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Sarah alias Sylvana hat im Alltag alle Hände voll zu tun und kämpft weiterhin gegen die Zwangsheirat. Nebenbei versucht sie, die Feindschaft zwischen Mütter und Töchter zu beenden. Doch wieder verhärtet sich das Herz von Lord Prisory und finstere Mächte greift die vereinten Stämme an. Die vereinten Stämme werden mit den dunklen Geistern der Vergangenheit konfrontiert. Wird Sarah alias Sylvana schaffen, die vereinten Stämme vor dem Unheil zu retten?
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Seitenzahl: 417
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Kapitel 1 Das Schicksal wird sich erfüllen
Kapitel 2 Tajaras Einzug ins Paradies
Kapitel 3 Gnade Großvater! Gnade!
Kapitel 4 Krawall in der Hochzeit
Kapitel 5 Dunkle Warnung an Lord Prisory
Kapitel 6 Viel Trubel im Königsrain
Kapitel 7 Endlich sind alle frei
Kapitel 8 Ruhe in Frieden Großvater
Kapitel 9 Zweikampf auf Leben und Tod
Kapitel 10 Das Mädchen Esmeralda
Kapitel 11 Sylvanas zweite große Schlacht
Kapitel 12 Endlich Rettung! Warum hast du nichts gesagt Emily?
Kapitel 13 Man fühlt sich verstoßen, verkauft und versklavt
Kapitel 14 Es war kein Selbstmord!
Kapitel 15 Endgültige Versöhnung
Kapitel 16 Warum nur eine Ufer weichen wenn man kann beides erreichen!
Kapitel 17 Gerechtigkeit für Estella und wer gibt mir die Jahre wieder?
Kapitel 18 Die Barmherzige Sanara, die zornige Esena und der gutmütige Mujat
Kapitel 19 Du kaufst mir jetzt das Bild oder ich koche nie wieder!
Kapitel 20 Pfui, hier stinkt nach Fisch
Kapitel 21 Die Aufnahme einer ungewöhnlichen Amazone
Kapitel 22 Die Rache von Alina und Matua
Kapitel 23 Kampf gegen das Böse und Ranis größtes Opfer
Kapitel 24 Die dunkle Prinzessin
Kapitel 25 Markus Tod
Kapitel 26 Ich bin und bleibe eine Amazone
Kapitel 27 Was hast du gefühlt?
Kapitel 28 Sylvanas letzter Kampf
Kapitel 29 Die letzte Amazone geht heim in Lynas Reich
Lange Zeit saßen Lord Prisory und Ricard da und wußten nicht was sie davon halten sollen.
Schließlich sprach Lord Prisory:
„Jetzt ist die Sarah zu weit gegangen! Was machen wir jetzt? Normalerweise sollten wir ins Dorf gehen und die wilden Weiber dazu zwingen die natürlichen Gesetze ein zu halten, nämlich heiraten und Kinder gebären!“
Ricard nickte zustimmend:
„Ja, aber lass uns erst in drei Wochen es machen! Nach Tajaras Hochzeit, denn Tajara soll davon nichts mitbekommen! Aber Stephan sollten wir einweihen!“
Lange Zeit saßen die beiden da. Dann sprach Lord Prisory:
„So soll es sein!“
Sylvana die nichts ahnte, saß bei Samara und betete.
Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie hatte vorsorglich Emily darum gebeten auf ihre Zwillinge auf zu passen.
So betete Sylvana stundenlang.
Da erschien ihr die Göttin Lyna die Sylvana trösten im Arm nahm.
Dabei sprach sie:
„Du kannst nichts dafür! Du hast den Stamm von Askar auf den rechten Weg gebracht. Aber jetzt ist es an der Zeit zu vergeben! Samaras Mutter hatte zwar Fehler gemacht aber sie wollte nur ihr Bestes.
Unglücklicherweise hatte sie den falschen Weg gewählt. Aber jetzt soll Samara und Eschra die ersten sein, die in das Paradies ziehen!“
„Aber du wirst eine der letzten sein, denn Lord Prisory will euch versklaven, vor allen dich und das Volk der Lynas!“ ertönte plötzlich Melsoas Stimme und ihr Geist erschien vor Sylvana.
Entsetzt fragte Sylvana nach dem „Warum?“, da sprach Lyna zu ihr:
„Samaras Ehemann ist zur Lord Prisory gegangen und seine Worte waren Gift die in Lord Prisorys und Ricards Herzen eindrangen. Auch König Leon und Lord Stephan werden betroffen sein!“
„Was soll ich tun? Was wird aus meinen Kinder!“ rief Sylvana verzweifelt und weinte vor Angst.
„Es gibt nur einen Weg damit beide Völker ins Paradies können und zwar:
Erstens: Du schickst deinen Kinder zu Samara und alle sollen ins Paradies gehen!
Zweitens: Diejenigen die Armbänder erhalten werden kämpfen aber verlieren. Denn nur durchs verlieren werden wir richtig gewinnen.
Drittens: Und das wird dir nicht gefallen: Du mußt dich mit König Leon vermählen und dich ihn hingeben!
Erst dann wird König Leons Herz frei vom Gift sein. Und er wird das Gift von den Herzen deines Großvaters und Ricards befreien.“
Entsetzt rief Sylvana:
„Nein, nein das kann nicht sein! Nicht nochmal! Ich kann das nicht! Wir wollten doch ins Paradies!“
Dann weinte sie lauter.
Da nahm Melsoa Sylvana beruhigend im Arm:
„Ach meine Große. Es tut mir leid! Ich wünschte ich könnte es dir ersparen aber das Schicksal spielt nun mal ein grausames Spiel und das können wir nicht ändern, auch Lyna und Askar nicht!“
Dann verschwanden Melsoa und Lyna. Weinend setzte sich Sylvana hin.
Drei Wochen war es her und in Sylvana stieg die Angst immer weiter.
Auch ihre Kinder merkten daß es etwas nicht stimmte. Während Layla immer weinte, machte Melina immer in ihre Schlafstätte.
Sylvana versuchte alles sich nichts anmerken zu lassen aber es gelang ihr nicht.
Auch Emily bemerkte Sylvana Wandlung, denn sie trainierte noch eifriger als vorher.
„Was ist denn mit dir?“ fragte schließlich Sajara. Auch sie hatte gemerkt daß es etwas nicht stimmte.
Noch ehe Sylvana was sagen konnte, stürmte Alira auf die dreien zu und berichtete das Samaras Ehemann den sie in der Zwischenzeit gefunden hatten sich dem Lord Prisory angeschlossen hätte.
Da bekam Emily Angst und wurde hysterisch. Sie packte Sylvana und ehe Sajara und Alira es verhindern konnten gab Emily Sylvana eine heftige Ohrfeige.
„Sofort aufhören!“ ertönte Aleyras Stimme und ihr Geist erschien vor allen Vieren.
Wutentbrannt verpasste Aleyra Emily einen das sie zu Boden sank und nach Luft rang.
Aleyra sprach weiter:
„Sarah oder Sylvana die ihr sie nennt ist eure Königin! Zeigt etwas mehr Respekt!“
Lange Zeit standen sie schweigend da und dann sprach Aleyra:
„Ich erzähle euch eine Geschichte von meiner Großmutter, von meiner
Mutter und ihren beiden Schwestern Lydia und Samyla. Samyla war aber nicht die leibliche Tochter von meiner Großmutter.
Samyla war die Tochter von einer wahren Königin die von meiner Großmutter verraten und getötet wurde. Auch meine Großmutter war recht grausam aber sie empfand hier und da Mitleid.
Sie nahm Samyla bei sich auf und zog sie groß.
