Der Kampf der Elemente - Maximilian Lukas - E-Book

Der Kampf der Elemente E-Book

Maximilian Lukas

0,0
21,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Zwei Brüder, die das Schicksal voneinander entfernt.  Meror, der sanftmütige Träumer und Luman, dessen Herz in die Finsternis gezogen wird, geraten in einen tödlichen Strudel aus Macht, Intrigen und Verrat.  Während der Diamantenkönig Ewrad sein Reich zurückerobern will, entdecken die Brüder ihre unbekannten, mächtigen Kräfte – während dunklen Schatten, über ihnen lauern. Wird Luman der Verführung der Dunkelheit widerstehen? Oder wird der Fluch sie beide ins Verderben stürzen? Die wahre Gefahr ist ein zweischneidiges Schwert.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 483

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2025 novum publishing gmbh

Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt

[email protected]

ISBN Printausgabe: 978-3-99130-298-8

ISBN e-book: 978-3-99130-299-5

Lektorat: Dr. Angelika Moser

Umschlagabbildungen: Pixelrobot, Koya79, Tiago Lopes Fernandez | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

Kapitel 1

Die Wächterin des Waldes

Glaubst du, es könnte eine Parallelwelt geben? Eine Welt größer und schöner als wir uns vorstellen können, ein Abbild unserer Welt? Träume und Wünsche, die unsere Gedanken in diese Welt ableiten, wodurch wir Kreaturen, Wesen, Monster, Länder, Königreiche sowie Namen erschaffen. Wir entrinnen der Wirklichkeit und tauchen ein in unsere kleine Welt voller Zauber und Magie.

Wir könnten diejenigen sein, die wir sein wollen. Erschaffen unsere eigenen Welten, Waffen und Zivilisation wodurch wir unsere Träume erfüllen. Kreieren Götter und Religionen. Erschaffen Pflanzen, Lebensmittel und andere Dinge. Könnte es sein, diese Welt zu betreten, indem alle unsere Fantasien in Erfüllung gehen können?

Reise mit uns in eine uns unbekannte Welt. In einem grenzenlosen Sternensystem, Milliarden Lichtjahre von unserer Erde entfernt, existiert eine Welt weit außerhalb unserer Vorstellungskraft, voller Abenteuer, Magie, Mysterien, Krieg und Gefahren.

Willkommen in der Welt von Xeria. Hier leben die verschiedensten Tiere, Monster, Kreaturen und Pflanzen zu Lande, zu Wasser, in den Bergen und in luftigen Höhen. Xeria ist umgeben von gigantischen Königreichen, riesigen Palästen, kleinen Dörfern und mittelgroßen Städten in sämtlichen Himmelsrichtungen.

Die verschiedensten Baumarten, durchziehen die Reiche von Norden nach Süden. Warme Winde wehen den Sand des sonnigen Ostens durch Xeria, während im Süden die niedrigen Temperaturen den Stärksten in die Knie zwingen. Aus allen Teilen der verschiedensten Regionen, reisen Händler mit Ihren Gütern durch alle Welt umher. Trotz des Anscheins von Frieden existiert auf den Straßen und Wäldern ein anderes Gesetz. Das Dekret der Banditen, Kreaturen Wegelagerer und Attentäter. Mord, Verrat, Diebstahl sowie andere kriminellen Machenschaften sind selten jedoch nie ungefährlich. Im Endergebnis darunter sind blutige Aufstände, Revolten oder Folter auch keine Selbstverständlichkeit.

Nicht jedes Königreich ist friedlich, doch mit ihren Streitigkeiten bleiben sie unter sich. Aber Barbaren, Banditen, Wegelagerer, Attentäter und Schattenhändler sind nicht die einzige Gefahr und auch nicht die in der oftmals gefräßigen Tier- und üppigen Pflanzenwelt.

Die echte Bedrohung stürmt vom Norden heran.

Der Norden ist eines der fünf schönsten Reiche in der Xerianischen Welt. Üppige Felder, große Bäume und eine blühende Flora und Fauna machen den Norden für jeden Touristen sehenswert. Hier leben die Agron, dieses Volk hat pelzige Ohren, sowie längliche und rotfarbene Ohren, manche haben kurze Haare, manche lange und viele tragen ziemlich lange Haare, fest zusammengebunden.

Die Bauern tragen Schuhe bis zu ihren Beinen hoch, die aus Lianen und Blättern gefertigt sind, sowie lange Stoffkleider. Die Krieger der Agron tragen eine Rüstung aus seltenem Silbererz, das es kaum noch zu finden gibt, mit feinen Verzierungen in den verschiedenen Blättern und Blütenformen.

Ihre Haare reichen bis zur Schulter und sind blau gefärbt. Das Volk schmiedet zwar Waffen, jedoch nur zu Verteidigungszwecken.

Der Norden wurde unter Ihrem gütigen Herrn Jelen, dem König der Agron, regiert.

Jelen bekam vom König Lititias das Nordreich als Lebens- und Zufluchtsort. Da das Volk der Agron beinahe ausgestorben wäre, existieren nur noch wenige Tausende von ihnen. Jelen erbaute am Rande eines Felsens eine Smaragdfestung und nicht weit davon entfernt wurde eine unglaubliche Stadt mit mächtigen Festungswällen errichtet.

Die Bauern gehen zum Arbeiten auf die frisch angelegten Felder. Das Leben war friedlich, doch am Horizont zogen dunkle Wolken empor und Blitze durchbrachen den Himmel, ein dumpfes Donnern ertönte. Die üppige Flora und Fauna begann zu brennen.

Die Agron blickten auf, ihre Ohren zuckten nur hin und her.

Eine Imposante, starke Gestalt mit einer fein geschmiedeten dunklen Diamantenrüstung und einem Mantel mit fest anliegenden und aneinander geschmiedeten Diamanten, erhob sich aus dem Zwielicht der Felsen in das gleißende Licht der niedergehenden Blitze.

Die Agron sahen auf den gigantischen Felsen, wo der Mann aufgetaucht war. Ein lautes Raunen ging durch die Gruppe.

„Was ist nur mit dem Wetter los?“, grummelte ein schnauzbärtiger, rüstungstragender Soldat.

„Hauptmann Kron!“, rief ein junger schwarzhaariger Soldat von den Wällen der Stadt. Der schnauzbärtige, der sich als Hauptmann Kron herausstellte, hob seinen Kopf.

„Was ist?“, rief er nach oben.

„Hauptmann, etwas geschieht auf den Felsen!“

„Wirklich?“

„Sehen Sie selbst!“

In Windeseile rannte Hauptmann Kron die Treppen nach oben auf die Wälle und stieß einige Soldaten zur Seite. „Hier, Sir!“, sagte der junge Soldat und übergab ihm ein verziertes, goldenes Fernrohr. Kron schaute den Soldaten an, nahm das Fernglas und blickte hindurch.

Die Gestalt blickte auf und ein Ruf ertönte, während mit dem nächsten Blitz plötzlich geflügelte Wesen neben der Gestalt auftauchten. Die sogenannten Trubek, waren hässlich anzuschauende Kreaturen mit langen Gesichtern, einer Reiher spitzer Zähne und lang gezogene Stielaugen zum Fürchten.

Die Agron erschraken, nahmen ihre Beine in die Hand und rannten zu den Stadttoren. Kron senkte das Fernglas.

„Er ist …hier“, stotterte er, während seine Hände zitterten.

„Hauptmann?“, fragte der junge Soldat verwirrt.

„Ewrad ist hier! Macht euch kampfbereit!“, rief er lautstark seinen Männern zu.

„Bogenschützen zu mir!“, schrie der junge Soldat.

Ein hohler, dumpfer Klang ertönte.

„ALARM! Alle Männer auf Gefechtsstation“, schrie ein weiterer Soldat, während ein weiterer Soldat eine Glocke ertönen ließ. Panisch rannten die Bewohner hin und her, während sich die Soldaten ebenso durch das Gewusel kämpften.

Der Alarm war trotz des Sturms laut zu hören. „Wir warten auf euren Befehl, Ewrad!“, sagte eines der Trubek zu seiner linken. „Holt sie euch!“, befahl der Mann, der Ewrad genannt wurde. Der Trubek schrie in einem lauten, grässlichen Ton.

Ein kleiner Schwarm entschwand in den Himmel und verfolgte die Bauern, die zurück zur Festung rannten. Den Alarm hatte man auch in der Smaragdfestung vernommen, ein maskuliner, schlanker, jedoch muskulöser Mann blickte aus dem Fenster, neben ihm stand ein schmächtiger Schreiberling.

„Hoheit Jelen, Ihr habt mich gerufen?“, fragte der junge Mann. „Ja, Kleis, Ihr müsst mir eine Nachricht ins Schloss von Lititia bringen zu Händen des jetzigen Königs. Ohne Umwege muss die Hoheitlichkeit dieses Schreiben erhalten!“, sprach Jelen.

„Ich verstehe, mein König!“, sagte der Mann verständnisvoll. „Die Wichtigkeit muss ich nicht betonen, fangen wir an!“, begann der schon ergraute Jelen zu erzählen. In der Stadt ging es hoch her. Ein Trupp, mit Schilden und Speeren bewaffnet, formierte sich vor den Toren. „Hauptmann!“, rief der junge Soldat. „Sie haben es auf die Bauern abgesehen!“, schrie ein Soldat.

„Er will nicht die Bauern!“, antwortete Kron. „Was dann?“

Kron schien es wie Schuppen von den Augen zu fallen. „Er will zum Portal! Ein paar Krieger zum Portal, sofort!“, befahl Kron. „Sofort!“, sagte eine Wache und nahm vier weitere Männer mit sich, die sich ins Innere der Stadt zurückzogen.

