Der Siebenfache Frieden - Jörg Berchem - E-Book

Der Siebenfache Frieden E-Book

Jörg Berchem

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Beschreibung

Wie findet man inneren und äußeren Frieden in einer friedlosen Welt? In diesem Buch werden sieben Friedensmeditationen vorgestellt, die in ihrem Inhalt auf die Schriften der Essener zurückgehen, wie sie im Friedensevangelium der Essener zu finden sind. Der Autor gibt außerdem einen Einblick in das Weltbild der Essener, ihre Lehre und spirituellen Praktiken. Zum Buch ist auch eine Audio-CD erschienen, auf der die Friedenskontemplationen als geführte Meditationen zu finden sind.

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Möge der Siebenfache Friede des Himmlischen Vaters immer bei Dir sein

INHALT

Vorwort

Einleitung

T

EIL

I

D

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L

EHRE DER

E

SSENER

1. Frieden

2. Liebe

3. Wer glücklich ist

4. Der Siebenfache Friede

4.1. Beziehung zum Reich der Mutter Erde

4.2. Beziehung zum Bewusstsein

4.3. Beziehung zum Körper

4.4. Beziehung zur Menschheit

4.5. Beziehung zu den Kulturen

4.6. Beziehung zur Familie

4.7. Beziehung zum Reich des Himmlischen Vaters

T

EIL

II

D

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F

RIEDENS

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ONTEMPLATIONEN IM

E

INZELNEN

5. Routine

5.1. Durchführung

5.2. Wochentage und zeitliche Zuordnung

5.3. Verbindung zu den Chakren

6. Der Kontemplationsablauf

6.1. Das Einläuten

6.2. Der Siebenfache Eid

6.3. Die Segnung

6.4. Die Friedenserklärung

6.5. Das Verinnerlichen

6.6. Das Mantra

6.7. Der

-Ton

7. Die Friedens-Kontemplationen am Mittag

7.1. Friede mit dem Reich der Mutter Erde (Sonntag)

7.2. Friede mit dem Bewusstsein (Montag)

7.3. Friede mit dem Körper (Dienstag)

7.4. Friede mit der Menschheit (Mittwoch)

7.5. Friede mit den Kulturen (Donnerstag)

7.6. Friede mit der Familie (Freitag)

7.7. Friede mit dem Reich des Himmlischen Vaters (Samstag)

Anhang

Die Gebete des Menschensohns

Tischgebet

Friedensgebet

Segen

Credo der I.B.S.

Joyful-Life Community

Über den Autor

Weiterführende Literatur

Bibliographie

Ich will zu Euch vom Frieden sprechen.

Frieden ist wonach sich die Welt am meisten sehnt.

Es ist das Fehlen des Friedens, das die Reiche am meisten in Schwierigkeiten bringt, selbst dann, wenn sie nicht im Krieg sind. Denn Gewalt und Kriegskunst können in einem Reich auch dann regieren, selbst wenn der Laut von schlagenden Schwertern nicht zu hören ist. Auch wenn dort keine Armeen gegen einander marschieren, ist doch kein Frieden, wenn die Menschensöhne nicht mit den Engeln Gottes wandeln. Wahrlich ich sage Euch, es sind viele, die den Frieden nicht kennen; denn sie sind im Krieg mit ihrem eigenen Körper; sie sind im Krieg mit ihren eigenen Gedanken; sie haben keinen Frieden mit ihren Vätern und Müttern, noch mit ihren Kindern; sie haben keinen Frieden mit ihren Freunden und Nachbarn; sie kennen nicht die Schönheit der Heiligen Schriften; sie arbeiten tagsüber nicht im Reich ihrer Erdenmutter; und schlafen nachts nicht in den Armen des Himmlischen Vaters.

