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Die Autorin Eva Vormann, alias `Hexe Tralala´, aus dem mär- chenhaften Weserbergland, verzaubert Jung und Alt mit Biss, Herz und Augenzwinkern. In Ihren Gedichten beschreibt sie seltsame Ereignisse zwischen Mensch, Tier und Pflanze aus dem Abenteuer: Leben! Mit starken Fotos. Sie überzeugt mit Witz, Charme und frischem Tiefgang. Zitate: `Pymonter Nachrichten´: "Quellgeister, Froschtöter, garstig-zarte Töne und mehr" Zitat eines Lesers: "Das Gedicht: `Im Mutterleib´ ist eine Wucht" Zitat einer Mutter: Wir hatten mit `Kitteldi-Jatteldi-Jutteldi-Bü´ viel Spaß und haben es richtig geübt" Zitat eines Kindes: "So eine Katze haben wir auch"
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2025
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
Für den Inhalt und die Korrektur zeichnet der Autor verantwortlich.
© 2025 united p. c.
in der novum publishing gmbh
Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt
ISBN Printausgabe: 978-3-7103-0308-1
ISBN e-book: 978-3-7103-2417-8
Umschlagabbildungen: Leszek Glasner | Dreamstime.com; Kerstin Mangels, Eva Vormann
Umschlaggestaltung, Layout & Satz:united p. c. Verlag
Innenabbildungen: z.V.g. von Eva Vormann
www.united-pc.eu
(Foto: Volker Vormann) – (Literatur: „Lautlose Sprache“ von Marta Williams)
Liebe Leserin, lieber Leser,
die intuitive Kommunikation zwischen Mensch, Tier und Pflanze fasziniert mich seit jeher. Aber auch Erlebnisse zwischen Himmel, Erde, Märchen und Realität begegnen mir immer wieder und bringen mich zum Stauen. Deshalb habe ich für Sie diese besonderen, alltäglichen Ereignisse mit Humor, etwas Biss und Fantasie in den nun folgenden Gedichten und Gedicht-Geschichten festgehalten.
Die originellen Fotos tun das Ihre dazu.
Viel Vergnügen, Eva Vormann
Die Sprache der Tiere
Ich las ein Buch – es war sehr schön
dort konnt der Mensch
das Tier verstehn
Und also ging’s auch umgedreht
dass jedes Tier den Mensch versteht
So habe ich mich aufgemacht
und etwas drüber nachgedacht
Und wie ich so am Denken bin
hebt eine Amsel keck das Kinn
Will ungestört
nach Würmchen graben
Nun, Amselfrau, das kannst du haben
Ich will nur ein paar Ästchen lesen
nichts Böses war dabei gewesen
Die Amsel scheint mich zu verstehn
und lässt mein Sammeln
still geschehn
So pickten wir wohl
Seit’ an Seite
mit einem Meter
Abstandsbreite
Die Bellerei
Die Tür vom Nachbarhaus geht weit
es tritt was in Erscheinung
ein Hund mit Frauchen und Geleit
und doch nicht einer Meinung
Jetzt will der Hu Hu Hund spaziern
mit Frauchen gegenüber
Und’s Frauchen ru ru ruft und bellt:
„Die Schnauze zu, mein Lieber!”
Der Hu Hu Hund will endlich los
doch Frauchen zwingt zum Warten
Sie schließt die Tür ganz langsam zu
und auch das Tor zum Garten
Das Hündchen tobt nun freudiglich
und zieht schon an der Leine
das Frauchen schimpft oktaviglich
zu schön das Paar, sechs Beine
Dann steigt sie auf den Sattel drauf
vom Roller für Senioren
und plötzlich
–
hört das Bellen auf
–
die Strecke ist geboren
Auf einer “Hunde-Runde“ mit Freundin Sabina und Hündin Sugar (Foto: Eva Vormann)
Der Katerknilch
Morgens maunzt ein roter Kater
der, obgleich nicht mein noch dein
100-facher Katzenvater
will zu uns ins Warme rein
„Leider, leider, nichts zu machen“
spreche ich ihn traurig an
„Bin allergisch,“ – muss doch lachen
denn er schaut mich schelmisch an
Der charmante Katerknilch (Foto: Eva Vormann)
„Schnurre burre! Füll das Schälchen!“
Freundlich hat er mich im Blick
und sein Katzenkörper kurvt
um meine Beine voller Glück
Nun, sein eines Auge peilet
die laktosefreie Milch – „Prost!“
Dass er ein bisschen weilet
der charmante Katerknilch
Der Gaul und der Halm
Ein Pferd mit Namen Ackergaul
Das stand auf einer Wiese
und nahm die Halme in sein Maul
als gäbe es nur diese
Da sprach ein Hälmchen: Liebes Pferd
willst du mich heut nicht fressen
werd ich den Namen, der dich ehrt
auf keinen Fall vergessen
Da ließ das Pferd das Hälmchen stehn
auf seinem grünen Rasen
und macht sich’s drum herum bequem
zum stillen Weitergrasen
Das Hälmchen wuchs und drehte sich
gar ständig nach der Sonne
So wurd es lang und stakselig
und wohl zur reinsten Wonne
Ein imposanter Ackergaul (Foto: Heiko Brettin)
Da kam der Bauer mit Gerät
das Gras zu Heu zu machen
fürs Hälmchen kam die Flucht zu spät
es hatte nichts zu lachen
Bald ward es Winter und das Pferd
bekam das Heu zu fressen
und hat zufrieden wohl genährt
bei seinem Freund gesessen
Da sagt der Halm zum Ackergaul:
„Dein Name soll dich schmücken
ich nenne dich von nun anPAUL“
das tat das Pferd entzücken
Und die Moral von der Geschicht:
„Gegenliebe findet sich!”
Die Eule
Unsichtbar
tief zwischen den Blättern eines Baumes verborgen
starrt sie ins Halbdunkle
des wartenden Abends
Lauscht
berauscht durch die Düfte
des frühen Herbstes
hört sie das Wispern der Mäuse
das fahle Winden des Wurms
im blättrigen Erdreich
und das Pochen meines kleinen Herzens
im tiefsten Blut-Dschungel des Harzes
Plötzlich
schwingt sie sich vom Ast
mit Federn so sanft
und leicht wie der Nebel
berührt sie weder Blatt noch Zweig
aber mich
Gleitend streicht sie lautlos lachend
meinen wachsamen Kinderkopf
Ich spüre diese sanfte Berührung
ewig
Ich, die kleine Eva – 5 Jahre
schaue ihr nach
staune
jung
wissend
und unbedarft
und liebe sie noch heute
die Eule
