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Begib dich mit dem Sandkörnchenkönig auf eine Abenteuerreise durch sein kleines Königreich und erlebe spannende Geschichten in einer kindgerechten Fantasiewelt. Erlebe Geschichten über Freundschaft und Zusammenhalt auf der ganzen Welt und freue dich auf spannende Abenteuer, die der Sandkörnchenkönig mit seinen Freunden erlebt. Die Geschichten in diesem Buch eignen sich zum Vorlesen, animieren aber auch zum Selberlesen.
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Seitenzahl: 276
Veröffentlichungsjahr: 2025
Impressum
Widmung
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig und das Drachenei
Der Sandkörnchenkönig und der kleine Pirat
Der Sandkörnchenkönig und Frau Schildkrötes Schatz
Der Sandkörnchenkönig und der Flaschengeist
Der Sandkörnchenkönig und der verschwundene Delfin
Der Sandkörnchenkönig und der fliegende Händler
Der Sandkörnchenkönig und der Kapitän
Der Sandkörnchenkönig und das Nachtgespenst
Der Sandkörnchenkönig feiert Geburtstag
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig und das Geheimnis der verlorenen Krone
Der Sandkörnchenkönig und das Loki-Äffchen
Der Sandkörnchenkönig und der kleine Vampir
Der Sandkörnchenkönig und der zerbrochene Zauberstab
Der Sandkörnchenkönig und das Sandmännchen
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig und das Zauberbuch
Der Sandkörnchenkönig und der kleine Riese
Der Sandkörnchenkönig und der grüne Kobold
Der Sandkörnchenkönig und das Irrlicht
Der Sandkörnchenkönig und der Osterhase
Der Sandkörnchenkönig und die kleine Nixe
Der Sandkörnchenkönig und der Weihnachtsmann
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig feiert Halloween
Der Sandkörnchenkönig und die Mumie
Der Sandkörnchenkönig und die Spukgespenster
Der Sandkörnchenkönig und die kleine Hexe
Der Sandkörnchenkönig und der Werwolf
Der Sandkörnchenkönig und der Poltergeist
Der Sandkörnchenkönig und die Hausgeister
Der Sandkörnchenkönig und der Prinz von Schattenland
Der Sandkörnchenkönig
Der Sandkörnchenkönig und das Wunschpuder
Der Sandkörnchenkönig in Asien
Der Sandkörnchenkönig in Afrika
Der Sandkörnchenkönig in Nordamerika
Der Sandkörnchenkönig in Südamerika
Der Sandkörnchenkönig in der Antarktis
Der Sandkörnchenkönig in Europa
Der Sandkörnchenkönig in Australien
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Cover
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
© 2025 novum publishing gmbh
Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt
ISBN Printausgabe: 978-3-7116-0352-4
ISBN e-book: 978-3-7116-0353-1
Lektorat: Leon Haußmann
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
www.novumverlag.com
Spruch von Fr. Marion Schmickler:
„Durch ein Kind wird aus Alltag ein Abenteuer,
aus Sand eine Burg,
aus Farbe ein Gemälde,
aus einer Pfütze ein Ozean,
aus Plänen Überraschungen
und aus Gewohnheit … Leben!“
Das Buch
Wenn man oft und lange auf das Meer schaut, kann es passieren, dass man dort am Horizont eine Insel sieht, die vorher noch nicht da war. Dies ist die Bernsteininsel, eine schwimmende Insel, die langsam und stetig mit den Strömungen des Meeres vorantreibt und sich ihren Weg in den Wellen sucht.
Auf dieser kleinen Insel regiert der Sandkörnchenkönig von seiner Burg aus über alles, was es auf der Insel zu finden gibt. Die Bernsteininsel heißt so, weil sie aus einem großen Bernstein besteht. Jeder Stein, jede Klippe ist aus Bernstein und leuchtet außergewöhnlich schön in der Sonne in allen Farben von Orange bis Rot und Braun.
Über die Jahre hat sich die Insel stets verändert. Erst kamen die Strände und der Sand, dann die üppigen Palmen, aber einer war schon immer da: der Sandkörnchenkönig. Er passt darauf auf, dass alles seinen gewohnten Gang auf der Insel geht und ein jeder sich gut versteht.
