Die Herrin der Drachen - Eva Mehrbrey - E-Book
Beschreibung

Die Herrin der Drachen – eine legendäre Kriegerin mit der Macht über alle Drachen der Welt Sildar. Sie wurde zu einem Mythos, doch ihr Tod blieb ein niemals gelüftetes Geheimnis. Tausend Jahre später erfährt eine junge Frau namens Aruna, dass in ihr der Geist der Drachenherrin wiedergeboren wurde. Um ihr Erbe antreten zu können, macht sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenem Schwert Drachenzahn. Auf Arunas Reise durch die geheimnisvollen Wälder und großen Städte des Kontinents Nyathár schließen sich ihr neun Weggefährten an, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Elfen und Halblinge, Freunde mit orkischem, drachischem und sogar dämonischem Blut. Zehn magische Kelche besiegeln diesen Bund, eine mythische Gemeinschaft, die Die Herrin der Drachen bereits tausend Jahre zuvor gegründet hatte. Doch schon bald deuten rätselhafte Angriffe und andere Vorzeichen darauf hin, dass auch Arunas alte Widersacherin, die Herrin der Schatten, zurückgekehrt ist… Erster Teil der Fantasy-Reihe "Die Herrin der Drachen"

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Leseprobe eBook Ausgabe 2014
©2012 SPIELBERG VERLAG, Regensburg
Umschlaggestaltung: Christian Schmidt
Bildvorlage: Sophia Mehrbrey
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung, Speicherung oder Übertragung
Eva Mehrbrey wurde 1979 in Regensburg geboren. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Regensburg und ist seitdem im Museums- und Kulturbereich tätig.
Für meine Schwester Sophia,
die dieses Buch nicht nur durch geduldiges Zuhören,
sondern auch auf künstlerischem Gebiet bereichert hat.
» ... Doch die süße Kriegerin
Hat mörderischen wie auch milden Sinn;
Ihr Mut, den Dampf und Trommeln nähren,
Gern vor dem Flehenden die Waffen senkt;
Ihr Herz, daran die Flammen lodernd zehren,
Dem Würdigen stets reichlich Tränen schenkt.«

Inhaltsverzeichnis

DIE PERSONEN

DIE GÖTTINNEN UND GÖTTER VON SILDAR

PROPHEZEIUNG DER HOHEPRIESTERIN HELARIEL

DIE GEHEIMNISSE VON SILDAR

DER WILDE WALD VON XYLL

TÁMHASC

HARPYIENFEDERN

SCHATTENKATZEN

DIE STUNDE DER WAHRHEIT

BURG GREIFENSTEIN

DIE SCHWARZE LILIE

DIE BLAUEN DÄCHER VON BARAYANCA

KÖNIG MERONACH

DAS GESCHENK DER GÖTTIN

DER ERSTE DRACHE

DER KREIS ZERBRICHT

DER WILDE WALD VON XYLL

Die Herrin der Drachen blickte nach oben und blinzelte in die vereinzelten Strahlen, die die Sonne durch das dunkelgrüne Laub der Bäume schickte. Im freundlichen Licht des Morgens wirkte der Wilde Wald von Xyll recht friedlich, aber Aruna ließ sich nicht in falsche Sicherheit wiegen, denn sie wusste genau, wo sie sich befand. Der berüchtigte Wald, durch den sie wanderte, trennte das Reich der Mondelfen vom Königreich Dyenni, und so mancher, der sich hineinverirrt hatte, war nicht mehr herausgekommen. Man erzählte sich Geschichten von riesigen Wolfsrudeln, Trollen und noch schlimmeren Dingen, die die Dunkelheit des Unterholzes für ihre Beutezüge nutzten. Manchmal gingen Leute in den Wald hinein, die dann plötzlich sehr müde wurden und sich zum Schlafen hinlegten ohne je wieder aufzuwachen, an anderen Tagen vergaß man einfach, warum man den Wald überhaupt betreten hatte und wo man hinwollte oder sogar, wer man war. Es gab Zeiten, da erwachten die Bäume angeblich zum Leben und griffen nach den unvorsichtigen Wanderern, die sich hierher wagten, um sie zu erdrücken, an anderen Tagen war der Wald erfüllt von Schatten und noch schlimmeren Kreaturen der Finsternis, und die Bäume weinten Blut. Der Wald konnte sein Angesicht sehr rasch ändern, im Augenblick jedoch war die Luft erfüllt vom Gezwitscher der Vögel, und die Mittagssonne hatte senkrechte Lichtsäulen zwischen die Baumstämme gesetzt. Aruna ließ sich am Fuß einer großen Buche nieder, um eine kurze Rast einzulegen. Sie legte die Hände auf ihre mächtigen Wurzeln, schloss die Augen und versuchte, die Wogen auf dem aufgewühlten Ozean, der ihre Seele war, zu glätten. Sie konnte das Leben spüren, von dem alles, was sie umgab, erfüllt war. Die Bäume in diesem Wald waren so alt, dass ihre Wurzeln bis in den Fels der Zeit selbst hinabzureichen schienen – und genau dort lag wohl auch der Beginn ihrer eigenen Geschichte.

