Der Roboter der blauen Robe - Robert S. Hallweg - E-Book

Der Roboter der blauen Robe E-Book

Robert S. Hallweg

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Beschreibung

Die Organisation hat sich in einem atemberaubenden Tempo entwickelt und ist dem Versuch, die Vorfahren der Menschheit zu finden wieder einen Schritt näher gekommen. Durch den ständigen Kontakt des Chief's mit dem Universum bekommen die Wissenschaftler immer mehr aufbereitetes Material und so wird die Raumfahrt zu einer Selbstverständlichkeit. Endlich erhält die Menschheit die ersten konkreten Hinweise und es beginnt die Suche nicht nur nach unseren Vorfahren, sondern auch nach uns selbst. Fährten wurden genügend gelegt ...... Viel Spaß beim lesen dieses 2. Bandes von Wyjan's Erbe: Der Roboter der blauen Robe Der 3. Band: Die Königin der Lukarer, erscheint in Kürze. Robert S. Hallweg Das Wissen hat Grenzen, das Denken nicht! (Albert Einstein) DON'T STOP DREAMING

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Seitenzahl: 414

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Der Roboter der blauen Robe

Band 2 aus der Reihe:

Wyjan´s Erbe

Robert S. Hallweg

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 3

Kapitel 1: Es ist soweit ..... 4

Kapitel 2: Der zweite Planet für uns ..... 8

Kapitel 3: Die Suche hat begonnen ..... 13

Kapitel 4: Sonnensystem III / Nord ..... 17

Kapitel 5: Das System 0001 ..... 26

Kapitel 6: Die Hinterlassenschaft ..... 34

Kapitel 7: Manier, Kurator von Zork ..... 42

Kapitel 8: Der Exekutionsplanet ..... 48

Kapitel 9: Die Überraschung: Die Gruft unserer Vorfahren ..... 53

Kapitel 10: Das Erbe der Zugvall ..... 59

Kapitel 11: Die Klausurtagung ..... 65

Kapitel 12: Atmosphäre Mond ..... 69

Kapitel 13: Das erste Exekutionsschiff ..... 76

Kapitel 14: Der VP und seine Bestimmung ..... 83

Kapitel 15: Die Rückkehr der Space-M ..... 91

Kapitel 16: Die Großerde ..... 98

Kapitel 17: Das System der Vaturer ..... 106

Kapitel 18: Entscheidungen ..... 110

Kapitel 19: Das verschollene Raumschiff ..... 116

Kapitel 20: Ein Flug um die Erde ..... 123

Kapitel 21: Die Grisonen ..... 128

Kapitel 22: Die Station der Fremden ..... 132

Kapitel 23: Die Vorbereitungen von Mars-2 ..... 138

Kapitel 24: Das Mangoschiff ..... 144

Kapitel 25: 23.000 vor unserer Zeit ..... 149

Kapitel 26: Die Gehirnsondierungen der Roboter ..... 154

Kapitel 27: Die Vorbereitungen zum Besuch der Lukarer ..... 161

Kapitel 28: Die TIERRA ..... 167

Kapitel 29: Unsere neue Flotte ..... 176

Kapitel 30: Die kleinen Probleme ..... 182

Kapitel 31: Rom, die alte neue Kultstätte ..... 189

Kapitel 32: Die Awdaner ..... 195

Vorwort

--- Ich wäre jetzt lieber dort, wo meine Gedanken gerade sind ---

- unbekannter Autor-

--- Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben ---

-Eleonor Roosevelt-

--- Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben ---

- Einstein-

--- Nur weil man den Aufbau einer Uhr kennt, weiß man noch lange nicht, was Zeit ist ---

- Professor Lesch-

Kapitel 1: Es ist soweit .....

Endlich war es soweit: Die SPACE-M stand majestätisch auf ihren Stützen vor der Glaskuppel von Luna-1. Auf dem weiten Gelände des Kraters, den wir damals zuerst angeflogen hatten, und in dem wir mit der ersten Linse überhaupt landeten.

Wie lange lag das schon zurück, als Susan die Bemerkung mit dem Geländewagen machte, den wir wegen der Entfernungen hier auf dem Mond hätten mitnehmen sollen? Eine gefühlte kleine Ewigkeit und doch nur etwas mehr wie 60 Monate.

Susan hatte mich überredet, nicht heimlich zu verschwinden, sondern die ganze Menschheit am Erstflug teilnehmen zu lassen. Zu dem Zweck waren sämtliche auf den von Menschen bewohnten Planeten akkreditierten Fernsehgesellschaften hier in diesem großen Rund erschienen. Die SPACE-M im Visier und die Linsen der Reporter bildeten dazu einen weiten Halbkreis um das Raumschiff.

Davor standen in Reih und Glied die 49 Mitglieder der militärischen Besatzung in ihren metallisch dunkelblauen Kombis. Die 250 Angehörigen der verschiedenen Abteilungen in ihren metallisch weißen Overalls. Die 300 Roboter der 15.000-IQ-Klasse, in metallisch silbernen Kombinationen, dann am rechten Flügel die 500 Roboter der 15.000-IQ-Klasse der Einsatzreserve in metallisch dunkelgrün. Daneben standen sauber aufgereiht deren 100, ebenfalls in metallisch dunkelgrün gehaltenen Linsen. Und auf der linken Seite waren noch die 50 Roboter mit dem variablen IQ der Sicherheitsabteilung in ihren metallisch dunkelroten Anzügen mit deren Kommandanten. Sie alle bildeten ein imposantes Bild, das mit Sicherheit bei den Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Auf der Tribüne saßen alle Autoritäten, die Susan und Nicole eingeladen hatten. Den Weltpräsidenten Ban Bayung, den Roboter Eric von Arthur´s Planeten und den Roboter Daniel vom Mars. Es gab immer noch keinen menschlichen gewählten Vertreter auf beiden Himmelskörpern. Die Föderationspräsidenten und logischerweise alle Komiteemitglieder sowie unser lieber Professor Dr. Hudges, den ich dazu auserwählt hatte, die neueste Kreation zu taufen.

Ich trat in Begleitung von Gloria an das imaginäre Mikrofon auf der Tribüne. Da wir ja alle hier vor dem Raumschiff stehenden in geschlossene Overalls gekleidet waren, begann ich gedanklich meine Rede. Die auch auf normale Lautsprechersysteme weltweit übertragen wurde:

„Wieder einmal stehen wir vor einem Wunderwerk der Technik, dass es erlauben wird, in die wirklichen Weiten des uns umgebenden Alls vorzudringen. Zuerst werden wir die Milchstraße erkunden, von der unser Sonnensystem ja ein Teil ist. Dann in den Andromedanebel eintauchen und nicht zu vergessen, dem hellsten Stern am Nachthimmel der Erde, Sirius, einen Besuch abzustatten.

Es ist vorgesehen, dass SPACE-M zunächst einmal 6 Monate unterwegs ist. Ich persönlich glaube, dass es dabei nicht bleiben wird. Wir, die Menschheit waren immer schon zu neugierig, um etwas einfach abzubrechen, wenn es da noch mehr zu erkunden gibt. Unser Kapitän hat hier absolute freie Hand und wird sich von Fall zu Fall mit den Leitern der wissenschaftlichen Sektionen abstimmen, was sie im Einzelnen unternehmen wollen.

Die SPACE-M kann Jahre im All bleiben und hat die nötigen Linsen an Bord, um die Besatzung hin und wieder auf ihre Heimatplaneten zurückkehren zu lassen, da wie sie wissen, für uns Entfernungen keine Rolle spielen.

Ich bitte jetzt Herrn Professor Dr. Hudges, zusammen mit der Kommandantin, Kapitän Gloria Stephan, eine Champagnerflasche am Rumpf von SPACE-M zu Bruch gehen zu lassen und damit das Schiff zu taufen.“

Der Professor und Gloria schwebten in die Höhe, um den Rumpf des Schiffes zu erreichen. Er holte aus und mit den Worten für allzeit gute Fahrt, die Flasche zerschmetterte. Unter den tosenden Hochrufen der Anwesenden lief der weiße Schaum am Rumpf herab.