Seine Haare haben die Farbe von Bernstein und stehen wild und zerzaust in alle Richtungen von seinem Kopf ab. Er hat auch eine Krone auf dem Kopf, damit jeder sehen kann, dass es sich bei ihm um einen König handelt. Als Zepter trägt er ein Sandschäufelchen und einen Eimer bei sich, um immer, wenn er sie findet, einen Bernstein oder eine schöne Muschel auszugraben. Mit diesen Schätzen schmückt er dann seine Sandburg und lässt sie erstrahlen. Auch wenn der Sandkörnchenkönig immer alleine auf seinen Strandspaziergängen ist, ist er keinesfalls ganz allein. In seiner Burg lebt auch noch der alte Krabbelan, eine altehrwürdige Meereskrabbe, die immer darauf bedacht ist, stets an der Seite des Sandkörnchenkönigs zu sein, um ihm zu helfen. Er hält alles sauber und ordentlich, nun ja, weil einer das machen muss. Ansonsten ist es ziemlich einsam für den kleinen König, denn viele Besucher gibt es nicht, und so geht er Tag für Tag alleine an den Strand und sieht nach dem Rechten.
Aber eines Tages sollte sich das Leben des Sandkörnchenkönigs drastisch ändern. Es war wie immer ein schöner sonniger Tag und die Wellen schlugen sanft an den Strand, wo der kleine König gerade eine schöne Muschel entdeckt hatte, als er jemanden rufen hörte. „Hallo, hallo …“ Er schaute aufs Meer hinaus, von wo er glaubte, dass die Stimme herkam. „Hallo, du da, kannst du mir helfen?“ Was da vor ihm im Wasser schwamm, konnte der kleine König kaum glauben: Eine echte kleine Meerjungfrau! Mit großen wasserblauen Augen schaute sie ihn an und lächelte. Sie hatte grünlich schimmernde Haare. Anstatt von zwei Beinen wuchs dort ein Fischschwanz an ihrem unteren Ende. Sie war wirklich hübsch anzusehen, wie sie dort in der Sonne schwamm.
„Meinst du mich?“, fragte der Sandkörnchenkönig leise und blickte sie an. „Sonst ist ja keiner hier außer dir“, flachste sie und lächelte verschmitzt. „Also ja, ich meine dich.“ Er blickte ertappt zu Boden und antwortete schüchtern: „Gerne helfe ich dir, wenn ich kann, aber wer bist du denn und woher kommst du?“ „Ich heiße Marla und lebe hier an der Küste. Als ich deine Insel gesehen habe, bin ich rübergeschwommen, um sie aus der Nähe zu sehen, und als ich ankam, fiel mir die Kiste da hinten auf, die im Meer schwimmt, und ich wurde neugierig. Hilfst du mir, sie an Land zu bringen? Ich teile auch den Schatz mit dir, wenn wir einen finden.“
Der kleine König schaute weit raus aufs Meer und sah dort eine Holzkiste von beachtlicher Größe, die sanft in den Wellen schaukelte. „Die muss der Sturm von gestern hergetrieben haben. Es hat ganz schön geweht“, sagte er und strich sich die wirren Haare aus den Augen. „Was da wohl drin ist? Vielleicht Gold und Silber oder Perlen und Diamanten, ein richtiger Piratenschatz vielleicht?“ „Ja, bestimmt war es ein großer, gruseliger Pirat, dem die Kiste gehörte, und sie ist von seinem Piratenschiff gefallen und bis hierher getrieben“, vermutete Marla, und ihre Augen strahlten bei dem Gedanken.
„Wir werden ein Seil brauchen und ich habe eins in meiner Burg, welches ich holen könnte“, sagte der kleine König. „Warte du hier, ich komme sofort wieder und bringe es mit.“ Er drehte sich um und lief so schnell ihn seine Beine trugen zurück zu seiner Sandburg, um das Seil zu holen. Es dauerte kaum 10 Minuten, da kehrte er auch schon an den Strand zurück, mit ihm das Seil und dem alten Krabbelan als Verstärkung.
„Wir müssen rausschwimmen und das Seil befestigen, damit wir sie an Land ziehen können“, meinte der kleine König zu Marla, die im Wasser auf ihn gewartet hatte. „Da hast du recht“, sagte sie und schwamm in Richtung der treibenden Kiste.
Der Sandkörnchenkönig legte seine Krone und sein Schippchen mit dem Eimerchen an den Strand und gab dem alten Krabbelan ein Ende des Seils in die Schere. „Halte du es fest und warte mit dem Ziehen, bis ich dir ein Zeichen gebe“, meinte er und lief geradewegs mit dem anderen Ende des Taus in die Wellen, in Richtung der Kiste.
Das Wasser war lauwarm und er schmeckte das Salz des Meeres. Tapfer kämpfte er sich durch die Fluten in Richtung Kiste, wo Marla schon auf ihn wartete. „Ich werfe das Seil um die Kiste und dann schieben wir sie an den Strand“, rief er Marla zu und warf auch schon das mitgebrachte Seil. Die Schlaufe umringte die hölzerne Truhe und zog sich fest. Das hatte sehr gut geklappt. „Prima“, schnaufte der Sandkörnchenkönig schwimmend. Er und Marla fingen an, fest gegen die Truhe zu drücken. Diese bewegte sich langsam auf den Strand zu und kleine Wellen schwappten auf und nieder.