In ihnen herrscht Frieden nicht, denn immer dürstet sie nach dem, was schließlich nur Elend und Schmerz bringt; selbst von den Fallen von Reichtum und Ruhm lassen sie sich verführen, und sie leben in Ignoranz des Gesetzes, selbst des Heiligen Gesetzes, durch das sie leben.

aus „The Gospel of Love and Peace“

VORWORT

In dem Buch „Meditationen der Kinder des Lichts“ haben wir die Morgen- und Abendmeditationen der Eßener beschrieben. Im vorliegenden Band soll nun der spirituelle Tageslauf vervollständigt werden, indem wir uns den Kontemplationen am Mittag widmen. Diese sind allesamt dem Frieden gewidmet, womit der individuelle Friede des Einzelnen mit sich und der Welt, die ihn umgibt, gemeint ist. Im Zentrum stehen sieben Beziehungen, die durch Kontemplation, also jeweils eine kurze konzentrierte einem Thema gewidmete Meditation, in Harmonie und Frieden geführt werden.

In den durch Edmond Bordeaux Székely überlieferten Schriften wird dies als der Siebenfältige Friede bezeichnet. Gemeinsam mit den Morgen- und Abendmeditationen vermag man so mit wenigen Minuten am Tag sich auf spirituell entspannte Weise mit den Kräften und Beziehungen beschäftigen, die unser Leben bestimmen oder bestimmen sollten. So schafft man sich quasi selbst eine tägliche Weihe, die dem Leben Sinn, Bedeutung und Halt gibt.

Es ist nicht nötig, doch durchaus empfehlenswert, sich – sollte dies nicht bereits geschehen sein – auch mit den durch Edmond Bordeaux Székely übersetzten Schriften, die wir in dem Buch „The Essene Gospel of Love and Peace“zusammengefasst haben, zu beschäftigen. Notwendig für die in dem vorliegenden Buch beschriebenen Kontemplationen, ist dies allerdings nicht, sprechen diese doch für sich.

Als Edmond Bordeaux Székely seine Bücher über die alten Schriften veröffentlichte, die er gefunden hatte, waren die Texte der Schriftrollen von Qumran noch unbekannt. In den Jahrzehnten nach der Veröffentlichung seines „Friedensevangelium der Essener“, wurde viel über „die Essener“ und die Texte von Qumran geschrieben und spekuliert. Während jene Veröffentlichungen sich aber auf die Eßener von Qumran beziehen, einer ziemlich dogmatischen und asketischen Gemeinschaft, wie es zu jener Zeit zahlreiche gab, beziehen sich die Texte von Edmond Bordeaux Székely auf andere Gemeinschaften. Die Namensgleichheit, die Verwirrung und die Sehnsucht nach geheimnisvollen offenbarenden Texten ließen eine regelrechte Popularität von „Essener“-Mythen entstehen, die zu einem kaum noch zu entwirrenden Chaos von hauptsächlich spekulativen Einschätzungen und esoterischen Fangemeinden geführt hat, von denen einige die Unkenntnis und die Verwirrung aufzulösen versuchen, indem sie „spirituelle Medien“ bemühen, die angeblich durch ein „Channeling“ genanntes Verfahren, direkten Kontakt zu „den Essenern“ oder deren Erinnerungen herstellen können und somit die Wissenslücken zu füllen versuchen. Heraus kommt dabei meistens eine Mischung aus esoterischen Träumereien und utopischen Sehnsuchtsphantasien nach einer perfekten Gesellschaft.

Wir halten uns in allen unseren Veröffentlichungen streng an die Texte von Edmond Bordeaux Székely und beziehen uns ausschließlich darauf, so wie es die von ihm gegründete International Biogenic Society immer getan hat und die sich als Nachfolgeorganisation verstehende Joyful-Life Community stets beibehält.

Noch einmal: Székelys Bücher beziehen sich nicht auf die Eßener, die am Ufer des Toten Meeres gelebt haben. Der Begriff „Eßener“ (wir favorisieren hier die phonologische Schreibweise mit „ß“, um lautlich und inhaltlich die Unterscheidung von den Bewohnern einer deutschen Stadt auszudrücken), wurde und wird für viele verschiedene spirituelle Gemeinschaften verwendet, die sich im Nahen Osten einem spirituellen Leben und dem Kommen des Messiahs gewidmet haben. Insofern gibt es „die Eßener“ im Allgemeinen nicht.

