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Band 1: Herbst Am Anfng der Geschichte steht Lino Fallon. Geboren und aufgewachsen in Bridgewood, lebt er mit seiner Mutter und seiner Schwester Sena in einem kleinen Haus. Er ist Kapitän der Bridgewood Falcons, sein treuer Begleiter ist sein Hund Borvin. Er lebt das normale Leben eines Teenagers zwischen Kindheit und Erwachsensein. Doch der Schein trügt... Seit dem spurlosen Verschwinden des Vaters vor zwei Jahren, ist für Lino und Sena nichts mehr, wie es einmal war. Die Kinder haben schlimme Alpträume, die immer gleich erscheinen, die Mutter ist psychisch angeschlagen. Als eines Tages Mitch und Lynn nach Bridgewood kommen, kann Lino seinen Vater für kurze Zeit vergessen. Doch dann verschwindet Sena und Linos Welt bricht endgültig zusammen. Sein einziger Anhaltspunkt in dem mysteriösen Verschwinden seiner Schwester ist der Stundenforst. Und so machen sich Lino und Borvin auf den Weg, um Sena zu suchen...
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Seitenzahl: 259
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Roberta Flynn wurde im Juli 1987 in Bern geboren. Schon immer hatte sie eine blühende Fantasie und ein Talent dazu, ihre Gedanken und Ideen in Worte zu fassen.
Heute arbeitet die Autorin im Bereich visuelle Kommunikation. Sie lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Kater am Bielersee.
Am Anfang der Geschichte steht Lino Fallon. Geboren und aufgewachsen in Bridgewood, lebt er mit seiner Mutter und seiner Schwester Sena in einem kleinen Haus. Er ist Kapitän der Bridgewood Falcons, sein treuer Begleiter ist sein Hund Borvin. Er lebt das normale Leben eines Teenagers zwischen Kindheit und Erwachsensein. Doch der Schein trügt…
Vor zwei Jahren verschwindet der Vater von Lino und Sena spurlos und seit dem ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Kinder haben schlimme Alpträume, die immer gleich erscheinen, die Mutter ist psychisch angeschlagen. Als eines Tages Mitch und Lynn nach Bridgewood kommen, kann Lino seinen Vater für kurze Zeit vergessen. Doch dann verschwindet Sena und Linos Welt bricht endgültig zusammen. Sein einziger Anhaltspunkt in dem mysteriösen Verschwinden seiner Schwester ist der Stundenforst. Und so machen sich Lino und Borvin auf den Weg, um Sena zu suchen…
Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
André Gide
Prolog
Eins
Zwei
Drei
Vier
Fünf
Sechs
Sieben
Acht
Neun
Zehn
Elf
Zwölf
Dreizehn
Vierzehn
Fünfzehn
Sechzehn
Siebzehn
Achtzehn
Neunzehn
Zwanzig
Einundzwanzig
Zweiundzwanzig
Dreiundzwanzig
Vierundzwanzig
Fünfundzwanzig
Sechsundzwanzig
Siebenundzwanzig
Achtundzwanzig
Neunundzwanzig
Dreissig
Einunddreissig
Zweiunddreissig
Dreiunddreissig
Vierunddreissig
Fünfunddreissig
Sechsunddreissig
Siebenunddreissig
Achtunddreissig
Neununddreissig
Vierzig
Einundvierzig
Zweiundvierzig
Dreiundvierzig
Vierundvierzig
Fünfundvierzig
Sechsundvierzig
Siebenundvierzig
Achtundvierzig
Neunundvierzig
Fünfzig
Einundfünfzig
Zweiundfünfzig
Dreiundfünfzig
Vierundfünfzig
Fünfundfünfzig
Sechsundfünfzig
Siebenundfünfzig
Achtundfünfzig
Neunundfünfzig
So geht es weiter…
„Hey Lino das war toll!“ Coach Furrer klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. „Ich wusste, ich würde es nicht bereuen, dich zum Kapitän zu machen.“
Eishockey war schon immer seine Leidenschaft gewesen und seit Kurzem war er nun endlich am Ziel seiner Träume. Er war zum Kapitän der Schulmannschaft ernannt worden. Und das obwohl er eigentlich nicht übermässig sportlich oder talentiert war. Schon in der Vorschule war er immer eher im Mittelfeld, hatte aber immer Spass und gab vollen Einsatz. Dies hatte ihm schon mehrere kleinere Verletzungen eingebracht, aber bisher nie etwas Ernstes und die Verletzungen waren ihm absolut egal, solange er Spass an der Sache hatte. Mit Eishockey hatte er eine Sportart gefunden, die ihm Spass machte, ihn aber gleichzeitig jedes Mal vor eine Herausforderung stellte. Ausserdem meinte der Coach, es wäre gut für die Moral des Teams, wenn er Kapitän sei. Er war auf den ersten Blick nicht einer der beliebtesten seiner Schule, doch alle mochten ihn. Und obwohl er manchmal in der Schule fast ein bisschen vergessen wurde, schien Coach Furrer ihn nie zu vergessen und förderte ihn, wo er nur konnte.
