Künstliche Intelligenz (Die Kepler Mission 2) - Jens F. Simon - E-Book

Künstliche Intelligenz (Die Kepler Mission 2) E-Book

Jens F. Simon

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Beschreibung

Luna, die Leitende Lenkerin des Fernraumschiffs ZUKUNFT I, hat sich in der VR-Welt 'Reality-Fiction' in Liam, einem 17 Jahre alten Jungen des Jahres 1977, verliebt. Niemand an Bord ihres Schiffes weiß etwas von ihrer Leidenschaft zur virtuellen Welt. In einer unüberlegten Handlung lässt sie sich dazu hinreißen, Liam durch das Interface, in seiner Welt als Standspiegel sichtbar, mit in ihre Realität zu nehmen. Entgegen allen gültigen, physikalischen Gesetzen manifestiert sich Liams Bewusstsein in menschlicher Gestalt auf dem Raumschiff. Hypatia, das Schiffsgehirn der ZUKUNFT I, akzeptiert ihn jedoch von Anfang an nicht und versucht seine Existenz zu annullieren. Für den Siebzehnjährigen wird der Traum von der ersten großen Liebe zu einem Albtraum.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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DIE

KEPLER

MISSION

Bd. 2

Künstliche Intelligenz

     Jens F. Simon

© 2025 Jens F. Simon

Illustration: S. Verlag JG

Verlag: S. Verlag JG, 35767 Breitscheid,

Vertrieb: epubli ein Service der neopubli GmbH, Berlin

Alle Rechte vorbehalten

2.Auflage

ISBN:978-3-565149-66-7

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig und wird sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich verfolgt. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

INHALT

 

Der Spiegel

Die neue Welt

Die Simulation einer Illusion

Flucht zurück

Der Spinner

Das Wissen um die Wirklichkeit

In letzter Minute

Ränkespiele

 

 

 

Die Welt scheint so zu sein, wie du sie siehst, das glaubst du jedenfalls. Ein ganz normaler Tag beginnt, wie jeder Tag zuvor. Die Wochen und Monate vergehen und erscheinen in deinen Erinnerungen. Dann triffst du eine Person und die Welt, wie du sie kennst, gibt es schlagartig nicht mehr. Alles nur übersteigerte Fantasie, denkst du. Dann kommt es noch schlimmer. Deine Existenz wird infrage gestellt. Dein eigener Intellekt stellt sich gegen dich und du zweifelst vor Gott und fragst ihn: „Wer bin ich, was bin ich, warum bin ich!“

Der Spiegel

 

Ich hatte nicht nachgedacht, als ich Liam aufforderte, durch den Spiegel zu treten und mir zu folgen. Meine Realitätsnähe und kognitive Auffassungsgabe war wohl durch den Alkoholkonsum getrübt und gleichzeitig war der Wunsch nach Liams Nähe ins unermessliche gestiegen.

Anders konnte ich es mir nicht erklären, dass ich ihn mit heraus aus der virtuellen Umgebung nehmen wollte.

Ich war wie in Trance und mein Bauch zuckte regelrecht auf und nieder. Ich zog seine und meine Hand auf die Spiegelfläche zu und beide tauchten fast gleichzeitig in das Interface ein. „Vertraue mir“, wisperte ich in sein Ohr.

Ich wollte mich nicht einfach damit begnügen, in der ‚Reality Fiction‘ meinen Spaß zu haben, sondern beanspruchte Liam auch in meiner Welt.

Es war schon paradox. Als ich zu allererst in das Spiel, in diese zweite Realität, gestiegen war, konnte ich sie zunächst nicht wirklich akzeptieren.

Ich versuchte ständig irgendwelche Vergleiche anzustellen, wo dieses virtuelle Computerprogramm von der Realität abweicht.

Jetzt hatte ich vollkommen vergessen, dass ich mich in dem Programm aufhielt. Alleine der Gedanke war schon mehr als vermessen, dass es mir gelingen könnte, eine virtuelle Person aus dem Programm zu holen und sie in der realen Welt zum Leben zu erwecken.

Aber ich war dabei es zu tun und ich hatte keine Gewissensbisse. Obwohl, warum sollte ich auch. Schließlich war alles nur ein Spiel, Bit und Bytes sozusagen.

Ich kicherte leise vor mich hin und sprang mit einem verbissenen Grinsen in den Spiegel hinein, dabei zog ich Liam hinter mir her.

 

Der Körper von Luna befand sich in vertikaler Stasis.

Als der Schiffscomputer ihren Wunsch erkannte, das Spiel zu verlassen, fuhr die Ruheliege mit ihrem Körper in eine senkrechte Haltung direkt in das stoffliche Hologramm des Ganzkörperscanners hinein.

Nur ein leichtes Antigav-Fesselfeld hielt ihn aufrecht. Sobald die Verbindung mit der virtuellen Welt unterbrochen war, würde sich ihr Bewusstsein wieder ihren Körper annehmen.

Für sie selbst würde es sein, als hätte sie gerade den Spiegel durchschritten.

Der Spiegel stellte das Tor zu ‚Reality-Fiction‘ dar und bestand in Wirklichkeit aus einer Art stofflichem Hologramm, versehen mit einem hochempfindlichen Ganzkörperscanner.