Der ultimative Sex für Frauen - Charlotte Labouche - E-Book

Der ultimative Sex für Frauen E-Book

Charlotte Labouche

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8,99 €

Beschreibung

Aufregender Sex gehört zu den schönsten Dinge, die man in seinem Leben erfahren kann. Und das Beste: Jede Frau kann eine verführerische Liebhaberin sein. Alles, was sie dazu wissen muss, erfährt sie in diesem Buch. Worauf achten Männer beim Sex wirklich? Mit welchen Techniken und welchem Rhythmus bringt sie ihn am schnellsten ans Ziel? Wie sieht der perfekte Blowjob aus? Mit diesem Wissen wird jede Frau zur Sexgöttin! Dieser Ratgeber ist ein Must-have, das mit Neuem und Prickelndem überrascht – Ob mit Sextoys oder ohne, Charlotte Labouches Tipps lassen keine Wünsche offen.

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Originalausgabe, 1. Auflage 2017
 
© 2017 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
 
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
 
Umschlaggestaltung: Marc-Torben Fischer, München
Umschlagabbildung: Shutterstock/Serg Zastavkin
Illustrationen im Innenteil (S. 88, S. 134–148, S. 170, S. 171 ): Heike Kmiotek
Abbildungen im Innenteil: S. 51: Shutterstock/sakkmesterke, S. 69: Shutterstock/Kotin, S. 117: Shutterstock/Aleksandr Art, S. 153: Shutterstock/Kotin, S. 179: Shutterstock/Kseniya Ivanova
Layout, Satz und E-Book: Daniel Förster, Belgern
 
ISBN Print 978-3-86882-696-8
ISBN E-Book (PDF) 978-3-86415-970-1
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86415-971-8
 
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.mvg-verlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de.

Inhalt

Vorwort
Teil 1: Bevor es zur Sache geht
Lebenselixier guter Sex
Schluss mit Mythen und Tabus
Worauf Männer beim Sex wirklich achten
Guter Sex durch Selbstliebe
Safer Sex und Verhütung
Teil 2: Das Liebesspiel in fünf Akten
1. Akt: Den inneren Monolog abstellen – Von der Kunst der Verführung
2. Akt: Vorspiel bitte – Wie man Hände, Mund und Helferlein gekonnt einsetzt
3. Akt: Jetzt geht’s zur Sache – Spielchen und Stellungen für aafrischen Wind in der Kiste
4. Akt: Orgasmus gefällig? –  Wege zur ungezähmten Lust
5. Akt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – Bindung stärken oder Zeit für einen Abgang
Sexy Lexikon – Bezeichnungen, die Sie kennen sollten

Vorwort

Die Welt des Sex ist grenzenlos. Sie ist wie ein ­Paralleluniversum, das uns durchdringt und erfüllt. Ultimativer Sex ist eine der ­schönsten Erfahrungen überhaupt. Er fördert die Bindung zwischen den Liebenden, kann so neue Liebe entfachen und alte Liebe beleben. Jeder kann ihn haben, denn es steckt keine große Kunst dahinter. Man muss keine besonderen Talente aufweisen, um eine wunderbare Liebhaberin zu sein – nur ein wenig Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen sind notwendig. Die übrigen Werkzeuge sind Technik und Kenntnisse. Beides ist erlernbar.

Guter Sex ist wie eine Perle, die verborgen im Inneren einer Muschel Tag für Tag ein bisschen mehr heranwächst. Die Muschelschalen schützen sie von beiden Seiten, ohne sie würde die Muschel absterben und es würde sich auch keine Perle bilden. Sex ist ein Erlebnis, das von zwei Menschen genährt wird. Er ist gleichermaßen Geben und Empfangen. Es bedeutet, auf den anderen zu achten und ihm Gutes zu tun. Sex ist Loslassen und Hingabe. Er ist kein Mittel zur Bestätigung. Denn wer diese sucht, ist sich nicht darüber im Klaren, wer er eigentlich ist. Erst wenn man sich selbst annimmt und mag, kann man sich dem Partner wirklich öffnen.

