Die Single-Frau - Melanie B. Frank - E-Book

Die Single-Frau E-Book

Melanie B. Frank

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Beschreibung

Rebecca ist 36 Jahre alt, schon eine halbe Ewigkeit Single und auf der Suche nach dem richtigen Partner. Denn sie hat realisiert, dass ihre biologische Uhr unaufhaltsam tickt und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, eine Familie zu gründen. Um möglichst viele Männer kennenzulernen, nutzt Rebecca alle zur Verfügung stehenden Medien. Jedes Date stellt sie wieder vor neue Herausforderungen, die oft darin bestehen, die berühmten Missverständnisse zwischen Mann und Frau aufzudecken.

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Seitenzahl: 251

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel

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Kapitel

I.

Wie angeln Sie sich einen Mann? Der Artikel in der neuen Zeitschrift klang vielversprechend, doch am Schluss war ich genauso klug wie zuvor. Die verschiedenen Handlungsweisen, wie man einen Partner findet, hatte ich selbst schon erfolglos getestet.

Warum bin ich dann immer noch Single? Vielleicht sollte ich Tina anrufen. Sie kann bestimmt Aufschluss darüber geben, denn schließlich rühmt sie sich des perfekten Mannes. Bei Tina läuft es perfekt, dank ihres treuen Ehemanns und ihrer lieben Tochter. So ein Familienglück erträume ich mir. Nein, ich bin nicht neidisch auf Tina, ich gönne es ihr von ganzem Herzen. Und wie sage ich immer, das Single-Leben hat durchaus seine Vorzüge, allerdings reichen fünf Jahre des Alleinseins zur Genüge, mein Beziehungsstatus sollte sich endlich ändern. Laut Aussage meines Frauenarztes bin ich angehalten mich zu beeilen, wenn ich noch ein Kind bekommen will. Mit 36 Jahren wird die Zeit knapp, den richtigen Mann zu finden. Eine baldige Änderung meines Single-Daseins erhoffe ich mir bei dem Speed-Dating morgen in Hamburg. Beinahe hatte ich die Anmeldefrist versäumt.

Der lang ersehnte Tag ist da, mit meinem kleinen blauen Koffer stehe ich in Frankfurt am Bahnhof (damit fühle ich mich wie eine wichtige Geschäftsfrau) und bin bereit, mich auf einen spannenden Abend in Hamburg einzustimmen. So in meine Gedanken versunken, schrecke ich auf, als die Durchsage ertönt, dass mein ICE eine halbe Stunde Verspätung hat. Üblicherweise ärgert mich die Verspätung genauso, wie die Reisenden, die sich neben mir darüber echauffieren, doch schließlich ist Wochenende und ich habe es nicht eilig. Als der Zug unpünktlich ankommt, steigen so viele Fahrgäste aus, dass ich mich wundere, ob sonst einer mit dem Auto fährt. Wenn die Allgemeinheit auf öffentliche Verkehrsmittel umstiege, wie in den Medien oft aus ökologischen Gründen gefordert, dann würde sich der Nahverkehr in Deutschland bald japanischen Verhältnissen annähern.

Nachdem ich zugestiegen bin, durchquere ich mehrere voll besetzte Abteile, bis ich dann doch noch zwei freie Plätze entdecke. Bevor ich mich auf einen der beiden Plätze setze, bringe ich meinen Koffer im oberen Gepäckfach unter, denn es ist kein Mann bereit einer Frau beim Kofferheben zu helfen, die Spezies „Gentleman“ ist wohl ausgestorben. Im nächsten Augenblick fragt eine junge Frau nach dem freien Platz neben mir, den ich ihr daraufhin anbiete. Der Zug setzt sich langsam in Bewegung und es ist fast komplett ruhig, obwohl das Abteil dicht besetzt ist. Nach einer Weile fragt mich meine Sitznachbarin nach dem Ziel meiner Reise. Dabei stelle auch ich mich mit einem Händeschütteln vor:

„Hallo Martina, ich bin Rebecca und auf dem Weg nach Hamburg.“

Langsam kommen wir ins Gespräch und ich bin froh, dass sie das Schweigen brach. Es stellt sich heraus, dass wir beide in Frankfurt am Main wohnen, welch ein Zufall, obwohl es durchaus nicht abwegig scheint, sind wir doch beide in Frankfurt zugestiegen. Martina ist 24 Jahre alt und studiert Pharmazie an der Goethe-Universität. Ganz zappelig rutscht sie auf ihrem Sitz hin und her, dementsprechend aufgeregt muss sie sein, weil sie sich gerade auf der Fahrt zu ihrem Freund befindet. Um das Gespräch aufrechtzuerhalten, erkundige ich mich:

