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Ein erschütterndes Land.Familien.Drama mit ungewissem Ausgang. Eine ehemalige Mutter, die ihr einziges Kind grauslich und diffamierend behandelte. Der Spruch: Blut ist stärker als Wasser entlockte ihr höchstens ein süffisantes Lächeln. Eine fremde Familiendynastie lag ihr mehr am Herzen als ihr einziger Sohn. Hinterhältigkeit und Falschheit waren ihre ständigen Begleiter. Personen mit psychischer Instabilität wird dringendst abgeraten, dieses Buch zu lesen.
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Seitenzahl: 137
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Rechtliche Hinweise
Vorwort
Definition: „Ehemalige Mutter“
Handelnde Personen
Der Anfang - Die gute alte Zeit
Der einzige Sohn reift heran
Das Internat
Hochzeit
Die Vorboten zur Scheidung
Die Scheidung
Die Gerichtsverhandlung
Die ominöse Parte
Dornröschenschlaf
Der Hinauswurf
Brief an die Kinder
Die Rache
Die Luftbildaufnahme
Die Unterwerfung
Das Umfeld
Seine Frau (die echte Schwiegertochter)
Die christliche Nächstenliebe
Nachwort
Der Autor
Weitere Publikationen
Die Personen und die Handlung des Buches sind frei erfunden.
Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie dieses Buch nicht oder fragen vorher Ihren Arzt oder Apotheker.
Sie handeln auf eigene Gefahr.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Eltern haften für ihre Kinder.
Bei all meinen bisherigen Büchern galt der Grundsatz:
„Ich möchte die Menschen unterhalten!“ Unterhalten mit lustigen Inhalten, die einzig und allein dazu geschrieben wurden, dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Der Unterhaltungsfaktor, sprich das Amüsement, stand im Vordergrund und damit dürfte ich aufgrund der vielen, positiven Rückmeldungen genau ins Schwarze getroffen haben.
Doch irgendwie verspürte ich nun das Bedürfnis, mich neuen literarischen Aufgaben und Herausforderungen zu widmen. Ähnlich einem Komiker oder Kabarettisten wollte ich nicht nur diese eine Sparte bedienen, sondern mich in einer anderen gegensätzlicheren Thematik versuchen. Von Schauspielern, die immer nur in lustige Rollen gedrängt werden, weiß man ja, dass sie irgendwann auch einmal eine traurige oder ernste Gestalt oder, als absolutes Highlight, sogar den Bösewicht mimen wollen.
In mir geisterte schon seit einiger Zeit der Gedanke umher, einmal einen Roman, eventuell mit ernstem Hintergrund, zu schreiben. Wie es der Zufall dann so wollte, lernte ich einen Bekannten kennen, der mir seine Lebens- und Leidensgeschichte erzählte. Unzählige Stunden schilderte er mir von Kindheit an bis heute, was sich so alles in seinem langen Leben ereignete. Je länger ich ihm zuhörte, desto mehr faszinierte mich seine Geschichte. Je mehr Stunden er sich seine Erlebnisse von der Seele reden konnten, umso mehr hatte ich das Gefühl, dass er lockerer und freier wurde. Indem er unentwegt von seinen guten als auch schlechten Erinnerungen plauderte, sozusagen sein Herz ausschüttete, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich das positiv auf sein Ego auswirkte. Die ursprünglich harmlose oberflächliche „Erzählerei“ entpuppte sich bald als sehr spannend und vor allem auch dramatisch. War er anfangs noch eher verhalten, sprudelten nach einiger Zeit seine Erinnerungen nur so. Die vielen Ereignisse ergaben, aneinandergereiht, den Stoff zu diesem einzigartigen und spannenden Land-Familien-Drama.
Besonders auffällig kristallisierte sich dabei die Rolle seiner Mutter unter all den handelnden Personen heraus.
Im Roman wird sie stets als die „ehemalige Mutter“ bezeichnet. Weshalb von einer „ehemaligen Mutter“ gesprochen wird, diesbezüglich soll nachstehende Definition Klarheit verschaffen:
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der
a) biologisch leiblichen Mutter: Sie bringt ein Kind, ihren Nachwuchs durch einen Geburtsvorgang, egal ob auf natürlichem oder operativem Vorgang, zur Welt.
Naturgemäß ist diese Form der Mutterschaft auf der ganzen Welt am weitesten verbreitet und
b) der Mutter im sozialen und psychologischen Sinne: Diese Mutter bringt ihrem Kind Mutterliebe entgegen.
Dadurch schafft sie die Grundlage, dass ein Kind seine erste emotionale Bindung zu einem anderen Menschen herstellen kann.
