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Dieser Gedichtband ist eine Sammlung ereignisreicher Jahre eines sterbenden und neu entstehenden Lebens, also mein lyrisches Tagebuch. Diese Gedichte fassen letzten Endes eine Reise zusammen, in der deutlich wird, wie die Überzeugungen des Lebens einen Menschen jäh verlassen können, um ihm letztlich beizubringen, dass wir lange keine echten Menschen waren. Wir leben im Traum einer konstruierten Wirklichkeit, die unsere menschliche Seite immer weiter in ihre Schranken weist und uns droht zu entfremden. Was finden wir, wenn wir in uns alle Gedanken zum Schweigen bringen und tief in uns hinein hören? Dies ist mein Ergebnis.
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Seitenzahl: 162
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Ich habe endlich ein Ende gefunden. Um dort hin zu gelangen, ging ich einen langen, dunklen Weg entlang. Zahllose Male drohte ich mich selbst zu verlieren, weil ein Schmerz und ein tiefer Knoten in mir steckten, von denen ich nicht verstand, was sie eigentlich waren. Ich dachte nicht, dass ich es ertragen könnte. Finsternis lag auf meinem Weg aus mir heraus. Ich sah die Welt und konnte sie nicht mehr fassen. Ein anderes Ende war äußerst nah. Angst lähmte mich und mein ganzes Leben schien keine sehr ausgedehnte Fortsetzung mehr zu haben. Zumindest sah ich keine. Gefangen im Strudel der unbetrügbaren Zeit dachte ich nach. Ich begann zu schreiben was ich fühlte, in der Hoffnung ich könnte mich selber wieder verstehen. Und tatsächlich gab mir das Schreiben ein kleines bisschen Frieden. Die Angst, die man spürt, wenn man sich der endlos tobenden Verzweiflung gegenüber sieht, ist schwer zu beschreiben. Es ist ein Gefühl von Unendlichkeit und verletzlicher Nacktheit. Die Angst davor ist der heiße, giftige Dolch, der langsam dein Innerstes zu spalten versucht, während dein inneres Kind nur noch schreit. Doch in der drohenden Zerstörung konnte ich eines für mich feststellen. Tief in uns ruht ein Kern. Ein unumstößliches Denkmal der Menschlichkeit ist er, der dir stets zeigen kann was es bedeutet zu Leben und der dir sagen kann wer du bist, wenn du drohst es zu vergessen. Und wenn jeder Sturm gezogen, jeder dunkle Schatten gehuscht und jede Träne vergossen ist, dann kannst du endlich wieder klar sehen. Es reicht Mensch zu sein. Das ist es was uns unseren Wert verleiht. Eines Beweises bedarf es nicht, denn egal was passiert, du wirst stets und für alle Zeiten genug sein.
Vorwort
Sonett der Zeit
Schritt 1 Licht sehen in dunklen Zeiten
Anima Voll Licht und Schatten
Das letzte Gefecht
Ich und du?
Krankhafte Wurzeln
Der Krieg
Der Frieden
Ein Ausblick in kommende Tage
Menschenrechte
Sternenlicht
Die Sonne
Ein Untergang jagt den Nächsten
Der Mond
Schöne Nacht
Der Mond und das Meer
Die Ambivalenz des Daseins
Nun endlich einmal quer entlang zu denken
Freude
Liebe
Es pocht!
Liebe in Zeilen
Oh weh!
Noch mehr!
Des Nachts
Glockenspiele
Er muss!
Ein Kunstwerk
Quintessenz des Lebens
Warum ein Haus voller Verrückter mein Leben verändert hat
Feuersturm
Lebenslauf
Vinum veritas
Das Beste
Sturm
Schreiben in Wort und Tat
Für einen Freund
Berg und Tal
Ein gebranntes Kind
Licht im Schatten
Mein Nachruf auf dich
Der Weg
Du bist du
Die alte Zeit der Endlichkeit
Ein Platz wie kein anderer
Wogendes Leben
Lebensfeuer
Götterspeisen
Verlangen einer Nacht
Das atmende Horn
Takt der Welt
Traumtanz durch magisches Gebilde
Alexander der Große
Ein kleiner Funke
Der Fluss
Ich bin ich
Dein Ort
Eine neue Welt
Ein Schlusspunkt?