„Erschießt die Trubek! Lasst Ewrad hier nicht eindringen! Egal um welchen Preis!“, schrie Kron. „Ihr habt Hauptmann Kron gehört! Unser Ziel ist es die Bauern zu beschützen. Anlegen, Zielen und Feuern!“, kommandierte ein kurzhaariger, muskulöser Bogenschütze den zwanzig anderen Bogenschützen.

„Öffnet das Tor! Beschützt die Bauern!“, ertönte es von Hauptmann Kron. Sofort wurden die breiten Schwingtüren geöffnet, die Bauern rannten in der Mitte hindurch und von beiden Seiten formierte sich der Schildwall, zwischen denen Speere hervorschossen.

Die angreifenden Trubek wurden wie Fliegen vom Himmel geholt. „Sie haben einige der unseren getötet und machen sich bereit, wieder zu schießen!“, berichtete der Trubek zu seiner Linken. Dieser lachte kurz verächtlich auf.

„Zielt auf Ewrad!“, befahl Kron. „Zielen und Feuern!“, ertönte es vom kommandierenden Soldaten. Die Pfeile flogen durch die Luft. Ewrad machte einige Arm- und Beinbewegungen und formte mit verschränkten Armen einen gigantischen Schutzschild über seiner Armee.

Die Pfeile stoppten in der Luft. „Das … das ist nicht möglich!“, stotterte Hauptmann Kron. „Stellung halten!“, rief einer der Schildmänner. Ewrad ballte seine Hand zu einer Faust, zog diese nach hinten, wodurch sich die Pfeile wie durch Geisterhand wieder drehten, mit einer schnellen Armbewegung nach vorne flogen die Pfeile zurück.

„Schilder hoch!“, rief Kron den Bogenschützen zu, jedoch durchbrachen die Pfeile einige Schilder, sogar die des Schildwalls. Sofort nahmen neue Bogenschützen und Schildwachen den Platz der Gefallenen ein. Unterdessen war König Jelen mit seiner Erzählung am Ende.

„Nehmt den Pfad der nördlichen Gabelung!“, sprach Jelen, der seine Hand dankend auf Kleis Schulter legte. Kleis nickte, steckte den Siegelbrief ein, verschwand aus der Festung und bestieg einen Yalpar, eine vierbeinige, langgesichtige Kreatur, auf der er der Nordgrenze über den Wäldern entgegen ritt.

Jelen blickte wieder aus dem Fenster und seufzte. „Das ist es also. Ewrad, du Narr!“ Bei diesen Worten füllten sich Jelens Augen mit Tränen, sein starker Blick jedoch ließ ihn unbeeindruckt wirken. Ewrad zog ein Schwert hervor, dessen Spitze die Stadttore zu berühren schien, und brüllte, woraufhin der Schild verschwand.

Die Trubek erhoben sich kreischend in die Lüfte und attackierten die Stadt. Die Bogenschützen feuerten, hünenhafte Kriegskanonen, aus denen flammende Feuerkugeln kamen, flogen den Trubek entgegen. Viele Trubek konnten ausweichen, doch einige wurden getroffen.

Die Trubek stürzten auf die Bogenschützen und den Schildwall nieder, trotz der Anstrengungen, die Trubek zu Boden zu bringen, wurden viele Agron hoch in die Lüfte geschleudert und zerfleischt. „Haltet Sie auf! Wir drei gehen ebenfalls zum Altar!“, befahl Kron und rannte mit einer Frau und zwei Soldaten ebenfalls in das Innere der Stadt.

Ewrad sprang vom Felsen, rannte in Windeseile dem Tor entgegen. Pfeile wehrte er gekonnt ab, spaltete eine Feuerkugel in einem hünenhaften Sprung in zwei Teile. „Stellung halten. Wir dürfen nicht weichen!“, rief ein junger Soldat.

Angst stand in den Augen der jungen Krieger, als Ewrad nah genug war, um einen heftigen Schwertschlag durchzuführen der die Schildreihen sprengte, die Männer in die Luft katapultierte und zurück in die Stadt katapultiert wurden.

Eine Schlange entstand aus Ewrads’ Händen, deren Körper schwarz wurde und deren Augen begannen grün zu glühen. Diese brach die Stadtwälle ein, zerstörte die Kanonen und zerfetzte die angreifenden Truppen. Die fliegenden Trubek kümmerten sich um die Bogenschützen und die anderen Krieger.

Ewrad bahnte sich seinen Weg durch die kämpfende Stadt, mehrmals wurde er angegriffen, parierte jedoch jeden Schlag. Er durchschritt ein weiteres Haupttor, vor Ihm standen Kron und acht Krieger mit gezückten Waffen, die einen grünen Altar, den blaue Linien zierten, schützten.

Ewrad steuerte direkt auf den Altar zu. Eine braunhaarige, gut gebaute Frau schoss einen Pfeil in Ewrads’ Richtung. Ewrad hob seine Hand und der Pfeil stoppte.

„Habt ihr nicht mehr zu bieten als das?“, fragte er hämisch, und der Pfeil löste sich auf.

„Du kommst hier nicht vorbei!“, sagte Kron.

„Ich bekomme, was ich will. Geht zur Seite!“, befahl Ewrad mit einer tiefen Stimme.

Kron wirbelte das Schwert in seiner Hand.

„Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!“, meinte Ewrad kühn und bewegte sich langsam, aber zielgerecht auf den Altar zu.

Die Bogenschützin rannte auf Ewrad zu und schoss einen weiteren Pfeil in seine Richtung, den Ewrad in den Boden ableitete.

Die Bogenschützin attackierte ihn einige Male, bis sie einen stechenden Schmerz in ihrer Brust fühlte, in ihr steckte ein feingeschliffener Diamant, weshalb sie zusammensackte und auf dem Boden liegen blieb.

Zwei Schwertkämpfer verschwanden in einer dunklen Wolke, die sich in kleinste Partikel auflöste und tauchten neben Ewrad auf, sie schlugen ins Leere, da Ewrad zurückwich.

Ewrad wich den weiteren Schlägen gekonnt aus und tötete beide ohne große Anstrengungen. Ein Muskelberg rannte brüllend auf ihn zu und versuchte, mit seiner Axt Ewrads’ Schädel zu spalten.

Ewrad wich aus, schlug ihm ins Gesicht, nahm die Hand des Angreifers, die er gekonnt über den Rücken seines Widersachers legte. Der Muskelberg schrie auf und ließ seine Axt los. Ewrad warf ihn auf den Boden, versuchte mit seinem Schwert seinen Schädel zu spalten, als er von zwei Metallketten umschlungen wurde und schmerzerfüllt das Schwert zu Boden fallen ließ.

Der Muskelberg erhob sich, rannte auf Ewrad zu. Dieser zog eine Kriegsaxt von seinem Rücken. Ewrad sprang in die Luft, drehte sich, löste sich von den Metallketten und trat dem Krieger ins Gesicht, der taumelte. Ewrad erwischte die Axt des Muskelmannes in der Luft und spaltete seinen Schädel.

Mehrere Male schleuderte der Krieger seine Metallketten nach Ewrad, der die Enden um seine Arme schlang, ihn zu sich zog und seine Kehle mit einem weiteren Diamanten zerschnitt.

Ein Schildträger verschwand ebenso in einer dunklen Wolke, tauchte mehrere Male auf und verletzte Ewrad. Das Messer verfehlte Ewrad nur knapp, hinterließ jedoch eine Wunde am oberen Wangenknochen.

Ewrad hob seine Hand, blickte kurz zu dem Soldaten und lächelte, als er das Blut auf seiner Hand erblickte.

„Gut gemacht!“, erwiderte Ewrad, der den angreifenden Schildträger gegen eine Wand stieß.

Ein Speerkämpfer attackierte Ewrad und mehrere Messer flogen auf Ihn zu. Ewrad zog den Speerkämpfer zu sich heran und hob den Speer an seinen Hals, wodurch er ihn als Schutzschild gegen die Messer benutzte. Ewrad sprang zur Seite, nahm den Speer und der Messerwerfer viel mit dem Speer im Bauch zu Boden.

„Zu schade!“, lächelte Ewrad, hob sein Schwert vom Boden auf und lief auf den Hauptmann zu.

Kron wirbelte sein Schwert in der Hand herum und zauberte einen Schild in die andere.

„Beschütze mich!“, rief er.

„Dein Gott hat sein Ende längst gefunden“, erwiderte Ewrad.

Kron lief auf Ewrad zu, bis sich ihre Klingen kreuzten.

Beide kämpften unerbittlich mit ihren Waffen gegeneinander.

Im Smaragdpalast tauchte hinter Jelen eine Frau auf, deren Gesicht unter einer Kapuze verborgen war.

„Was willst du hier?“, fragte Jelen, ohne sich umzudrehen.

„Ewrad kann nicht mehr klar denken. Wut, Trauer und Hass sind sein größter Fluch. Das ist es, was Ihn antreibt. Stärke und Schwäche, beides ist in Ihm“, sprach die Frau ruhig.

„Ich habe seinem Vater versprochen, mich um ihn zu kümmern, und was habe ich getan? Ihn verraten!“, antwortete Jelen.

„Hattet ihr eine andere Wahl? Das Schicksal ist nicht rückgängig zu machen, das ist es, was nun vorbestimmt ist“, verteidigte die Frau Jelens Aussage.

„Ich hätte mich nicht dem Feind unterwerfen sollen!“, sagte Jelen.

„Ist durch die Geburt Lititias ein Feind entstanden?“, fragte ihn die Frau.

„In der Vergangenheit war Lititia nicht einmal geboren!“, antwortete Jelen.

„Damit etwas Neues entstehen und die Zukunft leben kann, muss die Vergangenheit sterben“, entgegnete die Dame weise.

„Ist die Zukunft wirklich besser, wenn eine Vergangenheit gestorben ist, wodurch das Alte verloren ging?“, fragte Jelen die Frau über seine Schulter hinweg.

Die Dame senkte Ihren Kopf.

„Ihr seid euch der Konsequenzen bewusst!“, meinte die Frau.