Und abschließend müssen wir uns mit dem Begriff der sogenannten
c) ehemaligen Mutter auseinandersetzen: Diese Mutterform ist eine Vermischung aus leiblicher Mutter und einer Mutter, deren sozialer und psychologischer Background entweder negativ belegt ist oder überhaupt zur Gänze fehlt. Diese Mutter hat sich von ihrem Nachwuchs losgesagt. Sie überträgt ihre Mutterliebe auf fremde Personen. Während sie diese nicht zur Stammfamilie gehörende Gruppe im großen Stile unterstützt und fördert negiert sie, ohne Rücksicht auf Verluste, ihr eigenes Fleisch und Blut.
Ich sehe solche ehemaligen Mütter eigentlich als Mutation und Fehlplanung der Natur. Die so wichtige emotionale Bindung, das Urvertrauen, ist nicht mehr vorhanden. An der biologisch leiblichen Mutter mit all ihrem sozialen und psychologischen Umfeld fand, aus welchen Gründen auch immer, eine regelrechte Umpolung statt. Sie entfernte sich zusehends aus der Mutterrolle bis letztendlich nur mehr die „ehemalige“ Mutter übrig blieb.
Eine ehemalige Mutter ist sozusagen „weder noch“ und somit für ihren Nachwuchs absolut bedeutungslos, da keine aufrechte Bindung mehr besteht. Die ehemalige Mutter ist faktisch weder im menschlichen Bereich noch in familiär sozialer Hinsicht vorhanden. Normalerweise müssten diese Fehlplanungen der Natur der natürlichen Selektion zum Opfer fallen. Vermutlich sind diese „unnötigen Kreaturen“ weltweit gesehen aber Gott sei Dank eher in der Minderheit. Gäbe es nämlich diese offensichtlich fehlgeleiteten Wesen öfters, dann „gute Nacht“ liebe Welt. Sämtliche Formen von Zuneigung, Liebe und Vertrauen würden in Frage gestellt; das soziale Gefüge wäre massiv bedroht und somit in weiterer Folge die gesamte Menschheit. Man liest und hört zwar in den Medien von Gewalttaten, die meist von männlichen Personen begangen werden. Seltener erfährt man von psychischen Terroraktionen von Frauen, für die meist die „ehemaligen Mütter“ verantwortlich zeichnen. Was die mit ihren Kindern anstellen ist ebenso verwerflich wie körperliche Gewalt. Gerade diese Mütter zerstören das für Kinder so wichtige, zukunftsweisende Urvertrauen.
Natürlich sind dann deren Kinder enttäuscht, entsetzt, fassungslos, irritiert, verzweifelt und suchen mitunter sogar die Schuld bei sich selbst.
Als Folgen kennen wir schwerwiegende Verzweiflungstaten. Oft beginnend mit Selbstverletzung (Ritzen) bis mitunter zum ultimativen Ende, dem Suizid.
Ein Großteil der Medien lebt davon tagtäglich über den Tod zu berichten; frei nach dem Motto: „Bad news are good news!“
Um nun Folgeschäden für Betroffene weitgehendst hintenanzustellen, soll dieser Roman auch Unterstützung und Hilfestellung bieten.
Dabei spielt ein Satz die zentrale Rolle: „Du bist nicht schuld am irrationalen Verhalten deiner ehemaligen Mutter!“
Unsere ehemalige Mutter war mit einer derartigen Frechheit, Niederträchtigkeit und Falschheit ausgestattet, wie das nur selten vorkommt. Sie hatte über Generationen hinweg, Menschen abwertend, grauslich, diffamierend behandelt und ihre Gemeinheit kannte keine Grenzen. Sie spielte Menschen gegeneinander aus und erfreute sich richtiggehend an deren Zwistigkeiten.
Das einzige, woran man sich auch in Zukunft noch erinnern wird: „Sie hat ihr Lebenswerk, als auch das der vorherigen Generationen, zerstört und lediglich verbrannte Erde hinterlassen. Das war die ehemalige Mutter, die ihr eigenes Fleisch und Blut verraten hat!“
Normalerweise kommt man ja an solche Inhalte gar nicht heran; und wenn doch, dann nur unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Wer gibt schon gerne preis, dass seine Mutter eine einzige Katastrophe war. Wer spricht schon gerne das verächtliche Verhalten der eigenen Mutter an?
Die meisten Betroffenen schweigen aus Scham beharrlich zu diesem Thema. Wer will sich schon so weit öffnen?