???
Schritt 2 Der wütende Sturmreiter in sanfter Seele
Das Toben in dir
Wohin führte unser Weg?
Frust
Morgenluft
Hass
Frieden
Gifhorn
Die Zeit ist gekommen
Die Wende einleiten
Das Licht der kalten Tage
Es wird es immer wieder versuchen
Liebe, die Zweite!
Traum
Zorn in Zeilen
Was nun?
Als ich zum Mann wurde
Oh Alkohol du böser Geist
Mein großer Traum
Jedem das Seine
Der Horm
In der Arena des Blutes
Der Kern
Macht
Hoffnung
Im Zentrum des Lichts
Wut im Bauch
Momente
Ein Präsent
Der Baum des Bösen
Familiensache
Erdbeben
Der umschließende Reim
Die Kunst des Nichtstuns
Wenns nur so wäre
Barbara
Der Kreuzreim
Ein Pulverfass bedroht den Humanismus
Eine gute Tat
Sanfte Seele
Bewegungsdrang
Wir haben doch keine Zeit
Frühlingsgefühl
Sommerlüftchen
Herbststurm
Wintergrab
Der Drache
Triumphzug
Liebesspiel
Kneipengeflüster
Abkürzungen
Küssen?
Im Sinkflug begriffen
Phönixgestirn
Schlusssturm
???
Schritt 3 Nachdem man Brot gekostet hat
Noch keine weißen Tauben
Geisterzellen
Müdigkeit
Oxymoron
In Sternenfeuer gefangen
Spiralsonett
Winterflut
Grundprinzip
Das schluchzende Schwein
Brot im Herzen
( für Pablo )
Ein schöner Gedanke
Ein Liebesknoten
Der Baum in meinem Zauberwald
Aphrodite meiner Nacht
Willst du nicht gehen, so brauch ich Gewalt
Sonnengedanke
Letzte Nacht
Wir haben Humor
Mensch!
Rosengarten
Brief an dich
Letzte Krise
Aufbruch
Ohne Mitte
Weingeist
Die Gemeinschaft
Eines neuen Tages
Sommerfeuer
Abstellgleis
Friedhof der Erinnerungen
????
Schritt 4 Die Kernmagie
Vergorenes Nirwana
Die Reisexx.xx.xxxx
Das Morgen
Der kalte Morgen
Der Siechgänger
Hab ich Weisheit gefunden?
Ich will
Weltkonzert
Magie des Waldes im Silberbann
Sonett der Kontrolle
Mühlensonett
Ende einer Qual
Kraft einer bunten Nation
Widertänzer
AG
Sonett der ewigen Nacht
Drachenherz
Götterreigen
Die Welt dahinter
Sonett der Hölle
Dantes Sonett
Die toten Augen
???
Schritt 5 Wertstabil
Ein Bedürfnis
Die Träne
Bande
Dein Wert
???
Gestirne wechseln stets im schönen Reigen
dem ewig jagen Jahreszeiten fort
es ist unsterblich das unmenschlich Wort
soll über lichte Klänge breitend Schweigen
Und ohne Rast sie wandert ewig weiter
und jedes Augenlicht muss ihr vergehen
in Zeiten Feuers Seele schwer bestehen
nur Zeit besteht noch fort so ständig heiter
Die Zeiger zählend sicher mir den Sand
sie füllen ewig weit den letzten Strand
und nimmer wird er vor uns nach uns enden
Und auch wenn alle Existenz verbrennt
die Zeit noch immer ihre Kreise rennt
und Leben doch dem Tode sich muss wenden
Doch Fortschritts Zeit enthält die milde Gabe
die Zeit dir lässt der Weisheit tiefen Narbe
Mein Werk in deinen Händen soll nun zeigen,
welch träumend Blüten dir mein Stuss kann treiben.