„Wenn die Vergangenheit nur so bekämpft wird, sind die Konsequenzen es auch wert“, antwortete Jelen.

Ein Windhauch glitt an Jelen aus dem Fenster vorbei. „Ihr wisst das ich den König nicht für seine Taten verabscheue, ich fühle mich nur noch hilflos!“, sprach Jelen, drehte sich um, doch die Frauengestalt war verschwunden. Jelen lächelte, während er wieder aus dem Fenster blickte.

Fußstapfen näherten sich.

„Wenn Ewrad hier ist, müsst Ihr fliehen mein König!“, meinte ein junger Mann mit drei Tage Bart und stechenden grünen Augen.

„Was glaubst du Arimon? War ich ein schlechter Herr?“, fragte Jelen.

„Auch wenn ich das Band nicht kenne, was euch einst Verband, verstehe ich die Schwierigkeit des Problems!“, beantwortete Arimon die Frage.

„Ich habe meine Entscheidung gefällt, du bist mein einziger Sohn und dir soll kein Leid widerfahren, drum nimm die restlichen Überlebenden, geht in den Osten zur Karligarchn Vaniza. Sie wird euch in Ihre Obhut nehmen!“, sprach Jelen.

„Was ist mit dir?“

„Es ist unwichtig was geschieht, Hauptsache du lebst!“

„Ist es nicht ungerecht?“

„Du bist das Sinnbild der Agron und solange du lebst, werden wir nicht sterben!“, meinte Jelen.

Unterdessen kämpften Ewrad und Kron immer noch miteinander. Kron erwischte Ewrad im Gesicht und eine weitere Narbe bildete sich direkt unter der ersten am Wangenknochen. Ewrad stieß Kron von sich, dieser versuchte, sich mit seinem Schild zu wehren, doch Ewrad stellte sich mit einem Fuß auf seine Hand, weshalb er aufschrie.

Ewrad hob Kron hoch, lachte verächtlich.

„Dein Lachen vergeht dir schnell, dass alles und wofür?“, fragte Kron. Ewrad zog ihn zu sich heran, während die Klinge seines Schwertes sich langsam in den Körper von Kron vergrub. Kron versuchte den Schmerz zu unterdrücken, doch ein schmerzerfüllten Ausdruck zeichnete sein Gesicht.

„Das Recht meiner Vorfahren!“, erwiderte Ewrad.

„Du willst herrschen und vernichtest dabei deine Freunde!“, angestrengt versuchte Kron zu atmen.

„Du und alle anderen wart nie meine Freunde!“, meinte Ewrad verächtlich. „Der Norden ist mein Geburtsrecht und bald schon wird Lititia wieder in die richtigen Hände, meiner Familie übergehen!“, lachte er, völlige Sinnhaftigkeit war in seinem Blick verloren. „Jedoch muss erst das Ungeziefer ausgeschaltet werden!“

„Ach, schmor in der Hölle!“, rief Kron.

Das Schwert hatte sich nun in seinen Körper gebohrt, während Ewrad ihm in sein Ohr flüsterte. „Gern zuvor wirst du das Reich der Toten erblicken!“

Ewrad entriss Kron eine Kette, warf Ihn auf die ersten Stufen des Altars, dieser drehte sich einmal und blieb schmerzerfüllt im Staub liegen.

Ewrad aktivierte den Altar und war verschwunden, die Kette blieb auf den steinernen Stufen liegen.

Plötzlich erschien ein grelles Licht im Smaragdpalast. „Vorsicht!“, rief Arimon und vier Lanzen wurden auf einen anderen Altar ausgerichtet.

Ewrad stieg hervor, ergriff sofort zwei Lanzen und schlug beiden Wachen ins Gesicht, worauf diese bewusstlos zu Boden fielen.

„Verschwindet sofort!“, befahl Jelen seinen verbliebenen Wachen.

Verdutzt blickten die beiden ihn an. „Eure Hoheit … !“, meinte Arimon, doch Jelen unterbrach ihn.

„Geht! Das ist ein Befehl!“, mahnte Jelen.

Beide Wachen blickten sich an, Arimon nickte. Alle drei verneigten sich und gingen.

Ewrad schaute Jelen an. „Jetzt sind es nur noch wir beide!“, sagte er bestimmt, stieg eine grüne Treppe nach oben und öffnete eine große Smaragdtür, die sich hinter ihm wieder schloss.

Ewrad folgte ihm sogleich, zerstörte jedoch die Smaragdtür, die aus der Verankerung fiel, scheppernd zu Boden stürzte, der obere Türrand zersprang in kleine grüne Splitter. Jelen stand abgewandt, mit dem Rücken zu Ewrad gekehrt.

Jelen legte seine Hand auf die Armlehne des fächerförmigen Thrones.

In seiner Hand formte er durch einen orangenen Ball einen langen Stab, an dessen Ende sich zwei Äxte befanden.

„Nun, so willst du, dass es endet!“, sprach Jelen.

Ewrad lachte höhnisch, aus seinen Händen entsprangen Klingen aus schwarzen Diamanten.

Jelens Ohren, die das leicht sirrend-schleifende Geräusch vernahmen, drehten sich.

„Du willst mir, das Land nehmen, das einst deinem Vater gehörte?“, fragte Jelen, ohne sich umzudrehen.

„Der Norden gehörte einst meiner Familie, Ihr habt sie bestohlen“, knurrte Ewrad.

„Bestohlen? Dein Vater, schenkte mir dieses Reich. Mein Volk wäre gestorben“, antwortete Jelen auf sein Recht pochend.

„Ihr sprecht die Wahrheit, jedoch verfügte mein Vater vor seinem Tode euch das Reich zu schenken. Erst durch den Untergang und der Auferstehung Lititias, bekamt Ihr euer Recht, deshalb ist eure Auslöschung nur gerecht!“, belächelte ihn Ewrad.

„Ich kann dich verstehen, deinen Zorn, deine Wut und deinen Hass. Du hast alles verloren, selbst dein geliebtes Gegenstück aus Fleisch und Blut. Ich kann verstehen, wie das ist!“, beteuerte Jelen.

„Ihr versteht nichts“, erwiderte Ewrad.

Jelen sprach die nächsten Sätze ruhig und blickte Ewrad an, wobei er trotz seiner ruhigen Art, der Zorn in seiner Stimme hochkochte und den Griff des Stabes noch heftiger umklammert.

„Das, was ich nicht verstehe, ist wieso Ihr Eure Kraft auf den Norden konzentriert. Warum ihr euch so verhaltet oder weshalb Ihr Euch einen Namen gabt, der nichts im Geringsten mit dem eures Familienblutes gemeinsam hat. Denkst du, du wirst dadurch ein besserer Mensch?“

„Wir sind keine Freunde!“, Ewrad wurde zorniger.

„Früher waren wir nicht per Sie!“, entgegnete Jelen.

„Früher habt Ihr auch meiner Familie die Treue geschworen“, erwiderte Ewrad.

„Damals war eure Familie noch an den Geschicken des Reiches interessiert. Während Ihr euch wie ein Hund verkrochen habt.“ Jelen antwortete, ohne nachzudenken.

„Wie hätte ich? Alles, was geschehen war, war nicht für meine Familie bestimmt!“

„Jedoch für dich selbst. Ein Fluch für den du unschuldige opferst. Eine Prüfung an der du klaglos gescheitert bist!“

„ES REICHT!“, brüllte Ewrad, während ein niederkommender Blitz, die gewaltige Wut unterstrich.

„ICH BIN EIN BESSERER MENSCH! Früher war ich es nicht, aber heute wegen meiner Prophezeiung“, brüllte Ewrad.

„Welche Prophezeiung rechtfertigt, den Tod meines Volkes?“, fragte Jelen interessiert.

„Ich habe alles getan, alles versucht. Auch Ihr habt mich aus meinem Reich vertrieben. Das, was mir am wichtigsten war, mit meinem Blute verbunden, starb durch die Hand des Königs. Nun liegt es an mir, den König Lititias zu töten und rechtmäßig meine Regentschaft als Herrscher anzutreten!“, erzählte Ewrad.

„Es sind neue Zeiten angebrochen. Es gibt neue Ländereien, wie willst du das bewerkstelligen?“, erzürnte Jelen.

„Jeder, der sich mir nicht unterwirft, wird die Hölle früh genug sehen“, lachte Ewrad.

„Du begehst Völkermord, um auf deinen Anspruch abzusehen? Du bist krank!“, zischte Jelen.

„Nein, nein, nein, oh nein. Der einzige Kranke ist Lititias Herrscher und dieser wird leiden, dafür brauche ich jedoch den Norden. Denn Eure schuld ist es, dass Ihr dem Feind Eure Treue geschworen habt, und durch Euer Sterben werde ich wachsen!“

„An was wachsen? Du hast alles, könntest so viel ändern und trotzdem wünschst du unseren Tod.“

„Ihr wart meiner Familie verpflichtet!“, sagte Ewrad. „Ihr wart es, die die Hand eines Bastards geschüttelt habt!“

„Ich habe es getan um mein Volk nicht sterben zu sehen. Die Vergangenheit ist vergangen, genau wie das deiner Familie, dein eigenes Leben. Kannst du nicht einfach neu anfangen, ohne Zwietracht und Hass in deinem Herzen?“, fragte Jelen.

„Ich bin so nah an meinem Triumph, da höre ich nicht auf!“

„Welcher Zweck hat die Eroberung des Nordens?“, wollte Jelen wissen.

„Genug Zeit verschwendet!“, erwiderte Ewrad. „Nun übergebt, eure Krone freiwillig und kniet nieder. Dann lasse ich Euch und Euer restliches Volk gehen, oder ihr wählt die zweite Variante, in der Ihr kämpft und sterbt.“

„Eure Blutlinie würde sich im Grabe umdrehen!“

„WÄHLT ENDLICH!“, brüllte Ewrad wie ein wild gewordenes Tier.

