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Tomasso hat seine Gefährtin noch nicht gefunden, aber er gibt nicht auf. Seine Eltern, der König und die Königin, drängen ihn sich eine auszusuchen. Doch er will nur seine wahre Gefährtin. Es wird ein Ball veranstaltet. Findet er sie dort? Wird sie ihn und sein Erbe annehmen?
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Kapitel 1
Tomasso
Heute ist mein 23. Geburtstag. Seit 5 Jahren suche ich schon nach meiner wahren Gefährtin. Bisher habe ich sie aber noch nicht gefunden. Meine Eltern sitzen mir schon seit meinem 18.Geburtstag im Nacken, dass ich meine Gefährtin finden muss.
Ich bin der älteste Sohn und der Nachfolger meines Vaters für den Thron. Mein Vater ist der Alpha König Filippo Romano. Wir sind Italiener und leben in Italien. Wie man vermuten kann, sind wir Werwölfe. Der Alpha König darf erst den Thron weitergeben, wenn der Nachfolger seine Gefährtin gefunden und gepaart hat. Bei den Alphas ist das anders. Sie dürfen ihren Posten auch an ungepaarte Wölfe weitergeben.
Ich habe meinen Wolf „Matteo“ mit 5 Jahren bekommen. Wir sind ein gutes Team und eigentlich immer einer Meinung. Matteo wollte auf seine Gefährtin warten, aber ich wollte meinen Bedürfnissen nachgehen.
Seitdem ich 10 Jahre alt bin, trainiere ich mit den Kriegern meines Vaters. Ich möchte mich später selbst verteidigen können und mich nicht verstecken müssen, falls es mal zu einem Krieg kommt.
Mein bester Freund und zukünftiger Beta ist Vito Rossi. Wir trainieren jeden Tag zusammen und machen auch sonst alles zusammen. Vito und ich, wir sind sehr beliebt bei den Frauen. Zwischen 18 und 20 hatten wir eine wilde Zeit, in der Matteo und ich uns nicht so einig waren, weil ich da viel mit anderen Frauen gemacht habe. Die meisten Frauen waren nur hinter mir her, weil ich der Sohn des Alpha Königs bin und sie dann die Königin geworden wären. Sie haben sich gefreut mit mir Sex zu haben,weil sie überall damit angeben können. Aber mittlerweile möchte ich nur noch eine.
Meine wahre Gefährtin.
Giulia
Ich bin mit Francesca in einem neuen Club in Florenz. Vor 3 Monaten bin ich 18 Jahre alt geworden. Francesca ist vor 1 Monat 18 geworden. Wölfe können mit ihrem 18. Geburtstag ihren Gefährten finden. Meine Wölfin „Chiara“ und ich suchen noch nicht nach ihm. Wir möchten uns vorher noch ein bisschen austoben. Es ist selten, dass man vor seinem 20. Geburtstag seinen Gefährten findet. Manche finden ihn sogar nie. Denn der Gefährte kann überall auf der Welt verstreut sein.
Mein Bruder Alessandro ist 4 Jahre älter als ich. Er hat vor einem Jahr seine Gefährtin auf einem Paarungsball gefunden.
Francesca und ich wir sind zusammen aufgewachsen und seitdem sind wir auch beste Freundinnen. Ihr Vater ist der Beta unseres Rudels und ich bin die Tochter des Alphas. Unser Rudel, das Flussrudel, ist eins der größten Rudel in Italien. Wir sind ein friedliches Rudel, mit 345 Wölfen. Wir leben in den Wäldern nahe am Fluss, aber nah genug, dass wir an der Stadt dran sind. So können wir uns unbeobachtet unter die Menschen mischen und trotzdem ein menschliches Leben führen. Die Menschen wissen nichts von uns und so soll es auch bleiben. Natürlich passiert es auch, dass ein Mensch der Gefährte eines Wolfes sein kann.
Francesca und ich machen gern Party und so sind wir in dem Club gelandet. Wie immer ziehen wir die Blicke auf uns, denn es sind auch Werwölfe hier und die wissen natürlich wer ich bin. Natürlich haben wir uns auch zurecht gemacht. Francesca hat ihre langen blonden Haare gelockt und trägt sie offen. Sie hat einen schwarzen Minirock und ein weißes Crop Top an. Ich hingegen bin schwarzhaarig und habe meine Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden und trage ein blaues Kleid, das so grade meinen Hintern bedeckt. Natürlich drehen sich alle nach uns um.
Es gibt viele Männer, die mit uns tanzen, aber ich nehme keinen davon mit nach Hause. Auch heute habe ich meinen Gefährten nicht gefunden. Ich frage mich, ob er ein Mensch oder ein Wolf ist.
Um 3 Uhr fahren Francesca und ich nach Hause.
Kapitel 2
Tomasso
Ich sitze mit meiner Mutter Isabel und mit meinem Vater Filippo im Büro. Die beiden haben mich hierher bestellt, um über meine Zukunft zu sprechen. Meine Mutter ist die ruhigere von uns allen, im Gegensatz zu meinem Vater und mir. Ich habe sein Temperament geerbt, aber dafür die Augen meiner Mutter.
„Wir müssen über die Zukunft dieses Königreichs sprechen“, beginnt mein Vater. Ich versteife mich, weil ich weiß wohin das führen wird. Meine Mutter steht hinter meinem Vater und legt ihm eine Hand auf die Schulter. Das scheint ihn immer zu beruhigen. Wird das bei mir und meiner Gefährtin auch so sein?
„Ich habe euch schon gesagt, dass ich mir nicht irgendeine Gefährtin nehmen werde. Ich verzichte lieber auf den Thron, als das ich irgendjemanden an meiner Seite habe, der nicht meine WAHRE Gefährtin ist.“, ich versuche ruhig zu bleiben, aber das ist ziemlich schwer. Das ist ein sehr heikles Thema für mich. Matteo und ich sehnen uns von Tag zu Tag mehr nach unserer Gefährtin.
„Schatz, das wissen wir und das möchten wir auch berücksichtigen“, sagt meine Mutter mit einem lächeln im Gesicht. Ich schaue meiner Mutter und die Augen und sehe die Wahrheit darin spiegeln.
„Dein Vater und ich möchten nur das beste für dich. Aber natürlich müssen wir auch an das Königreich denken.“, sie macht eine kurze Pause und ich spanne mich an, weil ich nicht weiß, was jetzt kommt.
„Wir haben uns überlegt, dass wir einen Paarungsball veranstalten.“, sagt mein Vater ruhig. „Wir laden alle Frauen ab 18 Jahren ein, die noch nicht ihren Partner gefunden haben. Das soll ein Ereignis über 2 Tage werden. Wir schicken Einladungen für den Ball zu allen Rudeln, die sich in unserem Land befinden. So ist die Chance größer, dass du deine wahre Gefährtin finden kannst.“. Als mein Vater fertig spricht, bin ich überrascht, dass sie mich nicht zwingen irgendjemanden zu wählen. Ich entspanne mich in meinem Stuhl etwas und denke über den Vorschlag nach. Was könnte schon schlimmes passieren? Vielleicht finde ich ja tatsächlich meine wahre Gefährtin. Ein Versuch ist es wert.
Ich teile meinen Eltern mit, dass ich zustimme und wir besprechen alle Einzelheiten. Für den Fall, dass ich meine Gefährtin finden sollte, planen wir die Paarungszeremonie für den 3. Tag. Das ist natürlich schnell, aber bei uns Werwölfen brauchen wir kein langes kennenlernen. Sobald wir unseren Gefährten treffen, wissen wir das diese Person unser ein und alles ist. Wir und unser Wolf können ohne diese Person nicht mehr leben.
Der Paarungsball soll in 2 Wochen statt finden. So haben die Rudel Zeit genug, die unverpaarten Wölfinnen und Wölfe zu uns zu schicken. Dieser Ball soll nicht nur dazu dienen, dass ich meine Gefährtin finde, sondern, dass auch andere ihre Gefährtinnen finden können.