„Kommst du auch noch mit in die Bar? Schliesslich haben wir heute etwas zu feiern!“, rief James übermütig. James war sein bester Freund und das schon seit Kindertagen. Er war ihm schon so oft zur Seite gestanden und gerade als die Sache mit Linos Vater anfing, gab er ihm unheimlich viel Kraft. Ohne ihn, hätte Lino schon oft einfach aufgegeben.
“Nee lass mal ich muss nach Hause, der Hund muss noch raus und sonst macht sich meine Mutter wieder unnötig Sorgen.“ Er verabschiedete sich von den Anderen und machte sich mit seiner voll gepackten Hockeytasche auf den Heimweg.
Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch nicht ahnen, dass dies sein letztes Hockeymatch mit seinem Team gewesen war. Und er wusste auch noch nicht, dass er seinen besten Freund schon in ein paar Wochen das letzte Mal sehen würde. Der Wind frischte auf, liess den Regen fast quer vom Himmel fallen und er zog sich seine Kapuze tiefer ins Gesicht. Der Herbst zeigte sich gerade von seiner unfreundlichsten Seite.
Lino lebte schon sein ganzes Leben in Bridgewood. Es war fast immer sehr friedlich und gemütlich in dem 800 Seelendorf gewesen. Doch schon bald sollte sich dies grundlegend ändern.
Familie Ridden war erst vor ein paar Wochen nach Bridgewood gezogen. Besonders ihren Sohn Mitch mochte Lino nicht. Er war ihm zu glatt, zu perfekt, zu gutaussehend. Als hätte man ein Model aus dem Katalog ausgeschnitten und ihm Leben eingehaucht, dachte er und schauderte. Ja, das trifft es ziemlich genau. Alles Eigenschaften, die ihn bei seiner Zwillingsschwester nicht im Geringsten störten. Als er sie das erste Mal sah, lud sie gerade einige Kisten aus dem Umzugswagen, als Lino vom ersten Training als Kapitän nach Hause kam. Wie auf Kommando hielt der Karton dem Gewicht nicht stand und der ganze Inhalt kippte auf die Strasse. Er eilte sofort herbei um ihr zu helfen. „Wow, du hast ganz schon viele Bücher, machst du auch noch was Anderes ausser lesen?“ Sie sah ihn mit ihren grossen braunen Augen an und lächelte. Sie hatte perfekte Zähne. „Lynn brauchst du Hilfe?“ Mitch stand in der Tür und musterte Lino mit einem misstrauischen Blick. „Nein geht schon. Danke Mitch.“ Sie wandte sich an Lino. „Hi. Ich bin Lynn Ridden und das ist mein Bruder Mitch.“ Sie reichte ihm die Hand.
„Freut mich, ich bin Lino Fallon. Willkommen in Bridgewood.“ „Hi, ich bin Mitch.“ Auch Mitch reichte ihm die Hand und drückte fest genug zu, um es wie eine Warnung aussehen zu lassen. „Wenn du nicht zu erschöpft bist vom Training, könntest du dich ja nützlich machen und uns bei den letzten Kisten helfen“, sagte er mit einem Blick auf Linos vollgestopfte Hockeytasche. Selbstverständlich wollte er helfen. Er war schon immer hilfsbereit gewesen und wenn er dabei Lynn noch ein bisschen besser kennen lernen konnte, war das ein willkommener Nebeneffekt. Er packte Lynns Bücher wieder in die Kiste und trug sie ins Haus. „Oh hi. Wer bist du denn?“ Mrs. Ridden musterte ihn mit neugierigem, aber freundlichem Blick. „Ich bin Lino. Ich wohne in dem kleinen Haus am Ende der Strasse.“ „Freut mich Lino. Möchtest Du zum Essen bleiben?“ „Klar gerne, vielen Dank.“ Mrs. Ridden war eine gut aussehende Frau. Es war schwer zu sagen wie alt sie war. Sie war gut in Form und ihre Augen waren genauso braun und gross wie die von Lynn. „Komm mit“, sagte Mitch, „ich zeig dir mein Zimmer.“ Nicht sonderlich interessiert folgte er Mitch eine steile Treppe nach oben. Oben stiess er fast mit Lynn zusammen, die vor ihrem Zimmer stand. Schnell schloss sie die Tür hinter sich zu. „Lynn, hilfst du mir mal in der Küche?“, rief Mrs. Ridden von unten. Lynn rannte die Treppe runter. Lino schaute ihr nachdenklich nach.
