Die Grünen - Marius Ivaskevicius - E-Book

Die Grünen E-Book

Marius Ivaskevicius

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Beschreibung

Über den Krieg zu schreiben, wenn man das Schießen nur vom Schießstand her kennt, fällt nicht leicht. Genau genommen fällt es genauso schwer, wie an das Leben im Bunker zu denken, während man in der Dreizimmerdachwohnung am PC sitzt und schreibt. Wozu dann das alles? Ich fand Gefallen an diesem Krieg. Ich stellte fest, dass sich Heldentum und Niedertracht, Mut und Feigheit in etwa die Waage hielten. Die Vaterlandsliebe vermochte die Liebe zur Frau nicht auszutilgen. Allein Tod gab es ein wenig mehr als Leben. Den verängstigten Soldaten empfand ich als lebendiger als den furchtlosen, den verwirrten als wahrhaftiger als den zu allem entschlossenen. Deshalb sind meine Helden etwas Held und etwas Lump, manchmal Monster und manchmal Verlierer. Ich habe ihnen kein brüderliches Grab ausgehoben, sondern nur einen einfachen gemütlichen Erdbunker, in dem sie hoffentlich noch eine Weile leben.

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Seitenzahl: 492

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Marius Ivaškevičius

Die Grünen

Aus dem Litauischen von Markus Roduner

ATHENA

Literatur aus Litauen

Band 14

This publication is published in cooperation with »Books from Lithuania«

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

Die litauische Originalausgabe erschien 2002 bei Tyto Alba, Vilnius, unter dem Titel »Žali«

E-Book-Ausgabe 2014

Copyright © der Originalausgabe by Marius Ivaškevičius and Tyto Alba

Copyright © der deutschen Print-Ausgabe 2012 by ATHENA-Verlag,

Mellinghofer Straße 126, 46047 Oberhausen www.athena-verlag.de

Lektorat: Heiko Stullich

Satz und Layout: Anja Lapac

Umschlagabbildung: © Stefan Gräf – Fotolia.com

Alle Rechte vorbehalten

ISBN (Print) 978-3-89896-522-4 ISBN (ePUB) 978-3-89896-850-8

Einleitung

Egal, wo man anfängt, es ist und bleibt verworren. In der Natur existieren unzählige Farben und Farbtöne. Und es gibt keine einzige Farbe, um die noch nie Krieg geführt worden wäre. In diesem Krieg nun kämpften – ganz allgemein gesagt – die Menschen für Grün. Die Farbe unserer Wälder. Am heftigsten bekriegten sie Rot. Die Farbe des Blutes unserer Feinde. Obschon manchmal auch Gelb gegen Grün verteidigt wurde. Auch das kam vor.

Außerdem führten sie noch Krieg für ihre Überzeugung, dass sie die Freiheit verdient hätten, gegen die Überzeugung der anderen, dass dem nicht so sei. Doch das ist zu weit gefasst.

Das Ganze begab sich um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Auch als goldenes Zeitalter bezeichnet. Doch auch wenn die Oberfläche eines Dings schmuck glitzert, ist dessen Inneres nicht selten verrottet. Sie lebten tief im Inneren dieses »Dings«, des zwanzigsten Jahrhunderts, und wussten nichts von dessen Glanz.

Am Anfang war die Geografie weiträumig. Denselben Krieg führte eine große Anzahl Menschen von der Ukraine im Süden bis nach Estland im Norden. Doch schließlich waren sie allein.

Sie waren ganz einfach von der fixen Idee besessen, ihren eigenen Staat haben zu wollen. Sie hatten ihn zwanzig Jahre lang zwischen den beiden Weltkriegen gehabt, überdauerten den Zweiten Weltkrieg geduldig und waren an dessen Ende ganz erstaunt, dass man ihnen ihren Staat nicht zugestand.

Das war dasselbe, wie den Wellen beim Überfluten der Brücke zuzusehen. Man weiß doch, sie würde, wenn die Wellen sich zurückziehen, noch da sein.