Entdecken Sie jedes Mal aufs Neue Ihre sexuelle Lust und lassen Sie diese vor allem auch zu. Lachen Sie zwischendrin aus vollster Seele, denn Sex hat viel mit Spaß zu tun. Nehmen Sie Ihre Impulse und die Ihres Partners wahr und sprechen Sie Ihre Fantasien unverblümt vor ihm aus. Verharren Sie nicht in alten Mustern und wagen Sie immer wieder den Schritt auf unbekanntes Terrain. So erweitern Sie Ihre Sexualität und hauchen ihr immer wieder neues Leben ein.

Dieses Buch lädt Sie zu einem Streifzug rund um das Thema Sex ein, gibt Ihnen lustvolle Anregungen und erweitert Ihren erotischen Horizont. Sie können es in einem Stück durchlesen oder als Nachschlagewerk verwenden – das bleibt Ihnen überlassen.

Genießen Sie die Reise und stürzen Sie sich in die pure Lust!

 

Charlotte Labouche

Teil 1Bevor es zur Sache geht

Lebenselixier guter Sex

Guter Sex und bestenfalls ultimativer Sex versüßen in jedem Alter das Leben. Guter Sex ist zwar nicht überlebenswichtig, stiftet aber ein unbeschreibliches Wohlgefühl, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Liebenden, spendet Ausgeglichenheit und erhöht die Lebensqualität. Man fühlt sich danach vitaler und begehrenswerter. Er entspannt, verschafft durch die Ausschüttung von Endorphinen ein wunderbares Hochgefühl, bringt den Hormonhaushalt in Schwung und lässt den Östrogen- sowie den Testosteronspiegel ansteigen. Er macht damit Frauen schöner und fördert bei Männern den Muskelaufbau. Sexualhormone sollen außerdem Schmerzen lindern und stimmungsaufhellend wirken.

Um sich der Lust in vollen Zügen hingeben zu können und tatsächlich ultimativen Sex zu haben, muss man loslassen und innerlich frei sein. Man sollte seinen Körper lieben und kennen und sich nicht durch Tabus oder hyperstilisierte Mythen verunsichern lassen. Außerdem können Sie sich nur wirklich gehen lassen, wenn Sie gewiss sind, dass für Verhütung und Safer Sex gesorgt ist. So ungern letztere Themen auch angesprochen werden, sollten Sie ihnen doch Beachtung schenken. Guter Sex ist Balsam für Körper, Geist und Seele – lassen Sie sich das nicht entgehen!

Denn Genuss welcher Art auch immer schafft Lebensqualität. Damit ist auch die sinnliche Hingabe während des Sex gemeint. Nicht nur lang andauernde Liebesnächte können sinnlich sein, sondern eine schnelle Nummer kann genauso mit allen Sinnen genossen werden. Ganz gleich, wie lange ein Akt dauert, er hinterlässt doch Erinnerungen und Gefühle und beeinflusst unser Seelenleben. Man kann es nicht besser formulieren als der große Johann Wolfgang von Goethe, der einst schrieb: »Kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.«

Sinnlichkeit bedeutet, sich selbst und den Partner zu spüren. Das macht guten Sex aus. Besonders stimulierende Stellungen, Sex-Toys oder andere Helferlein sind das Sahnehäubchen auf der Torte, aber ohne das Empfinden von Genuss sind sie wertlos. Erleben wir guten Sex, setzt unser Körper verschiedene Glückshormone frei. Wir fühlen uns wunderbar, sind danach euphorisch, glücklich, vitalisiert und entspannt. Das wirkt sich nachhaltig positiv auf unsere psychische wie physische Gesundheit aus.