Bei den Recherchen zu diesem Buch traten plötzlich unzählige Beispiele zu Tage, dass solche Wesenstypen von Müttern öfter unter uns weilen, als man vermuten könnte. Je mehr man sich mit diesem Thema auseinandersetzte, umso mehr konnte man in Erfahrung bringen, wie sehr eigentlich solch mutierte Mütter ihre Umgebung bzw. ihren Nachwuchs quälten. Sie erfüllten so gar nicht das Klischee der fürsorglichen, aufopfernden, liebevollen, verständnis- und hingebungsvollen Mutter:
1) So war z.B. die Mutter eines Freundes vom Glauben einer bestimmten religiösen Kleingruppe derart angetan, dass sie dafür quasi über Leichen ging. Nicht genug damit, dass sie ihre Ehe opferte und sich ihr Mann zum Wohle der Familie von ihr trennte, versuchte sie auch die drei Kinder von der großen „Wahrhaftigkeit“ zu überzeugen. Ihre massiven Bemühungen, sich doch endlich ihrer Glaubensrichtung anzuschließen, betrieb sie mit entsprechender Vehemenz über Jahrzehnte hinweg. Dazu war ihr fast jedes Druckmittel recht. Jahre später hatte der mittlere Sohn jedweden Kontakt abgebrochen, da er mit ihr einfach nichts mehr zu tun haben wollte.
Seinerzeit entsorgte sogar seine Mutter Schallplatten von seinem Lieblingsmusiker David Bowie mit der Bemerkung, dass es sich dabei um „Teufelszeug“ handle. Auch der jüngste Sohn wandte sich von ihr ab. Lediglich der älteste Sohn kümmerte sich regelmäßig um die mittlerweile total vereinsamte Mutter. Seine Kontakte beschränkten sich jedoch nur auf das allernotwendigste Ausmaß, wie Medikamente besorgen oder Behördenwege erledigen. Diese Fürsorge geschah somit keinesfalls aus Zuneigung zur Mutter. Er fungierte lediglich als guter und anständiger Junge, der nach dem Motto handelte: „Man kann ja nicht so sein.“
2) Ein anderer Freund hatte ebenfalls großes Pech mit seiner Mutter. Da er immer und ewig nach deren Zuneigung lechzte und ihm diese versagt wurde, versuchte er u.a. durch Alkoholeskapaden auf sich aufmerksam zu machen. Da ging natürlich der Schuss nach hinten los – sie verstand nicht die Bedeutung, den Hilfeschrei, seines Handelns. Nun griff er zu noch drastischeren Mitteln und landete letztendlich im Gefängnis. Die Mutter, keinesfalls mit Feingefühl gesegnet, verteufelte ihren Sohn nun mit noch mehr Vehemenz. Anstatt seine Signale richtig zu deuten und ihm endlich Liebe und Anerkennung zu teil werden zu lassen, sagte sie sich von ihm los. Symptomatisch für die total fehlgeleitete Mutter-Sohn-Beziehung ist auch die nächste Begebenheit. Bei einem Ferialjob in einer Spenglerei hatte er sich den rechten Zeigefinger gequetscht. Er hoffte auf tröstende Worte, als ihn die Mutter im Krankenhaus besuchte. Doch weit gefehlt. Seine Mutter sagte wortwörtlich zu ihm: „Auch dafür bist du zu deppert!“
3) Eine ehemalige Kollegin litt schon seit ihrer Kindheit unter der Dominanz ihrer Mutter, da sie ihr nie etwas recht machen konnte. So verließ sie schon relativ zeitig das Elternhaus, um eine eigene Familie zu gründen. Sie lernte ihren zukünftigen Mann kennen und war bis über beide Ohren verliebt. Bald krönte die Frohbotschaft das Familienglück, Nachwuchs wurde erwartet. Als sie jedoch auf tragische Weise in der Schwangerschaft ihr Kind verlor, äußerte sich ihre Mutter ganz emotionslos: „Ned amoi des bringst zaum!“ Ab diesem Zeitpunkt verstand die Kollegin die Welt noch weniger und war für alle Zeit ein gebrochener Mensch. Es zerbrach nicht nur die Verbindung zu ihrem geliebten Mann, auch zukünftige Partnerschaften waren immer nur von kurzer Dauer. Das Verhältnis zur eigenen Mutter ging vollends den Bach hinunter. Kontakte beschränkten sich nur auf besondere Anlässe, wie Geburtstag, Weihnachten, weil es sich „halt familienintern“ so gehörte. Sehr zum Leidwesen ihres Vaters, dem das schlechte Verhältnis zwischen seiner Frau und seiner Tochter zutiefst zuwider war und entsprechend zu schaffen machte.