„Dann freust du dich sicher, ihn bald zu sehen?“ Martina antwortet erst nach kurzem Zögern:

„Ja, ich freue mich schon und dann doch wieder nicht. Wir führen jetzt schon ein paar Jahre diese Wochenendbeziehung und das macht mich total fertig. Ich will ihn öfter sehen. Außerdem habe ich gerade diesen Prüfungsstress und eigentlich kann ich es mir gar nicht leisten, am Wochenende zu ihm zu fahren. Unter der Woche bin ich in Vorlesungen, abends muss ich arbeiten, deshalb sollte ich an den Wochenenden lieber lernen, anstatt bei ihm zu sein. Deshalb stehe ich jetzt vor der Frage: Was ist wichtiger; mein Abschluss oder die Beziehung?“

Mir fällt auf die Schnelle nichts ein, außer der Versuch, sie zu beruhigen:

„Nun, dann fährst du eben nicht jeden Samstag zu ihm, dann klappt vielleicht beides.“

„Wahrscheinlich hast du Recht, ich werde es versuchen. Ich hoffe nur, dass die Wochenendbeziehung keine dauerhafte Geschichte bleibt. Wenn wir Pech haben finden wir nach dem Studium nur Jobs in verschiedenen Städten; ich habe wirklich keine Lust auf eine ewige Fernbeziehung.“

„Martina, das kann ich gut verstehen, aber ihr werdet das schon schaffen. Ich drücke euch die Daumen.“

Bevor der Zug hält, tauschen wir noch schnell unsere Telefonnummern aus. Martina steigt aus und wird von ihrem Freund stürmisch begrüßt, er hebt sie hoch und gibt ihr einen Kuss, bis sie nach unten in seine Arme sinkt. Die zwei geben ein hübsches Paar ab. Hoffentlich bleiben sie noch lange zusammen.

Beim nächsten Halt endet auch meine Reise, ich bin in Hamburg angekommen. Sogleich suche ich mein Hotel auf, ziehe mich dort um und mache mich dann auf den Weg zum Ort der Veranstaltung. Langsam fängt mein Puls an, höher zu schlagen. Was wird mich dort erwarten? Da könne ich mir den Besten aussuchen, hat meine Freundin mir vorgeschwärmt. Dann werde ich die Männer heute Abend mal genauer unter die Lupe nehmen!

Obwohl ich das Lokal schnell finde, bleibe ich abrupt vor der Tür stehen und zögere, den letzten Schritt ins Unbekannte zu wagen. Mich beschleicht ein komisches Gefühl. Unterdessen betritt ein Mann das Lokal, er sieht aus wie Brad Pitt. Kurzerhand folge ich ihm und harre der Dinge die da kommen. Als ich eintrete, fällt mein Blick auf die große Uhr in der Ecke und stelle fest, dass ich auf die Minute pünktlich bin. Die Veranstalterin ergreift das Wort, sie begrüßt alle Anwesenden, erklärt kurz die Regeln: Bei jedem Signal wechseln die Herren den Platz, die Frauen bleiben sitzen. Sie wünscht allen viel Spaß. Ja genau, ich bin doch eigentlich hier, um Spaß zu haben und nicht, um mich zu schämen, dass ich es nötig habe, solch eine Veranstaltung mitzumachen! Ich schiebe meine Bedenken zur Seite und stürze mich in das Abenteuer.

Als das Signal ertönt kommt der Mann mit der Nummer 1 auf seinem Button an meinen Tisch, dabei weht mir der Zigarettengeruch seiner Kleidung entgegen, seine gelben Zähne und seine verfärbten Fingerkuppen sind kaum zu übersehen. Genauso sieht ein hartnäckiger Raucher aus, der das niemals aufgeben wird. Das kenne ich schon aus meiner letzten Beziehung und ich will definitiv keinen Aschenbecher mehr küssen!

Mann Nummer 2 macht einen netten Eindruck, wirkt allerdings unsicher. Dabei hat er eine sehr hohe Stimme und fuchtelt nervös mit den Händen herum, wenn er spricht. Fazit: Auf ein Weichei kann ich gut verzichten.

Der Dritte ist attraktiv, gepflegt und elegant gekleidet. Erst blickt er mir eine Weile in die Augen, dabei lächelt er mich an, neigt seinen Kopf etwas zur Seite und fragt dann ohne Umschweife:

„Könnte es sein, dass du bi bist?“

„Wieso?“, entgegne ich ihm völlig perplex.