„Meine Zwillingsschwester ist ein Fall für sich“, sagte Mitch. Er öffnete die Tür zu seinem Zimmer. Es war riesig und über und über mit Kisten voll gestopft. Bett und Schreibtisch waren bereits aufgestellt. Lino setzte sich auf den Schreibtisch. „Hey ich kann von hier aus das Fenster von meinem Zimmer sehen.“ Mitch trat neben ihn und blickte aus dem grossen Panoramafenster. „Ach ja, wo denn?“, fragte er. „Ich wohne in dem Haus ganz am Ende der Strasse. Mein Zimmer ist oben im Dach und das dort ist mein Fenster.“ Er zeigte es ihm. „Niedlich“, meinte Mitch abschätzig, doch Lino ging nicht darauf ein. Neugierig sah er sich im Zimmer um. „Spielst du etwa auch Eishockey?“, fragte er ihn und deutete auf den Hockeystock der hinter der Tür in der Ecke stand. „Ja hab ich früher mal aber ich weiss nicht ob ich das noch weiter tun will. Es gibt Wichtigeres.“ „Wenn du es dir doch noch anders überlegst, kannst du ja Mal mit mir zum Training kommen. Coach Furrer solltest Du kennen lernen.“ Wieso habe ich das jetzt bloss gesagt? Mitch wollte gerade etwas sagen, als seine Mutter von unten zum Essen rief.
„Oh wie schön du hast schon Freunde gefunden!“ „Dad komm schon, ich bin keine Zwölf mehr. Ich hab ihm bloss mein Zimmer gezeigt, das heisst noch lange nicht, dass wir jetzt befreundet sind…“ sagte Mitch mit eiskalter Stimme und sah seinen Vater von oben herab an.
Mr. Ridden war ein stattlicher Mann von etwa sechzig Jahren. Er trug einen leicht angegrauten Dreitagebart, und auch sein dunkelbraunes Kopfhaar war durchzogen von ein paar einzelnen silbergrauen Haaren. Ein durch und durch gut aussehender Mann. Er reichte Lino die Hand und setzte sich neben ihn an den grossen Tisch aus dunklem, glatt poliertem Stein. „Wäre doch toll, wenn ihr Freunde werdet“, sagte Lynn hoffnungsvoll und grinste Lino verschmitzt an. Er strahlte sie an und sie griffen gleichzeitig zur Salatschüssel. Schnell zog er seine Hand zurück. Wie peinlich. Mitch musterte ihn aufmerksam. Sein Blick war schwer zu deuten. Vielleicht spielte er nur den beschützenden Bruder. Aber da war noch mehr in seinem Blick. Eine unerklärliche Kälte kroch Lino über den Rücken. Die Stimmung war irgendwie angespannt und so beschloss er, sich auf sein Essen zu konzentrieren, denn es schmeckte ausgezeichnet. Und als er Mrs. Ridden ein entsprechendes Kompliment machte, strahlte auch sie ihn mit blendend weissen Zähnen an und bald wurde die Stimmung am Tisch ausgelassen und fröhlich. Die Familie wollte alles über Bridgewood wissen. Wie die Leute so sind, welche Skandale es gegeben hatte, ob es irgendwelche düsteren Geheimnisse gab usw. Später sassen sie noch bei einem Kaffee zusammen, als Mitchs Handy plötzlich klingelte. Er entschuldigte sich und verschwand die Treppe rauf. Lynn sah ihm lange – fast ein bisschen zu lange - nach.
Schliesslich stand sie auf. „Komm schon, ich bringe dich zur Tür.“ Lino war ein bisschen verwundert über den offensichtlichen Rauswurf, hatte aber auch nichts dagegen, noch ein bisschen mit Lynn alleine zu sein. Und eigentlich hätte er schon längst zuhause sein sollen, und sein Hund wartete bestimmt auch schon auf ihn. Das hätte er beinahe vergessen. Er verabschiedete sich von Mr. und Mrs. Ridden und folgte Lynn nach draussen. „Danke für’s helfen und für die nette Gesellschaft beim Abendessen“, sagte sie freundlich. „Darf ich dich noch ein Stück begleiten?“ Lino nickte. Und ob sie das durfte. Eine Zeitlang liefen sie schweigend nebeneinander her. „Da wohnst du also?“, fragte Lynn nach einiger Zeit und zeigte auf Linos Haus. „Ja genau. Dort oben ist mein….“ Er brach mitten im Satz ab. Das Dachfenster von seinem Zimmer leuchtete schwach in der Dämmerung, die mittlerweile über Bridgewood hereingebrochen war. „Das ist ja komisch“, sagte er nachdenklich. „Was ist denn los?“ fragte Lynn. „Naja das da oben ist mein Zimmer aber es brennt Licht und dabei habe ich doch abgeschlossen.“ „Du schliesst dein Zimmer ab?“ Lynn schaute ihn mit ihren grossen braunen Augen an. „Ach weisst du, ich habe eine kleine Schwester und die kann einfach nicht die Finger von meinen Sachen lassen. Sie spielt immer mit meinen… ach auch egal ich sehe besser mal nach was da los ist.“
„Ok ich geh‘ dann mal meine Sachen auspacken. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.“ Ganz unvermittelt küsste sie ihn auf die Wange. Er war so perplex, dass er zur Salzsäule erstarrt mitten auf der Strasse stehen blieb und ihr nachsah, bis er sie in dem kaum noch vorhandenen Tageslicht nicht mehr erkennen konnte. Er schüttelte den Kopf um wieder zur Vernunft zu kommen, drehte sich um und ging ins Haus.
