Der Pferdeflüsterer - Nicholas Evans - E-Book

Der Pferdeflüsterer E-Book

Nicholas Evans

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Beschreibung

Einer der grössten Bestseller aller Zeiten. Man nennt ihn den Pferdeflüsterer: Tom Booker versteht es wie kein anderer, kranke und verstörte Pferde zu heilen. Die Journalistin Annie hofft, dass er ihrer Tochter Grace und deren Pferd Pilgrim helfen kann. Beide sind nach einem schweren Unfall traumatisiert. Als Annie dem Einzelgänger in Montana begegnet, spürt auch sie, wie charismatisch und anziehend er ist. Sie erkennt, dass nur die Kraft der Liebe alte Wunden heilen kann... „Mit seinem Buch ‚Der Pferdeflüsterer’ hat Nicholas Evans alle Verkaufsrekorde gebrochen. Wer das Buch liest, weiß schon nach den ersten Seiten weshalb.“ Für Sie.

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Seitenzahl: 637

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Nicholas Evans

Der Pferdeflüsterer

Roman

Aus dem Englischen von Bernhard Robben

Impressum

Die Originalausgabe unter dem Titel

The Horse Whisperer

erschien 1995 bei Transworld, London.

ISBN E-Pub 978-3-8412-0416-5 | ISBN PDF 978-3-8412-2416-3 | ISBN Printausgabe 978-3-7466-2768-7 | Aufbau Digital, veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, Oktober 2011 | Copyright © 1995 by Nicholas Evans | Die Printausgabe erschien 2011 bei Aufbau Taschenbuch | Aufbau Taschenbuch ist eine Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG |

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.

Umschlaggestaltung Mediabureau Di Stefano, Berlin | unter Verwendung eines Motivs von © getty-images/Minden Pictures | Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH, KN digital - die digitale Verlagsauslieferung, Stuttgart | www.aufbau-verlag.de

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Impressum

Inhaltsübersicht

EINS

1

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ZWEI

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8

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DREI

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VIER

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FÜNF

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Leseprobe

|5|Entsage den weltlichen Verlockungen,

Verweile nicht bei der inneren Leere,

Sei heiter in der Einheit der Dinge,

Und die Zwiespältigkeit verliert sich

von selbst.

AUS: ÜBER DIE ZUVERSICHT

IM HERZEN SENG-T’SAN, 6./7. JH.

|7|EINS

1

Am Anfang war der Tod, und auch am Ende fand er sich wieder ein. Doch ob sein flüchtiger Schatten die Träume des Mädchens streifte und sie an jenem merkwürdigen Morgen weckte, sollte sie nie erfahren. Als sie die Augen öffnete, wusste sie nur, dass sich die Welt irgendwie verändert hatte.

Die rot schimmernden Zeiger des Weckers verrieten ihr, dass ihr noch eine halbe Stunde bis zur eingestellten Weckzeit blieb, und sie lag ganz still, bewegte den Kopf nicht und bemühte sich, der Veränderung auf den Grund zu gehen. Es war dunkel, doch nicht so dunkel, wie es hätte sein sollen. Deutlich war auf den vollgestopften Regalen des Schlafzimmers der fahle Schimmer der Reittrophäen zu erkennen; darüber schwebten die Gesichter von Rockstars, von denen sie einst geglaubt hatte, dass sie ihr etwas bedeuten würden. Das Mädchen lauschte. Auch die Stille im Haus war anders, erwartungsvoll, wie die Pause zwischen Atemholen und Sprechen. Bald würde der Heizofen im Keller mit gedämpftem Fauchen anspringen, und die Dielen im alten Bauernhaus würden wie jeden Tag ihre knarrende Klage anstimmen. Das Mädchen schlüpfte aus dem Bett und trat ans Fenster.

Es hatte geschneit. Der erste Schnee des Jahres. Und an den Zaunpfosten am Teich erkannte das Mädchen, dass der Schnee fast knietief den Boden bedeckte. Kein Lufthauch hatte sich geregt, und der Schnee lag unberührt, ohne Verwehungen, zu komischen Proportionen auf den Zweigen der sechs Kirschbäume gehäuft, die ihr Vater letztes Jahr gepflanzt hatte. Ein einsamer Stern glitzerte im tiefblauen Keil zwischen |8|den Wäldern. Das Mädchen ließ den Blick sinken und sah, dass sich am unteren Fensterrand eine Eisschicht gebildet hatte, und sie presste einen Finger dagegen, taute ein Loch hinein. Das Mädchen zitterte nicht vor Kälte, sondern vor Aufregung bei dem Gedanken, dass diese verwandelte Welt ihr im Augenblick ganz allein gehörte. Sie drehte sich um und beeilte sich mit dem Anziehen.

