Die Schokoladen Doktrin - Kuschke - E-Book

Die Schokoladen Doktrin E-Book

Kuschke

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Beschreibung

Unverblümte und Direkte Kurzgeschichten, Abhandlungen, Aufsätze und kleine Gedichte aus der Feder eines unverwechselbaren Charakters. Mit dem Finger am Puls der Zeit, nimmt der Autor in seinem ersten Werk kein Blatt vor den Mund und lässt, neben all der Schärfe, den Humor nicht zu kurz kommen. Ebenso erhebende wie niederschmetternde Texte spiegeln auch die Jahrelangen Up's und Down's des Autors wieder. Ein griffbereites Beistellwerk für jeden Liebhaber zeitgenössischer Künste.

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Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Die

Schokoladen Doktrin

 

 

 

 

 

 

Geschichten,

Gedichte und Traktate

 

 

 

 

© Eklatant Verlag Cassel Germania

 

Autor: Kuschke

Inhalt
Stadtmorgen
Wacht auf und seht
Vom beschissen werden
Über die Armut
Der Mensch ist ein Blasenwesen.
Ein Wunsch
Der Dumme Mensch
Krieg den Sockenfusseln!
Mensch Computer!
Ich bekomme was ich verdiene
Spätzünder
Sklave
Amtlich
Das Leben der Anderen
Moral folgt Ideal
Oh Seele schwer
Weltuntergang
Glück
Untermieter
Bankräuber Lied
Das Ich
Mietshaus
POLIZEI
Zungenbrechen
Déjà-vu
Die Fremde
Hass!
Schwalben
Spiegel
Übermut
Dunkelheit
Alt
Über den Tod
Regen
Sommergeruch
BONUSMATERIAL
Narrenhände
Nutten Lied
Wissen und Glauben
Zitat:
Wahre Bücher
UND ZU GUTER LETZT
Aufforderung des Verlages an den Autor, sich angemessen zu erklären:
Impressum

Vorwort

Aufgrund der absolut genialen und einmaligen Gedichte und Geschichten, deren unvergleichlichen und zugleich berührenden Art und Weise, die natürlich erst entstand nachdem sie vom Verleger in Stücke gerissen und völlig neu - und aus dem Kontext gerissen -wieder zusammengesetzt wurden, sehe ich den deutschen, ach was, den internationalen Literaturpreis schon ganz genau vor mir. Ich halte ihn in Händen und ernte wogende Applause und Begeisterungsstürme. Zuneigung fliegt mir zu wie anderen der nasse Regen ins Gesicht klatscht und ich kann mich vor Angeboten nicht mehr retten. Ghostwriter stehen Schlange um meine Lebensgeschichte schreiben zu dürfen und mein Konto platzt aus allen Nähten. Unzählige Bittsteller und Erbschleicher werden tapfer von meinen Anwälten niedergerungen und vertrieben, und ein Wachschutz bestimmt den Ablauf meines Lebens.

Die paar grauen Haare, die ich vom Nachdenken über besagte Story bekommen habe werden von den Sorgenerfüllten weißen Haaren des Infarktbringenden Stresses eines zu erfolgreichen Mannes, der sich dachte "er könne ja mal was aufschreiben!", gnadenlos, unaufhaltsam und Imageverändernd verdrängt. Die vielen Weiber zu meinen Füßen die wie Fässer ohne Boden nach Geld lechzen und alles, wirklich, wirklich alles dafür tun, verlieren ihren Liebreiz und konterminieren hasserfüllt meinen Sexus.

Ich ziehe mich in ferne Gefilde zurück und erlebe was es heißt ein armer, reicher, Irrer zu sein. Schreiben kann ich dann nicht mehr und der Druck auf mich wächst ins unerträgliche, bis ich als Maler wiederentdeckt den gleichen Horror durchlebe - um letztendlich als unfähiger Musiker in ruhe sterben zu können.

Das ist auch der Grund warum ich einer Veröffentlichung im üblichen Sinne erst einmal voller Grauen entgegen sehe und ich weiß insgeheim, dass es einigen andren auch so geht.

 

Danke mal dafür.

 

Kuschke 

Stadtmorgen

Morgen brüllt durchs Fenster.  

Himmel atmet Flugzeuge.  

Donnergrollen jagt

 

durch Fugen hoher Stadt.