Als er ins Haus kam, blickte seine Mutter nur kurz vom Kochherd auf, zwinkerte ihm zu und sagte: „Sie ist sehr hübsch.“ Er schüttelte schmunzelnd den Kopf, rollte demonstrativ mit den Augen und ging die Treppe hinauf nach oben. Er warf einen kurzen Blick ins Zimmer seiner Schwester, aber wie erwartet war es leer., und so folgte er dem Flur bis ganz nach hinten. Wo steckt bloss dieser Hund schon wieder? Er legte ein Ohr an die Tür seines Zimmers und lauschte angestrengt. Es war mucksmäuschenstill. Er riss die Tür auf und sah – nichts. Es war dunkel im Zimmer. Er ging rüber zum Schreibtisch und knipste die Lampe an. Sein Zimmer war genau so, wie er es vor ein paar Stunden zurückgelassen habe. Der Schlüssel steckte von innen im Schloss. Dabei hätte ich schwören können, dass ich wie immer abgeschlossen habe.
„Seeeennnnaaaaa!“ brüllte er. „Was ist denn Bruderherz?“, fragte seine Schwester unschuldig und lugte frech in sein Zimmer. „Warst Du in meinem Zimmer? Du weisst doch, dass ich…“ „Ich war nicht in deinem Zimmer. Ich bin vor einer Minute nach Hause gekommen!“, sagte Sena empört. Sie funkelte ihn mit ihren blauen Augen böse an. „Aber…“ „Kiiinnndeeerrr, Essen ist fertig!“, rief ihre Mutter von unten. Sena war offensichtlich froh, dass die Diskussion damit beendet war und stürmte aus dem Zimmer. Verwirrt blieb Lino zurück und versuchte einen Sinn in dem Ganzen zu entdecken, bis ihn seine Mutter das zweite Mal zum Essen rief.
„Ich hab schon bei den Nachbarn gegessen Mam tut mir leid, ich will eigentlich nur noch ins Bett.“
Er ging ins Badezimmer und knallte die Tür ein bisschen stärker zu als nötig gewesen wäre. Seine Mutter rief irgend etwas von unten, das er aber nicht verstand; und ihn auch nicht weiter interessierte. Er dachte an Lynn und den Kuss. Er wusch sich kurz das Gesicht und verschmitzt grinste ihn sein Spiegelbild an und er zwinkerte sich selbst zu. Auf einmal merkte er, dass er sich wie ein verliebter Teenager verhielt. Das war vielleicht etwas für seine Schwester aber er war definitiv schon zu alt dafür. Er ging zurück in sein Zimmer, schaltete den kleinen Fernseher ein und durchsuchte das Programm verzweifelt nach etwas Unterhaltsamen. Da er nichts fand, liess er den Fernseher nur im Hintergrund laufen und beschloss, noch etwas zu lesen.
Spät in der Nacht wachte er plötzlich auf und hätte vor Schreck beinahe geschrien. Seine Schwester stand im Pyjama vor ihm und blickte ihn mit grossen Augen an. Sie war kreidebleich. „Lino kann ich bei dir schlafen?“ „Och Sena, findest du nicht du bist langsam etwas zu alt dafür?“ „Ich hatte einen Alptraum von Papa…“ Sofort war er hellwach. Er stand auf und gab Sena mit einer Handbewegung zu verstehen, dass sie sich aufs Bett setzen sollte. Sena setzte sich und schlug die Decke über ihre nackten Beine. „Ganz schön kalt heute“, sagte sie leise. Er zog seine Jeans aus und schlüpfte in seine Trainerhosen. „Bin gleich wieder da, Kleine.“ sagte er zu seiner Schwester, streichelte ihr liebevoll über den Kopf und ging Richtung Badezimmer. Die alte grosse Standuhr im Korridor tickte gemächlich vor sich hin und ihre Zeiger standen auf halb Zwei. Gähnend schüttelte er den Kopf und stiess die Badezimmertür auf. Und immer noch keine Spur von meinem Hund. Er war aber zu müde, um weiter darüber nachzudenken. Wahrscheinlich war seine Mutter nach dem Essen noch kurz mit ihm draussen gewesen. Gähnend setzte er sich aufs Klo. Als er zurück kam, rieb sich Sena müde die Augen. „Also gut, erzähl Mal, was hast Du geträumt?“ Er setzte sich neben Sena aufs Bett. Sena schaute ihn traurig an und sagte: „Ich möchte lieber nicht darüber reden, können wir nicht einfach schlafen?“ „Na gut“, sagte er, „aber schnarchen ist heute Nacht nicht erlaubt.“ Er legte sich neben Sena ins Bett und schaltete das Licht aus. Sena drehte ihm den Rücken zu, seufzte einmal kurz und schlief fast sofort ein.
