Die Wandlung eines Schattens, zu Licht - Chris Dere - E-Book

Die Wandlung eines Schattens, zu Licht E-Book

Chris Dere

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Beschreibung

Dies ist der Bericht eines Zeitzeugen aus dem Jahr X nach Heute. Dieser Zeitzeuge erklärt die Geschehnisse die sich dem Leser erst nach und nach erschließen. Aber Ihm selbst wird erst ganz zum Schluss bewusst WAS genau er da dokumentiert.

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Seitenzahl: 92

Veröffentlichungsjahr: 2015

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„Ein Schatten glitt von einem Haus zum anderen, von einer Tür zur anderen, bis er dachte er könnte hier finde, was er suchte.

(Zum jetzigen Zeitpunkt ist es sehr schwer zu erkennen ob der Schatten etwas Gutes oder etwas weniger Gutes zu uns bringen wird. Wenn es etwas Gutes ist, dann lass uns hoffen, dass er findet was er sucht. Ist es etwas weniger Gutes? dann? ja was hoffen wir denn dann?*1)

Langsam nahm der Schatten Gestalt an und wurde … zu einem Mann. Einem Mann etwa 180 cm groß.

(Was denkst du? nicht sonderlich groß für einen Bösewicht? Meinst du, er sollte mindestens 2 Meter groß sein damit jeder sagen kann: „Seht dort geht ein Bösewicht?” Leider ist es nicht so einfach. Außerdem, so mancher, den man zu Beginn einer Erzählung, für einen Bösewicht gehalten hat entpuppte sich später als der Held, der am Ende alle rettet, und sogar die schöne junge Frau heiratet, die gleich zu Beginn einer Geschichte in Gefahr geriet. Aber nicht vergessen! Das ist nur in manchen Geschichten so, und dies ist eine Erzählung, also vermische bitte nicht die einzelnen Erzählstile. Zudem, Geschichten sind nicht immer wahr, Erzählungen dagegen immer. Außerdem steht noch gar nicht fest, dass der 180 cm große, aus einem Schatten geborene Mann, ein Bösewicht ist. *1)

Gekleidet war der Mann, der aus einem Schatten heraus geboren wurde, ganz in Schwarz. Von Kopf bis Fuß schwarz. Sein Haar: Pechschwarz. Seine Augen: schwarz.

(So schwarz, dass man, wenn man genau hinein sah, beinahe ein rotes Glühen darin erkennen konnte. Aber wer sollte sich schon wagen Ihn so genau anzuschauen, oder Ihm überhaupt so genau in die Augen zu schauen. *1)

Das Weiß seiner Augen schien beinahe das Licht zu reflektieren.

(Schien es wirklich nur so? *1)

Sein Anzug so schwarz, dass kein Lichtstrahl es wagte sich in Ihm zu spiegeln; kein Staubkorn es wagte, sich auch nur für den winzigen Hauch eines Augenblickes auf Ihm auszuruhen oder gar daran zu denken es zu tun.

Seine Schuhe so zart, und fein, und schwarz, dass man denken könnte er trüge gar keine. Und sein Umhang, für einen winzigen Augenblick hatte man den Eindruck als seien es große schwarze Flügel.

(Was sagst du? Eine optische Täuschung? Welcher Mensch hatte schon große schwarze Flügel? Möglich. Nur ein Irrtum. Denn niemand hat Flügel, außer natürlich: die Vögel. Aber dieser Mann der aus dem Schatten heraus erschienen war, war ganz sicher kein Vogel. Aber, wenn man es recht bedenkt, welcher Mensch wird aus einem Schatten geboren? Ich habe nicht einmal gesagt dass es sich dabei um einen Menschen handelt. Diese Behauptung stammt alleine von dir.*1)

„Guten Tag. Was kann ich für sie tun?” fragte die Sekretärin freundlich und sah auf.

(Ihr Blick änderte sich auf der Stelle als sie Ihn ansah. Hätte man sie gefragt, sie wäre sich dessen nicht bewusst gewesen. *1)

„Guten Tag. Ich möchte dass sie eine Frau suchen.” sagte der Schattengeborene.

(Mit einer Stimme, so kalt wie die Sonne, so heiß wie ein Eisberg, so süß wie eine Zitrone, so sauer wie Honig, so lieblich, wie das zischen einer Schlange, so abstoßend, wie das schnurren einer Katze, so erfreulich, wie ein tiefes dunkles Loch, und so angsteinflößend, wie das Lachen eines Kindes. *1)

„Eine Bestimmte, oder ist es egal welche?” scherzte sie und machte Ihm leicht übertrieben schöne Augen.