Ich hoff du schenkst mir nun ein wenig Zeit
und bist für schamlos Reimerei bereit.
Ich weiß nicht, ob dies ist noch etwas Wert,
in diesem alt Metier vielleicht verkehrt.
Verzeih mir also doch ich kann‘s nicht lassen,
komm nicht umhin den Tag in Wort zu fassen.
Ja eigentlich noch viel zu jung an Jahren,
als könnt ich jemandem was raten, sagen.
Doch Leben konnte mich schon lernen lassen,
auch wenn es gegen ält‘re muss verblassen.
Doch einen Trick konnt ich gewinnen,
den puren Lebenszweifeln zu entrinnen.
Nun, wie du füllst dir deinen eignen Sinn,
so stets wenn Leben leert, ein neu Gewinn.
Im Dunkeln Licht zu sehen, wie gesagt,
den Schatten so in weite Fern vertagt.
Schenk keinen Glauben Dinges säuselnd flüstern.
So schnauf und beb dagegen deine Nüstern.
Sei Mensch, der unser Leben anerkennt,
im Schatten jeder Täuschung nicht nur rennt.
Sei Mensch, der Leben noch zu schätzen weiß,
es Tag für Tag begeht mit rechtem Fleiß.
In diesem Sinn das Leben sich gestalten,
auch manchmal nur vorhandenes verwalten.
Vergiss nur nicht, auch weiter dann zu gehen,
sonst bleibst du plötzlich noch für immer stehen.
Die meine Arbeit soll hier nun versuchen,
du aufhörst stets dein Leben zu verfluchen.
Ich weiß ein Tag ist manchmal stetig Krisen,
und Leben scheint ganz häufig in den Miesen.
Und jetzt will ich es unverschämt mir wagen,
ganz ohne Euphemismus dir zu sagen:
„Wer einen Augenblick noch stehen bleibt,
hat bess‘ren Überblick über die Zeit.
Die Zeit die uns in dieser Welt gegeben.
Zu nutzen um nach höchstem stets zu streben.“
Das ist, was dich im einzeln selbst angeht,
es folgt, wer dann an deiner Seite steht.
Allein kannst du die Wege nicht bestreiten,
ein jemand muss dich stärken und begleiten.
Wenn jemand da, der macht dich täglich groß,
dann lass ihn besser niemals wieder los.
Und annäh‘rnd ist nichts ihrer Wirkung gleich,
in dunklen Tagen doch der hellste Streich.
Was jetzt noch fehlt? Ein Hoch auf alles Leben!
Und all die Dinge, die es dir kann geben.
Man muss nur jene Dinge gut beachten,
die nach dem besten mit dir wollen trachten.
Die Achtung vor der letzten Menschlichkeit.
Zu jeder Zeit gewiss Besonnenheit.
Lass die Vernunft dir deinen Geist verwalten
und Hybris stets dein pochend Herz gestalten.
So kannst dein Leben du im Einklang führen,
von Vorteil, Einheit mit sich selbst zu spüren.
So denk ich, was dies hier erreichen soll,
erfordert einen altruistisch Zoll,
doch kann es dieses durchaus sich erschaffen.
Wenn nicht? Dann hast du was für dich zu lachen.
Mein Sinn, er sollt in diese Seiten fließen.
Ich hoff, das Wort ist manchmal zu genießen.
Dann seine Seele klangvoll nieder hier zu schreiben
und Mut zu haben es der Welt so ganz zu zeigen.
Im Inhalt eine Vielzahl voll von Emotionen,
all jene die so laut in uns‘ren Herzen wohnen.
Hier musst du grausam ehrlich zu dir selber sein,
blickst selber hinter dein gespiegelt Sonnenschein.
Und währenddessen häufig Furcht sich dir gesellt,
ist es nur wichtig, dass man sich ihr mutig stellt.
Wer dies vermag, der kann auch offen alles schreiben,
und niederlegen zahllos Wörter, schönen Reigen.
