DER KRIEGSHUND - Marlene Neckermann - E-Book

DER KRIEGSHUND E-Book

Marlene Neckermann

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Beschreibung

Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem deutschen Offizier und einem Ardennenhund während der Ardennenoffensive 1944. Dieser Offizier, der im Ardennenfeldzug kämpfte, versuchte vergeblich einen verwilderten Hund anzulocken. Das scheue Tier ließ den Leutnant nicht mehr aus Augen und rettete ihm später das Leben, als der junge Offizier von Hitlers skrupellosen Kommandoführer Otto Skorzeny in ein Himmelfahrtskommando geschickt wurde, aus dem es für Viele keine Wiederkehr gab.

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Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2022

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INHALT

IMPRESSUM 2

WIDMUNG 3

EINLEITUNG 4

DER RÜCKZUG 10

DAS HIMMELFAHRTS-KOMMANDO 12

HITLERS WUNDERMANN 26

FRONTURLAUB MIT SENTA 33

WÜRZBURG, DER 16. MÄRZ 1945 44

IMPRESSUM

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Für den Inhalt und die Korrektur zeichnet der Autor verantwortlich.

© 2022 united p. c. Verlag

ISBN Printausgabe: 978-3-7103-5371-0

ISBN e-book: 978-3-7103-5532-5

Umschlagfoto: Marlene Neckermann

Umschlaggestaltung, Layout & Satz:united p. c. Verlag

www.united-pc.eu

WIDMUNG

Für Walter Neckermann,

der diese unglaubliche Geschichte erlebt hat

und für Senta,

die mir später eine treue Begleiterin war.

EINLEITUNG

Die Nacht war klar und der Himmel stand voller Sterne; Der Mond stieg über den Hügeln empor. In seinem Schimmer glitzerte der hartgefrorene Schnee.

In der Dunkelheit der Wildnis, die von den Soldaten „Niemandsland“ genannt wurde, drang ein einsames, trauriges Wolfsgeheul zu den Soldaten herüber. Den Soldaten, die in ihren Gräben lagen, lief ein Schauer über den Rücken. Der eine zündete sich eine Zigarette an und gab seinem Kameraden Feuer von der Glut seiner Zigarette. Neben ihnen sagte der Offizier mit verärgerter Stimme

„Ihr wisst doch, den Dritten von euch „beißen die Hunde.“ Die Soldaten wussten was er meinte. Er sprach von der Glut ihrer Zigaretten. Der Feind sieht das Aufflammen des Zündholzes beim ersten Mal. Beim zweiten Mal legt er an und zielt auf die Glut und beim dritten Mal schießt er. Das war eine alte Regel. Die befolgten alle, einen Dritten durfte es nicht geben.

„Hier gibt es doch keine Wölfe in den Ardennen, das verstehe ich nicht“, murmelte der Feldwebel. „Doch vor ein paar Tagen habe ich einen Hund gesehen, der hier im Kampfgebiet herumstreunte und ich schwöre euch, der sah aus wie ein Wolf“.

„Ja, antwortete Klaus aufgeregt, der mit 17 Jahren der jüngste Fähnrich in der Kompanie war. „Den habe ich auch schon gesehen.“

„Und was habt ihr gemacht?“ fragte der Offizier.

„Na ja, wir haben versucht ihn abzuknallen,“ lachte der junge Soldat und nahm einen tiefen Lungenzug aus seiner Zigarette.

„Ihr werdet das künftig unterlassen,“ antwortete der Offizier mit verärgerter Stimme „…und das ist ein Befehl. In den Ardennen gibt es keine Wölfe, das ist nur ein verwilderter Hund. Schlaft jetzt, in drei Stunden geht’s wieder los. Der Hund hielt inne nach seinem sehnsüchtigen Ruf und lauschte in die Dunkelheit. Aber niemand antwortete. Immer wieder ließ er ein langgezogenes trauriges Geheul erklingen, in der Hoffnung sein geliebter Herr würde ihn hören und seinen Namen rufen. Der Hund, der höchstens erst zwei Jahre alt war, würde überglücklich in seine Obhut zurückkehren. Immerhin hatte er noch zwei Schafe für seinen Schäfer unter seinen Schutz halten können. Den Rest der Herde hatte er verloren. Er nahm seine Aufgabe auch ohne seinen Herrn sehr ernst. Mit tiefer Abneigung hörte er das Trommelfeuer der Geschütze ganz in der Nähe, die jetzt in der trüben Morgendämmerung begannen.

