Die Stunde des Fisches - Olaf Lüken - E-Book

Die Stunde des Fisches E-Book

Olaf Lüken

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Beschreibung

Die Stunde des Fisches ist ein Stundenbuch für die Wasserbewohner und eine Achtsamkeitslektüre für Anglerin und Angler. Der Leitgedanke: Folge dem Fisch – sonst folgt er dir. Flüsse und Meere sind stark verseucht und verschmutzt, die Fische fast vollkommen weggeputzt. Ich war so frank und frei, aß Fisch, Plastik, Quecksilber – für einen Schuss Omega 3. Tiere haben Emotionen, Gedanken, Sprache, ein Sozialleben und scheinen auch den Tod zu fürchten. Fische sind meine Freunde. Und meine Freunde esse ich nicht. Das Buch enthält zahlreiche Fischgedichte, Witze, Sprüche, Satire und Aphorismen, Kurzgeschichten und wissenschaftliche Beiträge.

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Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Der Autor

Olaf Lüken wurde 1952 in Nordrhein-Westfalen geboren und lebt heute in Sankt Augustin (Rheinland) Er arbeitet als Freier Journalist. Vor seiner Tätigkeit im „schreibenden Bereich“ war der Autor Bankkaufmann, später Bankbetriebswirt und wandte sich den Zahlen zu. Olaf Lüken widmet das Buch seinen Eltern Adolf und Gerda Lüken und seinen Freunden Detlev und Anne Neukirch sowie dem Dichter und Schriftsteller Friedrich Karl Weber.

Olaf Lüken

DIE STUNDE DES FISCHES

Plädoyer für eine bedrohte Lebensartin: Gedichten Aphorismen, Glossen, Kurzgeschichten und wissenschaftlichen Beiträgen

Engelsdorfer Verlag Leipzig 2020

Die in diesem Buch geschilderten Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Anverwandten sind nicht zufällig, sondern beabsichtigt.

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Copyright (2020) Engelsdorfer Verlag

Titelbild © MARIO [Adobe Stock]

Alle Rechte beim Autor

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

INHALT

Cover

Titel

Impressum

Einleitung

§1 Tierschutzgesetz

§1 Fischschutzgesetz (Fiktion)

§90a BGB

Georg der Angler – Eine kurze Geschichte

Gedichte und Sprüche

Der zerstreute Angler

Die Sardelle

Der Fliegenfisch

Frei nach Shakespeare

Der Regenwurm (I)

Der Regenwurm (II)

Kieler Sprotten

Der forsche Dorsch

Im Trüben fischen

Der Trainer meint:

Der Silvesterkarpfen

Die Berliner Auster

Lisbeth, die flotte Forelle

Lisbeth und die Fliegen

Der Träumer

Streitereien

Werner, der Karrierefisch

Die Katze hat den Fisch gerochen

Der Fisch stinkt vom Kopf

Aphorismen

Erleben Fische Wunder?

Alles ist relativ

Wo Licht, da Schatten. Wo Fische, da Gräten.

Sprache richtig übersetzen

Gedichte

Hamburger Fischmarkt

Korallenglück

Empfinden Fische Schmerzen?

Limericks

Delfine

Gleichheit vor dem Gesetz

Hedwig, der blonde Backfisch

Wasser-Wortspiel

Farbwechsel

Golfer Wolfgang

Persönlichkeiten

Not macht erfinderisch

Eine kleine Teichmusik

Jonas 2020

ICH-Idyll (Spontilogik)

Ein feiger Hering?

Martina Barbe

Georg und der Professor für Rhetorik und Dialektik (Ein Dialog)

Wenn so viel Gutes wird beschert

Der tote Teich (I)

Der weise Zander

Gedichte

Dem Hecht geht es schlecht

Helmut, der vegane Hecht

Günter Wittling

Herbert Wattwurm

Der Delfin – ein Menschenfreund

Manfred, Vetter und Freund der Lahn

Makrelenmut

Fiona Flunder

Sein und Zeit

Neues von Brian dem Hai

Ach, du dickes Ei!