So lass dein Herz ganz einfach ungezügelt wüten,
und deine Feder wird dann dein Geheimnis hüten,
sie wird dann endlich niederlegen auf Papier,
und trägst sie weiter dort in mutiger Manier.
Das Schreiben ist die Reinigung der schweren Seele,
auf dass sich in der Zukunft das Papier dann quäle.
Auf der Suche nach der göttlichen Seele durchstreift mein Herz den Wald der Welt. Steigt hinauf zu jedem Gipfel und taucht zum tiefen Grund der See. Suchend nach Unendlichkeit ist rastlos mein Tun. Das Innerste brodelt in mir. Vernehme den Schrei nach Freiheit. Will hinaus, das Leben spüren. Bis zum Ende ist der Weg noch weit, auf der Suche nach Unendlichkeit. So springe ich über den Rand, suche nach dem Teil, der noch gänzlich unbekannt. Ich spüre das Feuer wieder in mir lodern. Nach langem Zweifel auf sparsamer Flamme. Auf der Suche nach meinem Vers, suche ich nun wieder bei mir. Kann das Ziel noch nicht sehen, doch will ich dort das Leben verstehen. Zulange stehen wir schon auf dieser Stufe, um tobenden Sturm ich rufe. Neues Chaos braucht das Land, neuen inneren Brand. Aus grauer Asche, wird strahlender Phönix entstehen. Wir werden schließlich eine neue Welt erleben.
Am Anfang war das Licht, tanzend in meinem Blick. Mit dem ersten Licht kommt erste Erkenntnis. Es zu sehen ist die schwerste aller Taten, freiwillig wird es sich nicht verraten. Heute, morgen oder nie, lerne zu fallen auf die Knie. Dann wird es sich vielleicht erkenntlich zeigen. Neues Wissen gespielt auf Himmelsgeigen. Du wirst es nie mehr vergessen, ob beim Schlafen, Lieben oder Essen. Auf ewig hallend in deinem Ohr, nun geh und mach es andern vor!
Mein zweiter Tag in hellem Schein. Er konnte nicht schöner sein. Die dritte Zeit des Jahres ist in vollem Gang, die Luft erfüllt vom rascheln des Windes in bunten Blättern, Klang. Engelstrompeten blasen den Wind und ich entschließe mich raus zu gehen. Wohin? Zum Leben! Jeder Schritt ein Atemzug, kriege von Luft nicht mehr genug. Lege Worte nieder vom neuen Leben, will an dich sie weitergeben. Gehe nun in den Wald der Welt, mutige lange Schritte die mich führen, will nackte Ehrlichkeit des Seins auf meinem Körper spüren. So schöpfe ich neuen Sinn, erst der zweite Tag meines neuen Lebens und soviel darin.
Der Fluss der Zeit zog weiter durchs Land, mein neues Leben genieße ich wie einen ewigen Tag am Strand. Nach vielen Tagen des hellen, aufrechten Lebens konnte ich aufregende Erfahrungen sammeln, es wurde stolzes Schreien aus wimmerndem Stammeln. Einen neuen Menschen konnte ich im neuen Leben sehen, konnte aufhören beim Schicksal um Gnade zu flehen. Ich selbst schreibe nun wieder meinen zeitlosen Vers auf des Lebens Papier, stehe meine Menschlichkeit in drangvoller Manier. Der Lauf der Welt hat mir gezeigt, dass nur der zum Leben ist bereit, der das Vorwärtsgehen nicht scheut und nimmer seine Fehler bereut. Denn ihre Summe ergibt den Mensch, der aus uns werden soll, so sollten wir bezahlen jedes Fehlers Zoll. Die Dunkelheit einer wirren Verzweiflung drohte meine Existenz zu schlucken, drohte meine Seele mit purer Angst zu bedrucken. Eine Angst die niemals mehr gegangen wär, ein unlöschbarer Druck der lastet so unendlich schwer. Jede Entscheidung zeigt welch Mut in unseren Herzen steckt. Niemals lassen wir es zu, dass eine angsterfüllte, unsere Seele verdreckt. Qualen litt mein erschüttert Herz, musste erkennen, welcher Art ist dieser unbekannte Schmerz. Das neue Heil meiner lichten Existenz, ist der tosende Sprung mit wuchtiger Eminenz. Ein tiefes Luftholen skizziert den kurzen Moment, der meinen Entscheidungen als einziges noch voraus hin rennt. Ich habe es letztlich geschafft meiner Seele Freiheit zu schenken, sie endlich wieder in angstfreie Bahnen zu lenken. Zugeschnürt war sie und mein Leben aufs tiefste gehemmt, so nahm ich einen tiefen Zug und baute mich auf vor meiner Furcht, so habe ich schließlich ihre stählernen Ketten gesprengt. Meine Zukunft ist strahlend und unbekannt und vor allem ist sie wieder mein, ich akzeptiere meine Zweifel und Fehler, so wusch ich meine Seele wieder rein. Licht scheint auf ihr nun wieder aller Tage, auf dass die Dunkelheit versucht sie zu besudeln, es nimmer mehr wage.