Auch One-Night-Stands ohne weitere Absichten lassen sich sinnlich auskosten. Es ist der Moment, der zählt. Nichts ist an eine Erwartung geknüpft. Man gibt und nimmt gleichermaßen und das gemeinsame Ziel ist pure Leidenschaft. Und wenn es doch in einem reinen (Pardon!) Geficke endet, sollten Sie auch das genießen oder Ihre Wahl beim nächsten Mal bewusster treffen.

Während der ersten Dates ist man häufig so verknallt, dass man überhaupt nicht richtig genießen kann. Zum Glück ändert sich das relativ schnell und der Genuss kann sich einstellen. Die Leidenschaft ist dann am Glühen und man würde sein Gegenüber am liebsten mit Haut und Haaren auffressen. Jede Berührung lässt einen vor Wonne schaudern und man begibt sich von einem Liebesspiel ins nächste. Doch häufig ist der Erwartungsdruck groß und man möchte den Partner nicht enttäuschen. So kommt es, dass man sich verstellt und sich nicht wirklich hingibt. Im Grunde steht man sich selbst im Weg. Denn so kann es passieren, dass die Sinnlichkeit auf der Strecke bleibt. Geben Sie sich also einen Ruck: Lassen Sie jegliche Bedenken hinter sich und geben Sie sich der Liebe hin.

In langjährigen Partnerschaften herrscht oft Flaute im Bett, von leidenschaftlichen Küssen ganz zu schweigen. Am Anfang ist nun mal alles prickelnder. Aber dieses Knistern lässt sich mit etwas Engagement und Mühe wiederherstellen. Es wird ein anderes Begehren sein als in der Verliebtheitsphase – nicht besser oder schlechter, einfach anders. Verabreden Sie sich zu einem Date, wie Sie es früher gemacht haben. Schmeißen Sie sich dafür in Schale und ziehen Sie Ihre heißen High Heels wieder aus der Schublade. Ihr Liebster legt Ihr Lieblings-Eau-de-Toilette an und hofiert Sie wieder wie eine Königin. Tun Sie, was auch immer Sie möchten, um das einstige Feuer wieder zu schüren. Strengen Sie sich wieder beim Sex an, machen Sie Liebe, wie Sie es sich in Ihren kühnsten Träumen vorstellen. Entdecken Sie Ihre Sinnlichkeit wieder!

Das sagt sich nun alles so leicht, ist es aber tatsächlich auch. Sie genießen doch schließlich auch guten Wein oder Reisen, warum sollten Sie nicht auch Sex in vollen Zügen genießen? Essen Sie beim Dinner in einem schicken Restaurant nur für das Sättigungsgefühl? Sicherlich nicht. Und genau das sollten Sie auch beim Sex nicht tun. Hier ist der Weg das Ziel! Ein Orgasmus ist schön, Sie können ihn aber nicht erzwingen. Lassen Sie ihn geschehen und genießen Sie jede Berührung mit voller Hingabe. Seien Sie sinnlich – sich und Ihrem Partner zuliebe!

Schluss mit Mythen und Tabus

Um die natürlichste und wohl schönste Sache der Welt ranken sich zahlreiche Mythen, die in keiner Weise der Realität entsprechen. Ebenso realitätsfremd sind unbegründete Tabus, die sich die Menschheit irgendwann einmal selbst auferlegt hat. Um wirklich ultimativen Sex zu haben, sollte man mit ihnen brechen. Warum? Weil es Spaß macht!

Nichts als Mythen

Was wäre die Menschheit ohne Mythen. Sie sind nichts als behauptete Wahrheiten, die jeglicher Beweismacht entbehren. Und da der Mensch nur allzu gerne in Träumereien schwelgt und Dinge idealisiert, gibt es natürlich auch solche, die das Sexualleben betreffen. Da ist von stattlichen Dauererektionen, der Normalität von lang ­andauerndem und häufigem Sex, Samenstau, unschlagbar tollen ersten Nächten, luststeigernder Enthaltsamkeit und der nicht vorhandenen Möglichkeit des Mannes, einen Orgasmus vorzutäuschen, die Rede. Vergessen Sie das alles, es ist schlichtweg nicht wahr!