Das Unternehmen gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Kiste war schwer und unhandlich und kämpfte gegen die Wellen des Meeres an. Schon nach kurzer Zeit waren der Sandkörnchenkönig und Marla ganz außer Atem und am Ende ihrer Kräfte, als sie etwas über sich hörten. Es war das Rufen einer Möwe, die über ihnen schwebte und sich das ganze Spiel mit der Kiste anschaute. „Hey, ihr da unten!“, krächzte die Möwe und flatterte wild mit ihren Flügeln, bevor sie zur Landung im Wasser ansetzte. „Was macht ihr denn da mit der Kiste?“ „Hallo, du da“, rief der kleine König, „wir versuchen, die Kiste an Land zu bringen. Wenn du uns hilfst, teilen wir den Schatz mit dir.“ Die Möwe schnatterte aufgeregt: „Uiii, ein Schatz! Da helfe ich gerne. Ich heiße Björn und bin eine echte Sturmmöwe. Wer seid ihr, wenn ich fragen darf?“ „Ich heiße Marla und das ist der Sandkörnchenkönig. Er wohnt auf dieser Insel.“
Der kleine König nickte der Möwe nett zu und sagte: „Fangen wir an. Marla und ich schieben, du Björn, ziehst an dem Tau, und der alte Krabbelan zieht vom Strand aus. Mit vereinten Kräften werden wir es schaffen.“ Gesagt, getan! Jeder wusste, was er zu tun hatte, und alle schoben oder zogen aus Leibeskräften an der Truhe.
„Fester! Stärker!“, keuchte der Sandkörnchenkönig und die Kiste bewegte sich immer näher an den Strand heran. Und endlich, mit vereinten Kräften, schafften die vier es, die Kiste an den Strand zu ziehen. Kaum war Sand unter der Truhe, bewegte sie sich keinen Zentimeter mehr. „Die Kiste ist so schwer“, sagte Björn, „das muss aber ein großer Schatz sein!“
Der kleine König setzte seine Krone auf und befestigte sein Schippchen und sein Eimerchen an seinem Gürtel, bevor er schnaufend in den warmen Sand plumpste. „Oh ja, ein riesiger Schatz. Ich bin schon ganz aufgeregt, lasst uns nachsehen!“ „Ja, schaut in die Truhe!“, meldete sich Marla aus den Wellen. Auch Björn flatterte aufgeregt und zustimmend mit den Flügeln. Der Sandkörnchenkönig nahm sein Schäufelchen vom Gürtel, hebelte es zwischen Deckel und den Rand der Truhe und drückte nach unten, so fest er konnte. Als ihm das nicht alleine gelang, halfen ihm die anderen. Gemeinsam schafften sie es, mit einem ächzenden Geräusch die Kiste aufzuhebeln. Der Deckel sprang nach oben und gab den Blick frei auf den so erhofften Schatz.
Alle vier waren sprachlos, denn in der Truhe kam kein Gold, kein Silber, keine Perlen oder Diamanten zum Vorschein. Nein, die ganze Kiste war randvoll mit den unterschiedlichsten Süßigkeiten! Bonbons in bunten Farben, Kaugummis und Lollis strahlten den Vieren entgegen. Die Kiste quoll fast über mit all den Leckereien.
Der kleine König fand als Erster seine Worte wieder und lachte laut los: „Das sind ja alles Süßigkeiten, ein komischer Piratenschatz ist das!“ Auch Marla, Björn und der alte Krabbelan hielten sich die Bäuche vor Lachen.
„Der wahre Schatz sind die neuen Freunde, die du gefunden hast“, sagte der alte Krabbelan und blinzelte den kleinen König an. „Ja, du hast recht, das ist der wahre Schatz! Wie versprochen teilen wir durch vier und essen alle Süßigkeiten gemeinsam auf.“
Dann feierten die vier Freunde, bis es dunkel wurde, gemeinsam ein Fest und aßen genüsslich so viele Süßigkeiten, wie sie nur essen konnten.
Als der kleine Sandkörnchenkönig dann abends satt und müde in sein Bett fiel, wusste er, dass der heutige Tag erst der Anfang von vielen Abenteuern mit seinen neuen Freunden war. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht schlief er ein.