Sie war eine ganz gewöhnliche junge Frau gewesen. Nachdem ihre Eltern vor einigen Jahren plötzlich und unerwartet gestorben waren, hatte sie zusammen mit einer Freundin ein kleines Haus in Abella bewohnt. Sie hatte als Mitglied der dortigen Stadtwache gearbeitet, denn sie war geschickt im Umgang mit dem Schwert, den ihr Vater sie von klein auf gelehrt hatte. Nichts in ihrem Leben war besonders aufregend gewesen, nichts, was darauf hingewiesen hätte, dass ihr eine so merkwürdige Zukunft bevorstand. Doch eines Nachts hatte ein heller Lichtschein sie geweckt, und am Fuß ihres Bettes hatte die schlanke Gestalt einer schönen Frau in einem silbernen Kleid gestanden. Ihre Augen waren ebenso schwarz gewesen wie ihr Haar, ihre Haut schneeweiß und die Lippen rot wie Vogelbeeren. Aus ihrer Stirn wuchsen zwei lange, geschwungene Alabasterhörner, aus ihrem Rücken große Flügel. Der jungen Frau war der Atem gestockt, denn vor ihr hatte Akénra, die Königin der Götter selbst gestanden und sie mit einem fremden Namen angesprochen:

Aruna, Flamme des Südens und Herrin der Drachen, es ist an der Zeit, dass du dein wahres Selbst erkennst. Sie war der Göttin gefolgt durch die Abgründe von Zeit und Raum, und der Mensch, der sie gewesen war, hatte aufgehört zu existieren. Sie hatte fast alles gesehen, was man sehen konnte und auch, was man besser nicht sehen sollte. Dann hatte sie ihr Leben hinter sich gelassen und war eine andere geworden ...

Ein Rascheln im Gebüsch ließ sie augenblicklich in die wirkliche Welt zurückkehren. Sie sprang auf und zog ihr Schwert, doch das Geräusch wiederholte sich nicht. Vorsichtig, von Baumstamm zu Baumstamm huschend, schlich sie sich an die Stelle heran, von der das Rascheln gekommen war, aber sie vermochte nichts zu hören, nicht einmal ein Vogel störte in diesem Moment die lastende Stille. Der Wald ringsum atmete Hitze. So leise wie möglich schlich Aruna sich noch dichter an die Büsche heran. Wieder konnte sie eine kleine Ewigkeit lang nichts hören, dann war das Rascheln erneut da, diesmal etwas weiter oben! Der Wald tat einen weiteren, langsamen Atemzug. Arunas Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb wie ein aufgeregter Specht. Sie hatte sich ausgeruht, wäre fast eingeschlafen, und währenddessen hatte sich irgendetwas an sie herangepirscht. Sie fasste das Schwert etwas fester. Aber wenn jemand meinte, es mit der Herrin der Drachen aufnehmen zu können, dann hatte er sich auf jeden Fall geirrt! Sie holte tief Luft, sprang vor und brach an der Stelle, wo sie das Geräusch zum zweiten Mal gehört hatte, durchs Gebüsch. Ihr Fuß blieb in einer Wurzel hängen, und sie stieß einen wilden Fluch aus, fing sich aber wieder und blickte grimmig um sich. Das Geschöpf, das ihr aufgelauert hatte, wich gegen einen Baumstamm zurück, stieß einen erschrockenen Schrei aus – und Aruna erkannte, dass sie vor einer Elfenfrau stand.

»Ich ... ich wollte Euch nichts antun ... ehrlich«, stotterte die Schöne bebend.

Verblüfft ließ Aruna ihr Schwert sinken.

»Na, so was. Eine Elfe. Ich hatte mindestens einen Werwolf erwartet«, sagte sie lachend.

Sie hatte gehofft, die Frau dadurch zu beruhigen, doch die stand weiterhin angespannt und mit zu Fäusten verkrampften Händen vor ihr. Obwohl ihre großen, sommerhimmelblauen Augen vor Schreck geweitet waren und ihr der Schrecken deutlich ins Gesicht geschrieben stand, konnte man ihre Schönheit unmöglich übersehen. Sie hübsch zu nennen, hätte geheißen, die Sonne mit einer Kerze zu vergleichen. Sie war schlank wie eine Weide, und ihr langes Haar war so golden wie das Morgenlicht. Ein paar Strähnen hatte sie zu dünnen Zöpfchen geflochten und Seidenschnüre und bunte Glasperlen hineingeknüpft. Das fließende, weiße Kleid, das sie trug, war an Saum, Ärmeln und Ausschnitt mit kostbarem, blauem Stoff eingefasst, und an ihrem schlanken Hals schimmerte zarter Elfenschmuck. Wie sie da so verloren zwischen den großen Bäumen stand, schien sie ganz Licht und Unschuld zu sein. Aruna steckte ihr Schwert wieder ein.

