Die Garantie - Peter Ghost - E-Book

Die Garantie E-Book

Peter Ghost

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Beschreibung

Europa wird von Flüchtlingen aus dem nahen Osten überrannt. Deutschland nimmt die Menschen auf denn das Asylgesetz verpflichtet die Deutschen zur Hilfe. Was keiner weiß, alles wird von einem deutschen IS-Kämpfer gesteuert. Kämpfer stehen bereit um Deutschland mit einer Welle von Gewalt zu überziehen. Der Roman beschreibt was passieren kann, wenn der IS den Sturm auf Europa befiehlt

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Peter Ghost

Die Garantie

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Anmerkung:

Aus dem Koran

Mai im Vorjahr

März

Juni

Juni, in der Nähe von Erbil, Irak

Juni, Chebba, Tunesien

Juni, Ankara

Juni, Reise nach Westen

Izmir, türkische Mittelmeerküste

Die Überfahrt

Kos

Juni, irgendwo im Irak

Kos 2

Said

Juli

Ende Juli

Ende August

September

Oktober

November

Anfang Dezember

Mitte Dezember

die Woche vor Weihnachten

Der letzte Tag

9.50 Uhr Ortszeit, irgendwo in Syrien

8.55 Uhr, BKA

10.15 Uhr Ortszeit, irgendwo in Syrien

13.00 Uhr im BKA

11.00 Uhr Ortszeit, irgendwo in Syrien

Berlin

Impressum neobooks

Anmerkung:

Die Geschichte ist frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit Personen und Ereignissen

wären rein zufällig.

Aus dem Koran

Sure 4, Vers 91:

„Tötet sie, wo ihr sie findet“

Sure 9, Vers 30:

…Und es sprechen die Nazarener: „Der Messias ist Allahs Sohn. …….. Allah schlage sie tot!“

Sure 98, Vers 6: 

Siehe, die Ungläubigen vom Volk der Schrift und die Götzendiener werden in Dschahannams Feuer kommen und ewig darinnen verweilen. Sie sind die schlechtesten der Geschöpfe.

„Wir Moslems werden die Welt erobern“.

„Wir werden Rom erobern und das Zentrum der Christen zerstören“.

„Die Männer werden versklavt, ihre Frauen vergewaltigt und die Kinder zum Islam erzogen“

„Wer nicht Moslem wird und nach Mekka betet wird elendig sterben“.

„Uns gehört die Welt denn wir sind unter der Gnade Allahs“.

„Allahu akbar“

. . .

Der Islam ist nicht der IS

Peter Ghost

Die Garantie

Roman

Mai im Vorjahr

Ali schleppte sich mühsam durch die Wüste. Er musste versuchen, sich so weit wie möglich dem Treffpunkt zu nähern. Sein Bein schmerzte und der Durst quälte ihn fürchterlich. Obwohl er ein Sohn der Wüste war bereitete ihm seine jetzige Lage große Probleme.

Zuerst lief alles nach Plan. Er konnte sich den IS Kommandanten soweit nähern, dass er sie gut beobachten konnte. Was gesprochen wurde hörte er über einen kleinen Empfänger mit. Nach dem Treffen der IS-Führung gelang es ihm sich unbemerkt zu entfernen und Tom zu verständigen, dass sie sich treffen mussten. Ali forderte Tom auf ausreichend Bargeld mitzubringen denn es sei die Nachricht des Jahrtausends.

Es war vor zwei Tagen zur hereinbrechenden Dunkelheit als das Treffen stattfand. Said, ein radikaler Moslem und fanatischer Anhänger des Islamischen Staates aus Duisburg, Deutschland, traf den drittmächtigsten des IS, Abdul Boka. Das Treffen war kurzfristig beschlossen worden und Ali hatte nur durch Zufall davon erfahren. Als Boka das Telefongespräch mit dem Deutschen entgegennahm war Ali im Raum um die Tagesbefehle zu empfangen. Aus dem wenigen gesprochenen entzifferte Ali, dass es sich um einen Plan handelte, der alles in der Welt verändern würde. Zuerst wusste Abdul nicht wie wichtig dieses Gespräch werden würde, weswegen er Said herzlichst mit Namen am Telefon begrüßte. Dann, nach und nach wurde Abdul immer leiser und am Ende hörte er nur noch zu. Ali hörte Abdul den Ort und die Zeit flüstern, dann legte Abdul auf.