Lino allerdings konnte nicht mehr einschlafen. Er dachte an seinen Vater. Nun war es fast zwei Jahre her, dass er verschwunden war. Er war eines Tages, an einem gewöhnlichen Freitag einfach nicht mehr von der Arbeit nach Hause gekommen. Er hatte keinen Abschiedsbrief hinterlassen oder mit irgendjemanden über seine Pläne gesprochen. Er war einfach weg.
Sein Vater hatte ein eigenes kleines Bildhauer-Geschäft geführt. Das Geschäft lief so gut, dass er sich etwa ein halbes Jahr vor seinem Verschwinden sogar eine Mitarbeiterin dazu holte. Sie war etwas älter als Lino und hiess Alda. Das war allerdings auch schon alles was er von ihr wusste. Er hatte sie nie gesehen. Als sein Vater verschwand, bot sie sich an, das Geschäft unter seinem Namen weiter zu führen. Seine Mutter war einverstanden gewesen, wollte aber nichts mehr damit zu tun haben und so war Grossmutter wieder als offizielle Besitzerin eingesetzt worden. Seine Mutter und seine Schwester waren am Boden zerstört, als der Vater auch nach einem Monat spurlos verschwunden blieb. Nur die Grossmutter nahm es erstaunlich gelassen, dass ihr Sohn einfach verschwunden war. Fast so, als wüsste sie etwas. Lino hingegen war einfach nur sauer. Durch seine Selbstständigkeit sahen ihn die Kinder sowieso so gut wie nie und als sie beide grösser wurden, hatte er irgendwie den Anschluss verpasst. Für ihn waren sie immer noch die kleinen Kinder, die mit ihm durch den Garten tobten und mit grossen Augen seinen Geschichten lauschten. Lino fand es einfach nur mies und rückgratlos, dass er ohne ein Wort zu sagen verschwand und die ganze Familie unwissend zurück gelassen hatte.
Irgendwann begannen dann die Alpträume. Den ersten Alptraum hatte Lino. Sein Vater war irgendwo in einer dunklen Festung gefangen und schrie um Hilfe. Er schrie immerzu seinen Namen und Lino versuchte zu ihm zu gelangen, aber seine Beine waren schwer wie Blei. Er kam nicht vom Fleck und das letzte was er sah war, wie ihn sein Vater traurig anblickte und den Kopf schüttelte. Er hatte immer denselben Traum. Manchmal war es ein bisschen dunkler, manchmal fiel Schnee oder es regnete, aber das Grundprinzip blieb immer gleich. Er wehrte sich gegen das dumpfe Gefühl, sein Vater könnte vielleicht wirklich in Gefahr sein bis die Alpträume schliesslich seltener wurden, und schon bald träumte er gar nichts mehr.
Doch dann begannen die Träume bei seiner Schwester. Sie träumte zuerst das Gleiche wie Lino; ihr Vater in der dunklen Festung, ihren Namen rufend. Dann veränderte sich der Traum jedoch und sie sah sich selbst durch einen endlosen Wald gehen, bis sie schliesslich an eine Art Tor kam. Im Prinzip nur zwei gigantische Felsblöcke die zu beiden Seiten standen und ein Dritter, der quer darüber lag. In den queren Felsblock waren fremdartige Zeichen gehauen. Irgendjemand oder Etwas schubste sie durch das Tor; danach erwachte sie jeweils schweissgebadet.
Sena hatte mehrmals versucht, diese Zeichen aus dem Gedächtnis nachzuzeichnen, es gelang ihr aber nie so richtig. Lino versuchte das Ganze nicht so ernst zu nehmen. Er dachte es seien einfach ihrer beiden tiefen Gefühle über den Verlust des Vaters, die ihrem Unterbewusstsein einen Streich spielten. Sena erzählte ihm jedes Mal von den Träumen, als allerdings nichts mehr Neues dazu kam, erzählte sie Lino bald keine Einzelheiten mehr und nach und nach wurden auch ihre Träume seltener.