„Oder du wählst. Töte mich und mein Volk oder sei Klug und beende deinen Feldzug, nutze deine Kräfte sinnvoll und beende die Vergangenheit. Sie ist Tod, Ewrad!“

Ewrads Blick, wurde weicher. Er griff nach einer Kette, die um seinen Hals hing, öffnete die verzierte Öffnung und ein Bild einer jungen Frau erschien, lächelnd, mit einer Krone auf dem Kopf. Eine Träne entlief seinem Auge.

„Niemand bringt, dir deine Schwester zurück!“

Ewrads Miene verfinsterte sich, versteckte die Kette und blickte Jelen an.

„Sprich deine letzten Gebete!“

„Du wirst nicht nah genug herankommen, um mich zu töten!“

„Sterbt!“, rief Ewrad, rannte die Treppenstufen nach oben. Jelen nahm seine Waffe und hinderte Ewrads’ Klingen daran, seine Arme zu durchtrennen. „Wie lange haltet ihr wohl aus!“, verächtlichte Ewrad.

„So lange wie es dauert!“, entgegnete Jelen stieß ihn mit seinem Stab von sich. Ewrad stürzte die Stufen hinunter und landete auf dem Rücken.

Jelen sprang mit seinem orange-glühenden Stab auf Ewrad zu und verfehlte seinen Hals nur knapp. Ewrad machte einen Salto rückwärts und war wieder in Kampfposition.

Während beide kämpften, bewegte sich ein Trupp Überlebender Agron mit mehreren Jalpars an denen Seile gespannt waren, um das Gepäck zu halten durch die Wälder. „Wir müssen über die Zwergenminen ins östliche Königreich“, befahl Arimon.

„Herr, was passiert, wenn die Trubek uns einholen?“, fragte eine besorgte Frau.

„Das werden Sie nicht. Sie sind zu beschäftigt, die anderen Überlebenden zu jagen!“, beruhigte Arimon die Frau.

Der Hauptmann in mehreren Verbänden gehüllt, wurde auf einer Trage hinterhergezogen.

Vor allem müssen wir zu den Zwergen, da Sie die einzigen sind die magischen Kristalle besitzen, die sein Leben retten können. Meine Kräfte haben es nur verlangsamt! dachte Arimon, während Sie weiterzogen.

Kreischende Trubeks flogen über Sie hinweg.

„Ruhig bleiben! Sie können uns nicht durch die Bäume sehen!“, antwortete Arimon. „Langsam weiter!“

In Gedanken versunken, fügte er hinzu: Ich hoffe dir geht es gut, Vater!

Ewrad und Jelen kämpften immer noch.

„Aufgeben werde ich nicht!“, keuchte Jelen.

„Ich kann das den ganzen Tag!“, schnaubte Ewrad, als er von Jelens Faust getroffen wurde. Ewrad taumelte, fing sich gleich wieder.

„Mein Volk würde für mich sterben, das würde keiner für euch tun!“, sagte Jelen kühn.

„Meine Kräfte, sind nicht begrenzt, alter Freund!“, sprach Ewrad, während Blut aus seiner Nase schoss und Jelens Schlag gekonnt auswich. Der Stab hinterließ durch den Aufprall eine Delle im Boden. Ewrad stand mit einer Seitwärtsrolle mit dem Rücken an einer Mauer. Jelen holte mit seinem Stab aus, doch blieb in der Wand stecken.

Ewrad trat Jelen mit seinem Fuß in den Bauch, dieser taumelte rückwärts.

Ewrad riss den Stab aus der Wand und schlug Jelen seitlich auf den Kopf. Durch die Wucht wurde Jelen weggeschleudert und teilte einen Steintisch in zwei Hälften.

Blut floss aus Jelens Kopf, während er schmerzerfüllt aufstöhnte. Ewrad ließ den Stab fallen, was die Festung zum Erzittern brachte. Er lief auf Jelen zu und dieser versuchte, sich mit seinen Armen zu schützen, doch Ewrad hob ihn ohne Mühe hoch.

Tu das nicht!“, jammerte Jelen.

Ewrad hob Jelens Körper über seinen Kopf, brüllte und schleuderte ihn von sich. Jelen krachte gegen den Thron fiel die Treppenstufen stöhnend hinunter. Ewrad hob Jelen wieder hoch.

„Ich werde das Genießen, alter Freund!“, meinte Ewrad, blickte auf seine Krallenhand und wollte zustechen, als er plötzlich einen schmerzhaften Stich verspürte, der ihn dazu veranlasste, Jelen loszulassen. Ewrad schrie auf, zog mit einer Hand und einem Bein auf dem Boden, das Messer aus seinen Eingeweiden und schleuderte es von sich. Das Messer war ein versilberter Dolch und mit seinen Bluten überzogen. Ewrad erhob sich, packte trotz der Schmerzen Jelen und rammte ihm seine Krallen in den Körper.

„Ein armseliger Versuch, mich umzubringen!“, schnaubte Ewrad. Jelen zog Ewrad mit seinen letzten Kräften zu sich heran. „Du wirst leiden, so wie mein Volk leiden wird und gelitten hat. Niemand ist unsterblich!“, flüsterte er. „Wir sind keine Götter!“

„Du wirst feststellen, dass ich nah an die Göttlichkeit der Götter heranreichen!“, knurrte er.

Ewrad zog seine Krallen aus Jelens Körper und dieser verwandelte sich in eine Statue aus Diamanten.

„Das ist schlimmer als die Hölle!“, sagte Ewrad und bestieg schmerzerfüllt die Treppen des Thrones, während die kleinen Diamanten an seinem Umhang in einer Art Melodie klirrten. Oben angekommen, schaute er sich im Raum um und setzte sich auf den Thron nieder.

In tosendem Gelächter und begleitet von Blitz und Donner verwandelte sich der Smaragdpalast in einen schwarzen Diamantenpalast.

Die Schönheit der Flora und Fauna wurde ersetzt durch Schlamm und Dunkelheit.

Die Trubek jubeln, während die Agron nun unter neuer Regentschaft als Sklaven schuften mussten.

Ewrad hörte den lauten Jubel, seine Wunde schloss sich auf magische weise. Erfreut über seinen Sieg sagte er: „Lang lebe der König!“.

Während in der Ferne der Donner grollte.

Arimon blickte von einer Felsplattform auf das Königreich was mit Blitz und Donner verwandelte, selbst die blühenden Baumkronen wurden zu dürren Ästen.

„Wir sind rechtzeitig entkommen!“, sprach ein junger Soldat, der hinter Arimon stand. „Was ist der neue Befehl?“

„Wir werden zu den Minen der Zwerge gehen!“, sprach Arimon bestimmt. „Die Sicherheit ist trügerisch, alle anderen Reiche, des Nordens sind in großer Gefahr!“

„Warum sollen wir zu den Minen?“, fragte ein grimmig blickender Mann mit einer großen Narbe im Gesicht.

„Ich habe euch die Befehle meines Vaters weitergegeben!“, meinte Arimon.

„Jelen, hatte nie befohlen den Hauptmann zu retten, er ist schon so gut wie tot“, entgegnete der Mann spöttisch.

„Mir gefällt euer Ton nicht, Xrel!“, mahnte Arimon.

„Ich sage nur die Wahrheit. Majestät!“, antwortete der Mann namens Xrel.

„Kron hat viele Leben gerettet, auch das der euren, also ist es unsere Pflicht alles dafür zu tun das er überlebt!“, sprach Arimon. „Wir handeln nach dem Protokoll!“

„Das Protokoll ist hinfällig, ohne einen König!“, antwortete Xrel.

„Du vergisst mit wem du hier sprichst. Ich übernehme das Kommando, wir ziehen weiter!“, antwortete Arimon.

„Wohin überhaupt!“

„Der Eingang ist schwer zu finden!“

„So schwer nicht, aber die Reise wird lang!“, grinste Arimon.

Arimon lief voraus, während die anderen ihm folgen. „Er ist schließlich unser König!“, meinte einer der Soldaten zu Xrel der die Augen verdrehte.

„Wegen Kron, setzten wir unser Leben aufs Spiel, Zer!“, knurrte Xrel.

„Noch ist Kron am Leben! Unser König handelt richtig!“, meinte Zer, der ihm auf die Schulter klopfte. Xrel grinste, während er den anderen hinterherlief.

In Lititia, ist noch nichts von dem Angriff zu hören, während das Schloss hoch oben auf einem Hügel, umringt von kilometerweiten Wäldern thronte. Die Sonne spiegelt sich im See und reflektiert ihr traumhaftes Wasserspiel ans Schloss.

An deren Anfang eine Stadt grenzt.

Dicht hinter einem Waldesrand, steht auf einem hohen Hügel, der nur über eine Schräge Wiese zu erreichen war, die Grafenburg Jelicas. Regiert vom Grafen Wilhelm und seiner Frau Nika, die mit dem Königspaar von Lititia befreundet waren.

Lititia wurde von einem König namens Petras und einer Königin namens Helena regiert. Beide wurden im Königreich geliebt und geehrt. Petras hatte eine stattliche Figur, braune Haare und grüne Augen. Seine Frau Helena, hatte eine große Oberweite, eine charmante Art, eine gebogene Nase, ein freundliches und anziehendes Lächeln, bernsteinfarbenen Augen, die etwas dunkler waren und platinweise Haare.

Ihre Haare waren geschmückt mit einem Zopf aus hellblauen Perlen mit silbernen Ketten. Die meisten Adelsfrauen strotzen nur so mit den teuersten Kleidern, edlen Schmuckstücken und rochen nach dem teuersten Parfüm. Zwar war Helena, auf Kleidung bedacht, jedoch trug Sie Schmuck nur zu wichtigen Anlässen und war darauf bedacht, die Schatzkammer nicht unnötig zu belasten.