„Naja, vielleicht bist du es und weißt es nur noch nicht. Eigentlich habe ich schon eine Freundin und wir suchen noch eine Frau für einen Dreier. Wenn du offen für neue Erfahrungen bist…“

„Aha“, ist das einzige, das ich noch dazu sagen kann, bevor das Signal ertönt und der nächste Mann an der Reihe ist.

Der Vierte erzählt begeistert und bis ins letzte Detail von seinen schauspielerischen Talenten, von einem Workshop für Hobbyschauspieler und von seinem Beruf. Er lässt mich gar nicht zu Wort kommen, nicht einmal um eine Zwischenfrage zu stellen. Sogleich ist die Zeit um und er verlässt den Platz.

Von der Nummer 5 bin ich schon begeistert, als er anfängt, sich vorzustellen. Den Mann finde ich einfach klasse und die Chemie zwischen uns scheint zu stimmen. Wir haben sogar gemeinsame Hobbys. Kaum habe ich nach dem sprichwörtlichen Haken gesucht, habe ich ihn schon gefunden, ich wusste es doch. Er besitzt neun Katzen! Wer soll sich denn um die kümmern? Natürlich seine Freundin. Diesen Job werde ich nicht übernehmen! Tiere in meiner Wohnung sind für mich außerdem ein absolutes No-Go.

Der Sechste ist ein Computerfreak. Das ist ihm sofort anzusehen: seine zerzausten Haare; er schaut mir überhaupt nicht in die Augen und antwortet nie direkt auf meine Fragen. Hört er mir überhaupt zu, oder ist er schon völlig in seine Welt abgetaucht? Aufgrund dessen frage ich etwas provokant, ob er selbst auf die Idee gekommen sei, bei dem Date mitzumachen. Nein, das müsse er machen, um eine Wette mit seinen Kollegen einzulösen. Na, so etwas hatte ich mir schon gedacht.

Mann Nummer 7 ist ein ganz schnuckeliger. Ich frage mich, warum er überhaupt noch Single ist, oder vielleicht ist er das gar nicht, und hat sich nur aus Spaß angemeldet? Doch auch dieses Geheimnis ist bald gelüftet. Es stellt sich heraus, dass er im „Hotel Mama“ wohnt. Das ist ja nicht schlimm, aber wie er die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten seiner Mutter in höchsten Tönen lobt, wird mir so einiges klar. Mit ihr wird nie eine andere Frau mithalten können. Keine wird so gut kochen und sich um ihn kümmern wie seine Mutter. Das tue ich mir nicht an, mein Leben lang mit einer Über-Mutti verglichen zu werden.

So hoffe ich auf Nummer 8. In seinem hautengen T-Shirt stellt er seinen muskulösen, stark tätowierten Oberkörper zur Schau und gibt sich siegessicher. So dass es mich kaum wundert, dass er die ganze Zeit von seinem Training im Fitness-Studio erzählt. Mit Mimik und Körpersprache gibt er mir eindeutige Signale, warum er bei dieser Veranstaltung teilnimmt. Dann spreche ich an, was er offensichtlich andeuten will:

„One-Night-Stands interessieren mich nicht.“

Er zwinkert mir zu und erwidert mit einem breiten Lächeln:

„Hey, Kleines, bei mir ist es noch nie bei einer Nacht geblieben, die Frauen wollen immer länger mit mir zusammen sein, wenn du verstehst, was ich meine. Also wenn du es dir mal anders überlegst, ich bin jederzeit bereit.“

Mann, wie lange dauert das hier noch? Da setzt sich auch schon Nummer 9 an meinen Tisch. Bevor ich zu Wort komme, zählt er mir auf, welche Kriterien eine Frau für ihn erfüllen muss. Besonders wichtig sei ihm, dass die Frau für ihn und für die gemeinsamen Kinder da sei, und er würde arbeiten gehen. Mal abgesehen davon, dass er nicht gerade viel verdient, frage ich ihn, wie er sich das vorstellt, wenn er mal arbeitslos wird. Nun, soweit würde es nicht kommen. Soweit seine Meinung, mir macht mein Beruf im Reisebüro Spaß und den würde ich nicht so schnell für einen Mann aufgeben.

Damit wären wir bei der Nummer 10, die letzte Chance. Das werden die längsten Minuten in meinem Leben. Er ist überhaupt nicht redselig. Um ehrlich zu sein, er antwortet nur mit Ja und Nein, und ich sterbe jetzt schon vor Langeweile. Mir fallen auch nicht mehr viele Fragen ein. Wenn man die ganze Zeit das Gespräch führen muss, ist das anstrengend. Irgendwann sage ich nichts mehr, und endlich ertönt das Signal, diesmal zum letzten Mal.