Wenn Edmond Bordeaux Székely als einer der ersten Autoren der Neuzeit, die diesen Begriff überhaupt verwendeten, von „Eßenern“ spricht, dann bezieht er sich auf zwei bestimmte Gemeinschaften: eine in Ägypten, die therapeutae, die in Alexandrien am Mareotis-See lebten und eine weitere, die am Berg Kharmel im ehemaligen Königreich Israels (nicht Juda) lebte.

Die therapeutae, die Eßener des Mareotis-Sees waren bekannt für ihre Heilkünste, und es wird berichtet, dass sie es waren, zu denen Maria und Joseph mit dem Baby Jesus geflohen seien, als ihnen die Flucht nahegelegt wurde, um dem Kindermorden zu entfliehen, und damit Jesus dort unterrichtet werden konnte.

Die Eßener des Berges Kharmel waren Nazarener. Sie gehörten zu der „Schule der Propheten“, die sich selbst Beni-Amen nannten, was soviel wie „Söhne Gottes“ heißt. Sie lebten nicht im Zölibat, Frauen waren den Männern gleichgestellt und auch sonst unterschied sie vieles in ihrer Sozialstruktur und Lebensweise von der Gemeinschaft in Qumran, die eben auch als „Eßener“ bezeichnet wird.

Unter diesen Nazarenern am Berg Kharmel, war es, dass Yahuwshua-ha-Masshiach, Jesus der Messias, erschien. Es war der Hauptzweig der Eßener im „Heiligen Land“, deren Älteste und Lehrer naturnah in Zelten und Höhlen lebten, nahe der Höhle des Elijah, die noch immer im Berg Kharmel zu finden ist.

Als eine spezifische Gemeinschaft hat es aber „die Eßener“ nie gegeben, und über die heute so bezeichneten spirituellen Gemeinschaften war zu den Zeiten, als Székely seine Bücher verfasste, fast nichts bekannt. Die berühmten Schriftrollen von Qumran, die einer als „Eßener“ bezeichneten Gruppe zugeschrieben werden und teilweise in Israel ausgestellt sind, waren noch nicht einmal gefunden worden.

Als also Székely seine Bücher verfasste, gab es die Verwirrungen im Hinblick auf die Bezeichnung „Eßener“ noch nicht. Heute, nach zahlreicher gelehrter, esoterischer und spekulativer Diskussion sowie der Veröffentlichung der berühmten Schriftrollen und ihrer Übersetzung, wird der Begriff „Eßener“ hauptsächlich auf die Gemeinschaft in Qumran bezogen. Es wäre also durchaus angebracht, für unsere Arbeit und die Bücher von Edmond Bordeaux Székely den Begriff zu vermeiden. Aber wie soll man dies tun? Und welche Alternative käme in Betracht?

Das griechische θεραπευτής [therapeutés], was ursprünglich „Lobpreiser Gottes“ bedeutete, wäre womöglich die beste Wahl. Dieser Begriff wird von Philo von Alexandrien in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts verwendet in seiner Schrift „de vita contemplativa“ („Über das kontemplative Leben“). Philo rühmte die therapeutae für Ihre Heilkunst, so entstand die moderne Bedeutung des Begriffs.

Tatsächlich fällt es schwer, den Begriff „Eßener“ zu vermeiden, zumal er sich auch bei den Lesern von Székelys Büchern eingeprägt hat.

Bezüglich der Originaltexte und des Verbleibs der Schriften, die Székely übersetzt haben will, wissen wir so gut wie nichts. Daher können wir keine Originale als Referenz nutzen, um in Fällen der Unsicherheit Übersetzungen zu prüfen. Wir sind ausschließlich auf Székelys Arbeit angewiesen. Zu seiner Interpretation und Beschreibung des Lebens der Eßener, werden keine Angaben zu bestimmten Textstellen gemacht. Somit können wir nicht immer sicher sein, was Interpretation ist, was seine Imagination in Bezug auf die Texte wiedergibt, und was historische Tatsachen sind.