Plötzlich musste er wieder an Lynn denken. Ihre Familie schien so perfekt. Es käme einem nicht im Traum in den Sinn, dass sich ihr Vater plötzlich ohne ein Wort aus dem Staub machen und seine perfekte Familie zurücklassen würde. Mit einem Seufzer drehte sich auch Lino zur Seite und versuchte einzuschlafen. Das seltsame Gefühl, dass die Familie vielleicht ein bisschen zu perfekt war, meisselte sich in sein Gedächtnis und begleitete ihn in den Schlaf.
Unsanft wurden Sena und er am nächsten Tag aus dem Schlaf gerissen, als der Wecker klingelte. Sena stürmte aus dem Zimmer und riss polternd die Türen von ihrem Schrank auf. Einen kurzen Augenblick fragte sich Lino, was das alles sollte, da traf ihn die Erkenntnis wie ein Schlag. Sie wollte wieder ihr Spiel spielen. Er schoss aus dem Bett, streifte sich den Pullover über und versuchte gleichzeitig seine Jeans anzuziehen und die Treppe hinunter zu rennen. Er fiel mehr als dass er ging. Er stürmte durchs Wohnzimmer und rannte geradewegs Richtung Küche. Hinter sich hörte er Sena die Treppe runter stürmen. Er drehte sich um, und dabei passierte ihm der Kapitale Fehler. Er rannte mit voller Wucht gegen den Türrahmen und blieb wimmernd liegen. In seinem linken Fuss explodierte ein nie gekannter Schmerz der sich rasend schnell im ganzen Bein ausbreitete. Durch einen Vorhang aus Schmerz sah er das besorgte Gesicht seiner Mutter. „Oh mein Gott Lino! Was hast du dir denn bloss dabei gedacht?“ Neben dem Gesicht seiner Mutter erschien das grinsende Gesicht seiner kleinen Schwester. Ganz langsam spazierte sie durch die Küche und setzte sich auf ihren Stuhl. „Ich habe gewonnen!“, rief sie triumphierend. Lino biss sich auf die Zähne um nicht loszuheulen. Da polterte hinter ihm etwas und er drehte mich um. Erschrocken sah er ein riesiges weisses Ungeheuer die Treppe herunter stürmen, es kam direkt auf ihn zu, versuchte zu bremsen, rutschte aber auf dem glatten Parkettboden aus und knallte mit voller Wucht von hinten in seinen Rücken. Der Schlag presste ihm die Luft aus den Lungen und alles wurde schwarz vor seinen Augen.
Lino hörte Stimmen. Langsam öffnete er seine Augen und versuchte sich zu orientieren. „Sena du kannst auflegen, er kommt wieder zu sich“, rief seine Mutter und schaute ihn mit einem Blick an, den nur Mütter drauf haben. Besorgt und vorwurfsvoll zugleich. Er richtete sich auf und wollte aufstehen, da schoss ihm glühend heisser Schmerz in den Fuss und er gab wimmernd auf. „Was ist passiert?“, fragte er seine Mutter. „Wir haben das Frühstücksrennen gemacht und du bist auf die Schnauze gefal…“ „Sena! So sprichst du nicht in meinem Haus!“, unterbrach sie ihre Mutter tadelnd. „Entschuldige Mama. Also du bist hingefallen und hast dir den Fuss irgendwie verdreht und dann ist Borvin die Treppe runter gekommen und der war genauso unfähig wie du und ist voll in dich rein geknallt“, sagte Sena frech. „Dieser dumme Hund!“, rief Lino wütend und funkelte Sena an. „Und du junge Dame kannst froh sein, dass du meine Schwester bist und ich gerade höllische Schmerzen habe, ansonsten würde ich dich…“ „So,“ sagte die Mutter streng, „das reicht jetzt ihr zwei Halunken.“ An Lino gewandt fuhr sie fort: „Soll ich den Arzt rufen?“ „Hilf mir erst Mal aufs Sofa, dann können wir immer noch den dummen Arzt rufen.“ Seine Mutter versuchte ihm aufzuhelfen aber sie schaffte es einfach nicht. Kein Wunder, schliesslich war Lino gut einen Kopf grösser als sie und bestimmt an die 40kg schwerer. Da kam sein Hund Borvin angetrottet, setzte sich neben ihn und glotzte vorwurfsvoll. Seine Mutter wollte ihn weg scheuchen, aber Lino packte sein Halsband, und sogleich stand Borvin auf und zog mit aller Kraft nach vorne. Und diese Kraft war ganz beachtlich, immerhin brachte der riesige weisse Hund stolze 90kg auf die Waage. Mit der Hilfe von Borvin und seiner Mutter konnte er endlich aufstehen und zum Sofa hinüber humpeln wo er sich sogleich wieder wimmernd hinlegte. Verdammt tut das weh! „Sena mach dich bereit für die Schule!