Petras liebte ihre Bescheidenheit, es war ihm aber ein Bedürfnis, ihr Geschenke zu machen, worüber Sie sich zwar freute, aber des Öfteren Ihre Geschenke die Sie nicht mehr benötigte, auszumisten und ans Volk weitergab, die weniger hatten als Sie.

Petras war nicht verwundert darüber, seine Frau war einfach so wie Sie eben war.

Beide waren verliebt und nichts konnte sie auseinanderbringen, wodurch ihre unbändige Liebe auch jede Nacht zu hören war.

In Lititia war es rechtens geworden, dass die Frau des Königs mitbestimmen durfte, und zwar in Angelegenheiten wie Krieg, Lieferungen, Ausbildungen, Bauwerken und vielem anderen.

Der lititianische Markt war ziemlich gut besucht und die Händler lockten mit den verschiedensten Angeboten. In den Trainingsakademien und Trainingsplätzen wurden die Kampf- sowie Verteidigungstechniken studiert und ausgeübt.

In den Ställen gab es die verschiedensten Tierarten, die friedlich untereinander lebten. Auf den Burgmauern liefen Wachposten auf und ab.

Eine Wache, bemerkte einen kleinen, schnellen Schatten auf dem Weg zum Schloss. Mit einem Fernglas erkannte er einen Agronianer auf einem Yalpar herbeieilte.

Die Wache klappte das Fernglas wieder zusammen und rief nach unten zu einer anderen Wache, die an einem Hebel saß: „Ein Agronianer! Öffnet das Tor!“ Das Fallgitter wurde heruntergelassen, während drei Männer hinaus gingen, als Kleis die Männer sah, brachte er seinen Yalpar zum Stehen.

„Was ist euer Begehr, Agronianer?“, fragte Elvir. „Ich habe eine wichtige Nachricht, an den lititianischen König!“, antwortete Kleis. „Der König ist beschäftigt und wünschte nicht gestört zu werden!“

„König Jelen bat mich auf schnellstem Wege, diesen Brief eurem König zu überreichen!“, antwortete Kleis.

„Weshalb sollte ich den König stören?“, hinterfragte Elvir.

„Das Königreich wurde von Ewrad erobert!“

Elvir wurde hellhörig.

„Euer Name?“, fragte Elvir.

„Kleis, mein Herr!“, antwortete Kleis bedächtig.

„Stallbursche!“, rief Elvir und zitierte einen zwanzigjährigen, schlanken, Jungen mit grüngrauen Augen und schwarzen Haaren herbei.

„Kümmere dich gut um diesem Yalpar!“, sagte er zu dem Jungen, der nur nickte und den Yalpar mit an den Zügeln nahm.

„Ihr folgt uns!“, sagte Elvir.

Das Königspaar war im königlichen Kaminzimmer. Helena saß auf der Couch und las ein Buch, während Petras die Karte Xerias studierte.

Eine Wache stürmte herein und rief aufgebracht. „Eure Hoheit!“

Helena, legte ihr Buch beiseite und erhob sich.

„Ich wollte nicht gestört werden!“, sagte Petras etwas wütend darüber, dass sein Befehl nicht befolgt worden war. „Verzeiht, Herr. Jedoch ist es eine Sache von größter Dringlichkeit!“

Petras schnaubte.

Helena legte eine Hand auf Petras Schulter, der ihre Hand küsste. „Worum geht es?“, fragte Helena mit ruhiger Stimme. „Ein Bote der Agron ist mit einer Nachricht von König Jelen gekommen. Er wünscht eine Audienz, mein König.“

„Sagt dem Boten, ich werde ihn im Thronsaal empfangen!“, befahl Petras. „Sofort, mein König!“, salutierte die Wache und war wieder verschwunden.

„Worum geht es denn?“, fragte Helena interessiert nach. „Es scheint von großer Bedeutung zu sein, wenn Jelen seinen Botschafter sendet. Mach dir keine Sorgen, ich bin sofort wieder da!“, meinte Petras und küsste Helena auf die Wange. Helena blickte Petras nach.

Kurz darauf waren Kleis, Petras und Offizier Elvir im Thronsaal versammelt.

„Eure Hoheit!“, ehrfürchtig verneigte er sich vor Petras.

„Kleis, ihr seid von weit hergekommen.“

„Nun Yalpare sind äußerst flink, mein Herr!“, antwortete Kleis. „Das wisst ihr jedoch bestimmt und deshalb bin ich auch nicht hier!“

„Die Geschichte der Yalpare werde ich mir zu einem späteren Zeitpunkt anhören!“, antwortete Petras. „Ihr habt eine Nachricht für mich? Was macht mein alter Freund im Norden?“

„König Yelen wollte das nur Ihr diese Nachricht zu Händen bekommt!“, meinte Yelen und übergab ihm die Nachricht. Petras las die Nachricht, sein Gesichtsausdruck blankes Entsetzen. „Eure Hoheit?“, fragte Elvir.

Petras warf die Nachricht zum Offizier, dieser fing sie mit einer Hand und las.

„Jelen ist Tod, durch Ewrads Hand!“, antwortete Kleis.

„Nun kontrolliert er den Norden!“ Wut war in Elvirs Stimme zu hören.

„Was sind eure Befehle, Majestät?“

„Befehle? Jelen ist Tod und unter feindlicher Kontrolle. Ich habe keine Befehle zu leiten!“, beantwortete Petras die Frage.

„Nehmt meinen Rat an Herr, denn nicht nur Ihr seid in Gefahr, sondern auch die, die sich in Ewrads Angriffslinie zum Norden befinden“, sprach Elvir.

„Was schlagt ihr vor, Elvir?“, fragte Petras.

„Lasst uns die Armee als Verstärkung, für die Allianz schicken, ansonsten sind Sie ausgeliefert!“

„Exzellenz, ich habe seine Macht mit eigenen Augen gesehen, sich mit Ewrad anzulegen ist der falsche Ansatz. Ihn anzugreifen wird nur mehr Tode in Kauf nehmen oder schlimmer noch Sklaven!“, beteuerte Kleis.

„Wir sollen die Allianzen Ihrem Schicksal ausliefern? Sie werden gegen Ewrad kämpfen, wenn Sie wollen oder nicht und wir sitzen, herum wie Fliegen und tun nichts?“, fragte Elvir.

„Elvir, Kleis hat recht. Wenn ich meine Armee aussende zu meinen Allianzen wird es nichts ändern!“, antwortete Petras. „Ich kenne seine Macht!“

„Eure Majestät, ich werde nicht tatenlos mit ansehen, wie teure Allianzen zu Brüche gehen und Burgen oder gar Feinde in die Hände von Ewrad fallen. Wir haben starke Verbündete im Südosten diese werden uns helfen!“

„Welche Garantie könnt Ihr mir geben, Elvir? Eine Garantie das meine Soldaten heil wieder zurückkommen!“, fragte Petras.

„Ihr müsst mir Vertrauen, Majestät!“

„Ewrad wird euch zerfleischen!“

„Dann soll es so sein. Meine Männer werden im Namen des Königs kämpfen und wenn es so sein soll auch im Namen des Königs sterben!“, bestätigte Elvir.

„Dieser Plan ist hirnverbrannt, ihr zieht das südöstliche Königreich hinein, was nicht einmal weiß, was auf Sie zukommt!“, erzürnte Kleis.

„Sie werden es wissen, wenn Ewrad in die Hände des lititianischen Thrones gelangt!“, wütete Elvir.

„Wer wird den Thron an sich reißen?“, fragte Helena.

„Meine Königin!“, verneigten sich Kleis und Elvir.

„Du solltest doch auf mich warten!“, sagte Petras.

„Warum hältst du mich aus den Problemen des Nordens heraus?“, fragte Helena.

„Du solltest von den Problemen nichts wissen!“

„Was?“, fragte Helena.

„Es ist ausgeartet!“, sprach Petras während Elvir die Nachricht überbrachte und Sie mit blankem Entsetzen diese Nachricht las.

„Jelen ist Tod, durch Ewrads Hand? Wer ist Ewrad?“, fragte Helena.

„Herr, ihr habt es eurer Königin nicht erzählt?“, fragte Elvir.

„Ich wollte warten, bis der richtige Zeitpunkt gekommen war!“

„Aso, klar es muss erst der Norden brennen damit ihr überhaupt etwas sagt!“, zürnte Elvir.

„Zügelt eure Zunge!“

„Herr, verzeiht, aber ich verstehe den Grund für diese Ignoranz nicht!“

„Ich verstehe, dass die Allianz von größter Wichtigkeit ist, aber einen mächtigen Feind anzugreifen brauch es mehr als Waffengewalt!“

„Wie mächtig ist dieser Ewrad?“, fragte Helena.

„Er ist ein Elementar, meine Königin!“, antwortete Kleis.

„Ein Elementar? Ich habe viel über Sie gelesen, sie sollen in der Lage gewesen sein ihre Freunde, Familien und Adelsmitglieder zu beschützen!“

„Es gibt diese Elementare, Herrin. Leider sind viele nicht in der Lage sich Ihrer Macht preiszugeben und schlagen einen Weg ein, der nicht immer allen gefällt!“, meinte Kleis.

„Ich würde mich freuen, mehr über diese Elementare zu erfahren!“, antwortete Helena.

Kleis verneigte sich.

„Ich stimme für keinen Krieg, Geliebter! Es ist nun deine Entscheidung! Aber eine Erklärung wirst du mir dennoch schuldig bleiben!“, antwortete Helena ruhig.

Petras nickte.

„Ich rate euch davon ab!“, sagte Kleis.

„Ihr kennt meine Ansicht, Herr!“, meinte Elvir, beticht darauf Krieg zu führen.

„Ohne meine Zustimmung oder der meiner Königin, wird niemand angegriffen!“, meinte Petras forsch.

„Offizier Elvir. Ihr werdet nichts unternehmen, sollte der Norden sich auf einen größeren Krieg vorbereiten, sollen sich unsere Späher bei euch melden!“, befahl Petras.

