Die Reise nach innen - Raphael Seitz - E-Book

Die Reise nach innen E-Book

Raphael Seitz

0,0
3,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

In 13 Gedichten nimmt Raphael Seitz den Leser mit auf einen poetischen Streifzug durchs Gedankendickicht der Generation Y mit all ihren Ideen, Beobachtungen und Unentschiedenheiten. Dabei werden Themen wie Identitätssuche, Reiseträumereien, dem Leben auf der Straße, Medienbeeinflussung und auch der Tod intensiv behandelt. Wer hierbei den roten Faden nicht verlieren möchte, sollte auch zwischen den Zeilen zu lesen versuchen, denn es wartet eine Botschaft, als Schatz gefunden zu werden: Die Zuversicht, dass jeder noch so kleine gute Gedanke, wenn er ausgeführt wird, die Welt zu einem besseren Ort machen kann.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 34

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Die Reise nach innen

Die Stimme des inneren Kindes

Ein Kreuzzug ins Glück

Mit-Teilungsbedürfnis

Berliner Untergrund - 1. Teil: Der Beobachter

Berliner Untergrund - 2. Teil: Der Motzverkäufer

Sonnenaufgang im Walde

Zeitgeist

Das Zweite Gesicht – Ein Traum in vier Szenen

Das Ur-Teil

Ein Stück Leb‘-Kuchen

Von Eichen und Palmen

Dank an die Musik

Über den Autor

Die Reise nach innen

Ich wollte meinen Horizont erweiten

Zu einem gescheiten

Menschen reifen

Der zum Begreifen

Dieser Welt auf große Reisen geht

Damit er mehr von ihr versteht.

So machte ich mich also auf die Such‘

Im Gepäck nur Proviant und Tagebuch

Und ohne Rücksicht auf Verlust

Mit ‘nem Kompass gepolt auf Abenteuerlust

Wollt‘ ich über die Grenzen des Tellerrands hinausschauen

Mir als Lebenskünstler was Interkulturelles erbauen.

So reiste ich durch vieler Herren Länder

Trug im Herzen manch bunte Gewänder

Durfte ferne Landschaften mit eigenem Auge erblicken

Statt nur Postkarten-Motive davon zu verschicken.

Und fremde Gewürze umspielten meine Sinne

So als ob das Leben täglich neu beginne.

Ich kam in verwunschene Städte

Wo das Leben als wilde Wette

Auf den Straßen spielt und auch nach Mitternacht

Mir auf den Märkten zulacht

Und mittendrin ein manisches Menschentreiben

Wo Träume gelebt werden, auch wenn sie unerfüllt bleiben.

Lieder klingen

Stimmen singen

Münzen klirren

Mücken schwirren.

Und die Händler werden mit ihrer Ware eins

Doch wenn ich wahrlich eins

Begreife, dann eigentlich nur:

All mein bisheriges Leben und Streben

Nach Unendlichkeit auf zeitlosen Wegen

Kreuz und quer & hin und her

War doch nur ein Ausflug ins Reich meines Selbst

Da du nur dort alte Sichtweisen erhellst.

Jede kulturelle Erfahrung schmiedet zwar wunderbar

Das eigne Lebenseisen in markante Form

Doch wird auch die längste Weltreise zur Norm

Wenn das Erlebte im Innersten nicht zur Blüte reift

Der Alltag nicht nach diesen Früchten greift.

Das sagt sich einfach und klingt sehr klug

Aber wer kennt nicht der Blender Unfug?

Heiße Luft in Schlösser und Worthülsen einzubetten

Um sprachlich schön verpackt die Welt zu retten.

Letztens war ich bei ‘nem Freund zuhaus‘

Aß gar leckeren Gaumen-Schmaus

Und auf meinem Brettchen stand in rot:

„Heut‘ mach ich mir kein Abendbrot

Heut‘ mach ich mir Gedanken.“

Diese Worte brachten mich ins Schwanken…

Ich erhob die Stimme und reckte die Hand

Bereit, den Generalstreik auszurufen im gesamten Land

Auf dass wir was verändern

In den armen Ländern!

Es fühlte sich gar einfach an mit vollem Magen

In Gedanken den ganz großen Wurf zu wagen.

Am folgenden Tage ward ich wieder nüchtern

Und fragte mich selber schließlich schüchtern

Wie das wäre bei der Aussicht ohne Abendbrot

Ideen zu gestalten gegen Leid und Not.

Denn hungriges Denken mündet meist in Frust

Und diese simple Erkenntnis macht mir bewusst

Dass unser weltbürgerlicher Wissensdurst ein Luxus ist

Den der echte Hunger dieser Erde ohne Gnade frisst.

Und bin ich es nicht selbst

Vielleicht genau in diesem Moment

Der vor seiner Handlungs-Ohnmacht davon rennt?

Ich habe kein Rezept zur Rettung dieser Welt

Und nur weil ich mir einbilde, dass sie mir gefällt

Ist sie deshalb nicht für alle schön…

Und einzig bleibt

Die Dankbarkeit

Dass ich am richtigen Ort geboren ward

Was so viel bestimmt über jemandes Lebensart.

Was ist euch wirklich teuer und lieb?

Und habt ihr mal gehört vom Glücksprinzip?

Zweien oder mehr Mitmenschen etwas Gutes zu tun

Inklusive der freundlichen Bitte, das gleiche nun

Wiederum ebenfalls zu tun

Und nicht eher auszuruhen

Bis diese gute Kraft

Einer potenziell wachsenden Gemeinschaft

Vielleicht eines Tages auch den letzten Ort erreicht

Was möglich ist, aber nicht leicht.

Die Stimme des inneren Kindes

Ich möcht‘ euch heute fragen

Welche Themen und Lebenslagen

Euch bewegen

Die Phantasie mal wieder anzuregen

Frei zu sein, im Handeln und Denken

Das eigene Leben selbstbestimmt zu lenken.

Wir horchen nach innen

Und ertasten mit unseren Sinnen

Die eigene Geschichte nach dem Besonderen ab.

Was wir erlebten an Glück und Leid, an Freude und Streit

Prägt Empfinden und Sichtweisen

Und die Richtung, wohin wir seelisch reisen.