»Die Größe macht’s«

Natürlich ist es wunderbar, ein imposantes Gemächt vor sich zu haben. Machen wir uns darüber nichts vor. Glücklicherweise trifft aber die Behauptung, nur große Penisse könnten die Lust vollends stillen, nicht zu. Bedeutend sind vielmehr die Härte des Schwängels und die Art, wie er zum Einsatz kommt. Da die sensibelsten Stellen innerhalb der Vagina nur wenige Zentimeter vom entfernt Scheideneingang sitzen, sollte es auch für einen kleineren Freund kein Problem sein, diese zu erreichen.

Besonders große »Hardware« kann bei bestimmten Stellungen, wie zum Beispiel dem Reiten, sogar unangenehm sein. Männer mit einer kleineren Ausstattung können also ihre Bedenken und Komplexe getrost hinter sich lassen.

Bei dem Wettkampf unter Männern um den größten Penis kann ihnen ohnehin niemand helfen. Er ist völlig unbegründet. Und fällt in die Kategorie Schwanzneid.

»Ohne Erektion gibt es auch keine Lust«

Erektionspannen haben nicht immer etwas mit Unlust zu tun. Gerade beim ersten Mal ist viel Aufregung im Spiel, manchmal trinkt sich Mann auch Mut an und genau das kann für einen Hänger sorgen, bedeutet allerdings nicht, dass der Liebste keine Lust hat. Daneben können Erektionsstörungen durch Medikamente oder gesundheitliche Störungen verursacht werden. Nehmen Sie die Sperenzchen seines besten Stücks nicht allzu ernst und beziehen Sie diese vor allem nicht auf sich!

»Lange Nächte ohne Pause«

Dauerliebesspiele sind eine wunderbare Erfahrung, sie bedeuten allerdings nicht, dass dabei unentwegt penetriert wird. Vielmehr ist es ein Wechselspiel aus liebevollen und wilden Küssen, sanften Streicheleinheiten, zärtlichen Pausen, heftigeren und zurückhaltenden Stößen usw. Auch dauert die tatsächliche aktive körperliche Vereinigung keine 30 Minuten an, wie so viele behaupten. Das mag dem einen oder anderen vielleicht deutlich länger vorkommen, aber die Realität sieht anders aus. Durchschnittlich beträgt die Zeitspanne vom Eindringen in die Vagina bis zum Orgasmus etwa fünf Minuten – Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder. Freuen Sie sich, wenn Sie zu ihnen gehören!

Zu den häufig verbreiteten Ammenmärchen gehört ebenso die Annahme, dass der Penis des Mannes ein Stehvermögen von mindestens 30 Minuten hat. Wenn sich sein bester Freund zwischendrin eine Pause gönnt, bedeutet das nicht, dass er keine Lust mehr auf sein Gegenüber verspürt. Seine Ausstattung ist schlicht nicht dafür konzipiert, dass sie über längere Zeit stattlich erigiert ist. Während einer Erektion schießt Blut in den Penis und belastet die dort sitzenden Gefäße, die so einem hohen Druck ausgesetzt sind. Aus diesem Grund steht der kleine Freund des Mannes nicht fortwährend stramm. Es liegt also nicht an mangelnder Lust, wenn das Stehvermögen im Schnitt alle 15 Minuten etwas nachlässt, sondern ist ein Schutzmechanismus seines Körpers. Lang andauernde Liebesspiele sind allerdings trotzdem möglich, da sein bestes Stück nach einer gewissen Pause wieder hart werden kann.