Da meine Mutter die Königin ist, wird sie sich um die Planung des Balls und die Einladungen kümmern. Meine Mutter ist eine perfekte Partyplanerin.
Giulia
Ich trainiere gerade auf dem Feld mit den anderen Kriegern. Plötzlich höre ich Francesca aufgeregt meinen Namen rufen. Alle hören auf zu kämpfen und wir starren Francesca alle gespannt an. Ich rechne schon mit dem schlimmsten. Sie kommt auf mich zu und sagt mir, dass mein Vater uns beide in seinem Büro sehen will. Ich verdrehe die Augen und sage ihr „Ja, ich komme nach dem Training ins Büro“. Francesca schüttelt den Kopf über mich. „Giulia , er hat mich geschickt, weil er will das wir beide SOFORT in sein Büro kommen. Deine und meine Eltern wollen etwas dringendes mit uns besprechen“, sagt sie noch völlig außer Atem. Francesca war nie daran interessiert das Kämpfen zu lernen. Ich wollte mich nie von einem Mann abhängig machen, deswegen trainiere ich auch immer mit unseren besten Kriegern.
Ich lasse besiegt die Schultern hängen und nicke, denn ich weiß, wenn mein Vater mich sofort sehen will, dann lasse ich ihn besser nicht warten.
Als Francesca und ich das Büro betreten, sind alle leise und starren uns an. Ich weiß nicht was kommt, weil wir nichts ausgefressen habe und das macht mir Sorgen.
Wir setzen uns auf die 2 Stühle vor meinen Vater, auf die er zeigt. Ich schlucke und spanne mich nervös an. Aus Respekt vor meinem Vater, weil er sich gerade im Alpha Modus befindet, senke ich meinen Blick.Meine Mutter steht hinter ihm und hat ihr Pokerface aufgesetzt.
Plötzlich beginnen alle im Raum zu lachen. Francesca und ich tauschen einen verwirrten Blick aus und wissen nicht was hier los ist.
„Kann uns jemand mal bitte aufklären. Ich habe mein Training abgebrochen, weil Du mich sofort sehen wolltest Dad.“, sagte ich zu meinem Vater und schaute ihm jetzt direkt in die Augen.
„Also,“ begann mein Vater. „Wir haben heute vom Königreich einen Brief bekommen bzw.. Einladung zu einem Paarungsball.“ Francesca und ich sahen uns kurz an und versteiften uns dann noch mehr. Denn wir wussten alle, dass Tomasso , der Sohn des Königs, immer noch unverpaart ist. Er ist gut aussehend und jede Frau will ihn haben. Mich wundert es, dass er immer noch unverpaart ist.
„In 3 Tagen findet der Ball statt und alle unverpaarten Wölfe und Wölfinnen werden zu diesem Paarungsball eingeladen. Ich hoffe, dass ihr beiden euch auf diesem Ball von eurer besten Seite zeigt und dieses Rudel nicht in Verlegenheit bringt.“Mein Vater sprach mit seiner Alpha Stimme. Dies tat er nur, wenn er es ernst meinte. Francesca und ich nickten nur und sahen zu Boden.
Den Rest des Tages verbrachten wir in meinem Zimmer und überlegten uns, was wir alles einpacken sollen. Natürlich wollten wir einen guten Eindruck machen. Wir waren schließlich die Töchter des Alphas und Betas.
Kapitel 3
Giulia
Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Francesca und ich sollten um 14 Uhr am Königreich ankommen, deswegen fuhren wir um 11 Uhr schon los. Mein Vater sagte uns zu Abschied noch einmal, dass wir uns benehmen sollen und ihnen eine SMS schreiben, sobald wir angekommen sind.
Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Nach 2,5 Stunden kamen wir an den Toren vom Palast an. Ja, es war ein Palast. Wir sagten den Sicherheitsleuten unseren Namen und aus welchem Rudel wir kamen. Natürlich musste jeder Alpha alle vorher anmelden, damit auch keiner ohne Einladung kam. Als unsere Daten überprüft worden sind, durften wir weiter fahren. Am Eingang warteten weiter Sicherheitsleute auf die Gäste, um sie zu ihren Zimmern zu bringen. Ich war froh, dass ich mir mit Francesca ein Zimmer teilen konnte.
Als wir das Zimmer betraten, staunten wir nicht schlecht. Das Zimmer war riesig. In der Mitte des Zimmers stand ein Kingsize Bett. In der einen Ecke gab es eine Couch und einen großen Fernseher. Rechts befand sich eine Tür, die in ein Badezimmer führte. Dort gab es eine Dusche und eine große Wanne. Das Badezimmer war in schwarz weiß eingerichtet. Links von unserem Bett war ein großer begehbarer Kleiderschrank. Wir waren wie im siebten Himmel.
Wir packten unsere Koffer aus und richteten uns für die nächsten 2 Tage in dem Zimmer ein.
Um 18 Uhr sollte die Zeremonie für den Ball stattfinden. Wir machten uns frisch und zogen unsere Ballkleider, die wir neu gekauft hatten an.
Ich habe meine Haare geglättet und ließ sie offen. Dann zog ich mein blaues Ballkleid an. Es war schulterfrei, vorne etwas kürzer und hinten lang. Dann schminkte ich mich und zog meinen Schmuck an. Ich drehte mich vor dem großen Spiegel und betrachtete mein Aussehen. Ich war mit meiner Arbeit zufrieden.
Francesca und ich gingen gemeinsam zum Ballsaal. Dieser war wunderschön in den Farben rot und weiß dekoriert. Ich frage mich, wer das alles organisiert hat. Während wir warteten das alles anfing, kamen Kellner mit Getränken und Häppchen vorbei. Wir bedankten uns und nahmen jeweils von den Tabletts.
Tomasso
Mein Wolf ist unruhig. Das kenne ich nicht von ihm. Ich weiß nicht was los ist. Er läuft im Kopf auf und ab. Seine Nackenhaare sind aufgestellt und er kämpft mit mir um die Macht. „Was soll das Matteo?“, frage ich ihn? Aber er antwortet nicht. Hoffentlich blamiere ich meine Familie nicht, weil ich mit meinem inneren Wolf kämpfe. Ich knöpfe meinen Smoking zu und mache mich auf den Weg zu meinen Eltern. Vielleicht kann Mama meinen Wolf besänftigen. Sie hat immer einen Weg gefunden,mich und Matteo zu beruhigen.
„Tomasso, was ist los?“, fragt Mama mich, als ich bei ihnen ankomme. Ich erzähle ihr was los ist und sie umarmt mich fest. Das scheint meinen Wolf zu beruhigen. Er zieht sich zurück, aber seine Ohren bleiben gespitzt und er ist wachsam.
„Danke Mama“, ich lächle sie an und entspanne mich ein wenig.
Meine Mutter hat ein langes rotes Kleid an, was sie noch mehr wie eine Königin aussehen lässt. Mein Vater trägt wie ich einen Smoking.
Ich gehe mit meinen Eltern zusammen in Richtung Ballsaal. Als wir vor der großen Tür ankamen, machte sich mein Wolf wieder bemerkbar. Ich stöhnte leise auf. Meine Mutter, die mit meinem Vater vor mir ging, drehte sich um. „Matteo?“ fragte sie, ich nickte nur. Mein Vater drehte sich um und runzelte die Stirn. „Matteo ist unruhig und läuft auf und ab. Ich weiß nicht was mit ihm los ist. Er reagiert überhaupt nicht auf mich. Das ist noch nie passiert.“, erklärte ich meinem Vater. Meine Vater legte beide Hände auf meinen Kopf und Matteo zog sich wieder zurück. Matteo beugt sich nur meinem Vater, weil er der König ist.
Mein Vater dreht sich zu den Wachen um und signalisierte ihnen, dass sie die Türe öffnen können.
Als die Türen sich öffneten, erschlug mich ein Duft von Wald und Erdbeeren. Es war der berauschendste Duft, den ich je gerochen habe. Meine Gefährtin sie war hier. Es traf mich wie ein Blitz.