Aber als meine Mutter auf die Welt kam begann für Samyla eine große Leidenszeit. Aber die Göttinnen Askar und Lyna standen ihr bei. Jedesmal wenn meine Großmutter mit meiner Mutter am Strand ging, spielten Lyna und Askar mit ihr um ihren Leid zu lindern. Eines Tages aber kam ein Bauer und bat um die Hand von Samyla. Meine Großmutter gab sie ihm, damals war Samyla schon erwachsen.
Doch es begann für sie noch schlimmeres Martyrium. Der Mann hatte sich zwar vorgenommen Samyla niemals zu vergewaltigen und niemals zu verletzen. Doch als bei Samyla kein Zeichen für das Kind einsetzte fingen die Leute an zu spotten und den Mann zu verhöhnen.
Meine Mutter bekam dies mit und fasste einen grausamen Plan.
Sie und ihren Freundinnen gab den Mann heimlich einen Trank daß ihn rasend vor Lust machte. Dann gingen sie zum Stall in der Samyla aus Angst versteckte und zerrten sie ins Haus.
Während meine Mutter und ihre Freundinnen sie festhielten, fiel der Mann über sie her.
Als er fertig war ließ er von ihr ab und als man Samyla los ließ, rannte sie gekrümmt vor Schmerzen in den Stall und weinte.
Als Askar dies sah wurde sie zornig. Nicht nur auf den Mann sondern auch auf meine Mutter und ihren Freundinnen. Sie war auch entsetzt das meine Großmutter Samyla ihn zur Frau gab.
Lyna hingegen war bei Samyla um ihr bei zu stehen und gab ihr einen Trank daß es verhinderte daß sie ein Kind bekam. Lyna blieb die ganze Nacht bei Samyla.
Aber was keiner außer ihren richtigen Mutter wußte daß Samyla zu ganz höheren bestimmt war und zwar: Sie soll zu Askars Tochter und damit die Göttin der Vergebung sein. Um dieses zu erlangen gab man den Mädchen die Anweisung nichts zu essen und das für lange Zeit.
Askar wußte auch daß Samyla einen menschlichen Beistand brauchte. So begab sich Askar auf die Suche nach die Richtige. Sie sollte dafür Lynas Tochter und die Göttin des Zorns und Ausführung sein. Doch bevor Askar ging, legte sie folgende Worte in Samylas Mund:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
Dann trug Askar Samyla auf ins Dorf zu gehen und dieses zu verkünden:
„Die falsche Königin soll allein und einsam sterben, Aschira soll vom Sande verschluckt werden, Solanta soll das was ihr widerfahren ist um hundertfache erleiden und Alina sprich meine Mutter soll durch die Hand ihrer eigene Tochter sprich mir sterben und im Meer versenkt werden.
Und Munatt ihr Ehemann soll durch die Hand einer fremden Frau hingerichtet werden das nicht von dieser Welt stamme und wenn er sie nochmal schände würde er vom Askar entmannt werden.
Als Askar gegangen war, ging das Mädchen mit der Angst im Herzen ins Dorf.
Viele der Kriegerinnen und Schwächeren sahen sofort was mit Samyla war und waren genauso erschüttert gewesen. Sie wollten Samyla beschützen denn in ihr sahen sie die Königin, die wahre Königin. Denn Samylas Mutter wollte ihren Stamm frei von Unterdrückung halten aber meine Großmutter hatte sie ja getötet.
Aber Samyla stellte sich der Herausforderung und verkündete dies was Askar ihr sagte.
Als Samyla dies verkündet hatte, sprach sie diesen Satz:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
Aber meine Mutter und ihre Freundinnen verspotteten und verhöhnten sie.
Während Askar fort war, war für Samyla eine schlimme Zeit. Sie mußte aufs Feld arbeiten, die Nachstellungen meiner Mutter und den Hohn und Spott ihrer Freundinnen ertragen während ihr Mann sie schändete.
Doch als Samyla nach und nach ihren Lebensmut verlor, fand Askar in einer fremden Welt in einer anderen Zeit eine Frau daß so stark war aber auch eine verwundete Seele hatte. Sie hatte auch einen anderen Glauben.
So nahm Askar sie mit. Um sie auf das Schicksal vorzubereiten führte Askar sie durch die Wüste. Doch die Frau namens Sarvina weigerte sich denn sie hielt Askar für eine Dämonin.
Sie provozierte Askar und reizte sie bis aufs Blut. So ging die ganze Reise so.
Doch als die Reise endete und Sarvina Samyla sah, bekam sie Mitleid. Sie ließ sich als Magd anheuern und stand ihr all die Zeit bei.
Jedesmal wenn meine Mutter und ihre Freundinnen Samyla verspotteten ließ Sarvina einen frechen Spruch los.
Sogar gegenüber Samylas Ehemann und meine Großmutter hatte sie keinen Respekt.
Manchmal trieb sie sogar Askar in Verzweiflung.“
Da fing Aleyra plötzlich an zu lachen, wurde aber wieder ernst.
Dabei deutete sie auf einen Gebüsch.
Plötzlich rief Sylvana:
„Laya, Melina, Layla und Eschra, macht das ihr nach Hause kommt und zwar flott!“
Sofort liefen die Kinder los und rannten zurück ins Dorf.
Dann fragte Sylvana Aleyra was das mit ihren Fall zu tun hätte aber Aleyra gebot sie sie weiterhin zu zuhören und erzählte weiter:
„Sarvina betete und betete zu einem Gott um Hilfe aber ihr Gott konnte nicht helfen da sie in einer Welt war daß ihr fremd war. Um Samyla zu beschützen gab sie freiwillig sich hin aber nach und nach stieß sie selbst an ihre Grenzen.
Als sie mit Samyla fliehen wollte, stand Lyna plötzlich vor ihnen und gab Sarvina ein Zeichen noch zu warten und Samyla bei zu stehen.
Widerwillig gab Sarvina nach und ging mit Samyla zurück in den Stall.
Plötzlich hörten sie ein entsetztes, schmerzerfülltes Schreien und als Sarvina vorsichtig hinaus blickte lag Samylas Ehemann in seinem Blut und neben ihn sein Glied das von ihm abgefallen war.
Und vor ihn stand Askar mit zornigem Gesichtsausdruck. Sie rief sogar:
„Ich habe dich gewarnt!“
Das war der Punkt der Sarvina überzeugte daß Askar keine Dämonin sondern eine Göttin war.
Und so nahm der Fluch seinen Lauf.
Zuerst traf es Aschira das auf der Jagd war und am Strand entlang ritt.
Plötzlich bäumte ihr Pferd auf und warf Aschira ab. Diese landete in einen Treibsand der sie dann verschluckte.
Als Alina und Solanta sich auf die Suche nach ihr machten und überall gesucht hatten, fanden sie nur das Pferd. Aber Alina war zu grausam um sich zu fürchten. Sie riss sogar Witze über Samylas Prophezeiung. Was sie aber nicht wußte:
Samyla hatte ihr Leid auf Anraten von Lyna Bilder gemalt die Lyna vorsorglich verschwinden ließ.
Auch Sarvina hatte einen rettenden Einfall in dem sie Samyla bat ihre Gefühle freien Lauf zu lassen und sie schrieb alles auf.
Dieses las sie Samylas Ehemann im Beisein von meiner Mutter und meiner Großmutter vor. Auch Sarvina ließ ihre Gefühle freien Lauf. Doch meine
Mutter verhöhnte und verspottete sie.
Wutentbrannt packte Sarvina Alina am Schopf und tauchte sie in den Eintopf ein während meine Großmutter traurig und entsetzt drein sah.
Dabei schrie sie: Askar, sieh das an! Das soll die Königin der Amazonen werden? Die armen Kinder, sie tun mir jetzt schon leid! und stürmte wütend hinaus.
Aber Askar hielt sie auf und machte ihr klar daß sie das Schicksal erfüllen müße.
Aber ein Herz konnte Sarvina berühren und zwar das ihres Peinigers.
