Die Vergebung muss noch warten - Daniela Emminger - E-Book

Die Vergebung muss noch warten E-Book

Daniela Emminger

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Beschreibung

"Die Vergebung muss noch warten" - allerdings nur Daniela Emmingers neuen Roman lang. Auf dem rasanten Weg dorthin begegnen uns Yogis, Jäger, diverse Therapieformen, eine Mittwochsbeziehung, Wundertabletten, ein Kloster mit dicken Mauern, viel Meditation und der eine oder andere Mord. Daniela Emmingers Protagonistin Kilb ist Anfang 30 und in der Sinnkrise. Ihr sorgsam erbautes Leben aus gutem Job, viel selbstbestimmter Zeit, einem Freund, mit dem im wahrsten Sinne des Wortes alles nach Plan läuft, und einer auf all das abgestimmten Therapie fühlt sich zunehmend löchrig an. Sie bricht auf und macht sich auf die Suche nach Vergebung und Glück. Sie landet in einer Selbsthilfegruppe und lernt dort einen Mann und dessen Hund, beide mit weitaus dunklerer Vergangenheit als der ihren, kennen. Gemeinsam begeben sie sich ins Leben, das sie aber immer wieder einholt. Die Geschichte der drei wird zu einem bisweilen bitterschwarzen Road Movie. Aber alles wird gut oder zumindest erleuchtet, wenn in Lilienfeld ein rosa Wunder passiert, ein Psychiater von seiner verrückten Geliebten erschossen wird, eine Lichtesserin im Schokoladenrausch bekehrt und eine ominöse Bekannte Kilbs zu Hostien verarbeitet wird.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 292

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Daniela Emminger

DIE VERGEBUNG MUSSNOCH WARTEN

Roman

Daniela Emminger

DIE VERGEBUNG MUSSNOCH WARTEN

Roman

Czernin Verlag, Wien

Mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien, die mit ihrem neuen Literatur-Programm »Sag zum Abschied Leise Servus« österreichische AutorInnen unterstützt.

Produziert mit Unterstützung der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich und der Stadt Wien, MA7 / Literaturförderung

Emminger, Daniela: Die Vergebung muss noch warten / Daniela Emminger Wien: Czernin Verlag 2015 ISBN: 978-3-7076-0540-2

© 2015 Czernin Verlags GmbH, Wien Lektorat: Senta Wagner Umschlaggestaltung: sensomatic Satz: Burghard List Produktion: www.nakadake.at ISBN E-Book: 978-3-7076-0540-2 ISBN Print: 978-3-7076-0539-6

Alle Rechte vorbehalten, auch das der auszugsweisen Wiedergabe in Print- oder elektronischen Medien

Inhalt

Random in Lilienfeld.

Romantische Routinen.

Der Mittwoch-Karl.

Vom Möglichen zum Unmöglichen.

HWS.

Postkarte, eins.

Anger Management.

L’exil de soi oder Heimweh nach sich selbst.

Elefanten, die in Hunden wohnen.

Murat F. Nele.

Hürm kocht Kaffee.

Something old, something new, ...

DIE VERGEBUNG MUSS NOCH WARTEN.

Bianca.

Rosa Elefanten.

Postkarte, zwei.

Brimful of Asha.

Die Toten in Tibet.

Parallelmontagen.

Purposive in Lilienfeld, eins.

Das falsche Wunder.

Kilbs Geheimnis.

Postkarte, drei.

Strawberry Fields Forever.

Postkarten, vier, fünf.

Purposive in Lilienfeld, zwei.

Schüsse am Kolm.

Frühlingserwachen.

Genug gestorben.

Affen fangen.

Danke.

Random in Lilienfeld.

[random: having no definite aim or purpose; not sent or guided in a particular direction; made or done without method or conscious choice.]

Angefangen hat alles am Tag des heiligen Severin, einem 8. Jänner, ganz ohne Schnee, dafür mit viel zu hohen Temperaturen für diese Jahreszeit. Eine alte Bauernregel besagt: »Wenn es dem Severin gefällt, bringt er mit die große Kält.« In jenem Jahr hatte er keine rechte Lust dazu.

Im Nachhinein betrachtet, endete an diesem Tag aber auch alles. Und obwohl der heilige Severin nach erster Recherche nicht gar so viel hergibt und seine zugegebenermaßen ganz ansehnlichen Verdienste – wie die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung oder die Organisation von Lebensmittel- und Kleiderspenden im 5. Jahrhundert – das Wesen dieser Geschichte weder beeinflussen noch vorantreiben, so schreiben wir doch den 8. Jänner und nicht etwa den 5. Februar, auch wenn vielleicht der Tag der heiligen Agatha aufregender gewesen wäre, interessanter, wurden ihr doch aufgrund einer amourösen Zurückweisung im Jahre 250 nach Christus vom offensichtlich erzürnten Freier die Brüste abgeschnitten. Das musste man sich erst einmal vorstellen; bestimmt würden heute neunzig Prozent aller Frauen brustlos herumrennen. »Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut.«

Auch Kilb Lauber, um die es hier gehen soll, hätte ein Anfang mit Agatha wahrscheinlich mehr pläsiert – zumal sie es mit der Wetterprognose weitaus besser traf, aber man kann sich seine Geschichte(n) nicht immer aussuchen und sollte beim Erzählen, wenn möglich, bei der Wahrheit bleiben.

Am 8. Jänner zog Kilb Lauber ihre neuen Laufschuhe an und machte sich auf den Weg.

Ihre Eltern hatten schon immer ein Faible für seltsame Namen gehabt, einen katastrophalen Drang zum Individuellen geradezu, der relativ am Beginn ihrer nunmehr Perlenen Hochzeitsjahre auf einer ausgedehnten Autoreise durch Österreich und Südtirol entstanden war und klar anmutende, prosaische Ortsnamen im Visier hatte: Truden etwa, 1022 Einwohner, sehr kurvenreich und hoch im Naturpark Trudner Horn gelegen – hier hatten sich die beiden zum ersten Mal geküsst. Fantaberg, 65 Einwohner, zur Gemeinde Schörfling am Attersee gehörend – wo sie nur kurz durchgefahren waren, weil Kilbs Vater leidenschaftlich gerne eine bestimmte Limonade trank. Dann Malta in Kärnten, dessen blaue Flagge eine goldene Leiter zierte, 2054 Einwohner, 843 Meter Seehöhe – auf dem Inselmalta waren beide noch nicht gewesen. Schließlich Rum in Tirol, eine der reichsten Gemeinden Österreichs mit einer renommierten Privatklinik – hier wollte sich Kilbs Mutter spontan einen Leberfleck entfernen lassen. Die Ortschaft Klaus, gleich zweimal, einmal in Vorarlberg – wo sie in einer Scheune ihre erste gemeinsame Nacht verbrachten –, einmal in Oberösterreich, an der Pyhrnbahn gelegen – hier gaben sie sich in der Bergkirche Klaus das Jawort und speisten anschließend im Ortsteil Kniewas zu Mittag. Hürm im Mostviertel, 1726 Einwohner – hier war ihr erster bewusster Versuch gescheitert, ein Kind zu zeugen. Und, zu guter Letzt, Kilb, ein 1102-Seelen-Ort im Bezirk Melk – wo sie es zum zweiten Mal versuchten und Erfolg hatten. Als ihr erstes und einziges Kind neun Monate später an einem raubereiften Dienstag im April des Jahres 1986 nach fünfunddreißig Stunden Wehen unter unglaublichem Geschrei das Licht der Welt erblickte, stand bereits fest, wie es heißen musste. Kilb. Kilb Lauber.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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