Langsam leerte sich das Rund und ich bat Gloria noch, bei mir im Büro vorbeizuschauen.

Kurz darauf saßen wir uns gegenüber und ich informierte sie, dass sie mit meiner Frau und mir die ersten Passagiere an Bord hätte. Wir werden nicht allzu lange teilnehmen, weil auf mich ja hier jede Menge Arbeit wartete. Ich würde sie aber während ihrer Reise, in Abständen, immer mal wieder besuchen.

Der Ausdruck in ihrem Gesicht sprach Bände in Erwartung des bevorstehenden Fluges und ihrer Aufgabe, die sie zu bewältigen hatte.

Dann stand sie auf, bedankte sich nochmals bei mir mit einer Umarmung, dass ausgerechnet ich sie mit dem Schiffskommandantenposten betraut hatte, salutierte militärisch und war im gleichen Augenblick verschwunden.

SPACE-M war in den Sicherheitshangar des Mondes verbracht worden. Wo sie mit den letzten Details ausgerüstet wurde. Ich hatte Bernd gebeten, unser kleines Gepäck an Bord bringen zu lassen, und er berichtete mir, dass Rainer und Christina die Gästekabine 2 und Robert die 3 belegt hätten.

Dann war es soweit: Gloria lies das Schiff langsam aus dem unterlunaren Hangar emporschweben. Über uns stand in majestätischer Größe, die SPACE-1, voll angestrahlt von der Sonne, das Flaggschiff von Admiral Thomas. Zusammen mit den Schiffen -2 bis -6 bildeten sie ein Spalier und glänzten in ihrer metallisch silbernen Farbe, um uns die Ehre zu erweisen.

Rainer und Horst hatten durch die Anwesenheit der beiden in metallisch Rot gehaltenen Sicherheitsraumer einen Beitrag zu dieser Zeremonie geleistet. Obwohl die Schiffe zwar schon flugtauglich aber noch nicht vollständig fertig und ausgerüstet waren.

Ich stand mit Gloria, Rainer und Robert in der Kommandozentrale und sah, dass sie Tränen in den Augen hatte, ob dieses Anblicks, der sich uns hier bot.

Christina und Mami waren in unserer Kabine geblieben und betrachteten den Mond unter uns aus dem Kabinenfenster.

Gloria aktivierte den Schutzschirm zusammen mit dem unsichtbarmachenden Modul. Sie befahl dem Bordcomputer die vorher festgelegte Route einzunehmen. Diese würde uns mitten hinein in die Milchstraße führen; dabei das Schiff auf die 10-fache Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Sie wolle nicht wie bei uns üblich, nur einen Punkt zu Punkt Flug machen, sondern ihn genießen. Mit den eingebauten Schwebemodulen war auch diese Art der Fortbewegung jetzt möglich. Und somit zogen außerhalb des Schiffes die verschiedensten Meteoriten und Planeten vorbei.

Hin und wieder hörte man ein Zischen, was bedeutete, dass ein kleiner Körper die Bekanntschaft unseres Schirms gemacht hatte und von diesem absorbiert worden war.

Auf der Brücke wird die Außenwelt naturgerecht auf den zahlreichen Bildschirmen wiedergegeben. Gleichzeitig werden verschiedene Räume im Inneren des Schiffes gezeigt. Zum Beispiel die komprimierten, eingelagerten 500 Roboter der Einsatzreserve und die deren Linsen, sowie die Einlagerung der Hälfte der 300 Hilfsroboter, die ja während des Fluges nichts zu tun hatten.

Die restlichen Mitglieder der Expedition hatten sich in ihre Kabinen zurückgezogen. Auf den eingebauten Bildschirmen konnten sie die Projektionen der Außenkameras ebenfalls direkt verfolgten, wenn ihnen danach war. Oder sie schauen einfach aus dem Fenster.

Gloria übergab das Kommando an den Ersten und die beiden zuständigen Führungs- und Sicherheitsroboter. Sie lud uns ein, sie in den Speisesaal zu begleiten, um dort einen Kaffee zu uns zu nehmen, über die weitere Route zu sprechen und die zukünftigen Aktivitäten festzulegen.

Das erste Ziel war ein Sonnensystem, in der Milchstraße gelegen, dass Hans mit seiner astronomischen Abteilung ausgesucht hatte, da es von der Erde, bzw. vom Mond leicht zu sehen ist und wie es schien, unserem System im Aufbau ähnlich sei.

Man hatte festgelegt, dass wir 3 Tage so weiter fliegen, vorbei an Arthur´s Planet, ohne dort zu landen. Um uns an die Bordroutine zu gewöhnen, dabei das Ausschleusen der verschiedenen mitgeführten Linsen zu üben, um dann auf den Punkt zu Punkt Flug überzugehen. So trainiert, vermochten wir das ausgesuchte Sonnensystem in aller Ruhe zu erforschen und zu katalogisieren.

Gloria, lies die ganze Besatzung ständig die möglichen, und fast unmöglichen Gegebenheiten trainieren. Sie wollte das Zusammenwirken der Besatzungsmitglieder reibungslos funktionieren sehen, wobei sie alle Kenntnisse und Erfahrungen aus ihrer Zeit an Bord von SPACE-1, einfließen lies.

In einem Fall landete sie sogar auf einem von vorher von den wissenschaftlichen Abteilungen untersuchten Meteoriten, um auch das reibungslose Ausschleusen der Einsatzreserve mit ihren Linsen zu erproben. Erst als sie damit zufrieden war, setzten wir unseren Flug fort.

Simulierungen innerhalb des Schiffes wurden genauso geprobt, wie der ganze Ausfall der Elektrik durch einen Kurzschluss am Hauptreaktor. Zusammen mit den Widrigkeiten, die so ein Fehler, zum Beispiel in der medizinischen Abteilung, hervorrief, wenn die Geräte nicht funktionierten. Durch den Kurzschluss waren die Reservereaktoren in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Gravitationserzeuger arbeiteten nicht mehr, und alles im Schiff war schwerelos. Die militärischen Besatzungsmitglieder und die 300 Roboter wurden davon nicht betroffen, da sie in den Sohlen ihrer Overalls Magnete aktivierten und somit auf dem Boden „blieben“.

Es war für mich als Beobachter schon erstaunlich zu sehen, wie die Leute trotz aller Technik doch noch zu improvisieren verstanden, wobei sie von den Robotern unterstützt wurden.

Eine Überraschung hatte Gloria für uns bereit, den wieder in der Nähe eines kleinen Meteoriten hielt sie an. Sie schleuste lediglich eine Linse der 200-Meter Klasse aus, um den Himmelskörper zu umkreisen und plötzlich waren wir von 12 Schiffen der 1.500-Meter Klasse ringförmig umgeben. Admiral Thomas sprach uns an, ob bei uns alles in Ordnung sei. Es war ein imposanter Anblick diese 12 „Riesen“ in Formation zu sehen.

Kurz darauf saßen wir in der Messe bei einem Kaffee zusammen. Gloria erklärte uns, dass sie mit Admiral Thomas abgesprochen hatte, ihn bei auftretenden Schwierigkeiten um Hilfe zu bitten und dies war jetzt eine Simulierung mit unserer Sicherheitsabteilung, die ja immer genau Kenntnis hat, wo wir uns aufhalten.

Admiral Thomas verabschiedete sich von uns, sprang in sein Flaggschiff und war mit seiner kleinen Flotte einfach verschwunden, um seinen Überwachungsaufgaben in unserer Galaxis und den dazugehörigen Außenposten nach zu kommen.

Kapitel 2: Der zweite Planet für uns .....

Wir standen an der Grenze der Galaxis, die uns Hans ausgesucht hatte. Auf den Bildschirmen präsentierte sie sich in ihrer ganzen Pracht vor uns. Gloria hatte schon im Voraus, mit der astronomischen Abteilung, einen der Planeten ausgewählt. Der stand zu seiner Sonne gleich weit weg wie die Erde von unserer. Sie nahm langsam Fahrt auf. Gleichzeitig waren 4 verschiedene Linsen, in ihre Schutzschirme gehüllt und unsichtbar, zur Beobachtung, zunächst mit Robotern, ausgeschleust worden. Diese inspizierten die nähere Umgebung um uns herum. Führten dabei auch Ferndiagnosen über diesen Planeten durch.