Ich richtete mich auf und folgte meinen Eltern durch die Menge zu den Thronen.
Die Throne meiner Eltern waren auf einem Podest aufgebaut. Ich stellte mich neben meinen Vater.
Der Ballsaal war voll mit Männern und Frauen. Alle hielten ihren Kopf gesenkt, aus Respekt. Mein Vater räusperte sich und erlaubte unseren Gästen den Kopf zu heben.
„Meine Damen und Herren, ich freue mich sie in meinem Palast in Rom begrüßen zu dürfen. Ich möchte sie nicht lange mit einer Rede nerven.“ Im ganzen Saal begannen alle zu kichern. „Mein Sohn Tomasso wird sich ihnen anschließen, denn wie alle wissen, sucht auch er seine Gefährtin. Ich hoffe, dass am Ende der 2 Tage, wir viele von ihnen zusammen bringen konnten. Wir wünschen allen einen angenehmen Abend. Im Speisesaal befindet sich das Buffet, an dem sich alle bedienen dürfen. Das Buffet ist eröffnet“ ein tobender Applaus war aus der Menge zu hören. Dann fing die Musik an zu spielen und alle fingen an sich in Gruppen aufzuteilen.
Mein Vater drehte sich zu mir um und sagte“Ich hoffe du findest sie heute unter den Anwesenden. Es sind viele hübsche Frauen hier und nach deinem Wolf zu urteilen, ist sie hier“
Ich nickte stumm und machte mich auf die Suche nach dem wunderbaren Duft.
Ich kam an vielen Frauen vorbei, die mich sofort anhielten und mit mir sprechen wollten. Manche baten mich sogar um einen Tanz. Ich wollte eigentlich nur die eine Person mit dem wunderbaren Duft finden. Aber, da ich der Prinz war, musste ich natürlich mich fügen und gab ein paar Frauen einen Tanz. Einige davon berührten mich länger wie nötig. Matteo gefiel das überhaupt nicht und beschwerte sich ständig, dass unserer Gefährtin das nicht gefallen würde. Ich stimmt ihm zu. Ich stellte mir vor, wie ein anderer Mann meine Gefährtin berühren wurde und plötzlich knurrte ich leise, so das es aber niemand hören konnte.
Plötzlich tauchte Vito neben mir auf und legte seine Hand auf meine Schulter. Ich drehte mich zu ihm um. „Tomasso was ist los?Sag jetzt bitte nicht es wäre nichts, denn ich kenne dich.“ Ich seufzte. „Ich glaube meine Gefährtin ist hier. Ich habe sie zumindest gerochen und Matteo spielt seit heute Nachmittag verrückt.“ Meine Schultern sackten ein wenig ein. „Tomasso warum stehst du noch hier und tanzt mit all den Frauen, wenn keine davon deine Gefährtin ist?Du suchst schon solange nach ihr!“Nur Vito durfte so mit mir reden. Keinem anderen würde ich das jemals durchgehen lassen. Aber ist mein bester Freund und zukünftiger Beta.
Ich richtete mich auf und nickte ihm zu.
Ich erlaubte meinem Wolf ein bisschen in den Vordergrund zu rücken, damit er ihren Duft verfolgen konnte.Es braucht jahrelanges Training, damit man die Kontrolle über seine tierische Seite nicht verliert. Aber als zukünftiger König, musste ich das lernen, damit ich mich auf alle meine Instinkte verlassen kann. Egal ob menschlich oder tierisch. Ich bin auch in der Lage mich nur halb zu verwandeln. Aber das können nur die obersten Wölfe.
Matteo lotste mich durch die Menge in Richtung Ballsaal. Ich versuchte mich nur auf ihren Duft zu konzentrieren und alles andere auszublenden. Ich hatte gerade nur eine Mission und das war meine Gefährtin zu finden.
Ich betrat den Ballsaal und schaute mich um. Am Ende des Raumes stand ein großer langer Tisch mit einer weißen Decke darauf. Auf dem Tisch standen mehrere Gerichte bereit. An der Decke hing ein großer goldener Kronleuchter. Normalerweise benutzen wir diesen Raum für geschäftliche Anlässe. In der Mitte des Raumes waren mehrere runde Tische mit Kerzen aufgebaut. So hatte man die Chance ein wenig Privatsphäre zu haben, um sich unterhalten und kennen lernen zu können.
Auf einmal bekam ich ein komisches Gefühl. Was ist wenn meine Gefährtin mich zurückweisen würde?Matteo schüttelte den Kopf über mich und machte mir nochmal klar, wie wichtig der Gefährte für einen Werwolf ist. Es gibt nur einen wahren Gefährten für uns. Wenn man sich in die Augen blickt, wird einem sofort klar, dass man füreinander bestimmt ist. Natürlich hat man immer die Chance, den anderen zurückzuweisen, aber das zerreißt beide Parteien innerlich und es besteht die Chance, dass der Wolf daran stirbt.
Ich ließ meinen Blick über die Gäste schweifen. Ihr Duft war in diesem Raum am stärksten. Plötzlich erblickte ich eine wunderschöne Frau, sie hatte die schönsten und wärmsten braunen Augen, die ich je gesehen habe. Der Raum wurde still, als die folgenden Worte meine Lippen verließen Gefährtin.
Giulia
Nachdem der König seine Rede beendet hatte und der Applaus abgeklungen war, drehte ich mich zu Francesca um. „Hast du den Prinzen gesehen? Seine Gefährtin kann sich glücklich schätzen.“ Francesca nickte zustimmend. Was ich ihr noch nicht erzählt habe, ist, dass ich weiß, dass mein Gefährte hier im Raum ist. Ich habe ihn gerochen. Meine Wölfin springt seitdem ihn meinem Kopf auf und ab und wedelt mit ihrem Schwanz. Er roch nach Kiefer und Zimt.
Wird er so sein wie der Prinz?Der Prinz ist groß, gut gebaut, hat wunderschöne blaue Augen und ein kantiges Kinn mit einem drei Tage Bart.
Plötzlich holt Francesca mich aus meinen Träumereien.
Wir hatten den ganzen Tag noch nichts gegessen und waren halb verhungert. Wir gingen in den Speisesaal und fanden die leckersten Sachen. Ich belud meinen Teller mit Spare Ribs, Steaks und Kartoffelsalat. Ich liebe Kartoffelsalat. Das Essen war himmlisch. Der Koch muss mir unbedingt das Rezept geben.
Francesca und ich setzten uns an einen freien Tisch und begannen zu essen. Nachdem wir fertig waren, gesellte sich ein großer, schlanker, gut aussehender Mann zu uns. Was war das heute mit den hübschen Männer?
Er stellte sich als Andrej Smirnow, Alpha eines russischen Rudels vor. Wir unterhielten uns eine ganze Weile. Er schenkte mir seine ganze Aufmerksamkeit und machte mir Komplimente. Ich habe schnell gemerkt, dass er nicht mein Gefährte war,denn er roch nicht nach dem himmlischen Duft aus dem Ballsaal. Er rückte auch immer näher zu mir und ich fühlte mich von Sekunde zu Sekunde immer unwohler. Ich tauschte einen Blick mit Francesca aus, die mir zu verstehen gab, dass sie mein Unbehagen spürte. Sie versuchte Andrej abzulenken, indem sie eine Hand auf seinen Arm legte und ihm sagte, wie gut sich seine Muskeln anfühlen würde. Jedoch reagierte er nicht auf Francesca. „Vielleicht möchtest du mich mal in Russland besuchen kommen, Giulia?“ Das erregte meine Aufmerksamkeit. Ich schaute mit einem verwirrten Blick zu ihm hinüber. „Giulia, du bist ein sehr hübsche Frau. Ich möchte dich besser kennen lernen. Dazu reicht die Zeit hier nicht. Ich bin der Alpha eines Rudels und ich habe meine Gefährtin noch nicht gefunden. Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich dich zu meiner Gefährtin machen könnte.“ Zu sagen, dass ich unter Schock stand, wäre untertrieben. Auch Francesca‘s Augen waren aufgerissen, als wir diese Worte hörten. Ich machte mehrmals den Mund auf, aber ich fand nicht die richtigen Worte.
