Die Bestreiter - Sabrina Frosch - E-Book

Die Bestreiter E-Book

Sabrina Frosch

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Beschreibung

Dieses Buch handelt von einer Gruppe einberufener Menschen, die unter erschreckenden Umständen unter dem Namen "die Bestreiter" zusammengeführt wurden. Es ist zwar gemütlich in dem Haus ihrer Begegnungen, doch was stimmt angesichts ihrer Lage nicht? Es wäre doch so viel schöner diese ohne Befürchtungen einfach nur zu genießen. Stattdessen müssen sie über ihre Rolle nachdenken und über das was sie in diese versetzt hatte. Innerhalb eines erbarmungslosem Unterfangen, wissen sie dem Leben und dem Tod nicht auszuweichen.

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EPUB
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Seitenzahl: 103

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Table of Contents

Die Bestreiter

Impressum

Die Bestreiter

Ende

Die Bestreiter
Sabrina Frosch
Impressum
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
Für den Inhalt und die Korrektur zeichnet der Autor verantwortlich.
© 2026 united p. c.
in der novum publishing gmbh
Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt
ISBN Printausgabe: 978-3-7103-2797-1
ISBN e-book: 978-3-7103-3994-3
Umschlagfoto: Sabrina Frosch
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: united p. c. Verlag
Innenabbildungen: zVg
www.united-pc.eu
Die Bestreiter
„So wie ich an deine Argumente denke, es ändert nichts an den Fakten, wenn du meinst, mir die Dinge aus deiner Sicht so zu beschreiben, als dass sie mich trösten könnten. Du gehörst nicht in meinen Kreis und bekommst keine Einladung, denn zu großem Hass hat sich unsere Distanz entwickelt und zu einem scharfen Schwert unser Defizit geschliffen.“ Reflektierte Sofia, während sie darüber nachdachte, wer ihr Stamm würde.
Es war eine Zeit, in der Menschen sich suchten, um die Einsamkeit zu brechen, sowie viele Bekannten wieder zueinander strömten oder sich knallhart mieden. So saß sie am Computer und entschied sich ein eigenes Feld zu schaffen, während sie hilflos den Zuordnungen nachschaute und ihr Name in keinem Feld mit diesen Menschen unter jenen Oberbegriffen, durch welchen sie sich in ihren Gruppen bezeichneten, gut gelegen wäre.
„Dich werde ich auch nicht anschreiben, ob du mein Feld mit mir teilen möchtest und du im Gegenzug mich auch nicht, obwohl ich weiß, dass du mich liebst.“ Redete Sofia mit unterschwellig singenden Tönen vor sich hin und versperrte einem Mann die Option sie zu sehen, während sie die noch weiteren ungeordneten Namen sah und nervös versuchte ein Feld zu erstellen, ohne Ahnung, ob sich jemand zu ihr gesellen würde. Sofia entschied sich nach ihrem gescheiterten Selbstversuch unter wenigen Anderen, ebenfalls nicht für ein Feld und sah dann, dass ein Sog, die übrig gebliebenen Leute einfach zuordnete. Bevor sie irgendwo hineingeriet, wo ein schwerer Rivale mit Namen saß, rettete sie sich gerade noch so in ein anderes Feld, in dem sie keinen Namen kannte. Es nannte sich „die Bestreiter“.
Sofia betrachtete das mehrdimensionale Haus im Webdesign und wie es sich sogleich durch ein Dach verschloss. Sie stellte fest, es schienen darin verschiedene Menschen miteinander zu handeln, die schon einiges voneinander wussten und erste Etappenregelungen erstellt hatten, denn erste Seiten auf hellbraunem Grund waren mit Buchstaben vollgeschrieben.
