Die Birke im Moor - Tamara Dyck - E-Book

Die Birke im Moor E-Book

Tamara Dyck

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Beschreibung

Das Moor hat viele Gesichter. Es kann lebendig sein, oder den Tod mit sich bringen. Elena glaubt, das Moor zu kennen. Dennoch bereut sie es, dem Ruf gefolgt zu sein.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 20

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Die Birke im Moor

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Die Birke im Moor

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Die Birke im Moor

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Danke

Mein Dank geht vor allem an meine Eltern, die sich immer wieder meine Ideen anhören müssen. Und nicht selten schütteln sie die Köpfe und fragen sich, wo das denn jetzt schon wieder her kommt.

Die Birke im Moor

Sanft wog sich die Birke im Wind. Die kleinen Blätter raschelten ihr Lied und in der Nähe stieg ein Reiher in die Luft. Ansonsten herrschte Stille. Das Schweigen war es, was Elena immer wieder in diese karge Landschaft zog. Die unzulängliche Gegend war von wenigen Holzstegen durchzogen, die früher den Arbeitern den Weg hinaus- und hinein gewiesen hatten. Viele Jahre hatten diese damit verbracht, das Moor trockenzulegen und den Torf zu stechen. Die schmalen Gräben zeugten von dieser Zerstörungswut. In einigen schimmerte das trübe, bräunliche Wasser, welches ausgeleitet werden sollte, um an den kostbaren Torf zu gelangen.

In ihrem Dorf gab es viele Erzählungen von den Männern und Frauen, für die diese harte Arbeit das einzige Einkommen war und gleichzeitig die Winter erträglicher machte. Und dann gab es noch die Geschichten über Leute, die zwar zur Arbeit gingen, aber nie wieder gesehen worden waren. Genaue Zahlen gab es aber wohl nicht. Vielleicht war das nur der Versuch, mit solchen Horrorerzählungen den Kindern Angst zu machen und sie so davon abzuhalten, ins Moor zu laufen. Somit war das Moor sowohl Zukunft, als auch Verderben. Am spannendsten fand Elena die Erzählung von dem jungen Mädchen, das nach ihrem Verschwinden angeblich immer wieder gesehen worden war, aber nie mehr nach Hause kam. Die Alten behaupteten, sie wäre abgehauen, andere sagten, der Herr des Moores hatte sie zu sich geholt, weil er sich in sie verliebt hatte. Wann immer Elena an der Birke war, musste sie daran denken. Es hieß: „Dort wo die Birke sich tapfer gegen das Böse stellt, ward die Magd zu Letzt gesehen.“ Vielleicht war es genau dieser Baum, um den es ging. Mit seiner weißen, an manchen Stellen gräulichen Rinde wirkte er rein und jungfräulich. Wie konnte dieser so einladender Baum eine Warnung sein?