Der kleine Sandkörnchenkönig spürte die Wärme der Sonne in seinem Gesicht und den Wind in seinen Haaren, als er auf Björn, der Sturmmöwe, fliegend über die Strände seiner schwimmenden Bernsteininsel schwebte. Rauf und runter, über den Wolken und bodennah, so ging es immer wieder. Der kleine König spürte das angenehme Kitzeln in seiner Bauchgegend, sodass er aufjauchzte. Was für eine Freude es war, konnte er kaum ausdrücken. Schade war nur, dass Marla, die kleine Meerjungfrau, nicht mitfliegen konnte. Sie wartete unten am Strand in der Brandung auf die beiden Freunde. Der Sandkörnchenkönig war so glücklich über seine neuen Freunde, dass er es nicht in Worte fassen konnte. Endlich war die Zeit der einsamen Strandspaziergänge vorüber und er verbrachte die Tage damit, die Freundschaften zu hegen und zu pflegen. Oft saß er am Strand bei Marla und sie unterhielten sich über alles Mögliche, was sie beschäftigte. Über wichtige und unwichtige Dinge. Wenn die drei zusammen waren, wurde viel gelacht, gescherzt und oft hielt sich der kleine König seinen Bauch vor Lachen.
Es war eine schöne Zeit für den Sandkörnchenkönig, Marla, Björn und den alten Krabbelan auf der schwimmenden Insel und die Tage zogen nur so ins Land. Er dachte eigentlich, die Zeit könnte auch stillstehen, wenn er auf Björns Rücken mitflog und seine Hände in Björns Gefieder vergrub, um sich festzuhalten. Seine Augen sahen die langen Strände der Insel, mit den Dünen und den Palmen und seine so heiß geliebte Sandburg mit ihren Türmen und Terrassen. In der Mitte der Insel erhob sich majestätisch die Bergspitze der Bernsteininsel und Björn flog etwas tiefer, als der kleine König etwas in den Furchen des Berges sah. „Björn, warte mal, flieg zurück!“, rief er der Sturmmöwe zu und zeigte mit dem Finger auf die Stelle, wo er glaubte, etwas gesehen zu haben. In einer langen Kurve flog Björn zurück und blieb flatternd über dem Ort in der Luft stehen. „Dort unten, schau mal, da liegt etwas auf dem Bernstein. Lass uns landen und nachsehen.“ Die Sturmmöwe setzte geschmeidig zur Landung an und wirbelte dabei Staub und kleine Steinchen auf. Sie befanden sich auf einer kleinen Anhöhe des Bernsteinberges. Mit einem Sprung rutschte der Sandkörnchenkönig von Björns Rücken und kam mit beiden Beinen auf dem Bernstein zu stehen. „Dass du das während des Fliegens gesehen hast, ist ein Wunder!“, meinte Björn und ging einige Schritte nach vorne. Beide standen jetzt direkt vor dem Objekt, das der kleine König aus der Luft gesehen hatte, und staunten nicht schlecht. „Das ist ein Ei. Ein recht großes Ei, würde ich sagen“, flüsterte der Sandkörnchenkönig und streckte seine Hand aus, um es zu berühren. „Es ist noch ganz warm“, bemerkte er. „Es gehört auf jeden Fall keiner Möwe, dafür ist es zu groß. Vielleicht einem anderen Vogel“, vermutete Björn. Der Sandkörnchenkönig stand jetzt ganz dicht neben dem Ei und es war fast genauso groß wie er. „Ein wirklich großes Ei und es ist etwas in seinem Inneren. Man hört ein Kratzen!“, sagte der kleine König. Er hatte jetzt beide Hände auf der weißen Schale und legte sein Ohr ganz dicht an das Ei, um zu horchen. „Ganz eindeutig ein Kratzen! In dem Ei lebt etwas! Wie es wohl hierhergekommen ist?“, fragte er sich. „Man sieht nirgendwo ein Nest und auch keine Vogelmama.“ „Als ob es vom Himmel gefallen wäre!“, meinte Björn und schaute nach oben.
Der kleine König schüttelte den Kopf. „Das glaub ich nicht, es hat keine Beschädigung an der Schale. Jemand muss es hier hingelegt haben.“ Er schaute rüber zu Björn und meinte: „Wir müssen es mitnehmen, ohne Wärme kühlt es hier oben aus. Am Strand bei Marla können wir uns um das Ei kümmern, sonst unterkühlt es in der Nacht.“ Björn nickte ihm zustimmend entgegen. „Da hast du recht! Ich schaffe es, dich und das Ei zu tragen. Ich kann es, wenn ich vorsichtig bin, in meinen Krallen tragen und am Strand überlegen wir, wie wir es wärmen können.“ Das war ein Wort, der Sandkörnchenkönig stieg auf Björns Rücken und die Sturmmöwe packte mit ihren Krallen das Ei, natürlich ganz vorsichtig. Sie erhoben sich in die Lüfte und flogen geschwind in Richtung Strand.