Ein tobend Wetter schüttelt heftigst,
die Grundfeste der künstlich Existenz.
Und es wird schließlich Wirkung zeigen.
In welche Richtung unser aller Leben schlägt,
das liegt in uns und unsrer Fähigkeit,
Vernunft zu walten.
Doch leider ist der Mensch ein Mensch,
sein Egoismus wird gebieten,
selbst der nächste sich und einzig dann zu sein.
Sind Götzendiener.
Solch falsche Götter blenden uns.
Ein roter Faden, der von heute, über Fuße eines Berges,
hin zum Anfang unsrer Menschheit führt.
Wir sind gefangen,
ja so gänzlich starr!
Was ist es, dass uns unsere Freiheit nimmt?
Na alles was wir selbst geschaffen haben!
Unser Problem ist Wertung.
Zu allen Dingen einen Wert wir wollen sprechen.
Und wir woll‘n Dinge dieser Art so sehr besitzen.
So haben wir verlernt das Lebensglück
aus uns‘rem Selbstwert uns zu ziehen.
Wir brauchen Außendarstellung.
Auf welchen Pfad es führte uns?
Wo wir teilen uns in Dasein und auch Leben,
einer, nach dem höchstem Ruhm will streben,
er bedenkt nicht das „Warum?“, ja nur das „Wie?“.
Ja, wie meinen großen Vorteil ich dann zieh?
Für des Lebens bodenständig Will,
alles tut er, prüde oder schrill,
Und der Linie Trennung unsres Sein,
wo dann spiegelt, sich der gegenwärt‘ge Schein,
es ist der, der fragt warum!?
Nicht als Antwort akzeptiert: Darum!
Denke an ein Datum, weiter in der Ferne,
denken, was und wie, mag ich nicht gerne.
Bruder, und nicht ich wird sterben,
fürcht den Tag, an dem die Angst wird Wahrheit erben.
Kriegstreiber sollt man euch nennen,
tun es nicht, doch wir euch kennen.
Reichtum, wollt ihn halten, mehren,
lasst uns dafür Jordan queren.
Ethik und Moral am Boden,
sagt und sicher ists gelogen.
Achtet nicht des Menschen Gut,
brennet fort in blinder Wut.
Kompass ist Vernunft des Wegs,
für euch doch immer anders gehts.
Auf schneidend Schwingen tosend kommt geritten,
wird schnell und grausam dich zum Tanze bitten.
Sein Schatten überzieht das weite Land,
von seinen Schrecken jeder ist gebannt.
Seit allen Menschentagen, seit wir denken,
da sollte Krieg der Welt Geschicke lenken.
So scheint er unsres Wesens Teil zu sein,
ganz selbstverständlich, wenn auch nur recht klein,
in seiner stürmend Wirkung doch so groß,
ist seine Anziehung enorm Famos.