Plötzlich blähten sich meine Nasenflügel auf und nahm den wunderbaren Duft von Kiefer und Zimt wahr. Mein Herz fing an zu rasen. Hecktisch schaute ich mich im Raum um und plötzlich trafen meine Augen auf die wunderschönsten blauen Augen, die ich je gesehen habe. Sein Worte Gefährtin, trafen mich wie ein Blitz. Ich habe meinen Gefährten gefunden.
Kapitel 4
Giulia
Nachdem ich mir die Person genauer angeschaut habe, stand ich zum zweiten Mal an diesem unter Schock. Mein Gefährte war kein anderer als der Prinz. Das heißt, wenn ich ihn als Gefährten akzeptieren würde, wäre ich irgendwann die Königin der Werwölfe.
Ein plötzliches „Nein“, holte mich aus meinem Schockzustand raus. Ich schaute mich nach der Quelle um und sah, dass Andrej aufgesprungen war und aus dem Raum lief. Ich sah zu Francesca rüber und sah, dass sie bis zu den Ohren grinste.
„Wenn das nicht der Jackpot ist, dann weiß ich es nicht“ sagte Francesca mit einem breiten grinsen im Gesicht. Ich schüttelte über ihren Kommentar nur mit dem Kopf.
Dann sah ich zu dem Prinzen hinüber. Er hatte sich noch nicht von der Stelle bewegt. Plötzlich tauchte ein Mann neben ihm auf und Francesca versteifte sich neben mir. Als sich ihre Blicke trafen, dämmerte es mir und dann fielen bei ihnen auch die Worte Gefährte.
Ich konnte nicht glücklicher sein. Meine beste Freundin und ich haben am selben Abend unsere Gefährten gefunden.
Aber möchte ich diese Zukunft?Was wird aus meinem Traum Kriegerin zu werden?Darf die zukünftige Königin eine Kriegerin sein?
Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als Francesca aufsprang und zu ihrem Gefährten rannte. Na toll, jetzt sitze ich hier alleine. Was soll ich jetzt machen?
Bevor ich mir überlegen konnte, was ich als nächstes tue, sah ich, dass der Prinz sich auf meinen Tisch zubewegte. Man sah wie sich seine Muskeln unter dem Smoking anspannten. Er war der Traum eines jeden Mädchens. Was mache ich jetzt? Soll ich bleiben oder wegrennen?
Bevor ich mich entscheiden konnte, lief ich schon aus dem Speisesaal und in den Garten. Hier draußen war es Stockdunkel. Ich konnte nichts sehen. Ich hoffte nur der Prinz würde mich nicht finden, weil ich mich für meinen Auftritt schäme.
Tomasso
Während ich mich auf den Tisch zubewegte, an dem die Liebe meines Lebens saß, sah ich nur wie sie aufsprang und durch die Seitentüren in den Garten lief. Zum Glück, ist dies mein zu Hause und ich kenne den Garten in und Auswendig. Bevor ich ihr nachlief, drehte ich mich zu Vito und seiner neu gefundenen Gefährtin um. Sie saß auch die ganze Zeit mit meiner Gefährtin an einem Tisch. Ich vermute, dass sie sich kennen. Denn sie sahen sehr vertraut miteinander aus.
Als ich bei den beiden ankam, stellte Vito mir seine Gefährtin Francesca vor.
Francesca erzählte mir von Andrej, dem russischen Alpha. Aber sie sagte mir auch, dass meine Gefährtin auch auf ihren wahren Gefährten wartet und die Tochter des Alphas vom Flussrudel ist. Aber alle anderen Details, wollte ich natürlich von ihr selber erfahren. Also ging ich los in den Garten und suchte sie.
Ich musste nicht lange suchen und fand sie auf einer Bank sitzend. Ich zog meine Jacke aus und legte sie ihr um die Schulter. Es ist abends etwas kühler geworden und ich wollte nicht, dass sie friert. Dann stellte ich mich neben sie und bat darum, mich neben sie setzen zu dürfen.
Meine Gefährtin schaute mich nicht an, sondern hielt ihren Blick gesenkt. Ich drehte mich zu ihr um und hob ihr Kinn mit einem Finger an. Sofort sprühten die Funken, durch meine Finger, was mir noch mehr bestätigte, dass sie meine Gefährtin war.
Sie schaute mir in die Augen und ich verliebte mich noch mehr in sie. "Wie heißt du?", fragte ich sie und schaute dabei in ihre wunderschönen Augen. "Giulia", antwortete sie leise. "Also Giulia", betonte ich ihren Namen und ließ ihn über meine Zunge rollen, "warum bist du vor mir weggelaufen?" Sie atmete tief ein, bevor sie mir antwortete. "Du bist der Prinz. Ich weiß, das du den Thron bekommst und da wir Gefährten sind, heißt das, dass ich Königin werden würde, wenn du mich akzeptierst. Und das macht mir Angst, weil ich eigentlich eine Kriegerin werden wollte."
Ich hörte ihr aufmerksam zu. "Giulia, erstens, ich will dich. Du bist eine schöne Frau. Natürlich möchte ich dich auch besser kennen lernen. Du würdest nicht direkt Königin werden, weil mein Vater mir den Thron noch nicht übergeben hat. Zweitens, ich finde es toll, wenn du Kriegerin werden möchtest. Natürlich kannst du das auch als Königin tun. Ich finde das sogar gut. Auch Frauen sind sehr gute Kriegerinnen, nicht nur Männer."
Als ich zu Ende gesprochen hatte, merkte ich wie sie sich etwas entspannte. Ich hoffte, dass ich ihr ihre Angst etwas nehmen konnte. Trotzdem konnte ich in ihren Augen noch etwas Angst sehen.
"Möchtest du mich denn auch kennen lernen?", fragte ich sie etwas ängstlich. Aber ihre Antwort überraschte mich.
"Natürlich möchte ich das. Wer wollte das nicht? Du bist mein Gefährte, Tomasso. Trotzdem habe ich vor der Zukunft Angst. Ich kenne nur das Flussrudel. Ich müsste meine Eltern verlassen und das macht mich natürlich traurig."
Giulia
Ich sah ihn mit Tränen in den Augen an. Der Gedanke, meine Eltern zu verlassen, schmerzte mich sehr. Aber mit meinem Gefährten zusammen leben zu können, dass machte mir etwas Mut. Ich freue mich meinen Gefährten gefunden zu haben. Aber einen Trost habe ich, meine beste Freundin Francesca würde mit mir hier sein, denn auch sie hat ihren Gefährten gefunden.
Ich sah Tomasso in die Augen und konnte dort nur Liebe für mich sehen. Das machte mich glücklich. Sei Duft war berauschend.
Tomasso stand auf und hielt mir seine Hand hin. "Komm, ich möchte dir ein paar Leute vorstellen.", sagte er mit einem lächeln.
Ich legte meine Hand in seine und sofort merkte ich die Funken an meiner Hand. Es war ein himmlisches und vertrautes Gefühl.
Hand in Hand gingen wir zurück zum Palast.
Als erstes gingen wir in den Ballsaal. Er steuerte direkt auf die Throne zu. Als ich aufschaute, sah ich seine Eltern mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht. Beide erhoben sich und kamen uns entgegen.
Seine Mutter umarmte mich direkt. "Ich freue mich so, dass mein Sohn endlich seine Gefährtin gefunden hat. Wie heißt du mein Kind?", sagte sie mit einem lächeln. "Ich bin Giulia Brambilla, die Tochter von Alpha Brambilla vom Flussrudel.", stellte ich mich Tomasso's Eltern vor.
Sein Vater lächelte mich an. Ich entspannte mich und fühlte mich von seinen Eltern akzeptiert.