„Wie Ihr wünscht!“, zähneknirschend verneigte sich Elvir und verließ den Thronsaal.

„Bleibt, solange ihr wollt!“, sagte Helena zu Kleis.

„Das ist großzügig, Eure Hoheit!“, bedankte sich Kleis. „Starke Hände werden immer gebraucht!“, beteuerte Petras freundlich.

Zwei Dienerinnen brachten Kleis auf sein Zimmer.

Beide kehrten zurück ins Kaminzimmer.

„Also?“, fragte Helena.

„Was?“, hinterfragte Petras.

„Wer ist Ewrad?“

„Ich habe eine gemeinsame Vergangenheit!“, meinte Petras.

„Eine gemeinsame Vergangenheit mit einem Elementar. Ich verstehe nicht“, antwortete Helena.

„Ich habe so lange gelogen, irgendwann hättest du es erfahren!“

„Was erfahren?“

„Ich werde es dir erzählen!“, meinte Petras und begann die Vergangenheit zu erzählen. Nach dem Ende der Geschichte stritten sich beide und Helena verließ wutentbrannt den Raum und ließ einen betröppelten Petras stehen der weiter an seinen Karten arbeitete.

Helena kehrte erst einige Stunden später zu Petras zurück, dieser wollte erklären, doch Helena stoppte ihn.

„Ich zuerst!“, meinte Sie und Petras nickte.

„Auch wenn du Dinge getan hast, die unmenschlich waren, um deine Macht zu festigen, schlimmer noch, dass du es mir nicht erzählt hast, hat mich erzürnt!“

Petras senkte sein Haupt.

„Dennoch verstehe ich, weshalb du versucht hast mich aus den Angelegenheiten des Nordens herauszuhalten!“, antwortete Helena.

„Darum werde ich dir verzeihen!“

„Es tut mir wirklich leid!“, liebsäuselte Petras.

„Ist die Entscheidung den Norden nicht anzugreifen die richtige?“, fragte Helena.

„Habe ich eine falsche Entscheidung getroffen?“

„Ich halte es nicht für richtig, unseren Verbündeten nicht zu helfen! Wenn Ewrad jedoch wirklich Kräfte hat, können wir nichts ausrichten!“

„Ich weiß, ich zermartere mir das Hirn, was ich tun kann, aber ich kenne Ewrad und das macht mir Angst!“, antwortete Petras.

„Denken wir nicht mehr daran. Solange Er nicht hier ist, können wir an unserer Zukunft arbeiten.“

„Du hast Recht, Liebes!“, sprach Petras, beide küssten sich und gingen zu Bett.

Nachdem Ewrad das eroberte Reich im Norden, nach eigenen Vorstellungen formte, nannte er es Diademos. Die Agron mussten schuften und feuerten riesige Brennöfen an, während Sie ausgepeitscht wurden.

Durch Diplomatie versuchte er, die Reiche zu einer Kapitulation zu zwingen, bald darauf schloss er ein Ultimatum, er sendete vier Briefe aus.

Die vier Oberhäupter, die unterschiedlicher nicht sein konnten, trafen sich im Reich der Ciur, um darüber zu beraten, wie die Nachricht des feindlichen Reiches, weiter zu beraten sei.

Warlord Oron, ein starker Mann mit kurzen, welligen, braunen Haaren, großer Statur und stechenden Eisaugen ist ein großer Kriegsherr und legendärer Kriegsheld des Nordens. Sein Name lässt selbst den eisigen Osten erstarren, so viel Macht hatten seine Kriegshandlungen.

Sein Reich ist groß und an erster Stelle der neuen Grenze zu Ewrads’ Reich.

Graf Trez ist ein weiser, alter Gelehrter. Als enger Vertrauter von Oron steht er ihm mit Rat und Tat beiseite. Das Haus Londira existiert seit Jahrhunderten und ist durch Ihren Abbau von den Erzen an Macht und Reichtum gelangt.

Der Papst Limor, der unter der Krone des Kaisers ein eigenes Land beanspruchte ist einer der gläubigsten, für Ihn gibt es nur eine Gottheit. Ihm folgt eine Vielzahl von Gläubigern.

Die mächtigen Wikinger unter einem Häuptling namens Venral vereint, standen einst unter der Führung dreier Stämme. Venral beschloss einen Aufstand anzuzetteln, durch geschickte Verhandlungen konnte Venral obsiegen. So vereinte er die drei Lande unter einem Banner, wodurch der Name des Landes Adan an Bedeutung gewann.

Alle standen um eine Karte, die den Norden zeigte, darüber eine rot-gestrichelte Linie, die das eroberte Gebiet Diademos zeigten.

Oron nahm den Brief und rammte ein Messer daran. „Freunde, der Brief ist uns sehr wohl bekannt!“, grummte Oron.

„Was war mit den Geschenken die Ewrad bekam?“, fragte Trez.

„Die Geschenke nahm er an und sendete uns ebenfalls einige Relikte!“, meinte Venral, der den glitzernden Dolch hervorholte.

„Diese sind wirklich wunderbar, jedoch wissen wir genau, was er will!“, bestätigte Trez. „Ein diplomatischer Versuch uns unter Kontrolle zu bringen!“

„Es scheint zu funktionieren!“, beäugte Venral den Dolch, während er von den anderen angestarrt wurde.

„Meine Güte, versteht man keinen Spaß mehr?“, fragte Venral, etwas genervt.

„Du bist ja ein lustiger!“, sprach Trez genervt.

„Was soll das den heißen!“, fragte Venral.

„Ach, vergiss es. Woran ihr nur denken könnt, ist Kampf!“

„Treibt es nicht zu weit Trez!“

„Sonst was!“

„Hört endlich mit diesen Streitereien auf. Wir sind in einer Situation, in der wir sehr nah, einer Gefahr entgegenkommen!“, meinte Oron.

„Göttin Xeria, hat für jeden den Weg vorbestimmt und wenn es zum äußersten kommt, wird Xeria gütig Ihre Hände über uns halten!“, antwortete der Papst Limor.

„Wo ist denn deine Schutzgöttin, wenn man Sie braucht?“, fragte Venral.

„Sie ist in allem, was du siehst!“, beantwortete Limor.

„Wir werden Hilfe brauchen, wir sind zu schwach!“, meinte Oron. „Ewrad könnte einfach angreifen, warum er es jedoch nicht tut, ist mir ein Rätsel!“

„Ich hätte noch einen Gefallen von alten Bekannten einzufordern. Diese sind mächtig!“, meinte Limor schließlich.

„Ich weiß, was du vorhast, ich finde das nicht gut!“, meinte Trez.

„Wovon sprecht ihr, Limor?“, fragte Oron.

„Ich spreche vom Nonnenkloster Suio!“, meinte Limor.

„Die mächtigen Magierinnen sind dir einen Gefallen schuldig?“, fragte Venral.

Limor nickte. „Sie sind dem Kaiser von Whiteborrow, ebenfalls treu ergeben!“, bestätigte er.

„Oron, wenn Ewrad wirklich so mächtig ist, dann wird das Nonnenkloster vielleicht eine gute Stütze sein!“, bestätigte Venral.

Oron überlegte.

„Ihr habt keine Ahnung!“, meinte Trez.

„So viel Angst?“, fragte Venral.

„Politische Interaktionen mit dem Nonnenkloster, sind ziemlich gefährlich, das habe ich am eigenen Leibe erfahren!“, grummte Trez.

„Die Suio machen im Namen vom Kaiser keinen Unterschied zwischen Freund und Feind!“, meinte Limor.

„Das ist es ja, was mir Sorgen bereitet!“, sprach Trez.

„Wenn Sie dem Kaiser unterstellt sind, wäre es nicht in seinem Interesse den Norden zu schützen?“, fragte Oron.

„Der Kaiser ist mächtig, wenn er etwas befiehlt, werden alle Allianzen des Kaisers zu den Waffen greifen!“, meinte Limor.

„Ob er wohl helfen wird?“, fragte sich Oron.

„Der Kaiser ist ein hilfsbereiter Mensch, oftmals zu gutmütig aber einer der bei Gefahr eingreifen kann!“, meinte Limor.

Limor nahm zwei Zettel und schrieb darauf. „Ich bin nicht einverstanden!“, meinte Trez. „Die Allianz einzusetzen, halte ich für falsch!“

„Trotz der Macht der Suio brauchen wir unsere Verbündeten der Allianz!“, bestätigte Oron.

„Es steht drei zu eins!“, grinste Venral.

Trez verdrehte die Augen.

Die beiden Nachrichten, wurden an die Füße zweier Raben von Limor gebunden, diese flogen in unterschiedliche Richtungen.

„So und nun“, fragte Trez.

„Jetzt warten wir!“, meinte Limor.

„Wir halten Ewrad mit unserer Entscheidung hin!“, meinte Oron.

„Ich kann euch versichern, dass wir dadurch die Oberhand gewinnen werden!“, meinte Limor.

„Ich glaube es nicht, aber es ist besser als unter Ewrads Herrschaft zu leiden!“, meinte Oron. „Wie auch immer. Wir treffen uns in wenigen Tagen wieder!“

Alle drei verschwanden aus dem Raum.

„Volcim!“, rief Oron und ein Mann in einer schimmernden Rüstung trat ein.

„Warlord!“, sagte er.

„Macht die Männer kampfbereit! Ich möchte alle 2 Stunden die Wälle patrouilliert werden!“

„Sehr wohl, Warlord!“

Oron blickte aus dem Fenster und blickte auf die bedrohliche Diamantenfestung.

Was der neue König wohl macht? dachte er sich.

In Diademos saß Ewrad auf seinem Thron, während ein Trubek von einem seiner Kontrollflüge zurückkam, durch ein Fenster flog und sich niederkniete.