Ein Kampf die selbsterfüllend Prophezeiung
und dennoch in der Menge, endlos Reihung.
Und außer Leid, was hat der Krieg gebracht?
Ist er der einzige der immer lacht.
So sollte er ganz ausgerottet werden
und wir, auf schonend Weise, später sterben.
Nach seinem Gegenteile sollten streben,
in Zukunft, achten, schützen unser Leben.
Wie ein zarter Hauch von Frühlingswind,
kommt er, geht er wieder so geschwind.
Furchtbar brechend wie ein Schmetterling,
Flügel sanft von ruhigen Tagen sing.
Bote, der dir gute Nachricht bringt,
kommt, mein Herz vor Freude klingend singt.
Doch ists schwer ihn lange sich zu locken,
ist von unsrer Welt zu sehr erschrocken.
Herstellung das oberste Gebot,
Freiheit vieler von der drückend Not.
Ist ein stiller Himmel auf der Erde,
hoffend, dass ich ihn erleben werde.
Zu genießen ihn wie süßen Wein,
alles hellend wie der Lichtenschein.
Ganz in Pracht wirst du ihn nicht erblicken.
Eher am Olivenzweig ersticken.
In Ewigkeit mit Blut gezeichnet,
ein Bild, dem Tod zu Ruhm gereichet.
Wie können rechte Richtung wählen,
wenn wir uns dafür müssen quälen.
Nehmen in kaufe zu verlieren,
die Zeit, sie wird es uns quittieren.
Moral die letzte heil Bastion,
doch ihre Zahl sinkt lange schon.
Das beste muss wohl hinten liegen,
dass Menschlichkeit kann nimmer siegen.
Die Zukunft wird ein blutig Tag.
Das Licht in dunklen Neidern Sarg.
Lässt uns zurück an diesem Ort,
straft uns für allerschlimmsten Mord.
Die Zukunft birgt so heiße Tränen,
wir sollten uns nicht hoffend wähnen...
Und doch! ich stemm mit Macht dagegen,
schon heut den Feind für morgen legen.
Zum letzten Tage kämpfend stehn,
den Schatten wieder gehen sehn.
Lasst Licht erstrahlen in den Lettern,
das Untergehen noch zerschmettern.
Lange dachte ich nach wie ich dies beginne und wie der Inhalt aussehen könnte. Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass ich einfach mit dem ersten Gedanken beginne, den ich zu diesem Thema hatte. Mein erster Gedanke war, dass ich eigentlich nichts genaues über Menschenrechte weiß. Ich besorgte mir ein Buch zum Thema und füllte die Lücken meiner Unwissenheiten. Die Schlüsse die ich zog, waren zunächst nur fragmentale Gedanken die sich aber mit der Zeit zu einem Gesamtkonstrukt zusammenschlossen. Während ich versuchte meine Gedanken zu ordnen, wurde mir das Eine bewusst. Im Grunde genommen interessiert sich so gut wie niemand für das Thema Menschenrechte. Die Menschen in den sogenannten „entwickelten“ Industrieländern scheren sich einen Dreck um das Leid anderer in ärmeren Ländern. Irgendwie war ich zwischendurch einfach nur noch verärgert. Wir sitzen am Abend faul auf dem gemütlichen Sofa und unsere größte Sorge gilt dem Abendprogramm, während andere in einer Blechhütte hausen und sich überlegen wie sie am nächsten Tag etwas essbares bekommen könnten. Während andere Hunger leidend versuchen Ruhe zu finden, schauen wir talentlosen Versagern im TV zu wie sie in einem fingierten Dschungel belanglosen Müll verbalisieren, während wir die zweite Tüte Knabberkram aufreißen. „Wieso ist das so?“, fragte ich mich. Sind wir heute schon so abgestumpft und blind vor Sorglosigkeit, dass uns das Leiden einer Vielzahl von Menschen nicht einmal mehr im entferntesten tangiert? Wir geben uns dem narzisstischen Irrglauben hin, dass sich jeder selbst
