannst du immer noch entscheiden, was du machst.
Wichtig ist nur, dass er dieses Verbot aufhebt. Das ist das Ziel der Mission.
Wenn er wirklich an dir interessiert ist, lass uns das zu unserem Vorteil nutzen.", sagte Anna ruhig.
Langsam entspannte ich mich ein wenig, weil sie mich zu keiner Beziehung mit ihm drängt.
Ich habe immer noch die Wahl und das ist mir sehr wichtig.
"Matteo ist einer unserer besten Designer und Lucy die beste Stylistin. Lass uns ein wenig mit dem König spielen", Anna grinste verrucht und ich konnte mir schon denken, was sie vor hatte.
Der Gedanke gefiel mir, denn ich wollte tatsächlich wissen, was sich hinter der Maske von dem König verbirgt.
Aber, was ist, wenn ich mich tatsächlich verliebe?
Nein, daran darf ich erst gar nicht denken.
Nachdem Anna und ich überlegt hatten, was wir machen könnten, entspannte ich mich noch ein wenig im Bett.
Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich eingeschlafen bin, bis mich ein Klopfen an meiner Tür weckte.
"Herein", rief ich vom Bett aus.
Ein älterer Mann streckte den Kopf herein und sagte "Prinzessin Eva, ich wollte ihnen nur Bescheid geben, dass es in einer halben Stunde Essen gibt. König Clark möchte sie einladen, mit ihm zusammen zu essen."
Mein Magen knurrte, als der Mann von Essen sprach.
"Ja, ich werde da sein", antwortete ich.
Der Mann schloss die Tür.
Was soll ich nur anziehen. Ich könnte Annas und meinen Plan in die Tat umsetzen und den König ein bisschen provozieren.
Ich holte mein Handy heraus und schrieb den anderen von der Einladung.
Kurz darauf stürmten sie in mein Zimmer.
Lucy schminkte mich aufreizend und lockte meine Haare. Sie ließ sie in Wellen über meinen Rücken fallen.
Matteo suchte in der Zeit ein Kleid aus, was dazu passen würde.
Anna hatte herausgefunden, dass der König normalerweise nur mit seiner Familie isst. Deswegen suchte Matteo etwas, was aufreizend war, aber nicht zu sehr.
Er kam mit einem grünem langen Kleid heraus, was an der Seite einen hohen Schlitz hatte.
Im Badezimmer zog ich das Kleid an und als ich heraus kam, betrachtete ich mich in einem großen Spiegel.
Ich sah tatsächlich wie eine Prinzessin aus.
Das Kleid hatte dünne Träger und der Schlitz reichte bis zu meiner Hüfte.
Nur beim gehen, zeigte es meine Beine.
Anna klatschte in die Hände "Das wird den König wahnsinnig machen"
Die anderen stimmten ihr zu und ich errötete leicht.
Durch das Kleid fühlte ich mich ein bisschen selbstbewusster.
Ich ging die Treppe hinunter zum ersten Stockwerk.
Dort befand sich der Speiseraum, in dem das Abendessen stattfinden würde.
Unten an der Treppe stand der König.
Er drehte sich um und schaute mich von oben bis unten an. Er trug ein schwarzen Anzug und ein weißes Hemd ohne Krawatte. Das Hemd hatte ein wenig aufgeknöpft und man konnte seine muskulöse Brust darunter erahnen.