Daraufhin war sie mit der SPACE-M in eine weite Umlaufbahn gegangen, um auch die anderen Planeten dieses Sonnensystems zu erfassen, denn es gab insgesamt 7 davon.

Die Sonne war der unseren erstaunlich wesensgleich. Sie hatte die gleiche Oberflächentemperatur und die Größe wich nur unwesentlich ab.

Gefahrlos näherten sich die Linsen dem erdähnlichen Planeten von 4 verschiedenen Seiten gleichzeitig. In einer Entfernung von etwa 400.000 nautischen Meilen von der Oberfläche, vermochte man bereits grüne, braune, blaue und weiße Flächen unterscheiden, wobei es sich bei den Letzteren, wie es schien, um Wolken oder Eis handelte.

Gloria wies die Linsen an, sich dem Planeten zu nähern und weitere Aufnahmen, von dessen Oberfläche, an die SPACE-M zu übermitteln. Zwei hatten so dicht heranzugehen, um auch Bodenproben zu nehmen und dabei auf Fauna und Flora zu achten, dann hatten alle vier im Quarantänehangar zu landen um desinfiziert zu werden.

Bei der Betrachtung der Aufnahmen im neben der Zentrale gelegenen Kartenraum, kam mir ein komischer Gedanke. Ich war zunächst nicht in der Lage, diesen zu begründen und daher ich bat Gloria, meine Linse, die ja im Gästehangar komprimiert stand, zusammen mit Bernd und Cicero auszuschleusen. Die Untersuchungen dieser beiden Roboter, vor jeder Schlussfolgerung über den Himmelskörper, hatte man erst einmal abzuwarten.

Bernd und Cicero gab ich den Befehl, ähnlich wie bei Arthur´s Planeten, eine Tiefensondierung bis zu 3.000 Metern Tiefe lückenlos durch zu führen. Nach Rückkehr zunächst nur mir zu berichten, denn ich hatte beide über meine komischen Gedanken informiert. Mit einem Grinsen auf ihren Gesichtern sprangen sie in die Linse und wurden in Richtung des zu untersuchenden Planeten ausgeschleust.

Es waren keine 2 Stunden vergangen, da standen beide im Kartenraum und auf meine gedankliche Zustimmung, projektierten sie nacheinander ihre Ergebnisse der Recherchen auf die Bildschirme. Vorher hatte ich Gloria gebeten, eine allgemeine absolute Nachrichtensperre zu verhängen. Auch den Bordrobotern zunächst Stillschweigen gegenüber der Sicherheitsabteilung zu Hause zu befehlen. Diese standen ja in engem, direktem und zeitnahem Kontakt miteinander. Ich will erst einmal hier an Bord die Analyse der Situation durchführen lassen. Um dann ein weiteres Vorgehen zu erörtern. Dazu half uns ein von Roberto und Daniel installierter kleiner Sender innerhalb des Schiffes, der jede Nachricht nach Außen, gedanklich oder nicht, völlig unterband, wenn er eingeschaltet war.

Mein „komischer“ Gedanke hatte sich als wahr herausgestellt: Dieser Planet war ebenfalls von den mysteriösen „Fremden“ wie Arthur´s Planet besucht worden, hatte die gleiche Atmosphäre wie Arthur´s Planet, sogar mit der gleichen Zusammensetzung und unter seiner Oberfläche waren ebenfalls 3 Siedlungen und eine große unterplanetarische Station von Bernd und Cicero bei der Tiefensondierung gefunden worden. Die Flora und Fauna entsprachen weitgehend der von Arthur´s Planeten, so dass durchaus der Gedanke nahe lag, dass dies alles dort angesiedelt worden war und somit auch auf Arthur´s Planeten, oder umgekehrt.

Ich ging zusammen mit Gloria in ihr großzügig bemessenes Büro, das neben ihren Privaträumen lag, und luden Rainer und Robert ein, uns dort zu treffen.

Cicero stand auf dem Couchtisch und Bernd stand neben meinem Stuhl und beide berichteten von ihrem Ausflug in die Station mit der Erkenntnis, dass alles identisch aufgebaut war, es also eine Kopie der Anlagen von Arthur´s Planeten wären, oder umgekehrt. Ebenfalls absolut gründlich geputzt und mit einer sauberen Luft und ebenfalls ohne Reaktoren für die normalen Anlagen aber mit den gleichen Anschlussmöglichkeiten. Auch waren die Anlagen genauso mit einer Erdschicht abgedeckt worden. Das Datum, wann diese Anlagen entstanden waren, lag bei 28.136 Jahren, also waren sie genau 100 Jahre jünger wie die auf Arthur´s Planeten und dabei genau 60 Lichtjahre voneinander entfernt und lagen auf einer Linie zur Erde.

Es waren nur fragende Gesichter in der Runde zu sehen und wir schauten uns an, was wir denn davon halten sollten, denn an einen reinen Zufall wollte so gar keiner mehr glauben noch dazu in „nur“ einer Entfernung von 250 Lichtjahren von unserer Erde entfernt.

Wir beschlossen, dass zunächst Robert mit einer 200 Meter Linse und einer ausgesuchten Besatzung aus Militärs und Wissenschaftlern die anderen vorhandenen Planeten in diesem Sonnensystem während eines Kurzbesuches analysieren, katalogisieren und vermessen sollte, um ein richtiges Bild von diesem System zu bekommen. Gleichzeitig würden eine Reihe von Linsen auf dem offensichtlichen, erdähnlichen Planeten laden und ihn unter die sprichwörtliche Lupe nehmen, vor allen Dingen die Siedlungen und die unterplanetarische Station etwas genauer in Augenschein nehmen. Vielleicht hatten wir ja diesmal Glück und konnten uns endlich ein reales Abbild der Fremden beschaffen, was uns ja bis jetzt bei Arthur´s Planeten nicht gelungen war.

Schon eine Stunde später waren die Linsen und Robert´s Schiff ausgeschleust und Gloria ging mit der SPACE-M zunächst 1 Minute in die Vergangenheit, um jeglicher Gefahr von vornherein auszuweichen, wie sie dazu meinte, den das alles sei ja wirklich schon langsam unheimlich.

Die ausgeschleusten Einheiten hatten ja die genauen Koordinaten und brauchten dann bloß ebenfalls in die Vergangenheit zu gehen, damit sie von der SPACE-M geortet werden konnten. Dann brauchten die beiden Fahrzeuge lediglich ihre Zeitverschiebung wieder aufheben und so konnte die Einschleusung problemlos durchgeführt werden.

Wir saßen wieder im Büro von Gloria und besprachen die weiteren Schritte. Bis jetzt hatte noch niemand außer der Besatzung der SPACE-M Kenntnis von der Eigentümlichkeit dieses Planeten und dieses Sonnensystems, für den wir auch einen Namen finden mussten, daher war es für mich von großer Bedeutung, dass genau die Wissenschaftler und Mitarbeiter, die damals und auch heute noch, bei der Erforschung von Arthur´s Planeten diese Aufgaben erledigten und erledigt hatten, denn hier ging es im Wesentlichen um die gleiche Arbeit. Hier mussten wir allerdings unser Augenmerk auf das mögliche Aussehen der Fremden konzentrieren, wenn es uns gelingen sollte, dieses zu ergründen.

Auch wurde mir bewusst, dass wir die restlichen Planeten von Arthur´s Sonnensystem noch nicht mit der gebotenen Umsicht durchforscht hatten, was unbedingt sofort nachzuholen war, und ich bat Bernd eine entsprechende Bemerkung an Arthur zu senden, damit er veranlassen konnte, dies sofort in Angriff zu nehmen, ohne dies allerdings weiter zu begründen. Er bestätigte mit einem Kopfnicken die Durchführung. Gloria hatte kurz die Sendesperre aufgehoben.