Genau gesagt waren sie Litauer – ein Volk nördlich von Polen und südlich von Riga – und machten alles verkehrt. Sie ergaben sich, wenn sie kämpfen sollten. Und als die Zeit kam, um Frieden zu schließen, griffen sie zu den Waffen.

Der Charakter des Krieges ist vertikal. Normalerweise führen die Menschen so Krieg: Sie stellen ihre Einheiten unter ihrer Farbe auf und schicken sie gegen die andere Farbe, die anderen Einheiten. Doch das ist ein horizontaler Krieg. Wären diese Einheiten in einem Wolkenkratzer, sagen wir mal vom dreißigsten bis zum achtundfünfzigsten Stock aufgestellt, entdeckten die feindliche Fahne zwischen dem ersten und dem neunundzwanzigsten Stock und erhielten darauf den Befehl zum Angriff – das wäre ein Krieg, den man vertikal nennen könnte. Die Gefechte fänden im Treppenhaus statt.

Sie hatten keine Wolkenkratzer. Die Armeen waren dennoch auf zwei verschiedenen Stockwerken aufgestellt. Die feindliche Armee war auf der für Armeen üblichen Höhe stationiert, wo die Menschen ihre Felder bebauten, zu Verabredungen gingen, sich liebten, wenn gerade kein Bett frei war. Die Litauer hatten ihre Armee da aufgestellt, wo man sich niemals liebte, nicht spazieren ging, und begab man sich dahin, dann nur ein einziges Mal und für alle Ewigkeit – wenn der Sarg unten aufgeschlagen hatte.

»Vertikaler Krieg« ist ein selten verwendeter Begriff. Viel häufiger wird dazu Partisanenkrieg gesagt. Doch dieser Begriff ist zu weit gefasst.

Im Sinne der Evolution des Krieges war er ein Rückschritt. Das von den besten Strategen und den neuesten Waffen verwöhnte Europa hätte wohl kaum gedacht, dass an seinen Rändern ein veralteter Krieg ausbrechen könnte, in dem man auf die neuesten Erfindungen pfiff. Die liegengebliebenen leichten Waffen sämtlicher durchmarschierter Armeen wurden sorgfältig eingesammelt. Darauf wurde mit ihnen noch ein gutes Jahrzehnt erbittert Krieg geführt. Den Krieg leitete ein Mann, der in Europa Artilleriewissenschaften studiert hatte. Er soll über keine einzige Kanone verfügt haben. Von ihm handelt dieses Buch.

Was erhofften sich jene Leute? Anfangs hegten sie vielleicht noch die Hoffnung, selbst etwas gewinnen zu können. Dann hofften sie, unter der Erde ausharren zu können, bis ein anderer käme und ihnen helfen würde, den Krieg zu gewinnen. Die größten Hoffnungen ruhten natürlich auf Amerika. Schließlich machten sie sich wohl kaum mehr Hoffnungen, es gab einfach kein Wohin mehr.

Keiner dieser Menschen würde der Auffassung zustimmen, der zweite Weltkrieg habe mit einem Sieg geendet. Bestenfalls wurde irgendwo in der Ferne ein Unentschieden erreicht, hier jedoch, wo sie ihre Bunker aushoben, gab es nicht einmal dieses Unentschieden.

Zu so einem Krieg könnte man auch Bürgerkrieg sagen. Kein Staat führte mit einem anderen Staat Krieg, ein großer Staat führte Krieg mit sich selbst. Und es war allein seine ganz persönliche Angelegenheit, welches Medikament er anwenden wollte, um den Bandwurm loszuwerden.

Es war der Schmerz des großen Fisches nach dem Verschlingen des kleineren Fisches, den er jetzt bei lebendigem Leib verdaute. Beziehungsweise der Schmerz des kleinen, während er mit den Magensäften kämpfte.