Jetzt wußte er was er angerichtet hatte.
Deswegen hielt er Abstand zu Samyla und Sarvina.
Eines Nachts aber ging er in den Stall in der Samyla und Sarvina schliefen.
Als beide es merkten bekam Samyla Angst und Sarvina wollte sich schützend vor Samyla stellen aber Munatt kniete vor ihnen und bat sie um Vergebung. Als er ihnen erzählte was damals geschah ahnte Sarvina daß man ihn etwas in seinen Trank getan hatte.
Wutentbrannt wollte sie ins Dorf gehen und Askars Saustall aufräumen so lautete ihren Wortschatz. Aber wieder hielt Askar sie auf denn sie musste Samyla auf den letzten Weg begleiten. Denn Samyla wollte den Sonnenuntergang und -aufgang sehen.
Mit schweren Herzen brachte Sarvina Samyla heimlich zum Strand in einer Bucht.
In der Zwischenzeit wurde meine Mutter zur Königin gemacht. Und da erfüllte sich der weitere Fluch denn meine Großmutter wurde in das Gehege gesperrt in der Samyla als Kind eingesperrt war.
Da wußte meine Großmutter was sich geschlagen hatte und sie erinnerte sich was Samyla verkündet hatte und an einem Satz:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
So mußte meine Großmutter in ihren Schmutz ihr Dasein fristen.
Dann brach der Krieg zwischen Dorhain und Norrain aus und meine Mutter befahl Solanta die Lage aus zu kundschaften. Dorhain war siegreich aber einige Männer aus Norrain konnten entkommen und fanden auf der Flucht Solanta. Sie versuchte sie zu entkommen aber ihr Pferd rührte sich nicht. So wurde Solanta von ihrem Pferd gezerrt und verschleppt. In das Versteck fielen sie über Solanta her und das immer wieder.
Als man Solanta fand war sie schon fast tot.
Aus Rache führte meine Mutter die Kriegerinnen gegen restliche Männer aus Norrain an und tötete sie alle. Dabei ließ sie alle Köpfe der Männer aufspießen. Da erinnerte sich meine Mutter an den Fluch und eilte los Samyla zu töten um den Fluch zu brechen aber sie kam zu spät. Denn Samyla starb schon kurz nach dem Sonnenaufgang und wurde auf dem Scheiterhaufen den Askar und Lyna errichteten verbrannt. Die Asche hatte Sarvina in einen Tonkrug gesammelt und hatte sich auf dem Weg zum Palast gemacht.
Damals war ich zwei Jahre und Kader wuchs in den Bauch seiner Mutter heran.
Kasim saß in seinen Arbeitszimmer als eine weinende Frau mit seltsamen Kleidern von Palastwachen hereingeführt wurde. Es war Sarvina die nicht nur den Tonkrug mit Asche bei sich trug sondern auch die Bilder die Samyla gemalt hatte. Unter Tränen zeigte Sarvina die Bilder Kasim. Was sie nicht ahnte: Samyla hatte auch Sarvinas Leid aufgemalt. Entsetzt befahl Kasim seinen Soldaten Samylas Mann fest zu nehmen und ihn ein zu sperren. Am nächsten Tag wurde Munatt Kasim vorgeführt und Kasim verurteilte ihn zum Tode durchs Enthaupten und wählte Sarvina als Henkerin aus.
Sarvina bekam Angst um ihren Seelenheil und wollte Kasim bitten jemanden anderen zu wählen aber Samyla die zu Göttin geworden war hielt sie auf. Dabei sprach sie zu Sarvina den einen Satz:„ Das Schicksal wird sich erfüllen!“ und Sarvina verstand dies.
Munatt der auf seine Hinrichtung wartete bekam Besuch von Göttin Samyla die zu ihm sprach:
„Das Schicksal wird sich erfüllen! Aber ich vergebe dir!“
Dann wurde er auf dem Richtplatz geführt wo Sarvina gezeigt wurde wie man mit dem Schwert richtete. Als er vor ihr kniete, holte sie aus und schlug ihn den Kopf ab.
Als dies geschah fiel Sarvina ohnmächtig zu Boden. Kasim ließ sie in den Palast auf eines der Gemächer bringen. Doch als er gegen Abend in das Gemach kam, war Sarvina verschwunden. Aufgeregt kamen einige Wanderer zu Kasim und berichteten von einem Scheiterhaufen in der Bucht.
Sofort stürmte Kasim auf die Bucht zu und da lag Sarvina. Auch sie war gestorben.
Vor dem Scheiterhaufen standen Askar und Lyna die sie anzündeten. Und so stieg Sarvina ebenfalls als Göttin des Zorns und Ausführung auf.“
Dann wandte Aleyra zu Sylvana und sprach:
„Den anderen Fluch kennst du jetzt schon, denn ich hatte dir erzählt daß ich nach dem Tod meiner Tochter meine Mutter tötete und sie im Meer versenkte.
Nun frage ich dich:
„Was hat deine Schamanin Anya noch prophezeit?“
Lange Zeit dachte Sylvana nach aber sie konnte sich nicht erinnern.
Dann fragte sie Aleyra was sie damit meine.
Da fing Aleyra an zu lachen und sprach:
„Damals warst du noch ein Kind daher verstehe ich daß du dich nicht erinnerst. Die Schamanin Anya hatte auch die männlichen Nachkommen erwähnt oder?“
Wieder liefen die Tränen über Sylvanas Wangen und sie weinte bitterlich.
Auf vorsichtiges Anfragen von Emily erzählte Sylvana allen was Melsoa und Lyna zu ihr gesagt hatten.
Emily und Sajara sahen entsetzt drein. Auch Alira liefen die Tränen über die Wangen.
Da rief Sajara wütend:
„Wir lassen uns nicht nochmal unsere Königin wegnehmen! Eher schlitze ich sie alle auf!“
Doch Aleyra sah sie traurig an und sprach:
„Dein Schicksal ist mit Sylvana wie ihr sie nennt verknüpft genau wie Emily! Aber habt keine Angst. Ich habe auch in den Herzen der Männer und ihre Reinheit gesehen! Sie werden euch niemals verletzen und wenn eure Königin die Prophezeiung komplett erfüllt hat, kommt ihr alle frei. Aber ihr müßt eines machen und zwar eure Gefühle mitteilen.“
Da fing Aleyra an zu lachen und meinte:
„Und vor allem mehr essen!“
Sajara verdrehte sich die Augen und maulte:
„Meine Güte! Sollen wir rollen? Nein, danke!“
Sofort verfinsterte sich Aleyras Miene und sah Sylvana vorwurfsvoll an.
Dabei sprach sie:
„Gehen alle von Lynas respektlos mit ihrer Königin um?“
Noch ehe Sylvana was sagen konnte, machte es platsch und sie hatte Matsch im Gesicht.
Während Aleyras Miene sich verfinsterte musste Sylvana plötzlich lachen und rief:
„Bitte sei nicht böse. Das war meine Lehrmeisterin Sonaya. Nicht wahr Sonaya?“
Grinsend trat sie aus dem Gebüsch und rief ebenfalls: „Das ist die Strafe dafür weil du uns nichts gesagt hast was dich bedrückt!“ und trat auf Sylvana zu. Als sie Sylvana in Arm nahm, weinte diese hemmungslos.
Besorgt trat Aleyra ebenfalls hinzu und tröstete sie.
Dann sah sie Sonaya an und nickte anerkennend:
„So eine Lehrmeisterin hätte meinen Stamm gebraucht, dann wäre vieles Leid erspart geblieben und es wäre anders gekommen! Aber sei respektvoller zu deiner Königin!“
Plötzlich machte es wieder platsch aber diesmal hatte Sonaya Matsch im Gesicht. Da musste Aleyra lauthals lachen und verschwand. Verdutzt blickten Sylvana und Sonaya in die Richtung aus dem der Dreck geworfen wurde und erblickten zwei Frauen die da standen. Da wußte Sylvana daß die beiden Göttinnen Samyla und Sarvina waren.