Wir waren gerade in der Kantine bei einem wirklich gut zubereitetem Essen, als die ersten Nachrichten von Robert eintrafen, und er meinte, es gäbe zu den Planeten von Arthur´s Sonnensystem, er hätte bereits 3 untersuchen können, kaum Unterschiede, soweit er vom Untersuchungsstand unterrichtet sei.

Ich schaute die am Tisch sitzenden an und bemerkte, ob den eine Möglichkeit bestünde, dass beide Galaxien künstlich geschaffen worden waren, den in dieser Entfernung konnte es nicht so viele zufällige Gemeinsamkeiten geben, das war schlicht unmöglich.

Mit was hatten wir es denn hier in Wirklichkeit zu tun. Hing das mit dem Universum zusammen und sollte es ein Test, wie auch immer geartet, sein? Auch diese Möglichkeit mussten wir in Erwägung ziehen, oder es war einfach eine fremde Macht mit ungeahnten technischen „Spielereien“, die es schon seit einer Urzeit hier im All gibt.

Ich durfte gar nicht daran denken, welcher ungeheuerlicher Kräfte es bedurfte, um so eine Galaxis in ihrer Gesamtheit zu schaffen. Und wo waren dann die Sonnen hergekommen? Woher die Tierwelt? Woher die Pflanzenwelt?

Langsam lehnte ich mich im Sessel in Gloria´s Büro zurück und schaute Bernd und vor allem Cicero an und wollte von Ihnen wissen, ob sie über diese beiden Sonnensysteme Bescheid wussten, oder sich vorstellen könnten, was geschehen war, das sie von den Fremden keine Ahnung hatten, sagten sie ja bei der Untersuchung der Anlagen auf Arthur´s Planet. Hatte sich daran etwas geändert?

Wie aus der Pistole geschossen verneinten sie etwas in ihren Speicherbänken zurückzuhalten, was mit den Fremden zu tun hatte.

Was aber hatte das alles für einen Sinn, bis jetzt 2 Sonnensysteme in gleicher Art geschaffen zu haben, aber zu welchem Zweck und nur für eine „Besatzung“ von etwas mehr wie 15.000 Seelen und davon die Mehrzahl Untertage. Ebenfalls unlogisch, wenn man die Technik oder die Gabe besitzt ein ganzes Sonnensystem zu schaffen, mit allem Drum und Dran, hatte man auch die Möglichkeit sich gegen alles Bekannte zu schützen und musste dazu nicht unbedingt unter der Erde verschwinden, oder war das lediglich eine Art Spiel? Aber wozu sollte es dienen? Oder war es für uns Menschen gedacht, die ja immer das Gefühl hatten, sich verkriechen zu müssen, was wir ja mit allen unseren Bunkern auf allen Planeten gemacht hatten? Aber dann müsste es noch mehr solcher Sonnensysteme für uns geben und wir würden auch nie die Erbauer zu Gesicht bekommen, weil die es einfach nicht wünschten, so einfach war das!

Wirklich?

Ich hatte bewusst die beiden Roboter an meinen Gedanken teilhaben lassen und schaute sie deshalb an, denn ich rechnete mit einer Reaktion von ihnen.

Da kam von Cicero ein genialer Gedanke. Er wollte alle 50 Sicherheitsroboter in der Messe versammeln und würde sie dann bitten, sich zu einem einzigen Gedankenblock zusammen zu schließen, und dann mit ihm und Bernd zusammen meine Gedankengänge analysieren, denn alle verfügten ja über den variablen IQ-Wert.

Gesagt, getan waren alle Sicherheitsroboter in der Messe versammelt und auf Geheiß von Cicero, der ihnen meine Gedanken in aufgearbeiteter Form direkt übertrug, bildeten sie einen Gedankenblock.

Eine gespenstische Stille lag über der Messe, die den Zuschauern, Gloria, Rainer, Robert, dem Sicherheitskommandant und mir Gänsehautschauer über den Körper laufen ließen.

Eine Art Flimmern lag über den Robotern und nach nicht einmal drei Minuten löste sich Cicero und Bernd aus der Gruppe und kamen zu uns an den Tisch.

Die Analyse sei eindeutig ausgefallen und ließ keine Möglichkeit einer anderen Interpretation zu: die bis jetzt gefundenen Sonnensysteme seien für uns errichtet worden, um sie von der Menschheit zu besiedeln und damit gleichzeitig Vorposten in den Weiten des Alls zu bilden. Die Fremden hatten ganz klar diese Absicht hinter der Erschaffung dieser „Anlagen“. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Systeme der gleichen Art liegt bei 100 %, wir müssen sie nur finden.

Außerdem läge die Wahrscheinlichkeit auch bei 100 %, dass die Fremden schon vor langer Zeit ausgestorben seien und auch hier war es möglich, dass dies vor etwa 28.100 Jahren vor unserer Zeitrechnung geschehen sei. Auf diese Gegebenheit würden auch die Lebenserhaltungssysteme in den unterplanetaren Stationen, die auch hier von Bernd und Cicero gefunden worden sind, hindeuten aber offensichtlich hatten sie zu keinem Ergebnis mehr geführt.

Das Aussehen dürfte mit dem unseren nahezu identisch sein. Das würde auch erklären, warum diese Anlagen solange in Betrieb gehalten worden waren, weil wir als Menschen zwar „entdeckt“, aber noch nicht in der Lage waren deren Erbe anzutreten.

Dass die Fremden einen Heimatplaneten hatten, stand auch außer Frage, nur mussten wir auch diesen finden und dann würde sich sicherlich auch alles klären, wie man zum Beispiel Sonnensysteme „baut“, etc., denn die Technik der Fremden musste auf einem Niveau liegen, von dem wir zur Zeit nur träumen konnten.

Aber logischerweise nicht nur die Technik, sondern auch wer und wie die Fremden waren, warum sie gehen mussten und welches Schicksal sie zu tragen gehabt hatten. Und dann war noch zu klären, ob wir überhaupt die richtigen und würdigen Erben ihres Vermächtnisses sein würden, oder stammten wir von ihnen ab?

Jetzt wussten wir, was wir suchen mussten!

Kapitel 3: Die Suche hat begonnen .....

Wir saßen wieder im Büro von Gloria zusammen und beratschlagten, wie wir es der Menschheit beibringen sollten, dass wir schon wieder einen neuen Besiedlungsplaneten in einem neuen Sonnensystem entdeckt hatten, bzw. dazu direkt aufgefordert worden waren, dieses zu finden.

Wir beschlossen, dass ich nach Luna zurückkehren sollte, dort zusammen mit Ban Bayung eine Vollversammlung in Timbuktu einberufen und auch die weitere „Bombe“ platzen lassen, die eigentlich gar keine war, wobei ich mich der Hilfe von Bernd und Cicero versichern konnte, die ja alle Daten des Planeten und auch die Blockauswertung in ihren Speichern hatten.

SPACE-M sollte vor Ort bleiben und mit aller Vorsicht die weitere Erforschung des Systems vorantreiben und ich würde Gloria dann mitteilen, ab wann sie die Nachrichtensperre aufheben konnte.

Dann machte ich noch den Vorschlag, das System nach unserem Kommandanten Gloria zu benennen, da sie ja die Verantwortliche dieser Expedition ist und ihr diese Namensgebung zusteht.

Die Runde war damit einverstanden und so erhielt dieses Sonnensystem den Namen: Gloria´s Planet und Gloria´s Sonnensystem.

Mami und ich verabschiedeten uns von Gloria, Robert, Rainer und Christina, sprangen in meine Linse und waren Augenblicke später im Hangar auf Luna-1, wo mich Doris, die ich ja nicht vorgewarnt hatte, erstaunt ansah, als ich ihr Büro betrat, sie bat, mir Ban Bayung, unseren Professor, Arthur, Susan und Nicole in mein Büro zu bitten und für einen Kurier für Mami zu sorgen.

Eine viertel Stunde später waren sie in meinem Büro. Bernd stand neben mir, Cicero wie gewohnt auf dem Couchtisch und alle sechs, Doris hatte sich zu uns gesetzt, schauten mich sehr verwundert an, den keiner konnte sich erklären, warum ich so plötzlich wieder da war.