 

Gummirollen sägen Asphalt.

 

Stahlskelette krallen sich in Beton. 

Sonne leckt mit Strahlen raue Wände,  

macht kalte Schatten Kohle-schwarz.

 

Elektrolichterspiel pulst Wellen, 

schnelles Blech pumpt tief hinein,  

teuflisch röhren Aggregate, 

Trillionen Mal Trillionen Explosionen.

 

Wie kann man hier bloß wohnen?

 

 

 

 

 

Wacht auf und seht

Wenige verbreiten

verheißungsvolle Lügen

um viele

nach ihrem Willen zu steuern.Viele geben wenigen die Macht über ihr Leben und ihren Tod zu bestimmen.Viele glauben

diese wenigen sollten solche Macht besitzen.Diese Masse

gibt die Macht über ihr Leben

in die Hände einiger weniger.Aber Macht korrumpiert

und absolute Macht

korrumpiert absolut.Der Mensch folgt

instinktiv allem,

was ihm einen Vorteil

zu verschaffen scheint.

Wenigen die Macht

über sein Leben zu geben

verschafft nur diesen wenigen

einen Vorteil.

Wer Verantwortung abgibt,

hat diese Vorteile verloren.

Wer Verantwortung abgibt,

gibt seine Vorteile ab.

Wer Verantwortung abgibt,

verliert auf Evolutionärer Ebene.

Vom beschissen werden

 

Allzu früher Morgen bringt Hirnwindungen offensichtlich leicht zum Schmelzen.Wenn sich die Furchen und Windungen langsam glatt ziehen und dabei dieses leise Ploppen verursachen, welches ganz ähnlich klingt wie jenes, das man erzeugt wenn man den Finger ein winziges Stück weit in den Mund steckt und dann schnell genug wieder herauszieht.Der Mund bleibt ein kleines Stück geöffnet und mit dem Volumen der Luft des Mundinnenraumes und der schlagartigen Öffnung durch den Finger, kann man dann auch die Tonhöhe des Ploppens bestimmen. Aber ich schweife ab, das ist Fachchinesisch.Ich meine, dabei werden die Neuronen zum Überfeuern angeregt.Vor allem aber nach dem Genuss von mit Hochdruck verkochtem Spezialbohnensaft schiebt sich wieder Klarheit in die Wischiwaschi Gedankenpampe, welche in einem mit Melatonin geflutetem Gehirn verursacht wird.Ach ja, der Frühe Vogel fängt den Wurm, 5Uhr30.Wie schreibt man eigentlich ein Buch?

Ich habe wirklich nicht den leisesten Schimmer. Also auf ins Netz und schnell ein Buch für Dummies gesucht. Und gleich komme ich mir bekloppt vor.

Ein Buch lesen, damit man ein Buch schreiben kann.

Obwohl - die Fähigkeit zu besitzen ein Buch zu lesen, damit man in der Lage ist eines Tages ein Buch zu schreiben, das macht schon irgendwie Sinn.

Aber so ein Buch hat - Oh Mann - 300 Seiten. Soviel? Verdaaaaaaaamt!

Mal sehn, was gibt es denn da?

Romane schreiben für Dummies.

Bücherschreiben für Dummies.Schreiben für Dummies.

Ah hier: Wenn sie zu blöd zum schreiben sind, lassen sie es doch einfach sein!

Nö. Ich muss schreiben.

Andere haben Blockaden und sind längst Millionäre. Ich bin bettelarm und hab Schreibwut.

Und weil ich genau weiß, was für einen Schund ich schreibe, weiß ich natürlich auch, dass ich nie auch nur eine Puseratze damit verdienen werde. Dennoch, der Mammon treibt mich an.

Millionen Worte und kein Cent sind also normal. Millionen Euro und kaum Worte dagegen eher nicht. Ich frage mich wie eine Frau wie Joanne K. Rowling ihre Harry Potter Romane zustande bringen konnte. Die hat mittlerweile Leute, die ihr das Geld im Keller von einer Ecke in die andere schaufeln, damit es nicht anschimmelt. Sie badet regelmäßig in 100 Dollar Noten und zündet damit auch ihren Kamin an. Ob ich neidisch bin? Quatsch, nicht die Bohne! Ach woher denn! Auf die???