Und Sylvana wußte auch daß Sarvina den Dreck geworfen hatte denn sie grinste sehr verschmitzt.
Samyla lächelte und sprach:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
Dann verschwanden die beiden Göttinnen und Sonaya sprach zu Sylvana:
„Komm gehen wir zurück und holen genügend Schlaf. Morgen ist doch die Hochzeitsfeier.
Vielleicht wenn wir alle frisch und munter sind, läßt Lord Prisory doch noch von seinen Vorhaben ab.“
Traurig aber doch ein bißchen hoffnungsvoll gingen alle zurück ins Dorf.
Am nächsten Morgen fand die Hochzeitsfeier in Kirschrain statt.
Wieder starrte Tajara aus dem Fenster, aber sie lächelte friedfertig.
Da ertönte plötzlich eine Stimme die Tajara erschreckte: „Du bist so wunderschön! Viel schöner als eine Puppe!“ und der Geist von Ester erschien ihr.
Vor Angst fing Tajara an schneller zu atmen aber Ester schüttelte den Kopf:
„Ich tue dir nichts! Ich möchte nur mit dir reden.“ und trat weiter zurück damit Tajara sich beruhigen konnte.
Nachdem sich Tajara sich beruhigt hatte sprach Ester weiter:
„Ich habe all der Zeit nachgedacht warum ich dir das angetan hatte. Jetzt weiß ich es: Ich war neidisch auf deine Schönheit, wollte aber gleichzeitig mit dir befreundet sein. Aber wie du gesagt hattest: Du warst noch ein Kind!
Nun bin ich hier um dir alles Gute zu wünschen!“
Plötzlich hielt Tajara eine Brosche in der Hand.
Strahlend sah Tajara Ester an die ihr Respekt zollte: „Mylady!“
Dann verschwand Ester und Ricard kam herein.
Gleichzeitig machte sich Sylvana mit ihren vereinten Stämmen auf dem Weg zur Burg. Sie war bedrückt und verängstigt. Auch Emily und Sajara hatten Angst.
Samara und Eschra hatten sie mit ein paar freiwillige im Dorf gelassen.
Auch Alira ist dort geblieben um ihre Schwester zu beschützen.
Schließlich erreichte Sylvana die Burg. Als sie aber vor dem Burgtor standen, fing Sylvana wieder an zu weinen. Auch Layla und Melina klammerten sich an Sylvana. Die Wachen sahen erschüttert drein.
„Mylady, was ist mit euch? Das ist doch nur eine Hochzeitsfeier! Ihr braucht euch nicht zu fürchten!“ sprach einer schließlich.
Aber Sylvana sah sie traurig an, denn sie wußte was die Wachen wußten.
Schließlich ging sie hinein.
Gleichzeitig im Dorf lag Samara da und weinte.
„Es tut mir leid was dir widerfahren ist!“ ertönte plötzlich eine Stimme und eine Frau erschien ihr mit beiden Göttinnen Samyla und Lyna.
Verängstigt fragte Samara wer die denn seien und die Frau antwortete:
„Mein Name ist Aleyra. Ich war die Königin des Stammes von Askar. Die falsche Königin wie einst meine Mutter und Großmutter.“
Weinend wandte Samara sich ab und Aleyra sprach weiter:
„Du fühlst dich verraten und verstoßen, daß kann ich verstehen!“
Samara lachte bitter: „Du kannst es verstehen? Das glaube ich nicht!
Du musstest deine Freiheit nicht aufgeben! Du wurdest nicht vergewaltigt und musstest das Kind unter Qualen auf die Welt bringen während dein Mann grinsend zu sah! Dein Leben wurde nicht zerstört!“ und weinte weiter.
Aleyra trat vorsichtig auf Samara zu und ehe Samara sich versah, umklammerte Aleyra sie. Samara schrie und strampelte. Sie schlug um sich.
Doch als Samara keine Kraft mehr hatte, sprach Aleyra weiter:
„Merkst du was? Ich habe dich nicht losgelassen. Ich halte dich fest! Wir haben dich nicht verstoßen sondern wollten das Beste für dich. Wir hätten aber niemals dich zwingen dürfen zu heiraten! Niemals! Es war falsch von uns! Aber wir dachten alle Männer in Dorhain wären wie Kasim und später Kader. Wir haben uns geirrt und ihr habt darunter leiden müssen weil ihr Kranker oder Schwächer wart! Es tut mir leid!“
Wieder weinte Samara und bekam Weinkrämpfe.
Aber Aleyra ließ sie nicht los, ließ nicht locker.
Da kam Alira herbei geeilt, denn sie hatte aus der Ferne Samara schreien gehört und Angst um sie bekommen.
Als sie Aleyra sah wollte sie sich auf dem Boden werfen aber Aleyra sprach:
„Bleibe aufrecht! Ich bin keine Königin! Das war ich nie!“
Verdutzt sah Alira sie an und Aleyra sprach weiter:
„Führe uns zu die anderen, denn ich habe den letzten Wunsch noch zu sagen!“
So half Alira Aleyra die Samara zu den anderen Frauen die verheiratet waren zu bringen.
Ängstlich wichen die Frauen zurück aber da sprach die Göttin Samyla:
„Auch ihr habt sehr gelitten! Ihr alle fühltet von unseren Stamm verstoßen so wie Samara und ich.
Es war falsch von euren Müttern euch zu verheiraten. Es braucht viel Zeit bis daß die Wunden die in unseren Stamm zugefügt wurde geheilt sind.
Aber ihr seid jetzt frei und ihr müßt jetzt versuchen euren Müttern, Großmüttern oder Schwestern zu vergeben. Denn nur durch Vergebung kann man wieder von neu beginnen!“
Dann sah Samyla Aleyra an und gab ihr den Zeichen ihren Wunsch zu äußern.
Da sprach Aleyra:
„Mein letzter Wunsch ist es:
Alle Töchter, ob stark oder schwach sollen zur Kriegerinnen ausgebildet werden. Die, die gezwungen worden waren zu heiraten und Kinder gebären sollen wie die Königinnen behandelt werden und ab heute soll jeder erste Sommertag ein Gedenktag für die wahre Königin Marschua und ihrer Tochter die zur Göttin geworden ist, werden!“ Und Lyna sprach:
„Eine neue Prüfung wird auf euch zu kommen aber die die am schlimmsten gelitten haben, sollen als erste in das Verheißungsvolle Land! Askar wird diejenigen auswählen!“
Dann sprach Samyla erneut:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
Dann verschwanden die Göttinnen Lyna und Samyla.
Übrig blieb Aleyra die Tränen im Gesicht hatte.
Sie rief plötzlich:
„Vergebt mir!“
Dann verschwand sie.
Gleichzeitig in Kirschrain neigte sich das Fest langsam seinem Ende zu.
Während die Gäste sich unterhielten und lachten, saßen die Amazonen mit starren und verängstigten Gesichtsausdrücken da.
Auch Tajara zitterte plötzlich vor Angst am ganzen Körper aber Lord Stephan nahm ihre Hand und sprach zu ihr:
„Mylady, das mit Kinder hat keine Eile! Das Wichtigste ist es daß ihr keine Angst mehr habt!“
Nach und nach beruhigte sich Tajara und als die letzten Gäste draußen waren stand Lord Stephan plötzlich auf und fiel vor ihr auf die Knie.
Dabei sprach er:
„Mylady, ich werde alles Erdenkliche tun damit ihr glücklich seid! Ich werde eure Kinder als die meinige anerkennen und ihnen ein guter Vater sein!