Journalistenschelte

Gericht und Ehepflicht

Wattwurm trifft Ohrwurm

Brasse trifft Bachforelle Lisbeth

Hering trifft Makrele

Neues von Aal Alfred

Der eitle Kugelfisch

Genial

Inkonsequenz

Wenn Humor eine goldene Farbe bekommt

Wenn der Goldfisch Trauer trägt

Eine Leich’ im Teich

Möwen – Gaukler der Lüfte

Möwenflug

Möwe auf der Wanderdüne

Zwei Heuchler

Ende eines Pottwals

Die Wunderwaage

Bernd Buckelwal

Ein intellektueller Goldfisch

Piranhas

Ein Kampf auf Leben und Tod – eine Beschreibung

Reden ist Gold – Schweigen ist Silber

Kleinkariert

Gert Stör bittet um Gehör

Wiener Hummerkummer

Kaviar für Bekloppte

Der Blankaal

Ich hab’ da mal ne Frage

Was verbinden Kreuz und Fisch?

Anglerpech und Anglerglück

Wir servieren Dorschfilet und einen Coq au Vin – eine kurze Kochgeschichte

Das Jahr des Fisches (2000 bis 2019)

In Wyk auf Föhr ist das Leben nicht schwör

Der Salm von der Alm

Fischessers letzte Leidenschaft

Der letzte Fisch

Theos Schuppentheater

Paul Piranha

Wenn die Fische fröhlich feiern

Schlag auf Schlag

Der einsame Goldfisch

Wenn die Putzkolonnen kommen

Ich tat es um des Reimes willen

Der verstörte Stör

Forelle blau

Freund und Feind

Trauma

Irren ist tierisch

Macht und Schicksal

Meeresfrüchte werden nicht gepflückt

Krabbe Kevin

Ein seltsamer Meeresbewohner

Vom Land aufs Meer und umgekehrt

Eine Portion Mitleid

Der Döbel und die Dumpfbacken

Am Anfang steht der Reim

Das erste Fischkrankenhaus

Dämmerlicht

Der letzte Angler

Der Alte und der Schellfisch

Fischfilosofie

Der Grönlanddorsch

Beifanggefahr im Golf von Bahrein

Des Herings letzte Handlung

Werner Saibling

Die Reise nach Jerusalem

Larvengeschrei

Wie du!

Der Fliegenfisch

41°

Den Menschen zu vieles abschaut

Der Fürst vom Teich

Ferienende am Meer

Wenn der jecke Goldfisch schmollt

Witziges in Limericks und anderen Gedichten

Was hat der nur?

Auch Fische dürfen nicht alles

Fischfang missverstanden

Späte Erkenntnis

Frau Fisch ist ohne eigene Kinder

Unterwassertheater

Das Mädel vom Immenhof

Aus dem Land der Zitronen

Stimmung im Teich von Toulouse

Wehret den Anfängen

Das Oktoberfest der Fische

Fisch pinkelt Fischer ans Bein

Wacken und Heavy Metall

Fisch und Angler

Bodensee – eine Nische für Fische

Kennen Sie Schubert?

Im Delfinarium

Schlag auf Schlag

Dressurpech

Ein Teufelsrochen denkt nach

Den Spiegel vorgehalten

Können Barsche Arien singen?

Wenn Poesie geht in die Knie

Avancen

Geiz und Reiz

Der Blick

Nächstenliebe

Nicht jeder kann Elite

Prahlhans ist nicht Zahlhans

Schnee

Jesus und die Fische

Tratscherei

Alt und Jung

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Weder Krone noch Karfunkelsteine

Cannabis zum Abendmahl?

Beginn eines Krimis

Tick und Blick für die Musik

Plastiktüten verboten

Die Mainzer Fischmusikanten

Vom Wels und seiner Frau

Keine Liebe dauert ewiglich

Fisch und Wasserstand

Ist ein Tier frei von Gier?