"Ich bin Isabel Romano und das ist mein Mann Fillippo Romano. Wir freuen uns dich bei uns begrüßen zu dürfen.", stellte seine Mutter sich und seinen Vater vor. Ich merkte schnell, dass ich mich sehr wohl bei ihnen fühlen werde, denn sie sind sehr herzlich zu mir.
"Jetzt würde ich gern mit meiner Gefährtin tanzen und sie ein wenig besser kennen lernen.", sagte Tomasso und führte mich auf die Tanzfläche.
Es begann gerade ein langsames Lied zu spielen und er zog mich näher an sich ran. Man, konnte der tanzen. Er führte mich durch das ganze Lied und ich merkte, wie mein Herz dahin schmolz. Jetzt wusste ich, was alle meinten, wenn sie sagten, dass es magisch ist seinen Gefährten zu finden.
Während wir tanzten, merkte ich seine beeindruckten Muskeln an seinem Körper. Ich fragte mich, wie sie wohl unter dem Hemd aussehen würden.
Plötzlich wurde es still im Raum und als das Lied aufhörte zu spielen, klatschten alle. Ich habe gar nicht bemerkt, dass wir nur noch die einzigen auf der Tanzfläche waren. Mein Gesicht erwärmte sich und ich war bestimmt so rot wie eine Tomate. So eine Aufmerksamkeit mag ich nicht, deswegen möchte ich auch Kriegerin werden. Aber daran muss ich mich wohl jetzt gewöhnen.
Anschließend gingen Tomasso und ich zurück in den Speisesaal, wo Francesca und Vito saßen und sich das Gesicht auffraßen. Tomasso räusperte sich und beide ließen voneinander ab.
Francesca sprang auf und fiel mir um den Hals. "Zum Glück sind unsere Gefährten aus dem selben Rudel, so, dass wir beide zusammen bleiben können. Ich muss meine beste Freundin nicht verlassen.", säuselte Francesca mir ins Ohr.
Wir setzten uns alle hin und Tomasso sagte mir, dass Vito sein Beta wird und seit Kindheitstagen sein bester Freund ist.
Was für eine Ironie. Meine beste Freundin ist mit dem besten Freund meines Gefährten verpaart. Was kann es besseres geben?Ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen.
Kapitel 5
Tomasso
So gern ich meine Gefährtin heute direkt in meinem Bett gehabt hätte, musste ich doch die Nacht alleine verbringen. Als sie mir sagte, dass sie die Nacht in ihrem zugewiesenen Zimmer verbringen wollte, hatte ich geschmollt. Vito hatte dabei nur gekichert, bis seine Gefährtin ihm dasselbe sagte.
Jetzt liege ich in meinem Bett und kann nicht schlafen. Meine Gedanken kreisen nur um sie.
Nach 5 Jahren habe ich sie endlich gefunden. Ich möchte sie jetzt schon nicht mehr gehen lassen.
Irgendwann falle ich in einen traumlosen Schlaf.
Am nächsten Morgen waren Vito und ich mit unseren Gefährtinnen zum Frühstück verabredet. Wir saßen schon in unserem privaten Speisesaal und warteten auf sie.
Während wir warteten, kreisten meine Gedanken. Wird sie kommen? Ist sie weggelaufen? Wo bleibt sie?
Plötzlich gingen die Türen auf und Giulia und Francesca kamen rein. Ich entspannte ich direkt und Matteo schnurrte bei ihrem Anblick.
Sie trug eine enge Jeans und ein Bauchfreies Oberteil. Man konnte sehen, dass sie viel trainiert. Sie hat einen wunderschönen straffen Körper, aber man kann auch ihre Kurven erkennen.
Ich stand auf und führte sie zu dem Platz neben mir. Als sie sich setze sagte ich "Du siehst umwerfend aus, Princessa".
Sie schenkte mir eines ihrer atemberaubenden lächeln. In diesem Moment schwor ich mir, dass ich dafür sorgen werde, dass sie so viel lächelt wie es nur geht. Ich sehe sie gerne so lächeln.
Nach dem Frühstück wollte ich mit Giulia in den Garten und ihr unser Grundstück zeigen, was bald ihr neues zu Hause ist.
Da es Spätsommer ist, waren die Temperaturen sehr angenehm. Wir gingen zu einem kleinen See, der hinter dem Palast war. Das war einer meiner Lieblingsorte. Manchmal kam ich hierher, um zu schwimmen oder um einfach Ruhe zu haben.
Wir setzten uns in Gras und schauten zuerst einfach nur auf den See. Es war eine angenehme Stille. Ich genoss die Gesellschaft von Giulia.
"Erzähl mir von dir", sagte sie plötzlich. Mein Herz machte einen Sprung, weil ich mich freute, dass sie etwas über mich wissen möchte.
Giulia
"Ich bin 23 Jahre alt und der älteste Sohn. Mein Bruder Franco ist 20 Jahre, aber lebt in Deutschland mit seiner Gefährtin zusammen. Ich trainiere jeden Tag mit unseren Kriegern und unterstütze meinen Vater bei seinen königlichen Pflichten, damit ich irgendwann das Amt übernehmen kann. Manchmal komme ich hierher um zu schwimmen oder einfach mal abzuschalten, von dem ganzen königlichem Kram.", erzählte Tomasso.
Ich hörte ihm aufmerksam zu, weil ich wirklich etwas über ihn erfahren wollte.
Gestern Abend haben Francesca und ich noch lange geredet und mir wurde klar, dass ich ihn wollte. Nicht, weil er König werden würde, denn das war mir vollkommen egal, sondern weil ich ihn wollte.
Trotzdem machte mir die Tatsache Angst, dass ich irgendwann Königin werden würde. Ich wusste nicht, was eine Königin so macht? Muss ich den ganzen Tag in Kleidern rum laufen und einfach nur neben meinem Mann stehen? Oder sind wir ebenbürtig?
Bevor ich noch mehr denken konnte, merkte ich, dass ich meine Fragen laut ausgesprochen habe. Ängstlich schaute ich zu Tomasso an, der nur grinste.
"Giulia, natürlich werden wir ebenbürtig sein. Du wirst meine Königin. Alle Entscheidungen werden wir gemeinsam treffen. Wenn ich reisen werde, wirst du an meiner Seite sein. Du bist nicht nur Königin, sondern auch Luna. Wenn du weiter trainieren willst, dann kannst du das natürlich auch tun. Du wärst ein Vorbild für alle weiblichen Kriegerinnen.", er beantwortete meine ganzen Fragen.
Ich schaute ihn erstaunt an. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich habe gedacht, dass ich alle meine Träume aufgeben muss.
Tomasso erstaunt mich von Tag zu Tag mehr. Ich verliebe mich auch von Tag zu Tag mehr in ihn.
Langsam fühle ich mich bei ihm wie zu Hause.
"Wie geht es denn jetzt weiter Tomasso?", fragte ich.
"Da ich merke, dass du eine tiefe Bindung zu deinen Eltern hast, habe ich mir gedacht, dass wir morgen zu deinem Rudel aufbrechen. Eigentlich wäre morgen die Zeremonie, aber ich denke, du hättest gern deine Liebsten dabei. Deswegen können wir gerne die Zeremonie, um dich in unser Rudel einzuführen, verschieben. So könntest du in Ruhe alles zu Hause packen und ich kann deine Familie kennen lernen und sehen, wo du aufgewachsen bist."
Mir stand der Mund offen. Ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht, dass er mit mir nach Hause gehen würde und das er so fürsorglich ist.
Tomasso
Ich hatte meinen Eltern heute morgen vor dem Frühstück mitgeteilt, dass wir die Einführungszeremonie verschieben würden. Erst waren sie nicht glücklich darüber, weil es nicht üblich war, aber nachdem ich ihnen erklärt habe, warum ich mich so entschieden habe, stimmten sie zu.