Euch gelobe ich ewige Treue und solange die Zurückhaltung bewahren bis die Wunden auf eurer Seele verheilt sind.“
Dann führte er Tajara hinaus zum Burghof wo die Kutsche bereits wartete.
Traurig sah Tajara Sylvana an und fragte:
„Wir sind doch Schwestern oder?“
Mit Tränen erstickter Stimme erwiderte Sylvana:
„Für alle Zeit!“
Erleichtert aber mit Tränen im Gesicht stieg Tajara in die Kutsche.
Dann fuhr die Kutsche los.
Im Dorf aber ging Anouk auf Samara zu. Sie wollte sie noch mal um Vergebung bitten.
Diese ließ sich plötzlich auf die Knie fallen und wimmerte:
„Schick uns nicht weg! Bitte! Bitte schick uns nicht zurück! Bitte!“
Auch Eschra weinte und flehte Anouk an:
„Bitte! Lass uns hierbleiben!“
Weinend nahm Anouk Samara und Eschra im Arm und rief:
„Nie und nimmer gebe ich euch weg! Ihr bleibt hier! Und du Eschra wirst nach der Geburt deines Kindes ja fleißig trainieren!“
„So, so! Auch du hast endlich deine Fehler eingesehen! Sehr schön!“ ertönte plötzlich eine strenge Stimme und die Göttin Askar erschien vor ihnen.
Erschrocken ließen sich alle lauf den Boden fallen und Eschra fing vor Angst an zu weinen. Dabei klammerte sie sich an ihrer Mutter.
„Schweig Eschra!“ donnerte Askar, „Eine Amazone weint nicht!“
Sofort war Eschra mucksmäuschenstill.
„Gut! Wie meine Schwester schon sagte: Ich werde diejenige auswählen die morgen in das Paradies dürfen!“
Noch ehe Askar auswählen konnte, trat plötzlich eine Frau namens Elaina vor ihr die sich vor Askar auf den Boden warf.
Dabei sprach sie:
„Ich bitte euch um Vergebung daß ich euch unterbreche aber ich flehe euch an:
Lasst Samara und Eschra als erstes in das Paradies! Schickt mich als letzte dahin, denn meine Ehe war wie im Paradies! Ich habe zwar auf dem Feld arbeiten müssen aber mein Mann hat mir immer geholfen. Er hat mir sogar Lesen und Schreiben bei gebracht und für den Fall falls ihn was passieren sollte, sollte ich sein Hof bekommen! Bitte lasst Samara und Eschra zuerst dahin!“
Streng blickte Askar Elaina an und sprach:
„Samara, Elaina, Rani, Elesana, Samirana, Mascha, Elola und alle die gezwungen waren zu heiraten! Anouk du wirst mit Nymala den Weg bewachen damit der Ehemann von Samara die beiden nicht bekommt! Daß ist deine Chance es wieder gut zu machen! Und Samara: Wünsche dir niemals wieder du wärst bei den Lynas geboren, denn ich habe dich erschaffen damit du was Großes bewirkst!“
Verwirrt blickte Samara Askar an die dann sprach:
„Wirst noch früh genug erfahren!“
Dann verschwand Askar und eine Frau mit seltsamen Kleidern stand plötzlich da.
Diese stampfte mit dem Stab auf und rief:
„Das Schicksal wird sich erfüllen!“
Dann blickte sie plötzlich nach oben und flüsterte:
„Endlich ist der Saustall aufgeräumt!“
Dann verschwand sie jubelnd.
Da kamen auch schon Sylvana und die anderen von der Hochzeitsfeier heim.
Mit Tränen im Gesicht ging sie auf Anouk und Samara zu und fragte mit tränenerstickter Stimme:
„Habt ihr euch zur Versöhnung durchdringen können?“
Als diese bejahten, teilte Sylvana ihnen mit daß alle sich auf den Platz versammeln sollten.
Als alle auf dem Platz versammelt waren, kam Ashoura mit Lederarmbänder her die sie an Sylvana, Emily, Sajara, Meyla, Ayla, Cylan und zum Schluss Laya.
Entsetzt sah Sylvana Ashoura an die beruhigend zu ihr sprach:
„Hab keine Angst! Sie kommt mit Sarah in dieselbe Familie. Ihr wird nichts passieren!“
Weinend nahm Sylvana Laya im Arm:
„Es tut mir leid!“
Doch Laya lächelte:
„Egal was die anderen sagen, du bist und bleibst die beste Königin!“
Da beschloss alle ein vorübergehender Abschied zu feiern.
Nach einer Weile gingen sie alle heim. In ihrer Hütte ließ Sylvana ihre Kinder bei sich schlafen denn sie hatte auch Angst sie nie wieder zu sehen.
Sie presste ihre Kinder fest an sich und unter Tränen schlief sie ein.
Gleichzeitig im Kirschrain kam Stephan mit ein paar Soldaten. Auch König Leon war mit König Timo angereist. Samaras Ehemann führte sie alle in den Saal.
Als alle versammelt waren, rief Lord Prisory aus:
„Euer Majestät, euer Gnaden, wie ihr wisst lebt meine Enkelin Sarah seit der Kindheit bei diesen wilden Frauen in Schmutz und Elend. Sie sind alle abgemagert und Sarah hatte schlimme Verletzung am Rücken, Schultern und Kopf. Aber es ist nicht ihre Schuld oder die Schuld der Frauen sondern meine!
Ich war ein Narr, habe sie sehr schlecht behandelt und wollte sie als Kind schon verheiraten. Nun ist Sarah direkt vom rechten Weg abgekommen und hat die Ehefrau mit Kind von den letzten Überlebende von Dorhain wahrscheinlich entführt.
Wir müssen in ihr Dorf gehen und sie alle gefangen nehmen und sie verheiraten. Aber nur mit Hochgeborenen denn sie sollen das restliche Leben schön haben! Alle anderen werden morgen ankommen und wenn sie hier sind, gehen wir ins Dorf!“
König Leon, Timo und Lord Stephan nickten zustimmend. Dann gingen sie alle schlafen.
Am nächsten Morgen war der zweite Abschied aber Sylvana war diesmal nicht alleine.
Während sie weinend ihre Kinder hielt, kam Alany bestürzt herein. Sie wollte Sylvana vorschlagen dass sie ginge sprich sich selbst opfere aber Sylvana sprach zu ihr:
„Übernehme du die Führung! Aber lasst eure Töchter frei leben. Stützt und fördert sie und seid für sie da!“
Unter Tränen versprach Alany ihr dies. Dann gingen sie hinaus.
Als sie draußen waren, sprach Sylvana zu ihren Kindern:
„Layla, Melina, ihr müßt jetzt stark sein denn ich muß für eine Weile fort.
Aber habt keine Angst man wird für euch sorgen. Samara, Sonaya und alle anderen werden für euch sorgen aber in unseren Träumen treffen wir uns wieder. Nun geht! Ich habe euch lieb!“
Weinend gingen die Zwillinge mit den anderen mit. So wie Sylvana hinter her sah, liefen auch ihr die Tränen über die Wangen.
Gleichzeitig im Kirschrain waren die letzten Lords eingetroffen und alle versammelten sich im Saal.
Nach einer Weile hielt Lord Prisory eine Rede und nach dem diese beendet hatte erzählte Ricard ihnen wie seine Schwester und ihre Kinder lebten.
Als König Leon dies bestätigte sahen sie alle entsetzt drein. Dann sprach Lord Prisory:
„Nun gut! Wir brechen alle auf, aber geht behutsam mit ihnen um. Denn sie haben schreckliches durchgemacht! Vor allem die Emily!“
Dann brachen sie auf.
Gleichzeitig im Dorf bereiteten sich Sylvana und die anderen auf den Kampf vor. Aber sie bereiteten sich vor zu verlieren.