Ich bat Cicero, ein Hologramm von Gloria´s Planeten in den Raum zu projizieren, und unter erstaunten Ausrufen nahm es Gestalt an.

Eine dritte Erde in all ihrer Schönheit schwebte über ihren Köpfen in meinem Büro, Cicero zoomte auch die Oberfläche an verschiedenen Stellen heran, so dass man die herrlichen Seen und Gebirgsketten sehen konnte und die Flüsse, die zu Tal flossen und in einem Wellenmeer eines Ozeans verschwanden, aber kein einziges Gebäude stand an der Oberfläche, auch kein Schiff durchkreuzte das Wasser.

Absolute Stille war nach dem Erlöschen der Projektion eingetreten und allen war nun klar, warum ich ausgerechnet diesen illustren Kreis zusammengerufen hatte und die erste die die Sprache wiederfand, war Susan: „und wie wollen wir es diesmal machen?“, war ihre logische Frage.

„Zunächst müsst ihr euch alle noch das Ergebnis einer Neuigkeit anhören, die Cicero ins Leben gerufen hat, einen Block unter dem Zusammenschluss der sich an Bord der SPACE-M befindlichen Sicherheitsroboter des variablen IQ-Wertes, zusammen mit Bernd und Cicero selbst“.

Mit ungläubigen Gesichtern hörten sie den Ausführungen Ciceros zu, zu welchem Ergebnis und Schlussfolgerungen dieser Block gekommen war, denn er war für die Menschheit von so ungeheurer Tragweite, mit der Niemand je hätte rechnen können.

Nicht einmal Susan brachte es fertigt, etwas zu sagen, so beeindruckt war auch sie.

Alle waren damit einverstanden, dass ich zunächst das vollständige Komitee zu informieren hatte, und bat Doris dieses sofort, ohne Ausnahme, auch Rainer und Robert von der SPACE-M, in unseren Versammlungssaal einzuberufen, des Weiteren bat ich Ban Bayung eine Vollversammlung für die nächsten Tage nach Timbuktu zu laden, den Tag als Feiertag auf allen bewohnten Planeten auszurufen und auch hier darauf zu bestehen, dass wirklich alle Regierungschefs und Föderationspräsidenten teilnehmen würden, auch die Vertreter vom Mars und Arthur´s Planeten, gleichzeitig würde Susan und Nicole alle einschlägigen Medien verständigen, dass sie ebenfalls ihre Anwesenheit bei der Vollversammlung bestätigen sollten, ohne jedoch den wahren Grund dazu zu nennen.

Arthur sollte im Stillen und in absoluter Verschwiegenheit bereits anfangen die gleichen Teams mit dem ganzen dazu nötigen, Material zusammenzustellen, die schon seinen Planeten untersucht hatten, ohne jedoch das Geheimnis zu lüften, Cicero und Bernd würden ihm die Koordinaten der Siedlungen und der Station übermitteln.

Unser Professor sollte in einem Rundschreiben die Dekane aller Universitäten der Erde, des Mondes, des Mars und Arthur´s Planeten auf diese Vollversammlung hinweisen, die für die Menschheit von ungeheurer Tragweite sein würde.

Susan wollte mir noch eine entsprechende Rede zusammen mit Nicole ausarbeiten, denn ich sollte auf jeden Fall vor der Vollversammlung sprechen und Bernd und Cicero würden mich dabei mit ihren Hologrammen und Berichten unterstützen.

Nachdem meine Besucher mein Büro verlassen hatten, setzte ich mich erst einmal mit der Tasse Kaffee, die mir Doris gebracht hatte in meinen Lieblingsstuhl mit der Erdsicht, um das Geschehene nochmals langsam Revue passieren zu lassen, was jetzt auf uns alles zukommen würde, dabei lag die Priorität jetzt nicht mehr auf der Erforschung des Alls, was wir mit der SPACE-M eigentlich hatten machen wollen, sondern in erster Linie auf der Suche von weiteren Sonnensystemen und der Heimatwelt der Fremden. Vielleicht sollte die SPACE-M weiter die Erforschung des Alls betreiben und zum Suchen der anderen Sonnensysteme und des Heimatplaneten eine neue SPACE-F der 1.000-Meter Klasse sofort auf Kiel gelegt werden.

Und dann musste die Menschheit wieder fruchtbar werden, denn so viele Menschen hatten wir nun auch nicht zur Verfügung, um vielleicht noch weitere Sonnensysteme zu bevölkern und das noch ein paar auf uns warteten, war durchaus anzunehmen, aber laut den letzten Statistiken von Charly waren die Geburtenraten unter dem Hinblick auswandern zu können, deutlich angestiegen.

Bei der späteren Besiedlung würden wir es genau wie die Fremden machen, Arthur´s Planeten einfach kopieren, inklusive einem Gästehaus an einem hübschen See für die „Organisation“.

Eines hatte sich allerdings grundsätzlich geändert, denn die einzelnen Sonnensysteme konnten nicht mehr vollständig selbständig sein, sondern wir mussten eine zentrale Regierungs- bzw. Verwaltungsstelle hier auf der Erde errichten und die auf den Planeten schon von den Fremden gebauten vorhandenen Siedlungen und Stationen, würden von Militärangehörigen übernommen werden, lediglich um eine Präsenz der Erde zu zeigen. Den Ausbau, den die Sicherheitsabteilung auch auf Arthur´s Planeten verwirklicht hatte, sollte sie auch auf Gloria´s Planeten durchführen, dann hätte sie auch dort die Polizei- und Verteidigungshoheit. Das nun sowohl auf Mars als auch auf Arthur´s Planeten noch keine eigenständige Planetenregierung etabliert worden war, kam uns hier absolut entgegen und dies sollte dann auch so bleiben, denn Roboter waren eben einfach die besseren Verwalter.

Langsam schwirrte mir der Kopf und ich beschloss, Mami in Trinidad aufzusuchen, und verständigte Susan und Nicole von meinem Vorhaben. Dort wollte ich erst einmal ausgiebig entspannen.

Ich verständigte gedanklich Doris, sprang in meine Linse und lag 5 Minuten später im Liegestuhl auf der Terrasse und schaute dem Hafentreiben zu.

Am nächsten Morgen hatte Doris die Versammlung des Komitees auf 10 Uhr festgesetzt und als ich den Versammlungssaal betrat, waren ausnahmslos alle anwesend und schauten mich erwartungsvoll an. Es war offensichtlich nichts bis dato durchgesickert, wie ich den Gesichtern entnehmen konnte.

Bernd stand wie üblich neben mir und der hatte Cicero auf den Tisch gestellt. Ruhe trat ein und ich bat Cicero, mit seinen Ausführungen zu beginnen.

Kein Mucks war im Saal zu hören, nicht einmal geniest wurde, kein Stuhl wurde verrückt, man hätte eine Stecknadel fallen hören, so angespannt lauschten die Komiteemitglieder Ciceros Ausführungen bis zum Schluss.

Das Schweigen dauerte noch eine Weile an, als Cicero seine Vorführungen und seine Rede beendet hatte, dann jedoch brach ein richtiger Aufstand aus, denn jeder wollte sofort reden und die Mitglieder benahmen sich wie kleine Schuljungen und erst als ich Bernd befahl mit sonorer Stimme für Ruhe zu sorgen, trat diese auch ein.

„Ich kann euch alle ja verstehen, aber auch für mich ist das Ganze noch etwas unübersichtlich, nämlich mehr als neu und auch ich habe es noch nicht gänzlich verarbeitet, welche Schlussfolgerungen da zu ziehen sind und vor allen Dingen, sind sie dann alle richtig?

Wir haben in ein paar Tagen eine Vollversammlung in Timbuktu und werden dort der ganzen Menschheit diese Neuigkeiten präsentieren, wobei ich mehr als gespannt bin, wie sie diese aufnehmen wird.

Das Komitee hat nun die Aufgabe die zukünftigen Weichen ob dieser neuen Situation zu stellen und einer dieser Arbeiten wird es sein, die Verwaltung all dieser Welten unter einem Dach zusammen zu fassen. Die genauen Ideen dazu habe ich gestern Abend noch Susan und Nicole dargelegt die sie Euch in den nächsten Tagen zukommen lassen wird und wozu ich entsprechende Kommentare erbitte.