Ich sah in das schockierte und glückliche Gesicht von Giulia. Das bestätigte mich in meiner Entscheidung noch mehr.
Plötzlich sprang sie auf mich zu und umarmte mich. Das war einer der glücklichsten Momente. Endlich konnte ich meiner Gefährtin näher sein. Überall, wo sie mich berührte, sprühten Funken. Ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen.
Als sie sich zurück zog, fasste ich ihre Hüften und zog sie auf meinen Schoß. "Amore, darf ich dich küssen?", fragte ich sie.
Sie nickte stumm.
Ich schaute auf ihre Lippen und schloss die Lücke zwischen uns. Der Kuss war zärtlich. Ich strich mit meiner Zunge über ihre Unterlippe und bat so um Einlass. Diesen gewährte sie mir.
Der Kuss wurde schnell heftiger. Unsere Zungen kämpften um die Vorderhand.
Meine Hände umfassten ihren Hintern und drückten leicht zu. Ihre Hände fanden ihren Weg zu meinen Haaren.
Ich merkte langsam wie eng es in meiner Hose wurde.
Ich löste mich von ihr, was Giulia zum wimmern brachte.
"Ich würde das gern fortführen, aber ich weiß nicht, ob du das möchtest. Vor allem nicht hier draußen, wo uns alle sehen können.", antwortete ich ihr, damit sie weiß, was los ist.
Sie starrte mich einen Moment an und dann sagte sie etwas, was mich strahlen ließ "Bring mich hoch und mach mich zu der deinen!"
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich stand auf und hob sie hoch und brachte sie zu meinem Zimmer.
Als wir an Vito und Francesca vorbei kamen, grinsten sie nur wissend.
In meinem Zimmer schloss ich die Tür ab, weil ich nicht gestört werden wollte.
Achtung, ab hier sexuelle Szenen!
Ich legte Giulia auf mein Bett ab. Ich betrachtete sie einen Moment und nahm ihren ganzen Körper in mir auf.
Ich legte mich auf sie und küsste sie. Der Kuss wurde schnell wild und wir stöhnten beide auf.
Ich zog mich zurück, um mir mein Shirt über den Kopf zu ziehen. Giulia starrte mich dabei an und ihre Augen wanderten über meinen Oberkörper. Dabei leckte sie sich über die Lippen.
Ich ging zu ihr hinüber und zog ihr Shirt und ihre Jeans aus.
Jetzt lag sie nur in Unterwäsche da. Einen schwarzen Spitzen BH und den passenden Tanga dazu.
Bisher habe ich nichts erotischeres gesehen. Alles passte genau.
Ich küsste ihren Hals und bewegte mich langsam nach unten. Ich wollte jeden einzelnen Zentimeter ihres Körpers küssen.
"Tomasso, ich halte das nicht mehr lange aus", sagte sie atemlos.
"Baby,ich möchte es langsam angehen.", antwortete ich ihr. Giulia schmollte, sagte aber nichts dagegen.
Ich zog ihr die Unterwäsche aus und zog mich anschließend auch komplett aus.
Als ich sie nackt vor mir liegen sah, konnte ich sie nur bewundern.
Giulia starrte auf meinen Schwanz und ich konnte nur grinsen. Ich wusste, dass ich gut bestückt war.
Aber langsam konnte ich auch nicht mehr warten, sie einfach zu sexy aus.
Ich bewegte mich auf sie zu und positionierte mich zwischen ihr Schenkel. Giulia schlang ihr Beine um meine Taille und ich spürte wie feucht sie war.
"Darf ich dich markieren?", fragte ich sie, weil ich wusste, dass ich mich nicht mehr länger beherrschen konnte.
"Ja", sagte sie atemlos.
Ich stieß zu und spürte wie eng sie war. Ich wusste, dass ich das nicht lange aushalten konnte.
Ich merkte wie Matteo in den Vordergrund trat und ihre Wölfin auch, denn das zeigte sich in ihren Augen. Meine Reißzähne verlängerten sich und gleichzeitig markierten wir uns gegenseitig.
Wir stöhnten beide und leckten die Wunde des anderen, während wir beide unsere Namen stöhnten.
Ich rollte mich von ihr ab, und kuschelte mich eng an sie.
Meine wunderschöne Gefährtin.
Ende der sexuellen Szene
Kapitel 6
Tomasso
Als ich heute morgen aufwachte, war ich ziemlich ausgeruht. Dieses Gefühl hatte ich seit Jahren nicht mehr.
Neben mir lag meine wunderschöne Gefährtin und schlief.
Was für ein Glück habe ich mit so einer wunderbaren Frau gesegnet zu sein. Nie im Leben hätte ich gedacht, so eine Frau an meiner Seite zu haben.
Ich beobachtete sie noch ein Weile. Heute war der Tag, an dem wir zu ihrer Familie fuhren. Ich war ein bisschen nervös, weil ich nicht weiß, wie Giulias Familie auf mich reagieren wird.
Giulia
Ich merkte, wie jemand an meinen Haaren spielte. Ist das nur ein Traum oder passiert das wirklich? Plötzlich wurde mir bewusst, was gestern Abend passiert war. Das zauberte mir ein lächeln ins Gesicht.
Langsam öffnete ich die Augen, weil ich Angst hatte, dass es doch nur ein Traum war. Doch dann schaute ich in ein paar blaue Augen und ich merkte, es war doch kein Traum.
Neben mir lag, der tollste und schönste Mann überhaupt. Ich konnte mein Glück kaum fassen.
Tomasso gab mir einen Guten Morgen Kuss und ich schwebte direkt auf Wolke 7.
Ich grinste ihn an. "Warum grinst du so?", fragte er. "Weil ich den schönsten Mann der Welt neben mir liegen habe.", antwortete ich ihm ehrlich.
Wir kuschelten noch etwas und gingen danach duschen. Zum Glück befand sich das Badezimmer angrezend an seinem Zimmer.
Als ich das Bad betrat, fiel mir natürlich die Kinndlade runter. Es war eins der größten Badezimmer, die ich je gesehen habe.
Das Waschbecken war groß genug für zwei Personen. Außerdem befand sich neben der großen Dusche, die komplett aus Glas war, noch ein Whirlpool im Bad. Ich stellte mir schon bildlich vor, wie ich mich nach dem Training in dem Whirlpool entspannte. Natürlich zusammen mit Tomasso.
Tomasso führte mich zu der Dusche und stellte das Wasser an. Während er die Temperatur überprüfte, zog ich mich aus. Als er sich zu mir drehte, sah ich die pure Lust in seinen Augen.
Schnell zog er sich auch aus und wir gingen gemeinsam unter Dusche.
Ich genoss das warme Wasser auf meiner Haut, gemischt mit seinen Händen, während er meinen Körper einseifte. Manche Stellen seifte er natürlich gründlicher. Typisch Männer.
Das gleiche machte ich auch mit ihm.
Nach der Dusche haben wir uns angezogen und ich ging in mein Zimmer zurück und packte meine Sachen. Ich überlegte, wenn wir zurück kommen, ob ich dieses Zimmer wohl behalten würde.
"Nein, princessa. Nachdem ich dich markiert habe, möchte ich jede Nacht neben dir einschlafen und aufwachen. Du wirst in mein Zimmer ziehen. Das wird unser Schlafzimmer sein", sagte er mit einem lächeln im Gesicht.
Schockiert drehte ich mich um. Das hatte ich doch nur gedacht. Aber dann fiel mir ein, was meine Mutter mir über die Gefährtenbindung erzählt hat.
Gefährten können nicht nur die Gedanken des anderen hören, sondern auch die Gefühle des anderen spüren. Außer man würde den anderen blockieren.
Nachdem ich gepackt habe, gingen wir in den Hof. Tomasso und Vito stiegen in den schwarzen SUV ein, Francesca und ich stiegen in meinen Mini.
Während der Fahrt quetschte mich Francesca über die letzte Nacht aus. Sie wollte natürlich alle Details hören. Da sie meine beste Freundin ist, erzählte ich natürlich alles.