Dann beteten sie alle zu den Göttinnen Lyna und Askar um Beistand.
Dann kamen Lord Prisory, Ricard, Lord Stephan, die beiden Könige und die Lords aus allen Regionen.
Es war ein Kampf den Sylvana verlieren würde, denn es wurde ihnen aufgetragen mit dem Kampfstab zu kämpfen.
Dennoch kämpften Sylvana und die anderen erbittert doch der Kampf war aussichtslos.
Als auch Sylvana gefangen war, kam Lord Prisory daher. Als er sich umgesehen hatte war er entsetzt. Er rang mit Fassung und wurde von den Soldaten gestützt damit er nicht vom Pferd fiel.
Plötzlich fragte er Sylvana:
„Wo sind deine Kinder? Wo sind Layla und Melina!“
Doch Sylvana schwieg.
Da trat plötzlich ein Mann hervor der vor ihr kniete und sprach:
„Ich bitte euch: Gebt mir meine Frau und mein Kind wieder. Sie fehlen mir!“
Dabei setzte er ein scheinheiliges Grinsen auf.
Aber Sylvana sah ihn nur an, spuckte ihn ins Gesicht und zischte:
„Verfluchter Kinderschänder wirst sie niemals bekommen! Dafür habe ich gesorgt!“
„Sarah, was soll das? Du kannst ihn doch nicht beleidigen!“ rief Ricard entsetzt. Aber Sylvana sah ihn nur zornig an.
„Sylvana bitte! Nicht hassen! Bitte!“ weinte Emily und Sylvana fing auch an zu weinen.
Dabei klammerten sie sich aneinander.
Viele der Männer sahen sie mitleidig an.
„Nun gut!“ rief Lord Prisory, „Du wirst uns sagen wo deine Kinder sind oder wir suchen alles ab und du wirst uns sagen wo Asuls Frau und Tochter abgeblieben sind! Und zwar sofort!“
Doch Sylvana schwieg. Dann sah Lord Prisory Emily und Sajara an aber auch sie schwiegen.
„Sollen deine Kinder, Asuls Familie auch zu Gerippe werden? Sollen sie verhungern?“ schrie Lord Stephan aber Sylvana schwieg.
Wutentbrannt sprang er vom Pferd, packte Sylvana und schüttelte sie.
Dabei schrie er:
„Bist du wirklich so schwachsinnig wie alle es behaupten? Wo sind deine Kinder? Wo sind sie?“
Doch Sylvana schwieg. Tränen liefen ihr über die Wangen. Dann blickte sie zu Lord Prisory und wimmerte:
„Könnt ihr nicht doch euer Herz erweichen? Lasst uns frei, bitte.“
Aber Lord Prisory wandte sein Blick ab.
Da schrie Sylvana:
„Askar! Lyna! Seht euch das an! Für diesen Frauen und Kinderschänder haben sie Mitleid, aber nicht für uns nur weil wir frei leben wollen!“
Da wurde König Leon zu viel. Er sprang vom Pferd ab und stellte sich in die Mitte. Dann schrie er:
„In Elend zu leben nennt ihr Freiheit? Was ist das für Freiheit wenn man in Elend lebt?“
Dabei deutete er auf die Hütten.
Plötzlich schrie Laya:
„Layla! Melina! Schnell, lauft weg!“
Erschrocken drehte sich Sylvana um und erblickte in die Gesichter ihrer Kinder. Auch Samara war dabei.
Sie weinte:
„Es tut mir leid, Königin Sylvana. Aber die Kinder hatten immer nach dir gerufen!“
Ruhig aber mit Tränen im Gesicht sprach Sylvana:
„Ist schon gut. Ich sehe du kannst niemanden leiden lassen.
Du hast eine gute Seele!“
Da stürmten die Zwillinge auf den jungen König zu und knieten vor ihn:
„Bitte nimm uns unsere Mami nicht weg. Bitte tut uns nicht!“
Noch ehe der König was sagen konnte rief Samara auf einmal:
„Ich klage Asul an mich jahrelang vergewaltigt zu haben! Ich klage Asul an meine Tochter geschändet zu haben. Das Kind in ihr ist von ihren eigenen Vater!“
Da grinste Asul hämisch und sprach mit scheinheiliger Stimme:
„Aber liebe Frau, was denkst du von mir? Mein eigen Fleisch und Blut!“
„Und wie erklärst du dir damit daß Eschra ein Kind im Bauch hat obwohl sie nie mit einem Mann zusammen war? Warum wolltest du sie dann in einen Freudenhaus verkaufen?“ rief Samara und ihre Stimme zitterte.
Entsetzt sah Lord Prisory Asul an. Dann befahl er die Soldaten Asul fest zu nehmen. Er soll aber erst nach der Hochzeit verurteilt werden.
Als Lord Prisory aber zu Samara sah war diese verschwunden. Unter Tränen murmelte Sylvana:
„Lebe frei Samara! Bald werden wir uns wiedersehen!“
Dann wurden Sylvana, ihre Kinder, Emily, Sajara und alle anderen zum Burg gebracht.
Vorm Burgtor angekommen, wollte Sylvana mit ihren Kinder fliehen aber König Leon hielt sie fest.
In ihrer Verzweiflung rief Sylvana aus: „Gnade Großvater! Gnade!“ und weinte.
Da rief einer der Lords:
„Jetzt macht euch doch keine Sorgen, für euch kommt eine schönere Zukunft! Ihr werdet eine richtige Königin!“
Doch Sylvana sah ihn traurig und wütend an und ging schweigend hinein.
Sie wurden sofort auf ihren Zimmern gebracht. Für Sylvana traf es besonders hart denn sie wurde von ihren Kindern getrennt.
Als dies geschah, rastete Sylvana komplett aus und schlug um sich. Fünf Männer mussten sie festhalten und als Laya dies sah, schrie sie:
„Lasst meine Königin los. Tut ihr nicht weh!“
Da riss sich Emily los und stürmte auf Sylvana zu und nahm sie beruhigend im Arm:
„Sylvana bitte! Es wird alles wieder gut! Ganz bestimmt siehst du sie wieder.“
Wieder stieß Sylvana ein Schmerzschrei los und klammerte sich weinend an Emily.
Die Soldaten bekamen Mitleid und ließen es gewähren.
Aber dann mussten sie alle in ihren Zimmern.
Als die Tür hinter Sylvana verschloss, sank Sylvana weinend zu Boden.
Dort saß sie eine Zeit lang und weinte sich in den Schlaf.
Im Saal berieten sich Lord Prisory mit König Leon, König Timo, Lord Stephan und alle anderen wann und wie die Hochzeit stattfinden solle.
Dann wurde es folgendermaßen aufgeteilt:
Sylvana sollte König Leon heiraten, Emily den Lord Markon aus Blumental, Sajara den Lord Haton aus Esrain, Laya den Lord Anron aus Asrain, Cylan den Lord Deton aus Nolrain usw. heiraten.
Dann einigten sie sich daß die Hochzeit in einer Woche stattfinden sollte und alle teilten sich die Aufgaben auf damit alles beisammen war.
Am nächsten Morgen wurde Sylvana durch ein fremdes Geräusch geweckt.
Verwirrt blickte sie um sich aber da ging die Tür auf und Lord Prisory kam mit einem Schneider herein.
„Wo sind meine Kinder?“ zischte Sylvana Lord Prisory an.
Doch dieser schwieg und gab den Schneider den Zeichen an Sylvana maß zu nehmen.
Aber Sylvana weigerte sich maß nehmen zu lassen.
Da kamen Lord Stephan und Ricard herein und hielten sie fest während der Schneider an ihr maß nahm.
Als er fertig war ging er mit Lord Stephan und Ricard hinaus.
„Wo sind meine Kinder?“ zischte Sylvana erneut doch Lord Prisory schwieg erneut.
