Die Goldprinzessin - Ellen Spaniel - E-Book

Die Goldprinzessin E-Book

Ellen Spaniel

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Beschreibung

Auf den Spuren der berühmt-berüchtigten Berliner Hochstaplerin Jette Wildhauser: "Die Goldprinzessin" von Ellen Spaniel jetzt als eBook bei dotbooks. Berlin, 1834: Die junge Jette hat große Träume! Soll sie tatsächlich jahrelang in Diensten anderer schuften, um sich doch nie etwas leisten zu können? Ganz sicher nicht! Also entwickelt Jette einen ebenso tollkühnen wie gerissenen Plan, der ihr das Leben ermöglicht, das sie sich immer gewünscht hat! Als "Goldprinzessin" geht sie bald bei Adel und Gesellschaft ein und aus, ist Gegenstand von Klatsch und Tratsch in Berlins Kaffeehäusern, wird bewundert und beneidet. Doch Jettes Spiel ist gefährlich – und ihre Machenschaften bleiben nicht unbemerkt … Das Leben der berühmtesten Betrügerin Preußens hielt jahrelang ganz Berlin in Atem. Das Protokoll der Gerichtsverhandlung avancierte zum Bestseller – nun hat Ellen Spaniel das Geschehen nicht nur zu einem unterhaltsamen Gesellschaftsroman verarbeitet, sondern auch zu einem Denkmal für eine Frau, der man zujubeln möchte. »Doris Müller-Spaniel hat ihren Roman sehr genau recherchiert und zeichnet ein scharfes Berliner Milieubild.« Märkische Allgemeine Zeitung Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Die Goldprinzessin" von Ellen Spaniel. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

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Seitenzahl: 355

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Über dieses Buch:

Berlin, 1834: Die junge Jette hat große Träume! Soll sie tatsächlich jahrelang in Diensten anderer schuften, um sich doch nie etwas leisten zu können? Ganz sicher nicht! Also entwickelt Jette einen ebenso tollkühnen wie gerissenen Plan, der ihr das Leben ermöglicht, das sie sich immer gewünscht hat! Als »Goldprinzessin« geht sie bald bei Adel und Gesellschaft ein und aus, ist Gegenstand von Klatsch und Tratsch in Berlins Kaffeehäusern, wird bewundert und beneidet. Doch Jettes Spiel ist gefährlich – und ihre Machenschaften bleiben nicht unbemerkt …

Das Leben der berühmtesten Betrügerin Preußens hielt jahrelang ganz Berlin in Atem. Das Protokoll der Gerichtsverhandlung avancierte zum Bestseller – nun hat Ellen Spaniel das Geschehen nicht nur zu einem unterhaltsamen Gesellschaftsroman verarbeitet, sondern auch zu einem Denkmal für eine Frau, der man zujubeln möchte. 

»Doris Müller-Spaniel hat ihren Roman sehr genau recherchiert und zeichnet ein scharfes Berliner Milieubild.« Märkische Allgemeine Zeitung

Über die Autorin:

Ellen Spaniel arbeitete als Übersetzerin und Co-Autorin der Rundfunksendungen ihres Ehemannes in Berlin. Viele Jahre war sie außerdem im Öffentlichen Dienst in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend und Pressearbeit tätig. Der Fall der »Goldprinzessin« faszinierte sie von klein auf.

***

Neuausgabe Mai 2015

Copyright © der Originalausgabe 2013 Ellen Spaniel

Copyright © der Neuausgabe 2015 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Maria Seidel, atelier-seidel.de

Titelbildabbildung: Ablestock.com/Hemera Technologies

ISBN 978-3-95824-214-2

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Ellen Spaniel

Die Goldprinzessin

Roman

dotbooks.

Erster Teil

Die junge Dame empfing den Möbelhändler im Negligé und führte ihn gleich in den Salon.

»Hören Sie, Schober, ich will nur das Schönste und Beste. Und ich wünsche, dass alles sorgsam gearbeitet ist. Um den Preis werde ich nicht feilschen. Sehen Sie sich um in meinem Schlösschen. Das Mobiliar muss ganz dem Stil der Architektur entsprechen. Alles sehr edel, verstehen Sie, und alles französisch. In Deutschland hat man ja keinen Geschmack, hier in Berlin am allerwenigsten. Waren Sie schon mal in Paris?«

»Leider nein, Msell, leider nein. Aber wenn Sie französische Möbel wünschen, so werde ich Sie bestens bedienen. Sie werden zufrieden sein!«

»Hier muss der Schrank stehen. Zwischen die Fenster ein Kanapee Louis quinze mit Petit Point-Stickerei. Eine Standuhr nicht zu vergessen, dort in die Ecke. Und hübsche Hocker, ja? Vier oder fünf … es muss gemütlich sein, aber auch großartig. Hierher in die Mitte den Spieltisch …«

»Ich habe einen aus Eiche am Lager. Mit Einlagen aus Ebenholz. Würde das passen, Msell?«

»Nennen Sie mich ‚gnädiges Fräulein. Schon wieder vergessen?«

»Verzeihung, Msell … gnä …«

»Mein Freund und Berater, Herr von Witzleben, rät mir zu einem Spieltisch von Nussholz. Das lässt sich doch machen? Und schöne hohe Stühle dazu, mit gepolsterten Rückenlehnen. Haben Sie alles aufgeschrieben?«

»Selbstverständlich.«

»Gehen wir weiter. Dies wird mein Boudoir. Hierher kommt ein Lit de repos. Und unter das Fenster der Frisiertisch.«

»Da hätte ich etwas sehr Hübsches, Ms … äh … mit Schildpatt und Elfenbein. Der Mittelteil innen verspiegelt, kann hochgekippt werden, als Standspiegel. Und wenn Sie die Flügel zur Seite klappen, finden Sie gleich, was Sie brauchen … Puderdöschen, Cremetöpfchen ...«

»Gut, gut. Und viele Schubfächer, ja? Verschließbare! Ich hab nämlich immer viel zu verstecken. Und hier nebenan, das Bett mit Baldachin …«

»Mit Baldachin? Oh! Das wird aber teuer!«

»Sagte ich nicht, dass ich nicht feilschen werde?«

Die junge Dame warf dem rundlichen Mann im braunen Gehrock, der sich mit gezücktem Notizbuch einen Schritt hinter ihr hielt, einen herausfordernden Blick zu. Obwohl der Möbelhändler Schober nicht gerade ein Zwerg war, überragte sie ihn um Haupteslänge. Zu dieser eindrucksvollen Größe verfügte sie ungeachtet ihrer Jugend sie war gerade dreiundzwanzig geworden über einen junonisch ausladenden Körper, dessen Formen sich unter dem seidenen Morgengewand, das im Augenblick ihr einziges Kleidungsstück war, aufreizend abzeichneten. Die linke Hand auf die Hüfte gestützt, mit der rechten lässig die gewünschten Plätze für die Möbel bezeichnend so schritt sie in wahrhaft königlicher Haltung durch die leeren, hohen Räume des Erdgeschosses der Villa. Der aprilkühle Zugwind, der durch die offenen Türen und Fenster strich und das leichte Gewebe blähte, schien ihr nichts auszumachen. Sie hatte eine sanft gerundete Stirn, große, blaue Augen, frische Wangen, einen sinnlichen, allerdings etwas zu breiten Mund und ein fast männlich kräftiges Kinn, sodass die obere Hälfte ihres Gesichts einen vornehmen, die untere eher einen plebejischen Eindruck machte. Ihr reich gelocktes, blondes Haar war zu dieser Vormittagsstunde noch unfrisiert und nur nachlässig aufgesteckt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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