Am einfachsten wäre die Aussage, dass die Litauer mit den Russen Krieg führten. Aber die Russen waren nicht reinrassig, es waren auch Litauer unter ihnen. Auch in den Reihen der Litauer gab es den einen oder anderen Russen, den einen oder anderen Deutschen und noch den einen oder anderen. Die Welt war durchtränkt mit Verrat und Verbrechen, deshalb wurde für viele Bürger der Krieg zur einzig möglichen Lebensweise. Und es war ihnen egal, wofür und mit wem sie Krieg führten.

Doch allgemein gesagt führten die Litauer Krieg mit den Russen. So war es schon im dreizehnten Jahrhundert, im vierzehnten, im fünfzehnten, hin und wieder auch im sechzehnten und später gewesen. Dies war die vorläufig letzte ernsthafte Schlacht.

Zehn Jahre – das war sogar für einen Krieg eine ernsthafte Herausforderung. Obwohl es in der Geschichte auch dreißigjährige und noch angegrautere Kriege gab. Anfangs war es ein ziemlich intellektueller, wenn auch vertikaler Krieg. Geleitet von gebildeten Offiziere, Studierten, Dichtern, Ärzten, all denen, die nicht in den Westen geflüchtet waren – in der Hoffnung, dass der Westen selbst einmal hierher kommen würde. Darüber wurden Gedichte verfasst. Allmählich brachte der Krieg die Dichter, Ärzte und gebildeten Offiziere um und die neuen Intellektuellen waren zu gebildet, als dass sie ihr Leben für eine Farbe geopfert hätten. Und der Krieg wurde allmählich immer gemeiner. Es zogen Burschen vom Land in den Kampf, die nur wenig von Ehre und Menschlichkeit verstanden. Nach und nach übernahmen sie Methoden und Strategien ihrer Feinde. Der Krieg wurde auf beiden Seiten grausam.

Jemand lag mit von Granatsplittern aufgerissenem Bauch da und brüllte fürchterlich. Andere führten ein hungriges Schwein herbei. Und jenes beschnüffelte, da es von Krieg und Menschlichkeit nichts verstand, den aufgerissenen Bauch und fraß alle Innereien auf.

Das ist nur ein winziges Detail dieses Krieges, zugegeben, eines, das den Verstand eines Menschen erschüttert, der sein Leben an der Oberfläche des goldenen Zeitalters zugebracht hat.

Wer immer man war in diesem Krieg, einfacher Kolchosarbeiter oder Leiter einer ganzen Kolchose, loyal gegenüber einer der Kriegsparteien oder auch nicht – der Krieg würde einen finden. Denn alle, die nur friedlich den Boden bearbeiten, sich keinen Deut um Überzeugungen scheren wollten, bewohnten in Wirklichkeit die Treppenhäuser dieses Hochhauskrieges. Und manchmal fanden da Kämpfe statt.

Nur die Städte standen da wie unerschütterliche Festungen. Der Krieg drang nicht bis dorthin, denn in den Straßen löste der Belag die Vertikalität auf.

Städte gab es jedoch nur wenige.

Auf litauischer Seite kämpften ungefähr zwanzigtausend. Bald so viele, bald weniger. Nicht ein einziges Mal aber hatten sie sich an einem Ort versammelt, nicht ein einziges Mal getroffen, sie hausten unter Öfen, unter Altären in Kirchen, sogar auf Friedhöfen gab es Bunker.

Und doch war dies ein Krieg, wie seltsam auch immer er aussehen mochte. Der größte Krieg der Litauer im goldenen Zeitalter.

Und die Menschen, die in diesen Krieg zogen, waren einst Auto gefahren, hatten Belgien und die Schweiz gesehen, Geld auf der Bank gespart und viele Dinge getan, die man ihnen keinesfalls zutraute, wenn man sie so unter der Erde sah.

Von der Oberfläche des goldenen Zeitalters aus gesehen war es ein interessanter Krieg, obwohl er keine entscheidenden Auswirkungen hatte – wie auch die anderen Kriege.