Anhand der Regelungen merkte sie, wie schlecht sie aufgestellt war, denn sie sah, dass obwohl sie diesen Menschen von ihrem eigenen Denken her, nicht grundlegend unterlegen gewesen wäre, gäbe es für ihre Fähigkeiten, so befürchtete sie es, weder eine Präsentation noch einen Zugang innerhalb dieser Gemeinschaft. Daher empfand sie sogleich, dort käme mit ihrem Wesen nicht weit.
Feindliche Hände aus anderen „Häusern“ besaßen zusätzlich auch hier Macht über sie, denn auf ihrem Wege hinterließ sie bis dahin finstere Erschaffungen und Spuren, die sie persönlich, so wie häuslich, namentlich beeinträchtigen könnten.
In diesem Sinne besaß Sofia den Schliff ihres Zorns an ihrem Schwert und gleichermaßen ihre Feinde das Schwert ihres bleibenden Vergehens an ihr, in der von Gott ungewollt erschaffenen künstlichen Welt und Sofia übernahm hiermit die eigene Last unerfüllter Ansprüche an ihre Person. Sie bekam ein Datum, eine Uhrzeit und einen Ort angegeben, zu einem Tag, an dem sie sich mit „ihren“ Menschen in Natur vereinen würde, die sie nur gewählt hatte, weil dort kein Feind benannt war, aber „in der Regel“ auch kein Freund.
Sofia lebte in einer Stadt in der nach einer wütenden ansteckenden Krankheit, sehr viele Menschen in einigen, daraufhin abgegrenzten Stadtteilen verstorben waren. Manche Überlebende, bewohnten nun einzelne, leer gewordene Häuser.
In hingegen anderen Stadtteilen war die Krankheit weniger oder gar nicht aufgetreten und nach einer Wende, die durch den unerwarteten klimatischen Wandel, einen womöglich vorläufigen Sieg über die Krankheit bewirkte, wurden nach einer Stadtreinigung die Menschen verpflichtet, sich neu und sauber zusammenzuschließen. Auf diese Weise sollte die Wirtschaft befähigt werden, die Regionen entsprechend abzudecken. Nun war es aber so, dass vor der Krankheit, die eine Weile das zentrale Thema der Stadt und auch der Welt außerhalb der Stadt wurde, sich bereits ein schwerwiegender Widerspruch innerhalb des Landes und der Menschen untereinander aufzutun begann. Außerdem legte sich wieder ein wachsender Schatten auf die vorherigen hierarchischen Schichten. So wurde es deutlich, dass es in Sofias Welt, also in der Stadt und noch viel weiter in die Welt hinein, Gewaltherrschaften gab, die von einem ruhigen, hindeutenden Tag an ausgehend, keine ethischen Begründungen mehr besaßen und daher auch keine nachweisliche Verständigung mehr durch eine Gegendevise unternommen werden durfte. Stattdessen wurden die Aufgaben für die Individuen in ihren Positionen plötzlich andere und das Bewusstsein der Menschen in ihren Rollen zueinander, blieb auf ihnen liegen. Es waren schwere Opfer und ihre Täter gewesen, doch der Schatten der Opfer blieb lange Zeit im unten. Aber die nach dem neuen Freiheitsbeschluss, sogleich folgende wütende Krankheit, blieb vorrangig die Sorge eines jeden Menschen.
Sofia besaß zunächst weiterhin auf ihrem Weg nur ihre Person und kannte sich selbst darin in verschiedenen Rollen unter den Menschen. Arbeiten tat sie in ihrer Laufbahn bis zuletzt, weder als unheilvoll sprechender Richter, der als Vertreter für Geschichte, Politik und Wirtschaft sein Urteil fällte und weniger den Menschen als sich selbst würdigte, noch als Sklave ihrer eigenen Sünden. Auch trug sie nicht die Last wie Andere über denen diverse Gewalten einhergingen, um nur daher mit gegebenem Brot durch die Christen in diesem Abkommen zu überleben. Ihr jedoch wurden allerdings, in dieser von Menschen völlig technisch ausgerichteten Welt, Aufgaben zugetragen, so wie es nun mal für ein jedes Wesen für sein Überleben üblich war zu arbeiten. Wenn auch der Mensch sich wenig die schöne Natur bot, nahm solches Leben eines jeden gut oder schlecht und an jenem Tag unter der Gesamtheit der Menschheit auch ihres, ein Ende. Krieg sollte vermieden werden und ihre Gemeinschaft waren die „Bestreiter“.