„Hat Asul so sehr dein Herz vergiftet, das er zu Stein geworden ist? Gib uns frei!“ schrie Sylvana doch Lord Prisory schwieg weiter.
Aus der Ferne hörte man Emilys Stimme die flehte:
„Bitte tut mir nichts! Bitte lass uns frei! Nein, nein, bitte nicht!“
Da schrie Sylvana: „Emily, Emily!“ und rüttelte an der Tür!
„Bleib ruhig! Ihr passiert nichts! Ihr wird nur Maß genommen! Jetzt setzt dich hin!“ brüllte Lord Prisory sie an.
„Du hast mir gar nichts zu befehlen!“ schrie Sylvana zurück, doch Lord Prisory ging wütend hinaus.
Weinend sank Sylvana zu Boden.
Nach drei Tagen wurden Sylvana und die anderen raus gelassen um die Kleider an zu probieren.
Mit starren Blicken gingen sie in den Raum wo die Ordensschwestern und Dienerinnen bereits warteten.
Da fing Laya an zu weinen und sprach:
„Ich will die Sachen nicht probieren! Die sind häßlich! Ich sehe darin aus wie ein Clown!“
Auch Sylvana, Emily und alle anderen rümpften die Nasen.
Unterdessen im Saal stürmte plötzlich Tajara wütend herein und rief:
„Ich habe gehört du willst Sarah noch mal zwingen zu heiraten? Wieso?“
„Du hast selbst gesehen wie sie dort lebt!“ erwiderte Lord Prisory ebenfalls zornig.
„Aber ihr gefällt dort!“ erwiderte Tajara patzig.
Noch ehe Lord Prisory was sagen konnte, schrie Stephan:
„Das reicht jetzt mit dem Hin und Her! Geh nach Hause!“
Beleidigt ging Tajara hinaus.
Dann gingen Lord Prisory, Lord Stephan und Ricard hinauf um die Sachen zu begutachten.
Aber Sylvana und die anderen stritten mit den Ordensschwestern weil keine von den Amazonen die Kleider anprobieren wollten.
„Aufhören und zwar sofort!“ schrie Lord Prisory.
Erschrocken drehten sich alle um und sahen ihn an.
Dann sprach er mit zorniger Stimme:
„Die Familien in der ihr kommt haben tagelang bemüht die Sachen aus zu suchen. Ich bin grausam? Wenn ich grausam wäre, dann hätte ich Sarah einfach mit König Leon verheiratet und euch entweder mit irgendwelchen Bettlern verheiratet oder euch in ein Freudenhaus gesteckt! Aber ich wollte auch euch mit Hochgeborenen verheiraten damit ihr das restliche Leben schön habt!“
Weinend ging er hinaus.
Während Sylvana und die anderen bestürzt hinter her sahen, rief Ricard wütend: „Toll gemacht! Sicherlich er war früher ein Griesgram, aber jetzt hat er euch alle in sein Herz geschlossen und so dankt ihr ihn?“ und rauschte ebenfalls hinaus.
Da raunzte Lord Stephan: „Man könnte meinen ihr seid alle schwachsinnig!“ und ging ebenfalls.
Da standen Sylvana und die anderen da.
Vielen liefen die Tränen über die Wangen. Nach und nach gingen sie zu den Kleidern die für sie vorgesehen war.
Als sie sich ausgezogen hatten, mußten alle erst gewaschen werden was für sie erst recht unangenehm war.
Nach der Anprobe mußte Sylvana die Kleidern anziehen die man ihr bereit legte.
Als Sylvana mit Absicht ungeschickt anstellte wurde Ordensschwester Ursa zornig und drohte ihr nackt rumlaufen zu lassen.
Aber Sylvana zuckte kaltschnäuzig die Schultern und meinte:
„Gut! Dann laufe ich nackt herum!“
Schließlich kam Schwester Eta hinzu und half Sylvana in den Kleidern.
Nach dem alle umgezogen waren, mußten sie in den Raum warten.
Als die Tür verschlossen war fingen sie alle an hemmungslos zu weinen und fingen unter Tränen an zu beten.
Nach einer Weile kam ein Diener mit ein paar Soldaten herein und verkündete daß es Essen gab.
So mußten alle ihn folgen während die Ordensschwestern neben ihnen und die Soldaten hinter ihnen gingen.
Schließlich kamen sie in den Saal und als alle drinnen waren rief Lord Prisory plötzlich:
„So jede setzt sich zu ihren Verlobten hin. Esst, trinkt und unterhaltet euch.“
Plötzlich schnappte Sajara einen Dolch und wollte sich damit das Leben nehmen! Doch Sylvana und Emily hielten sie fest damit sie sich nicht antun konnte.
Da schrie Sajara verzweifelt:
„Ehe ich als eine Sklavin lebe, bringe ich mich um!“
„Sajara bitte! Wir brauchen dich doch! Du bist doch die stärkste Kriegerin!“
weinte Laya.
Schließlich weinte Sajara bitterlich.
„Na, na, die stärkste Kriegerin mit so viel Furcht?“ sprach Emily unter Tränen.
„Wir sitzen nur neben ihnen, mehr passiert nicht. Ich weiß das nämlich von meiner Ehe in Dorhain und außerdem was hat Aleyra gesagt? Sie hat in ihren Herzen die Reinheit gesehen. Es wird uns nichts passieren.“ flüsterte Sylvana und sprach ihr Mut zu.
Da stand ein Mann auf, ging auf Sajara zu, verbeugte sich vor Sajara und sprach:
„Madame, darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Aurelius Haton. Ich habe von eurer Stärke gehört und hege Bewunderung gegenüber euch. Ich verspreche euch, euch wird nichts geschehen und nach der Hochzeit werden wir weiterhin in getrennte Gemächer schlafen.
Nach und nach setzten sich alle hin, blickten aber verängstigt drein.
Unterdessen in dem neuen Dorf bekam Eschra plötzlich heftige Schmerzen.
Samara die mit Alira vom Fischen heim kam, merkte sofort was los war und bekam Angst um ihre Tochter. Schnell lief Alira zu den anderen um Hilfe zu holen.
Samara nahm unterdessen Eschra im Arm und beruhigte sie.
Da kamen auch Anouk und Ashoura um Eschra bei zu stehen.
Nach langen Schmerzen brachte Eschra ihr Kind zur Welt aber alle blickten entsetzt und traurig drein.
Es war eine Totgeburt.
Als Alany dies hörte wurde sie zornig aber nicht auf Eschra oder Samara sondern auf sich selbst und alle anderen Starken.
„Warum Askar hast du es zu gelassen? Warum hast du uns den Kopf nicht gewaschen? Unsere armen Töchter!“ dachte Alany bei sich. Plötzlich machte es „Wusch“ und sie war von oben nach unten nass.
„Stimmt Askar hat es wirklich versäumt euch die Köpfe zu waschen. Jetzt hole ich nach!“ ertönte plötzlich eine fremde Stimme und vor Alany erschien eine Frau mit seltsamen Kleidern.
Zuerst grinste sie wurde aber wieder ernst und sprach mit zorniger Stimme:
„Was habt ihr überhaupt dabei gedacht die Schwächeren zu verheiraten?
Wie blöd ist das denn?“
Alany wußte zuerst nicht was sie sagen sollte, fing aber an zu weinen und sprach mit Tränen erstickter Stimme:
„Es tut uns leid! Wir wollten nichts Böses für unsere Töchter aber unser Stamm hatten viele Hungersnöte durchgemacht und wir dachten wir könnten wenigsten die Schwächeren davor bewahren. Es war falsch von uns! Es tut uns so leid!“
Die Frau nickte anerkennend:
„Naja wenigsten etwas! Aber ihr habt einiges an die Schwächeren wieder gut zu machen und daß ist viel! Und ich muss euch mitteilen daß nicht nur Alina den Mann geholfen hatte die Frau zu vergewaltigen sonder auch Kesa, Lari und Estara. Die solltet ihr rausschmeißen und zwar sofort.