Dort am Strand, wo Marla in den Wellen spielte, landeten sie und zogen gleich die Aufmerksamkeit der kleinen Meerjungfrau auf sich. „Was bringt ihr denn da mit?“, fragte sie neugierig und lachte die beiden Freunde an. „Das Ei haben wir auf dem Berg gefunden. Wenn wir es nicht wärmen, wird es über Nacht auskühlen!“, rief der kleine König Marla zu, als er von Björns Rücken stieg. „Oh, das darf nicht passieren!“, meinte sie ganz fürsorglich. „Wie wollen wir es denn anstellen, das Ei zu wärmen?“
„Ich würde sagen, dass jeder von uns etwas sucht, was dazu geeignet ist. Ich zum Beispiel hole meine Bettwäsche, da können wir es mit abdecken. Du, Björn, könntest Federn von deinen Freunden besorgen und Marla könnte nach Seetang tauchen. Daraus bauen wir ein Nest für das Ei.“
Kaum waren die Worte gesprochen, wussten die drei Freunde, was zu tun war, und machten sich direkt an die Umsetzung ihres Plans. Der Sandkörnchenkönig lief so schnell er nur konnte zu seiner Sandburg zurück und holte sein warmes Bettzeug, einen langen Schal und noch einige kleinere Kissen, die er fand. Der alte Krabbelan trug drei Öllampen mit sich, damit sie Licht in der Nacht hatten. Marla tauchte in das Meer hinab und pflückte den besten Seetang, und Björn sammelte so viele Federn, wie er nur tragen konnte. Sie trafen sich wieder am Strand, wo das Ei im Sand lag, legten den Seetang um es herum, dann die Federn und die Kissen im Kreis, und den Schal wickelten sie um das ganze Ei. Obendrauf kam die warme Bettwäsche, bis man das Ei nur noch erahnen konnte. Dann zündeten sie die Öllampen an, weil es schon dunkel geworden war, und setzten sich vor das Ei, um abzuwarten, was passieren würde.
Die Zeit verging langsam, aber stetig, und ab und zu hörte man ein Kratzen, das aus dem Ei drang. Die Freunde vertrieben sich die Zeit damit, Geschichten zu erfinden und sich zu erzählen. Darunter waren spannende und sogar gruselige, sodass der Sandkörnchenkönig manches Mal die warme Decke, in die er gewickelt war, höher zog.
Es dämmerte schon, als plötzlich, ganz unerwartet, ein lautes Knacken die lustige Runde unterbrach. Alle waren still und horchten. „Was war denn das?“, fragte Marla mit zittriger Stimme die Freunde. „Ich glaube, es kam von dem Ei“, meinte Björn und schaute dorthin, von wo er das Geräusch vermutet hatte. Und wieder krachte es lauthals, und ein Kratzen war zu hören. Der kleine König stand auf. „Wir sollten nachsehen, was da los ist“, sprach er und ging zu dem Ei rüber. Er zog mit aller Kraft die Bettdecke weg und wickelte den Schal ab. Kaum war das Ei freigelegt, sahen die Freunde schon einen großen Riss in der Schale, der von oben nach unten verlief. „Ich glaube, das Ei schlüpft gerade“, bemerkte Björn erstaunt. „Was machen wir denn jetzt?“ „Wir lassen es schlüpfen und schauen zu, was aus dem Ei kommt“, meinte der Sandkörnchenkönig und zuckte zusammen, als es wieder krachte. Nun hörte man sogar ein Geräusch aus dem Inneren, wie ein Quietschen oder ein dumpfer Pfiff. Kratz, kratz, knack, knack, und die Risse auf dem Ei wurden immer größer, und plötzlich, die ersten Strahlen der Sonne schienen schon auf den Strand, lugte ein Auge aus dem Ei. Kratz, kratz, knack, knack, und mit einem großen Getöse platzte die Schale auf. Die Eierschalen fielen zu Boden und bedeckten das Nest. Was da zum Vorschein kam, damit hatte keiner der Freunde gerechnet. „Das ist ja ein kleiner grüner Drache“, staunte der Sandkörnchenkönig und kriegte den Mund nicht mehr zu vor Staunen. Und wirklich, da saß ein kleiner Drache in dem Nest. Er hatte eine grüne Schuppenhaut, und zwei kleine Flügel wuchsen aus seinem Rücken heraus. Seine Augen wirkten wach und lebendig und schweiften von einem zum anderen. Als er losbrüllte, kam eine kleine Qualmwolke aus seinem Maul.