Sofia lebte in einer nur noch wenig bewohnten Gegend, doch nichts war durch sie hindurchgegangen, weil sie vorrangig alleine geblieben war. Jedoch musste sie mit ansehen, wie lauter Leichen aus den Häusern getragen wurden von Menschen mit Plastikbekleidung und es wurde an ihre Tür gerempelt, um zu fragen, ob sie noch lebe. In einer Zeit bekam sie ihre Versorgung nur durch Pakete geliefert, die durch Hubschrauber mit Namen auf den Asphalt geworfen wurden.
Doch diese Zeit war vorübergegangen und die Zone war nicht mehr abgeriegelt und es gab für die letzten Bewohner der Zone wieder für eine begrenzte Weile Verkauf. Der Tag, an dem sie ihre Gemeinschaft in einem Milieu kennenlernen sollte, war schon der folgende und sie wusste, es gab erst mal keine Rückkehr, sondern nur ein neues zu Hause bei neuen Menschen, die sich unter einem Motto versammelten und sie würde mit sich darin irgendeine Rolle einnehmen müssen.
Dieses Haus lag mit in ihrem Ursprung und Vorkommen verankert, so hatte es ihr Leben entschieden und ihr Lebensverlauf war im Computersystem zur Entscheidung ihrer Gemeinschaft von irgendeinem unbekannt gewordenen Staat, so im Netz für ihren Namen eingerichtet worden. Im Zentrum sah sie daher, die ihr bekannten Personen in ihren alten und neuen Verbindungen mit ihr, sowie diese Menschen ebenfalls ihre Beziehungen mehr oder weniger zueinander hatten. Dabei mit im Fokus war auch ihr Haus und noch andere Häuser mit durchweg unbekannten Menschen, mit denen sie anscheinend irgendetwas anliegendes verband und sie wusste, noch nicht, was ihr Gemüt innerhalb dieser Entscheidung anrichtete, obwohl es noch weitere mögliche Häuser mit ganz anderen Namen gab.
Sofia las die Richtlinien auf der Homepage zu dem, wie sie vorstellig zu werden hatte und packte daraufhin einen Koffer mit den entsprechenden Utensilien. Es stand geschrieben, dass alle Mittel, um natürlich zu überleben, inklusive Pflegeprodukte vorrätig seien und nur etwas Tag und Nachtkleidung gebraucht würde, sowie kleine persönliche und wertvolle Dinge, die man nicht hinterlassen wolle, mitgebracht werden dürften.
Ihrem zugeordneten Namen, über den sie auf der Seite angesprochen wurde, sollte sie auf Nachfrage, weitere Informationen über sich hinzufügen. Kurz darauf bekam sie eine Nachricht, in der ihr eine Uhrzeit und eine nahegelegene Haltestelle an ihrem Wohnort angegeben wurde, um dort in einen Bus zu steigen, der sie in den Ort ihrer Verpflichtung, einfahren würde.  
Am Morgen zog Sofia mit ihrem Koffer los und während sie diesen hinter sich herzog, beobachtete sie auf ihrem Weg, dass die Polizei Streife fuhr und hörte deren Ansage durch einen Lautsprecher donnern: „Achtung, Achtung, verlassen sie sogleich ihre Häuser und begeben sie sich zu ihrer vorgegebenen Haltestelle.“ Sofia bemerkte, wie so manche anderen Leute mit ihren Koffern loszogen, doch in unterschiedliche Richtungen.