Der Reiniger: Teil 5 - Du bist der Nächste - Inger Gammelgaard Madsen - E-Book

Der Reiniger: Teil 5 - Du bist der Nächste E-Book

Inger Gammelgaard Madsen

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  • Herausgeber: SAGA Egmont
  • Kategorie: Krimi
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2018
Beschreibung

- Tip top Unterhaltung von der ersten bis zu letzten Seite - Anne Larsen möchte von Roland Benito wissen, ob dieser Uwe Finch kennt. Benito verneint, lügt allerdings, denn ihm kommen die Augen des Mannes bekannt vor. Anne Larsen bittet Ronaldo Benito die Plastikverpackung einer Zigarettenschachtel auf Fingerabdrücke von Uwe Finch zu überprüfen, um so mehr über dessen Identität zu erfahren. Roland Benito weigert sich zunächst zwar, lässt die Überprüfung dennoch durchführen. Das Ergebnis erschreckt ihn: Der Fingerabdruck gehört zu "Dem Reiniger", einem russischen Auftragskiller, der vor Jahren in ganz Europa tätig war, und jetzt offenbar – schönheitsoperiert – wieder in Aarhus aufgetaucht ist. Unterdessen versucht Bertram verzweifelt seine Mutter Eva Maja von der Todesliste zu überzeugen. Diese gesteht ihm, dass nicht Patrick Asp, sondern Bertram selbst seine Schwester ermordet hat. Unter Drogeneinfluss erinnert sich Bertram an die Tat und daran, dass es ein Unfall war. Wenig später entdeckt er ein Video auf dem Netzwerk, das Eva Maja tot zeigt. Auch ein neues Foto ist hinzugefügt worden – sein eigenes.Inger Gammelgaard Madsen arbeitete lange Zeit als Grafikdesignerin in verschiedenen Werbeagenturen. 2008 debütierte sie mit ihrem Kriminalroman Dukkebarnet, der jetzt bei Osburg unter dem Titel "Der Schrei der Kröte" erscheint. Sowohl der erste als auch der zweite Band ihrer Krimireihe um den Ermittler Roland Benito wurden von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen. 2010 gründete Madsen ihren eigenen Verlag Farfalla und seit 2014 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Die Robert Benito-Reihe umfasst inzwischen acht Bände, im Februar 2016 erscheint der neunte. Inger Madsen lebt in Aarhus.-

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Seitenzahl: 41

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Inger Gammelgaard Madsen

Der Reiniger

Du bist der Nächste - Teil 5

SAGA Egmont

Der Reiniger: Du bist der Nächste - Teil 5übersetzt aus dem Dänischem von Kirsten Vesper nach

Sanitøren

Copyright © 2017, 2018 Inger Gammelgaard Madsen und Lindhardt og Ringhof Forlag A/S

All rights reserved

ISBN: 9788711970577

1. Ebook-Auflage, 2018

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach

Absprache mit Lindhardt og Ringhof gestattet.

SAGA Egmont www.saga-books.com und Lindhardt og Ringhof www.lrforlag.dk – a part of Egmont www.egmont.com

5: Du bist der Nächste

Es war nicht das erste Mal, dass Anne Larsen zu ihm nach Hause nach Højbjerg kam. Meistens war sie nicht eingeladen gewesen, daher war ihr Besuch in diesem Punkt dieses Mal anders. Roland hatte ihr erlaubt zu kommen, obwohl es spät war. Jetzt, da er eingewilligt hatte, bereute er es. Es hatte bloß etwas in ihrer Stimme gelegen, das, wie er sich erinnerte, ein Zeichen dafür war, dass sie irgendetwas wusste. Etwas Wichtiges. Vielleicht war es nur eine clevere Art, die Polizeibehörde zu sprechen zu bekommen, aber falls sich das als ihr Motiv herausstellen sollte, würde er sie einfach wieder rausschmeißen. Das war auch schon vorgekommen. Nun, da er auf sie wartete, wurde ihm klar, wie sehr er die alten Tage im Polizeipräsidium vermisste. Die Presse natürlich nicht, aber Anne war eine Nummer für sich. Sie war eine kompetente Journalistin, hätte aber auch eine kompetente Ermittlerin abgegeben. Sie hatte die Nase bei allem weit vorn. In dem Beitrag hatte sie den Drogentodesfall im Gefängnis erwähnt und den Selbstmord des Gefängniswärters. Konnte sie etwas wissen, das für den DUP nützlich wäre?