Des Weiteren sollten wir die Erforschung des Alls wie vorgesehen der SPACE-M unter deren Kommandantin Gloria Stephan überlassen, da sie dazu ein sehr gut eingespieltes Team hat und zur Suche nach der Heimat der Fremden, oder sollte ich besser sagen nach uns als Menschheit, ein neues Schiff, die SPACE-F auf Kiel legen, um diese Aufgabe zu realisieren, was haltet ihr davon?

Auch müssen wir die Fertigung der 1.500-Flotte schnellstens ausbauen, denn wir bewegen uns immer weiter im freien Raum und nachdem wir nicht wissen, warum diese Fremden verschwunden sind, sollten wir mehr als vorsichtig sein und auch Gloria´s Planeten in der gleichen Art ausbauen, um ihn in unser Verteidigungssystem zu integrieren.

Die Besiedlung und den Ausbau des Planeten sollten wir genauso machen, wie wir es mit Arthur´s Planeten gemacht haben, einfach 1:1 kopieren, aber darauf bestehen, dass die „Organisation“ ein kleines Haus an einem schön gelegenen See zugesprochen bekommt, ja Miguel?

Für meine Begriffe wäre das zunächst alles und ich wünsche euch allen ein schönes Wirken, wie gehabt, aber bitte bis zur Vollversammlung noch kein sterben´s Wörtchen an niemanden, OK?

Was aber euch nicht daran hindern sollte darüber nachzudenken, was da auf uns noch zukommt!“

Leider musste ich den Tatendrang der ganzen Gemeinschaft gründlich bremsen, denn alle wollten sofort den neuen Planeten sehen.

Es hatte die Suche nach uns selbst begonnen!

Kapitel 4: Sonnensystem III / Nord .....

Die Vollversammlung war zusammengetreten, und zwar mit allen Vertretern der Menschheit, die diese hatte.

Sämtliche akkreditierten Berichterstatter waren zugegen und als ich, begleitet von Ban Bayung und Susan, beide waren wir mit unseren metallisch weißen Overalls bekleidet, mit dem Emblem der „Organisation“ auf der Brust, die Empore betraten, trat sofort absolute Stille ein.

Ban Bayung trat ans Mikrofon und begrüßte die Versammlung, bedankte sich für das vollzählige Kommen und bestätigte, dass diese Vollversammlung auf unseren ausdrücklichen Wunsch einberufen worden war, worauf man diesmal kein Murren im Saal hörte und bat mich, mich an die Anwesenden zu wenden.

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, erst einmal vielen Dank, dass sie erschienen sind, denn was sie heute hören und sehen werden, wird die Menschheit in ihrer Gesamtheit für die Zukunft verändern, denn wir werden ab jetzt und heute nichts anderes tun, als das Angebot der Fremden, die uns schon Arthur´s Planeten beschert haben, annehmen und dann uns selbst im All zu suchen.

Schon die Entdeckung von Arthur´s Planeten und Sonnensystem kann aus der heutigen Sicht nicht mehr als Zufall angesehen werden, denn die Eigentümlichkeiten der unterplanetaren Station, eben auf Arthur´s Planeten, die obwohl Abwehrwaffen existierten, keine Feindseligkeiten uns gegenüber einleiteten, zwang uns direkt zu dem Schluss, dass die Erbauer so aussehen mussten wie wir.

Und jetzt haben wir wieder ein Sonnensystem entdeckt, Cicero das Hologramm, das unserem bzw. dem von Arthur´s Sonnensystem wie ein Ei dem anderen gleicht, ebenfalls mit einem Planeten, der wie die Erde aussieht und die gleichen Bauten hat wie wir sie auch auf Arthur´s Planeten gefunden haben“.

Kein Laut war im weiten Rund des Saales zu hören, als Cicero die verschiedenen Bilder ausdrucksvoll über der Versammlung projizierte. Immer schöner wurde der Planet dargestellt und produzierte dabei bereits in den Köpfen den Wunsch, dorthin zu fliegen, wie meine stichprobenartigen Sondierungen in den Gehirnen ergaben, um ihn sich anzusehen, so wunderschön war er.

„Unser Raumschiff, die SPACE-M ist zur Zeit vor Ort, um ihn sich zusammen mit den sieben Planeten des Systems, genauer anzusehen, aber wir sind uns jetzt schon sicher, dass er eine Kopie von Arthur´s Planeten darstellt denn das Alter der Siedlungen und der Station liegt bei 28.136 Jahren vor unserer Zeitrechnung, sind also genau 100 Jahre jünger wie die auf Arthur´s Planeten.

Das System befindet sich auf einer fast geraden Linie, Erde, Arthur´s Planet und nun Gloria´s Planet, so haben wir ihn getauft und 210 Lichtjahre von uns entfernt.

Hier liegt nun der Schluss nahe, dass es sich tatsächlich um ein künstlich geschaffenes System handelt und das es noch weiterer solcher Sonnensysteme für uns, ich betone für uns, als Menschheit geben wird, die wir allerdings noch finden müssen, wobei ich nicht glaube, dass unser Sonnensystem ebenfalls künstlich geschaffen worden ist, es vielmehr als eine Art Vorlage gedient hat“.

„Ich möchte sie nun bitten, den Ausführungen von Cicero zuzuhören, die das Ergebnis einer neuartigen Blockschaltung aller in der SPACE-M vorhandenen 50 Sicherheitsroboter zusammen mit Bernd und ihm selbst sind.

Cicero legen sie los“:

Ausführlich legte der die Schlussfolgerungen dieser Blockschaltung den Zuhörern dar und als er zum Ende kam und ausführte, dass wir selbst die „Fremden“ sein könnten und wir nach unserer Vergangenheit zu suchen hätten, um eine abschließende Antwort auf alle offenen Fragen zu erhalten, war es noch stiller im Saal geworden. Auch die Kommentatoren der Fernsehanstalten gaben keine eigenen Schlussfolgerungen mehr zum Besten, sondern schwiegen einfach.

Es dauerte ein paar Minuten, bis sich die ersten kritischen Stimmen im Rund zu Wort meldeten und dann mit der immer gleichen Forderung nach Komitees und das die „Organisation“ das nicht mehr alleine machen dürfte, etc. gipfelten.

Ich trat wieder an das Mikrofon und bat um Ruhe:

„Meine Damen und Herren, es ist logischerweise verständlich, dass all diese Forderungen bei einer großen Unbekannten laut werden, aber wir müssen nun in aller Ruhe erst einmal das neue Sonnensystem gründlich untersuchen und wenn es keine Bedenken dazu gibt, werden wir genauso mit der Vorbereitung und der danach folgenden Besiedlung beginnen, denn ich sehe dazu keinen Hinderungsgrund.

Auf jeden Fall habe ich bereits veranlasst, dass nicht nur die SPACE-F auf Kiel gelegt wird, sondern noch 2 weitere Schiffe, die SPACE-G und -H, damit die Suche nach den, bezeichnen wir sie weiter als „Fremde“, mit Hochdruck durchgeführt werden kann, den wir müssen so schnell als möglich wissen, warum sind sie verschwunden oder haben sie sich lediglich auf ihren oder einen Planeten zurückgezogen.

Die Verwaltung werden wir genauso organisieren, wie sie auf Arthur´s Planet und dem Mars funktioniert, und diese werden wir auch auf absehbare Zeit so beibehalten, weil sie sich bestens bewährt haben und wenn sie damit einverstanden sind, dann bitte ich dies mit Handzeichen zu bestätigen.

Vielen Dank für dieses überwältigende Vertrauen, damit kann ich ihnen nur empfehlen, den Fernseher in der nächsten Zeit nicht mehr aus den Augen zu lassen.