Nach 2,5 Stunden kamen wir am Rudelhaus meiner Eltern an.
Meine Mutter stand draußen und wartete auf uns. Francesca und ich hatten unseren Eltern noch nichts von unseren Gefährten erzählt. Es sollte eine Überraschung werden.
Als meine Mutter den königlichen SUV sah, stand sie mit großen Augen da. Plötzlich kam mein Vater angelaufen. Sie muss ihn über die Gedankenverbindung hergerufen haben.
So wie ich meine Eltern kenne, dachten sie bestimmt, dass Francesca und ich irgendetwas angestellt haben müssen. Ich grinste.
Francesca und ich stiegen als erste aus. Mein Vater atmete tief ein und wollte schon etwas sagen. Bevor dies geschah, sagte ich schnell "Hallo Mama, Hallo Papa. Bevor ihr jetzt irgendetwas sagt, hört uns erst einmal zu."
Mein Vater seufzte und nickte dann. Das war erstmal geschafft.
Dann stiegen Vito und Massimo aus und kamen auf uns zu. Meine Eltern neigten aus Respekt sofort ihre Köpfe.
"Giulia, was haben wir dir beigebracht, wie man sich in Gegenwart der königlichen Familie benimmt? Zeig etwas mehr Respekt dem Prinzen gegenüber.", brüllte mein Vater mich an.
Tomasso legte einen Arm um meine Schulter. Meine Eltern schauten uns schockiert an.
"Alpha und Luna Brambilla, mir ist es eine Freude sie persönlich kennen zu lernen. Da sie wissen wer ich bin, brauche ich mich wahrscheinlich nicht vorzustellen.", meine Eltern nickten nur. "Alpha Brambilla, meine Gefährtin braucht ihren Kopf aus Respekt nicht vor mir zu senken, denn sie ist mir ebenbürtig.", erklärte Tomasso mit einem schmunzeln.
Ich musste mein lachen unterdrücken. Es war herrlich in die schockierten Gesichter meiner Eltern zu schauen, bevor sie die Erkenntnis hatten, was genau Tomasso da gerade gesagt hat.
Mein Vater sprach als erstes" Prinz Tomasso, willst du mir gerade sagen, dass meine Tochter Giulia, deine Gefährtin ist?" Tomasso und ich nickten nur, weil wir Angst hatten, wir würden gleich vor lachen zusammen brechen.
"Papa, Tomasso ist mein Gefährte und Francesca ist mit Vito, dem zukünftigen Beta verpaart.", erklärte ich ihm.
Meiner Mutter fiel die ganze Farbe aus dem Gesicht. Aber sie fing sich schnell.
"Lasst uns doch rein gehen. Ihr müsst bestimmt hungrig sein, nach der langen Fahrt. Wir können das alles beim Essen besprechen", sagte meine Mutter.
Wir gingen alle rein und setzten uns an den großen Tisch. Auch Francescas Eltern kamen dazu und waren auch anfangs geschockt, als sie erfuhren, wer unsere Gefährten waren.
Nach dem Essen hatten sich aber beruhigt und sich mit der neuen Situation angefreundet. Ich konnte in den Augen unserer Eltern nur Stolz und Freude erkennen. Das erleichterte mich. Denn mir war es sehr wichtig, dass meine Eltern meinen Gefährten akzeptieren.
"Giulia und Francesca werden in 3 Tagen in das königliche Rudel aufgenommen. In 3 Wochen findet dann die königliche Hochzeit von Giulia und mir statt, wo wir dann offiziell zum König und Königin gekrönt werden. Dazu wollen wir euch herzlich einladen. Deswegen haben eure Kinder euch nichts von uns erzählt, weil wir euch dies persönlich mitteilen wollten ", erklärte Tomasso.
Meiner Mutter und Francescas Mutter liefen die Tränen runter. Wir sprangen beide auf und rannten zu unseren Müttern.
"Natürlich werden wir kommen. Ich kann es noch gar nicht glauben, meine kleine wird Königin.", schluchzte meine Mutter.
Nachdem sich alle beruhigt haben, gingen die Männer ins Wohnzimmer und wir Frauen saßen noch in der Küche.
Francesca und ich berichteten unseren Müttern, was alles auf dem Ball passiert war. Natürlich ließen wir die Sache mit Sergej aus. Denn ich hatte nichts mehr von ihm gehört oder gesehen, deswegen gehe ich davon aus, dass sich dieser Teil erledigt hat.
Plötzlich stürmte mein Bruder in die Küche und schrie "Mama, was ist passiert? Warum steht ein königliches Fahrzeug in unserer Einfahrt?". Alessandro war völlig außer Atem. Ich lächelte ihn an.
"Was hast du auf dem Ball angestellt, Schwesterchen?", sagte er grimmig zu mir.
Ich lachte und dann sagte ich" Spricht man so mit seiner zukünftigen Königin?" Meinem Bruder wich die Farbe aus dem Gesicht und er setzte sich schnell hin.
Plötzlich hörte man mehrere Männer lachen. Ich drehte mich zur Tür und sah unsere Väter und Gefährten in der Tür stehen und lachen.
"So haben wir auch geguckt, als wir es erfahren haben", sagte mein Vater.
Alessandro schaute mich an und schüttelte den Kopf. "Ich kann dich nicht gehen lassen, du bist meine kleine Schwester. Ich muss doch auf dich aufpassen.", ich sah die Tränen in seinen Augen.
Mein ganzes Leben hat Alessandro mich immer versucht zu beschützen. Er war immer für mich da, wenn es mir schlecht ging.
"Du wirst immer mein Beschützer bleiben. Wenn irgendetwas ist, wirst du es als erster erfahren", sagte ich und umarmte meinen Bruder ganz fest.
Abends gingen Tomasso und ich auf mein Zimmer. Ich war völlig erschöpft von dem ganzen Tag. Wir legten uns ins Bett und ich kuschelte mich an Tomasso.
Wir redeten noch ein bisschen und ich erzählte ihm von unserem Rudel, bis ich in einen tiefen Schlaf fiel.
Am nächsten Morgen zeigte ich Tomasso unser Revier. Ich erzählte ihm die Geschichte von unserem Rudel und zeigte ihm meine Lieblingsorte. Das war natürlich nur fair, weil er dies auch mit mir gemacht hatte.
Nachmittags hatte ich dann alles gepackt, was ich alles mit in den Palast nehmen wollte. Es fiel mir trotzdem schwer, mein Leben hier im Rudel aufzugeben. All die Jahre habe ich hier gelebt und es gab gute und schlechte Tage.
Wir packten alles in die Autos und verabschiedeten uns von unseren Familien. In 3 Wochen würden wir dann alle zu meiner Hochzeit wieder sehen. Die Verabschiedung lief natürlich nicht ohne Tränen.
Tomasso und ich fuhren in meinem Auto zurück.
Als wir am Palast ankamen, standen schon mehrere Leute bereit, um unsere Kisten aus den Autos zu holen.
Den restlichen Tag verbrachte ich damit, meine Kisten auszupacken und mich in unserem neuen Schlafzimmer einzurichten. Mein neues Highlight war der begehbare Kleiderschrank und das Badezimmer. Ich wollte unbedingt den Whirlpool ausprobieren.
Zu meiner Überraschung, stand dieser auch schon bereit, als ich fertig war, mit auspacken.
Kapitel 7
Giulia
Heute ist der große Tag. Ich bin total nervös. Ich weiß nicht, was von mir erwartet wird. Ich werde heute nicht nur in das Rudel aufgenommen, sondern es ist gleichzeitig, auch die Paarungszeremonie von Tamosso und mir.
Francesca wird auch heute ins Rudel aufgenommen. Aber sie und Vito haben eine gesonderte Paarungszeremonie, weil heute schon unsere ist.
Die letzten zwei Tage waren ziemlich stressig. Francesca und ich waren den ganzen Tag damit beschäftigt die Zeremonie vorzubereiten. Wir haben unsere Gefährten nur abends gesehen.