Von keinem dieser Männer, mit denen ich soeben Bekanntschaft machte, habe ich die angebotene Telefonnummer angenommen. Enttäuscht verlasse ich das Lokal und fahre zurück in mein Hotel. Warum habe ich mich nur darauf eingelassen, es war doch eigentlich klar, dass ich wieder leer ausgehen würde. Verbittert rufe ich Tina an, wie immer in solchen Fällen. Nachdem ich ihr den Ablauf bis ins Detail geschildert habe, lacht Tina durchs Telefon:

„Wenn du die Männer so oberflächlich beurteilst, dann musst du dich nicht wundern, liebe Rebecca. Du steckst sie viel zu schnell in eine bestimmte Schublade. Vielleicht hätte Einer von ihnen eine Chance verdient. Aber sei doch froh, dass du das gemacht hast. Ich hätte es auch gerne mal ausprobiert, das war doch sicher interessant. Mach dir keinen Kopf, vielleicht gehst du mal mit Thorsten aus, ich bin mir sicher, den findest du bestimmt nett.“

Natürlich hatte Tina wieder Recht. Viel zu schnell beurteile ich fremde Menschen, aber in der Kürze der Zeit ist das bei einem Speed-Dating auch verständlich. Es war doch eine Erfahrung wert, ohne diese Veranstaltung wäre ich wahrscheinlich nie auf so unterschiedliche Charaktere gestoßen.

Es ist Sonntagmorgen und nach dem ausgedehnten Frühstück im Hotel, sitze ich wieder im Zug nach Hause. Diesmal habe ich bis Frankfurt einen Sitzplatz reserviert und sitze nun neben einem älteren Herrn. Ich denke an Martina, die ich gestern im Zug kennengelernt habe und bedauere nun, dass die Menschen sich so wenig miteinander unterhalten. Es kommt einem manchmal so kalt vor, wenn sich niemand für den Anderen interessiert. Also fasse ich mir ein Herz und spreche den alten Mann neben mir an. Völlig im Redefluss schildert er mir sodann, dass er zu seinen Enkeln fährt, die er nur selten sieht, weil sein Sohn öfter seinen Wohnort aus beruflichen Gründen wechselt. Als ich ihm von meinem Beruf erzähle, kommen bei ihm so viele Erinnerungen von seinen früheren Reisen. Ebenfalls wie ich ist er viel im Ausland unterwegs gewesen, aber sein Geheimtipp ist Sylt. Begeistert beschreibt er die große Wanderdüne, die das Wattenmeer von der Nordsee trennt, ein richtiges Naturschauspiel sei das. Er veranschaulicht eine Wattwanderung mit seinen Enkeln, wie sie barfuß durchs Watt umhergegangen waren, der Sand unter ihren Füßen hätte sich so weich und etwas kühl, aber sehr angenehm angefühlt. Sie hatten zusammen Wattwürmer ausgegraben und abends beim Sonnenuntergang am Strand gelegen. Und dann singt er:

„Ich will zurück nach Westerland!“

Durch das Gespräch ist die Zeit schnell vergangen, der Zug hält am Frankfurter Hauptbahnhof, hier endet nun mein Wochenendtrip.

II.

Montagmorgen im Reisebüro und die ersten Kunden, ein seit 40 Jahren verheiratetes Ehepaar, an meinem Schreibtisch sitzend, sinniere ich über die Seltenheit dieser Konstellation in der heutigen Welt. Die Eheleute planen anlässlich ihres bevorstehenden Hochzeitstages eine Kreuzfahrt, schließlich möchten sie sich nach so vielen Jahren etwas Besonderes gönnen. Als ich nach einer einstündigen Beratungszeit die Buchung der Kreuzfahrt erziele, verlassen sie das Reisebüro. Also bin ich nur noch mit meiner Kollegin Jessica im Büro, die sogleich ihre Idee preisgibt, dass sie mit mir shoppen gehen will, wenn wir in einer halben Stunde Feierabend machen.

Es macht richtig Spaß Kleider mit ihr einzukaufen, ihr fallen sofort die trendigsten Sachen auf, außerdem weiß sie genau, welche Farben mir stehen. Deshalb wundert es mich nicht, als sie schon mit drei Hosen für mich dasteht und auf die Umkleidekabine deutet. Die erste Hose findet Jessica nicht besonders chic. Und da ist es wieder! In die zweite Hose passe ich überhaupt nicht hinein und in die Dritte kann ich mich gerade noch so hineinzwängen. Jessica sieht das Dilemma und bittet die Verkäuferin, eine Nummer größer zu besorgen. Diese bedauert, das wäre die größte, die sie vorrätig hätten. Es ist frustrierend, dabei hatte mir diese Hose besonders gut gefallen. Sogar bei Blusen muss ich inzwischen Größe L nehmen, dabei hatte ich mal in M gepasst. Jessica bemerkt meinen verzweifelten Blick, ich murmle etwas von einer Diät. Da fällt Jessica ein, dass eine Freundin von ihr zwanzig Pfund durch eine neue Wunder-Diät abgenommen hatte.