Dann darf ich mich hier bei Herrn Ban Bayung bedanken, dass er so schnell unserem Wunsche gefolgt ist, diese Vollversammlung einzuberufen, aber ich glaube auch, unsere Neuigkeiten haben dem Grund voll entsprochen und ich möchte mich nochmals bei ihnen allen bedanken und mich mit der Bemerkung: Wir brauchen Nachwuchs, Nachwuchs und nochmals Nachwuchs, um all die Planeten zu besiedeln, verabschieden. Auf Wiedersehen“.

Ein frenetischer Beifall klang auf und hallte uns noch bis ins Büro von Ban Bayung nach,

Jetzt ergriff ich die Gelegenheit beim Schopfe, und mich an Ban Bayung wendend, frug ich ihn, wie sich eigentlich die einzelnen Föderationen auf der Erde eingespielt hatten, denn wir hatten darüber nie mehr ein Wort verloren,

Er meinte, die Zusammenarbeit untereinander, auch hatten sie natürlich mit anfänglichen Schwierigkeiten zu kämpfen, war mittlerweile als ausgezeichnet anzusehen. Er wurde von allen ausnahmslos respektiert, es gab auch kaum mehr Rivalitäten unter den Föderationen, da es ja nicht mehr nur um die Erde selbst, sondern um alle weiteren Planeten ging. Da wollte jeder logischerweise seinen Anteil haben.

Ich bedankte mich für seine freimütigen Auskünfte. Susan und ich verabschiedeten uns und waren Minuten später wieder auf Luna-1.

Gedanklich rief Gloria ich an und sagte ihr, sie könne die Nachrichtensperre aufheben und sie würde in den nächsten Tagen sicherlich von einer Reihe von Komiteemitgliedern heimgesucht werden, denn diese seien neben den Wissenschaftlern die Einzigen, die Zugang zu ihrem Planeten hätten, dann meldete ich mich bei Hans an und sprang zu ihm ins Büro.

Das Einzige, was ich von ihm wissen wollte, nach welchen Kriterien hatte er damals die Route und das Sonnensystem ausgesucht, das wir mit der SPACE-M angeflogen sind.

Es sei nichts außergewöhnliches Geschehen, oder zumindest könnte er sich nicht daran erinnern. Die Idee war ihm bei der Projektion dieses Teils der Milchstraße in seinem Planetarium gekommen und wenn ich wollte, könnten wir diese Simulation wiederholen und vielleicht auf der imaginären Linie nach einem weiteren ähnlichen Sonnensystem suchen, vielleicht würden wir ja fündig.

Gesagt, getan saßen wir gemütlich in den Sesseln und ein Roboter lies auf unseren Wunsch die Zonen projektieren, die auf der Route einer gedachten Linie, Erde, Arthur´s Planet und Gloriá´s Planet lagen, logischerweise waren da nur die Systeme zu sehen, die mit den stärksten Teleskopen von der Erde aus gesehen werden konnten.

Es dauerte nicht lange, da fiel uns ein in seinen Abmessungen etwas kleineres System mit lediglich 5 Planeten neben einer verhältnismäßig großen Sonne auf, in einer Entfernung von 285 Lichtjahren vom Mond gelegen.

Ich schaute Hans an und wusste, dass er den gleichen Gedanken, wie ich hatte. Wir sprangen in meine Linse, die permanent einen Aufenthalt im All von mehr als einem Jahr erlaubte, ich verabschiedete mich von Doris und standen Minuten später über diesem vorher im Projektionssaal gesehenem Sonnensystem.

Meine Theorie schien sich zu bewahrheiten, dass die Fremden mehrere ähnliche Systeme entlang einer Route geschaffen hatten, nur zu welchem Zweck war bis dato unbekannt.

Auch hier lag ein Planet auf einer Umlaufbahn um die Sonne, der nach den ersten Berechnungen unseres Bordroboters, auf einer sehr ähnlichen Umlaufbahn lag wie unsere Erde und auch genauso groß war.

Ich bat Bernd und Cicero das Kommando zu übernehmen und auch über diesem erdähnlichen Planeten eine lückenlose Tiefensondierung durchzuführen.

Es dauerte wieder etwas mehr als 2 Stunden, dann lag das Tiefenprotokoll des Planeten vor und Bernd projizierte es auf den großen Bugschirm in der Linse, auf dem nun wieder die 3 Siedlungen und die unterplanetare Station erschienen waren, aber sonst keine weiteren Gebäude.

Es war jetzt also das dritte Sonnensystem für die Menschheit gefunden worden. Aber warum alle gleich im Aufbau? Da musste doch etwas dahinter stecken, aber was? Das Alter der Gebäude lag diesmal bei 28.038 Jahren vor unserer Zeitrechnung, also nochmals um 98 Jahre jünger wie Gloria´s Planet.

Hans und ich hatten uns erst einmal eine Tasse Kaffee gegönnt und saßen gemütlich in den Bordsesseln und frugen uns, was wir als Weiteres unternehmen sollten. Wir schwebten über einem der drei Einflugschächte der Station und betrachteten die Projektion des Bildes auf dem Bildschirm. Da kam mir ein Gedanke: „Hans was halten sie den davon, wenn diese Systeme unseres als Zentrum hätten und von dort aus in alle Himmelsrichtungen solche „neuen“ Systeme angelegt worden wären, schon um einen möglichst großen Raum abzudecken, was durchaus logisch wäre, dann müsste es auf der anderen Seite ebenfalls mindestens 3 Systeme geben. Wie würde das den aussehen und wo müssten wir suchen? Können sie das berechnen“?

„Wenn sie mir Bernd und Cicero als Blockcomputer ausleihen, kann ich das gleich machen“.

Ich stimmte zu und schaute während dessen aus dem Fenster auf die neue „Erde“, die mit ihrer wunderschönen Natur unter uns lag: Planet III/Süd und Sonnensystem, musste ich denken.

„Deine Überlegung dürfte zu über 86 % zutreffend sein“, wurde ich von Hans bei meiner Betrachtung unterbrochen, „denn sie sei nur so als logisch anzusehen“, meinte er „wir müssten also sicherheitshalber noch etwa 100 Lichtjahre auf der gleichen Route weiterfliegen, um sicher zu sein, dass wir mit diesem jetzigen das letzte System entdeckt hatten und dann in genau der entgegengesetzten Richtung fliegen“. „Dabei könnten wir bei Gloria Station machen und sie von dem neuen Fund unterrichten“, meinte er noch grinsend.

Ich befahl dem Bordrobot einen Kurs von 100 Lichtjahren immer schön geradeaus zu programmieren und durchzuführen.

Zwei Minuten später schwebten wir in einem leeren Raum und auch die Sondierungen um uns herum ergaben auf Lichtjahre hinaus keine Sternenkonstellationen, die auf ein weiteres Sonnensystem unserer Art schließen lies.

Gloria musterte uns von Kopf bis Fuß, als wir bei ihr in der Kommandozentrale standen und als Cicero dann auch noch das Hologramm des „neuen“ Systems projizierte, war es mit ihrer Ruhe geschehen.

Sie schleuste 2 weitere Linsen der 200-Meter Klasse aus und befahl deren Besatzungen, sehr gut auf die Bodentruppen aufzupassen, rief gleichzeitig Admiral Thomas an und bat um die Übersendung von 4 Einheiten der 1.500-Klasse, die sie ebenfalls zum Schutz ihrer ausgeschleusten Einheiten einsetzen wollte, dann befahl sie dem Bordrobot an die von uns angegebenen Koordinaten zu fliegen, nicht bevor sie uns gebeten hatte von Bord zu gehen, was wir natürlich schleunigst taten, denn wir wollten ja etwas anderes unternehmen und feststellen, ob meine Theorie richtig war.

Zurück auf Luna informierten wir das Komitee per Rundruf und ernteten mehr als nur Lob und man meinte, Hans und ich sollten bei der Verfolgung der Theorie weiter machen.

Und schon waren wir wieder unterwegs, diesmal genau in Gegenrichtung, was uns zu einem Sternenhaufen in einer Entfernung von 85 Lichtjahren führte, der nur so von Sonnensystemen wimmelte und erst eine minutiöse Auswertung durch Bernd und Cicero brachten uns schließlich den erhofften Erfolg, wieder ein System „unserer“ Art, mit 9 Planeten und darunter einer neuen „Erde“, das System I/Nord, bis wir einen Namen gefunden hatten.