Andere Quellen helfen uns auch nicht weiter, denn sie beziehen sich meist auf völlig andere Gemeinschaften und andere Textquellen. Auch bestehen viele alte gefundene Schriftrollen mehr aus Lücken als aus lesbarem Text.

Aber ist das von Bedeutung, ob wir die Ursprünge von Székelys Texten nachverfolgen können? Für Historiker mag diese Art von Fakten wichtig sein, und das Fehlen von Details der Originalschriften mag sie verunsichern. Für uns, die wir die spirituelle Schönheit und tiefe Bedeutung in Székeys Arbeit sehen, ist solche Kritik unbedeutend, um so mehr noch, wenn wir sein Lebenswerk und seine Hingabe betrachten.

Seine Schriften und Bücher können mehr als unser Leben bereichern, für viele von uns sind sie wahre Offenbarungen. Sie verbinden uns wieder mit dem, wer wir wirklich sind, insbesondere im Hinblick auf Mystik und Verbindung mit der Natur.

Nach den Ausführungen von Edmond Bordeaux Székely wurden die Friedenskontemplationen so wie die Kommunionen mit den Engeln (siehe mein Buch „Meditationen der Kinder des Lichts“) jeweils an einem bestimmten Tag ausgeführt, also täglich zu einem bestimmten Thema in einem Rhythmus von sieben Tagen.

Die genaue Abfolge ist dabei natürlich ein Muster sozialer Übereinkunft und somit willkürlich. Während ein Jahr, ein Monat und ein Tag astrologische Zeiteinheiten sind, hat eine Woche keinerlei Bezug zu irgendeinem natürlichen Phänomen. Sieben Tage zu einer Woche zusammenzufassen, ist ein symbolisches Vorgehen, dass sich auf die mystische Zahl Sieben bezieht und ihren Ursprung womöglich in eben jenen Meditations- und Gebetspraktiken hat, die wir in unseren Büchern über die Eßener beschreiben.

Da wir nicht im gleichen kulturellen Kontext leben, ist es angebracht, die Kommunionen und Kontemplationen von den ursprünglichen Wochentagen zu lösen, und die des ursprünglichen Wochenfeiertags (Sabbat, also Samstag) auf unseren Wochenfeiertag (also Sonntag) zu verschieben. Natürlich mag jeder Anwender sein eigenes Schema finden; wir schlagen hier lediglich eines vor, das alle diese Praktiken mit sinnvollen Bezügen zu den Wochentagen verbindet. So entsteht ein ganzheitlicher Kalender, den wir mehrfach im Buch abbilden.

Mögen die sieben Friedenskontemplationen dem Leser eine Besinnung seiner Beziehungen in der Welt ermöglichen und durch regelmäßige meditative Momente, möglicherweise in Verbindung mit den Meditationen der Kinder des Lichts zu spiritueller Erfahrung führen und letztlich zu dem Siebenfachen Frieden.

Dr. Jörg Berchem zwischen Himmel und Erde im Oktober 2016 und Juni 2021

EINLEITUNG

Die Lehre der Eßener zu studieren und zu praktizieren, bedeutet nicht weniger, als im Herzen ein intuitives Wissen zu erwecken, ein ganz altes tiefes, in jedem und in der Welt verborgenes Wissen zu entdecken, das individuelle Probleme und die Probleme der Welt gleichermaßen zu lösen vermag.

In vielen alten Kulturen und religiösen Anschauungen finden sich Elemente dieses alten Wissens. Doch nirgendwo wird die Essenz dieser Weisheit so deutlich wie in den Überlieferungen der Eßener, die uns Edmond Bordeaux Székely zugänglich gemacht hat.