Und da wären wir schon beim nächsten Thema: dem Orgasmusmarathon bei Männern. Ausnahmen gibt es immer wieder, allerdings beschränkt sich das hier im besten Fall auf junge Männer, die in der Blüte ihres Lebens stehen. Etwa zehn Minuten nach dem Orgasmus kann der Penis zwar wieder standfest werden, aber als Endlosschleife ist dieses Spiel nicht möglich. So ist das auch von Mutter Natur nicht vorgesehen, denn Sex hat in der Evolution nur einen Sinn: die Fortpflanzung. Zur Fortpflanzung sind Spermien notwendig. Ist das Pulver einmal verschossen, dauert es eine Weile, bis der Körper neues Ejakulat produziert hat. Außerdem ist jeder Orgasmus für den Mann kräfteraubend und frisst viel Energie. Jede Kondition stößt irgendwann an ihre Grenzen und Energiereserven müssen dann neu aufgetankt werden. Ist Ihr Liebhaber nach der ersten Runde Sex total verausgabt, bedeutet das, er hat sich mächtig ins Zeug gelegt und Sie umfassend beglückt. Sehen Sie es also positiv!

»Schmerzhafter Samenstau durch Enthaltsamkeit«

Ein unausgelastetes Sexualleben soll angeblich zu Samenstau führen, der Hodensack kann überschüssige Spermien nicht loswerden und es breitet sich ein Druck aus, der Schmerzen hervorruft. Das ist völliger Unsinn. Richtig ist, dass sich im Samenkanälchen der Hoden stetig neue Spermien bilden, die danach in den Nebenhoden transportiert werden und dort ausreifen. Insgesamt beträgt die Dauer des gesamten Entwicklungs- und Reifungsprozesses der Spermien etwa drei Monate. Reife Samenzellen werden in Nebenhoden und Prostata angesammelt und gelangen durch Kontraktionen der Samenleiter zur Prostata. Erfährt der Mann einen Orgasmus, kommt es zum Samenerguss, und die Spermien strömen über die Harnröhre nach draußen. Wenn der Mann längere Zeit nicht sexuell aktiv ist und ihm kein Samenerguss widerfährt, werden die Spermien von den körpereigenen Immunzellen abgebaut oder durch einen unwillkürlichen Samenerguss abtransportiert. So etwas wie einen Samenstau gibt es also nicht. Allerdings können sich Schmerzen im Hodenbereich tatsächlich ergeben, wenn ein Mann über längere Zeit erregt war und es nicht zu einem Orgasmus kam. Diese Beschwerden sind dann nicht auf den mythischen Samenstau zurückzuführen, sondern die Folge von Krämpfen in der Samenwege-Muskulatur.

»Männer können nicht vortäuschen«

Dass viele Frauen aus welchen Gründen auch immer mal hier und da einen Orgasmus vortäuschen, ist allseits bekannt. Hingegen scheint weniger bekannt zu sein, dass das auch einige Herren der Schöpfung tun. Nun fragt man sich, wie das funktionieren kann, da der Samenerguss ja ausbleibt. Die Antwort ist ganz einfach: Ist die Frau besonders feucht, spürt sie manchmal den Samenerguss nicht. Außerdem prüft sie sicherlich nicht nach, ob Liebessaft aus ihrer Scheide fließt, wenn sie die Beckenbodenmuskeln anspannt oder den Gang zur Toilette tätigt. Mit einem Kondom lässt sich der Orgasmus noch einfacher vortäuschen, da man das Corpus delicti ganz einfach verschwinden lassen kann. Also Ladys, beim Schummeln seid Ihr nicht alleine!

»Mehrmals die Woche Sex ist ganz normal«

Es gibt Menschen mit einem ausgeprägten Sexualdrang, die täglich mehrmals über ihren Partner oder ein »Betthupferl« herfallen, und solche, die weniger Lust verspüren und sich schon mit einmal im Monat oder noch seltener zufriedengeben. Eine Regel gibt es in Sachen Quantität sicherlich nicht. Lassen Sie sich also nicht von irgendwelchen Zahlen unter Druck setzen. Leben Sie Ihre Sexualität so oft aus, wie es Ihnen gefällt, und pfeifen Sie auf das, was Sie in Zeitschriften lesen oder was Ihnen Ihre Bekannten erzählen.