Vor allem Estara denn sie hatte ihre Tochter gezwungen als Freudenmädchen zu arbeiten! Am besten machst du heute noch!“
Dann verschwand die Frau und die entsetzte Alany versammelte sofort einige Amazonen.
Nach dem dies geschah gingen sie zurück in das alte Dorf wo die anderen waren. Unterwegs erzählte Alany ihnen was Sarvina gesagt hatte worauf die anderen ebenfalls entsetzt waren.
Als die anderen Alany und die anderen erblickten staunten sie.
Schließlich trat eine Frau namens Estara auf sie zu und fragte:
„Dürfen wir jetzt auch ins Paradies?“
Da wurde Hannah die mitgekommen war zu viel. Sie stürmte auf Estara zu und verpasste ihr eine daß sie sich krümmte. Dabei schrie sie:
„Was bist du für eine Mutter die zu lässt daß der Mann die eigene Tochter vergewaltigt? Und die eigene Tochter zwingt als Freudenmädchen zu verdingen!“
„Wieso? Meine Tochter ist zu schwach um Kriegerin zu werden also könnte sie was Nützliches machen und Geld für den Stamm verdienen! Meine Güte, sie sollte sich nicht so anstellen!“ sprach Estara mit blanker Hohn.
Da hoben Alany, Hannah, Alira, Samara, Anouk und Elaina die Steine auf während die anderen Kesa und Lari zusammen trieben.
Dann sprach Alany zu ihnen:
Das was ihr euren Töchtern angetan habt, habt ihr euren Stamm angetan!
Vor allem du Estara!“
Dann warfen sie die Steine und jagten sie damit aus dem Dorf.
Dies war der Zeichen dafür dass sie für immer verbannt und verstoßen waren. Sie durften nie mehr zurück kehren und sie wurden zusätzlich vom Askar verflucht auf ewiglich durch die Welt zu wandern.
Unterdessen in Kirschrain wurden Sylvana und die anderen nach dem Essen wieder in ihren Zimmern gesperrt. Wieder kauerte Sylvana in der Ecke und weinte. Sie hatte Angst um ihre Kinder und fing an zu randalieren. Dabei schrie sie:
„Gebt mir meine Kinder wieder! Gebt uns frei!“
„Lady Sarah, was ist das für ein benehmen? Verhält sich so eine Prinzessin bzw. die Königin der Amazonen? Ihr müßt Haltung bewahren!“ durchfuhr ihr eine seltsame aber vertraute Stimme und der Geist einer Ordensfrau erschien ihr.
„Berta bitte! Hilf mir!“ weinte Sylvana. Da nahm die Ordensfrau Sylvana tröstend im Arm und sprach:
„Na,na! Du mußt doch keine Angst mehr haben! Deinen Kindern geht es gut. Sie schlafen bereits denn sie sind sehr müde. Sie haben den ganzen Tag die Wachen auf den Trab gehalten.“
Nach und nach beruhigte sich Sylvana, schmiegte sich an Schwester Berta und dachte lächelnd bei sich:
„Meine Kleinen. Das haben sie von mir!“
Unterdessen beschlossen Alany und die anderen zu diejenigen zu gehen die zwangsverheiratet wurden. Sie wollten sie um Vergebung bitten. Da ließen sie sich noch was Schönes einfallen und zwar sollten die Schwächeren vom Waldrand bis ins Dorf getragen werden wo für sie das Essen bereit stand.
Alany verfügte sogar daß dies jeden Monat stattfinden sollte um zu erinnern welches Verbrechen die Stärkeren an die Schwächeren begangen hatten damit so etwas nie mehr wiederhole.
Gleichzeitig im Kirschrain erzählte Sylvana Schwester Berta von ihren Ängsten, Sorgen und Gefühlen.
Sie unterhielten sich und machten Witze.
„So Prinzessin.“ sprach Schwester Berta, „Nun räumt erst mal alles auf und versucht zu schlafen. Habt keine Angst, es wird alles gut!“
Dann verschwand sie und Sylvana machte sich an Werk wieder auf zu räumen. Als sie sich wieder in die Ecke setzen wollte kam Lord Prisory mit König Leon herein.
Lange Zeit sahen sich Lord Prisory und Sylvana an.
Dann wandte sich Sylvana mit Tränen im Gesicht ab und wollte wieder zum Fenster hinaus starren.
Aber Lord Prisory packte sie und schrie verzweifelt:
„Kind, was soll ich denn machen? Dich und die Kinder hungern lassen? Ich bin verzweifelt so wie damals als du neun warst. Erinnerst du dich an deine Großmutter?“
Als Sylvana ihren Kopf schüttelte, sprach Lord Prisory:
„Komm setzen wir uns und ich erzähle dir warum ich damals gehandelt habe.“
Nachdem sie saßen fing Lord Prisory an:
„Es herrschte damals Krieg zwischen Kirschrain und Dorhain denn Lydia deine Mutter war jemand anderes versprochen genauso wie die Mütter deiner Freundinnen.
Aber deine Mutter brachte sie weg. An der Grenze zum Kirschrain traf sie dann auf deinen Vater den sie anflehte zu helfen. Er willigte ein denn er war auch der Meinung Frauen und Männer gegen ihren Willen zu verheiraten sei ein Verbrechen.
So brachte er deine Mutter und alle anderen in diesen Versteck den wir jetzt alle wissen.
Lange Zeit wußten deine Großmutter und ich nichts davon bis dein Vater uns deine Mutter vorstellte und verkündete er wolle sie heiraten. Wir waren entsetzt denn sie war nicht von hoher Geburt und wollten ihn davon abbringen. Aber er ließ sich nicht davon abbringen. Dann der nächste Schreck für uns, denn Tage vor der Hochzeit beichtete sie uns alles aber da war es zu spät denn gleichzeitig kam der Brief von Fürst Kasim der uns den Krieg drohte.
Damals warst du in den Bauch deiner Mutter als der Krieg richtig begann.
Der Krieg dauerte zwei Jahre und wir flehten deine Mutter und dein Vater an den Versteck zu verraten aber beide weigerten sich.
Schließlich willigte Fürst Kasim den Frieden ein unter der Bedingung daß wir ihn sagen wo die anderen wären aber wir wußten nicht.
Und er sah daß wir die Wahrheit sprachen und willigte den Frieden ein, bat uns aber die Frauen an Dorhain wieder aus zu liefern sollten wir sie finden.
Die anderen so genannten Amazonen hatten daraufhin deine Mutter verstoßen was wir auch froh waren.
Aber sie schickten auch Spione in unseren Reich die deinen Vater, uns und alle anderen ausspionierten.
Als deine Mutter deinen Bruder erwartete kam es irgendwie zu einem Machtwechsel bei diesen Frauen und diese überredete Fürst Kasim noch mal gegen uns zu kämpfen. So zog dein Vater noch mal in die Schlacht. Er wollte mit Fürst Kasim reden aber sein falscher Vertrauter tötete ihn. Naja den Rest der Geschichte kennst du bereits.“
Wieder liefen Sylvana die Tränen doch sie schwieg.
Dann sprach Lord Prisory weiter:
„Eines Tages aber wurde deine Großmutter untersucht und es wurde bei ihr eine schlimme Krankheit festgestellt an der sie ein Jahr nach deinem Verschwinden starb. Als ich von der Krankheit erfuhr bekam ich Angst um euch dreien. Das hatte mich blind gemacht. Aber ich habe euch dreien lieb gehabt und hab euch immer lieb.“
„Auch als ich Lydia auf dem Gewissen habe?“ fragte Sylvana mit tränenerstickter Stimme.