Irene hatte beschlossen, sie allein zu lassen, und war ins Bett gegangen, als Anne klingelte.

Angolo begrüßte den Gast eifrig an der Tür und sie tätschelte dem großen Schäferhund ein bisschen linkisch den Kopf. Man sah deutlich, wenn Menschen nicht an Tiere gewöhnt waren. Roland brachte den Hund dazu, sich in sein Körbchen in der Küche zu legen, indem er nur darauf deutete.

„Wohlerzogen“, kommentierte Anne mit einem leichten Lächeln, während sie die Jacke auszog.

„Polizeihund“, antwortete Roland. „Möchtest du was trinken? Ich bin gerade an dem letzten Rest einer Flasche Barolo.“

„Kein Problem, ich bin mit dem Auto da, deshalb … Wo ist Irene?“

„Sie ist ins Bett gegangen, es ist ja schon spät, daher …“

„Ja, und nochmal Entschuldigung, dass ich mich aufdränge, aber es gibt etwas, von dem ich hören will, ob du mir dabei helfen möchtest.“

Roland fühlte sich ein bisschen beunruhigt, holte aber ein sauberes Glas aus dem Schrank und schenkte ihr ein. Er selbst hatte noch ein halbes Glas. Normalerweise saßen er und Irene an einem ganz gewöhnlichen Werktag nicht da und becherten guten Rotwein, aber es hatte plötzlich etwas zu feiern gegeben, als der S.S.C. Napoli, sein Lieblingsfußballverein aus seiner Geburtsstadt, so hoch gesiegt hatte.

„Wobei soll ich dir denn helfen, Anne?“, fragte er und setzte sich wieder. „Du weißt, dass ich mich nicht zu den Fällen äußern darf, an denen die Polizeibehörde arbeitet, wenn du für TV2 Ostjütland gekommen bist.“ Er hatte das Gefühl, das gerade nochmal betonen zu müssen.

„Das ist es nicht. Jedenfalls nicht direkt. Es ist eigentlich eher … privat.“ Sie setzte sich auf den Stuhl ihm gegenüber, holte ihr iPhone heraus und drehte den Bildschirm zu ihm.

„Kennst du den?“, fragte sie.

Roland schaute lange auf das Bild eines hageren, hohlwangigen Mannes mit einer Zigarette zwischen den schmalen Lippen. Er war anscheinend im Begriff, in ein Auto zu steigen. Eine silberfarbene Corvette.

„Nicht direkt. Wer ist das?“

„Er nennt sich Uwe Finch, benimmt sich aber wie jemand, der seine Identität verbergen will.“

Anne erzählte, dass sie den Mann beschattet hatte. Er war in die Bodega am Fluss gegangen, hatte ein Fassbier getrunken und mit einem Taschentuch sorgfältig das Glas abgewischt, bevor er den Ort verließ.

„Wieso in aller Welt hast du ihn beschattet?“

„Weil … das ist eine längere Geschichte, ich komm’ noch darauf zurück.“

Sie vergrößerte das Gesicht, indem sie es mit Daumen und Zeigefinger auf dem Bildschirm größer zog.

„Du bist dir sicher, dass du ihn nicht kennst? Aus deiner Zeit bei der Polizei, meine ich.“

Roland nahm ihr das Smartphone aus der Hand und sah sich das Foto genauer an. Es war deutlich genug, da er von der Abendsonne erhellt wurde. Etwas an seinen Augen kam Roland plötzlich bekannt vor. Sie standen ungewöhnlich dicht beieinander und hatten einen bösen, stechenden Blick. Ein Blick, den er nie vergessen würde, aber das konnte er nicht sein.

„Leider nein, Anne. Was interessiert dich an dem Mann?“ Er gab ihr das Handy zurück.

„Das ist der Freund von Eva Maja Karlsen. Patrick Asps Frau. Du weißt, wer Asp ist, oder?“

„Ja, natürlich. Das war der, der seine zwei Monate alte Tochter erstickt hat. Ein sehr schlimmer Fall. Aber das ist lange her.“