Grace Maclean war am Abend zuvor mit ihrem Vater aus New York City gekommen, sie beide allein. Wie immer hatte ihr die Fahrt gefallen. Auf dem Taconic State Parkway hatte sie, geborgen im großen Mercedes, zweieinhalb Stunden lang Kassetten gehört und mit ihrem Vater über die Schule oder über einen Fall geplaudert, an dem er gerade arbeitete. Sie hörte ihn gern reden, wenn er am Steuer saß, liebte es, wenn sie ihn für sich allein hatte und dabei zusehen konnte, wie er sich nach und nach in seinen alten Freizeitsachen entspannte. Ihre Mutter nahm mal wieder an einem offiziellen Dinner oder etwas dergleichen teil und würde erst heute Morgen mit dem Zug nach Hudson fahren, was sie sowieso viel lieber tat. Der zähe Verkehr am Freitagabend machte sie nervös und ungehalten, so dass sie wie zum Ausgleich stets das Kommando übernahm und Robert, Graces Vater, befahl, langsamer zu fahren, Gas zu geben oder eine Abkürzung zu nehmen, um Staus zu vermeiden. Er machte sich nicht die Mühe, ihr zu widersprechen, tat einfach, was sie ihm sagte, seufzte manchmal nur oder warf seiner auf den Rücksitz verbannten Tochter im Spiegel einen ironischen Blick zu. Die Beziehung ihrer Eltern war ihr seit langem ein Rätsel, eine komplizierte Welt, in der Macht und Unterwürfigkeit nie so ganz das waren, was sie zu sein schienen. Doch statt sich einzumischen, flüchtete sich Grace einfach in das Refugium ihres Walkmans.

Im Zug würde ihre Mutter pausenlos arbeiten, ungestört und ohne sich ablenken zu lassen. Grace hatte sie vor kurzem |9|einmal begleitet, sie beobachtet und dabei erstaunt festgestellt, dass ihre Mutter nicht ein einziges Mal aus dem Fenster sah, höchstens mit verhangenem, leerem Blick, wenn sich irgendein prominenter Autor oder einer ihrer eifrigen Assistenten über Funktelefon meldete.

Auf dem Treppenabsatz vor Graces Zimmer brannte noch Licht. Auf Zehenspitzen huschte das Mädchen an der halb geöffneten Tür zum Schlafzimmer ihrer Eltern vorbei und blieb stehen. Sie konnte die Wanduhr im Flur ticken hören, dann das vertraute, leise Schnarchen ihres Vaters. Sie lief die Treppe hinunter in den Flur, dessen azurblaue Wände und Decken durch die unverhängten Fenster vom Widerschein des Schnees erhellt wurden. In der Küche trank sie mit einem einzigen langen Schluck ein Glas Milch aus, aß einen Schokoladenkeks und schrieb dabei ihrem Vater eine Nachricht auf den Notizblock am Telefon. »Bin reiten. Gegen zehn zurück. Kuss, G.« Sie nahm sich noch ein Plätzchen und aß es auf dem Weg zum Flur am Hintereingang, wo sie ihre Mäntel aufhängten und die schmutzigen Stiefel abstellten. Sie griff nach ihrer Schaffelljacke und hüpfte, Keks im Mund, elegant auf einem Bein, während sie sich die Reitstiefel anzog. Sie schloss den Reißverschluss ihrer Jacke, zog sich die Handschuhe über, nahm den Reithelm vom Regal und fragte sich kurz, ob sie Judith anrufen sollte, um sie zu fragen, ob sie immer noch reiten wollte, obwohl es geschneit hatte. Aber eigentlich war das überflüssig. Judith war bestimmt genauso aufgeregt wie sie. Als Grace die Tür aufmachte und in die Kälte hinausging, hörte sie, wie unten im Keller der Heizofen ansprang.

Wayne P. Tanner starrte trübsinnig über den Rand seiner Kaffeetasse auf die Reihen schneebedeckter Trucks, die vor der Raststätte parkten. Er hasste Schnee, aber vor allem hasste er |10|Schwierigkeiten. Und im Verlauf weniger Stunden war er gleich zweimal in Schwierigkeiten geraten.

Diese New Yorker State Troopers hatten jede Sekunde genossen, diese aufgeblasenen Scheißyankees. Sie waren ihm erst aufgefallen, als sie hinter ihm einscherten, aus Spaß einige Meilen an ihm dranblieben und verdammt genau wussten, dass er sie gesehen hatte. Dann stellten sie das Blaulicht an, ließen ihn an den Straßenrand fahren, und dieser Klugscheißer, dieser Bubi mit seinem Stetson, kam daherstolziert wie ein dämlicher Kinocop. Er wollte den Fahrtenschreiber sehen, und Wayne bückte sich, griff danach, reichte ihn aus dem Fenster und sah zu, wie das Bürschchen die Eintragungen las.

»Atlanta, soso«, sagte er und besah sich die Diagrammscheibe.

»Richtig«, antwortete Wayne. »Und dort ist es verdammt warm, das können Sie mir glauben.« Dieser Ton schlug bei Polizisten fast immer an, respektvoll, aber brüderlich, ein Hinweis auf die alte, kumpelhafte Brüderschaft der Landstraße. Aber das Bübchen blickte nicht einmal auf.

»Soso. Ich nehme an, Sie wissen, dass der Radardetektor da verboten ist, oder nicht?«

Wayne warf einen Blick auf den kleinen schwarzen, ans Armaturenbrett geschraubten Kasten und überlegte kurz, ob er den Unwissenden spielen sollte. In New York waren diese »Radarspitzel« für Trucks ab neun Tonnen verboten. Er hatte ungefähr das Drei- bis Vierfache geladen. Aber wenn er den Unwissenden mimte, machte das den kleinen Scheißer vielleicht noch bösartiger. Also drehte er sich mit gespielt reumütigem Lächeln wieder um, aber die Mühe hätte er sich sparen können, denn das Bübchen sah ihn immer noch nicht an. »Oder nicht?«, fragte er noch einmal.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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