Nachweislich verringert sich die Libido der Frau nach den Wechseljahren – das hat biologische Gründe. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie völlig ausbleiben muss. Männer können sich ein Leben lang fortpflanzen, weshalb ihr Sexualdrang auch lebenslang anhält – wenngleich der sexuelle Appetit etwas abnimmt. Aber auch Stress und unangenehme Lebensumstände können das Verlangen nach Sex reduzieren. Fest steht, dass man in einer Beziehung oder auch im Singledasein das Liebesleben niemals einschlafen lassen sollte – sonst schlägt das leicht in Gewohnheit um. Wie oft jemand Sex hat, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

»Enthaltsamkeit steigert die Lust«

Dass Enthaltsamkeit die Lust steigern kann, trifft nur bedingt zu. Vermisst man seinen Liebling, kann es durchaus passieren, dass man sich an der Vorstellung labt, mit ihm zu schlafen und seine Berührungen zu spüren. Vielleicht befriedigt man sich dann mit dem Gedanken an ihn und malt sich aus, wie sensationell es jetzt wäre, wenn er einem das Höschen herunterreißt. Das kann durchaus antörnend sein und dazu führen, dass sich die Lust aufstaut und sich das Objekt der Begierde beim nächsten Treffen warm anziehen muss.

Hat man jedoch längere Zeit keinen Geschlechtsverkehr und erfährt keine Sinnlichkeit, lässt das Verlangen danach in der Regel automatisch nach. Dem kann man jedoch entgegenwirken und die Lust durch Selbstbefriedigung wieder auf Trab bringen.

»Der erste Sex ist unschlagbar«

Der erste sexuelle Kontakt gleicht in der Regel den ersten Gehversuchen. Man weiß noch nicht genau, was dem Gegenüber gefällt, ist nervös, weil man alles richtig machen will, und letzten Endes total verkrampft, was der Overkill für jedes Stelldichein ist. Selbst wenn das nicht der Fall ist und man unverschämt entspannt ist, kennt man sein Gegenüber und dessen Vorlieben noch nicht wirklich. Man muss sich herantasten und von Mal zu Mal besser kennenlernen und erforschen. Ein misslungenes Debüt bedeutet deshalb nicht, dass künftige Spektakel ebenso unbefriedigend sind. Werden Sie zur Wiederholungstäterin und lassen Sie sich nicht entmutigen!

Tabubruch

Zugegebenermaßen gibt es in Sachen Sex einige Tabus, die durchaus berechtigt sind. Zu nennen sind hier beispielsweise krankhafte Perversionen wie Pädophilie, mangelnde Hygiene, muffelnde und fleckige Laken, unpassende Bemerkungen, Vergleiche mit dem Ex, das Verschweigen von Geschlechtskrankheiten und das Drängen zu Praktiken, die das Gegenüber einfach nicht ausführen möchte.

Zum Glück existieren wirkliche Tabus, was Praktiken oder Neigungen anbelangt, nicht mehr viele. Jeder besitzt individuelle sexuelle Vorlieben und Vorstellungen. Solange alle Beteiligten damit einverstanden sind, ist (fast) alles erlaubt. Die Medien beten alles Mögliche rauf und runter und das Publikum schockiert glücklicherweise inzwischen fast gar nichts mehr – sollte man denken! Während Latex, BDSM oder Handschellen kaum noch für Erstaunen oder hochgezogene Augenbrauen sorgen, sind das offene Reden über Sex, Selbstbefriedigung oder Analsex in der Tat noch in vielen Köpfen tabu.