„Was machen wir denn nun am besten mit dem kleinen Drachen?“, fragte Marla. „Er muss doch zu seiner Mama gebracht werden.“ Kaum hatte sie den Satz ausgesprochen, als über ihnen ein heftiges Getöse losbrach, ein lautes Brüllen war zu hören, Sand wurde aufgewühlt von heftigem Wind, und alle hielten sich die Ohren zu. Mit einem derben Rumps landete gleich neben Björn und dem Sandkörnchenkönig ein großer grüner Drache im Sand. Mit seinen Flügeln hatte er den Wind verursacht, und aus seinem Maul stiegen Qualmwolken gen Himmel.
„Oh, welch ein Glück“, dröhnte die Stimme des Drachen über den Strand, „ihr habt mein Ei gefunden, und wie ich sehe, ist es geschlüpft.“ Der Drache beugte seinen Kopf nach unten in Richtung des Jungdrachen und lächelte. Der kleine Drache kuschelte sich an die Wange der Mutter, und beide schienen sehr froh darüber zu sein, sich gefunden zu haben.
„Wir haben es auf dem Berg entdeckt, und es war ganz alleine“, sagte der Sandkörnchenkönig, „wir mussten es doch warmhalten.“ Der große Drache nickte den Freunden dankbar zu. „Ich hatte es dort abgelegt, wusste aber nicht, dass dies eine schwimmende Insel ist, und als ich wiederkam, war das Ei samt der Insel weg. Da habe ich mir furchtbare Sorgen gemacht und den ganzen Tag und die ganze Nacht nach der Insel gesucht. Erst heute Morgen habe ich das Rufen und Quietschen meines Babys gehört, als es geschlüpft ist, und euch gefunden. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr so gut auf mein Ei aufgepasst habt.“ Marla lächelte, und Björn meinte: „Das haben wir doch gerne gemacht, war doch selbstverständlich.“ Alle lachten freudig los, und als die Zeit des Abschieds kam, flog der kleine Drache auf den Rücken der Mutter und beide erhoben sich in die Lüfte. Die Freunde winkten den beiden Drachen noch lange hinterher, bis sie am Horizont nicht mehr zu sehen waren.
„Jetzt wird es aber Zeit, etwas zu schlafen“, meinte der kleine Sandkörnchenkönig müde und nahm sein Bettzeug unter den Arm. In der Sandburg angekommen, kuschelte er sich in sein Bett und war ganz zufrieden mit dem Abenteuer, das er heute mit seinen Freunden erlebt hatte, und lächelte, bis er einschlief.
Es war ein wunderschöner Tag auf der schwimmenden Bernsteininsel, und der Sandkörnchenkönig nutzte die morgendliche Zeit für einen Strandspaziergang. Er rückte seine kleine Krone auf dem Kopf zurecht und stapfte munter voran. Gerade als er eine kleine Bucht durchschritt und über einige Felsen kletterte, schaute er raus aufs Meer und blieb verdutzt stehen. Er blinzelte mit den Augen gegen die strahlende Sonne, um besser sehen zu können. Was dort in den Wellen schwamm, es war kaum zu glauben, und der kleine König rieb sich die Augen, um sicher zu sein, dass er das, was da schwamm, wirklich sah. In den Wellen erhob sich ein stattliches Schiff, mit allem, was dazugehört. Ein Mast, ein Segel und ein Steuerrad. Man konnte Kanonen sehen, die aus dem seitlichen Teil des Schiffes lugten, und ganz oben am Mast wehte eine Piratenflagge im Wind. „Ein Piratenschiff“, flüsterte der Sandkörnchenkönig und hielt die flache Hand über die Augen, um besser sehen zu können. Er ging einige Meter in Richtung Meer, bis seine Füße das Wasser berührten. Die ankommenden Wellen umspülten seine Zehen. Das Wasser fühlte sich warm an, und der kleine König überlegte kurzzeitig, ob er einfach mal rüberschwimmen sollte, um sich das Schiff aus der Nähe anzuschauen, als er hinter sich einen Luftzug spürte und sich umdrehte. Er konnte gerade noch sehen, wie Björn, die Sturmmöwe, hinter ihm landete und dabei den feinen Sand des Strandes aufwirbelte. „Hallo, was machst du so?