Aber es hat sich hoffentlich gelohnt.
Gestern kam die Schneiderin in den Palast. Tomasso wollte, dass Francesca und ich keine Kleider von der Stange bekommen. Wir sollten die Kleider bekommen, so wie wir uns diese vorstellen.
Ich habe nie viel Wert auf Kleider gelegt, aber mein jetziges ist wunderschön.
Heute morgen haben wir alle gemeinsam gefrühstückt. Die Nervosität war Francesca und mir sehr stark anzumerken. Denn wir haben unser Frühstück kaum angerührt.
Mittags soll die Zeremonie stattfinden, um Francesca und mich in das Rudel aufzunehmen. Abends findet dann die Paarungszeremonie mit der anschließenden Party statt.
Nach dem Frühstück sind Francesca und ich in mein Zimmer verschwunden und wir haben uns fertig gemacht.
Wir haben uns beide ein Coctailkleid ausgesucht. Meins ist rosa und schulterfrei. Das Kleid ist Knielang und aus Seide. Meine Haare habe ich gelockt und lasse sie offen. Ich habe mich dezent geschminkt. Nur ein bisschen Eyeline, Mascara und Lipgloss.
Francesca hat sich ein grünes Coctailkleid ausgesucht, mit Trägern. Es ist Bodenlang. Sie hat ihr Haare hochgesteckt und sich genauso, wie ich, dezent geschminkt.
Wir wollten die Zeremonie draußen stattfinden lassen. Denn der Ballsaal wurde schon für die Party heute Abend vorbereitet. Das Wetter ist auch wunderschön heute.
Francesca und ich gingen gemeinsam nach unten. Als wir den Garten betraten, war das ganze Rudel schon versammelt.
Tomasso und Vito standen ganz vorne auf der provisorischen Bühne. Die beiden leiten die Zeremonie.
Francesca und ich hielten uns an den Händen, während wir nach vorne gehen.
Wir schauten in glückliche Gesichter des Rudels. Alle waren gekommen.
Tomassos Eltern saßen in der ersten Reihe und nickten uns aufmunternd mit einem lächeln zu.
Auf der Bühne stand zwischen Tomasso und Vito ein Tisch. Auf dem Tisch stand eine Schale und daneben lag ein goldener Dolch.
In der Schale befand sich das Blut, von jedem Mitglied des Rudels.
Es ist Tradition, wenn ein Wolf in das Rudel aufgenommen wird, dass er sich in die Hand schneidet und ein paar Tropfen Blut in die Schale gibt. Durch unsere Wolfskraft verschließt sich der Schnitt in Sekunden. Das Blut vermischt sich mit den anderen Mitglieder und somit können wir dann telepathisch miteinander kommunizieren.
Wir standen mit dem Rücken zum Rudel.
Tomasso räusperte sich und sprach "Danke, dass ihr heute alle hergekommen seid, um Francesca Ferrari und Giulia Brambilla vom Flussrudel in Florenz in unser Rudel aufzunehmen. Francesca ist die Gefährtin von Vito und Giulia ist meine Gefährtin und eure zukünftige Königin."
Ein Jubel war zu hören. Ich atmete erleichtert aus, denn ich hatte Angst, dass das Rudel mich nicht als zukünftige Königin akzeptieren würde.
"Francesca, komm bitte näher.", sprach Tomasso und ich ging auf ihn zu. Er sah himmlisch aus, in seinem blauen königlichem Anzug. "Wirst du mir und diesem Rudel immer deine Loyalität schwören? Wirst du die Sicherheit des Rudels immer an erster Stelle setzen und alles in deiner Macht stehende tun, um alle zu beschützen?"
"Ja das werde ich", sagte ich selbstbewusst, denn das war es, was ich auch wollte. Meine Eltern haben mich immer gelehrt, dass das Wohl des Rudels immer an erster Stelle kommt.
"Mach mit diesem Dolch einen Schnitt in deine rechte Hand und gib dein Blut in die Schale, damit du eine von uns wirst."
Ich tat, was Tomasso mir sagte. Ich merkte ein Ruck im Körper, als die Verbindung zu meinem alten Rudel brach. Mein Wölfin heulte kurz auf. Für eine Wolf ist die Verbindung zu einem Rudel das wichtigste, denn ohne eins, verwildern die Wölfe.
Als mein Blut in die Schale fiel, merkte ich nochmal einen Ruck, als sich die Verbindung zu dem königlichen Rudel aufbaute.
"Jetzt bist du eine von uns" Tomasso grinste, als er bemerkte, dass ich ihn in meinem Kopf hören konnte.
"Herzlich Willkommen im königlichen Rudel, Francesca" rief Tomasso und das Rudel applaudierte.
Dann war Francesca an der Reihe. Bei ihr war es dasselbe. Ich war froh, dass ich meine Freundin hier hatte, so fühlte ich mich nicht ganz alleine.
Wir verließen alle vier zusammen die Bühne und gingen in den Speisesaal.
Dort war ein Buffett aufgebaut.
Nachdem alle saßen fingen wir an zu essen. Der Raum füllte sich schnell mit Stimmen, denn alle unterhielten sich miteinander.
Das erinnerte mich an die Feste zu Hause. Ich hatte zwar Heimweh, aber, hier fühlte ich mich auch wohl.
Tomasso legte seine Hand auf meinen Oberschenkel. Ich spürte direkt die Funken, unserer Gefährtenbindung. Ob dieses Gefühl jemals nachlassen würde? Ich hoffe nicht. Es ist ein tolles Gefühl. Es beruhigt mich immer.
Ich lächelte ihn an und legte meine Hand auf seine.
Ich liebe ihn von Tag zu Tag mehr
Ich schaute rüber zu Francesca und sah, dass auch sie glücklich war. Zum Glück sind wir zu diesem Ball gegangen. Denn sonst hätten wir unsere Gefährten nie bekommen.
Nach dem Essen habe ich noch einen Spaziergang mit Tomasso gemacht. Es war schön noch etwas Zeit mit ihm alleine zu verbringen.
Davon hatten wir in den letzten zwei Tage viel zu wenig. Ich genieße seine Gesellschaft. Wie wird das sein, wenn wir König und Königin sind?
Gestern hatten wir auch noch ein langes Gespräch mit seinen Eltern.
Sein Vater möchte so schnell wie möglich, das Amt des Königs aufgeben. Wir haben zusammen beschlossen, dass wir in 2 Wochen heiraten werden. Gleichzeitig wird dies auch unsere Krönungszeremonie.
Seine Mutter sagte, dass ich eine wunderbare Königin abgeben würde, nicht nur, weil ich die Tochter eines Alphas bin, sondern weil sie weiß, dass ich mich durchsetzen kann und meine Meinung sage.
Ich habe schon ein bisschen Angst, so schnell Königin zu werden, weil ich nicht weiß, was alles auf mich zukommt. Aber Isabel hat mir versprochen, bis ich mich in diese Aufgabe reingearbeitet habe, dass sie mich unterstützen und leiten wird.
Tomasso und ich kamen an dem See an. Es war eine wunderbare Stille. Wir waren alleine hier.
"Tomasso, wie stellst du dir deine Zukunft vor?", das war die Frage, die ich ihm schon lange stellen wollte.
"MMmhhh, aufjedenfall mit dir an meiner Seite.", er grinste jungenhaft und das liebte ich so sehr an ihm. Er hatte ein wunderbares lächeln.
"Da ich König werde, wird von mir verlangt, dass ich Erben zeuge. Aber ich möchte erstmal die Zeit mit dir genießen. So schnell möchte ich dich noch nicht teilen. Nach der Krönung möchte ich mit dir eine Reise machen. Wir werden alle umliegenden Rudel besuchen, als König und Königin. Und irgendwann möchte ich mehrere Kinder haben. Und du?"
"Ich kann mir eine Zukunft ohne dich nicht mehr vorstellen. Ich möchte aber auch weiter trainieren.