„Eure Majestät, wir haben Spuren in der Nähe der Stadt und des Palastes entdeckt!“, ehrfürchtig sprach er. „Lesiro!“, rief Ewrad, während ein Trubek in schimmernder Rüstung, hereinkam und sich niederkniete. „Majestät!“ „Warum wurde ich über Bewegungen von Truppen nicht informiert?“

„Wir haben Späher ausgesendet, Herr, um das Gebiet zu bewachen, aber diese Viecher sind ziemlich intelligent. Das Terrain scheinen diese Wesen gut zu kennen.“

Ewrad stieg vom Thron zu einem Regal und zog ein in samt gewickeltes Buch hervor.

„In den nördlichen Teilen des Gebietes leben die sogenannten Korks in unterirdischen Höhlen, die sich durch den gesamten Norden durchziehen, die sogenannten ‚Schimmerheiten‘ sind ein Clan angeführt von einem Häuptling. Nicht nur sind Sie äußerst heimtückisch und listig, sondern auch versessen auf alles, was glänzt und der Clan diese auch nach ‚Schimmerheiten‘ bezeichnet.

Sie sind an Ihren länglichen, oval geformten Ohren, ihren schlitzförmigen Augen, ihren Riesennasen und Ihrem violetten Hautton erkennbar. Wenn mehrere Abdrücke in der Nähe sich zeigen, sollte man am besten sich verziehen, denn Korks jagen bis zum bitteren Ende und lassen nie einfach so locker, außer es befinden sich gerade andere Schätze in der Nähe!“

Ewrad schloss das Buch und stellte es zurück ins Regal.

„Laut Informationen der Agron, herrschender Stamm der Korks die sich in Höhlen verstecken und eine Gruppe wilder Trolle, die sich in Zelten aus Knochen und Stoff verbarrikadiert haben! Beide Rassen sind unterschiedlich.“

„Lesiro? Wie habt Ihr eigentlich die Information von den Agron erhalten?“

„Darüber beliebe ich zu schweigen, Herr.“

„Quälen wäre nicht notwendig gewesen, ich kenne den Ort wie meine Westentasche! Ihr könnt froh sein, einer meiner wichtigsten Männer zu sein“, meinte Ewrad.

Ewrad hielt inne. „Wir werden beobachtet!“, sagte er und sprang aus dem Fenster. Er landete inmitten der Fußspuren. Lesiro folgte ihm.

„Wir hätten auch einfach aus dem Palast gehen können!“, meinte Lesiro.

„Sonst wäre er schon weg!“, meinte Ewrad.

„Wer denn?“, fragte Lesiro.

Ewrad marschierte auf einen verdorrten Baum zu, den er zerstörte und einen schmächtigen Kork am Kragen packte, den er zu Lesiro warf.

Ewrad näherte sich dem Kork. „Ein Spion, Herr!“

„Sprich, wer hat dich geschickt?“

„Wir beobachten euch schon lange“, sprach der Kork.

„Was soll das heißen?“

„Wo ein Kork ist, sind immer mehr als einer!“, grinste dieser.

Plötzlich funkeln gelbe Augen um den Palast herum und erhoben sich mit gezückten Waffen. Ewrad ging in Kampfposition unterstützt von Lesiro, während einige Trubek um den Palast flogen und wild kreischten.

Ein Horn ertönte und die Korks knieten sich nieder, während eine Trage aus purem Gold von vier Korks getragen wurde und vor Ewrad absetzte.

Ein breiter, jedoch muskulöser Kork von kleiner Statur stieg aus der Trage und streckte sich. Er wandte sich an sein Volk.

„Dies ist er unser neuer Herr!“, antwortete der Kork.

Ewrad war verwirrt.

„Mein Herr ich bin Prunkauge Krallenblitz. Häuptling der Schimmerheiten!“, stellte er sich vor.

„Wir haben eure Macht gesehen und konnten nicht um her zu erkennen das Sie voller Glitzernder Dinge enthalten!“, sagte Prunkauge. „Glitzernde Dinge?“ Ewrad wurde noch verwirrter, während ein dauernd kichernder Kork um Ewrad herumsprang.

„Unser Name ist Programm, wir nutzen Schimmerheiten, um kostbare Prunkstücke daraus zu gewinnen, weiterzuverkaufen, kostbare Relikte oder Artefakte herzustellen oder wie Er hier darin zu schwimmen!“, meinte Prunkauge der auf den kichernden Kork zeigte.

„Mein Herr, ein paar Schimmerheiten, jaja, bitte, jaja und ich schneiden jaja viele Hälser jaja. Schimmerheiten!“

„Das ist Goldfinger Schimmer, er ist richtig versessen auf Gold, Silber einfach alles, was klimpert!“

„Ein paar Schimmerheiten, jaja, ich töten selbst Boss jaja!“

„Sei still du verwirrtes Vieh!“, meinte Prunkauge und stieß Goldfinger den Berg hinunter der schreiend „Schimmerheiten“ rief, was in der Ferne immer leiser wurde.

„Ich bin Ewrad. Deine unkonventionelle Art gefällt mir. Also Ihr wollt ein paar glänzende Steinchen, um mir zu dienen?“

Prunkauge nickte.

„Wir könnten Ihre Fähigkeiten nutzen, ihre Tunnel führen durch den gesamten Norden!“, flüsterte Lesiro.

Ewrad nickte. „Vor allem wenn es einen Krieg geben wird!“

„Krieg? Von Krieg war nie die Rede, Herr!“, sagte Prunkauge.

Ewrad zauberte ein paar glänzende Diamanten herbei und warf diese vor seine Füße.

„Oh Herr, wie gütig, wir werden jeden eurer Wünschen befolgen!“, meinte Prunkauge, während sich er und sein Stamm um die Diamanten stritten.

Ewrad nickte Lesiro zu dieser sagte: „Dann wollen wir Sie mal zuteilen!“

Urplötzlich fiel Ewrad zu Boden, pulsierende grüne Fäden, zeichneten sein Gesicht, vor Schmerzen krümmte er sich.

„Mein Herr?“, fragte Lesiro.

„Macht euch nützlich und bringt ihn hinein!“, sprach Lesiro zu den Korks, die trotz ihres kleinen Köperbaus ungeheuer stark waren und Ewrad schnellen Schrittes ins Schloss brachten.

Sie legten den vor Schmerz geplagten Ewrad auf den Boden. „Verdammt Jelen, du mieser Sack!“, keuchte er.

Ein Kork blickte auf die Wunde von Ewrad, die zwar geschlossen war aber pulsierte und Ewrad dadurch ungeheure Schmerzen zufügte.

Auch Prunkauge stand da. „Ein mächtiger Zauber. Unser Herr wurde vergiftet!“, meinte dieser.

Der Schmerz blieb, doch Ewrad konnte sich wieder aufrichten, weiterhin pulsierten die grünen Fäden in seinem Gesicht und zeichneten jede einzelne Vene und Arterie seines Körpers.

„Das ist erstmal unwichtig. Prunkauge. Würdest du mir freundlicherweise was von den Trollen erzählen?“, fragte Ewrad.

„Was wollt ihr Wissen, Herr!“, fragte Prunkauge.

Ewrad grinste mit den Worten: „Einfach alles!“

Am nächsten Morgen, lief Petras mit Helena durch die Stadt, die Menschen begrüßten das Königspaar.

Beide gingen in ein bekanntes Restaurant und aßen gemeinsam. Petras wirkte abgelenkt.

„Alles in Ordnung?“, fragte ihn Helena.

„Mich bedrückt, immer noch dies von gestern!“

„Du solltest dir nicht so viele Sorgen machen!“, antwortete Helena.

„Das du mir vergeben hast, ist zumindest ein Trost!“

Beide hielten sich bei den Händen und schauten sich in die Augen.

Die Tür des Restaurants öffnete sich und zwei Wachen marschierten zum König.

„Heute ist mein freier Tag, nicht mal da kann man seine Ruhe haben!“, meinte Petras.

„Wir entschuldigen uns mein König, aber eine Nachricht ereilte uns aus Whiteborrow.“

„Whiteborrow?“

„Ja, Herr. Der Kaiser wünscht euch umgehend zu sprechen!“

„Was der Kaiser wohl möchte?“, fragte Helena.

Petras konnte es sich denken, natürlich erfuhr der Kaiser direkt, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

„Ich werde mit dir gehen!“, antwortete Helena.

„Meine Königin, es wurde ausdrücklich nach dem König verlangt!“

„Na und?“

„Ihr werdet kein Teil dieses Gespräches sein!“

„Ihr erhebt das Wort gegen eure Königin!“

„Beruhige dich. Der Kaiser wünscht mich zu sprechen, die Männer machen nur Ihre Arbeit!“

„Aber ich wollte …“ Helena stockte. „Ach nichts, ich werde das Reich leiten, bis du wieder da bist!“

Eine Kutsche stand schon bereit, als Petras sich verabschiedete und der Karren von vier Titris mit langen Schnäbeln und beige-grauem Fell gezogen wurde in Richtung des Kaiserreiches.

Die Fahrt fühlte sich wie eine Ewigkeit an, während Petras Herz raste als er die herankommenden Zinnen des Kaiserreiches erblickte.

Inmitten des Waldes stand dieser prächtige Bau umrandet von Bäumen und einem nicht weit entfernten rauschenden Bach.

Als Petras den Kopfsteinpflasterweg betrat, der zu den kolossalen Toren des Kaiserpalastes führte, wurde seine Unsicherheit größer, lastete auf jedem seiner Schritte und spiegelte die turbulenten Gedanken wider, die ihm durch den Kopf schwirrten.

Würde man mich beschuldigen? Wer hatte mich an den Kaiser verraten?

Gefolgt von seinen Wachen, blickte Petras hinauf, er konnte nicht anders, als zu spüren, wie die Augen der Palastmauern auf ihn herabfielen und jeden Zentimeter seines Wesens prüften.