“, fragte Björn den kleinen König und schüttelte sein Gefieder zurecht. „Marla ist auch auf dem Weg hierher, wir haben dich gesucht.“ „Ich habe einen Spaziergang gemacht und dabei das dort drüben entdeckt.“ Er zeigte mit dem Finger aufs Meer hinaus, wo das Piratenschiff ankerte. „Uiii“, schnatterte Björn los, „was haben wir denn da? Ein echtes Piratenschiff. Das ist ja mal was Spannendes.“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, tauchte Marla, die kleine Meerjungfrau, aus den Wellen auf und setzte sich, von den Wellen umspült, an den Strand. „Ich habe das Schiff schon von Weitem gesehen und bin furchtbar neugierig darauf, was uns an Bord erwartet“, sprach sie, und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ja, lass uns nachsehen, was oder wer an Bord ist“, seufzte der kleine Sandkörnchenkönig und kletterte gekonnt auf Björns Rücken. Marla schwamm voraus, und Björn, mit dem kleinen König auf dem Rücken, folgte ihr. Die Möwe schaukelte in den Wellen, sodass der Sandkörnchenkönig sich stark festhalten musste, um nicht runterzurutschen. Am Schiff angekommen, schauten sie nach einer Möglichkeit, an Bord zu gehen, und fanden nach kurzer Zeit eine Strickleiter, die an der Außenseite des Schiffes baumelte. Der Sandkörnchenkönig kletterte gekonnt die Leiter hinauf, während Björn den einfachen Weg nahm und einfach hochflog. Marla schwamm ein Stück zurück, um von ihrem Platz in den Wellen aus eine gute Sicht auf das Deck des Schiffes zu haben. Mit einem Sprung erreichte der kleine König das Schiffsdeck und Björn landete neben ihm. Nichts war zu sehen. Sie gingen leise einige Schritte vorwärts und schauten sich um. Vor ihnen stand eine Tür offen, die zu einer Kajüte zu führen schien. Der kleine König ging noch einen Schritt darauf zu. Er dachte, er habe etwas aus dem Inneren gehört und wollte nachsehen, als plötzlich, ohne Vorwarnung, ein kleiner Pirat aus der offenen Tür auf ihn zusprang. „Haaarrr, haaarr …“, rief der kleine Pirat den Freunden zu und fuchtelte wild mit seinen Armen in der Luft. „Haaarrr, haaarrr … was wollt ihr Landratten hier an Bord?“, fragte der kleine Pirat wild. Er trug Seemannskleidung, hatte wilde, schwarze, zerzauste Haare und eine Augenklappe. Ein richtiger Pirat war das.
Der Sandkörnchenkönig und Björn hatten sich bei dem Auftritt des kleinen Piraten zu Tode erschrocken und fanden erst langsam ihre Worte wieder. „Entschuldige bitte, dass wir hier einfach so aufs Schiff geklettert sind“, sagte der kleine König, „aber wir haben es vom Strand aus gesehen und waren neugierig, wer hier ankert. Wer bist du denn und was machst du hier, wenn ich dich fragen darf?“ „Ich bin der kleine Pirat und habe hier geankert, um meinen Papagei Polly zu suchen. Als wir an der Insel vorbeigefahren sind, hat sich Polly erschrocken und ist mir weggeflogen. Ihr müsst wissen, dass Polly ein sehr ängstlicher Papagei ist. Sie hat eigentlich vor allem Angst und jetzt kann ich sie nicht mehr finden. Ich habe schon mit meinem Fernrohr die Insel abgesucht, aber nichts von ihr entdeckt. Ich weiß gar nicht, was ich noch machen soll, sie ist doch meine beste Freundin und ich sorge mich um sie, wenn sie so alleine ist.“ „Das kann ich gut verstehen“, sagte Björn zu dem kleinen Piraten und nickte ihm zustimmend zu. „Wir könnten dir helfen, deinen Papagei zu suchen, wenn du möchtest.“ „Oh, das wäre wunderbar, da wäre ich euch sehr dankbar dafür“, seufzte der kleine Pirat, „das wäre mir eine große Hilfe und zusammen finden wir Polly bestimmt schneller.“ Der Sandkörnchenkönig kletterte auf Björns Rücken und winkte dem kleinen Piraten zu, dass er auch hochkommen sollte. Marla sollte am Strand warten und Ausschau halten, ob Polly von alleine zurückkommen würde.