4) Die Mutter eines bekannten Akademikers sprach reichlich dem Alkohol zu. Als Kind konnte er sich ihrer Zuneigung nur dann erfreuen, wenn er sie reichlich mit Alkohol und Zigaretten versorgte. Man muss das einmal vorstellen: Als kleiner Junge war er sozusagen ständig damit beschäftigt seiner Mutter, entweder im Geschäft oder Gasthaus, die notwendigen Drogen zu besorgen, nur um die Anerkennung zu finden, die für ein Kind unerlässlich ist.
5) Im erweiterten Bekanntenkreis loderte schon lange das Feuer der Dissonanz zwischen Mutter und Sohn. Egal welche Damen er auch auserwählte und zu Hause vorstellte, keine gereichte seiner Mutter zur Ehre. Die eine war zu groß, die andere zu dünn, eine zu wenig Schulbildung … aber der wahre Grund: sie hatten alle zu wenig Joch; d.h. sie würden zu wenig an Vermögen und Grund in die Ehe einbringen. Die damit einhergehenden Streitereien fanden ihren Höhepunkt letztendlich darin, dass der eigene Sohn nicht zum Begräbnis seiner Mutter erschien und somit ein für alle Mal klarmachte: „Du bist das Letzte, ich will mit dir nichts mehr zu tun haben!“
6) Ein bereits verstorbener Bekannter litt zeitlebens sehr unter der Dominanz seiner Mutter. Obwohl er augenscheinlich nach außen hin ein angesehener und in seinem Beruf sehr erfolgreicher Mann war, dürfte ihm die Beziehung zu seiner Mutter sehr zu schaffen gemacht haben. Er konnte all die negativen Eindrücke nur unter Zuhilfenahme von Alkohol halbwegs ertragen, was ihn letztendlich jedoch ins Grab brachte.
7) Bei einem anderen Bekannten gestalteten sich die Beziehungsfragen ähnlich schwierig. Keine zukünftige Frau passte der Frau Mama und spätestens nach wenigen Monaten suchte jede Dame das Weite, da die Mentalität des „Hausdrachens“ und deren unterschwelligen Bemerkungen sehr verletzend wirkten. Auch der Sohn suchte letztendlich sein Heil in der Flucht, verzog in eine andere Gemeinde und besuchte das elterliche Anwesen nur mehr Anlass bezogen. Er entwickelte sich regelrecht zum Eigenbrötler, wenn wundert´s, obwohl er im Grund genommen ein hochintelligenter und feinsinniger Mensch mit vielen Interessen war.
Vielleicht hilft dem einen oder anderen das Buch dabei, seine eigene Vergangenheit, seine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet besser zu verarbeiten. Vielleicht hilft es aber auch, das widerwärtige Verhalten einer ehemaligen Mutter besser zu verstehen, um schlussendlich seinen Seelenfrieden zu finden. Vielleicht hilft es aber auch, mutig, zielstrebig und selbstbewusster in schwierige Situationen hineinzugehen, um dann als würdevoller, anständiger und gereifter Mensch hervorzugehen.
Es war einmal. So beginnen fast alle Märchen. Diese Geschichte ist leider Gottes kein Märchen, aber ebenso spannend, furchteinflößend, unglaublich, tragisch und herzzerreißend. Im Gegensatz zu einem Märchen endet unsere Geschichte vermutlich nicht mit einem „Happy End“.
Die Hexe ist eine ehemalige Mutter, die versuchte ihrem einzigen Sohn und Kind das Leben zur Hölle zu machen.
Aber der Reihe nach. Da es sich bei der ehemaligen Mutter um eine Person handelte, die ihr schauspielerisches Talent geschickt einzusetzen wusste, um andere Menschen zu täuschen und zu hintergehen, erleichtert eine Darstellerliste – wie beim Film – die Zuordnung der
Die ehemalige Mutter: Benötigt eigentlich keine nähere Beschreibung mehr, außer wie schon erwähnt: verschlagen, hinterlistig, abwägend, falsch, …
positive Eigenschaften: sehr erfolgreich im Manipulieren und gegenseitigen Ausspielen von Menschen; ist sich ihrer schauspielerischen Fähigkeiten voll bewusst
Ihr verstorbener Ehepartner: ausgeglichener, freundlicher und kameradschaftlicher Mann, der ihre Launen stoisch ertrug und jedem Streit (leider) aus dem Weg ging; trieb sie es wieder einmal zu bunt zog er sich in die Werkstatt zurück, wo er seinen Frust durch manuelles Arbeiten zu kompensieren versuchte
Ihr höriger Lebensabschnittspartner (LAP):
meinungsloser, höriger, konfliktscheuer, ja-sagender Lebensabschnittspartner; Befehlsempfänger und Handlanger der „ehemaligen“ Mutter; im Innersten seines Herzens jedoch „a guate Sö (eine gute Seele)“
Ihr einziger Sohn (das einzige Kind): aufbegehrender, selbständiger, fleißiger, frecher, nicht nach der Pfeife tanzender, nachdenklicher, der Wahrheit und Objektivität zugeneigter Ableger der „ehemaligen“ Mutter, der sich bis dato all ihren Anfeindungen und Schikanen entgegenstellte und vor allem: kein Schmarotzer, kein Erbschleicher, kein Speichellecker.