Die Durchleuchtung des Planeten ergab nichts Neues: 3 Siedlungen und eine unterplanetarische Station, mit einem Alter von 28.236 Jahren vor unserer Zeitrechnung und damit genauso alt wie Arthur´s Gebäude. Alles mit identischem Aufbau. Wieder ein Planet zur Besiedelung durch die Menschheit. Es war langsam unheimlich, meine Theorie bestätigt zu sehen.

Der Bordroboter war angehalten weiter auf der gleichen Route „Nord“ vorzudringen, wobei wir „Nord“ willkürlich gewählt hatten, diesmal 90 Lichtjahre weit und wieder erschien vor uns ein Sonnensystem mit 8 Planeten und einer „Erde“- Sonnensystem II/Nord.

Während Bernd und Cicero den Planeten „aufnahmen“ genehmigten Hans und ich uns ein gutes Mittagessen aus der Bordküche und warteten das Ergebnis bei einem Gläschen Birnenschnaps ab.

3 Siedlungen und eine unterplanetarische Station und das Alter belief sich auf 28.136 Jahre vor unserer Zeitrechnung, also genauso alt wie die Bauten auf Gloria´s Planet.

„Langsam müssen wir die Siedler für die einzelnen Planeten meines Erachtens beschränken“, meinte ich zu Hans bei der Betrachtung der Auswertungen der beiden Roboter, wozu Hans mir zustimmte, weil wir einfach nicht die Menge an Personen zur Verfügung hätten. „Zunächst maximal 100.000.000 Personen pro Planet müssten ausreichend sein“. Hier stimmte ich ihm zu, nur mussten wir das mit dem Komitee und Ban Bayung besprechen.

Der Bordroboter sollte diesmal einen Sprung von 100 Lichtjahren machen und als wir dort ankamen, standen wir in einer riesigen Gaswolke, vor der uns nur unser eingeschalteter Schutzschirm rettete. Der Roboter war sofort weitergesprungen und so befanden wir uns nun in einer Entfernung von mehr als 110 Lichtjahren vom letzten untersuchten Sonnensystem II/Nord entfernt und Bernd und Cicero hatten alsbald wieder ein Sonnensystem gefunden, das den vorhergehenden wie ein Ei dem anderen glich, allerdings 12 Planeten besaß: Sonnensystem III/Nord.

Bernd und Cicero übernahmen wieder die Tiefensondierung und Hans und ich legten uns für eine kleine Siesta in die Kojen.

Die Projektionen zeigten wieder die Siedlungen und die unterplanetarische Station, diesmal war genau auf der anderen Seite des Planeten, genau gegenüber der bekannten Station eine weitere aufgetaucht, allerdings in einer geringfügigeren kleineren Abmessung, worauf ich dem Bordroboter befahl sich über dieser zu positionieren, dort angekommen befahl ich Bernd und Cicero mit laufenden Kameras einzudringen und uns die Aufnahmen zeitgleich auf den Hauptbildschirm der Linse zu überspielen.

Das Alter der Stationen lag bei 28.038 Jahren vor unserer Zeitrechnung und waren somit gleich alt wie die Anlage III/Süd.

Schon schwebten sie unter dem Verschlussdeckel der Station und erleuchteten mit ihren Scheinwerfern den Schacht der in die Tiefe führte und ebenfalls einen Durchmesser von 500 Metern aufwies.

Am Grund des Schachtes in einer Tiefe von 1.200 Metern angekommen, war nicht der geringste Staub zu sehen.

Von hier führten fünf große Gliedertore ab und Bernd und Cicero wählten willkürlich eins aus und sprangen dahinter.

Auch hier absolute Sauberkeit und auch die Luft sei wie erneuert, meinte Cicero in einem Kommentar und dann erreichten sie eine Art Hangar und auf Stützen lag dort ein offensichtliches Raumschiff, zylinderförmig mit jeweils abgerundeten Enden, mit einer Länge von 380 Metern und einem Durchmesser von 62 Metern.

Da es verschlossen war, erlaubte ich nur eine Umrundung und befahl weiter in die Station vorzudringen, die im Wesentlichen der großen Station im Aufbau entsprach, es fehlten hier die Überlebensstation und die Überwachungseinrichtungen, lediglich als die Roboter zum Hauptschacht zurückkehrten und in einen weiteren von dort abzweigenden Gang eindrangen, fanden sie noch 4 weitere Schiffe in den Hangars in der gleichen Größe aufgebockt vor.

Gedanklich befahl ich den Robotern beim letzten aufgefundenen Raumschiff zu bleiben, wir würden zu ihnen kommen.

Ich befahl dem Bordroboter die 10 mitgeführten komprimierten Sicherheitsroboter und die 5 Kleinlinsen für diese zu aktivieren und im Hangar bereitzuhalten. Dann sollte er sich in unserer Abwesenheit mit Admiral Thomas ins Benehmen setzen und um die Übersendung von 2 Einheiten der 1.500-Meter Klasse bitten und diese über der neu entdeckten Station positionieren, logischerweise sollten alle Einheiten, inklusive meine Linse in die Schutzschirme gehüllt und kampfbereit sein. Zu diesem Zwecke sollten 2 der Sicherheitsroboter hier in der Linse verbleiben.

Hans und ich sprangen in eine der Kleinlinsen und je 2 der Sicherheitsroboter besetzten die anderen, dann verließen wir meine Linse und rematerialisierten kurz darauf am Boden eines der drei Einflugschächte den auch Bernd und Cicero benutzt hatten, die uns schon erwarteten und zusammen sprangen wir direkt in den Hangar zu einem der Raumschiffe.

Es war schon überwältigend, vor einem Produkt aus vergangener Zeit zu stehen, das aussah, wie wenn es erst vor kurzem gebaut worden war.

Die Sicherheitsroboter positionierten sich im weitläufigen Hangar an exponierten Stellen, hüllten sich in ihre Schutzschirme und tauchten das Schiff in ihre Kombischeinwerfer. Hans und ich umrundeten langsam das Schiff und befühlten es an verschiedenen Stellen. Es war offenbar aus einem Plastikmetall erzeugt worden, hatte eine mattgrüne Farbe, die sich ausgesprochen glatt anfühlte aber es waren auf den ersten Blick keine Türen, Fenster oder andere Öffnungen zu sehen, auch konnte man auf keinen bestimmten Antrieb schließen, da auch dazu jede Öffnung fehlte, ähnlich wie bei uns, denn auch wir brauchten keine Öffnungen. Keine Antenne oder Ähnliches ragte aus dem Rumpf. Und am Boden waren auch keine Spuren von ausgestoßenen Gasen zu sehen.

Ich befahl nun Bernd und Cicero mit ihren Sondierungsstrahlen das Innere von einer Spitze bis zur anderen zu durchleuchten und dazu hier im Hangar uns mit der Projektion eines Hologramms teilhaben zu lassen, diese Information aber gleichzeitig zu speichern um sie dem Komitee später vorführen zu können.

Sie begannen an der Spitze, die zum Tor hin zeigte, und da sahen wir eine geräumige Kommandozentrale mit allem eingerichtet, wie es bei uns auch üblich war, dazu eine gemütliche Sitzgruppe in einer Ecke, anschließend der Kartenraum, die technische Zentrale, die Waffenleitzentrale im Verhältnis zum Schiff recht groß ausgefallen und so ging es weiter, über die Kombüse und die Krankenstation, die Kabinen der Offiziere und der Kojen, die offensichtlichen Stauräume, die allerdings bis auf einen, in dem etwa 2.000 Behälter lagen, alle leer waren, dann 2 große Hangars, allerdings bis auf 5 gleichgroße Behälter ebenfalls leer und der Antriebsraum mit den Anschlüssen für mehrere Fusionsreaktoren, daneben ein Raum, der einen kleinen Reaktor in Betrieb hatte und mit Sicherheit zum „Reinigungspersonal“ gehörte, denn auch in diesem Schiff war es so penibel sauber, dass man vom Boden hätte essen können.