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Rolf E. Sigrist, seit mehr als 22 Jahren mit einer Philippinin verheiratet, gibt wertvolle Insidertipps zum Reisen auf die Philippinen. Dieser Inselstaat ist voller atemberaubender Schönheiten und freundlicher Menschen. Der Autor bringt den Lesern Land und Leute näher, weist auf eventuelle Risiken hin und gibt Ratschläge, wie Schwierigkeiten beim Reisen vermieden werden können. Mehr als 70 fantastische Bilder und reichliche Erfahrungen des Autors heben dieses Buch von anderen Reiseführern ab. Lassen Sie sich verzaubern und hoffentlich auf ein "Mabuhay" auf den Philippinen!
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Seitenzahl: 67
Veröffentlichungsjahr: 2013
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
© 2013 novum publishing gmbh
ISBN Printausgabe: 978-3-99026-853-7
ISBN e-book: 978-3-99026-854-4
Lektorat: Mag. Sandra Jusinger
Umschlagfoto: Simon Schumacher
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
Innenabbildungen: Rolf E. Sigrist (76)
Autorenfoto: Rolf E. Sigrist
www.novumverlag.com
Warum dieses Buch
Geschätzte Leserinnen und Leser,
im deutschsprachigen Raum findet man wenig Broschüren oder Reisebücher über die Philippinen, und in den Medien wird dieses Land leider meist nur mit negativen Schlagzeilen erwähnt. Davon abgesehen gibt es aber eben sehr viel Positives zu bemerken. Seit Jahren bereise ich die Philippinen und habe Land und Leute kennengelernt. Als langjähriger Hobbyfotograf schätze ich die Bildsprache sehr. Daher werden Sie in diesem Buch zahlreiche Bilder finden. Die Kommentare sollen praxisgerecht und so knapp wie möglich gehalten sein. Dieses Buch wird fortgesetzt werden.
Ich möchte Sie mit dem vorliegenden Buch in den (Touristen-)Alltag auf den Philippinen einführen. Sollte es mir gelingen, Sie zu einer Reise in dieses Land zu animieren, dann hat sich mein Aufwand für das Buch gelohnt.
Eine große Bitte habe ich noch. Bereisen Sie die Philippinen bitte nicht als Sextourist! Das braucht dieses Land nicht. Gegen eine normale Beziehung ist nichts einzuwenden. Aber da könnte ich schon wieder ein Buch darüber schreiben …
Aufbau des Buches:
Im ersten Teil beschreibe ich diverse Gegenden auf den Philippinen nach eigenen Erfahrungen.
Im zweiten Teil gibt es einen Anhang mit eigentlichen, kurzen Reiseberichten meiner dreimonatigen Reise 2011/2012.
Im dritten Teil finden Sie ein paar wichtige und nützliche Wörter in Tagalog.
Allgemeines über Land und Leute
Liebe Leserinnen und Leser! Mabuhay (Willkommen)! Dieses Wort wird auf den Philippinen ganz groß geschrieben, und die Filipinos meinen dies auch so! Es ist der Begriff, welcher sinnbildlich die Gastfreundlichkeit der Filipinos darstellt. In diesem Sinne wünsche auch ich Ihnen Mabuhay und viel Vergnügen mit meinem Bildband!
Die Philippinen sind ein Inselstaat mit über 93 Mio. Einwohnern und bestehen aus 7107 Inseln. Davon sind nur gerade 3144 mit einem Namen versehen und etwa 880 sind unbewohnt. Nur etwa 1000 sind größer als 1 km².
White Beach auf Boracay
Die größte Insel ist Luzon, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt. Weiters gibt es die Visayas Inselgruppe mit der Millionenstadt Cebu. Südlich gelegen ist Mindanao, die zweitgrößte Insel der Philippinen. Ganz im Westen liegt die lang gezogene Insel Palawan.
90% der Bevölkerung sind Christen (mehrheitlich katholisch), 5% Moslems. Die Philippinen liegen im sogenannten Korallendreieck und gehören somit zu den artenreichsten Ökosystemen der ganzen Welt! Im küstennahen Meer findet man auch heute noch viele Korallen mit bunten Fischen. Weltbekannte Korallenriffe gibt es um Tubbataha und im Cagayan-Archipel.
Die Philippinen werden (noch) spärlich bereist. Die eigentlichen Touristenzentren gleichen denen der klassischen, europäischen Destinationen in den 50er-Jahren mit den spärlich besuchten Badebuchten. Eine der bekanntesten Inseln ist Boracay, die in der Mitte des Archipels gelegen ist. Aber sogar dort ist der Tourismus (noch) spärlich vertreten. Viele andere Inseln sind fast gänzlich frei von Touristen.
Dementgegen hat das Land aber viel zu bieten. Die Philippinen sind atemberaubend schön.
Für uns eine der schönsten und saubersten Inseln ist Palawan, der wir daher auch ein eigenes Kapitel widmen. Aber auch das restliche Land lädt zum Verweilen ein.
Die Filipinos sind sehr gastfreundlich und duldsam. Ein großer Teil der Bevölkerung spricht fließend Englisch. Die Straßenverkehrsordnung ist ähnlich wie bei uns. Es wird also auf der rechten Seite gefahren. Sämtliche Verkehrszeichen und Tafeln sind in Englisch gehalten. Man kann sich daher ausgezeichnet orientieren. Auch sämtliche Speisekarten und Preisschilder sind auf Englisch geschrieben!