Sein Credo: „audiatur et altera pars (man höre auch immer die andere Seite).“
Ihre Ex-Schwiegertochter: hat sich nichts geschaffen, ein Günstling, setzte sich in das gemachte Nest;
dürfte aber mit ihrer ruhigen Art, der Diplomatie zur Unterwürfigkeit, das Herz und vor allem die Geldbörse der „ehemaligen“ Mutter öffnen können;
hat jedoch über die Jahrzehnte hinweg große Steherqualitäten und eine ausgesprochene „Verbiegekultur“ bewiesen, da sie noch immer neben ihrer Ex-Schwiegermutter, die ihr absolut nicht zum Gesicht steht, Tür an Tür lebt;
Ihre Haupt-Enkelkinder (aus erster Ehe):
Ihre Neben-Enkelkinder (aus zweiter Ehe):
Ihre richtige Schwiegertochter: lebt mit dem einzigen Sohn in aufrechter Ehe; obwohl sie von der ehemaligen Mutter ebenso wie der einzige Sohn gehasst wird, bewahrte sie stets Contenance und ließ sich zu keinen Abfälligkeiten hinreißen
Ein Land-Familien-Drama, das einem den kalten Schauer über den Rücken laufen lässt und bei manchem Leser mit Sicherheit ein:
„Das gibt´s doch gar nicht;
das kann einfach nicht sein;
na, so etwas;
das könnte ich mir nie vorstellen;
ungeheuerlich;
das will eine Mutter sein!“
hervorruft.
Los geht´s.
Ach ja, eins noch:
Personen mit psychischer Instabilität wird dringendst abgeraten, dieses Buch zu lesen!
Der einzige Sohn einer ehemaligen Mutter, damals noch Mutter, wurde vor etwa 60 Jahren in vierter Generation in eine Kleinbauernfamilie hineingeboren. Das kleine idyllische verschlafene Dorf bestand aus einem Dutzend mehr oder weniger großen Gehöften mit insgesamt ca. 50 Einwohnern. Nestähnlich eingebettet von den umliegenden Feldern, strahlte es eine gewisse Beschaulichkeit und Ruhe aus.
Auch der Dreikanter der Kleinbauernfamilie strahlte nach außen hin eine gewisse Beschaulichkeit aus, obwohl er schon ein wenig in die Jahre gekommen war. Es fehlte aber an allen Ecken und Enden einfach das Geld, um dem Gehöft wieder etwas Glanz zu verleihen. Das Wirtschaftsgebäude, die Stallungen und auch der Wohnbereich entsprachen einfach nicht mehr dem gängigen Standard.
Damals noch üblich, heutzutage unvorstellbar, befand sich die Toilette gegenüber dem Hauptgebäude. Man musste erst den Hof überqueren, um überhaupt zum WC zu gelangen. Vor allem in den damals noch richtig kalten Wintermonaten überlegte man sich den Gang „auf´s Häusl“ sehr genau. Das Plumpsklo wirkte absolut nicht einladend, verströmte eine strenge Duftnote und wohl fühlten sich in diesem Holzverschlag augenscheinlich nur die zahlreichen Spinnen. Nicht umsonst verwendete man zu dieser Zeit auch öfters die Bezeichnung „Abort“ (Ab-Ort) für das stille Örtchen. Auch Klopapier, wie wir es aus der heutigen Zeit kennen, gab es nicht. Dafür mussten Zeitungen herhalten, die klein geschnitten und dann zerknüllt wurden, um einen gewissen Wohlfühl-Effekt zu erzeugen. Mit der Zeit lernte man, dass Werbeprospekte mit Hochglanzseiten, nicht die geforderte Saugfähigkeit und vor allem auch nicht den gewünschten Weichheits-Faktor aufwiesen. Am besten eigneten sich die stinknormalen Tages- und Wochenzeitungen, die vielleicht noch einmal kurz vor