Mit Grauen erinnerte er sich an eine schreckliche Explosion ganz in seiner Nähe und rannte um sein junges Leben, nichts konnte ihn aufhalten vor schierer Angst. Erst viele Kilometer weit weg blieb der Hund hechelnd stehen. Nachts kehrte er mit einem sehr schlechten Gewissen zurück.

Jedoch sein Herr blieb verschwunden und viele tote Schafe lagen herum. Obwohl sein Hunger immer stärker wurde und Schmerzen in seinen Eingeweiden verursachten, rührte er die toten Schafe nicht an. Trotz des wenigen Essens wurden seine Muskeln hart wie Stahl und gegen alle gewöhnlichen Schmerzen unempfindlich. Er konnte alles fressen, egal wie unappetitlich oder unverdaulich es war. und sobald er es gefressen hatte, zog er alle Nährstoffe heraus und verwandelte sie in reine Energie. Sein Geruchsinn wurde bemerkenswert intensiv und sein Gehör wurde so fein, dass er noch im Schlaf die leisesten Geräusche hörte und sofort erkannte, ob sie Gefahr oder Frieden signalisierten. Er lernte die Eisklumpen, die sich zwischen seinen Pfoten bildeten und Schmerzen beim Laufen verursachten weg zu lecken.

Nahrung fand sich schnell. Ratten, Mäuse, Maulwürfe und sogar kleine Blindschleichen wurden jetzt seine tägliche Nahrung. Seine auffälligste Fähigkeit bestand darin, dass er den Wind riechen konnte. und schon am Abend wusste aus welcher Richtung er in der Nacht wehen würde. Danach richtete er seine Schlafstelle ein. Wie gerne würde er sich diesen Menschen anschließen. Sehnsüchtig beobachtete er die Leute, die in Gruppen riesige Gegenstände umherschoben und große, starke Pferde ihnen dabei halfen. Er wusste, dass diese länglichen Dinger furchtbares Knallen und tödliche Feuersbrünste ausstießen und weiter weg plötzliche Explosionen verursachten. Das machte ihm große Angst. Aus seinem geschützten Dickicht im Unterholz konnte er alles beobachten.

Nachts setzte er sich auf die Hinterläufe und heulte seinen Schmerz über seine große Verlassenheit hinaus in die Dunkelheit. Oft aber stieg nur ein Zittern aus der Tiefe seiner Brust, blieb dann in der Kehle stecken und endete mit einem kläglichen Winseln. Seine Jagdzüge führten ihn kreuz und quer durch die Wälder und nicht selten spürte er Kugeln an seinem Kopf vorbei pfeifen. Die mussten von diesen Menschen stammen, die in seiner Nähe diese schrecklichen Feuerexplosionen verursachten. Der junge Hund konnte diesen Menschen nicht trauen und musste ständig auf der Hut sein.

Eines Abends stieß er auf die Fährte des verbliebenen Restes seiner versprengten Schafsherde. Sein schwarz beiges Fell, das dem Fell eines Wolfes glich, gab ihm hervorragenden Schutz. Er trieb die verängstigten Schafe wieder zusammen und bewachte seine kleine Herde, die nun aus drei Schafen und zwei Jungtieren bestanden. Die klirrende Kälte konnte ihm nichts anhaben. Er lernte es eine kleine Mulde zu graben und sich darin einzurollen und über Nacht legte sich lautlos ein weißes Tuch aus Schnee auf seinen Körper. Morgens war er vollkommen mit Schnee bedeckt. Man konnte nur noch die Konturen erkennen und er war so lange unsichtbar, bis er sich bewegte.