»Nun«, sagte sie besänftigend und warf ihr langes, schwarzes Haar zurück, »ich wollte Euch keine Angst machen. Ihr habt mich nur erschreckt, das ist alles.«

Jetzt lachte die Elfe, ein plätscherndes, melodisches Geräusch.

»Oh, ich bin auch sehr erschrocken«, sagte sie, und ihre Stimme war süß und so rein wie gesponnenes Silber, »Ich habe ein Geräusch hinter den Büschen gehört und wollte mich vorbei schleichen, aber ich muss wohl mit meinem Kleid irgendwo hängen geblieben sein.«

Die Herrin der Drachen lächelte.

»Ja, eine etwas ungewöhnliche Reisekleidung. Seid Ihr Priesterin?«

»Ja, ich bin Klerikerin der Syndrakay. Ihr Menschen nennt sie Ándis, wie man mich gelehrt hat.«

Ihr Gesichtsausdruck, der so unschuldig war wie frische Sahne und die unbekümmerte Art, in der sie sprach, ließen Aruna vermuten, dass sie noch sehr jung sein musste. Oft war es für Menschen sehr schwierig, das Alter der sich kaum verändernden Elfen einzuschätzen, doch je länger sie mit ihr sprach, desto mehr kam Aruna zu der Überzeugung, dass sie – nach den Maßstäben ihres Volkes - kaum das Erwachsenenalter erreicht haben konnte. Umso merkwürdiger war es, sie in einem Gebiet wie dem Wilden Wald anzutreffen.

»Aha«, sagte die Herrin freundlich, »Und habt Ihr auch einen Namen?«

»Faenya. Faenya Filiniqe. Das bedeutet Weißer Vogel, der in den Norden fliegt. – Und wie ist Euer Name?« fragte sie höflich, als die Frau, die ihr gegenüber stand, nur lächelte und schwieg.

Die Herrin musterte sie eingehend, bevor sie antwortete.

»Seryan.«

Wieder herrschte eine Zeit lang Stille, als die beiden so unterschiedlichen Frauen einander betrachteten, ruhig und gelassen die eine, unsicher und etwas nervös die andere.

»Der Wald von Xyll ist eine gefährliche Gegend«, sagte die Herrin der Drachen schließlich, »Ihr solltet hier nicht allein unterwegs sein. Was ist Euer Ziel?«

»Ich wollte nach Támhasc reisen.«

»Das trifft sich gut. Dorthin möchte ich auch.«

»Ihr meint«, sagte Faenya mit einem erfreuten Lächeln, »dass Ihr mit mir zusammen reisen wollt? Oh, das ist sehr gut. Ich würde mich gleich viel sicherer fühlen.«

Aruna nickte und hoffte bei sich, dass die junge Frau nicht jedem gegenüber so vertrauensselig war. Es gab genügend Lebewesen, die beim Anblick eines so unschuldigen Elfenmädchens auf schlimme Gedanken kommen konnten. Sie hütete sich jedoch, das, was ihr durch den Kopf ging, laut auszusprechen und bedeutete der Elfe mit einer Handbewegung, den Weg fortzusetzen.

»Was wollt Ihr denn in Támhasc?« fragte Aruna freundlich.

»Ich bin eine Mondelfe, und bei unserem Volk ist es Brauch für die Priesterinnen und Priester der Syndrakay, nach Abschluss ihrer Ausbildung alleine auf die Reise zu gehen und einen Tempel unserer Göttin zu besuchen, der außerhalb der Grenzen unseres Landes liegt. Bei den Sonnenelfen gibt es viele Tempel meiner Göttin, aber ich habe mich für den großen Tempel in Támhasc entschieden. Es ist eine der wenigen Menschenstädte, in denen es einen Elfentempel gibt, und ich wollte schon immer eine Eurer Städte sehen.«

»Warum habt Ihr nicht die Küstenstraße genommen? Die wäre auf jeden Fall sicherer gewesen.«

»Oh.« Faenya nickte sanft. »Es soll eine Reise in Ruhe und Einsamkeit sein.«

»Dann kann ich nur hoffen«, erwiderte die Herrin der Drachen, »dass der Geist Eurer Reise in meiner Gegenwart keinen Schaden nimmt, denn wo ich mich aufhalte, da sind nur selten Ruhe und Frieden zu finden.«

Die Augen der Elfe leuchteten eher interessiert als beunruhigt auf.