Es war eine interessante Zeit, soviel ist dazu zu sagen. Und dieses Buch handelt gar nicht vom Krieg und den Litauern, es handelt vom goldenen Zeitalter in den Augen eines Menschen, der des Öfteren durch sein Zielfernrohr einen Blick darauf werfen durfte.

Jonas Žemaitis – so heißt dieser Mensch. Obwohl alles, was hier geschrieben steht, erstunken und erlogen ist.

Und noch etwas. Die Perspektive ist völlig verkehrt.

Ein ganz gewöhnlicher Mensch, nicht schuld daran, als Russe zur Welt gekommen zu sein, obwohl das mehr als nur die Zugehörigkeit zu einem Volk bedeutete, hatte vier Jahre lang als Kanonen- und Panzerfutter gedient. Und da ist er nun, dieser Russe, dieses Futter und will wieder Mensch sein! Er hat den größten Krieg der Welt gewonnen, er geht durch seine Stadt, er hat diese Stadt verteidigt. Und plötzlich kommt ihm zu Ohren, dass es irgendwo am Rande seines Landes Ausgeburten geben soll, die noch Lust auf Krieg haben.

Anstelle dieses Russen, aber nur wenn ich wirklich Russe wäre, würde ich meinen Rucksack packen und zu diesen Ausgeburten fahren, um sie fertigzumachen. Der Russe tut genau dies. Doch er findet einen ganz anderen Krieg vor. Einen trägen, langsamen, seine Geduld auf die Probe stellenden – so ist nun mal der Charakter der Litauer.

Und plötzlich verspürt dieser unschuldige Russe, das ehemalige Kanonenfutter, eine enorme Müdigkeit. Doch dieselbe quälende Müdigkeit spüren auch die Ausgeburten, die den Russen herausgefordert haben. Und das gemahnt sehr an einen Boxkampf zweier Schwarzer in der zwanzigsten Runde. Die Schwierigkeit ist nicht das Zuschlagen, sondern das Aufstehen von seinem Platz in der Ringecke.

Auch davon handelt dieses Buch. Von der außergewöhnlichen Müdigkeit. Vom letzten und entscheidenden Sprung aus der eigenen Ringecke.

Anstelle dieses Russen würde ich nirgendwohin fahren, anstelle jenes Litauers das goldene Zeitalter durch ein schmutziges Milchglas betrachten. Aber so spreche ich nur, weil ich ruhig und sicher außerhalb des goldenen Zeitalters stehe.

Krieg, Litauen, 1950. Was gibt es da noch mehr zu sagen. Das Leben ist vertikal. Die Gefühle – horizontal.

1

Stellt euch einen Wald vor, scheinbar menschenleer. Oder eine Kuckucksuhr. Wie der Kuckuck plötzlich seinen Kopf herausstreckt. Und jetzt eine Uhr – ohne Kuckuck. Und euer friedliches Leben, begleitet vom Ticken dieser Uhr. Und euer Staunen, wenn in diesem durch und durch bekannten Mechanismus plötzlich ein Kuckuck auftaucht.

Auch wir dachten manchmal im Scherz, das müsse einem Unbeteiligten wie die Hölle vorkommen. Er hatte natürlich von einer seiner Großmütter davon gehört, wie sich die Hölle auftut, und hatte jetzt, im August 1950, selbst die Gelegenheit, sich davon überzeugen. Juozas Kasperavičius kroch absichtlich immer als erster aus dem Bunker, stieß den Deckel auf und steckte seinen Kopf so rasch durch die Öffnung, als ob das alles wirklich von dem Unbeteiligten beobachtet würde, dem seine Großmutter erzählt hatte, wie sich die Hölle auftut.

Was suchen wir da?

»Still wie nach der Sintflut«. Das ist Bartkus. »Juozas hat allen einen Schreck eingejagt.«

Wir leben.