Schon am nächsten Tag bringt mir Jessica den Diät-Plan, ich schaue ihn durch und bin felsenfest davon überzeugt, dass diese Diät bestimmt helfen wird. Diese Fettpölsterchen überall, das kann ja schließlich nicht so weitergehen, und beim Shoppen soll es auch wieder richtig Spaß machen, nicht so wie gestern, wenn man die schönsten Teile liegen lassen muss. Aber wie heißt es doch: Wer schön sein will, muss leiden! Also fange ich tapfer mit der Diät an.

In der ersten Diät-Woche bin ich sehr mürrisch, kaue nervös auf meinem Kuli herum, fange immer wieder an mit Jessica oder Stefan, meinem anderen Kollegen, zu streiten und meckere an allem herum. Langsam habe ich mich daran gewöhnt, mittags gibt es immer das Gleiche und abends nur einen Apfel.

Nach einem stressigen Tag im Reisebüro, es mussten Vorbereitungen für meine kommende Reise nach Venedig getroffen werden, erleide ich wieder einen Rückfall. Natürlich habe ich nicht den Fehler begangen, in letzter Zeit irgendwelche Süßigkeiten zu kaufen, also ist leider auch nichts zu Hause. Letzte Nacht träumte ich von einer mehrstöckigen Schokoladentorte! Jetzt bloß nicht daran denken. Aber es ist wirklich zum verrückt werden, nichts im Haus zu finden wo Zucker drin ist. Soll ich schnell zur Tankstelle fahren? Denn der Supermarkt hat geschlossen. Nein, ich darf nicht schwach werden. Aber da kommt mir der rettende Gedanke! Es ist noch Kuvertüre zum Backen da. Also stelle ich mich abends hin, backe einen Kuchen und bestreiche ihn dick mit der geschmolzenen Schokolade. Danach verputze ich ganz allein den halben Kuchen. Aber das böse Erwachen kommt am nächsten Morgen. Wegen meines schlechten Gewissens halte ich nun noch strenger meine Diät ein, obwohl sich vorher leider auch noch nicht viel auf der Waage getan hatte. Aber ab heute werde ich durchhalten!

Zur Ablenkung von der Diät und weil ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst habe heute Abend alleine zu Hause zu sein, ich könnte ja wieder auf so eine dumme Idee kommen wie gestern Abend, verabrede ich mich mit Nina im neuen Szene-Lokal. Bis dahin häkle ich an meiner Mütze weiter, diesen neuen Trend mit den Häkelmützen habe ich ohne Vorkenntnisse einfach mal begonnen. Weder in der Schule noch von meinen Omas habe ich je Stricken oder Häkeln gelernt, als Teenager hat mich das weniger gestört, aber jetzt hätte ich es leichter, die Häkelanleitungen zu verstehen. In Ermangelung dieser Vorkenntnisse greife ich eben auf Videos zurück, die nette Frauen kostenlos ins Netz gestellt haben und damit bin ich schon weit gekommen, meine Mütze ist schon zu dreiviertel fertig. Man kann es glauben oder nicht, aber durch das Internet kann man viel lernen. Mein nächstes Vorhaben lässt sich auch durch Videos durchführen, die nette Menschen kostenlos ins Netz stellen, dann möchte ich nämlich mit ihrer Hilfe das Gitarre spielen erlernen. Nun muss ich mich aber beeilen und die Handarbeit beenden. In meine Schuhe geschlüpft und meine Handtasche von der Garderobe genommen eile ich zu meinem Auto um zum Szene-Lokal zu gelangen.

Nina ist wie immer gut gelaunt und freut sich, dass ich mich nach so langer Zeit wieder bei ihr gemeldet habe. Zugegebenermaßen hatte ich mich die letzten Monate von ihr distanziert, seit sie erzählte, dass sie lesbisch ist, denn ich hatte Befürchtungen, sie würde mich vielleicht anmachen. Aber inzwischen weiß ich, dass sie das bei mir nie tun würde, weil ich schließlich nach einem Mann suche. Sie ist lesbisch geworden aus Überzeugung:

„Rebecca, weißt du, ich habe das mit den Männern schon lange aufgegeben. Glaub mir, ich lebe jetzt seit einiger Zeit mit meiner Partnerin zusammen und es ist wunderbar. Nirgendwo liegen irgendwelche Klamotten von IHM herum. Kein Mann, der dich nach langer Zeit überhaupt nicht mehr beachtet, faul zu Hause herumsitzt, keine Lust mehr hat zum Ausgehen, dich als selbstverständlich betrachtet, dass du da bist und gar nicht auf die Idee kommt, dass du ihn jemals verlassen würdest. Kein Mann, der resistent ist gegenüber irgendwelchen Kompromissen und Vorschlägen und dir meistens gar nicht zuhört, wenn du mit ihm sprichst.“

Da muss ich Nina widersprechen:

„Aber das gilt doch bestimmt nicht für alle Männer, manche kann man vielleicht noch ändern.“

„Rebecca, das weiß ich aus Erfahrung, Männer kann man nicht mehr ändern, sie sind stur und festgefahren. Na gut, vielleicht erwischt du Einen, der gut erzogen ist und schon einige Voraussetzungen mitbringt. Aber sobald es ernst wird, laufen sie davon. Sobald man von heiraten spricht oder Kindern suchen sie schnell das Weite.“

„Nina, ich gebe ja zu, dass du vielleicht bisher mit den Männern Pech hattest, aber willst du dir das nicht nochmal überlegen?“

„Nein, bestimmt nicht, ich habe genügend Enttäuschungen mit Männern erlebt. Meine Freundin ist da ganz anders, sie versteht mich, weil sie weiß, wie ich denke und mir das gibt, was ich brauche.“

Jeder lebt eben nach seinen eigenen Vorstellungen. Nina hat ihr Glück mit einer Frau gefunden, aber ich werde schon noch den richtigen Mann für mich finden!

III.

Es ist Sonntagmorgen, beim Durchblättern der Zeitung fällt mein Blick auf die Kontaktanzeigen und ich lese sie mir genauer durch, zwei Anzeigen wecken mein Interesse. Während ich an meinem Tee nippe, überlege ich, ob ich mich auf die Anzeigen melden soll. Bei beiden Anzeigen sind Telefonnummern angegeben; keine Chiffre-Nummern, ich muss also keine langen Briefe an die Redaktion schreiben und auf Antwort warten, die Hemmschwelle ist für mich beim Telefonieren nicht so groß. Kurzerhand greife ich zum Besagten, bevor ich mir es nochmal anders überlegen kann und wähle die erste Telefonnummer. Ganz unerwartet meldet sich ein Anrufbeantworter und bittet um Rückruf werktags zwischen 9 und 18 Uhr. Verwirrt überprüfe ich nochmal die Telefonnummer in der Anzeige und vergleiche sie mit der Nummer auf meinem Telefon, aber sie sind identisch. Es klang beinahe so, als wäre es ein Anrufbeantworter aus einer Arztpraxis. Vielleicht war dem auch so, oder ich bilde mir das nur ein, weil in der Anzeige ein Arzt nach einer Partnerin sucht. Morgen ist Montag, dann werde ich nochmal versuchen, jemand zu erreichen.

Derartig erfolglos wird die zweite Anzeige hoffentlich nicht bleiben, darin wird gebeten sich per SMS zu melden, also wird sich schon mal kein Anrufbeantworter melden. Die SMS ist schnell getippt. Kurz darauf vibriert mein Handy, die erste SMS von dem Unbekannten ist schon da, er hätte heute Nachmittag für ein Treffen Zeit, ich solle ihm Uhrzeit und Treffpunkt nennen. Einerseits geht mir das zu schnell, andererseits erfährt man nur, wenn man sich persönlich trifft, ob man sich mit einem Menschen gut versteht, auf nonverbaler Ebene wird schließlich auch viel kommuniziert. Mit einem flauen Gefühl im Magen simse ich ihm, dass wir uns in einem Café treffen könnten. Im Hinblick auf das so kurzfristig geplante Date steigen Freude und Panik in mir hoch. Panik, weil ich nur noch wenig Zeit habe mich vorzubereiten, ich kann nicht mal shoppen gehen, weil Sonntag ist, dann muss eben mein Kleiderschrank durchsucht werden. Hilfe, was soll ich anziehen?