(Was sagst du? Ob sie keine Angst vor Ihm hatte? Begegneten Ihr jeden Tag Schattengeborene? Weshalb sollte sie Angst vor Ihm haben? Sie wusste doch nichts darüber wie er vor ihrer Tür erschienen war. Also, weshalb sollte sie sich dann fürchten? *1)

„Oh, ja. Ich suche eine ganz bestimmte Frau.”

(Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen des Schattengeborenen. Ganz so, als sei er es nicht gewohnt dass jemand mit Ihm scherzte. *1)

„In Ordnung. Dann erledigen wir erst einmal die Formalitäten …”

„Ich zahle 2000 pro Tag plus Sonderausgaben.” teilte der Schattengeborene sofort mit.

(Wie jemand der wusste: Mit Geld kann man alles kaufen. Wie jemand, der begierig darauf war, diese Frau unbedingt zu finden. *1)

„Und wie lange haben wir Zeit diese Frau zu finden?” fragte die Sekretärin schmunzelnd.

„Ha. Der war gut.” lachte der Schattenmann amüsiert.

(Er war wirklich richtig amüsiert. Das hatte es, glaube ich, noch nie gegeben. Aber woher solltest du das wissen, du kennst Ihn ja erst ein paar Minuten. *1)

„Aber keine Sorge Herr …?”

„… Morgenstern, Belial Morgenstern.”

(Belial? wo habe ich denn diesen Namen schon einmal gehört? Ich muss bei Gelegenheit in einem Lexikon nachschauen. Belial? Aber auch Morgenstern kommt mir so bekannt vor. Nein - nein, ich meine damit nicht den Stern der am Himmel steht. Ich komme schon noch drauf. Wenn du einen Augenblick wartest, schaue ich gleich nach. *1)

(Ah ja. Da haben wir es ja schon. Belial: ursprünglich ‘Bosheit’, ‘Verderben’ -z.B. 5 Moses 13, 14; PS 18,5- im späten Judentum personifiziert zur gottfeindlichen Macht. - 2 Kor 6,15-

Und den Morgenstern kennst du hoffentlich. Manche nennen Ihn Venus. Aber der Morgenstern wird auch oft als Name des Teufels verwandt. Denn: Luzifer, was im lateinischen Lichtbringer heißt, wird wie bereits gesagt, auch Morgenstern genannt. Und weil ich gerade so schön am lesen und erklären bin: Selbst Christus wird als Morgenstern bezeichnet, - Offb. 22,16 vgl. 2 Petr. 1,19-

So, das sollte genügen. Wenn du mehr wissen willst, schau selber nach. Bücher gab es sicher schon zu deiner Zeit.

Außerdem wäre es wohl zu viel des Guten, wenn man vom Namen einer Person, auf den Charakter einer anderen Person schließen würde. Nicht wahr? *1)

„Keine Sorge Herr Morgenstern, so viel Geld wollen wir gar nicht von Ihnen. Wir haben einen festen Regelsatz.”

(Das findet man jetzt sehr häufig auf der Erde, dass die Menschen nicht mehr Geld wollen, als Ihnen zusteht. Es gibt sogar Menschen die helfen einem Anderen einfach nur deshalb, weil der Andere sich darüber freut. *1)

„Sie haben inklusive des heutigen Tages 2 Monate Zeit. D. h. 49 Tage. Danach ist es zu spät.” erklärte Herr Morgenstern.

(2 Monate sind 49 Tage? dann hätte ja ein Monat, 24 Tage, und der andere, 25 Tage. Wie ist denn das möglich? Hat der Schattengeborene mit dem schönen Namen Belial sich vertan? wollte er möglicherweise sagen: „Fast 2 Monate?” Nein, das wollte er nicht. Dieses JETZT in meiner Erzählung, -es ist übrigens das Heute für mich, wie es gerade das Heute für dich ist-, also: dieses JETZT befindet sich einige Jahrhunderte in der Zukunft.

Die Erde hat Ihre Umlaufbahn um die Sonne verkleinert. Aber das ist nichts Gefährliches. Des Weiteren leben nicht mehr viele Menschen auf der Erde. Nicht etwa, weil die Raumfahrt so weit fortgeschritten ist und man jetzt auf andere Planeten fliegt um diese zu besiedeln. Nein. Von solchen Spielereien ist man schon lange, sehr lange abgekommen. Nein. Es lag nur an den Kriegen, dass es jetzt noch so wenige Menschen gibt.

Die wenigen Menschen die es jetzt noch gibt, sind überwiegend friedlich. Aber hin und wider gibt es noch die Eine oder andere Ausnahme. Aber darüber zu erzählen würde den Rahmen dieser kleinen Erzählung sprengen. Die Menschen die JETZT leben, wissen nichts mehr von Kriegen. Sie wissen nichts mehr von der Vergangenheit der Menschen. Es interessiert sie auch nicht. Sie wissen auch nicht, dass ein Tag einmal 24 Stunden hatte, oder dass ein Monat 30 oder 31 Tage hatte.