Wortkarg, im Geiste mit anderem beschäftigt, überreichte Abdul die Papiere an Ali und entließ ihn.

Ali machte seinen Dienst weiter als hätte er nichts verstanden. Für Ali war es extrem wichtig, dass er als „Halbidiot“ Dienst tat. Nur so würde er nicht wieder in die endlosen Verhöre geraten, die der IS jedem Neuling angedeihen ließ.

Am nächsten Abend machte Ali sich auf um zum Treffpunkt zu fahren, den er mit Tom ausgemacht hatte. Er nahm sich einen Nissan Diesel. Da er im Lager überall bekannt war störte sich keiner daran. Ali war der Laufbursche des Kommandanten und eigentlich zu allem berechtigt.

Die ersten 25 Kilometer lief es prächtig. Dann verlies er die Straße um eventuelle Verfolger abzuschütteln. Es war nicht so das Ali paranoid war, doch Vorsicht war angebracht. Auf einem steinigen Pfad lenkte Ali den Nissan an riesigen Felsen vorbei. Noch zehn Kilometer bis zur alten Karawanserei. Als Ali schnell einen kleinen Hügel emporfuhr geschah es. Ein tiefes Loch, das er zu spät sah, schluckte das rechte Vorderrad und die Achse riss ab. Der Geländewagen krachte zur Seite und der Vollstopp warf Ali gegen die Scheibe. Er hörte wie Rippen brachen, dann wurde es schwarz um ihn.

Ali wusste nicht wie lange er in der dunklen Nacht bewusstlos war, als er endlich wieder zu sich kam. Es dauerte Minuten bis sein Geist wieder klar war. Mit der Erinnerung über das Geschehene kamen die Schmerzen. Seine Brust, seine rechte Schulter, sein Schädel und sein Daumen der linken Hand schrien förmlich nach einem Arzt. Ali war wie immer nicht angeschnallt gewesen. Vorsichtig öffnete er die Autotüre und kletterte mühsam aus dem Nissan, der jetzt um 40 Grad zur Beifahrerseite geneigt war. Am Himmel funkelten die Sterne so hell und klar als wollten sie ihm sagen wie klein und unbedeutend er war. Ali kniete sich schmerzverkrümmt auf den Boden. Er schaute nach Osten und murmelte „Allahu Akbar1“.

Er verweilte einen Moment im Gebet ohne die üblichen Rituale. Allah hatte sicherlich Verständnis dafür, dass ein so stark verletzter Gläubiger das Gebet abkürzte.

Ali stand auf und sah auf seine Uhr. Es waren fast eineinhalb Stunden vergangen seit er das Auto in das Loch gefahren hatte. Bis zum Treffpunkt mochten es noch 10 Kilometer sein, für einen gesunden Soldaten eine gute Stunde.

Ali war kein gesunder Soldat. Er hatte Blut verloren, er wusste nicht wie viel doch seinem roten Baumwollhemd nach zu schließen waer es eine Menge. Das Laufen bereitete ihm große Schmerzen. Er humpelte den Weg entlang. Immer wieder versicherte er sich an Hand der Silhouetten im Dunkeln, das er in die richtige Richtung ging.

Tom wartete im Dunkeln der Felsen auf Ali. Der Treffpunkt lag im Mondschein kaum 100 Meter vor ihm. Bisher war Ali nicht aufgetaucht. Tom würde entweder das Auto hören oder den Lichtschein sehen den Ali mit den Scheinwerfern machen würde. Die Gebäude lagen still und zerfallen vor ihm. Vor langer Zeit möchte das ein gesuchter Platz für Reisende und Händler gewesen sein, die den beschwerlichen Weg durch die Wüste auf sich genommen hatten, jetzt war es eine Ruine die keinen Nutzen mehr hatte.