Nach zweistündigem Versuch, mich besonders hübsch zu machen, sitze ich wie vereinbart im Café, als mich ein Mann anspricht, sich vorstellt und mich von oben bis unten musternd auf dem Stuhl neben mir Platz nimmt. Daraufhin fragt er nach meinem Alter. Obwohl ich es als unhöflich betrachte eine Frau nach ihrem Alter zu fragen, beantworte ich ihm die Frage. Dazu stellt er nur abwertend fest:

„Das glaube ich dir nicht, du bist doch viel jünger!“

Normalerweise fühlt sich eine Frau geehrt, wenn sie jünger geschätzt wird, aber dieser Mann sprach das mit einem Unterton aus, dies sollte eindeutig kein Kompliment sein. Ich bin empört, das ist doch lächerlich:

„Wieso sollte ich mich älter machen, als ich bin? Muss ich es erst beweisen, willst du etwa meinen Pass sehen?“

„Vielleicht stimmt dein Alter, aber du siehst trotzdem zu jung für mich aus. In der Anzeige stand doch mein Alter. Was willst du mit einem älteren Mann. Such dir einen Jüngeren, der zu dir passt.“

„Du bist nur acht Jahre älter, ich finde nicht, dass dies ein zu großer Unterschied ist.“

Seit wann ist es für Männer ein Problem mit einer jüngeren Frau an ihrer Seite gesehen zu werden? Im Begriff zu gehen, fügt er hinzu:

„Du bist zu jung für mich, ich bin geschieden und habe einen pubertierenden Sohn, der bei mir lebt. Das hier hat keinen Zweck, ich verschwinde wieder, ich habe noch eine Stunde Fahrt vor mir.“

Im Begriff zu gehen, erhebt er sich von seinem Platz. Ungläubig seiner vorschnellen Entscheidung gegenüber, starte ich einen letzten Versuch:

„Du hast jetzt so eine weite Fahrt hinter dir, willst du denn gleich wieder gehen? Auch wenn das kein Date sein soll, können wir uns doch trotzdem ein bisschen unterhalten.“

„Ach, das stört mich nicht. Ich mache gerne mal eine Spazierfahrt mit meinem Porsche, ich werde mir jetzt noch ein bisschen die Stadt ansehen, dazu hatte ich sonst nie Zeit und dann fahre ich wieder nach Hause. Schönen Tag noch.“

Dann verschwindet er und lässt mich einfach allein zurück. So eiskalt hat mich noch Keiner abblitzen lassen, er hatte noch nicht mal so viel Anstand etwas mit mir zu trinken und ein bisschen Small Talk zu halten. Bis ins Mark gekränkt verlasse ich das Café und muss mit den Tränen kämpfen. Wie eine heiße Kartoffel hat er mich fallen lassen. Dabei komme ich mir so erniedrigt vor, viel schlimmer als nach einem One-Night-Stand morgens alleine aufzuwachen, weil die Person, mit der man immerhin sehr intim geworden war, sich heimlich aus dem Staub gemacht hat, als man eingeschlafen war. Wie ein begossener Pudel stehe ich augenblicklich vor dem Café und weiß nicht, was ich tun soll. Derart aufgewühlt wie nach diesem Treffen, möchte ich nicht nach Hause fahren. Gottseidank ist das nächste Kino gleich um die Ecke, dort kaufe ich mir eine Karte für den Film, der als nächstes beginnt, denn um welchen Film es sich dabei handelt, ist mir gegenwärtig völlig gleichgültig. Auf keinen Fall möchte ich allein zu Hause sitzen und mich den ganzen Abend selbst bemitleiden.

IV.

Die nächsten Tage halte ich meine Diät wieder strenger ein, wahrscheinlich hat den Mann vom letzten Treffen gar nicht mein Alter gestört, sondern meine zu üppigen Kurven.

Als mein Selbstwertgefühl nicht mehr ganz im Keller ist, wage ich den nächsten Versuch. Folglich melde ich mich auf die erste Kontaktanzeige aus der Zeitung, bei der zuletzt eine Frauenstimme auf dem Anrufbeantworter zu vernehmen war. Dieselbe Frauenstimme ist nun am Apparat und versichert mir, mich dem Arzt aus der Anzeige vermitteln zu können, dazu wäre es aber notwendig, zu ihr ins Büro zu kommen. Damit habe ich nicht gerechnet und lasse mich deshalb überreden für den kommenden Tag um 16 Uhr einen Termin zu vereinbaren, womit das kurze Gespräch schon beendet ist. Die Situation wird immer bizarrer, zuerst die Frauenstimme auf dem Anrufbeantworter, jetzt will diese, dass ich zu ihr ins Büro fahre. Wenn sie eine Sprechstundenhilfe wäre, hätte sie mich doch eben mit dem Arzt verbinden können oder sich meine Nummer für einen Rückruf notiert. Das verwirrt mich alles, ich bin eben noch völlig ahnungslos, wie man sich im Falle von Kontaktanzeigen verhält, mal sehen, worauf das hinausläuft.