“, rief ihre Mutter und ging zum Telefon. Jetzt ruft sie doch diesen Arzt an. Lino mochte ihn nicht. Er kannte ihn seit er denken konnte und fand ihn eigentlich immer ganz witzig. Aber als sein Vater verschwand wollte er Linos Mutter mit allen möglichen Tabletten voll pumpen und er hatte ihm ziemlich deutlich zu verstehen geben müssen, dass er das lassen sollte. „Er kommt etwa in einer Stunde, ich hole dir ein bisschen Eis zum drauf legen. Er hat gesagt, du sollst den Fuss nicht anfassen.“ Kein Problem, wieso sollte ich auch etwas anfassen, das so höllisch schmerzt? „Sena komm wir müssen gehen! Lino, ich muss jetzt zu Grossmutter, ich hab ihr versprochen, dass ich ihr bei den Einkäufen helfe. Ich lasse die Tür offen, dann kann Doktor Brack reinkommen, ohne dass du aufstehen musst.“ Er murmelte ein paar unschöne Worte, die seine Mutter zum Glück nicht verstand und drehte denn Kopf. Sena stand vor ihm. Plötzlich war sie wieder seine kleine Schwester, wie er sie kannte. „Tut mir leid Lino!“, sagte sie und schaute ihn traurig an. Dieser Blick brach ihm fast das Herz. Er liebte seine Schwester über alles. „Kein Problem, Schwesterchen. Geh schön brav zur Schule!“ Sie kam ungestüm auf ihn zu, umarmte ihn herzlich und rannte dann aus der Wohnung. Natürlich knallte sie hinter sich die Türe zu. Na toll.
Einige Zeit lag er einfach nur so da und wartete und wartete. Ab und zu sah er auf die Uhr, aber die Zeit verging überhaupt nicht. Das Eis auf seinem Fuss half zwar gegen die Schmerzen, allerdings war es mittlerweile fast geschmolzen und tropfte stetig auf den Parkettboden. Das Geräusch machte ihn halb wahnsinnig. Er wollte gerade einen Versuch wagen aufzustehen, um den Boden zu trocknen, da kam Borvin wie auf Kommando und schlappte das ganze Wasser weg. Dieser Hund erstaunt mich immer wieder. Manchmal könnte ich schwören, dass du meine Gedanken lesen kannst. Die Türklingel riss ihn aus seinen wirren Gedanken. „Es ist offen!“, rief er so laut er konnte. Doch die Tür öffnete sich nicht. Lino wartete einen Moment, dann ertönte die Klingel erneut. Er seufzte genervt und schaute Borvin eindringlich an. „So jetzt will ich doch einmal sehen, ob du meine Gedanken lesen kannst. Geh, und öffne die Tür!“ Lino fiel fast vom Sofa als ihn Borvin mit einem kurzen, fragenden Blick mass und dann in den Flur hinaus ging, wo kurze Zeit später Doktor Brack erschien. „Tag Lino!“ grüsste er freundlich. „Dein Hund ist der Hammer, du musst mir unbedingt sagen, wie du ihm das beigebracht hast.“ „Wenn ich das so genau wüsste“, sagte er mehr zu sich selbst. Verstohlen musterte er Borvin. Das ist ja unheimlich.
Doktor Brack untersuchte seinen Fuss gründlich und versuchte dabei ein bisschen über Gott und die Welt zu reden. Wahrscheinlich wollte er Lino vom Schmerz ablenken, aber der verstand nicht einmal die Hälfte seiner Worte. Schliesslich erklärte er ihm, dass er ihn in seine Praxis begleiten solle, weil er seinen Fuss schienen müsse. Missmutig schaute Lino ihn an. „Na komm Lino, das schaffen wir schon!“ Seine gute Laune war unerschütterlich. Für sein Alter war Doktor Brack ein sehr kräftiger Mann. Er schaffte es auch ohne Borvins Hilfe, Lino der auch nicht gerade schmal gebaut war, zum Auto zu schleppen. Bevor Lino die Tür hinter mir schloss, signalisierte er Borvin mit Blicken, er solle im Haus bleiben, bis er zurück sei. Er wird mich schon verstanden haben. Vielleicht verliere ich auch gerade den Verstand, aber das interessiert mich gerade nicht.