»Ja? Und was, wenn Ihr mir die Frage gestattet, tut Ihr so?«

»Oh, dies und das.«

»Dies und das?« Faenya runzelte verwirrt die Stirn, »Darunter kann ich mir nun nicht sehr viel vorstellen. Was macht Ihr denn genau?«

Aruna warf ihr einen bedeutsamen Blick zu, und Faenya schlug die Hand vor den Mund.

»Ach, ich verstehe. Ihr wollt nicht darüber sprechen. Wie unhöflich von mir. Bitte verzeiht!«

Die Herrin lachte.

»Schon gut. Es ist ja nichts geschehen.«

»Irgendwie«, sagte die Elfe unvermittelt, »erinnert Ihr mich ein wenig an Aruna, die Herrin der Drachen.«

Aruna warf ihr einen erstaunten Blick zu.

»So?«

»Ja, Ihr habt etwas ... Ich weiß nicht ... Sie könnte so ähnlich gewesen sein wie Ihr. Sie muss eine wundervolle und großartige Frau gewesen sein«, fuhr Faenya verträumt fort, »Ich wollte, ich hätte damals, vor tausend Jahren gelebt, um sehen zu können, wie sie ihr Lied sang und die Drachen vom Himmel herabkamen und sich zu ihren Füßen niederlegten. Würdet Ihr das nicht auch gerne sehen?«

»Durchaus. Nur fürchte ich, dass es auch einige Gründe gibt, warum man sich lieber nicht wünschen sollte, in jener Zeit zu leben.«

Faenya nickte.

»Oh ja, der schreckliche Krieg damals. Da habt Ihr sicher Recht. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja auch Dinge, die einen wünschen lassen, nicht in unserer Zeit zu leben.«

Der plötzliche Ernst in ihrer Stimme überraschte die Herrin. Sollte sie sich getäuscht haben? Wusste die junge Elfenfrau vielleicht mehr, als sie ahnte? Doch der Schatten, der sich über sie gelegt hatte, verschwand so schnell, wie er gekommen war.

»Wart Ihr schon einmal im Reich der Mondelfen, von wo ich stamme?«

»Ja«, antwortete Aruna, »Mehrmals sogar.«

»Wie schön! Erzählt mir, wo Ihr überall gewesen seid.«

»Darüber reden wir ein andermal«, sagte die Herrin der Drachen sanft, aber bestimmt.

»Natürlich. Wie Ihr meint.«

Faenya schien sich nicht daran zu stören, dass sie schon einiges über sich selbst erzählt hatte, von der Frau an ihrer Seite aber nicht mehr als ihren Namen wusste – ja, im Grunde nicht einmal diesen, obgleich ihr das natürlich nicht bewusst war.

»Ihr sagtet, Ihr hättet bereits Eure Ausbildung als Klerikerin abgeschlossen«, meinte Aruna, »Ihr scheint jedoch sehr jung zu sein. Wie alt seid Ihr?«

Die Elfe lachte etwas verlegen, aber auch mit einem Anflug von Stolz.

»Ihr habt Recht. Ich bin erst hundert und zwei Jahre alt, aber ich war die beste Schülerin im Tempel der Syndrakay. Deshalb wurde es mir gestattet, meine Reise schon jetzt anzutreten.« Sie strich mit ihrer zarten Hand über die Wedel eines hohen Farnbusches. »Doch Ihr seht aus, als wäret Ihr auch nicht so viel älter als ich. In Menschenjahren, versteht sich. Wie alt seid Ihr denn?«

Etwas Unergründliches trat in den Blick der Herrin, und die Andeutung eines Lächelns kräuselte ihre Lippen, als sie antwortete:

»Uralt.«

Auch diesmal dauerte Faenyas Verwirrung nur für einen kurzen Augenblick an, bevor sie begann, fröhlich vom bisherigen Verlauf ihrer Reise zu berichten. Aruna vermutete, dass sie in ihrer kindlichen Wesensart alle geheimnisvollen und seltsamen Dinge auf der Welt als genauso selbstverständlich hinnahm wie Pflanzen oder Tiere, was vielleicht auch damit zusammenhängen konnte, dass Elfen sich mehr Zeit ließen, um offene Fragen zu klären. Also ließ sie die junge Elfe erzählen, während sie selbst wenig von sich preisgab. So wanderten die beiden Frauen unbehelligt durch den Wald von Xyll, und das Sonnenlicht sickerte ungleichmäßig durch die Bäume wie durch ein Sieb aus grünen Blättern und sprenkelte den Waldboden wie mit einem Schauer von Messingspänen.