Sie wissen nichts von großen schrecklichen Maschinen, Bomben, Raketen, Gewehren, Pistolen oder Messern mit denen man andere Menschen verletzen oder töten kann. Die Menschen die jetzt leben sind Freunde, nette Nachbarn, beinahe so etwas wie eine große fürsorgliche Familie. Was aber nicht heißt, dass jetzt jeder guckt was sein Nachbar, Freund oder Verwandter anstellt. Nein jetzt vertraut jeder Jedem. Niemand hasst sich, also weshalb hätte dann die Sekretärin vor dem Schattengeborenen Angst haben sollen?

Ein weiteres Außerdem: Es gibt jetzt noch etwas. Wunder. Ja, wirkliche echte Wunder. Es soll sogar Menschen gegeben haben, die echte Engel gesehen haben. Und niemand hält einen anderen für verrückt, nur weil er behauptet einen gesehen zu haben.

Da könnte man sich doch fast wünschen, dass man in dieser Zukunft leben kann nicht wahr? Und was ist dann hier mit deinem Fernseher? deinem Computer, deinem Handy, deinen Spiele Konsolen, deinem Führerschein, dem Haus deines Nachbarn von dem du dir wünschst, dasselbe zu haben, nur schöner, und größer? Was ist mit dem Urlaub, den du dieses Jahr noch, unbedingt, machen musst, weil ja dein Arbeitskollege auch dieses Jahr dorthin fährt? Du musst doch mindestens eine Woche länger dort bleiben. Oder etwa nicht?

Genau. Wir befinden uns sehr weit in der Zukunft. Sonst würde sicher keiner einem anderen helfen bloß weil wieder der andere sich darüber freut. *1)

„In Ordnung. Ich nehme jetzt die Daten auf und gebe sie dann an einen unserer Bearbeiter weiter. Zuerst benötigen wir den Namen der vermissten Person, dann Ihre letzte Postanschrift, Ihre Gewohnheiten und zu guter Letzt, eine Photographie der vermissten Person.”

„Gut, Ihr Name ist Oona. Gewohnt hat sie zuletzt …” beeilte er sich ihr mitzuteilen.

„... langsam, langsam. Bitte. Una schreibt man wie? U? …” unterbrach sie Ihn schnell.

„Nein. O. O. N. A. Zumindest stellte sie sich so bei mir vor.” buchstabierte Herr Morgenstern.

„Und der Nachname?”

„Nachname Ma´roona. Oona Ma´roona?” fragte er verwirrt.

„Ein sehr schöner Name.” bemerkte die Sekretärin leise.

(Ach ja. Man sagt seinem Gegenüber jetzt, dass etwas schön ist, oder dass er etwas gut kann. Und sollte er etwas nicht so gut können dann bietet man Ihm seine Hilfe an. Oder man lobt Ihn, obwohl er es nicht so gut kann, da man weiß wie sehr er sich angestrengt hat. *1)

„Ja. Der Name passt zu Ihr.” bemerkte nun Herr Morgenstern, der Schattengeborene ebenso leise.

„Wann wurde sie geboren?”

„Etwa..., so genau weiß ich das gar nicht. Ich denke aber, als ich sie kennen lernte, war sie höchstens 17 Jahre. Das müsste kurz nach Kleopatras Tod gewesen sein. Sie zettelte da einen kleinen Aufstand an, der mich fast den linken Arm gekostet hätte.”

„Das heißt sie müsste jetzt ungefähr … siebentausend Jahre alt sein, Plusminus ein paar Jahrhunderte?”

„Oh. Oh. Nein. Nein. Sie ist …” fiel es Ihm schnell noch ein dass die Menschen nicht so alt werden.

(Der Schattengeborene, mit dem schönen Namen Belial, der eine schöne Frau mit dem noch schöneren Namen Oona Ma´roona sucht, war leicht verwirrt. An solche Kleinigkeiten hatte er nicht gedacht. *1)

‘Wenn nur Hein in der Nähe wäre, mein alter Freund und Berater. Er könnte mir aus der Patsche helfen.’ überlegte Belial schnell.

(Aber leider wusste er nicht wo sein Freund aus alten Tagen sich zurzeit befand. Oder war es ein Glück? Denn die beiden hatten sich leider, (leider?) vor geraumer Zeit, aus den Augen verloren. Das heißt, eigentlich hatte Belial nur seine Anschrift verschlampt.

Ja, ich muss zugeben, selbst so etwas gibt es hier und heute auch noch. Daran hat sich nichts geändert. Wenn jemand sehr schusslig ist, dann bleibt er schusselig. Dafür, oder eben dagegen, ist immer noch kein Kraut gewachsen.