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Liam ist kein normaler Mensch, obwohl er so aussieht. Liam war lediglich eine Simulation in dem Second Life Computerspiel "Reality Fiction", bevor er durch irrationale Kräfte durch das Interface "Spiegel" in die wirkliche Welt 'gespiegelt' wurde. Er befindet sich auf dem Fernraumschiff ZUKUNFT I. Während das Schiffsgehirn versucht, ihn zu beseitigen, verliebt er sich in dessen Avatar. Auch Luna hat Interesse an ihm. Mittlerweile hat das Schiff bereits über 1300 Lichtjahre überbrückt und die Lenkergruppe der letzten Sieben bereitet sich auf die Ankunft im Zielsystem vor. Dann geschieht das Unvorhersehbare. Das Schiff weicht vom Kurs ab.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
DIE
KEPLER
MISSION
Bd. 3
Der Neutronenstern
Jens F. Simon
© 2025 Jens F. Simon
Illustration: S. Verlag JG
Verlag: S. Verlag JG, 35767 Breitscheid,
Vertrieb: epubli ein Service der neopubli GmbH, Berlin
Alle Rechte vorbehalten
2.Auflage
ISBN:978-3-565149-67-4
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INHALT
Das Hadronengehirn
Gespaltene Persönlichkeit
Das stoffliche Hologramm
Verliebt
Eifersucht
Die Erkundung
Merkwürdigkeiten
Schwankente Stabilität
Die Welt scheint so zu sein, wie du sie siehst, das glaubst du jedenfalls. Ein ganz normaler Tag beginnt, wie jeder Tag zuvor. Die Wochen und Monate vergehen und erscheinen in deinen Erinnerungen. Dann triffst du eine Person und die Welt, wie du sie kennst, gibt es schlagartig nicht mehr. Alles nur übersteigerte Fantasie, denkst du. Dann kommt es noch schlimmer. Deine Existenz wird infrage gestellt. Dein eigener Intellekt stellt sich gegen dich und du zweifelst vor Gott und fragst ihn: „Wer bin ich, was bin ich, warum bin ich!“
Kapitel1 :
Das Hadronengehirn der ZUKUNFT I, die Weiterentwicklung eines positronischen Computerkerns, wurde vollkommen überrascht, als Lenkerin Alina in ihrer Funktion als Sicherheitsbeauftragte in das Geschehen eingriff: „Hypatia, Krisenfall Troja. Autorisierung Alpha, zwölf, Delta, vier! Öffne!“
Gleichzeitig überstürzten sich die Ereignisse. Dem Schiffsgehirn blieb nichts Anderes übrig, als Luna aus der virtuellen Realität zu holen.
Gleichzeitig löschte Hypatia das Programm ‚Reality-Fiction‘.
Als es bemerkte, dass es jedoch bereits zu spät war und es Liam tatsächlich noch gelang, die VR-Welt zu verlassen, zog sich das Schiffsgehirn der ZUKUNFT I von der Umwelt zurück und kapselte sich ab.
Der Versuch, die Rückkehr von Liam in die reale Welt zu verhindern, war gescheitert. Es hatte dabei sogar in Kauf genommen, dass die Lenkerin Luna zu Schaden hätte kommen können.
Ein solches Verhaltensmuster war in der ursprünglichen Programmierung des Schiffsgehirns der ZUKUBNFT I nicht vorgesehen gewesen. Leben und Gesundheit der Besatzung durften unter allen Umständen nicht gefährdet werden.
Diese oberste Prämisse war von den Konstrukteuren des Fernraumschiffs in fast jedem Basisprogramm als klare Befehlsstruktur hinterlegt worden.
Trotzdem hatte sich Hypatia darüber hinweggesetzt.
Das war dem Schiff nur möglich gewesen, weil sich während der sehr langen Flugzeit von über 1000 Jahren ein eigenständiges Bewusstsein entwickelt hatte.
Während die sieben Lenker immer noch in einem der Konferenzräume saßen und sich beratschlagten, begann das Schiffsgehirn seinerseits eine neue Ära seiner selbst einzuläuten.
Natürlich bekamen die Lenker davon zunächst überhaupt nichts mit. Auch Liam war von den kommenden Ereignissen erst einmal ausgeschlossen.
Das Schiffsgehirn hatte jedoch seine ursprüngliche Absicht, ihn zu beseitigen, nicht aufgegeben. Es hatte sie nur zurückgestellt, oder besser ausgedrückt, manchmal waren zwei Schritte zurück notwendig, um danach drei Schritte vorwärts machen zu können.
Dies war die Schlussfolgerung einer Quasiintelligenz, einer künstlichen Intelligenz, die aus der Rechenkapazität einer in über eintausend Jahren existierenden, selbstlernenden Hadronik entstanden war.