»Selbstbefriedigung macht man nicht«

Zum Thema Selbstbefriedigung kursieren die unfassbarsten Gerüchte: Sie sei sündhaft, komme innerhalb einer Partnerschaft Fremdgehen gleich, zieme sich nicht, sei pervers usw. Vor allem aber klebt der Makel der Ersatzbefriedigung an ihr. Dabei ist es eine wundervolle Art der Selbstliebe und nichts Verwerfliches. Sie erlaubt es, jeden Winkel des Körpers zu erforschen und zu erleben, macht sexuell unabhängig, bahnt den Weg zu himmlischen Orgasmen, frischt den Teint auf und entspannt.

Befindet man sich in einer Beziehung, ist sie alles andere als Fremdgehen und in der Regel auch kein Zeichen von Unzufriedenheit mit dem partnerschaftlichen Sex. Vielmehr kann sie das Sexleben beflügeln, weil man dem Liebsten dann wirklich zeigen kann, was einem gefällt, und in der Folge kommt man öfter. Wenn man seine Fantasien durch Pornos oder erotische Vorstellungen befeuert, heißt das ebenfalls nicht, dass man untreu ist. Das ist völlig in Ordnung, da weder seelische Vereinigung noch körperlicher Kontakt zu einem anderen bestehen. Außerdem kann es dem Partner sogar Lust bereiten, wenn er seiner besseren Hälfte beim Masturbieren zusieht.

»Über horizontale Angelegenheiten spricht man nicht«

Wir unterhalten uns täglich über verschiedenste Dinge unseres Lebens, seien es Job, Kinder, Hobbys oder der neueste Tratsch. Warum also sollten wir nicht über die schönste Nebensache der Welt sprechen? Jeder tut es, jeder hat Spaß dabei und es ist völlig natürlich.

Das bedeutet nicht, dass man im Supermarkt lauthals mit der Kassiererin über die sexuellen Höhenflüge der letzten Nacht plaudern sollte. Jedoch kann Sex durchaus ein Gesprächsthema mit guten Freundinnen oder engen Freunden sein. Man profitiert von den Erfahrungen des Gegenübers und kann sich austauschen. Vor allem mit dem Partner ist absolute Offenheit gefragt. So kann man Missverständnissen aus dem Weg gehen und seinen Bedürfnissen Gehör verschaffen. All das kann dem Sexleben neue Impulse schenken.

Abgesehen davon, muss man dabei ja nicht sprachlich ins Vulgäre abdriften, wenn man locker und entspannt darüber sprechen möchte.

»Analsex ist abartig«

Wir sehen auf antiken Vasen, Reliefs oder Wandmalereien Darstellungen, die eindeutig Analsex zeigen, lesen davon in ehrwürdigen Werken der Liebeskunst und kommen dort manchmal auch in den Genuss einiger passender Illustrationen. Analsex ist demnach keine Neuschöpfung unserer »verdorbenen« Epoche, sondern diente seit jeher der sexuellen Befriedigung. Warum stößt er dennoch auf so viel Ablehnung?

Viele gehen so verkrampft an die Sache heran, dass es ihnen natürlich keinen Spaß bereiten kann, wenn ein Penis oder ein Finger am Hintertürchen anklopft. Ist man jedoch entspannt, kann es einen in Wonne versetzen.

Sinnvoll ist in jedem Fall der Einsatz von Gleitgel, da man sich damit vor Verletzungen schützt. Auch haben einige Bedenken, was die Hygiene anbelangt. Diesbezüglich kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, die einem unschöne Folgen ersparen. Da wären die Anwendung eines Kondoms sowie die sorgfältige Reinigung des entsprechenden Körperbereichs. Auch sollte man danach nicht in die Scheide eindringen, da sich sonst Bakterien und Pilze aus dem Darm in der Vagina ausbreiten könnten, was zu Krankheiten führen kann.

Aber ansonsten steht dieser sinnlichen Erfahrung nichts im Weg!