Tom sah auf seine Uhr. Ali war bereits eine Stunde überfällig. In der Lage, in der sich alle befanden und die Tatsache, dass sie in der Wüste lebten machte das zu keiner Besonderheit. Verspätungen waren unangenehm doch leider an der Tagesordnung. So vieles konnte passieren. Im Süden lagen die irakischen Truppen, die unmotiviert und fast aussichtslos versuchten das Gebiet zu halten. Der Norden Iraks war von den gnadenlosen Truppen des IS überrannt worden und dazwischen kämpften kurdische Stämme um ihr überleben. Als wäre das Chaos nicht genug flüchteten die Christen aus der Gegend.

Tom sah in den Himmel. Die Nacht war kühl, der unendliche Himmel versprach Frieden doch wenn es hell wurde brach die Hölle auf. Mossul lag keine 30 Kilometer entfernt. Eine Stadt, die für den Handel bekannt war existierte nur noch auf dem Papier. Der Westen machte sich keine Vorstellungen, wie sehr der Krieg des IS das Land verändert hatte.

Tom wartete eine weitere Stunde bevor er sich Sorgen machte. Ali hatte angedeutet worum es ging und Ali war bisher ein sehr zuverlässiger Informant gewesen. Doch Tom brauchte von Ali alle Informationen, was er am Telefon erfahren hatte war nicht genug und Andeutungen mochten seine Arbeitgeber beim BND nicht. Gerüchte gab es zu viele. Nicht das Gerüchte schlecht waren, gute Analytiker konnten aus vielen Gerüchten eine Grundwahrheit konstruieren doch Fakten, am besten schwarz auf weiß und gestempelt mit Unterschrift waren das Beste. Leider war das Beste auch die Ausnahme. Wer den Irak kannte wusste, dass er mit guten Informationen von Mund zu Mund nicht schlecht fuhr.

Nach weiteren 15 Minuten brach Tom auf. Er wusste aus welcher Richtung Ali kommen musste. Tom setzte sich auf seine BMW und fuhr ohne Licht davon. Das Motorrad, eine Spezialkonstruktion, fuhr fast lautlos. Die Stollen der Reifen griffen gut, trotzdem fuhr Tom nicht zu schnell.

Ali konnte nicht mehr. Bei dem Unfall musste in seinem Körper mehr zerbrochen sein als er ahnte. Das Atmen fiel ihm schwer obwohl er noch keine halbe Stunde zu Fuß unterwegs war. Ali keuchte und hin und wieder spuckte er Blut. Er wusste, dass er es nicht zum Treffpunkt schaffen würde. Sein Handy war nutzlos, hier draußen gab es keinen Empfang. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als so lange, wie möglich in die Richtung weiter zu gehen. Zurück konnte er nach dem Unfall nicht mehr. Was sollte er im Lager erzählen? Dass er einen Ausflug in die Nacht unternahm um die Sterne zu beobachten? Warum eigentlich nicht, sie würden es ihm glauben. Wer käme schon auf die Idee, dass Ali ein Spion war?

Ali kämpfte gegen die Übelkeit an die in ihm aufstieg. Schritt für Schritt ging er weiter. Der Durst war so schlimm als hätte er den ganzen Tag nichts getrunken. Das Wasser, in den Fahrzeugen befand sich immer mehrere volle 20 Liter Kanister, hatte er vergessen. Der alte Grundsatz, „gehe nicht ohne Wasser in die Wüste“, den Generationen vor ihm peinlichst befolgt hatten, schien ihm jetzt zum Verhängnis zu werden. Wollte er Tom treffen musste er weiter. Tom hätte sicherlich Wasser dabei. Wenn er jetzt umdrehen würde um sein Wasser zu holen wäre das Treffen mit Tom geplatzt. Außerdem könnte er unmöglich einen 20 Liter Kanister schleppen.

Ali ging immer weiter doch es kam schon bald der Moment, als er nicht mehr konnte. Sein Körper verweigerte ihm den Dienst. Ali setzte sich auf den Boden und lehnte sich gegen einen Stein. Den Sand vor sich bespuckte er mit Blut.