Die Eßener lebten an den Ufern von Seen und Flüssen, fernab von Städten und Ortschaften, und praktizierten eine gemeinschaftliche Lebensweise, bei der sie an allem gleichermaßen Anteil hatten. Sie waren vor allem Landwirte und Baumpfleger und verfügten über ein umfangreiches Wissen über Pflanzen, Boden und klimatische Bedingungen, das es ihnen ermöglichte, eine große Vielfalt an Früchten, Getreide und Gemüse in vergleichsweise wüstenähnlichen Gebieten anzubauen. Sie hatten keine Diener oder Sklaven und sollen das erste Volk gewesen sein, das die Sklaverei sowohl in der Theorie als auch in der Praxis verurteilte. Es gab keine Reichen und keine Armen unter ihnen, beide Zustände wurden von ihnen als Abweichungen vom Gesetz betrachtet. Sie errichteten ihr eigenes Wirtschaftssystem, das vollständig auf dem universellen Gesetz basierte, und zeigten, dass alle Nahrungsmittel und materiellen Bedürfnisse des Menschen durch die Kenntnis des Gesetzes kampflos erlangt werden können.

Sie verbrachten viel Zeit mit dem Studium sowohl der alten Schriften als auch spezieller Zweige des Studierens, wie Pädagogik, Heilkunde und Astronomie. Sie waren versiert in der Prophezeiung, auf die sie sich durch langes Fasten vorbereiteten. In der Verwendung von Pflanzen und Kräutern zur Heilung von Mensch und Tier waren sie ebenfalls bewandert.

Sie lebten ein einfaches, regelmäßiges Leben, standen jeden Tag mit Sonnenaufgang auf, um zu lernen und mit den Kräften der Natur zu kommunizieren, badeten als Ritual in kaltem Wasser und zogen weiße Gewänder an. Nach ihrer täglichen Arbeit auf den Feldern nahmen sie ihre Mahlzeiten in Stille ein und beendeten sie mit einem Gebet. Sie ernährten sich ausschließlich vegetarisch und rührten weder fleischliche Speisen noch vergorene Flüssigkeiten an. Ihre Abende waren dem Studium und der Gemeinschaft mit den himmlischen Kräften gewidmet.

Aufzeichnungen über die Lebensweise der Eßener sind uns aus Schriften ihrer Zeitgenossen überliefert. Plinius, der römische Naturforscher, Philo, der alexandrinische Philosoph, Josephus, der jüdische Historiker und Soldat, Solanius und andere sprachen von ihnen als „eine Rasse für sich, bemerkenswerter als jede andere in der Welt“, „die ältesten der Eingeweihten, die ihre Lehre aus Zentralasien erhalten haben“, „eine Lehre, die durch einen unermesslichen Raum von Zeitaltern verewigt wurde“, „konstante und unveränderliche Heiligkeit.“

Ihr zentrales Weltbild ist, was gemeinhin als Weltelternmythos bekannt ist und so nur noch in Kulturen indigener Völker unverfälscht vorkommt. Mutter Erde und Vater Himmel sind die zentralen göttlichen Kräfte, zwischen ihnen steht der Baum des Lebens, der die uns bekannte Erdenwelt erhält. Kosmische Kräfte (hier: Engel) sorgen für den Erhalt dieser Welt, die nur Bestand und Frieden kennt, wenn die von dem einen universellen Gesetz geforderte Harmonie erhalten und gepflegt wird.

Urchristliche Ideen, Johannes der Täufer und Jesus Christus sind Propheten dieser Lehre und machen den Unterschied zu den zeitgenössischen umgebenden Religionen und den sich daraus entwickelnden kirchlichen Religionen deutlich.

Damals wie heute erklärt die Lehre der Eßener die Welt und die Rolle der Menschen darin. Sie zeigt, wie die Abweichungen des Menschen von dieser kosmischen Ordnung die Ursache all seiner Schwierigkeiten sind, und sie gibt die Lösungen, mit denen der Einzelne und die Menschheit aus ihrem Dilemma herausfinden können.