»Und heiß, man könnte direkt die Pickel trocknen.«

Nach oben kriechen wir jeweils, um zu überprüfen, ob dem auch wirklich so ist.

»Ich werde dem gehören, der mich herauszieht«, sagt Molkerei. »Ich werde auch die Pickligen nicht verachten.«

Die Hand gibt ihr Bartkus, denn Kasperavičius sucht noch immer nach demjenigen, dem die Großmutter erzählt hat, wie sich die Hölle auftut. Doch Molkerei wird nie Bartkus oder Kasperavičius gehören, sie gefällt sich darin, allen zu gehören. »Molkerei« heißt sie wegen ihrer Brüste. Die sind riesengroß. Und werden nur selten nicht zweckentsprechend gebraucht. Wie viele Kinder sie hat? – ich weiß es nicht. Von wem und wann sie schwanger wird – ebenfalls für alle ein Rätsel. Niemand weiß, was sie vor dem Krieg so machte, wahrscheinlich gebar sie Kinder. Dasselbe im Krieg. In der übrigen Zeit ist sie als Verbindungsfrau tätig. Soll mich Gottes Zorn dafür treffen, dass ich eine missratene Mutter lobe, aber als Verbindungsfrau ist sie gar nicht von Pappe.

Mozūra ist ein stiller Berg. Er kriecht schnell heraus. Und hartnäckig, geduldig. Allein sein riesiger Wuchs könnte ihn daran hindern, in den Schulbüchern der Zukunft als Beispiel für einen Landwirt aus der Zwischenkriegszeit herzuhalten. Im vorigen Krieg brachte er mit bloßen Händen drei Deutsche zur Strecke. Als sie seine Kuh holen kamen. Er begrub sie in zwei Meter Tiefe und pflanzte das Tier darauf. Seit jenem denkwürdigen Ereignis gräbt er besser als alle anderen Bunker.

»Und wer gibt mir die Hand« … Das ist Palubeckaitė.

Sie streckt die Hand durch die Öffnung, in der vergeblichen Hoffnung, unter diesen Soldaten einen Mann mit höfischen Manieren zu finden.

»Steig hoch«, treibt sie ihr waschechter Bruder an. »Vorwärts, es warten Leute.«

»Leute«, das sind er, Palubeckas, dann noch ich – Jonas Žemaitis. Teilweise auch Zigmas, ein Schuster, der keine Beine mehr hat. Nur dass Zigmas nicht wartet, er bleibt.

»Wenn du Schritte hörst«, warne ich. »Bschsch«, imitiere ich Schweigen mit dem Finger an den Lippen.

»Bschsch«, wiederholt Zigmas.

Fraglich, ob er etwas begriffen hat.

»Wenn du nicht bschsch sagst, dann macht’s bumm.«

»Bumm«, lacht er zufrieden.

»Für sie auf dich – ein einziges puh. Bschsch, damit es nicht bumm macht. Wiederhole.«

»Bschsch, damit es nicht bumm macht. Puh puh puh«, wiederholt er. »Rums«, sagt er noch zu sich selbst, während ich den Deckel scheppernd zuschlage und ihn von den anderen trenne.

Ach so, ich habe euch nicht gewarnt, ich bin der Anführer.

Doch Zigmas bleibt kaum genug Zeit, sich das Gesagte zu merken, denn die Schritte nähern sich, noch bevor sie sich entfernt haben. Da sind wir wieder. Wir kriechen zurück wie die Mäuse.

»Wir warten ein Weilchen«, antworte ich auf den erstaunten Mäuseblick des Schusters. »Wir setzen uns noch ein wenig, bevor wir uns auf den Weg machen«.

Ich fühle mich, als ob ich eine halbe Stunde mit meiner Liebsten herausgeschunden hätte. Denn draußen vor dem Fenster regnet es in Strömen. Doch vor dem Fenster sticht die Sonne, und ich rechtfertige mich vor dem Schuster:

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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