Tom fuhr den Weg den Ali vermutlich genommen hätte. Fast lautlos fuhr er die BMW, wobei er mehr die Gegend vor sich beobachtete als direkt auf den Weg zu achten. Verschiedene Wärmequellen konnte er gut erkennen, Tom trug eine Brille mit einem unauffälligen Restlichtverstärker. Die Brille war ein Meisterstück deutscher Ingenieurskunst. Auf den ersten Blick konnte keiner sehen, dass es sich um eine Spezialbrille handelte.

Nach 40 Minuten sah Tom durch die Brille eine Gestalt etwa 80 Meter vor sich auf Boden sitzen. Sofort hielt er an und schaltete den Motor aus. Er schob die BMW zur Seite und lehnte sie gegen einen Felsen. Anschließend schlich er sich so leise wie möglich zu der Person hin. Der Mann bewegte sich nicht, er war gegen einen Felsen gelehnt am schlafen. Als Tom nur noch ein paar Meter von der Person entfernt war erkannte er Ali. Sofort ging er zu ihm hin und rüttelte ihn vorsichtig. Ali reagierte nicht auf das schütteln. Das Gesicht des Arabers war voller eingetrockneten Blutes, er sah schrecklich aus. Tom prüfte den Herzschlag und wusste, dass Ali dringend einen Arzt brauchte. Tom rannte zu seinem Motorrad und fuhr zu Ali zurück. Aus der Satteltasche nahm er die Wasserflasche, die er Ali an den Mund setzte. Unbewusst schluckte Ali das wunderbare Wasser. Tom achtete darauf, dass sein Freund nur kleine Schlucke trank.

Ali kam zu sich, er griff nach der Flasche und trank gierig mehr. Tom lies ihn nur kurz gewähren bevor er ihn ansprach.

„Ali mein Bruder, was ist geschehen?“

Ali atmete ein paar Mal tief ein bevor er antwortete. Er erzählte Tom mit wenigen Worten was geschehen war. Tom säuberte Alis Gesicht und untersuchte ihn so gut er konnte. Ali würde einen Krankentransport brauchen, auf dem Motorrad wäre ein Transport unmöglich.

Als Tom nach den Informationen fragte wich Ali aus.

„Hast du das Geld?“ fragte Ali leise.

„Ich habe nicht alles dabei, es ist nicht möglich in so kurzer Zeit so eine Menge zu besorgen. Aber ich gebe dir, mein Bruder die Zusage, dass du dein Geld erhalten wirst“.

„Erweitern wir den Deal“ flüsterte Ali.

„Zusätzlich zu dem Geld möchte ich, dass du dafür sorgst, dass ich in ein Krankenhaus komme“.

Tom bestätigte und sagte „Deal‘“.

Da begann Ali zu erzählen. Erst zweifelte Tom an der Geschichte weil sie viel zu unglaublich klang, doch je mehr Ali erzählte umso mehr wusste Tom, dass sich keiner so etwas ausdenken konnte. Es musste einfach stimmen. Ali hatte ihn noch nie belogen oder ihm irgendeine Story verkauft nur um Geld zu machen. Bisher waren alle Informationen brauchbar und nützlich gewesen.

Als Ali seinen Bericht beendet hatte stellte Tom gezielte Fragen. Ali antwortete so gut er konnte, was er nicht wusste sagte er Tom ehrlich. Nach zehn Minuten war Tom informiert und er wusste alles was auch Ali in dieser Sache bei dem belauschten Gespräch erfahren hatte.

„Und du verkaufst mir keine Fata Morgana?“ vergewisserte Tom sich obwohl er der Überzeugung war, dass die Geschichte stimmte.

Ali antwortete leise „in meiner Hosentasche ist ein Feuerzeug, nimm es. Es hat einen USB2.

Tom griff in Alis Hosentasche und förderte das Feuerzeug heraus.

„Ali, ich werde jetzt gehen. Das Geld verwahre ich für dich. Außerdem sorge ich für einen Transport zum nächsten Krankenhaus. Du bleibst hier liegen und machst gar nichts. Das Wasser lasse ich dir hier, ebenso etwas Schokolade als Kraftnahrung. Du hast mein Wort, dass ich mich jetzt nur um deine Gesundung kümmere“.