Die Dreigroschenoper - Bertolt Brecht - E-Book

Die Dreigroschenoper E-Book

Bertolt Brecht

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Beschreibung

"Brecht zielt mit der Dreigroschenoper auf die Entlarvung der korrupten Bourgeoisie. Auf der einen Seite erscheint der Bettlerkönig Peachum als Musterbeispiel des Geschäftemachers, für den Not und Armut nichts anderes sind als Mittel zum Zweck; auf der anderen Seite entpuppt sich der skrupellose Verbrecher Mackie Messer als Prototyp sogenannter bürgerlicher Solidität. Peachum mobilisiert die Bettlermassen, organisiert eine Demonstration des Elends und droht, den Krönungszug zu stören, falls der korrupte Polizeichef Tiger-Brown sich weigern sollte, Mackie Messer zu verhaften, der Peachums Kreise störte."

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Seitenzahl: 121

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Bertolt Brecht, geboren am 10. Februar 1898 in Augsburg, starb am 14. August 1956 in Berlin.

Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill ist seit ihrer Aufführung 1928 weltweit eines der bekanntesten und meistgespielten Theaterstücke. Ungeachtet der großen Popularität des Werks war seine Quellenlage lange unzureichend, bis heute wird es ausschließlich in der zweiten Druckfassung verbreitet, die Brecht 1932 veröffentlichte und die sich vom Erstdruck 1928 gravierend unterscheidet. Mit der hier vorliegenden Publikation des Erstdrucks erscheint nun eine weithin »unbekannte« Textfassung Brechts, welche ihre Nähe zur Musik Weills und zur Uraufführung wiederherstellt.

Die Dreigroschenoper

Der Erstdruck 1928

Suhrkamp

Der vorliegende Text folgt dem Erstdruck:

Die Dreigroschenoper (The Beggar's Opera). Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern nach dem Englischen des John Gay. Übersetzt von Elisabeth Hauptmann. Deutsche Bearbeitung von Bert Brecht. Musik von Kurt Weill, Wien/Leipzig: Universal-Edition A. G. 1928.

Leben des Galilei. Schauspiel erschien in der hier abgedruckten Berliner Fassung von 1955/56 erstmals 1957 im Rahmen der Stücke Bertolt Brechts im Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main.

Der vorliegende Text folgt der Ausgabe:

Bertolt Brecht, Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, herausgegeben von Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei und Klaus-Detlef Müller, Band 5: Stücke 5, bearbeitet von Bärbel Schrader und Günther Klotz, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1988, S. 187–289.

eBook Suhrkamp Verlag Berlin 2013

© Brecht-Erben/Suhrkamp Verlag Berlin 1950

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.

Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlag: Willy Fleckhaus

eISBN 978-3-518-73220-5

www.suhrkamp.de

PERSONEN

JONATHAN JEREMIAH PEACHUM, Chef einer Bettlerplatte

FRAU PEACHUM

POLLY PEACHUM, ihre Tochter

MACHEATH, Chef einer Platte von Straßenbanditen

BROWN, Polizeichef von London

LUCY, seine Tochter

Macheaths Leute, Straßenbanditen

TRAUERWEIDENWALTER

HAKENFINGERJAKOB

MÜNZMATTHIAS

SÄGEROBERT

EDE

JIMMY

FILCH, einer von Peachums Bettlern

SPELUNKENJENNY, Hure

SMITH, erster Konstabler

BETTLER

HUREN

KONSTABLER

NR. 1. OUVERTÜRE.

Während der Ouvertüre geht der kleine Zwischenvorhang, auf dem »Die Dreigroschenoper« steht, auf, und man sieht auf den beiden Projektionstafeln rechts und links den Titel: Sie werden heute abend eine Oper für Bettler sehen. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein sollte, daß Bettler sie bezahlen können, heißt sie

»Die Dreigroschenoper«.

Nach der Ouvertüre schließt sich der kleine Vorhang. Wenn er wieder aufgeht, stehen die Schauspieler, wie jedesmal, schon auf ihren Plätzen, sind aber nicht beleuchtet, damit man die Schrift auf der Tafel sehen kann.

Der Titel des Vorspiels heißt:

Die Moritat von Mackie Messer

Nachdem die Tafeln so lange beleuchtet waren, daß man die Inschriften lesen konnte, geht die Beleuchtung von den Tafeln weg auf die Schauspieler.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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