Mit einem Ruck erhob sich die Sturmmöwe Björn mit ihren Passagieren in die Lüfte. „Flieg über die ganze Insel, möglichst tief, damit wir Polly sehen können im Flug“, rief der kleine König der Möwe zu. Und ab ging der wilde Flug über die Strände, das kleine Palmenwäldchen, den Bernsteinberg, die Sandburg des Sandkörnchenkönigs und die Schildkrötenbucht. Sie hatten fast die ganze Insel abgeflogen und noch keine Spur von dem Papagei gefunden, als der kleine Pirat mit dem Finger auf eine Höhle zeigte, die sich vor ihnen am Berg öffnete. „Vielleicht ist sie in die Höhle geflogen und versteckt sich dort“, meinte er und fuchtelte wild mit den Armen, sodass er fast von Björns Rücken rutschte. Die Möwe setzte zur Landung an und wirbelte feinen Sand und kleine Steinchen dabei auf. Mit einem Rumps kamen sie auf dem Strand zu stehen und der Sandkörnchenkönig und der kleine Pirat rutschten von Björns Rücken in den warmen Sand. „Diese Höhle kenne ich noch gar nicht“, staunte der Sandkörnchenkönig und ging auf die große Öffnung zu. „Lasst uns nachsehen, ob wir Polly in ihrem Inneren finden.“ Sie gingen, leicht zurückhaltend, zur großen Öffnung der Höhle und der kleine König nahm sein Sandschippchen von seinem Gürtel ab und hielt es wie ein Schwert vor sich. Sicher war sicher, sie wussten ja nicht, was sie in der Höhle erwartete. Da war es besser, gewappnet zu sein, es könnte sich ja um die Höhle eines wilden Bären handeln oder von anderen gruseligen Monstern. Tapfer traten sie in die Höhle. Licht brauchten sie nicht, da die Höhle durch den Bernstein lichtdurchlässig war. Die schönsten Farben von Gelb bis Orange waren an den Wänden zu sehen, als sie durch den langen Tunnel immer tiefer in die Höhle gingen. Plötzlich hörten sie ein ohrenbetäubendes Gekrächze, das durch den Tunnel verstärkt wurde. „Das kam von da vorne, das ist Polly!“ japste der kleine Pirat und fing an, schneller zu laufen. Er rannte jetzt den Tunnel entlang und der kleine König hatte sichtlich Probleme, Schritt zu halten. Sie kamen etwa zeitgleich in einer großen Höhle zu stehen. Das war das Wunderschönste, was der Sandkörnchenkönig je gesehen hatte. Die Farben waren traumhaft und flackerten über die Wände der großen Höhle. Sie war so groß, dass man ihr Ende nur erahnen konnte, und hatte viele versteckte Nischen. Die beiden Freunde wurden langsamer und staunten über die Schönheit der Höhle, als ihnen plötzlich etwas entgegenflatterte. „Polly, da bist du ja“, seufzte der kleine Pirat und schloss den Papagei in den Arm. „Sie ist wohl aus Angst in die Höhle geflogen und hat alleine nicht mehr herausgefunden“, meinte er erleichtert.
Der bunte Papagei hatte auf der Schulter des kleinen Piraten Platz genommen und schüttelte sein Gefieder zurecht. Beide sahen sehr zufrieden aus, dass sie sich wiedergefunden hatten.
Auch wenn die Höhle noch so schön war, traten die Freunde den Rückweg an, durch den Tunnel hinaus ins warme Sonnenlicht des Tages, wo Björn noch wartete. Mit einem Hauruck kletterten die Freunde auf Björns Rücken. Polly flog neben Björn an der Seite des kleinen Piraten zurück zum Strand, wo Marla noch in den Wellen wartete. Zusammen flogen und schwammen sie zurück zum Piratenschiff, das noch in den Wellen des Meeres schaukelte. An Deck angekommen, sagte der Sandkörnchenkönig zum kleinen Piraten: „Es war ein schönes Abenteuer mit euch heute auf der Bernsteininsel und wir alle sind froh, dass wir Polly finden konnten. Gut, dass ihr jetzt wieder zu zweit seid und euch nicht mehr aus den Augen lasst. Wenn ihr mal wieder in der Nähe seid, wäre es schön, wenn ihr vorbeischaut und Hallo sagt. Das würde uns freuen und für Freunde haben wir immer Zeit.“ Der kleine Pirat nickte zustimmend und reichte ihm die Hand zum Abschied.
Wieder an Land angekommen, schauten Marla, Björn und der kleine König noch zu, wie das Piratenschiff am Horizont immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwand. „Das war ein tolles Abenteuer“, meinte Björn. „Ja, und wieder haben wir zwei neue Freunde gefunden, ein wirklich toller Tag“, sprach der Sandkörnchenkönig und verabschiedete sich von Marla und Björn, um den Heimweg zu seiner Sandburg anzutreten. Zu Hause angekommen, fiel er mit einem Ruck ins Bett und schlief mit einem Lächeln auf den Lippen direkt ein.
Der Tag war schon angebrochen und die Sonne schien herrlich warm auf den feinen Sandstrand der Schildkrötenbucht, wo der Sandkörnchenkönig und die Sturmmöwe Björn saßen und sich Geschichten erzählten. Marla, die kleine Meerjungfrau, spielte draußen in den Wellen des