Der weise Zander sagt:

Fische und Öffentlichkeitsarbeit

Herbstzeichen

Der weise Zander sagt:

Schlusswort

Einleitung

Ob im Meer, Strom, Fluss oder Bach. Die Welt der Fische ist so bunt und lebhaft, wie die Welt der Menschen. Können Fische sprechen, singen, denken oder sind sie einfach nur dumm, stumm, weil sprachlos? Nein. Sie können Schmerzen empfinden, bekümmert sein und sich – innerhalb der Art – untereinander verständigen. Was die Wissenswelt früher für gut, richtig und gesichert hielt, ändert sich permanent. Hinzu kommt, dass die Ozeane einem globalen Wandel unterliegen. Die Polkappen schmelzen ab, das Wasser erwärmt sich und der Wasserspiegel steigt ständig an. Weltweit. Die Ozeane werden durch PCB und Quecksilber stark belastet. Plastikteppiche, die die Gesamtgröße Indiens (3,4 Mio. Quadratkilometer) erreichen, wabern auf den Weltmeeren und sinken in kleinsten Teilen auf den Meeresgrund. Eine nachhaltige Fischerei und eine schadensfreie Aquakultur erreichen ihre Grenzen. Während das Mittelmeer mit 93 Prozent (2018) überfischt ist, kommen auch Atlantik, Nordsee und Ostsee mit rund 60 Prozent langsam an ihre Grenzen. Ein weiteres Problem ist die illegale Raubfischerei vor den Küsten Afrikas und Asiens. Dort tauchen, meistens nachts, Schiffe anderer Staaten auf. Sind die Fische ausschließlich in den Ozeanen und Meeren Gefahren ausgesetzt? Nein. Wenn Fische flussabwärts wandern, um nahrungsreiche Lebensräume zu erreichen, sich fortpflanzen oder sich vor Gefahren in Sicherheit bringen wollen, können sie an Wehren, Schleusen oder anderen Bauwerken aufgehalten werden. Verletzungen treten auf, wenn Wasser für die Kühlung von Kraftwerken aus dem Fluss entnommen oder in Pump- und Schöpfwerken gepumpt werden. Die Verletzungen reichen von Schuppenabrissen bis zum Tod. In Abhängigkeit von der Turbinenart, der Umdrehungsgeschwindigkeit der Turbinenschaufeln, der Fischart und anderer Faktoren, können so bis zu 100 Prozent der Fische Schaden erleiden. Je länger die Wanderwege desto mehr Bauwerke müssen sie passieren. Damit steigt das Risiko, dass sich die Schädigung auf die Population auswirkt. Es müssen daher Maßnahmen gefunden und umgesetzt werden, die diese Fischschäden auf ein Minimum reduzieren. Die artenreiche Lebensgemeinschaft der Fische ist höchst gefährdet. Über den Zustand der Meere, Flüsse, Kanäle und Bäche, berichten die Nachrichten in kurzen Zeitabständen. Ausgestattet mit genauem Blick, feinstem Humor und einem Wortwitz, der sich tief ins Gedächtnis gräbt, entlarvt der Autor den täglichen Widerspruch. Konkret: Der Autor mag die Angler und deren Hoffnung, Fische zu fangen. Noch mehr wünscht er den Fischen, sich vor den Anglern und Netzbetreibern zu schützen. Waffengleichheit besteht ohnehin nicht. Vor allem – für den Fisch.

Seine Fischgedichte geben den Meeres-, Küsten-, Fluss-, Bach- und Teichbewohnern eine Stimme. Der Autor steht in der Tradition von Heinz Erhardt, Erich Kästner, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Hans Christian Morgenstern. Wahrheit braucht Humor. Humor braucht Satire. Der Autor ist Jahrgang 1952, stammt aus Herne/Westfalen und lebt als freier Journalist in Sankt Augustin (Rheinland). Von ihm stammen die Bücher: „Erfolgreich verkaufen im 21. Jhdt. (Haag + Herchen, 2000, Frankfurt a.M.) und „Schöne neue Geldwelt (2017), Buchverlag, Kaarst.

§1 TIERSCHUTZGESETZ

Zweck dieses Gesetzes ist es aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

§1 FISCHSCHUTZGESETZ (FIKTION)

Für den Fisch sind alle Angler gleich. Vor der Angel sind alle Fische gleich. Das Gesetz dient dem Schutz der Fische eines Landes. Das Gesetz hat dem Schutz der Natur zu dienen. Dazu gehören auch die Fische.

Jeder Fisch hat Anspruch auf menschlichen Schutz, vor menschlicher Grausamkeit.

§90A BGB

besagt, dass Tiere keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden. Allerdings sind auf Tiere weiterhin dieselben Vorschriften anzuwenden, die auch für Sachen gelten, soweit im Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist.

GEORG DER ANGLER – EINE KURZE GESCHICHTE