Typische subtropische Landschaft auf den Philippinen
Die Preise sind allgemein sehr günstig. Auch das Reisen mit Fähren, Flugzeug oder Fahrzeugen aller Art ist außerordentlich preiswert sowie Hotels, Resorts und Kondominiums. Zudem sind die Speisen meist sehr gut. Es sind fast alle Nationen kulinarisch vertreten; außer Fondue und Raclette …
Auf den Philippinen werden Sie Ihr Gepäck niemals selbst tragen. Überall sind helfende Hände zur Stelle, welche ein paar Pesos verdienen möchten. Die Leute sind freundlich und unbeschwert. Eben diese typisch asiatisch-philippinischen Eigenschaften, welche wir zu schätzen gelernt haben. Die Leute sind wie das Wetter und die Gegend: sonnig und fröhlich.
Das Preisniveau ist – wie bereits gesagt – generell enorm tief. Schmuck, Kleider (Originale, keine Fakes), Essen, Reisen, Zahnarzt, Spital, alles ist unwahrscheinlich günstig und dabei teils von sehr gutem Niveau. Sollten Sie die Zähne restaurieren lassen, suchen Sie den Zahnarzt sorgfältig aus. Es gibt viele sehr gute Kliniken und Ärzte. Meine Frau ließ sich insgesamt zehn Zähne einsetzen (Fixed Bridge) zu einem Preis von ca. CHF 1200,00. Das Resultat ist sehr gut.
Noch etwas Wesentliches ist anders: der Respekt. Dieses Wort ist bei uns in Europa fast ausgestorben. Die älteren Leute nehmen diesen Begriff bei uns mit ins Grab. Ganz anders auf den Philippinen. Hier fängt die Bedeutung dieses Begriffs schon in der Familie an. Es gibt eigene Wörter in Tagalog, welche den Älteren Respekt zollen lassen. Solche Wörter sind z. B. „Manang“ und „Manong“. So werden die älteren Geschwister von den jüngeren genannt. Müßig, eine Übersetzung ins Deutsche vornehmen zu wollen, denn es kommt hier zulande niemanden in den Sinn „ehrenwerter Bruder“ zu sagen … Ältere Leute werden ebenfalls mit besonderem Respekt behandelt. Auf den Philippinen passiert es nicht selten, dass Kinder und Jugendliche ihre Hand zur Stirn führen, um Gästen den Respekt zu zeigen. Das ist ein Zeichen von besonderer Ehre!
Noch ein Wort zum Klima: Dieses ist subtropisch. Das heißt, die Temperaturen sind recht ausgeglichen und reichen von ca. 25 Grad bis zu 37 Grad im Sommer. In den Höhen von Banaue auf ca. 1500 Meter kann es bis zu 12 Grad abkühlen. Mit Ausnahme des Sommers (März bis Mai) regnet es häufig. Die Gewitter sind kurz, aber heftig. Ein Schirm gehört also zur Standardausrüstung eines Reisenden. Die Temperaturspitzen werden im Sommer erreicht. Unangenehm kann dies aber nur in den Betonwüsten der großen Städte werden. An den Küsten weht immer ein angenehmer Wind.
Ein paar Verhaltensregeln auf den Philippinen
Reisen Sie nicht in den Süden. Ich selbst reise nicht über die Visayas hinaus. Grund: Im Süden gibt es Islamisten, welche für autonome Regionen kämpfen. Diese schrecken teilweise nicht vor Geiselnahme zurück, um Geld zu beschaffen. Beachten Sie die Reisehinweise des EDA oder Auswärtigen Amtes in Deutschland.
Reisen Sie nicht allein. Die allgemeine Kriminalitätsquote ist zwar nicht enorm hoch, aber doch vorhanden. Vor allem in Metro-Manila ist Vorsicht geboten.
Melden Sie Taxifahrer in Manila, welche einen Pauschalbetrag vereinbaren wollen. Steigen Sie aus und nehmen Sie ein anderes Taxi, sonst bezahlen Sie zu viel.
Lassen Sie bei Geldautomaten die gleiche Vorsicht walten wie hierzulande.
Internet ist zwar vielerorts vorhanden. Die Bandbreiten aber sind sehr mager. Deshalb dürfen Sie keine schnellen Verbindungen erwarten. Die Preise für Flatrates sind auch deutlich teurer als in Europa! In vielen Restaurants und Resorts ist WiFi gratis. Broadband Internet über einen der Mobilprovider gibt’s zwar günstig, ist aber oft überlastet (siehe nächster Punkt).
Es gibt zwei große Mobilprovider: Smart und Globe. Globe ist weniger vertreten, dafür oft aber auch oft weniger überlastet als Smart. Mobiles Netz und auch Festnetz halten mit der Bevölkerungsdichte nicht ganz Schritt und sind oft überlastet.
Bei außergewöhnlichen Ereignissen wie Stau, Missverständnissen, Differenzen usw. bleiben Sie möglichst gelassen. Für den Asiaten und damit auch den Filipino ist es ein schwerwiegendes Problem, das Gesicht zu verlieren. Asiaten bleiben meist ruhig und gelassen und legen Aufgeregtheit als Schwäche aus. Lassen Sie sich also von der asiatischen Gelassenheit anstecken.
Fragen Sie jemanden nach dem Weg, werden Sie meist eine ausführliche Antwort erhalten, diese muss aber nicht stimmen. Denn der Asiate empfindet es als unhöflich, zuzugeben, etwas nicht zu kennen oder zu wissen. Also Vorsicht, Sie könnten in die falsche Richtung laufen … Fragen Sie lieber einen Security oder Polizisten (Tagalog: Pulis).
In den Einkaufszentren und Restaurants wird zum Teil stark klimatisiert. Essen Sie daher lieber draußen oder nehmen Sie eine leichte Jacke mit.