Als ich kurz vor vier an der vorgegebenen Adresse angekommen bin, sehe ich ein an einen Holzpfahl gebundenes Schild mit der Aufschrift:

Büro Kodnitz

Das war der Name, den die Frau mir am Telefon gestern nannte. Nach zweimaligem Klingeln öffnet mir eine ältere Dame und weist mir den Weg zu ihrem wohnlich eingeräumten Bürozimmer. So besinne ich mich eines Besseren, von einer Arztpraxis ist hier keine Spur. Mutmaßend ob sie seine private Sekretärin sei, nehme ich an einem großen Esstisch Platz. Sofort sticht mir die große Anzahl von Papieren ins Auge, die dort bereitliegen. Dieses befremdlich wirkende Schauspiel wird sich hoffentlich bald auflösen, ich fühle mich unwohl, weil ich keine Ahnung habe, was mich erwartet. Frau Kodnitz fragt mich, ob sie mir einen Kaffee bringen darf und beginnt dann ihren Monolog:

„Sie haben sich auf die Anzeige in der Zeitung gemeldet, weil sie eine feste Bindung eingehen wollen, dann sind sie hier genau richtig. Um eine bestmögliche Übereinstimmung zwischen Ihnen und ihrem zukünftigen Partner zu gewährleisten, was heißen soll, dass Ihre Partnerschaft mit dem von mir übermittelten Herrn auf die Dauer angelegt ist, benötige ich noch einige Informationen über Sie. Sie finden hier einige Papiere, die Sie mir bitte jetzt noch schnell ausfüllen, damit ich weiß, wie ich Ihnen weiterhelfen kann. Sie wollen doch die besten Chancen haben, den Partner fürs Leben zu finden. Wenn Sie die Papiere ausgefüllt haben, kann ich Sie einem Herrn vermitteln. Nehmen Sie sich ruhig Zeit beim Ausfüllen der Fragebögen, ich befinde mich im Zimmer nebenan. Wenn Sie fertig sind, rufen Sie mich. Ich lasse Sie dann mal kurz allein.“

Angesichts dieser Einleitung wird mir nun endlich klar einer Vermittlungsagentur ins Netz gegangen zu sein. Schon beim Telefongespräch mit Frau Kodnitz hätte mir das in den Sinn kommen müssen. Für diesmal ist es zu spät, denn ich sitze schon bei ihr im Büro. Mangels meiner Fähigkeit, zu gestehen, ihr auf den Leim gegangen zu sein, lasse ich mich auf ihr Spielchen ein. Vor mir liegen neun Seiten, also fange ich brav an, sie auszufüllen. Die Fragen beziehen sich auf Wohnort, Ausbildung, Beruf, Hobbys, Interessen und Ausschlusskriterien den Partner betreffend. Gerade als ich die letzte Seite fertig ausgefüllt habe, betritt die ältere Dame wieder das Zimmer und setzt sich mir gegenüber. Wohlwollend überfliegt sie die Papiere, die ich ausgefüllt habe und nickt zufrieden:

„Ja das sieht doch ganz gut aus.“

„Dann können Sie mich jetzt dem Arzt vorstellen?“ , erkundige ich mich ganz enthusiastisch.

„So schnell geht das nun doch nicht. Ob es dann der Arzt ist oder ein anderer Herr, dazu muss ich erst die Dossiers vergleichen, ich werde einen Herrn finden, der Ihren Vorstellungen entspricht. Außerdem brauche ich von Ihnen noch einen eindeutigen Auftrag, dass unser Vermittlungsbüro tätig werden darf, wenn Sie sich entschieden haben diesen Weg zu gehen.“

Wie konnte ich mich nur so hereinlegen lassen. Der Arzt war also nur ein Lockmittel, um möglichst viele Frauen anzuziehen. Dass ich auf so einen Trick hereingefallen bin, dafür könnte ich mich gerade selbst ohrfeigen. Um sie aus der Reserve zu locken, frage ich sie deshalb ganz provokant:

„Sie werden mich also nicht dem Arzt aus der Anzeige vorstellen?“

„Nun ich glaube eher nicht. Sehen Sie, Sie sind eine gebildete Frau über 30 Jahren, die haben es am schwersten einen Partner zu finden.“

„So, bin ich das?“

„Aber selbstverständlich, sie haben doch Touristik studiert, waren einige Jahre im Ausland, beherrschen mehrere Sprachen, wie ich ihren Fragebögen entnehmen kann.“

Vielleicht bin ich gebildet, das hält mich aber nicht davon ab, im Leben ein Versager zu sein, wie ich jetzt wieder feststellen muss. Es lässt mir keine Ruhe und ich muss nachhaken, wahrscheinlich hat es nie diesen Arzt gegeben, den sie vermitteln könnte:

„W