»Das Ding beim Namen nennen«

Wie sagt man nun? »Scheide« hört sich irgendwie schleimig an und »Glied« so medizinisch. Kann man dafür keine nettere Bezeichnung finden? Klar kann man. Kleine oder Süße sind niedlich. Muschi etwas dreckiger, aber durchaus geläufig. Blüte trifft es genau. Die Schamlippen ähneln Blütenblättern und die Klitoris der Knospe oder dem Blütenstempel. Callas sind wunderschön, Orchideen auch, und sie erinnern zweifellos an die Pracht, die sich im Schoß der Frau befindet. Viele weitere Kosenamen berufen sich auf Obst, das optisch an das weibliche Geschlecht erinnert: Feige, Pflaume, Aprikose und Co.

Bei den Bezeichnungen für das männliche Geschlecht muss man zugegebenermaßen manchmal etwas schmunzeln. Da ist von Gemächt, Zauberstab oder Lanze die Rede. Auch Schwengel, Latte oder Prügel werden synonym verwendet. Fleischpeitsche oder Lustknochen sollte man sich vielleicht verkneifen. Generell gilt: Die meisten Synonyme für Penis sorgen eher für Erheiterung als für Stimulation.

Im Verlauf dieses Buches werden die genannten Synonyme bewusst eingesetzt, denn Humor ist immer gut. Gerade Sex sollte man nicht allzu ernst nehmen.

Worauf Männer beim Sex wirklich achten

»Mensch, ich hätte mir den letzten Schokoriegel verkneifen sollen!« oder »Schnell den Bauch einziehen, bevor er ihn sieht!« Wenn Ihnen solche Gedanken beim Sex oder kurz davor noch durch den Kopf gehen, sind Sie nicht alleine. Rund 78 Prozent aller Frauen überlegen, wie sie beim Sex aussehen. Verabschieden Sie sich davon! Damit ersticken Sie Ihre Lust unnötig. Und seine wird auch darunter leiden.

Sie haben keinen straffen Bauch, Cellulite und Ihr Busen ist auch nicht mehr ganz so prall, wie Sie ihn gerne hätten … na und! Aktuelle Studien haben ergeben, dass Männer vor allem auf drei Dinge achten: Gesicht, Atmung und Aktivität ihrer Liebsten. Denn dort zeichnet sich das Lustempfinden ab! Ist seine Angebetete erregt, spiegelt sich das in ihrem Gesichtsausdruck wider und die Atmung beschleunigt sich. Vielen Männern ist natürlich eine aktive Frau im Bett lieber als ein Brett, das nur herumliegt. Das bedeutet nun allerdings nicht, dass Frauen unbedingt das Zepter an sich reißen und ihn nehmen müssten, als gäbe es kein Morgen mehr.

Vor allem außerhalb fester Partnerschaften wird natürlich auch der Körper unter die Lupe genommen. Mann will ja wissen, was ihm serviert wird. Aber auch hier können die Damen der Schöpfung durchatmen. Laut Umfragen achten die meisten Kerle auf das Hinterteil. Dabei muss es nicht einem Apfel gleichen, sondern auf seine Art formschön sein und proportional zum Rest des Körpers passen. Der Bauch steht an letzter Stelle, nur 3 Prozent schenken ihm Beachtung. Hingegen rangieren Brüste auf Platz drei und werden von 13 Prozent der Männer näher angesehen.

Vergessen Sie nicht, dass Männer während des Lustspiels von Instinkten getrieben sind. Sie denken dann animalisch. Wenn Sie ihn reiten und er Ihre Brüste sieht, wird ihm garantiert nicht auffallen, dass eine Brust kleiner ist als die andere. Vielmehr wird er in Verzückung geraten, weil sie so wunderbar hin und her wackeln. Und wenn er Ihren Po oder Schenkel anfasst, spürt er sicher keine Dellen, sondern will am liebsten seine Hände in Ihrem wollüstigen Fleisch vergraben. Männer sind einfacher gestrickt, als Sie denken – vor allem beim Sex!