Die Diagnose von Doktor Brack war ernüchternd. Lino hatte einen doppelten Bänderriss. Er würde die nächsten vier Wochen an Krücken gehen müssen und Eishockey war für diese Saison mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit gestrichen. Und das im Oktober! Wenigstens hat mein Rücken nichts abbekommen. Inzwischen hatte er mit seiner Mutter telefoniert und sie holte ihn bei Doktor Brack ab. Leider konnte es der Arzt nicht lassen, Linos Mutter nach ihrem Gefühlszustand zu fragen, und Lino wollte ihn schon mit nicht gerade freundlichen Worten zurechtweisen. Doch als seine Mutter: “Es ist alles Bestens, danke”, sagte, musste auch er einsehen, dass sie sich wohl immer noch etwas vormachte. Borvin sass noch genau an demselben Ort, wo Lino ihn zurückgelassen hatte. „Jaa du bist ein guter Junge. Jaja. Du bist der Beste mein Grosser, hast du fein gemacht!“, sagte er zur Begrüssung und streichelte ihn ausgiebig. Obwohl er es eigentlich immer etwas dümmlich fand, wenn Menschen so mit ihren Hunden sprachen, konnte es auch Lino manchmal nicht ganz verhindern.
Borvin war schon ein ganz eigentümliches Exemplar eines Hundes. Schon oft hatte er das Gefühl, eine spezielle Verbindung zu ihm zu haben. Aber wer denkt das schon nicht, von sich und seinem Haustier?
Lino wollte gerade die Treppe nach oben in sein Zimmer humpeln, als jemand an der Eingangstür läutete. Überraschenderweise fing Borvin an zu bellen. „Ruhe, du dummer Hund, was ist denn los mit dir?“ fuhr Lino ihn wütend an. Normalerweise bellte er nicht einfach los, bloss weil jemand an der Tür war. Augenblicklich verstummte sein Gebell und machte einem bedrohlichen, tiefen Knurren Platz. Lino öffnete die Tür, und hielt Borvin mit eisernem Griff am Halsband fest. „Was macht ihr denn hier?“, fragte er erstaunt, als er in die etwas beunruhigt wirkenden Gesichter von Lynn und Mitch blickte. „Hi Lino. Wir haben gesehen, dass dich jemand humpelnd aus dem Haus getragen hat und als wir sahen, dass du zurück bist, wollten wir bloss fragen, was denn passiert ist“, sagte Lynn mit einem besorgten Ausdruck auf ihrem Gesicht. „Oh ist das dein Hund? Der ist ja riesig!“ Mitch streckte die Hand aus und wollte Borvin berühren. Er fing sofort wieder an zu bellen und versuchte sogar, nach Mitchs Hand zu schnappen, doch Lino hielt ihn eisern fest. Auch wenn er seine liebe Mühe damit hatte. Einmal mehr war er fasziniert von der unbändigen Kraft, die von diesem Hund ausging. Mitch zog erschrocken seine Hand zurück und wechselte einen – man könnte sagen verschwörerischen Blick – mit Lynn. „Bitte kommt doch rein“, sagte Lino schnell um die unangenehme Stimmung etwas aufzulockern. „Ich bringe Borvin nur kurz nach oben.“ „Borvin?“ riefen Mitch und Lynn im gleichen Augenblick. „Ehm… ja, wieso?“ Lino verstand ihren Aufschrei ganz und gar nicht, so aussergewöhnlich war dieser Name nun auch wieder nicht. „Ach… ehhh… schon gut, wir hatten einmal…. Ehh… eine Katze, die Torvin hiess, das hat uns wohl ehm… naja irgendwie daran erinnert“, druckste Lynn verlegen herum. Lino wollte gerade etwas sagen, da schenkte sie ihm ihr strahlendstes Lächeln und nun war er es, der verlegen etwas herumdruckste. In diesem Moment kam Sena die Treppe runter. Er stellte seiner Schwester die beiden Gäste vor. Sie grüsste höflich, schnappte sich Borvins Halsband und zog ihn mit sich nach oben.
Lino humpelte zum Küchentisch und auch Mitch und Lynn nahmen Platz. Aufmerksam liessen sie ihre Blicke durch die Küche und einen Teil des Wohnzimmers wandern. „Ich würde euch ja gerne eine Führung anbieten“, sagte er etwas hilflos, „aber ich fürchte es ist gerade ein bisschen schwierig mit meinem Fuss. „Kein Thema, aber erzähl doch mal was passiert ist“, sagte Mitch. Und so erzählte er ihnen die ganze Geschichte, liess aber den Teil mit Borvin und ihrer seltsamen Kommunikation aus. Mitch mochte offenbar Hunde und so fragte er Lino in allen Einzelheiten über Borvin aus. Besonders die Geschichte seiner Herkunft schien ihn brennend zu interessieren. Aber leider konnte Lino ihm da auch nicht gross weiterhelfen. „Mutter hat ihn mir und
