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Commissario DiPietros 2. Fall aus der Reihe "30-Minutenkrimis für unterwegs" wird bei der Lösung tatkräftig vom Polizeipathologen unterstützt. Die Fälle aus dieser Kurzkrimireihe finden immer ein ungerwartetes Ende.
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Massimo E. Rufini
Die toten Augen im Fenster
Commissario DiPietros 2. Fall
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Via Cenera fünf
Via Cenera 6
Der blonde Mann
Impressum neobooks
Die Nacht war lang und langweilig gewesen. Nichts war geschehen. Commissario DiPietro und sein Assistent Sevieri schoben Nachtschicht ohne grosse Begeisterung.
„Nichts zu machen,“ murrte DiPietro, „heute haben wir uns vergebens die Nacht um die Ohren geschlagen. Ich bin todmüde und freue mich auf ein gutes Frühstück!“
„Ich konnte immerhin den ganzen Bürokram der letzten Tage erledigen!“ antwortete Sevieri, „Sie haben es gut. Brauchen nur meine Berichte zu unterschreiben!“ schmollte er leise, etwas eifersüchtig. Im Stillen erinnerte er sich an eine Passage in einem seiner Filme zu Hause: „Hunde, wollt ihr ewig leben!“ und dachte dabei an die bevorstehende Pensionierung DiPietro’s ohne jegliche Scham.
„Das Alter muss der Jugend weichen!“, ergänzte er seinen Gedankengang und träumte weiter von sich, als neuen Commissario.
Da läutete das Telefon. „Das gilt nicht!“ brummte DiPietro, „eineinhalb Stunden vor Schichtschluss!“ und hob den Hörer ab. „DiPietro am Apparat!“ knurrte er in die Muschel, woraufhin ein ganzer Schwall Worte auf ihn eindrang und Sevieri ihn interessiert beobachtete. Entnervt legte DiPietro wieder auf.
“Nun – um was handelt es sich?“ bohrte Sevieri.
„Eine Frau sei erdrosselt worden in der Via Cenera fünf. Eine Nachbarin gegenüber habe den Mord durchs Fenster beobachtet und dann auf dem nahen Polizei-posten Alarm geschlagen. Nun liegt der Fall bei uns.“
„Aha, und um wie viel Uhr ist dies geschehen?“ fragte Sevieri nach. „So ca. um fünf Uhr am Morgen,“ ant-wortete DiPietro.
„Also, dies ist ein Fall für zwei Cappuccinos - um wach zu werden - und dann ziehen wir los.“ meinte DiPietro und steuerte auf die Espressomaschine zu.
„Sollten wir nicht möglichst schnell hin?“ rief Sevieri aus, der schon aufgesprungen war und den Mantel halb angezogen hatte, aber mit einem Arm im falschen Ärmel stecken geblieben war.
„Zwei Cappuccinos, nicht zum aushalten dieses Geschlürfe dabei,“ dachte er. Wenn er einmal Chef sei, dann werde seine erste Amtshandlung die Abschaffung der Espressomaschine sein, schwor er sich. „Da läuft einem doch die Zeit davon,“ murmelte er sehr leise vor sich hin.
„Was meinten Sie?“ fragte DiPietro, „Ich habe Sie vorhin nicht ganz verstanden. Sie müssen lauter sprechen, wenn die Espressomaschine rattert!“