Die enorme Größe des Palastes mit seinen glänzenden Türmen und kunstvollen Schnitzereien schien seine Befürchtungen zu verstärken. Eine gedämpfte Spannung lag in der Luft, als sich die Tore knarrend öffneten und einen großen Innenhof freigaben, der mit üppigem Grün und Marmorstatuen geschmückt war.

Petras schluckte schwer und wappnete sich für alles, was ihn erwartete, während er von den Palastwachen in den Palast gebracht wurde.

Im Inneren hüllte ihn die Opulenz des Palastest wie ein schwerer Mantel ein.

Verzierte Flure aus Gold, erstreckten sich bis in die Ferne, gesäumt von Wandteppichen, die die Triumphe des Imperiums darstellten. Diener huschten umher, ihre Bewegungen waren wie ein Tanz der Ehrerbietung und Pflicht. Petras wurde durch die labyrinthischen Korridore eskortiert und jeder Schritt brachte ihm seinem Schicksal näher.

In seinem Kopf rasten Fragen, Zweifel und Ängste, aber er wagte nicht, sie laut auszusprechen. In der Gegenwart des Kaisers war es ein Zeugnis von Schwäche diese zu zeigen, selbst wenn beide Freunde waren.

Schließlich erreichten sie den Thronsaal, eine höhlenartige Kammer, geschmückt mit den edelsten Kostbarkeiten in den Wänden ragen die Ebenbilder der ehemaligen Kaiser und Kaiserinnen von früheren Zeiten. Adelige Männer und Frauen aus ganz Lititia waren angereist auf Wunsch des Kaisers und warteten im Thronsaal.

Petras stand mit seinen Wachen vor dem Thron des Kaisers, der die Würde und Macht des Herrschers aus einem Ebenbild der majestätischen Handwerkskunst widerspiegelte.

Er steht erhöht auf einem prachtvollen Podest aus poliertem Marmor, der mit kunstvollen Verzierungen aus vergoldetem Metall geschmückt ist.

Imposant, stand dort dieser Thron, mit einer massiven Rückenlehne, die mit königlichen Symbolen des Reiches verziert war. Kunstvoll waren, die Armlehnen geschnitzt und mit Edelsteinen besetzt, die im Licht glitzerten. Kobaltblauer Samt überzieht den Sitz des Thrones während auf beiden Seiten des Thrones hohe, kunstvolle gearbeitete Säulen, die von vergoldeten Kapitellen gekrönt wurden und den Thron umrahmten.

Hinter dem Thron erstreckt sich ein prächtiger Baldachin, der von goldenen Bögen getragen wird und mit königlichen Wappen und Symbolen des Reiches verziert sind.

Hinter dem Baldachin öffnet sich ein Fenster, das den Thronsaal mit natürlichem Licht und einem atemberaubenden Blick auf die Landschaft von Whiteborrow erfüllt.

Um den Thron herum stehen Wachen in prächtigen Rüstungen, die die Sicherheit des Kaisers gewährleisten und seine Autorität symbolisieren.

Alles in allem strahlt der Thron des Kaisers von Whiteborrow eine Aura von Macht, Erhabenheit und königlicher Pracht aus, die jeden Besucher ehrfürchtig macht.

„Der Kaiser wird demnächst hier sein, Majestät!“, meinte eine Wache. Petras nickte nur, war völlig weggetreten von dem Glanz und Pracht des Thronsaales. Petras fühlte sich unwohl und willkommen zugleich. Noch nie wartete er auf seinen Freund, den er seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatte und doch war es kein Freundlichkeitsbesuch.

Die Adeligen standen zusammen, tuschelten und warfen einige Blicke auf Petras, der immer noch völlig in Gedanken verloren war.

„Erhebt euch für den Kaiser!“, verkündete ein Herold, die Ankunft des Kaisers, der sich zielstrebig auf seinen Thron setzte.

Alle knieten sich vor dem Thron nieder und senkten respektvoll den Kopf. „Eure Majestät!“, antwortete Petras ehrfürchtig. Der Blick des Kaisers fiel wie geschmolzener Stahl auf Petras und jagte ihm einen kalten aber gleichzeitig warmen Schauer über den Rücken.

„Ich halte hier ein Schreiben meines treuen Dieners Limor in den Händen. Die Bitte um Unterstützung für Truppen um einen Angriff auszuführen.“ Seine Stimme war bedeutungsvoll und doch freundlich zugleich. „Ebenso erfuhr ich, dass du als mein Freund verweigerst Truppen zur Stabilisierung des Reiches zu senden!“

„Sind wir nicht Verbündete?“, fragte einer der Adeligen.

„Ich kann das alles erklären. Ihr kennt meine Vergangenheit, Herr und Ihr wisst das Ewrad nichts unversucht lassen wird, um meinen Kopf an den Pranger zu bringen!“, antwortete Petras bedächtig.

„Dies ist kein Grund mein Freund. In Zeiten der Bedrohung fordert es Diplomatie und wenn dies nicht ausreicht, ist Krieg eben unausweichlich!“, antwortete eine andere Adelige, während Sie Petras anblickte. „Das mag sein!“, bestätigte Petras zur adeligen Dame und blickte wieder zum Kaiser.

„Mein Herr unser Feind ist mächtig ich kann nicht die Sicherheit meiner Allianzen garantieren, wenn ich selbst Angst verspüre. Ewrads’ Macht ist unbegrenzt und er kann alles Vernichten, was Ihm in den Weg kommt!“, antwortete Petras.

„Ich hörte dies ebenso vom Warlord Oron und dennoch sind alle vier vorhandenen Häupter des Nordens bereit Ewrad zu vertreiben!“, bestätigte der Kaiser.

Während die Adeligen tuschelten, trat urplötzlich Elvir neben dem Thron des Kaisers hervor. Petras war entsetzt, er ballte seine Hand zu einer Faust.

„Elvir hatte mich über, das Gespräch informiert, auch hat er angefangen dem südöstlichen Königreich um Hilfe zu bitten!“, meinte der Kaiser.

Petras Wut stieg. „Elvir, das wird Konsequenzen haben!“, sagte der Petras.

„Die Konsequenzen werden nach dem Krieg besprochen. Es wird deine Hand sein, die über Elvir richten wird“, antwortete der Kaiser. Elvir senkte sein Haupt. „Ich soll meine Männer ebenfalls in den Norden senden?“, fragte Petras.

„Es werden nicht nur eure Männer sein, wenn wir einen Krieg heraufbeschwören, wenn Ihr sagt, er sei so mächtig, braucht es die gesamten Armeen der südlichen Königreiche!“, antwortete eine weitere adelige Dame.

„Bei allem Respekt, wenn Ihr ebenfalls kämpft, werdet ihr sterben!“, meinte Petras.

„Wieso bist du dir dabei so sicher, mein Freund?“, fragte ein mächtiger Adelsmann.

„Weil er es nicht auf Euch abgesehen hat, sondern.“ Petras schwieg, während der Kaiser und die Adeligen auf eine Antwort warteten. „Er will mich. Er will Lititia!“

„Wenn es so ist, sollten wir uns da raushalten!“, sagte ein schmächtiger Adeliger.

„Genau, wenn es nur Lititia betrifft, können wir uns da raushalten!“, meinte eine Adelige.

„Lititia, wird nicht in den Untergang verbannt!“, meinte eine weitere Adelige.

„Wir unterstützen Petras, das wäre auch der Wunsch unserer Göttin Xeria!“, bestätigte ein weiterer Adeliger.

Während die Adeligen in einer heftigen Diskussion gestikulierten, ob Sie Lititia helfen sollen oder nicht, stampften die Wachen, drei Mal mit ihren Kolben ihrer Waffen auf den Boden. Sofort verstummten die Adeligen.

Der Kaiser blickte in die Gesichter der Männer und Frauen.

„War der Norden nicht Teil eures Herrschergebietes?“

Petras nickte.

„Warum griff Ewrad dann nicht Lititia direkt an?“

„Dem Befehl eines Kaisers, kann ich mich nicht widersetzten und Ewrad weiß, dass, wenn er die Allianz bedroht, die mit sämtlichen Allianzen der südlichen Reiche verbunden sind, würde dies auch das Kaiserreich bedrohen, wodurch ich ebenfalls gezwungen würde, die Waffen zu ergreifen. Wenn Ewrad, die gesamte Allianz, alle Reiche vernichten kann würde er die gesamte Herrschaft der südlichen Reiche an sich reißen, ohne Konsequenzen zu fürchten!“

Petras Angst stand in seinen Augen, jedoch zeigte er keine Schwäche. Ein Murmeln ging durch die Adeligen, sie sahen, wie es Petras schmerzt, verletzlich zu sein, auch Wut darüber das die Situation ziemlich mit Risiko verbunden ist.

Der Kaiser betrachtete Petras’ besorgtes Gesicht, sein Freund verstand die Schwere der Situation. Nach einem Moment des Nachdenkens sprach er mit ruhiger Entschlossenheit: „Petras, ich verstehe deine Sorgen. Es ist wahr, dass die Bedrohung, nicht zu unterschätzen ist. Doch wir können nicht zulassen, dass Furcht und Unsicherheit uns lähmen.“

„Eure Hoheit, bitte wenn die anderen Adeligen diesen Krieg unterstützen, wird Ewrad über alles herrschen!“, meinte Petras.

Der Kaiser erhob sich vom Thron und wandte sich an die versammelten Adeligen.

Eine Hand legte sich auf Petras Schulter, als er hinaufblickte, sah er das Gesicht seines Bruders das Oberhaupt des Grafenhauses Jelicas. „Wilhelm. Es tut so gut dich zu sehen!“, meinte Petras und beide umarmten sich. „Ich denke wir können Ewrad gemeinsam schlagen!“, antwortete Wilhelm zuversichtlich. „Du willst wirklich deine Armeen in den Norden senden?“

„Die Gefahr ist uns allen klar, aber wir werden im Namen Xerias kämpfen und im Namen des Kaisers“, meinte Wilhelm.